Schnipsel von unterwegs

Ich habe gerade viel zu tun uns bin viel unterwegs. Diesen Beitrag schreibe ich auf der Rückfahrt von einer Veranstaltung in München. 6 Uhr mit dem Bus los und 20:30 wieder zuhause. Morgen leider keineswegs eine ruhige Kugel bei der Arbeit, sondern Projektbesprechung mit auswärtigen Partnern. 

Letzte Woche war ich in Prag, ohne was von Prag zu sehen. Für eine Stunde in der Stadt habe ich mir von Tagungsprogramm freigenommen. Das war zu wenig! Das wichtigste aber: Meine vier Jungs waren nicht dabei. Da stehe ich vor diesen imposanten Gebäuden und denke daran, wie Sohn2 darüber staunen würde. Im grandiosen Spielzeugladen stelle ich mir vor, wie so kollektiv ausrasten. Und dann wünsche ich mir, sie wären schon älter (Städtereise mit Kleinkind stelle ich mir anstrengend vor) und die Tagungen besser mit Schulferien getaktet und wir reich genug, dass ich immer alle mitnehmen könnte. 

Zurück aus Prag, war am nächsten Tag Heckengäutag mit Zirkusvorstellung von Sohn1, der die ganze Woche den Zirkusworkshop der Ferienbetreuung besucht hat. Omi und Opa reisten spontan zum Zuschauen an. Den Sonntag verbrachten wir bei Sommerwetter im Freibad. 

Montag ging die Schule wieder los. Im Hausaufgabenheft stand „Buch einbinden“. Leider vergisst Sohn1 seit Montag das betreffende Buch mitzubringen. Macht aber nix. Ich hab ohnehin kein Einbindepapier. Am Dienstag waren wir am Spätnachmittag noch mal im Freibad. Einige Bäder haben schon geschlossen, dementsprechend voll sind die, die noch offen haben. Trotzdem haben wir die Zeit genossen. Am Abend wird es allerdings dann bald recht frisch. Der Sommer mit langen Abenden im Freibad ist wohl wirklich vorbei.  Am Mittwoch hatte Sohn1 dann keine Stimme mehr. War wohl zuviel Freibad. 

Morgen nach der Arbeit müssen wir die Geschenke für zwei Kindergeburtstag besorgen. Samstag ist Sohn1 dann auf einen Geburtstag unterwegs. Ich freue mich auf Durchatmen und schöne Zeit mit meinen Jungs.  

Tagebuchbloggen 09/16

Heute geht quasi der Alltag wieder, obwohl noch Ferien sind. Sohn1 hat Zirkusworkshop bei der Feria (so heißt hier die Ferienbetreuung), Sohn Kindergarten und ich muss zur Arbeit. Deshalb klingelt mein Wecker um 5:45 und um 6 stehe ich auf. Kurz ins Bad und dann Vesperboxen für zwei Kinder und mich packen. Ich trödele etwas, damit ich Sohn1 noch wecken kann. Um 6:50 wecke ich ihn und lasse ihn mit Nutellabrot allein, bis 15 Minuten später der Papa aufstehen wird.

Auf den Straßen merkt man auch, dass der Alltag wieder los geht. Trotzdem komme ich ohne nennenswerten Stau im Büro an. Ich hin die erste. Kaffee, Emails und Joghurt sind meine ersten Aktivitäten. Die monatliche Teambesprechung steht an und ich schaue, was ich mir dafür alles notiert hatte. Außerdem bastele ich meinen Vortrag weiter, den ich Donnerstag bei einer internationalen Fachtagung halten werde. Ja, ich bin mal wieder super früh dran. Da soll heute noch ein Probevortrag stattfinden. Dir Teambesprechung ist relativ schnell beendet, es sind noch einige in Urlaub oder krank. Der Probevortrag wird für nachmittags terminiert. Außerdem habe ich das Protokollschreiben gewonnen, aber das werde ich heute nicht mehr schaffen. Zwischendurch erfahre ich bei twitter, dass es zur Divergent-Trilogie noch ein viertes Buch gibt. Das brauche ich!

Nach der Besprechung gehe ich ans Finetuning des Vortrags und ergänze noch eine Folie. Außerdem muss ich mir einen Titel für einen Vortrag Anfang Dezember überlegen. Zwischendurch mache ich mir mein Mittagessen warm. Nudeln von gestern. Gegen 13 Uhr bin ich fertig mit Essen und Vortrag und gehe eine Runde spazieren um Pokemons zu jagen und das Gehirn zu lüften. Pünktlich zum Probevortrag bin ich wieder da. Ich kriege wertvolles Feedback von den Kollegen, dass ich anschließend gleich einarbeiten. Um kurz nach 16 Uhr bin ich auf dem Heimweg.

Zuhause werde ich freudig begrüßt. Ich stehe eine Weile mit D. in der Küche herum, trinke Kaffee und fülle die Spülmaschine. Anschließend scheuche ich die drei Jungs, weil Sohn1 noch auf einen Spielplatz im Nachbarkaff will. Ich packe alle ins Auto und wir fahren hin. Ich sitze auf de Bank und tippe kurz den Media Monday ein, während die Jungs klettern und rutschen. Sohn2 beschwert sich über seine Schuhe und seine Hose und zieht beides aus. Daraufhin will Sohn3 auch Schuhe und Hose ausziehen. Zum Glück ist es für sowas noch warm genug. Um kurz vor 19:30 versuche ich alle wieder ins Auto zu scheuchen, aber jeder will „nur noch einmal!“ irgendwas machen. Zuhause steht das Abendessen fast schon auf dem Tisch. D. hat auf Wunsch von Sohn1 Currywurst mit Pommes gemacht. Und Salat. Alle sind zufrieden. Anschließend scheuchen wir die müden Kinder nach oben. Nach Umziehen und Zähneputzen liest D. irgendein Buch mit einem Schneeball vor, über das alle kollektiv gackern. Sohn3 beschließt anschließend mal wieder, dass er nicht müde ist, noch was trinken will, aufs Klo muss, im anderen Bett schlafen will, nein doch nicht, oder doch und schläft schließlich doch irgendwann ein. Kurz nach 22 Uhr komme ich dann mit Hosenanzug, Rock und Blusen nach unten. Das ist alles frisch gewaschen und muss für die Tagung gebügelt werden. Weil ich schon bei der ersten Bluse so sehr fluche (ey, bügeln! So ein Mist!) übernimmt D. netterweise die restliche Bügelei. Dabei und anschließend verquatschen wir uns leider bis viel zu spät. Aber das muss auch mal sein.

Media Monday #271

Bei uns geht heute nach fünf Wochen Ferien so ein bisschen der Alltag wieder los, weil Sohn1 in die Ferienbetreuung geht. Sohn2 geht schon seit zwei Wochen wieder zum Kindergarten. Und weil Montag ist, ist erst mal der Media Monday dran. 

1. Für den September stehen einige Auswärtstermine im Kalender. Das wird für uns alle anstrengend werden.

2. Star Trek: Raumschiff Voyager reizt mich thematisch ja schon, jedoch weiß ich nicht, wann ich jemals wieder Zeit habe, so viele Folgen anzuschauen.

3. DVD, Blu-ray oder Stream? Blu-ray hab ich nicht, also DVD oder Stream. Ist mir beides recht.

4. Insidious: Chapter 2 ist so das mitunter gruseligste, was ich in letzter Zeit gesehen habe, schließlich ist es das einzige gruselige was ich gesehen habe. Aber durchaus nicht schlecht. Ich konnte mich sogar noch sehr dunkel an Teil 1 erinnern.

5. Bei den vielgerühmten Netflix- und Amazonserien schreckt mich vor allem ab, dass es nur wenige Staffeln gibt, weil ich nicht gerne auf Folgestaffeln warte.

6. Knallerfrauen entspricht manchmal exakt meinem Humor, denn einige der dargestellten Situationen kenn ich nur zu gut. Bin grade mobil unterwegs, sonst würde ich jetzt was gutes raussuchen. So müsst ihr eben selbst suchen. 

7. Zuletzt habe ich Fack ju Göhte 2 gesehen und das war eigentlich nicht sooo schlecht, aber der Rahmen der Handlung war so bescheuert und an den Haaren herbei gezogen, dass ich es wirklich nicht ausblenden konnte. Da hilft dann auch der halbnackte Elyas M’Barek nicht.

Eins, zwei, drei und vorbei?

Vor einiger Zeit habe ich eine Podiumsdiskussion besucht, bei der es um Vereinbarkeit oder Kind und Karriere ging. Eingeladen waren drei Mütter, die ambitioniert in leitenden oder personalführenden Positionen arbeiten. Zwei hatten je ein Kind, die dritte war Dreifachmutter. Sie berichteten, wie das in ihrem Alltag abläuft, wie Vorgesetzte und Mitarbeiter damit umgehen, dass sie pünktlich gehen müssen, wer die Kinder wann wohin bringt, usw. Ich fand es ganz interessant. Das Fazit war eigentlich: der Alltag ist nicht das Problem, die Ausnahmen (Kind krank, kurzfristige Abendtermine,…) stellen die Herausforderung dar. Ich fragte mich vor allem: Wo sind eigentlich die Karrierefrauen mit mehr als einem Kind? Wollen die nicht oder können die nicht? Ist aus „Kind oder Karriere“ ein „Kinder oder Karriere“ geworden, da man Karriere und ein Kind inzwischen ganz gut hinkriegt?

Schaut man sich die Lebensläufe der drei also genauer an, dann sah es bei den Einkindmüttern so aus, dass sie erst spät Mütter wurden und die Karriere bereits vorher ins Rollen gebracht hatten. Wenn man sich Ruf und Position erst mal erarbeitet hat, kann man mal kurz ein Kind und ein Jahr Elternzeit einschieben. Die Mutter mit den drei Kindern hatte zwei Kinder bereits im Studium bekommen und danach die Karriere gestartet. Das dritte Kind war dann eine späte Überraschung. Im Prinzip musste auch sie also nur ein kleines Kind mit der Karriere vereinbaren. (Ich weiß: kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder usw. Aber wenn z.B. ein Teenager krank ist, kann man den in der Regel auch alleine zuhause lassen.)

Zweifellos haben die Frauen alle einen stressigen Alltag und zweifellos ist es auch mit nur einem Kind anstrengend. Allerdings wird es ja immer dann schwierig, wenn der Alltag gestört wird. Eine Mutter erzählte, wie sie eine Woche Krankheit des Kindes überbrückt haben ohne zu viel Wichtiges bei der Arbeit zu versäumen.  Ich dachte zurück an den letzten Winter: Anfang Dezember war der Schwimmkurs von Sohn1 beendet. Ich hatte mir vorgenommen, dass wir weiterhin regelmäßig ins Schwimmbad gehen. In der folgenden Woche hatte Sohn1 Mittelohrentzündung und dann im Wechsel immer einer der drei Söhne irgendeine Erkältung. Das nächste Mal im Schwimmbad waren wir dann im April. Da ginge es also nicht  darum, eine Woche kindkrank zu überbrücken, sondern vier Monate kindkrank. Und eigentlich war dieser Winter gar nicht so schlimm. Ich erinnere mich noch an Winter, in denen wir gefühlt jede Woche mit irgendwem beim Kinderarzt saßen.
Die andere erzählte, dass die Nachbarin oder die Sekretärin auch schon mal bei kurzfristigen Terminen die Kinderbetreuung übernommen haben. Sowas ist eben mit einem Kind noch relativ unproblematisch. Aber wer nimmt den spontan und kurzfristig gleich drei?
Und dann die Kindertermine: Da sind dann im Dezember/Juli Weihnachtsfeiern/Sommerfeste von Kindergarten, Schule und Nachmittagsbetreuung. Im Oktober und Februar ist für jedes Kind ein Elternabend. Alle Kinder werden zu Geburstagen eingeladen, zu denen sie hingebracht und abgeholt werden müssen und Geschenke brauchen. Alle Kinder haben irgendwann feste Termine (Sport,…), zu denen irgendwer den Fahrdienst machen muss.
Und da sind ja auch noch die Nächte. Klar schlafen die Kinder theoretisch irgendwann durch. Praktisch gibt es aber auch jetzt noch Nächte, in denen wir mehrfach aufstehen („Ich muss aufs Klo.“ „Räbäh, Mama!“, „Ich hab was schreckliches geträumt!“, „Ich hab Durst!“, „Mama, kuscheln!“, „Mein Bett ist nass.“, „Ich brauch Nasenspray.“, „ICH KANN NICHT MEHR EINSCHLAFEN!!!“, usw.) Auf jeden Fall tragen sie dazu bei, das ich inzwischen gar nicht mehr versuche Sachen noch „gschwind abends“ fertig zu machen. Abends bin ich nämlich HUNDEMÜDE!

Der Alltag mit mehreren Kindern ist also ohnehin logistisch schon anspruchsvoll und manchmal hat man tatsächlich das Gefühl, er ist eine einzige Ausnahmesituation. Ich kenne hier, in Schwaben auf dem Land, eigentlich keine Mütter (Alleinerziehende ausgenommen) mit mehreren Kindern , die überhaupt Vollzeit arbeiten, geschweige denn welche, die Karriere machen. Gibt es die nicht? Die Karrierefrauen mit mehreren Kindern? Die Mehrfachmütter, die Karriere machen? Ist Vereinbarkeit nur mit einem Kind möglich? Bitte zeigt mir Gegenbeispiele!

Zusatz: Immerhin bleibt positiv zu bemerken, dass Vereinbarkeit von einem Kind mit ambitionierter Arbeit, inzwischen wohl langsam akzeptiert wird. Vielleicht schaffen wir es ja, dass das in Zukunft auch mit mehreren Kindern geht.

Noch ein Zusatz: Ich sehe mich selbst bei der Diskussion etwas außen vor, da ich ja den Luxus genieße, dass D. die Erziehungsarbeit allein übernimmt, wenn ich arbeite. Kranke Kinder hindern mich so meistens nicht am Arbeiten und Auswärtstermine sind auch möglich.

 

 

Media Monday #269

Nachdem der Urlaub vorbei ist und seit gestern auch alle Kinder wieder zuhause, kehrt vielleicht wieder der Alltag ein. Ich versuche mich mal am aktuellen Media Monday, wo diese Woche geschwärmt werden soll.

1. Für Willkommen im Leben kann ich mich auch nach so vielen Jahren immer wieder begeistern!

2. Allein das Setting ist zwar nicht besonders spektakulär, allerdings hob sich die Serie von den in den 90ern üblichen Heile-Welt-Teenie-Serien sehr deutlich ab.

3. Wohingegen die Figuren/Charaktere natürlich alle ganz wunderbar sind!

4. Und überhaupt ist ja mit das Großartigste, dass es die übliche Kategorisierung in gut/böse, cool/uncool, die in Highschoolserien/-filmen gerne verwendet wird, nicht gibt.

5. Unvergessen auch auf jeden Fall das hier!

6. Wenn ich doch nur mal wieder Zeit zum Serienschauen finden würde. („Die wilden Siebziger“ warten auch schon ewig aufs angeschaut werden. Die Serie mochte ich auch sehr!)

7. Zuletzt habe ich aus Versehen den dritten Teil der The Long Earth Serie (Prattchett/Baxter) zuerst aus der onleihe runtergeladen und das war ungeschickt, weil ich dann heute erst mal Teil 1 ausleihen muss, bis ich anfangen kann zu lesen.

Einkindfamilie

Wir spielen gerade Einkindfamilie. Sohn1 und Sohn2 sind nach unserem Urlaub relativ spontan bei den Großeltern geblieben. Da wir für den Urlaub nur Sommersachen eingepackt hatten, mussten sie erst mal lange Hosen und Pullis kaufen gehen. Seit Montag genießen sie also elternfreie Zeit mit Omi und Opa. Das erste Mal, dass sie sich das getraut haben. Ich hoffe ja drauf, dass sie daran Gefallen finden. Wir sind also allein mit Sohn3.

Am Montag waren wir bei seiner U7, bei der er, wie das Zweijährige eben so machen, alles mit „möchte nicht!“ kommentierte. So dauerte das Messen und Wiegen etwas, aber am Ende gab es Ergebnisse. Er ist wohl der größte und leichteste unserer Jungs. Am schlimmsten fand er die Pflaster nach dem Impfen. Eins hat er wutentbrannt abgerissen, ans andere kam er nicht dran.

Am Dienstag haben wir dann einen Pflanzengroßeinkauf gemacht und einige winterharte Stauden besorgt, die im Garten das Unkraut ersetzen sollen, das nach unserem Urlaub den Garten übernommen hatte. Jetzt sollen Nutz- und Zierbeet die Plätze tauschen und Kompost eingearbeitet werden.

Am Mittwoch fuhr ich nach der Arbeit zum IKEA, um das neue Bett für Sohn2 und Sohn3 zu besorgen. Es ist das Etagenbett Tuffing, das den Vorteil hat, dass es nur halbhoch ist und so die Fallhöhe nicht ganz so beängstigend. Das Etagenbett hat gerade so ins Auto gepasst. Zuhause habe ich mit Sohn3 zusammen erstmal das Kinderzimmer aufgeräumt und dann die Matratzen zum enfalten ausgepackt. Sohn3 hat gleich mal den Hüpftests gemacht. Nebenbei hat er das Playmobilhaus seines Bruders entdeckt und begeistert die Playmobilmännchen aufs Klo und an den Tisch gesetzt und Kakao eingeschenkt. D. hat derweil im Garten gegraben.

Am Donnerstag habe ich gleich nach der Arbeit mit der Montage des Etagenbetts begonnen.  Meine IKEA Begeisterung ist ohnehin nicht mehr so groß, seit IKEA entschieden hat, dass nicht mehr Ivar DAS Wohnzimmerregal ist, sondern Kallax, und viele Elemente der Ivar-Serie aus dem Programm genommen hat (z.B. den Vitrinenschrank und die Verbindungsteile für Regale unterschiedlicher Tiefe) und die Regalschienen aus Plastik statt aus Metall fertigt. Ich finde Kallax ja ganz hübsch, aber zum Unterbringen von vielen Büchern völlig ungeeingnet. Für die einen Bücher sind die Fächer zu groß, für die anderen zu klein. Und für die Bücher brauchen wir doch das Regal. Jetzt also Tuffing. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viel beim Aufbau eines Möbelstücks geflucht zu haben. Bauen die das eigentlich mal zur Probe auf, bevor sie es verkaufen? Unnötig viel Zeit verbringt man damit Metallteile durch zu schmalen Textilbezug zu friemeln. Dann braucht man eine dritte Hand, um den Textilbezug aus den Schraublöchern zu entfernen, bevor man schraubt. Und das schlimmste ist das Einschrauben der „Lattenroste“. Das muss einer hochhalten, während der andere mal eben 14 Schrauben in die Schraublöcher dreht. Und dabei natürlich mit der dritten Hand den Textilbezug auf die Seite friemelt. Zum Schrauben ist so wenig Platz, dass es schon mit unserem echt schmalen Akkuschrauber nicht geht. Nach einigen Stunden Gefluche und Geschraube stand das Bett dann aber endlich. Jetzt macht es einen recht stabilen Eindruck. Heute darf ich dann noch mal zum IKEA, weil eine Schraube etwas verbogen war und sich nicht schrauben ließ. Aber gut, man hat ja sonst nichts zu tun. Außerdem werden heute noch Lampen angeschraubt und morgen fahr ich dann die Jungs wieder abholen.

Tagebuchbloggen 08/16

Ach Du meine Güte! Da war ja der 5. und ich hab das Tagebuchbloggen verpasst. Ich hol mal kurz nach:

Die Kinder wecken mich gegen 8 Uhr. Inzwischen sind sie soweit im Urlaubsmodus (ja,  wir sind im sonnigen Süden)  angekommen, dass das mit dem Ausschlafen einigermaßen klappt. Da ich sonst um 5:45 aufstehe, ist das schon Luxus. Die Kinder spielen eine Runde am Tablet,  ich dusche und mache Frühstück. Heute soll es windig werden und wir wollen nach Carcassonne fahren. Nachts hat es etwas geregnet. D. steht auf,  wir frühstücken,  sortieren die Kinder in ihre Klamotten und Proviant und Badesachen ins Auto. Bis wir wegkommen ist es 11:30. Macht aber nichts,  weil Sohn2 und Sohn3 die einstündige Fahrt verschlafen.

In Carcassonne suchen wir einen Parkplatz. Sie Franzosen parken ja recht kreativ.  Nach einem kurzen Fußweg, erreichen wir La Cite und drängen uns mit vielen anderen in die Altstadt und die Wehrgänge der Burg.  Es ist wirklich sehr schön, aber mit agilem Kleinkind auch manchmal sehr nervenaufreibend. Überall könnte man sich runterstürzen. Die Kinder verlangen erst mal nach Eis. In Frankreich bei Preisen von 2,50€ pro Kugel ein  teures Vergnügen, aber man ist ja nicht jeden Tag in Carcassonne, oder?

Wir spazieren weiter auf den Wehrgängen,  machen eine kurze Kekspause und gehen dann zu einem Ritterturnier. Ich verstehe nicht soviel, da alles auf französisch ist. Sohn1 ist trotzdem begeistert,  Sohn2 ist es etwas zu lang und zu windig,  Sohn3 klettert auf den Bänken und macht mir Phantasiekaffee. Aber grundsätzlich alle zufrieden. Anschließend wagen wir uns noch mal in die Altstadt. Die Jungs wünschen sich Waffen als Souvenirs. Wir sind dagegen,  dass sie sich die Köpfe mit Holzschwertern einschlagen und nehmen nur Fotos und Erinnerungen als Souvenirs mit. Das Innere der Burg sparen wir uns, weil wir eigentlich genug haben und weil man mit dem Kinderwagen nicht rein kann. Wir laufen zurück zum Auto und fahren zurück zur Ferienwohnung. Diesmal schlafen alle 3 Jungs auf der Fahrt ein. Gegen halb acht sind wir zuhause.

Zuhause gibt es Reste von gestern und anschließend spielen die Kinder auf der Terrasse Ball. Inzwischen ist es wieder windstill und wunderschönes Abendlicht. Da alle geschlafen haben, will keiner (außer mir) früh ins Bett.  Wir lesen noch etwas vor und irgendwann schlafen Sohn1  und Sohn2. Sohn3 macht bis 23:40 Rambazamba und dann ist der Tag auch vorbei.

2 Jahre Sohn3

Lieber Julijunge,

heute wirst Du schon zwei! Noch immer hast Du den Kopf voll blonder Locken. Und voller Unsinn. Du trägst, wenn Du mal Schuhe trägst, Größe 24. Eigentlich würdest Du nämlich am liebsten immer barfuß laufen. Auch bei 10 °C Außentemperatur. Wie groß Du bist, erfahren wir bei Deiner U, die erst nach unserem Urlaub stattfindet. Zumindest trägst Du Klamotten in Größe 92. Da Dein kleiner großer Bruder eher klein ist, können wir manche Sachen direkt aus seinem Schrank in Deinen räumen. Und manchmal vertauschen wir auch Eure Sachen und sie passen trotzdem knapp.

Du bist ein richtiges Familienkind. Immer wieder zählst Du alle Familienmitglieder auf und morgens schaust Du zuerst in die Zimmer Deiner Brüder. Am Wochenende, wenn alle zuhause sind, verpasst Du oft Deinen Mittagschlaf vor lauter Freude, dass alle da sind. Abends musst Du immer Deinem großen großen Bruder „Nach sagen!“ und dann knuddelt ihr Euch. Und auch sonst stürmst Du immer Deinen Brüdern hinterher. Besonders mit Deinem kleinen großen Bruder spielst Du richtig schön zusammen.

Du bist ein ständig in Bewegung. Man sieht dich ständig rennen, klettern, hüpfen. Dummerweise geht das auch manchmal schief und Du hattest inzwischen schon vier Verletzungen im Gesicht, die mit Klammerpflastern versorgt werden mussten. Dafür kannst Du aber auch schon sehr viel. Treppenlaufen ist schon lange kein Thema mehr. Schräge Leitern auf Spielplätzen auch nicht. Im Moment versuchst Du Dich an den senkrechten Leitern. Jede Rutsche willst Du runter. Zum Glück allerdings nicht alleine. Erstaunlicherweise kannst Du auch schon sehr lange Rutschen auf der Rutschbahn wieder hoch klettern. Ich mag gar nicht so richtig hinschauen, wenn Du die 5 Meter hohe Rutsche auf einem Eurer Lieblingsspielplätze hochläufst.

Dein Wortschatz ist beeindruckend. Deine Brüder waren in dem Alter noch recht wortkarg (aber davon merkt man jetzt auch nichts mehr). Du sprichst bereits in der Ich-Form und in langen Sätzen. Einer Deiner Lieblingssätze, der uns regelmäßig den Schweiß auf die Stirn treibt, ist: „Ich mach das!“. So sagst Du uns, dass Du am liebsten alles selbst machen willst. Z.B. Orangensaft einschenken (gelernt: in den Standard-IKEA-Plastikbecher passt kein halber Liter Saft), ins Auto einsteigen, Kuchen backen, Käse abschneiden, Zähne putzen,… Abends im Bett erzählst Du mir oft noch was vom Tag. Wie Du mit Papa beim Spielplatz warst oder im Schwimmbad ins Wasser gegangen bist. Eigentlich versteht man immer, was Du erzählst.

Du hast ganz klar Deinen eigenen Kopf und Deine eigene Vorstellungen. Das kann schon morgens beim Anziehen losgehen, wenn es unbedingt nicht dieser Body sein soll. Tagsüber willst Du selbst entscheiden, wann, wohin und in welchem Tempo Du läufst. Beim Einkaufen willst Du zwischen den Regalen durchflitzen und packst immer wieder seltsame Dinge in den Einkaufswagen. Immerhin manchmal kann man Dich von „das brauchen wir nicht!“ überzeugen. Den Rest stellt man eben schnell heimlich zurück, während Du unterwegs bist, um 2 kg Dosenwurst (oder was auch immer) zu holen. Abends brauchst Du auf jeden Fall Löffel und Gabel zum Essen, auch wenn es Pizza gibt. Und beim Thema Schlafanzüge, darf man gerne mal alle verfügbaren vorzeigen, bist Du jedem „Nein, ander!“ gesagt hast.

Du bist ein Quatschkopf und ein Charmeur. Du hast die seltsamsten Eigenheiten. Zum Beruhigen steckst Du einen Daumen in den Mund und die andere Hand und Deine Zehen (deshalb willst Du auch im Winter keine Socken!) in T-Shirt-Säume. Am liebsten in fremde, zur Not aber auch in die eigenen. Du bringst uns immer wieder zum lachen (und manchmal auch an den Rand unserer Geduld). Wir sind sehr gespannt, wie Du Dich weiter entwickelst!

Bald ein Jahr Schulkind

Sarah Depold (@mamaskind_de) fragte unter #Schulkind2016,  wie das mit dem Wechsel zum Schulkind so war.  

Sohn1 wurde letztes Jahr eingeschult, hat jetzt also bald sein erstes Schuljahr hinter sich. Ich hatte eigentlich kaum eine Vorstellung, wie das wird, wenn er in die Schule geht. Aber ich muss sagen, dass eigentlich alles gut klappt. An den ersten beiden Schultagen hat D.  ihn zur Schule begleitet, seit dem läuft er (oder fährt seit neuestem mit dem Roller) mit zwei seiner Klassenkameraden zusammen zur Schule. Es sind 1,5 km Weg, also eine ganz ordentliche Strecke und im ganzen Jahr habe ich ihn nur dreimal mit dem Auto gebracht (einmal wegen verstauchtem Fuß, einmal Rucksack vergessen und einmal Geburtstagskuchen dabei). Nach der Schule geht er bis halb zwei zur Kernzeitbetreuung und läuft dann zum Kindergarten, wo D. gegen zwei Sohn2  abholt. Von da laufen sie gemeinsam nach Hause.

Die Hausaufgaben macht er selbständig und meistens alleine. Wenn er was nicht versteht, wartet er in der Regel, bis ich von der Arbeit wieder komme, und fragt mich dann. Wir haben keine feste Zeit für seine Hausaufgaben. Wenn er erst spielen will, macht er sie eben später, wenn er noch zum Sport oder zu Freunden will, macht er sie gleich wenn er zuhause ist. Ich kontrolliere die Hausaufgaben nur sporadisch. Ich frage, ob er sie gemacht hat und vertraue auf seine Aussage. D. schaut sie sich öfter mal an und legt ihm mehr Sorgfalt nahe. Wir versuchen ihm zu vermitteln , dass die Hausaufgaben in seiner Verantwortung liegen und er sich in der Schule rechtfertigen muss, wenn er sie nicht macht. Bisher klappt das ganz gut.
Er ist sehr selbständig geworden, kann sich alleine im Ort bewegen um Freunde zu besuchen oder draußen Roller zu fahren. Er packt selbst seine Taschen für Sport und Schwimmen und hat auch seine regelmäßigen Termine im Kopf. Ich finde das toll! Wenn das dieses #siewerdensoschnellgroß ist, hätte ich gerne mehr davon.
Soweit ich das beurteilen kann, hat er wenig Probleme in der Schule. (Vielleicht rede ich hier anders,  sobald wir das Zeugnis haben). Er hat viele Freunde (und wie ich gehört habe auch einige Verehrerinnen) und geht gerne hin. Sein derzeit bester Freund war schon mit ihm im Kindergarten, aber da hatten sie nichts miteinander zu tun. Allerdings besucht er auch regelmäßig (etwa einmal die Woche) seinen besten Kindergartenfreund, der letztes Jahr nicht mit eingeschult wurde. Auch zu einem weiteren guten Freund und einer Freundin, die seit letztem Jahr eine andere Schule bzw. Kindergarten besuchen, hat er regelmäßig Kontakt. Hier haben also auch Kindergartenfreundschaften gehalten. Zusätzlich kennt er jetzt eben quasi jedes Kind im Ort. Vor Weihnachten gab es mal Streit mit einem Mitschüler, der ihn immer wieder angegriffen hat. Wir haben die Lehrerin informiert, dann gab es eine Aussprache mit den Jungs und den Eltern und seitdem ist es gut. Seine Leistungen in der Schule sind wohl guter Durchschnitt, aber mal abwarten, was dann im Zeugnis steht. Seine Lehrerin findet er toll und die Kernzeitbetreuung/Ferienbetreuung noch viel toller.
So im großen und ganzen läuft es eigentlich gut mit der Schule. Unser Alltag ist dadurch, dass er alleine hinläuft und sich selbständig um die Hausaufgaben kümmert, eigentlich einfacher geworden.

Media Monday #263

Nachdem dieses Wochenende endlich mal Sommer war, und wir sogar ins Freibad konnten, ist heute schon wieder Montag und demnach auch Media Monday. Hier mein gefüllter Lückentext.

1. Im positivsten Sinne bescheuert war ja Mars Attacks. .

2. Bei den Filmen der letzten Jahre bin ich ja mittlerweile gehörig ins Hintertreffen geraten. Wenn ich da an unser gutes Filmjahr 2011 zurück denke, bedauere ich das sehr, dass wir nicht mehr so viel anschauen können. Allerdings hatten wir damals eben nur ein Kind und das schlief sogar manchmal.

3. Über mein Leben blogge ich ja neben meinen medialen Themen auch äußerst gerne, denn ich schreibe vorrangig ja gar kein Medienblog.

4. Könnte ich mit meinem Blog noch einmal bei null anfangen würde ich nichts anders machen.

5. Der Herr der Ringe fand ich als Film tatsächlich weitaus besser als die Buchvorlage. Die Bücher hatten durchaus Längen, die im Film dann ausgelassen wurden. Was die Bücher ausgezeichnet hat, war vor allem die Stimmung, nicht die Handlung. Die Stimmung haben die Filme gut einfangen und die Handlung gut gerafft.

6. Mein „neuestes“ Faible für Fitnessvideos hat seit letztem Jahr deutlich mein Gleichgewicht, meine Kondition und meine Beweglichkeit verbessert.

7. Zuletzt habe ich tatsächlich angefangen Der Dunkle Turm zu lesen und das war am Anfang gar nicht so gut, weil der erste Teil (The Gunslinger) mich nicht recht fesseln wollte, sich aber als Entschädigung schnell lesen ließ. Den zweiten Teil (The Drawing of the Three) finde ich nun schon deutlich spannender. Ich bin gespannt was noch kommt.