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Tagebuchbloggen 05/21

Ratzfatz ist wieder ein Monat rum und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelt um 6:30 und um 7:15 stehe ich dann tatsächlich auf. Spülmaschine und überlegen, was ich den Kindern zum Frühstück serviere. Frühstücksflocken, Müsli und Joghurt stelle ich hin. Dann gehe ich alle wecken. Sohn1 und Sohn2 sind bereits wach. Wieder unten wasche ich noch Erdbeeren und wundere mich ein bisschen, dass es schon Erdbeeren aus Deutschland gibt, wo doch draußen noch ständig Nachtfrost ist und es neulich noch geschneit hat. Ich vergesse immer, dass schon Mai ist.

Um 7:45 sitzen die Kinder endlich am Frühstückstisch. Ich starte derweil die Geräte für den Videounterricht. Der beginnt für Sohn2 und Sohn3 um 8 Uhr. Entsprechend beeilen müssen sich sich beim Frühstück. Sohn1 hat heute zur zweiten Stunde, hat sich aber online mit einem Klassenkameraden zum Aufgaben machen verabredet. Das klappt erstaunlich gut und er wird am Vormittag mit allen Aufgaben fertig. Sohn2 sitzt an seinem Schreibtisch und hat Mathe, Sachkunde und Religion. Zwischendurch ist eine halbe Stunde Pause und anschließend muss er die Deutschaufgaben allein erledigen. Seine Deutschlehrerin ist krank zuhause.

Sohn3 und ich arbeiten am Esstisch. Er hat erst Deutsch, dann Mathe, dann Sachkunde, jeweils mit 30 Minuten Pause dazwischen. Ich mache mir einen Kaffee und habe von 9 – 13 Uhr eine virtuelle Veranstaltung. Vorher muss ich ein paar E-Mails schreiben und Sachen für nächste Woche organisieren. Sohn3 ruft in jeder Pause Omi und Opa an. Wenn seine Konferenzen weiter gehen, muss man ihm immer noch Bescheid geben. Auch braucht er oft etwas Assistenz für die Aufgaben. Das läuft mal besser und mal schlechter. Heute zum Glück eher besser und er hat um 11 Uhr alles fertig und geht spielen.

Ich dusche in der Kaffeepause meiner Veranstaltung und esse ein Milchbrötchen von gestern. Um 13 Uhr muss ich nach einem weiteren Telefonat schnell alles einpacken, einen Corona-Selbsttest machen und dann fahre ich ins Büro. Die hungrige Meute überlasse ich D.

Im Büro habe ich um 14 Uhr das nächste Videomeeting. Ich halte nächste Woche einen Vortrag auf einer virtuellen Konferenz und dafür soll heute die Technik ausprobiert werden. Da ich den Vortrag nächste Woche auch aus dem Büro mache, muss ich das heute eben auch dort ausprobieren. Ich komme ein bisschen zu spät, bin dann aber sofort dran und 3 Minuten später schon fertig. Vortrag läuft.

Anschließend habe ich ein bisschen Zeit gewonnen, trinke einen Kaffee und schaue nach der Verteilung der Schnelltests. Das scheint alles zu laufen. Dann räume ich einen Ordner aus. Ich bin gerade dabei die ganzen geerbten Ordner von meiner Vorgängerin durchzugehen, ob behalten oder entsorgen. Habe mit vorgenommen jede Woche mindestens einen Ordner zu machen. Das klappt ganz gut. Bis zur Rente bin ich damit vielleicht durch.

Dann setze ich mich an den PC. Ich muss heute noch eine Projektbeschreibung auf Englisch fertig machen. Sind nur zwei Seiten, aber es kommt ständig was dazwischen. Z.B. ein Päckchen mit Keksen, Kaffee, Tasse und Kugelschreiber für die Konferenz nächste Woche. Außerdem kommt ein Mitarbeiter vorbei und wir besprechen ein Projekt. Ein Kollege braucht einen Rat zu einem Prüfprotokoll, usw. Gegen 18 Uhr fahre ich wieder nach Hause. Die Projektbeschreibung ist nicht fertig.

Sohn2 und Sohn3 haben sich heute mit Freunden (ebenfalls Brüder) getroffen. Eigentlich sollten sie dort spielen, aber plötzlich standen alle gleichzeitig wieder bei uns. Full House. Sohn1 übte derweil Rückwärtsalto auf dem Trampolin seines Freundes.

Ich schaue erstmal nach den Aufgaben von Sohn2. Der hat seine Hausaufgaben natürlich wieder vertrödelt. Ist aber zum Glück nicht viel. Ich sage ihm er soll anfangen und falte in der Zeit die Wäsche. D. geht einkaufen. Ich habe um 20 Uhr noch Sport. Body Balance. Mein Rücken freut sich. Die letzten zwei Wochen habe ich wegen Elternabenden nicht teilnehmen können. Der Gemüselieferant bringt Brötchen und 2. Wahl Karotten vorbei. Nach dem Sport gibt es Essen. Maultaschen für die Kinder und Indisch für die Erwachsenen. Die Aufgaben von Sohn2 sind fertig und müssen gescannt und hochgeladen werden. Dann sollen die Kinder ins Bett. Die wollen noch spielen, aber es ist einfach schon zu spät. Ich bin müde und genervt. Irgendwann liegen sie im Bett und ich schreibe endlich die Projektbeschreibung fertig. Und dann hab ich um 23:15 tatsächlich Feierabend. Typischer Tag seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr. Falls sich noch jemand fragt, warum die Eltern alle am Rad drehen.

Jetzt noch ein bisschen revenge bedtime procrastination und dann ist der Tag auch wieder rum.

Tagebuchbloggen 04/21

Einmal im Monat komme ich wenigsten hier her, um von meinem Tag zu berichten, wenn Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Es ist Ostermontag und ich will erst mal ausschlafen. Sohn2 kommt um halb neun, weil sein Tablet eine Fehlermeldung ausspuckt. Ich sage ihm, dass ich erstmal noch weiterschlafen will. Ich stehe um kurz vor zehn auf. Sohn3 kommt mit mir runter. Er hat Hunger. Leider hat er gestern mit seinem Fahrrad mit einer Metallstange Bekanntschaft gemacht und hat deshalb eine dicke Lippe und Schmerzen beim Abbeißen. Deshalb hat er schon gestern nicht viel gegessen. Er probiert es erstmal mit Eis.

Ich knete Teig für Milchbrötchen und räume die Spülmaschine aus und ein. Dann schneide ich Obst und Gemüse fürs Frühstück, während der Teig geht. Um kurz vor zwölf frühstücken wir dann frische Milchbrötchen und Brötchen von gestern. Die waren hart, aber man kriegt die einfach wieder weich, wenn man sie auf ein Glas mit Wasser legt und beides zusammen 30 Sekunden in die Mikrowelle stellt. Echt erstaunlich.

Die Kinder sind schnell fertig mit Essen und verziehen sich nach oben. Ich bleibe noch sitzen und esse weiter. D. macht Kaffee. Ein Nachbar hat ein Feuer gemacht und grillt irgendwas. Keine Ahnung was das für eine Grilltechnik ist.

Ich muss noch ein Buchkapitel überarbeiten und setze mich da ein bisschen dran. Dann will ich laufen gehen, bevor der Regen kommt. Sohn1 trifft sich mit einem Freund, Sohn2 und Sohn3 sitzen oben und spielen Gravitrax. Ich muss kurz zwei Module reparieren, sie abgebrochen sind. Ich hoffe das Panzertape tut was es soll. Dann gehe ich laufen und komme gerade zurück, als die ersten Tropfen vom Himmel fallen.

Dann erst mal duschen und noch mal Kaffee und Milchbrötchen. Dann will Sohn3 Dixit spielen. Sohn2 spielt auch mit. Sohn3 gewinnt nicht und rastet aus. Ich bin genervt. Die Kinder verziehen sich wieder nach oben und spielen dort weiter. Ich setze mich wieder an den Computer. D. kocht Gulasch und macht Spätzle. Sohn1 kommt nach Hause. Wir essen spät und es schmeckt sehr gut. Anschließend schicken wir langsam die Kinder ins Bett. Die haben zwar noch Ferien, ich aber nicht. Deshalb hätte ich einfach gern mal Feierabend. Außerdem setze ich mich noch mal ans Buchkapitel. Es läuft gerade. Das muss ich auszunutzen.

Tagebuchbloggen 03/21

Frau Brüllen fragt mal wieder, was wir den ganzen Tag gemacht haben. Inzwischen seit einem Jahr in der Corona-Edition. Kein Wunder bin ich müde. Einscanmüde, Videokonferenzmüde, Homeofficemüde.

Ich wache schon kurz nach sechs auf. Die letzten Wochen bin ich immer erst gegen sieben aufgestanden. Aber heute muss Sohn2 um 7:50 in der Schule sein. Angezogen und mit Frühstück im Bauch.

Er schreibt einen Mathetest. Hier ist ja seit zwei Wochen bereits Wechselunterricht in der Grundschule. Wir hatten unsere Kinder aber abgemeldet. Sohn1 hat sowieso noch Distanzlernen und Sohn2 oder Sohn3 hätten wochenweise im Wechsel 2,5 Tage pro Woche Unterricht gehabt. Mit der Aussicht darauf, dass sowieso immer zwei von drei zuhause sind, haben wir auf den Präsenzunterricht verzichtet.

Sohn2 ist anscheinend auch aufgeregt und schon früh wach. Pünktlich sind wir an der Schule. Eine dreiviertel Stunde später soll ich ihn wieder abholen. Dazwischen schaue ich, dass Sohn3 seinem Videounterricht folgt und die Aufgaben macht. Mein Diensthandy klingelt mehrfach. Eine Anfrage muss geklärt werden und für nächste Woche steht kurzfristig ein Außendienst an.

Sohn2 ist schon fertig mit dem Test als ich ihn abhole. Zuhause hat er allerdings keine Lust weiter zu arbeiten. Sohn3 hat Pause. Ich lasse sie, frühstücke mal was und arbeite weiter.  Sohn2 hat noch Mathe- und Sachkundekonferenz. Er hat alle Aufgaben fertig. Das ist gut. Die muss ich nachher auf dem Weg ins Büro noch in der Schule vorbei bringen.

Gegen halb eins packe ich meine Sachen zusammen und helfe Sohn1 kurz bei ITG. Wir besprechen, was er noch machen muss und was ich später hochladen soll. Er will heute zu seinem besten Freund und dort übernachten. Ein paar Aufgaben müssen heute hochgeladen werden.

Dann fahre ich ins Büro. Ich bin überrascht, dass wir heute zu viert im Großraumbüro sind. Normalerweise bin ich da freitags nachmittags allein. Ich tausche mich mit meiner Kollegin aus und arbeite an einem Gutachten weiter, das langsam fertig sein sollte. Zum Abschluss putze ich noch die Kaffeemaschine und fahre um 18:10 Uhr wieder nach Hause.

Zuhause spielen Sohn2 und Sohn3 zusammen Minecraft. Ich trinke mit D. noch einen Kaffee und mache mich dann ans Aufgaben scannen und hochladen. Ich stelle fest, dass Sohn1 nur die halbe BNT-Aufgabe gemacht hat. Anscheinend hat er die Aufgabenstellung nicht vernünftig gelesen. Ich lade hoch was da ist. Außerdem sind die Englischsachen und Kunst fällig. ITG war schon hochgeladen. Der Rest muss dann bis Sonntag fertig sein.

Anschließend widme ich mich unserer Baustelle im Haus. Wir sind schon seit einiger Zeit dabei Stück für Stück zu renovieren. Wir haben im Wohnzimmer angefangen. Erst gestrichen, dann umgeräumt. Dann waren Toiletten, Flur und Küche dran. Vor Weihnachten haben wir unseren begehbaren Kleiderschrank aufgelöst und den Kindern dort ein Zockzimmer eingerichtet. Als nächstes haben wir jetzt das Schlafzimmer gestrichen und leer gemacht, damit Sohn3 dort einziehen kann. Dann wurde das anderere Kinderzimmer gestrichen und umgeräumt. Unser Schlafzimmer ist ins ehemalige Zimmer von Sohn3 gezogen. Im Moment stehen noch nicht alle Möbel wo sie hin sollen, es muss noch viel eingeräumt und das letzte Zimmer muss noch gestrichen werden.

Ich baue noch ein Regal auf und räume Sachen von einem ins andere Zimmer. Anschließend gibt es Abendessen. Die Kinder sind spät im Bett. Ich lese jetzt noch den letzen Teil des Antrags, den ich begutachten soll. Und dann geh ich einfach ins Bett. Freitag Abend rockt!

Tagebuchbloggen 02/21

Nachdem ich letzten Monat das Tagebuchbloggen irgendwie verpasst habe, bin ich diesen Monat wieder dabei, wenn Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelt um 6:30 Uhr, richtig wach werde ich das erste Mal um 6:40 Uhr. Das nächste Mal dann um 7:15 Uhr. Jetzt wird es langsam schon knapp. Ich habe aber gehört, dass Sohn1 und Sohn2 schon wach sind. Also gehe ich runter, kümmere mich um die Spülmaschine und anschließend ums Frühstück. Es gibt Aufbackbrötchen. Sohn1 isst die mit Schoko-Nuss-Aufstrich, Sohn2 mit Butter und Sohn3 einfach trocken. Dazu Obst und Gemüse. Ich selbst komme nicht zum Essen, weil ich schon mal ein Notebook hochfahre, um die Videokonferenz für Sohn2 zu starten. Anschließend mache ich das Tablet für Sohn3 bereit und frage ihn, ob er oben oder unten arbeiten will. Er will am Esstisch arbeiten. Ist mir recht.

Um 8:00 starten Sohn2 und Sohn3 mit ihren Videokonferenzen. Sohn1 hat immer erst zur zweiten Stunde. Bei Sohn3 muss ich immer schauen, dass er gedanklich dabei bleibt und seine Aufgaben erledigt. Ist nicht so einfach mit den Erstklässlern. Ich werde schon beim Zuhören halb wahnsinnig, weil ständig irgendein Kind was mitteilt oder fragt und die Hälfte der Kinder ins Mikro brüllt. Ich sitze also neben Sohn1 und muss noch ein Gutachten durchgehen, dass ich gleich mit zwei Kollegen diskutieren will.

Sohn1 und Sohn2 managen ihre Konferenzen selbst. Bei Sohn1 haben sie die Klasse geteilt, damit die Konferenzen nicht zu unübersichtlich werden. Deshalb hat er immer wieder 45 Minuten zum selbständigen Arbeiten. Sohn2 hat Unterricht nach Stundenplan.

Um 9 hat Sohn3 eine halbe Stunde Pause. Ich mache mir einen Tee und mache mich bereit für meine Videokonferenz. Um halb zehn hat Sohn3 dann Mathe und ich nebendran Konferenz. Er macht seine Konferenz früher aus und arbeitet allein. Das ist ausdrücklich erlaubt in den Stillarbeitsphasen. Sport fällt aus, weil die Lehrerin krank ist.

Meine Videokonferenz geht bis 11 Uhr, aber wir kommen gut weiter mit dem Gutachten. Danach komme ich endlich zum Frühstücken (Banane+Mango mit Joghurt und Mini-Cornflakes). Meinen kalt geworden Tee finde ich ebenfalls in der Küche.

Sohn2 hatte zwischendurch Mal Pause und hat sich Joghurt aus dem Kühlschrank geholt. Jetzt, wo ich etwas Luft habe, gehe ich mal oben nach dem Rechten sehen. Sohn2 hat Mathe, Sohn1 ITG. Läuft soweit alles. Ich kann also weiter arbeiten. D. versorgt mich zwischendurch mit Kaffee. Um halb zwei gehe ich noch mal schauen, ob Sohn1 Englisch fertig hat. Das sollte bis 14 Uhr hochgeladen sein. Es wird 14:20 Uhr, aber das ist mir egal. Der Lehrer hat neulich lang und breit erklärt, warum er sich noch nicht in Teams einarbeiten konnte (kleines Kind daheim), um dann in der gleichen Email zu bemängeln, dass noch nicht alle ihre Aufgaben abgegeben haben. Tja.

Sohn1 trifft sich draußen mit Freunden. Zwischendurch holen sie noch die Nerfs. Die anderen beiden widmen sich Zelda. Ich muss noch ein Hygienekonzept für einen Auslandseinsatz meiner Mitarbeiter schreiben und lese die aktuellen Verordnungen. Dann schicke ich alles schon mal weiter. Irgendwas sollte ich noch machen heute, aber mir fällt erst beim Rechner runterfahren auf, dass ich für Montag 9 Uhr eine Präsentation brauche. Naja. Ist ja noch Zeit.

Um kurz nach 17 Uhr sammle ich die Wäsche ein (Sohn1 hat seine selbständig weggetragen, nachdem ich ihm angekündigt hatte, wenn er nicht endlich seine dreckigen Socken wegräumt, frittiere ich sie ihm zum Abendessen) und schalte die erste Maschine Wäsche an. Dann schnappe ich die zwei anwesenden Kinder und wir gehen eine Runde raus. Zur Bücherei, eine DVD einwerfen. Die Kinder spielen den ganzen Weg Zelda und wir sind erst um sieben wieder Zuhause.

Die Kinder verschwinden nach oben. D. ist einkaufen. Ich hänge die Wäsche auf und wasche die nächste Ladung. Dann räume ich die Spülmaschine aus und wieder ein. Während D. das Essen vorbereitet mache ich 30 Minuten Sport. Dann gibt es Raclette. Anschließend schicken wir die Kinder ins Bett. D. hat sich zum Glück schon um die Wäsche gekümmert, so dass ich nicht mehr in den Keller muss!

Jahresrückblick 2020

2020 war für alle ein merkwürdiges Jahr. Viele Dinge sind ausgefallen, verschoben worden und wir haben gelernt einfach mal nichts zu tun. Der Terminkalender, der sich ab März beständig leerte, war gar nicht mal so unangenehm. Fairerweise muss ich zugeben, dass das Frühjahr mit Homeschooling und Home Office schon sehr anstrengend war. Ich habe viel Arbeit in den Abend verschoben und hatte lange Tage. D. war den halben Tag mit Ranschaffen und Zubereiten von Essen für 5 Personen beschäftigt. Essen die Kinder sonst echt auch so viel? Seit dann zumindest der Jüngste wieder im Kindergarten war, hat sich alles entspannt. Nach den Pfingstferien war bald normal Schule für Sohn2. Sohn1 musste zu den unmöglichsten Zeiten zur Schule gebracht werden, weil die Busse nur morgens und nachmittags fahren.

Wir haben in der letzten Homeschoolingwoche grandiose 5 Tage am Lac die Chalain verbracht, die mein persönliches Highlight 2020 waren. Quasi allein auf dem Campingplatz in dieser unglaublich tollen Landschaft! Unser im Januar gebuchter Sommerurlaub auf Fuerteventura wurde erstaunlicherweise nicht storniert, so dass wir hier noch mal eine interessante Erfahrung zum Reisen in Zeiten von Corona sammeln konnten. Auch hier waren quasi keine Touristen und Maskenpflicht auch draußen.

Ab Herbst war dann fast Alltag. Sohn3 wurde eingeschult. Aufgrund der Urlaubssituation bei der Arbeit, war ich wieder fast täglich im Büro. Die Kinder hatten normal Schule. Im Herbst hatten wir zwei mal je ein Kind in Quarantäne. Home Office wurde wieder ausgeweitet und die Maßnahmen fürs Arbeiten vor Ort verschärft. Ich bin gespannt, wie das weitergeht und ob die Kinder tatsächlich am 11.1. wieder in die Schule müssen.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? Ich finde für Pandemie war’s letztendlich doch ganz okay. Ich gebe 5,5 Punkte.

Zugenommen oder abgenommen? Wir besitzen nicht mal mehr eine Personenwaage, also ich weiß es nicht.

Haare länger oder kürzer? Keine Ahnung. Im Frühjahr waren sie mal sehr lang und dann hat D. sie mir mal geschnitten. Von mir aus könnten sie noch kürzer sein.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Strahlenschutzuntersuchung mit Maske. Ich sehe immer noch alles.

Mehr Kohle oder weniger? BAföG war irgendwann dieses Jahr plötzlich abbezahlt (hatte da mit den ganzen Freistellungen und Stundungen den Überblick verloren), im Lockdown wohl nicht viel ausgegeben, jedenfalls sieht es auf dem Konto deutlich schöner aus.

Besseren Job oder schlechteren? Im Prinzip den gleichen. Bin da aber mit einem Bein einen Schritt nach oben gewandert und weiß noch nicht, ob ich das zweite Bein nachziehe.

Mehr ausgegeben oder weniger? Gefühlt viel mehr (übers Jahr 3 Konsolen gekauft, neue Möbel fürs Wohnzimmer, neuer Herd, neuer Kühlschrank, etc.), aber der Kontostand sagt anderes.

Dieses Jahr etwas gewonnen? Leider immer noch kein Lottogewinn

Mehr bewegt oder weniger? Viel spazieren gegangen. Mein Sport fand ab April/Mai zumindest teilweise online statt. Ab Juni war es bei uns mit dem Home Office deutlich weniger und da war es dann auch mit den Sportterminen schwieriger. Im Herbst habe ich dann das Laufen wieder angefangen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Sehr wenige. Im Februar waren die Kinder nacheinander arg krank. Dann kam der Lockdown und das war es dann erstmal mit Krankheiten.

Davon war für Dich die Schlimmste? Sohn1 hatte es im Februar echt übel erwischt. Eine Woche lang er komplett flach mit Bauchweh, Halsweh, Fieber. Er hatte deutlich Gewicht verloren, weil nichts mehr geschmeckt hat. Ich bin ja inzwischen recht routiniert im Diagnosen bei den Kindern stellen (Scharlach, Mittelohrentzündung, Borreliose, etc.), aber dazu fiel mir nichts ein. Seine Brüder hatten dann anschließend ähnliche Symptome, aber nicht ganz so lange. Fasnacht ist für uns damit schon mal fast ausgefallen.

Der hirnrissigste Plan? Im März kurz vor dem Lockdown noch zwei Tage nach Berlin fliegen.

Die gefährlichste Unternehmung? 2020 ist ja selbst Einkaufen schon gefährlich. Tatsächlich war es aber schon ein merkwürdiges Gefühl im August in ein Flugzeug zu steigen. Ging zum Glück alles gut und die Fluggäste waren sehr diszipliniert mit dem Maske tragen.

Die teuerste Anschaffung? Wir haben Schlussrate fürs Auto bezahlt, aber das haben wir ja bereits vor 5 Jahren angeschafft. Dann war es wohl der neue Computer für D.

Das leckerste Essen? Schön war dieses Jahr, dass die Kinder inzwischen alt genug sind, um Spaß an Raclette und Fondue zu haben.

Das beeindruckendste Buch? Abi Daré „The Girl with the louding voice“

Der ergreifendste Film? Das war wirklich ein schlechte Filmjahr für uns. Die Kinder waren permanent so spät im Bett, dass wir selten Filme angeschaut haben. Serien waren es ein paar mehr.

Film: The hate U give (Buch ist beeindruckender); Serie: The Alienist – Angel of Darkness

Die beste CD? Was ist eine CD?

Das schönste Konzert? Konzerte… 2020…

Die meiste Zeit verbracht mit? Kinder überreden, Dinge zu tun, zu denen sie keine Lust haben, z.B. Schulaufgaben, lesen oder spazieren gehen.

Die schönste Zeit verbracht mit? Mit meiner Familie Mitte Juni am See im Frankreich im Jura.

Zum ersten Mal getan? Eine Pandemie erlebt.

Nach langer Zeit wieder getan? Regelmäßig schwimmen gegangen, weil endlich alle Kinder schwimmen können und sich beschäftigen, während ich Bahnen ziehe.

Zum letzten Mal getan? Ein Kind eingeschult

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Auf die Pandemie!

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Das hatte mit der Arbeit zu tun.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Wir haben den Kindern zu Weihnachten einen zusätzlichen Raum geschaffen, was viel Arbeit war und noch weitere Arbeit nach sich zieht.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Das beste Geschenk war wohl mein neues Kopfkissen. Nachts muss ich das gegen Sohn3 und D. verteidigen.

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? „Ihr Großgerät würde bewilligt.“

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Home Office

Dein Unwort des Jahres? Pandemie

2019 war mit 1 Wort…? Intensiv

Rückblicke 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2012

Tagebuchbloggen 12/20

Muss erst mal schauen, ob mein Blog noch da ist. Irgendwie hab ich sogar die letzten #WMDEDGT, wenn Frau Brüllen jeden 5. fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben, verpasst. Heute hab ich Mal wieder dran gedacht.

Es ist Samstag. Sohn3 neben mir steht gegen 7 auf und schaut ob seine Brüder wach sind. Sind sie nicht, also legt er sich wieder ins Bett. Er hat grade wieder eine Phase, wo er nicht gerne allein in einem Stockwerk sein will. Er schläft quasi sofort wieder ein und weiter bis um 9. Ich stehe um Viertel nach zehn auf. Die Kinder hängen zu dritt im Wohnzimmer rum. Ich mache Frühstück, während sich Sohn2 und Sohn3 über Roblox zerstreiten. Nach dem Frühstück will ich joggen gehen. Vorher kümmere ich mich noch um die Wäsche und lese im Internet rum. D. schaut den KSC an. Ich kündige den Kindern an, dass wir Schulzeug machen, sobald ich vom Joggen zurück bin. Sohn2 war am Freitag nicht in der Schule wegen Bauchschmerzen und muss noch Zeug vom Freitag und den Wochenplan zuende machen. Sohn3 wollte sein Homeschooling nur mit mir machen und da ich Donnerstag und Freitag im Büro war und hinterher meine Lust mehr hatte, muss er jetzt halt Samstag und Sonntag ran.

Gegen 13:30 gehe ich endlich los zum Joggen. Der Vorteil am Landleben ist ja, dass man zig verschiedene Strecken direkt vor der Haustür hat. Im Winter laufe ich oft den Berg hoch, weil da Sonne ist, im Sommer eher am Bach lang im Schatten. Heute nehme ich eine Runde am Radweg entlang. Hier fange ich bei Pokémon Go auch endlich ein Igamaro.

Auf dem Rückweg gehe ich kurz beim Kik vorbei. Ich wollte Klebefolie kaufen, die haben sie aber nicht. Stattdessen nehme ich ein Vogelhaus mit. Unseres ist verrottet.

D. war beim Wertstoffhof. Ich gehe unter die Dusche. Die Söhne haben natürlich einträchtig angefangen zu spielen, nachdem ich vorhin Schularbeiten angekündigt hatte. Sohn1 geht einen Freund besuchen. Sohn2 und Sohn3 setzen sich endlich an ihre Aufgaben. Sohn3 macht fast alles fertig. Sohn2 hat noch einiges für morgen. Ich finde es ist zu viel, was die Lehrerin ihm für Freitag mitgegeben hat (Satzanfänge in Geschichte ändern und die Geschichte abschreiben, die Geschichte in die Vergangenheit setzen und nochmal abschreiben, eine Geschichte selbst schreiben. Vom Wochenplan sind noch übrig: Gedicht abschreiben, verzieren und auswendig lernen, Geschichte in Vergangenheit umsetzen und abschreiben. Achja, und 40 Lernwörter sollten für den Test am Freitag noch wiederholt werden.), Aber nachdem ich neulich drauf hingewiesen hatte, dass es grundsätzlich zu viel sei, war die Antwort lediglich, er solle halt früher anfangen. Danke auch. Für morgen ist jedenfalls noch ordentlich was übrig.

Anschließend malen die Kinder eine Weile. Sohn3 malt Among us Comics, Sohn2 malt vergleichende Bilder mit der linken und der rechten Hand. Ich backe Nussmakronen und bestelle Schlafanzüge für Weihnachten (kriegen die Kinder aus Tradition). Dann wollen die Kinder unbedingt das Vogelhaus anmalen. Wollte ich eigentlich nicht, aber von mir aus. Sie einigen sich sogar drauf, dass jeder eine Hälfte bemalt und schaffen es ohne Streit.

D. ist inzwischen einkaufen gefahren. Sohn3 geht eine Weile in unserem Bett hopsen. Wohin auch mit der Energie am Tag 9 der Quarantäne. Ich kümmere mich um die Wäsche, die Spülmaschine und die bunten Pinsel.

Sohn1 kommt heim und berichtet, dass es in der Familie des Freundes Streit gab wegen Nichtigkeiten. Er sagt, dass er froh ist, dass wir uns nicht über sowas streiten. Dann putzt er seine Schuhe für den Nikolaus. Sohn3 macht das dann auch gleich. Sohn2 ist grade in einer Fortnite-Runde und kriegt nichts mit. D. kommt mit Großeinkauf nach Hause und macht essen.

Nach dem Essen putzt auch Sohn2 noch seine Schuhe. Dann sehen die Kinder nicht ein, dass sie ins Bett sollen und es gibt noch etwas Theater.

Sohn1 muss ich noch mal wecken. Er hat mal wieder seine Zahnspange im Glas vergessen. Dann setze ich mich noch an den Computer und schaue, dass ich bei den Fotogeschenken etwas weiter komme. Und da ist er auch schon rum, der 5. Dezember.

Tagebuchbloggen 09/20

Heute ist schon wieder der 5. Und Frau Brüllen will wissen, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Es ist Samstag, das wird vermutlich nicht so interessant. Ich stehe gegen 9 auf. Sohn3 ist schon früher aufgestanden und kam einmal, damit ich ihm den Code am Tablet eingeben kann. Die anderen beiden machen grade noch Urlaub bei den Großeltern, kommen aber heute Abend nach Hause.

Als erstes räume ich etwas in der Küche rum (Spülmaschine und so) und kümmere mich um die Wäsche, die ich gestern Abend noch programmiert habe. Ich hänge sie draußen auf, obwohl das Wetter nicht so toll ist. Zweite Maschine läuft und ich mache eine Runde Sport. Währenddessen verirrt sich ein großer weißer Hund in unseren Garten. Ich vermute der ist bei den Nachbarn zu Besuch.

Anschließend bereite ich das Frühstück vor und gegen halb zwölf frühstücken wir. Die Mini-Wassermelone vom Biobringdienst entpuppt sich als kleingewachsene reguläre Wassermelone mit vielen nervigen Kernen. Bei den Minimelonen stören die mich nicht, aber hier friemel ich ewig rum. Nach dem Frühstück gehe ich duschen. Sohn3 beschäftigt sich mit seinem Lego, spielt abwechselnd mit mir und dem Mann gefühlt 500 Partien Uno, tanzt im Wohnzimmer, spielt Ninja und dreht sich im Kreis. Die letzten fast zwei Wochen ohne seine Brüder haben ihm echt gut getan.

Ich wasche noch mehr Wäsche, falte Wäsche und putze Toilette und Waschbecken. Der Mann macht die Küche und geht einkaufen. Ich trage drei Körbe gefaltete Wäsche nach oben und räume sie in die diversen Schränke ein. Der Mann fängt an Spätzle zu machen.

Gegen halb sieben kommen Omi und Opa mit den zwei Brüdern auch Hause. Kurz nach der Begrüßung fangen die Brüder an zu streiten. Alles wie immer. Sohn3 spielt mit Opa Uno und Dobble. Wir quetschen alle 7 Leute zum Käsespätzle essen an unseren Tisch. Anschließend verabschieden sich die Großeltern und wir scheuchen die Kinder langsam ins Bett. Alle wieder daheim!

Tagebuchbloggen 08/20

Es ist schon der 5. August und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelt schon früh, aber da ich im Homeoffice bin, stehe ich erst um 7:30 Uhr auf. Eigentlich bin ich nicht mehr so oft im Home Office, aber gestern kam eine Mail der Schule, dass ein Kind in Sohn2s Klasse positiv auf COVID-19 getestet wurde. Der letzte Kontakt ist allerdings schon zehn Tage her und das Kind war bereits bereits fünf Tage Zuhause, bevor es Symptome entwickelt hat. Ansteckung unwahrscheinlich sagt das Amt (toitoitoi). Wir sitzen das jetzt eben aus, d.h. ich gehe nicht im Großraumbüro arbeiten und wir bleiben in der Bubble der anderen potentiellen Infizierten. So richtig passt mir das Home Office nicht, da ich vor dem Urlaub noch ein paar Dinge vor Ort erledigen wollte, aber das ist jetzt nicht zu ändern. Zur Not fahr ich Samstag noch mal hin.

Alle anderen schlafen noch. Ich mache den Rechner an und lese die ersten E-Mails. Dann räume ich die Spülmaschine aus und überlege Milchbrötchen zu machen. Dafür muss ich D. wecken, weil die Rührschüsseln ineinander verkeilt sind und ich sie nicht auseinander bekomme.  Dann kann ich den Hefeteig ansetzen und weiter arbeiten. Ich muss diese Woche eine Projektskizze fertig kriegen, damit ich keine Arbeit mit in den Urlaub nehmen muss. Ich bin da letzte Woche schon gut voran gekommen, habe jetzt aber die ganze Frickelarbeit noch vor mir. Also z.B. die relevanten Literaturverweise einfügen, gedoppeltes rauskürzen (leider schreibe ich sowas nicht linear) und den Stand der Technik ergänzen. Das kostet immer Zeit. Zwischendurch backe ich die Milchbrötchen und rufe den Rest der Familie zum Frühstück. Die Kinder streiten unnötig und ich schimpfe unnötig. Dann sind alle brav beim Essen. Anschließend verkrümeln sich die Kinder zum Zocken. Ich habe Ruhe zum Weiterarbeiten.

Um Viertel nach elf schwinge ich mich kurz auf mein altes Fahrrad, weil ich Sohn3s Kinderreisepass auf dem Rathaus abholen will. Fahrrad ist platt, also doch Auto. Der Pass ist fertig, aber es steht die falsche Augenfarbe drin. Blau statt braun. Ich reklamiere das und bin froh, dass wir uns diesmal schon auf den vorletzten Drücker gekümmert hatten. Morgen können wir den neuen mit richtiger Augenfarbe abholen. Am Montag wollen wir in Urlaub fliegen, wenn nicht noch jemand in den nächsten 4 Tagen Symptome entwickelt. Der Urlaub ist bereits seit Januar gebucht und der teuerste Urlaub, den wir je gemacht haben. Könnt ihr auch alle kacke finden, dass wir den nicht (auf unsere Kosten) storniert haben, sondern abgewartet haben, ob der Flug vom Anbieter storniert wird. Wurde er nicht und wir fliegen. Vor Ort haben wir Mietwagen und Ferienwohnung. Und die touristische Auslastung ist nur etwa 30% von normal.

Gegen Mittag will Sohn1 zu seinem Kumpel gefahren werden. Das macht D. und kauft auf dem Rückweg gleich ein. Ich sitze kurz mit meinem Notebook draußen. Mir ist nämlich nach den Regentagen noch kalt, trotz langer Hose.

Mein Diensttelefon klingelt ein paar mal. Das ist aufs Handy umgeleitet. Ich telefoniere und WhatsAppe mit den Mitarbeitern. Die Urlaubssaison hat angefangen und wir sind jetzt bis Anfang Oktober durchgehend nicht voll besetzt. Gleichzeitig kommt aber zum ohnehin Geplanten noch das dazu, was wegen Corona verschoben wurde. Morgen noch mal Team-Telko, bevor ich dann Urlaub habe.

Irgendwann am Nachmittag komme ich dann in den Flow und schreibe die Projektskizze fertig und schicke sie an unseren Projektkoordinator. Yeah, Mittwoch fertig, was für Freitag geplant war. Soll noch mal jemand was gegen Home Office sagen. Unser Koordinator wird sich auch freuen, dass er jetzt noch zwei Tage für Rückmeldung hat, bevor ich in Urlaub verschwinde. Die eigentliche Deadline ist erst direkt nach meinem Urlaub.

Dann hänge ich eine Ladung Wäsche auf, die ich zwischendurch gewaschen habe und nehme dann Sohn2 und Sohn3 mit nach draussen. Erst in den Garten und dann noch mal in den Ort. Wir haben da neulich unsere Fahrräder bei einer Freundin stehen lassen. Die Söhne wollen noch ein Eis. Sie müssen draußen warten, während ich ihre Bestellungen weiter gebe. Dann noch eine Runde Spielplatz. Keine Sorge, da sind wir um 20 Uhr auch allein.

Dann fahren wir mit den Fahrrädern (diesmal mit meinen neuen Second Hand Mountainbike. D. hat eBay Kleinanzeigen leer gekauft und jetzt haben wir endlich alle wieder Fahrräder.) wieder nach Hause. D.h. Sohn3 fährt Roller. Der muss auf seinem neuen 20 Zoll Fahrrad erst wo üben, wo nicht lauter teure Autos am Straßenrand parken.

Zuhause hat D. seinen wöchentlichen Plausch mit dem Gemüsemann beendet und grillt fürs Abendessen. Sohn1 ist mit dem Bus zurück gekommen und hat sich mit der Switch verzogen. Für den Rest des Abends ist außer essen und Umbrella Academy nichts mehr geplant.

Tagebuchbloggen 07/20

Schon wieder ein Monat vorbei und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich stehe um Viertel nach neun auf. Ganz ohne Not, aber ich bin aus irgendeinem Grund wach. Ich gehe runter und kümmere mich als erstes um die Spülmaschine. Außerdem koche ich Tee für Eistee. Dann räume ich etwas im Wohnzimmer auf. Da stehen noch diverse Kartons und Verpackungen der Junigeburtstage. Die sortiere ich nach wegwerfen und behalten. Außerdem räume ich in Regal Platz für die neuen Bücher und das neue Spiel frei. Die Söhne sind wach und zocken irgendwas. Ich bereite das Frühstück vor und gegen 11:30 Uhr sitzen alle am Tisch.

Nach dem Frühstück müssen Sohn1 und Sohn2 noch was für die Schule tun. Ich wasche eine Ladung Wäsche und packe ein Geschenk ein. Sohn2 geht heute zu einem Geburtstag. Dafür braucht er außerdem noch Schwimmsachen und Badeschuhe. Keine Ahnung wo die hingehen. Sohn1 will sich mit einem Klassenkameraden treffen. Um kurz vor 15 Uhr geht Sohn2 los und D. fährt Sohn1 ins Nachbarkaff. Ich nutze die fast leere Wohnung dafür eine Toilette und das Waschbecken im Badezimmer zu reinigen. Dann falte ich diverse Ladungen Wäsche, die ich in den letzten beiden Tagen gewaschen habe. Irgendwann bin ich fertig und überrede Sohn3 mit mir eine Runde rauszugehen. Ich hab mir Wanderschuhe gekauft und muss die noch etwas einlaufen. Wir fahren in einen Nachbarort und laufen den „Holzweg“. Sohn3, der zwar erst gar nicht mit wollte, ist begeistert. Ich finde die Stationen OK, hatte mir aber mehr erwartet. Aber egal, wir hatten auch so Spaß und ich fange 50 Pokemons.

Wir sind gegen 19:30 zurück. D. hat Sohn1 wieder abgeholt und Sohn2 reingelassen. Außerdem hat er den Grill angefeuert. Ich räume Wäsche in die Schränke, wasche noch eine Maschine und räume die Spülmaschine aus und ein. Außerdem versuche ich meine geplanten Abwesenheiten in den Abteilungskalender einzutragen, aber ich kriege keinen Zugriff über VPN. Es nervt. Also bitte ich unsere Sekretärin das einzutragen. Ich bleibe morgen im Homeoffice. Dann kann ich noch ein paar Minuten bei Animal Crossing baden gehen und Karten fürs Freibad nächste Woche bestellen.

Wir essen spät aber sehr lecker zu Abend. Die Kinder müssen anschließend ins Bett. Morgen haben alle Schule/Kindergarten. Auf mich wartet noch eine Ladung Wäsche zum Aufhängen und dann das Sofa.

Donnerstags gibt es immer die besten 5. Manchmal mache ich mit. Heute ist nach den schlechtesten Buchverfilmungen gefragt.

Es gibt ja sehr viele schlechte Buchverfilmungen, obwohl ich mir „Das war aber im Buch ganz anders!!!“ inzwischen ganz gut verkneifen kann und eingesehen habe, das Buch und Film unterschiedliche Medien sind, die die selbe Geschichte eben unterschiedlich erzählen. Solange das gleiche Gefühl transportiert wird, bin ich eigentlich zufrieden.

Stephenie Meyer Twilight: Die Twilight-Filme sind einfach alle, bis auf den Soundtrack, wirklich schlecht. Die Bücher kann man zwar auch schlimm finden, aber ich hab sie gern gelesen. Es ist aber einfach eine komplett blöde Idee, die verfilmen zu wollen, da die Bücher aus der Ich-Perspektive einer introvertierten Person geschrieben sind. Da wundert es nicht, dass am Ende dabei rauskommt, dass Kirsten Stewart traurig durch die Gegend starrt und sonst nichts passiert. Und der Rest, naja, der macht es auch eher schlimmer als besser.

Stephen King Needful Things: Stephen King Verfilmungen sind oft nicht sehr gelungen, aber diese hier ist besonders schlecht. Sowas passiert, wenn man 1000 Seiten Buch in 2 h Horrorgemetzel umsetzt. Der Großteil des Buchs beschäftigt sich damit, die Beziehungen in der kleinen Stadt detailliert aufzudröseln. Das fehlt im Film komplett und führt dazu, dass er einfach nur blöd ist.

Justin Cronin Der Übergang: Ich muss zugeben, ich habe die Serie nur teilweise gesehen, aber mich wundert nicht, dass nach einer Staffel Schluss war. Die Buchserie ist eigentlich perfekt für eine serielle Verfilmung. Es gibt so viele verschiedene Geschichten, die dann alle zusammenlaufen. Ich hatte mich auf die Verfilmung gefreut, aber irgendwie hat in der Serie dann nichts gepasst.

Sven Nordqvist Pettersson und Findus: Fast jeder kennt die Bücher über den schrulligen alten Pettersson und seinen Kater Findus. Die Bücher mag ich wirklich gern, ebenso die Zeichentrickserie und die Hörspiele dazu. Deshalb waren wir gleich im Kino, als die Realverfilmung raus kam. Die Kinder fanden es damals ok, ich fand es schlimm. Viel zu viel Klamauk. Die Figuren waren ganz anders als in den Büchern und alles hat sich falsch angefühlt. Den zweiten Teil haben wir uns dann gespart.

Kerstin Gier Rubinrot: Ich habe die Bücher sehr gemocht. Von den Filmen habe ich nur den ersten Teil gesehen und der war irgendwas zwischen langweilig und nichtssagend. Ich hab noch nicht mal drüber nachgedacht die restlichen beiden anzuschauen, aber ich glaube das lohnt sich wirklich nicht.

Es gibt übrigens auch ganz viele tolle Buchverfilmungen (z.B. Love, Simon oder The Perks of Being a Wallflower oder A Series of Unfortunate Events). Das war aber bereits letzte Woche dran und das habe ich verpasst.