Media Monday #429

Montag = Media Monday. Seit langem habe ich auch mal wieder geschafft, die Fragen zu beantworten.

1. Mit Lesen kann ich ja herrlich ganze Stunden totschlagen (wenn ich mal Stunden übrig hätte), einfach weil es noch so viel zu lesen gibt.

2. Wenn ich nicht eine so ausgeprägte Vorliebe für schlafen hätte, könnte ich viel mehr lesen und anschauen. (Tatsächlich schlafe ich aber gar nicht so viel, wie sich das hier jetzt anhört.)

3. ____ ist ja gerade in aller Munde, aber ____ . Da bin ich gerade erstaunlich uninformiert. Außerdem hält sich meine Lust neue Serien anzufangen in Grenzen. Alles was toll ist, wird doch ohnehin ohne Ende abgesetzt.

4. Die meisten denkwürdigen Momente in Film und Fernsehen habe ich auf großer Leinwand verpasst.

5. My So-Called Life ist ja auch eine dieser Serien, die ich mir lieber zum hundertsten Mal ansehe, anstatt was Neues zu beginnen, einfach weil es nur eine Staffel (auch zu früh abgesetzt!) ist und. Tatsächlich schaue ich seit Anfang des Jahres aber Gilmore Girls von vorne durch wann immer ich Zeit finde.

6. Schön zu sehen, dass auch unsere Kinder bald alle alt genug fürs Kino und für vernünftige Filme sind, die auch für Erwachsene lustig sind. Toy Story 4 und Shaun das Schaf 2 stehen z.B. auf unserer Kinoliste. Sohn1 fragt außerdem beharrlich nach Horrorfilmen, aber da darf er noch ein paar Jahre warten. Ich glaube ich war schon 13 oder 14, als ich damit angefangen habe.

7. Zuletzt habe ich mit A Conjuring of Light den dritten Teil der Shades of Magic Trilogie angefangen und das war gut, weil Teil 2 mit einem Cliffhanger endete und ich die Hauptpersonen nicht zu lange leiden lassen wollte. (Die Autorin entschuldigt sich in den Danksagungen übrigens für den ersten fiesen Cliffhanger in einem ihrer Bücher.)

Tagebuchbloggen 09/19

Heute ist der 5. September. Ein Monat ist vergangen seit meinem letzten Blogeintrag. Eigentlich würde ich ja gerne mehr bloggen, aber ich finde keine Zeit.

Wir sind gerade in Urlaub an der Costa Brava. Wie jeden 5. fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag machen. Hier kommt mein 5.September.

Um halb acht höre ich die Kinder im Nebenzimmer. Die zwei Großen schlafen in zwei Einzelbetten, die wir zusammen geschoben haben, damit die Luftmatratze für Sohn3 auf dem Boden daneben Platz hat. Mit fünf Personen haben wir nämlich nicht nur die Standardfamiliengröße für Autos und Wohnhäuser, sondern auch für Ferienwohnungen überschritten. Theoretisch könnten zwei Personen auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen. Aber das ist ungeschickt. Die Kinder gehen früher schlafen, deshalb können sie nicht im Wohnzimmer schlafen. Wir wollen morgens länger liegen bleiben und deshalb nicht im Wohnzimmer schlafen. Deshalb haben wir die Lösung mit der Luftmatratze.

Ich will noch nicht aufstehen, muss aber kurz die Kinder dran erinnern ruhig zu sein (unter uns sind am Samstag lärmempfindliche Franzosen eingezogen) und Sohn3 einen Apfel schneiden und KiKa an machen. Dann lege ich mich wieder hin und stehe erst um halb neun wieder auf.

Ich will Frühstück machen und die Spülmaschine ausräumen. Leider ist das Geschirr nicht sauber. Seit gestern spült die Maschine den oberen Korb nicht mehr anständig. Ich ärgere mich, mache aber erst mal Frühstück und stelle die Waschmaschine an. Wir frühstücken alle zusammen. Anschließend hänge ich die Wäsche auf. Es ist sehr windig. Dann spiele ich mit Sohn1 eine Runde Kingdomino. Er ist sauer, weil ich gewinne. D. ist zum Einkaufen los gefahren. Er möchte einen Maschinenpfleger für die Spülmaschine besorgen. Ich spüle derweil die Gläser von Hand. Dann bastel ich mit Sohn3 eine Rakete aus Klopapierrollen. Sohn2 fängt an eine Postkarte zu schreiben, weiß aber nicht was er schreiben soll. Ich schreibe auch eine Postkarte, allerdings in einer App. Ich habe das schon ein paar mal gemacht und finde es schön, dass man so persönliche Karten verschicken kann und die Karten viel schneller ankommen, als mit der internationalen Post.

Die empfindlichen Untermieter sind weggefahren. Ich nutze das aus und mache 10 Minuten Sport. Ich hatte vor einiger Zeit eine Fitness-App runter geladen und dann nie verwendet, weil ich im Alltag ohnehin mindestens zwei Mal die Woche zum Sport gehe und die Einheiten in der App mir eigentlich zu kurz sind. Jetzt im Urlaub habe ich da eine Challenge angefangen und mache jeden Tag eine kurze Einheit.

Die Jungs haben wieder Hunger und essen Nocillabrote. Ich esse irgendwelche Mais-Bohnen-Chips, die ich gestern gekauft habe. D. kommt zurück und kümmert sich um die Spülmaschine. Ich stelle noch eine Maschine Wäsche an. Die andere Wäsche ist schon trocken.

Inzwischen ist es nachmittag. Wir ziehen uns die Badesachen an und schicken die Jungs zum Eincremen. Wir wollen zum Strand runter, auch wenn es sehr windig ist. Etwa fünf Minuten zu Fuß den Berg runter ist ein Strand mit tollem, weichem Sand. Letzte Woche war immer die ganze Straße vollgeparkt und der Strand völlig überlaufen. Seit aber in vielen Teilen Spaniens die Ferien vorbei sind, sind es hier deutlich weniger Menschen geworden. Wir laufen also zum Strand runter und nehmen den aufblasbaren Pelikan und einen großen Schwimmreifen, die wir letzten Urlaub gekauft haben, mit. Die zwei Großen verschwinden sofort im Wasser. Sohn3 jagt Tauben über den Strand und schließt mit dem Strandbarbesitzer Freundschaft. Gegenüber in der großen Bucht regnet es. Wir kriegen davon nur den Wind und ein paar Wolken ab. Genauer gesagt sind wir unter dem Amboss des Cumulonimbus, da wo die tollen Mammatuswolken zu sehen sind. Die großen Söhne genießen Wasser, Sonne und Wind, ich kann am Strand etwas lesen und Sohn3 hilft in der Strandbar. Sogar D. geht ins Wasser und wir trinken San Miguel am Strand. Das gehört für uns genauso zum Spanienurlaub wie Lay’s Chips Campesina. Der Pelikan macht sich ein paar mal im Wind selbständig. Zwischendurch gibt es ernste Diskussionen mit Sohn3, weil er nicht einsieht, warum er Schwimmflügel anziehen muss. Später frischt der Wind nochmal ordentlich auf. Unser Schwimmreifen fliegt davon und geht dabei leider kaputt.

Gegen 19:30 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Als erstes wird die ganze Bande geduscht. D. kocht das Abendessen und ich hänge die Wäsche auf, während über den Pyrenäen die Sonne untergeht. Sohn3 schläft auf dem Sofa ein, bevor das Essen fertig ist. Die anderen beiden Söhne gehen erst gegen 22:30 Uhr ins Bett. Wir Erwachsenen treiben uns noch etwas im Internet rum und spielen zwei Runde Kingdomino. Eigentlich habe ich wenig Lust, morgen abend die Koffer zu packen.

Tagebuchbloggen 08/19

Die Zeit rast. Jetzt ist schon August, die zweite Sommerferienwoche hat begonnen und in drei Wochen werden wir hoffentlich am Meer rum hängen. Heute ist der 5. und Frau Brüllen fragt, wie jeden Monat, was wir den ganzen Tag so machen.

Ich werde um kurz nach sechs wach und bleibe bis viertel nach liegen. Dann Morgenroutine mit Brotdosen für Sohn3 und mich. Die anderen beiden gehen heute in die Ferienbetreuung und kriegen da Frühstück, Mittagessen und Snacks. Die Kinder werden nach und nach alle wach und machen sich fertig. Wir fahren um kurz nach halb acht los und lassen Sohn3 am Kindergarten raus. Ich fahre ja sonst mit der S-Bahn und bin so vertrant, dass ich verpasse in die Umleitung einzubiegen und muss eine Extrarunde durch den Ort drehen. Um viertel nach acht sind wir bei der Betreuung. Ich gebe die Kinder mit dem ganzen Papierkram ab und fahre weiter zur Arbeit.

Bei der Arbeit erst mal Kaffee und Gespräche mit den Mitarbeitenden. Wir haben zur Zeit so viel zu tun, dass wir alle ziemlich am Limit sind und ständig tun sich neue Baustellen auf. Das ist anstrengend. Dann lese ich ein paar Prüfanweisungen, um eine Anfrage zu beantworten. Dazu habe ich letzte Woche schon sieben Seiten geschrieben und muss das jetzt mit den Vorschriften abgleichen. Am Vormittag ruft mich meine Versicherung an, dass der Fahrraddiebstahl (vor zwei Wochen wurde mein Fahrrad vor der Haustür geklaut) vor unserem Haus leider nicht mit versichert war. Wir hatten vor ein paar Jahren den Versicherungsanbieter gewechselt. Dabei haben sich auch die Details geändert. Ärgerlich, aber nicht zu andern.

Gegen Mittag esse ich mein Vesper. Anschließend gehe ich eine Runde raus und bringe dabei zwei Briefe weg. Auf dem Rückweg gehe ich im Labor vorbei und rede mit dem Kollegen, der gerade aus dem Urlaub zurück ist und erst mal wissen muss, was so ansteht. Wieder am Schreibtisch kriege ich einen Anruf wegen einer weiteren Anfrage und schreibe meinem Masteranden Mails mit Terminabsprachen. Ich trinke meinen mitgebrachten Tee und esse meine Melone, beim Lesen von Papern. Dann schreibe ich das Dokument zuende und um viertel vor fünf muss ich los, um die Söhne bei der Betreuung abzuholen.

Die Söhne sind total begeistert von der Betreuung. Es gibt Fische, Grillen, Schildkröten und Leguane. Außerdem eine kleine Sporthalle und einen Legoraum und zum Mittagessen gab es Lasagne. Was will man mehr. Nachdem ich alles angeschaut habe, fahren wir zurück.

Als erstes müssen wir kurz beim Rathaus vorbei, um den Ausweis von Sohn2 verlängern zu lassen. Leider braucht es dafür die Unterschriften von beiden Eltern. War ja eigentlich klar. Zuhause wartet D. aufs Auto. Bevor er zum Getränke kaufen fährt, unterschreibt er die Dokumente, die ich gleich wieder beim Rathaus einwerfen muss. Sohn3 begleitet mich für ein „Manille“-Eis und Spielplatzzeit. Er springt jetzt vom Klettergerüst. Das ist höher als er groß ist! Er kann inzwischen auch aufs Spielhausdach klettern. Wann ist der nur so groß geworden!

D. sammelt uns mit dem Auto am Spielplatz ein, weil er eh grad in der Gegend war. Zuhause macht D. Abendessen. Kurz vor dem Essen klingelt es überraschend an der Tür. Es ist ein Freund von Sohn1, den er sich grade eingeladen hat. Wir schicken ihn wieder nach Hause, da es bereits nach 20 Uhr ist und bei uns morgen alle wieder früh raus müssen. Nach dem Abendessen telefoniere ich mit der Mutter des Freundes von Sohn1, weil ich ihn ab morgen mit zur Ferienbetreuung nehme. Eigentlich sollte er jetzt mit seinem Vater in Urlaub sein, aber das ist eine lange Geschichte. D. fragt derweil eine Ferienwohnung für uns an. Es sind keine drei Wochen mehr, bis wir in Urlaub fahren wollen. Aber das Warten hat sich gelohnt und  wir bekommen die Wohnung vermutlich noch mit zusätzlichem Rabatt und damit so günstig, wie wir seit Jahren nicht mehr Urlaub gemacht haben.

Gegen 21 Uhr schicken wir die Kinder ins Bett, die alle ordentlich platt sind. Ich lese ein bisschen und wir schauen ein bisschen fern. Nachdem ich neulich festgestellt habe, dass meine durchschnittliche Schlafdauer, inklusive der Wochenenden, in den vorangegangenen sechs Wochen unter 6 Stunden betrug, habe ich jetzt seit letzter Woche das Projekt „Vor Mitternacht ins Bett“ laufen. Es läuft so einigermaßen, aber heute schlafe ich schon vor Mitternacht auf dem Sofa ein. Das zählt dann auch, oder?

Tagebuchbloggen 07/19

Wie jeden 5. fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag gemacht haben. Hier kommt mein 5. Juli:

Mein Wecker klingelt, wie jeden Wochentag, um 5:45 Uhr das erste Mal. Leider bin ich viel zu spät im Bett gewesen (wie schon die letzten zwei Wochen) und entsprechend müde. Ich stehe um viertel nach sechs auf. Sohn1 ist auch schon wach. EA startet die Morgenroutine mit duschen, Brotdosen richten (heute nur für mich und die Schulkinder, der Kindergarten hat heute zu, weil die Vorschüler im Kindergarten übernachtet haben), Sohn2 wecken, Tee machen, Sohn2 noch mal wecken, Kakao machen. Um 7:23 verlasse ich mit den beiden Schulkindern das Haus. Sohn1 fragt vorm Losgehen noch, was er eigentlich bei den heute stattfindenden Bundesjugendspielen für Schuhe anziehen soll. Ich sage ihm, dass es jetzt wohl zu spät ist, welche rauszusuchen und er halt die Hallenschuhe anziehen soll. Ist ja nicht so, dass ich 45 Minuten vorher gefragt hatte, ob er noch irgendwas für heute braucht. Tja.

Ich gehe zum Bus, die Jungs laufen zur Schule. Sohn3 und D. schlafen noch. Im Bus treffe ich einen Freund von Sohn1 und sage ihm, dass er zu Sohn1s Geburtstagsparty in der Sprungbude eingeladen ist. Er freut sich.

Um 8:15 bin ich im Büro, nachdem ich beim Sparmarkt noch eine Milch besorgt habe. Die andere war leer. Mein Telefon blinkt bereits wegen verpasster Anrufe. Ich rede mit den Kollegen über einen gestrigen Außendiensteinsatz und einen für nächste Woche geplanten. Aktuell sind wir komplett ausgelastet und fast das ganze Team irgendwo unterwegs. Ich muss dann auch runter ins Labor. Wir haben eine Prüfaufgabe, bei der wir ein paar Sachen ausprobieren wollen. Das beschäftigt uns den ganzen Vormittag. Anschließend esse ich mein Vesper, informiere die Projektmitarbeiter über die heutigen Ergebnisse und verschicke die Tagesordnung für eine Besprechung am Montag. Eine Anfrage liegt auch schon seit zwei Tagen. Eigentlich wollte ich darüber noch mit einem Kollegen reden. Der war aber l leider schon die ganze Woche krank, so muss ich das jetzt erstmal allein beantworten.

Dann ist es kurz nach zwei und ich entscheide schon zu gehen, obwohl ich geplant hatte, noch eine halbe Stunde zu bleiben. Ich muss rennen, kriege aber die S-Bahn. Der Bus hat Verspätung. Ich bin gegen kurz nach drei zu Hause. Die Kinder sind alle zuhause, weil wir gleich zum Fest der Kernzeitbetreuung in der Schule gehen. Sohn1 hat da eine Moderatorenrolle, D. hat einen Berg Pizza fürs Buffet gebacken. Bevor wir losgehen gibt es noch Kaffee und ich suche ein paar Bücher raus, die ich der Ortsbücherei für ihren Bücherflohmarkt schenken will. Sohn1 und Sohn2 fahren mit dem Rad zur Schule. Wir fahren mit Sohn3 mit Pizza und Büchern hinterher. Die Feier findet in der Turnhalle statt. Da ist es sehr warm und stickig. Die Kinder haben sich ein schönes Programm ausgedacht und alles selbst einstudiert. Sohn2 macht beim Saltospringen auf dem Trampolin mit. Allerdings hat er nicht mit geübt. Deshalb klappt auch sein erster Salto nicht. Beim zweiten Mal sieht es schon besser aus. Außerdem gibt es Vorführungen von den Einradfahrerinnen, Akrobatinnen und eine Tanzperformance. Sohn1s Moderationsabsatz kommt ganz am Schluss. Im Anschluss ans Programm gibt es Essen und Trinken auf dem Schulhof. Die Kinder spielen und toben bis kurz vor sieben. Sohn1 geht einen Freund besuchen.

Auf den Rückweg fahren wir bei der Bücherei vorbei, um die Bücher abzugeben. Leider hatte ich vergessen, dass da heute Betriebsausflug ist. Also nehmen wir die Bücher wieder mit nach Hause. Zuhause trage ich die Wäsche in den Keller und sortiere nach Farbe und Temperatur. Das ist mein übliches Ritual zum Einläuten des Wochenendes. (Das Wochenende wird dann traditionell sonntags davon beendet, dass ich die saubere Wäsche in die Schränke räume.) Die erste Maschine läuft. D. hat noch mehr Pizza gemacht. Ich gebe unsere Stromzählerstände online ein. Die werden immer im Juli abgelesen. Wie jedes Jahr kann ich nicht einschätzen, ob das jetzt mehr oder weniger als letztes Jahr war. Dadurch, dass wir Nachtspeicheröfen haben, ist der Verbrauch insgesamt immer so um die 15000 kWh, wobei davon mehr als 10.000 kWh über den Nachtstromzähler laufen. Das ist dann hauptsächlich Heizung und Warmwasser, obwohl auch die Spülmaschine und der Wäschetrockner oft nachts laufen.

Abendessen auf der Terrasse. In der Nachbarschaft wird ein Polterabend gefeiert. Immer wieder hören wir Geschirr klirrend zerbrechen. Nach dem Essen schicken wir die Kinder ins Bett. Ich döse ein bisschen mit ein. Später stehe ich wieder auf. Ich muss noch die Wäsche aufhängen. Außerdem fangen wir an, die dritte Staffel von Stranger Things zu schauen. Leider ist das sofort wieder toll. Die Folgen sind so schnell vorbei, dass wir gleich drei anschauen und ich schon wieder viel zu spät im Bett bin.

Media Monday #418

Sommer, warm und Media Monday!

1. Mein bisheriges Film-Highlight in diesem Jahr war Durch die Wand. Ich hab zwar noch nie geklettert, aber das war trotzdem sehr beeindruckend.

2. Wohingegen Dunkirk mich absolut enttäuscht hat, weil mich das auf keiner Ebene berührt hat. Oder ist das Absicht?

3. Mein bisheriges Serien-Highlight in diesem Jahr war vermutlich The OA, obwohl wir auch andere gute Serien gesehen haben, z.B. mochte ich The Umbrella Academy, obwohl ich Superheldengedöns sonst nicht so mag.

4. Wohingegen Watership Down mich absolut etwas enttäuscht hat, weil das alles so kurz war. Ich hab das alles viel länger und komplexer in Erinnerung. Kann aber auch daran liegen, dass ich das als Kind gelesen habe und vermutlich länger dafür gebraucht habe.

5. Ansonsten hat mich Colony schwer begeistert, denn, ich glaube ich hab das schon mal erwähnt, fand ich die Darstellung der Familie sehr realistisch. Obwohl die Welt gerade versucht das Problem Alieninvasion zu lösen, schleichen sich trotzdem Teenies nachts heimlich raus. Und wenn man vor lauter Welt retten nicht aufpasst, wem man die Kinder überlässt, dann kann das schief gehen. Und am Ende ist eben nicht alles gut, wenn der verloren geglaubte Sohn gerettet wird. Sehr sehr schade, dass die Serie abgesetzt wurde!

6. Und von der zweiten Jahreshälfte erwarte ich mir meine Lesestatistik etwas aufzuwerten. Da bin ich nämlich noch weit vom Ziel entfernt und lese aktuell viel zu lange Bücher in viel zu viel Zeit.

7. Zuletzt habe ich The Notebook gelesen und das war ganz nett, hätte von mir aus aber beim offenen Ende der Geschichte in der Geschichte enden können, weil mir danach einfach zuviel romantisches Geschwurbel kam.

Junischnipsel

Der Juni ist nun fast rum. Hier kommt eine kleine Auswahl der Dinge, die wir gemacht und erlebt haben:

  • Unsere Schulkinder hatten zwei Wochen Pfingstferien, das Kindergartenkind eine Woche. Ich hatte nur einzelne Tage frei und einen wichtigen und anstrengenden Termin in Berlin. Trotzdem haben wir es geschafft ein paar Mal ins Freibad zu gehen, obwohl die Temperaturen mit unter 28°C für meinen Geschmack dafür eigentlich zu gering waren.
  • Sohn1 hatte in den Ferien Geburtstag und zur Feier des Tages waren wir im Legoland. Da war es dann eher angenehm, dass es unter 28°C hatte, aber den ganzen Tag die Sonne schien. Wie immer war ein Tag viel zu kurz und vielleicht bleiben wir beim nächsten Mal auch über Nacht.
  • Wir haben unser Zelt im Garten aufgestellt und die zwei großen Söhne haben mehrere Nächte drin geschlafen. Auch als es nachts deutlich kühler war als jetzt und bei Regen. Das Zelt hat einen großen gelben Fleck im Rasen hinterlassen.
  • Die zwei Großen haben außerdem eine Woche Urlaub bei Ihren Großeltern gemacht, so dass wir mal nur ein Kind zuhause hatten. Das hat sich dann aber regelmäßig Besuch eingeladen und zusammen mit einer Freundin ein unglaubliches Chaos mit Badewasserfärbetabletten, einem Töpfchen und unserem Klo im 1. Stock veranstaltet.
  • Ich hatte auch Geburtstag und einen Berg Geschenke bekommen. Es gab soviel Erdbeerkuchen und Eiskaffee, dass das Abendessen dann nicht mehr nötig war. (Außer Salat. Salat geht immer!)
  • Wir waren an den heißen Tagen mehrfach abends noch im Schwimmbad. Das sind immer so die Momente, wo ich die nicht arbeitenden Mütter beneide. Bei über 30°C würde ich den ganzen Nachmittag im Freibad abhängen. Aber Spätbaden ist auch ok.

Tagebuchbloggen 06/19

Schon wieder ist der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Tag startet, wie beinahe jeder Werktag, mit dem Wecker um 5:45 Uhr. Ich stehe um 6:05 Uhr dann auch tatsächlich auf. Sohn2 ist überraschend auch schon wach. Normalerweise muss ich ihn um sieben mühsam aus dem Bett schmeißen. Sohn1 ist wie immer früh wach. Sohn3 liegt überraschend noch in seinem Bett und ist in der Nacht nicht zu uns umgezogen. Morgenroutine mit duschen, Brotdosen und Kinder abfüttern. Sohn3 ist inzwischen auch aufgestanden und hat überraschend gute Laune.

Um 7:23 Uhr verlasse ich mit Sohn2 das Haus. Er läuft zur Schule, ich zum Bus. Sohn1 fährt mit dem Fahrrad, seit er die Fahrradprüfung hatte. Der Bus ist relativ pünktlich. Im Bus treffe ich einen Freund von Sohn1, der mit Bus und Bahn zu einer anderen Schule fährt. Die beiden kennen sich noch aus dem Kindergarten.

Um viertel nach acht bin ich im Büro. Als erstes muss ich ein Antragsformular ausfüllen. Leider finde ich nicht das richtige und muss erst mal eine Projektpartnerin anrufen. Dann geht es. Ich bin fast fertig damit, als wir um 10 eine Teanbesprechung haben. Wir besprechen neue Vorlagen. Es ist sehr produktiv und um halb zwölf sind wir einen guten Schritt weiter. Anschließend fülle ich beim Vespern das Antragsformular zu Ende aus und schicke es ab. Zur Belohnung gibt es einen Mittagsspaziergang durch den Wald zum Supermarkt, wo ich neue Kaffeemilch und ein Eis (das Bio Solero Zitrone, das kriegt man fast nirgends!) kaufe.

Wieder zurück bastel ich etwas an einem Vortrag, der sehr wichtig ist und wo mir irgendwie bisher der rote Faden fehlt. Ich habe sogar probehalber eine andere Präsentationssoftware ausprobiert. Hat auch nichts geholfen. Naja, ein paar Tage sind noch Zeit. Zwischendurch bereite ich einen Termin morgen vor und arbeite einem Kollege eines anderen Instituts zu. Eine Anfrage delegiere ich an einen Kollege und für eine andere fehlt mir der Ansprechpartner. Um kurz nach fünf verlasse ich das Büro. Es ist knapp für die S-Bahn und ich will nicht rennen. Ich kriege die Bahn knapp.

Um kurz vor sechs bin ich zuhause. D. unterhält sich mit unserem Gemüselieferant, Sohn2 spielt im Garten. Die anderen beiden sind bei Freunden. Sohn2 muss noch Hausaufgaben machen. Mathe. Das geht schnell. Allerdings muss er noch was nacharbeiten, was er irgendwann vergessen hat. Ich finde es albern, dass er Dinge, die er offensichtlich kann, machen muss, nur damit alle Seiten im Heft ausgefüllt sind. Das kann ja eigentlich nicht der Sinn der Selbstlernkurse sein. Sohn2 hat dann die Idee, dass er im Zelt im Garten schlafen will. Wer weiß wie lange der Sommer bleibt, also stimme ich zu und hole das Zelt vom Dachboden. Das will sich erst nicht richtig aufbauen lassen, weil zwei Haken falsch eingehakt sind. Irgendwann steht es. Inzwischen sind alle Kinder wieder zuhause. Wir pumpen die Luftmatratzen auf und die Kinder holen ihre Sachen. Ich hab noch keine 5 Minuten gesessen, seit ich zuhause bin. Wir essen zu Abend und anschließend verschwinden zwei von drei Kindern im Zelt. Sohn3 hat es sich anders überlegt und schläft lieber im Bett. Wir schauen noch ein bisschen Star Trek Voyager,was wir gestern angefangen haben zu schauen und so geht der 5. Juni auch schon wieder rum.

Tagebuchbloggen 05/19

Wie an jedem 5. fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag so gemacht haben.

Heute ist Sonntag. Mein Tag beginnt um 8:23, als Sohn3 neben mir wach wird und nach unten geht. Ich kann noch eine Stunde weiterschlafen. (Ja, liebe Babyeltern, das geht irgendwann wieder!) Dann stehe ich auf und räume als erstes die Spülmaschine ein. Von uns hat dazu abends nämlich niemand mehr Lust. Unter der Woche macht D. das abends trotzden noch, damit ich morgens ohne Chaos die Brotdosen richten kann. Am Wochenende mache ich die Spülmaschine eben morgens. Dann bereite ich das Frühstück vor (Toast machen, Eier kochen, Obst schneiden) und stelle eine Maschine Wäsche an. Bis wir alle am Frühstückstisch sitzen ist es dann 11 Uhr. Anschließend schicken wir die großen Söhne nach oben, um ihre restlichen Hausaufgaben zu machen. Sohn1 muss zwei Kapitel lesen und in je einem Satz zusammen fassen, Sohn2 muss eine Seite im Mathearbeitsheft machen. Beide sind schnell fertig. Wir üben noch kurz mit Sohn1 für die Fahrradtheorieprüfung, die am Dienstag stattfindet. Leider gibt es nur einen Testbogen kostenlos online.

Ich will mit den Kindern am Nachmittag ins Naturkundemuseum fahren. Also dusche ich und animiere auch die Kinder zum Anziehen. Um kurz nach halb zwei sitzen wir im Auto und fahren zur S-Bahn. Ich kann die Kinder am Wochenende kostenlos auf meine Fahrkarte mitnehmen, aber leider fährt der Bus, den ich sonst nehme, sonntags nicht. Also fahren wir die 4 km bis zur S-Bahn mit dem Auto und parken auf dem P+R Parkplatz.

35 Minuten später sind wir am Naturkundemuseum. Zusammen mit vielen anderen Menschen, was zu erwarten war. Wir stellen uns an und warten bis wir dran sind. Mit dem Landesfamilienpass haben wir als „Großfamilie“ einmal im Jahr freien Eintritt. Das nutzen wir heute. Insgesamt hätte ich es mir größer vorgestellt, aber das einzige Naturkundemuseum, das ich zum Vergleich kenne, ist das in Berlin und das ist wohl einfach größer. Den Kindern gefällt es aber gut. Sie bestaunen die Skelette und Modelle. Sohn1 findet die Mammutmodelle am besten, Sohn2 ist beeindruckt davon, wie tief man graben muss, um Dinoknochen zu finden. Er sucht außerdem ewig mit einer Pinzette nach Urzeitschnecken. Sohn3 hat bald genug, aber er hält trotzdem gut durch. Die Bernsteinausstellung, die aktuell läuft, finden die Kinder auch sehr toll. Besonders die eingeschlossenen Insekten, die man mit Lupen und auf einem Fernseher in 3D betrachten kann. Zum Abschluss kaufen sich die Kinder im Museumsshop von ihrem Ostergeld noch Dinos und Dinoeier. Nach einem kurzen Abstecher auf den Spielplatz sitzen wir um 17:30 wieder in der S-Bahn. Der Ausflug hat (außer dem Geld, was die Kinder im Shop ausgegeben haben) beinahe nichts gekostet. Die S-Bahn-Fahrt und der Eintritt waren umsonst, Wasser und Kekse für Durst und kleinen Hunger hatte ich dabei. Lediglich 1,50 € für den P+R Parkplatz mussten wir bezahlen.

Zuhause kocht D. bereits. Sohn2 schicken wir unter die Dusche, Sohn1 zerlegt sein Dino-Ei. Das Ei von Sohn3 muss für mindestens drei Tage im Wasser liegen, dass der Dino schlüpft. Ich bin gespannt.

Nach dem Essen übe ich noch 10 Minuten lesen mit Sohn2. Wir schauen die Schulranzen durch, ich verräume die Kinderwäsche und D. fährt noch mal kurz zur Arbeit. Dann schicken wir die Kinder ins Bett. Ich döse ein bisschen mit ein. Ich muss allerdings noch meine Präsentationen für morgen nochmal durch gehen. Da präsentiere ich in Berlin ein Projekt, für das wir gerne Geld hätten und hoffe, dass wir das bewilligt bekommen. Außerdem schauen wir noch die Serie The OA auf Netflix weiter. Ich gehe zu spät ins Bett.

Media Monday #409

Das Wochenende und die Ferien sind jetzt auch schon wieder rum. Am Samstag waren wir im Schwimmbad und am Sonntag haben wir eigentlich nicht viel gemacht. Sohn2 und Sohn3 haben das Playmobilhaus und alle Möbel komplett geputzt (und dafür Unmengen Feuchttücher verbraucht), während Sohn1 bei einem Freund war. Gegen abend haben mich die Söhne dann mit den Fahrrädern beim Laufen begleitet. Eine Premiere. Lauftechnisch war das ineffizient, weil Sohn3 ständig anhält und Hilfe beim Anfahren braucht. Außerdem ist ein einmal einfach die Böschung runtergefahren und landete mitten in der Wiese. Aber immerhin waren wir draußen und haben uns bewegt.

Heute ist dann schon wieder Montag und es gibt neue Fragen zum Media Monday. Hier sind meine Antworten:

1. Nachdem mit „Avengers: Endgame“ nun das vorläufige Finale des MCU veröffentlicht worden ist und der überall so gut besprochen ist, überlege ich tatsächlich, ob ich den mit Sohn1 anschauen soll, obwohl wir bisher kaum irgendwas aus dem Franchise gesehen haben. Ich bin da halt ein bisschen skeptisch, weil man die Superheldenfilme, die ich mochte, beinahe an einer Hand abzählen kann (im Wesentlichen Thor, Deadpool, Kick-Ass und die Batman-Filme von Nolan) und ich zum Beispiel auch den gehypten Guardians of the Galaxy unglaublich furchtbar fand.

2. Immer wenn der nächste große Hype die höchsten Wellen schlägt beobachte ich das erst mal. Manchmal ist ja was dran an dem Hype.

3. Ohne seine Rolle als Leonard Hofstadter wäre Johnny Galecki vermutlich für mich immer David Healy aus Roseanne geblieben.

4. The Hate U Give hätte es ja auch mal verdient, ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, schließlich hätte ich den Film gerne OmU im Kino angeschaut, aber in meinem Umkreis läuft der einfach gar nicht. Auch nicht synchronisiert.

5. Nun, da die Osterferien auch schon wieder rum sind geht es mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Ich mein, bald ist Pfingsten, dann kommt die hektische Zeit vor der Sommerpause, dann Urlaub, dann der stressige Herbst und dann ist Weihnachten.

6. Immer wenn ich die Serie The Big Bang Theory sehe, muss ich ja daran denken wie normal ich ein solches Umfeld empfinde, dass mir die Frauenfeindlichkeit in der Serie nicht mal aufgefallen ist. Aber wenn man’s einmal weiß, dann fällt es doch immer wieder auf.

7. Zuletzt habe ich die Southern Reach Trilogie beendet und das war gegen Ende doch etwas zäh, vermutlich weil ich zuwenig Zeit und Muße hatte, länger dran zu bleiben und es sich doch nicht so gut eignet, um es in 15-Minuten-S-Bahn-Häppchen und abends müde beim Kinder ins Bett bringen zu lesen. (Jetzt habe ich The Passage angefangen und hatte auch da Schwierigkeiten in die Story zu finden.)

Nicht der schlimmste Tag

Es war ja grade Ostern und wir haben unsere Kinder gezwungen Zeit mit uns zu verbringen. Ja, wir sind echt fiese Eltern. Sohn2 will eigentlich immer Fahrradfahren, seit wir ihm vor ein paar Wochen ein gebrauchtes Mountain Bike gekauft haben. Das ist von dem her erstaunlich, weil er eigentlich erst seit einem halben Jahr überhaupt Fahrrad fährt und nicht wie seine Brüder schon mit vier mit dem Radfahren angefangen hat. Und da wollte er gerne mit dem Fahrrad ins Nachbardorf fahren. Ich hab also erstmal alle vorhandenen Räder aufgepumpt und bin dann am Sonntag mit ihm gemütlich die 4 km ins Nachbardorf gefahren und habe ihm ein Eis gekauft. Das war wirklich schön und er war richtig stolz auf seine erste „Radtour“. Am nächsten Tag wollte er das gleich wieder machen. Ich hab Sohn1 genötigt uns zu begleiten, obwohl der lieber „rumgammeln“ wollte, was er allerdings schon den ganzen Vormittag getan hatte. Also fuhren wir zu dritt ins Nachbarkaff und kauften ein Eis. Sohn1 meckerte über dies und über das, aber ich glaube das muss in dem Alter (fast 10) so.

Kinder auf langweiliger Burg auf steilem Berg

Wieder zuhause hatte ich noch ein bisschen Wäsche und die Söhne konnten etwas rumgammeln. Damit das Rumgammeln aber nicht bis Abends dauert, packten wir alle nochmal ins Auto und fuhren 20 km zu einer kleinen Burg. Sohn3, der die letzten Tage rumgekränkelt hatte, stiefelte begeistert den Berg hoch, während sich seine Brüder versuchten gegenseitig beim Jammern zu übertrumpfen. Wir sind nämlich ganz schlimme Eltern, weil wir die Kinder zwingen einen steilen Berg hochzusteigen, um eine langweilige Burg anzuschauen, obwohl sie doch vom Radfahren schon sooo müde Beine haben. Irgendwann waren wir oben. Da sang ein Jugendchor christliche Lieder. Vermutlich wegen Ostern. Die Söhne meckerten immer noch, dass das alles so langweilig ist, beschäftigten sich dann aber doch ganz gut. Endlich durften sie dann runter zum Spielplatz, den sie dann total gut fanden. Wir blieben so lange, dass das anvisierte Grillen zum Abendessen ausfallen musste. Stattdessen mussten wir zu Mc Donalds. Ganz schlimm. Als es schon fast dunkel war und wir die Kinder wieder ins Auto packten, bemerkte Sohn1 dann, dass das nun doch nicht der schlimmste Tag gewesen sei. Von einem Fast-10-jährigen ein großes Lob, oder?