Tagebuchbloggen 05/22

Nachdem der letzte Tagebuch-Fünfte wegen einer Dienstreise hier ausgefallen ist, bin ich diesmal wieder dabei, wenn Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelt wie jeden Werktag um 6:20 Uhr. Um 6:30 stehe ich auf, wecke Sohn1 und gehe runter. Aufbackbrötchen in den Ofen und dann unter die Dusche. Wenn ich fertig bin, sind es die Brötchen auch. Dann die anderen Söhne wecken und Sohn1s Brotdose schnell fertig machen. Er muss um 7 Uhr los zum Bus. Ich gehe noch Mal hoch und schaue, ob die anderen aufgestanden sind. Sohn3 war die letzten zwei Tage krank Zuhause, soll aber heute wieder gehen. Ich mache die Brotdosen für beide. Sohn2 frühstückt. Dann Haare kämmen, Nasenspray und Augentropfen gegen die Pollen und er geht los. Sohn3 jammert und nölt, dass er nicht will. Ich biete ihm an ihn zu fahren, damit er den extraschweren Schulranzen nicht tragen muss. Um kurz vor acht fahren wir zusammen los.

Nach dem Abliefern an der Schule stehe ich auf dem Weg zur Arbeit in Stau. Ich bin um halb neun im Büro und trinke erstmal einen Kaffee beim Mails lesen. Um 9 kommt ein Mitarbeiter eines anderen Instituts mit einer Prüfaufgabe und wir machen kurz zwei Röntgenaufnahmen. Funktioniert ganz gut. Wieder jemand glücklich gemacht.

Um zehn gleich der nächste Termin. Ein Kandidat für eine Studienarbeit. Wir erklären ihm, was wir gerne wollen und er hat Interesse. Morgen will er Bescheid geben. Anschließend sitze ich endlich am Schreibtisch. Ich muss für einen Abschlussbericht noch etwa 1 Jahr Messdaten aus einem Dauerversuch auswerten. Das dauert alles, weil die verschiedenen Filter- und Umwandlungsschritte lange rechnen. Gleichzeitig mache ich ein bisschen Zuarbeit für einen Kollegen, verschiebe Termine und bereite eine Übung für nächste Woche vor.

Zwischendurch esse ich mein mitgebrachtes Vesper und trinke Tee. Die Datenauswertung läuft bis Abends durch. Nebenher mache ich noch ein Paper-Review soweit fertig, dass ich morgen meine Kommentare dazu hochladen kann.

Um 17:30 lasse ich den Rechner Updates laden und runterfahren. Dann schreibe ich meine ToDo-Liste neu und fahre nach Hause. Wieder Stau. Blöde Baustelle. Bin ich froh, wenn die blöde Pandemie soweit vorbei ist, dass man wieder S-Bahn fahren kann.

Zuhause kommt gerade Sohn3 vom Training. Er streitet mit D., ich bin genervt. Wir trinken noch einen Kaffee, dann Spülmaschine und dann gehe ich noch eine Runde laufen. Sohn3 hat die Hausaufgaben fertig, Sohn2 hat keine auf.

D. macht das Abendessen und ich spüle ein paar Sachen ab. Vorm Schlafengehen will Sohn2 noch was vorgelesen habe. Larry Lauch. Er findet es witzig. Mir ist das ein bisschen zuviel Pipi-Kaka-Humor. Dann schlafen die Kinder alle und wir schauen Fußball.

Aschermittwoch

Heute hatte ich frei, musste aber trotzdem relativ früh aufstehen, weil zwei von drei Söhnen schon im neun einen Termin bei der Kieferorthopädin hatten zum Abdrücke machen. Die haben auch gemeckert über die frühe Uhrzeit in den Ferien.

Und als wir so durch den morgen fuhren, musste ich dran denken, wie das war, früher nach den fünf Tagen Fasnacht am Aschermittwoch wieder in die Schule zu gehen. Wie manche gar nicht geschlafen hatten, wie manche noch eine Fahne hatten und wie einige Lehrkräfte empört waren, dass niemand* die Lektüre „über die Ferien“ gelesen oder die Vokabeln wiederholt hatte.

Ich dachte drüber nach, wie Fasnacht war. Wie jeder Tag verplant war, wie wir schon Wochen vorher stundenlang für Karten für den Hexenball angestanden haben, wie wir über Kostüme nachdachten. In den fünf Tagen Fasnacht schien alles möglich. Die übliche Grüppchenbildung, die Grenzen, die zwischen den Schulen liefen, waren kurz aufgelöst. Menschen, die im Häs plötzlich viel interessanter wirkten und andere, die sich plötzlich daneben benahmen. Und am Ende küssten sich Menschen, die sich sonst nie gegrüßt hätten.

Fasnacht roch nach Alkohol, nach Rauchbomben. Fasnacht war kalte Füße und Stroh in den Haaren, verschmierte Schminke. Fasnacht war auch schwitzen in der Bar, schlechte Musik und Wodka Lemon.

Noch früher war Fasnacht vor allem der besondere Geschmack der billigen Bonbons. Donnerstag, Sonntag, Montag, Dienstag beim Umzug frieren, Süßkram sammeln, Berliner essen. Verkleidet durch die Straßen ziehen. Kinderball und Luftschlangen im Kinderzimmer.

Und dann bin ich weggezogen, wohin, wo sie Fasnacht nicht können. Nicht verstehen, dass man nicht Donnerstag bis Montag alles ignorieren kann, um am Dienstag die Innenstadt für einen Umzug zu sperren. Auch jetzt, wo wir am Rande der Fasnacht leben, ringe ich mit mir, weil Umzüge bereits Wochen vor Fasnacht stattfinden und die alles nur so halb richtig machen. Es wirkt alles so gezwungen und fühlt sich falsch an. Für mich zumindest.

Aschermittwoch also heute. Fasnacht ist was, was ich meinen Kindern nicht weiter geben kann. Ich hoffe sie finden ihr eigenen Ding.

*doch klar, manche schon. Die, die nicht mitmachen wollten bei Fasnacht.

Tagebuchbloggen 02/22

Januar ist also auch schon rum. Vor einem Jahr war auch Corona, aber mit viel Schnee und Schlittenberg. Das fehlt dieses Jahr. Dabei hab ich mir extra neue Ricosta-Schlittenbergschuhe gekauft im Herbst. Da ist jetzt noch das Etikett dran.

Es ist immer noch Corona, alles ist offen und die Kinder geimpft. Dennoch gehen wir nirgends hin. Kein Kino, Schwimmbad, Lasertag. Obwohl, im Schwimmbad waren wir am Freitagabend. Letzter Slot 19:30-21:30. Die Schwimmbahnen zwar voll, aber im Kinderbecken gähnende Leere. Die Kinder haben das Schwimmen zum Glück noch nicht verlernt. Ich auch nicht, aber die Zeiten waren erbärmlich.

Nun zum eigentlichen Thema. Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich stehe gegen zehn auf, weil Sohn3 mir mitteilt, der Kühlschrank würde nicht aufhören zu piepsen. Ich gehe also runter und schalte den Alarm aus. Der Gefrierschrank war nicht richtig zu, was interessant ist. Wir haben zwar nicht viele Regeln, aber eine lautet „Kein Eis vorm Frühstück“. Vielleicht hat sich Sohn3 aber auch nur TK-Himbeeren zum Lutschen geholt. Das wäre ja nun kein Eis. Ich gehe dem nicht weiter auf den Grund und fange an die Küche aufräumen und Frühstück zu machen. Eine Ladung Wäsche habe ich gestern Nacht vergessen aufzuhängen. Das mache ich eben jetzt. Gegen 11 frühstücken wir. Sohn3 macht sich dann auf, um seine Freunde zu suchen, die irgendwo draußen unterwegs sind. Ausnahmsweise scheint die Sonne. Sohn1 und Sohn2 hängen in ihrem Zimmer rum. Ich lese ein bisschen und mache Wäsche. Sohn3 taucht mit seinen Freunden bei uns auf. Einer kommt nicht mit rein, einer geht nach 15 Minuten wieder. Die sind so kompliziert diese Siebenjährigen.

D. fährt wie jedes Wochenende den Müll zum Wertstoffhof. So wie jeder andere im Ort. Es bleibt einfach absurd.

Sohn1 möchte ins Nachbardorf zu seinem Freund gefahren werden. Anschließend gehe ich dann doch noch mit Sohn3 und seinem übriggeblieben Freund raus. Wir versuchen Drachen steigen zu lassen am Fussballplatz. Aber dann spielen sie dort mit den anderen anwesenden Kindern Fußball. Die Mutter seines Freundes kommt dazu und hat Prosecco dabei. Es ist saukalt.

Wieder zuhause wird mir nicht mehr richtig warm. Ich bin genervt. Sohn3 will mit mir toben, aber ich will lieber nur liegen und lesen. Schließlich stelle ich mich unter die warme Dusche und das hilft.

D. holt Sohn1 ab und kauft auf dem Rückweg was ein. Dann gibt es Abendessen. Beim Abendessen gibt es Diskussionen mit Sohn1. Er will sich ein (in meinen Augen unnützes) elektronisches Gerät für über 400 Euro kaufen. Soviel Geld hat er natürlich nicht und diskutiert jetzt seit Tagen mit uns rum, weil er meint, wir sollten ihm den Rest einfach geben (uns „beteiligen“, haha) oder wenigstens leihen. Wir haben gesagt, er solle eben sparen bis das Geld reicht. In der Hoffnung, dass er das Interesse verloren hat, wenn er das Geld zusammen hat und es nicht sinnlos ausgibt. (Das wäre nicht das erste mal.) Leider ist er sehr ungeduldig. Und es ist schon erstaunlich wie kacke sich das anfühlt, wenn man erzählt kriegt, dass „alle anderen“ 50 € Taschengeld bekämen und fürs Zeugnis mindestens 100 €, auch wenn man weiß, dass „alle“ nur ein kleiner Anteil seiner Freunde ausmacht.

Als die Kinder endlich schlafen, lese ich bis nachts mein Buch zuende. „The wise man’s fear“. Teil 2 von einer Trilogie, wo Teil 3 noch nicht geschrieben ist und es fragwürdig ist, ob es jemals herauskommt. Dumm, ich weiß. Andererseits ist es einfach ein unglaublich tolles Buch. Ich habe jede einzelne Seite genossen. Naja, jetzt hoffe ich, dass es Teil 3 noch geben wird. Ich habe tatsächlich sehr lang an dem Buch gelesen. Anfang August habe ich damit angefangen, aber zwischendurch einiges anderes gelesen. Tatsächlich habe ich meistens ein e-Book, was ich abends bei den Kindern lese, ein Hörbuch fürs Auto für den Weg zur Arbeit und ein Papierbuch fürs Sofa. Außerdem habe ich mit zwei Freundinnen letztes Jahr einen Buchclub angefangen, wo wir gemeinsam Bücher lesen. Nachdem der Januar für die Statistik gut war (3 Bücher beendet), bin ich aktuell nur mit dicken Büchern beschäftigt. Das eben beendete mit über 1000 Seiten, 32h „Der Distelfink“ als Hörbuch (ich höre schon seit 3 Wochen und bin bei 33%) und „The way of kings“ mit 1200 Seiten als Sofabuch. Dazu warten noch die Buddenbrooks, die für den Buchclub auf dem Programm stehen. Wenn schon kein Schlittenberg, dann halt lesen.

Soviel dazu. Bis nächsten Monat! Oder früher. Mal sehen.

Tagebuchbloggen 01/22

Das erste #WMDEDGT in 2022. Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich habe noch Urlaub, aber mein Wecker klingelt um 9. Um halb zehn stehe ich dann auf. Sohn2 ist um 10 mit seinem Freund verabredet. Mitten in der Nacht! Ich hatte gestern einen online-Spieleabend mit alten Freunden und das zog sich ein bisschen. Immerhin ist Sohn2 schon wach. Also macht er sich fertig und ich mache ihm noch was zum Frühstück. Dann verabschiedet er sich. Sohn3 frühstückt zwei Orangen und drei Würstchen, die beim Abendessen übrig geblieben sind. Um 11 verabschiedet er sich auch, um mit seinem Freund spielen zu gehen. Ich ziehe meine Laufsachen an. Draußen scheint ausnahmsweise mal die Sonne. Sohn1 stellt fest, dass es heute wohl kein gemeinsames Frühstück gibt und bittet um Rührei. Das mache ich ihm schnell und bleibe anschließend noch kurz an meinen Buch hängen. Dann klingeln Sohn2 und sein Freund. Sie wollen sein Nintendo Labo ausprobieren. Das hat er zu Weihnachten bekommen, in den letzten Tagen Stück für Stück aufgebaut und jetzt angefangen anzumalen.

Dann gehe ich endlich laufen (gar nicht mal so warm draußen) und dann duschen. Ich esse auch mal was und trinke mit D. Kaffee. Sohn3 und sein Freund klingeln. Ich hatte versprochen mit ihnen rauszugehen, also muss ich schnell meine Haare fönen. D. macht mir noch einen Kaffee für unterwegs. Die Kinder wollen zu einem Spielplatz. Sohn2s Besuch ist gegangen und er geht auch mit. Ich schaue kurz in die Arbeitsmails und linkedIn. Wir halten es nicht lange aus auf dem Spielplatz, weil es gar nicht mal so warm ist. Sohn3 und Freund lasse ich bei seinem Freund raus und fahre nach Hause. Ich lese mein Buch zuende und mache Wäsche.

Um 18 Uhr muss ich Sohn3 abholen. Anschließend fahren D. und ich zum Einkaufen. Dm hat wieder o.b.s! Seit der Flutkatastrophe waren die Regale permanent leer.

Zuhause macht D. Abendessen. Ich friere immer noch und versuche mich auf dem Sofa aufzuwärmen. Sohn2 und Sohn3 duschen. Dann essen wir und schicken die Kinder ins Bett. Ich lese ein bisschen und schaue Quatsch im Fernsehen. Leider kommt dann nachts Dirty Dancing und ich komme wieder erst gegen halb drei ins Bett.

Jahresrückblick 2021

Da sind wir nun im zweiten Pandemiejahr. Alle 1-3 mal geimpft und es sieht immer noch nicht rosiger aus als letztes Jahr. Wir haben uns ganz gut ans Zuhause sein gewöhnt. Die letzte Quarantäne haben die Kinder auf einer Arschbacke abgesessen.

Im ersten Jahresdrittel hatten wir Lockdown sehr viel Schnee und hingen ständig auf dem Schlittenberg ab. Die Kinder haben wir im Wechselunterricht zunächst noch zuhause behalten, aber letztendlich doch wieder in die Schule geschickt.

Unser geplanter Pfingsturlaub in Frankreich fiel wegen Corona wieder aus. Den geplanten Sommerurlaub haben wir storniert und sind stattdessen mit dem Auto ins Nirgendwo in Kroatien gefahren. Da haben wir dann einfach nichts gemacht und aufs Wasser gestarrt. Das war toll!

Im Herbst standen wir viel auf dem Sportplatz rum. Immerhin mit Sonne, die sich im Herbst dann doch noch raustraute, nachdem der Sommer eher kalt war.

In den Herbstferien fahren wir in den Schwarzwald und kriegen den ersten Schnee ab. Anschließend sind wir wieder viel zuhause. Die Infektionszahlen steigen und wir bleiben zuhause.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? Sorry, mit Pandemie gibt es wieder nur 5,5.

Zugenommen oder abgenommen? Wir besitzen immer noch keine Personenwaage, also ich weiß es nicht. Neulich musste ich mir eine ausleihen, um Sohn3 vor einer OP (die dann wegen Quarantäne verschoben wurde) zu wiegen. 26,3 kg, falls ich es vergesse.

Haare länger oder kürzer? Hab im Sommer über 30 cm abgeschnitten, also kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Unverändert 100%.

Mehr Kohle oder weniger? Nicht signifikant mehr.

Besseren Job oder schlechteren? Hab das zweite Bein nachgezogen und dadurch einen Schritt nach oben gemacht. Seit Dezember ist das auch im Gehalt zu sehen, wenn man sehr genau schaut.

Mehr ausgegeben oder weniger? Schwer zu sagen. Vermutlich ungefähr gleich.

Dieses Jahr etwas gewonnen? Leider immer noch kein Lottogewinn.

Mehr bewegt oder weniger? Letztes Jahr im Herbst hab ich wieder angefangen zu Laufen und das dieses Jahr weiter durchgezogen. 364 km sind es geworden. Im Sommer war ich auch öfters mal schwimmen. Beim Onlinesport gab es leider kein passendes Angebot mehr.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Sehr wenige. Eigentlich lag ich nur nach Impfung 2 und 3 flach.

Davon war für Dich die Schlimmste? Die 2. Impfung hat mich am meisten ausgeknockt.

Der hirnrissigste Plan? Im November an einer Tagung in Präsenz teilzunehmen.

Die gefährlichste Unternehmung? S-Bahn fahren in Berlin in der Pandemie.

Die teuerste Anschaffung? Wir haben einen weiteren Computer fürs Home Schooling angeschafft.

Das leckerste Essen? Die tollsten Essen hatten wir auf jeden Fall dieses Jahr in Kroatien: gegrillt über der Mala Neretva, mit Blick auf die Cetina, mit Sonnenuntergang über der Adria…

Der ergreifendste Film? Neulich zufällig Alpha gesehen und der hat mich doch sehr beeindruckt.

Die beste CD? Was ist eine CD?

Das schönste Konzert? Konzerte… 2021…

Die meiste Zeit verbracht mit? Alltagsrennerei

Die schönste Zeit verbracht mit? Aufs Wasser starren.

Zum ersten Mal getan? Mich gegen Covid impfen lassen.

Nach langer Zeit wieder getan? Im Winter im Freibad geschwommen.

Zum letzten Mal getan? Auf unserer alten Matratze geschlafen.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Auf das nervige Organisieren von Impfterminen (x5)

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Da fällt mir dieses Jahr nichts ein.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Ich weiß nicht.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Das beste Geschenk war dieses Jahr meine neue Teekanne zum Geburtstag. Mir waren kurz hintereinander sowohl die Glaskanne als auch die Thermoskanne runtergefallen. Die Thermoskanne konnte man noch verwenden, aber der Ausgießer war zerbrochen. Ich hatte einfach überhaupt keinen Nerv mich mit dem Thema zu befassen. Wenn ich mir eine gewünscht hätte, hätte es gleich die Frage „ja, welche denn?“ nach sich gezogen. Das hat mir D. komplett abgenommen. Er hat recherchiert und entschieden und jetzt freue ich mich jedes Mal beim Tee kochen.

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? Als die Impfvergabe-Homepage mir nach wochenlanger vergeblicher Suche einen Termin angeboten hat, war das schon ziemlich toll.

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Urlaub

Dein Unwort des Jahres? Eigenverantwortung

2021 war mit 1 Wort…? Nervenzehrend.

Rückblicke 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2012

Tagebuchbloggen 12/21

Schon wieder ist ein Monat rum und Frau Brüllen fordert zum Tagebuchbloggen auf. Hier waren die Kinder seit Mittwoch alle zuhause. Sohn1 (geimpft) mit Erkältung, die anderen beiden als Kontaktpersonen einer Betreuerin in der Schule in Quarantäne.

Ich war gestern spät im Bett und stehe erst um zwanzig nach zehn auf. Die Kinder warten auf ein Fortnite-Update, sind aber sonst noch friedlich. Ich hänge die Wäsche auf, die ich gestern Nacht noch programmiert hatte und mache eine neue Maschine an. Dann bereite ich das Frühstück vor und wir frühstücken gehen halb zwölf. Anschließend rennt Sohn3 Fussballspielend durchs Haus, was mich sehr nervt, aber was soll man tun ab Quarantänetag 5. Irgendwann setzt er sich hin und spielt Lego. Da das Fortnite-Update auf sich warten lässt, kann ich eine halbe Stunde Ring Fit Adventure spielen. Dann gehe ich duschen und muss dann auch schon fast los. Ich habe für heute einen Booster-Termin gemacht. Meine letzte Impfung ist heute genau 5 Monate her. Impftermine sind hier gerade ganz gut zu bekommen. Ich hatte erst gestern für heute gebucht und morgen gäbe es auch noch welche. Ich schaffe es, noch einen Plätzchenteig zusammen zu rühren, bevor ich los muss.

Die Impfung findet in einer Sporthalle statt und ist sehr gut organisiert. 14:10 war mein Termin, 14:30 laufe ich frisch geimpft raus.

Zuhause müssen die Kinder noch ein paar Aufgaben fertig machen. Ich setze mich zu Sohn2, der elendig viele sehr langweilige Deutschangaben hat. Irgendwann gehe ich runter und backe die Plätzchen. Der Teig klebt sehr und ich fluche ein bisschen. Am Ende sind sie aber fertig und lecker.

D. macht in der Zwischenzeit Apfelküchle. Sohn3 schmecken sie nicht, aber das war jetzt auch keine große Überraschung. Anschließend kümmere ich mich noch mal um die Wäsche und gehe dann nach oben, um mit Sohn3 seine Aufgaben zu machen. Auch nervig. Einfache Matheaufgaben aus dem Buch ins Heft abpinseln. Ich denke sie sollen dabei die Heftführung lernen. Das geht noch nicht automatisch. Sohn1 meint, er könne die Aufgaben nicht machen, da ihm ein Input fehle. Ich erkläre ihm, dass es seinen Lehrern egal ist, ob er krank war und die Sachen trotzdem wissen müsse. Ich gehe die Aufgaben mit ihm durch. Ist alles etwas mühsam auch für mich, da die an der Gemeinschaftsschule Sachen machen, die wir auf dem Gymnasium nie hatten. Ich sag nur „adverbiale Bestimmung“. Anschließend an Deutsch wiederholen wir Physik. Da ist morgen ein Test über Magnetismus.

Ich gehe wieder runter und kümmere mich, schon wieder, um die Wäsche. Außerdem räume ich das Backchaos etwas zusammen. D. bereitet das Abendessen vor. Ich bin inzwischen doch ein bisschen platt. Zur Boosterimpfung habe ich mich nämlich mit Sohn1s Erkältung angesteckt. D.h. vermutlich auch morgen keine Arbeit im Büro. Nach dem Abendessen müssen die Kinder ins Bett und wir gammeln noch etwas auf dem Sofa rum.

Tagebuchbloggen 11/21

Nachdem ich den letzten #WMDEDGT-Termin verpasst habe, mache ich diesen Monat wieder mit, wenn Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Wir sind gerade ein paar Tage im Schwarzwald gewesen. Wir hatten uns da für die Herbstferien am Feldberg eingemietet. Eigentlich hatten wir uns das mit viel Sonne und bunten Bäumen vorgestellt. Allerdings stellte sich schon im Vorfeld raus, dass wir wohl pünktlich zum Wintereinbruch da sein werden. Wir hatten also die letzten Tage tiefhängende Wolken (=Nebel) und Schneefall. Heute müssen wir aus der Ferienwohnung raus. Deshalb müssen wir auch schon um halb neun aufstehen. Als erstes räume ich die Spülmaschine aus und fange an die Koffer einzupacken. Dann mache ich ein schnelles Frühstück für alle. Nach dem Frühstück packen wir den Rest zusammen. Sohn1 saugt Staub, D. und ich stellen in der Küche und im Wohnzimmer den Ursprungszustand wieder her.

Um kurz nach elf tragen wir unsere Koffer ins Auto. Der Schnee von gestern ist etwas matschig geworden. Es sieht nach Tauwetter aus. Trotzdem kommen uns aus dem Parkhaus jede Menge Leute entgegen, die Fotos machen und begeistert sind vom Schnee. Kinder in Schneehosen, Menschen mit Schlitten, alle wollen ein bisschen Winter haben. Wir drehen noch eine Runde durch die Souvenirshops und kaufen ein paar Mitbringsel. Dann fahren wir zu meinen Eltern. Die hatten uns ihr Auto geliehen, weil unseres noch keine Winterreifen drauf hat. Das liegt sowieso am Weg und ist kein Umweg.

Etwa 45 Minuten später sind wir da und laden gleich das Gepäck wieder in unser Auto. Dann essen wir was. Sohn2 spielt mit Omi, Sohn3 beschäftigt den Opa. Später fahren wir zum Ricosta Werksverkauf und kaufen Winterschuhe für die Kinder und mich (geht echt nichts über wasserdichte gefütterte Schuhe, wenn man stundenlang am Schlittenberg steht). Sohn1 ist inzwischen aus den Ricosta-Größen rausgewachsen und fährt im Anschluss mit Opa zu einem anderen Schuhladen.

Wieder zurück schaue ich mit Sohn3 eine Folge Teen Titans Go. Wir haben vor einem Monat Netflix gekündigt, deshalb kann er das zuhause gerade nicht sehen.

D. und ich gehen noch eine Runde einkaufen und dann gibt es Abendessen. Nach dem Essen sitzen wir noch eine Weile und fahren gegen 22 Uhr schließlich nach Hause. Die Kinder verschwinden schnell im Bett. Ich bin auch ziemlich müde. Wir packen nur noch die Lebensmittel aus und dann gehe ich auch ins Bett.

Tagebuchbloggen 09/21

Es ist der 5. September, wir sind noch hart am Urlauben und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben. Wir sind aktuell im Neretvadelta in Kroatien. Hier sind wir seit 5 Tagen. Davor waren wir vier Tage etwas weiter im Norden in einem tollen Ferienhaus in dem Bergen mit Pool. Das jetzige Ferienhaus ist nicht ganz so luxuriös, aber war dafür gnadenlos günstig. Der Ausblick ist auch nicht so schlecht und das Meer nur 500 m weit weg.

Ich stehe gegen 10 auf. Vorher habe ich schon die Hunde gegenüber bellen hören, also nehme ich an, die Bewohner des Nachbarhauses sind abgereist. Jetzt hört man Geräusche, die auf Putzen hindeuten. Ich kümmere mich erstmal um die Spülmaschine und die Töpfe von gestern. Dann lege ich unsere Schmutzwäsche in einen Bottich ein. Die Ferienwohnung hat zwar eine Waschmaschine, aber wenn man die verwendet, gibt es jedes Mal eine Überschwemmung im Bad und letztes Mal habe ich außerdem einen Stromschlag bekommen. Deshalb waschen wir die paar Sachen eben von Hand. Seit wir Mal mit zwei Kindern mit 15 kg Gepäck für alle verreist sind, packen wir immer nur wenig ein und nehmen Wohnungen mit Waschmaschine. Es hat nämlich auch echt was, wenn man nicht mit Koffern voll Schmutzwäsche Zuhause ankommt.

Anschließend kümmere ich mich ums Frühstück. Wir lassen es heute ruhig angehen. Es ist Sonntag und da sind ja überall mehr Menschen zu erwarten. Wir sitzen auf der Terrasse, die Kinder schauen einen Film an. Ich bringe meine Tagebuch-App auf den neuesten Stand. Seit ich nicht mehr S-Bahn fahre (wegen der Pandemie), habe ich keine Routine gefunden um regelmäßig zu schreiben und immer wieder vergesse ich es tagelang und muss dann nachtragen. Außerdem spülen wir die Wäsche aus und hängen sie auf. Bis heute Abend wird sie bei Wind und Sonne getrocknet sein.

Zwischendurch essen wir die Reste von gestern und fahren noch eine Runde einkaufen. Anschließend treiben wir die Kinder in die Badesachen und D. fährt uns zum Strand vor. Das sind eigentlich nur 800 m, aber an einer schmalen Straße ohne Gehweg, wo die Autos mit 70+ vorbeirauschen. Das ist mir nix mit den Kindern, obwohl nicht so oft Autos kommen. Es ist schon nach 17 Uhr und am Strand sind wir quasi alleine. Zwei andere Familien sitzen in einiger Entfernung. Ansonsten gehört der Strand uns. Es ist einer der wenigen Sandstrände, so dass man dort bequem sitzen kann und auf den Sonnenuntergang warten. Nach dem Urlaub haben wir bestimmt 200 Sonnenuntergangsfotos.

Die Kinder stürzen sich ins Meer, mir ist es heute ein bisschen frisch. Zwar immer noch über 25°C, aber der abendliche Wind weht schon. Außerdem hört man die Kinder viel weniger gut streiten, wenn man am Strand sitzt. (Keine Sorge, die Kinder können alle schwimmen und es geht hier so flach ins Wasser, dass man 15 m vom Ufer noch immer nur bis zu den Knien im Wasser steht. Und wir waren letztes Jahr auf Fuerteventura und dort waren die Kinder auch bei 2 m Wellen im Wasser. Wie im Horrorfilm, wenn man nicht so richtig hinschaut, kann man es aushalten.) Später gehe ich dann doch noch rein. D. kommt dazu und macht mit den Kindern eine Matschschlacht.

Als die Sonne untergegangen ist, fahren wir zurück zur Wohnung, duschen und alle den Sand ab und D. fängt an zu kochen. Ich falte noch die Wäsche. Bis auf ein Shirt ist alles trocken. Sohn2 will noch eine Runde Schiffe versenken spielen. Ich verliere gnadenlos! Dann Abendessen, Kinder ins Bett scheuchen, lesen und Fernsehen. Morgen machen wir einen Tagesausflug. Ich bin gespannt.

Tagebuchbloggen 08/21

5. August (wo ist die Zeit hin?) und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich stehe gegen sieben auf. Die Kinder haben Ferien und schlafen noch. Ich dusche, mache die Spülmaschine und packe mir essen zusammen. Dann falte ich noch einen Korb Wäsche (hauptsächlich Handtücher), gehe noch mal hoch, um mir eine Fleecejacke (August!) zu holen. Alle schlafen noch, als ich gegen acht los fahre. Ich stehe das erste Mal seit Wochen nicht im Stau. Auf der Autobahn ist eine Baustelle, weswegen auf ein paar hundert Metern die Fahrspuren verengt sind. Sonst nix. Und deshalb stehe ich jeden Morgen und jeden Nachmittag im Stau. Gleichzeitig wird die S-Bahnstrecke saniert und die S-Bahn fährt nicht auf der Stammstrecke und auf meiner Ausweichroute über die Dörfer wird die Fahrbahn erneuert. Alles gleichzeitig. Sehr erfreulich.

Im Büro esse ich mein Müsli und fange an zu arbeiten. Morgen habe ich frei und am Montag morgen gleich eine Videokonferenz, die ich noch vorbereiten muss. Um 9 ist heute mein erster Termin. Anschließend kümmere ich mich um meine Bestellung und bespreche mit meinen Mitarbeitenden die aktuellen Aufträge. Dann esse ich mein Mittagessen und gehe anschließend ins Labor. Es sind das erste Mal seit Monaten alle da. Sehr ungewohnt und mir zu voll. Ein Kollege gibt mir eine Einweisung in ein Gerät, was ich vermutlich demnächst verwenden muss, wenn er in Urlaub ist. Anschließend schwätzen wir noch. Dann gehe ich wieder an meinen Schreibtisch, um endlcih das Meeting vorzubereiten. Ich finde die nötigen Unterlagen und schreibe meiner Ex-Chefin über WhatsApp, weil ich mich nicht an alles erinnere. Sie auch nicht so richtig gut. Naja.

Um 16:45 packe ich zusammen. Wir gehen heute mit dem Team essen. Wir haben Plätze draußen reserviert und das Wetter ist schon den ganzen Tag unbeständig. Wir sind zwar alle geimpft, aber dennoch sind wir vorsichtig. Es ist das erste Mal, dass wir uns alle wirklich treffen seit ichweißnichtwann. Ich gehe momentan nicht davon aus, dass wir dieses Jahr eine Weihnachtsfeier machen können und so war das vermutlich die einzige Möglichkeit, dass wir alle zusammen sitzen können. Wir haben es geschafft genau die paar Tage zwischen Außendiensten und Urlaubssaison auszusuchen. Jetzt hat dann eine nach dem anderen Urlaub und erst im Oktober sind wir wieder vollständig besetzt.

Um 17 Uhr sitzen wir und warten noch auf einen ehemaligen Kollegen. Tatsächlich fängt es irgendwann an zu regnen und dann zu gewittern. Aber wir lassen uns nicht stören, ziehen die Tische etwas weiter unter den Schirm und genießen unser Essen. Es ist echt schön und hat echt gefehlt im letzten Jahr.

Ich bin gehen neun zuhause. Es sind Ferien und es schläft natürlich noch niemand. Tatsächlich haben sie gerade erst gegessen. Wir lassen die Kinder noch eine Weile wach bleiben und schicken sie dann ins Bett. Morgen habe ich frei. So richtig. Der erste Tag Urlaub seit dem Weihnachtsurlaub im Januar. Das Diensttelefon ist aufs Sekretariat umgestellt und ich habe nicht vor, in die E-Mails zu schauen. Wir machen morgen einen Ausflug und treffen uns mit meiner Nichte und meinem Neffen, die gerade bei den Großeltern Urlaub machen.

Tagebuchbloggen 07/21

Die Zeit vergeht, ein Monat vorbei und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich stehe um 6:20 Uhr auf. Als erstes muss ich Brotdosen und Frühstück vorbereiten und um 6:45 Uhr die Kinder wecken. Um sieben wecke ich 2/3 nochmal. Dummerweise schlafen genau die beiden, die um 7:20 Uhr los müssen gerne länger, während der, der zur zweiten Stunde hat, schon wach ist. Sie schaffen es dann aber noch jeder ein Stück Kuchen zu essen, bevor sie sich auf den Weg machen. Sohn1 muss um acht zum Bus. Ich klappe schon vorher meinen Rechner auf und fange an zu arbeiten.

Draußen regnet es. Ich denke drüber nach, ob ich laufen gehen will, lasse es aber dann, wegen Regen und zu viel Arbeit. Ich muss heute eine Projektskizze fertig kriegen und habe die Kommentare, die letzte Woche eingefügt wurden, noch nicht mal angeschaut.

Zwischendurch rühre ich eine Hefeteig zusammen und backe Johannisbeerstreusel. Seit ich gelesen habe, dass es in Berlin einen Laden gibt, der nur Streusel verkauft, hab ich ständig Lust auf Streusel. Die Johannisbeeren sind aus dem Garten. Da habe ich letzte Woche 3 kg geerntet. Johannisbeeren sind echt toll für Gartenmuffel. Ich mach damit genau gar nichts, außer einmal im Jahr ernten. Die Stachelbeeren sind zwar ähnlich pflegeleicht, haben aber halt Stacheln, die beim Ernten sehr unangenehm sind. Die Johannisbeeren werden in den nächsten Tagen entsaftet und zu Gelee verarbeitet. Ein paar werde ich noch abzupfen und einfrieren für künftige Streuseltaler.

Neben der Projektskizze telefoniere ich ein paar mal und tausche mich mit meinen Mitarbeitenden über die Lage vor Ort und aktuelle Aufträge aus.

Gegen 13 Uhr kommt Sohn2 nach Hause. Sohn3 hole ich um 13:30 Uhr ab. Habe ich ihm heute früh versprochen. Er geht sein ein paar Tagen wieder zur Kernzeitbetreuung bis halb zwei. Seit Wochen jammert er, dass er wieder gehen will. Jetzt bei den niedrigen Inzidenzen habe ich es erlaubt. Wer weiß, wie lange es möglich sein wird.

Die Kinder essen Reste von gestern, ich Reste von vorgestern. Dann mache ich meine Projektskizze fertig.

Um 14:45 fahre ich los zu meinem zweiten Impftermin. Den ersten hatte ich in Tübingen, wo das Impfzentrum nun nach einem Unwetter geschlossen ist. Mein Termin wurde deshalb näher zu uns verlegt. Ich fahre zum Impfzentrum, checke dann noch mal die Adresse in der E-Mail und stelle fest, dass ich woanders hin muss. Es stellt sich raus, dass es hier ein zweites Impfzentrum gibt. Es befindet sich in einer Turnhalle, an der wir auf dem Weg zum Freibad immer vorbei kommen. Schon ein paar mal hatte ich mich gefragt, was da für eine Veranstaltung stattfindet, die Parkeinweiser braucht, mitten in einer Pandemie! Jetzt weiß ich es. Es ist ein Impfzentrum.

15:28 Uhr bin ich geimpft und nach 15 Minuten lesen wieder auf dem Heimweg. Nach der ersten Impfung war irgendwie mehr Euphorie. Vor sechs Wochen sanken die Zahlen und es gab Hoffnung auf einen guten Sommer und Urlaub. Inzwischen steigen überall die Zahlen, während man hier noch von Öffnungen redet. Die Kinder sind nicht geimpft und werden es vermutlich auch bis Herbst nicht sein. Unseren Urlaub haben wir zwar noch nicht storniert, aber bereits abgehakt. Wird nicht stattfinden. Ob es Ende August noch Möglichkeiten gibt, irgendwohin zu fahren, sehen wir dann. Im Moment bin ich pessimistisch.

Zuhause mache ich Hausaufgaben mit Sohn3. Der geht dann mit D. noch eine Runde zum Sportplatz zum Fußball spielen. Sohn2 hat seine Aufgaben selbständig bearbeitet. Sohn1 ist inzwischen auch zuhause und muss um 17 Uhr beim Break Dance sein. Er ist sehr glücklich, als er wieder kommt.

Ich gehe noch eine Runde spazieren und treffe die Mutter eines Grundschulfreunds von Sohn1. Wir tauschen uns über die vergangenen Monate aus. Seit die Kinder nicht mehr zusammen in der Schule sind, kriegt man das ja nicht mehr so mit.

Mein Arm tut etwas weh. D. kommt nach Hause und macht Abendessen. Ich lese die Projektskizze noch mal durch und schicke sie weg. Deadline ist morgen, aber was weg ist, ist weg. Wer weiß schon, wie es mir morgen geht. Dann scheuchen wir die Kinder ins Bett. Sohn1 ist bereits nach dem Essen auf dem Sofa eingeschlafen. Ich lese noch etwas und esse Streuseltaler.