Media Monday #269

Nachdem der Urlaub vorbei ist und seit gestern auch alle Kinder wieder zuhause, kehrt vielleicht wieder der Alltag ein. Ich versuche mich mal am aktuellen Media Monday, wo diese Woche geschwärmt werden soll.

1. Für Willkommen im Leben kann ich mich auch nach so vielen Jahren immer wieder begeistern!

2. Allein das Setting ist zwar nicht besonders spektakulär, allerdings hob sich die Serie von den in den 90ern üblichen Heile-Welt-Teenie-Serien sehr deutlich ab.

3. Wohingegen die Figuren/Charaktere natürlich alle ganz wunderbar sind!

4. Und überhaupt ist ja mit das Großartigste, dass es die übliche Kategorisierung in gut/böse, cool/uncool, die in Highschoolserien/-filmen gerne verwendet wird, nicht gibt.

5. Unvergessen auch auf jeden Fall das hier!

6. Wenn ich doch nur mal wieder Zeit zum Serienschauen finden würde. („Die wilden Siebziger“ warten auch schon ewig aufs angeschaut werden. Die Serie mochte ich auch sehr!)

7. Zuletzt habe ich aus Versehen den dritten Teil der The Long Earth Serie (Prattchett/Baxter) zuerst aus der onleihe runtergeladen und das war ungeschickt, weil ich dann heute erst mal Teil 1 ausleihen muss, bis ich anfangen kann zu lesen.

Einkindfamilie

Wir spielen gerade Einkindfamilie. Sohn1 und Sohn2 sind nach unserem Urlaub relativ spontan bei den Großeltern geblieben. Da wir für den Urlaub nur Sommersachen eingepackt hatten, mussten sie erst mal lange Hosen und Pullis kaufen gehen. Seit Montag genießen sie also elternfreie Zeit mit Omi und Opa. Das erste Mal, dass sie sich das getraut haben. Ich hoffe ja drauf, dass sie daran Gefallen finden. Wir sind also allein mit Sohn3.

Am Montag waren wir bei seiner U7, bei der er, wie das Zweijährige eben so machen, alles mit „möchte nicht!“ kommentierte. So dauerte das Messen und Wiegen etwas, aber am Ende gab es Ergebnisse. Er ist wohl der größte und leichteste unserer Jungs. Am schlimmsten fand er die Pflaster nach dem Impfen. Eins hat er wutentbrannt abgerissen, ans andere kam er nicht dran.

Am Dienstag haben wir dann einen Pflanzengroßeinkauf gemacht und einige winterharte Stauden besorgt, die im Garten das Unkraut ersetzen sollen, das nach unserem Urlaub den Garten übernommen hatte. Jetzt sollen Nutz- und Zierbeet die Plätze tauschen und Kompost eingearbeitet werden.

Am Mittwoch fuhr ich nach der Arbeit zum IKEA, um das neue Bett für Sohn2 und Sohn3 zu besorgen. Es ist das Etagenbett Tuffing, das den Vorteil hat, dass es nur halbhoch ist und so die Fallhöhe nicht ganz so beängstigend. Das Etagenbett hat gerade so ins Auto gepasst. Zuhause habe ich mit Sohn3 zusammen erstmal das Kinderzimmer aufgeräumt und dann die Matratzen zum enfalten ausgepackt. Sohn3 hat gleich mal den Hüpftests gemacht. Nebenbei hat er das Playmobilhaus seines Bruders entdeckt und begeistert die Playmobilmännchen aufs Klo und an den Tisch gesetzt und Kakao eingeschenkt. D. hat derweil im Garten gegraben.

Am Donnerstag habe ich gleich nach der Arbeit mit der Montage des Etagenbetts begonnen.  Meine IKEA Begeisterung ist ohnehin nicht mehr so groß, seit IKEA entschieden hat, dass nicht mehr Ivar DAS Wohnzimmerregal ist, sondern Kallax, und viele Elemente der Ivar-Serie aus dem Programm genommen hat (z.B. den Vitrinenschrank und die Verbindungsteile für Regale unterschiedlicher Tiefe) und die Regalschienen aus Plastik statt aus Metall fertigt. Ich finde Kallax ja ganz hübsch, aber zum Unterbringen von vielen Büchern völlig ungeeingnet. Für die einen Bücher sind die Fächer zu groß, für die anderen zu klein. Und für die Bücher brauchen wir doch das Regal. Jetzt also Tuffing. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viel beim Aufbau eines Möbelstücks geflucht zu haben. Bauen die das eigentlich mal zur Probe auf, bevor sie es verkaufen? Unnötig viel Zeit verbringt man damit Metallteile durch zu schmalen Textilbezug zu friemeln. Dann braucht man eine dritte Hand, um den Textilbezug aus den Schraublöchern zu entfernen, bevor man schraubt. Und das schlimmste ist das Einschrauben der „Lattenroste“. Das muss einer hochhalten, während der andere mal eben 14 Schrauben in die Schraublöcher dreht. Und dabei natürlich mit der dritten Hand den Textilbezug auf die Seite friemelt. Zum Schrauben ist so wenig Platz, dass es schon mit unserem echt schmalen Akkuschrauber nicht geht. Nach einigen Stunden Gefluche und Geschraube stand das Bett dann aber endlich. Jetzt macht es einen recht stabilen Eindruck. Heute darf ich dann noch mal zum IKEA, weil eine Schraube etwas verbogen war und sich nicht schrauben ließ. Aber gut, man hat ja sonst nichts zu tun. Außerdem werden heute noch Lampen angeschraubt und morgen fahr ich dann die Jungs wieder abholen.

Tagebuchbloggen 08/16

Ach Du meine Güte! Da war ja der 5. und ich hab das Tagebuchbloggen verpasst. Ich hol mal kurz nach:

Die Kinder wecken mich gegen 8 Uhr. Inzwischen sind sie soweit im Urlaubsmodus (ja,  wir sind im sonnigen Süden)  angekommen, dass das mit dem Ausschlafen einigermaßen klappt. Da ich sonst um 5:45 aufstehe, ist das schon Luxus. Die Kinder spielen eine Runde am Tablet,  ich dusche und mache Frühstück. Heute soll es windig werden und wir wollen nach Carcassonne fahren. Nachts hat es etwas geregnet. D. steht auf,  wir frühstücken,  sortieren die Kinder in ihre Klamotten und Proviant und Badesachen ins Auto. Bis wir wegkommen ist es 11:30. Macht aber nichts,  weil Sohn2 und Sohn3 die einstündige Fahrt verschlafen.

In Carcassonne suchen wir einen Parkplatz. Sie Franzosen parken ja recht kreativ.  Nach einem kurzen Fußweg, erreichen wir La Cite und drängen uns mit vielen anderen in die Altstadt und die Wehrgänge der Burg.  Es ist wirklich sehr schön, aber mit agilem Kleinkind auch manchmal sehr nervenaufreibend. Überall könnte man sich runterstürzen. Die Kinder verlangen erst mal nach Eis. In Frankreich bei Preisen von 2,50€ pro Kugel ein  teures Vergnügen, aber man ist ja nicht jeden Tag in Carcassonne, oder?

Wir spazieren weiter auf den Wehrgängen,  machen eine kurze Kekspause und gehen dann zu einem Ritterturnier. Ich verstehe nicht soviel, da alles auf französisch ist. Sohn1 ist trotzdem begeistert,  Sohn2 ist es etwas zu lang und zu windig,  Sohn3 klettert auf den Bänken und macht mir Phantasiekaffee. Aber grundsätzlich alle zufrieden. Anschließend wagen wir uns noch mal in die Altstadt. Die Jungs wünschen sich Waffen als Souvenirs. Wir sind dagegen,  dass sie sich die Köpfe mit Holzschwertern einschlagen und nehmen nur Fotos und Erinnerungen als Souvenirs mit. Das Innere der Burg sparen wir uns, weil wir eigentlich genug haben und weil man mit dem Kinderwagen nicht rein kann. Wir laufen zurück zum Auto und fahren zurück zur Ferienwohnung. Diesmal schlafen alle 3 Jungs auf der Fahrt ein. Gegen halb acht sind wir zuhause.

Zuhause gibt es Reste von gestern und anschließend spielen die Kinder auf der Terrasse Ball. Inzwischen ist es wieder windstill und wunderschönes Abendlicht. Da alle geschlafen haben, will keiner (außer mir) früh ins Bett.  Wir lesen noch etwas vor und irgendwann schlafen Sohn1  und Sohn2. Sohn3 macht bis 23:40 Rambazamba und dann ist der Tag auch vorbei.

2 Jahre Sohn3

Lieber Julijunge,

heute wirst Du schon zwei! Noch immer hast Du den Kopf voll blonder Locken. Und voller Unsinn. Du trägst, wenn Du mal Schuhe trägst, Größe 24. Eigentlich würdest Du nämlich am liebsten immer barfuß laufen. Auch bei 10 °C Außentemperatur. Wie groß Du bist, erfahren wir bei Deiner U, die erst nach unserem Urlaub stattfindet. Zumindest trägst Du Klamotten in Größe 92. Da Dein kleiner großer Bruder eher klein ist, können wir manche Sachen direkt aus seinem Schrank in Deinen räumen. Und manchmal vertauschen wir auch Eure Sachen und sie passen trotzdem knapp.

Du bist ein richtiges Familienkind. Immer wieder zählst Du alle Familienmitglieder auf und morgens schaust Du zuerst in die Zimmer Deiner Brüder. Am Wochenende, wenn alle zuhause sind, verpasst Du oft Deinen Mittagschlaf vor lauter Freude, dass alle da sind. Abends musst Du immer Deinem großen großen Bruder „Nach sagen!“ und dann knuddelt ihr Euch. Und auch sonst stürmst Du immer Deinen Brüdern hinterher. Besonders mit Deinem kleinen großen Bruder spielst Du richtig schön zusammen.

Du bist ein ständig in Bewegung. Man sieht dich ständig rennen, klettern, hüpfen. Dummerweise geht das auch manchmal schief und Du hattest inzwischen schon vier Verletzungen im Gesicht, die mit Klammerpflastern versorgt werden mussten. Dafür kannst Du aber auch schon sehr viel. Treppenlaufen ist schon lange kein Thema mehr. Schräge Leitern auf Spielplätzen auch nicht. Im Moment versuchst Du Dich an den senkrechten Leitern. Jede Rutsche willst Du runter. Zum Glück allerdings nicht alleine. Erstaunlicherweise kannst Du auch schon sehr lange Rutschen auf der Rutschbahn wieder hoch klettern. Ich mag gar nicht so richtig hinschauen, wenn Du die 5 Meter hohe Rutsche auf einem Eurer Lieblingsspielplätze hochläufst.

Dein Wortschatz ist beeindruckend. Deine Brüder waren in dem Alter noch recht wortkarg (aber davon merkt man jetzt auch nichts mehr). Du sprichst bereits in der Ich-Form und in langen Sätzen. Einer Deiner Lieblingssätze, der uns regelmäßig den Schweiß auf die Stirn treibt, ist: „Ich mach das!“. So sagst Du uns, dass Du am liebsten alles selbst machen willst. Z.B. Orangensaft einschenken (gelernt: in den Standard-IKEA-Plastikbecher passt kein halber Liter Saft), ins Auto einsteigen, Kuchen backen, Käse abschneiden, Zähne putzen,… Abends im Bett erzählst Du mir oft noch was vom Tag. Wie Du mit Papa beim Spielplatz warst oder im Schwimmbad ins Wasser gegangen bist. Eigentlich versteht man immer, was Du erzählst.

Du hast ganz klar Deinen eigenen Kopf und Deine eigene Vorstellungen. Das kann schon morgens beim Anziehen losgehen, wenn es unbedingt nicht dieser Body sein soll. Tagsüber willst Du selbst entscheiden, wann, wohin und in welchem Tempo Du läufst. Beim Einkaufen willst Du zwischen den Regalen durchflitzen und packst immer wieder seltsame Dinge in den Einkaufswagen. Immerhin manchmal kann man Dich von „das brauchen wir nicht!“ überzeugen. Den Rest stellt man eben schnell heimlich zurück, während Du unterwegs bist, um 2 kg Dosenwurst (oder was auch immer) zu holen. Abends brauchst Du auf jeden Fall Löffel und Gabel zum Essen, auch wenn es Pizza gibt. Und beim Thema Schlafanzüge, darf man gerne mal alle verfügbaren vorzeigen, bist Du jedem „Nein, ander!“ gesagt hast.

Du bist ein Quatschkopf und ein Charmeur. Du hast die seltsamsten Eigenheiten. Zum Beruhigen steckst Du einen Daumen in den Mund und die andere Hand und Deine Zehen (deshalb willst Du auch im Winter keine Socken!) in T-Shirt-Säume. Am liebsten in fremde, zur Not aber auch in die eigenen. Du bringst uns immer wieder zum lachen (und manchmal auch an den Rand unserer Geduld). Wir sind sehr gespannt, wie Du Dich weiter entwickelst!

Bald ein Jahr Schulkind

Sarah Depold (@mamaskind_de) fragte unter #Schulkind2016,  wie das mit dem Wechsel zum Schulkind so war.  

Sohn1 wurde letztes Jahr eingeschult, hat jetzt also bald sein erstes Schuljahr hinter sich. Ich hatte eigentlich kaum eine Vorstellung, wie das wird, wenn er in die Schule geht. Aber ich muss sagen, dass eigentlich alles gut klappt. An den ersten beiden Schultagen hat D.  ihn zur Schule begleitet, seit dem läuft er (oder fährt seit neuestem mit dem Roller) mit zwei seiner Klassenkameraden zusammen zur Schule. Es sind 1,5 km Weg, also eine ganz ordentliche Strecke und im ganzen Jahr habe ich ihn nur dreimal mit dem Auto gebracht (einmal wegen verstauchtem Fuß, einmal Rucksack vergessen und einmal Geburtstagskuchen dabei). Nach der Schule geht er bis halb zwei zur Kernzeitbetreuung und läuft dann zum Kindergarten, wo D. gegen zwei Sohn2  abholt. Von da laufen sie gemeinsam nach Hause.

Die Hausaufgaben macht er selbständig und meistens alleine. Wenn er was nicht versteht, wartet er in der Regel, bis ich von der Arbeit wieder komme, und fragt mich dann. Wir haben keine feste Zeit für seine Hausaufgaben. Wenn er erst spielen will, macht er sie eben später, wenn er noch zum Sport oder zu Freunden will, macht er sie gleich wenn er zuhause ist. Ich kontrolliere die Hausaufgaben nur sporadisch. Ich frage, ob er sie gemacht hat und vertraue auf seine Aussage. D. schaut sie sich öfter mal an und legt ihm mehr Sorgfalt nahe. Wir versuchen ihm zu vermitteln , dass die Hausaufgaben in seiner Verantwortung liegen und er sich in der Schule rechtfertigen muss, wenn er sie nicht macht. Bisher klappt das ganz gut.
Er ist sehr selbständig geworden, kann sich alleine im Ort bewegen um Freunde zu besuchen oder draußen Roller zu fahren. Er packt selbst seine Taschen für Sport und Schwimmen und hat auch seine regelmäßigen Termine im Kopf. Ich finde das toll! Wenn das dieses #siewerdensoschnellgroß ist, hätte ich gerne mehr davon.
Soweit ich das beurteilen kann, hat er wenig Probleme in der Schule. (Vielleicht rede ich hier anders,  sobald wir das Zeugnis haben). Er hat viele Freunde (und wie ich gehört habe auch einige Verehrerinnen) und geht gerne hin. Sein derzeit bester Freund war schon mit ihm im Kindergarten, aber da hatten sie nichts miteinander zu tun. Allerdings besucht er auch regelmäßig (etwa einmal die Woche) seinen besten Kindergartenfreund, der letztes Jahr nicht mit eingeschult wurde. Auch zu einem weiteren guten Freund und einer Freundin, die seit letztem Jahr eine andere Schule bzw. Kindergarten besuchen, hat er regelmäßig Kontakt. Hier haben also auch Kindergartenfreundschaften gehalten. Zusätzlich kennt er jetzt eben quasi jedes Kind im Ort. Vor Weihnachten gab es mal Streit mit einem Mitschüler, der ihn immer wieder angegriffen hat. Wir haben die Lehrerin informiert, dann gab es eine Aussprache mit den Jungs und den Eltern und seitdem ist es gut. Seine Leistungen in der Schule sind wohl guter Durchschnitt, aber mal abwarten, was dann im Zeugnis steht. Seine Lehrerin findet er toll und die Kernzeitbetreuung/Ferienbetreuung noch viel toller.
So im großen und ganzen läuft es eigentlich gut mit der Schule. Unser Alltag ist dadurch, dass er alleine hinläuft und sich selbständig um die Hausaufgaben kümmert, eigentlich einfacher geworden.

Media Monday #263

Nachdem dieses Wochenende endlich mal Sommer war, und wir sogar ins Freibad konnten, ist heute schon wieder Montag und demnach auch Media Monday. Hier mein gefüllter Lückentext.

1. Im positivsten Sinne bescheuert war ja Mars Attacks. .

2. Bei den Filmen der letzten Jahre bin ich ja mittlerweile gehörig ins Hintertreffen geraten. Wenn ich da an unser gutes Filmjahr 2011 zurück denke, bedauere ich das sehr, dass wir nicht mehr so viel anschauen können. Allerdings hatten wir damals eben nur ein Kind und das schlief sogar manchmal.

3. Über mein Leben blogge ich ja neben meinen medialen Themen auch äußerst gerne, denn ich schreibe vorrangig ja gar kein Medienblog.

4. Könnte ich mit meinem Blog noch einmal bei null anfangen würde ich nichts anders machen.

5. Der Herr der Ringe fand ich als Film tatsächlich weitaus besser als die Buchvorlage. Die Bücher hatten durchaus Längen, die im Film dann ausgelassen wurden. Was die Bücher ausgezeichnet hat, war vor allem die Stimmung, nicht die Handlung. Die Stimmung haben die Filme gut einfangen und die Handlung gut gerafft.

6. Mein „neuestes“ Faible für Fitnessvideos hat seit letztem Jahr deutlich mein Gleichgewicht, meine Kondition und meine Beweglichkeit verbessert.

7. Zuletzt habe ich tatsächlich angefangen Der Dunkle Turm zu lesen und das war am Anfang gar nicht so gut, weil der erste Teil (The Gunslinger) mich nicht recht fesseln wollte, sich aber als Entschädigung schnell lesen ließ. Den zweiten Teil (The Drawing of the Three) finde ich nun schon deutlich spannender. Ich bin gespannt was noch kommt.

Tagebuchbloggen 07/16

Es ist schon wieder so weit und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag so machen.

Mein Wecker klingelt wie jeden Wochentag um 5:45 Uhr. Und ebenfalls wie (beinahe) jeden Tag bleibe ich noch liegen, bis der Wecker zehn Minuten später das zweite Mal klingelt. Wobei Wecker und klingeln beides nicht richtig ist, weil ich mich seit letzter Woche von meinem vívosmart HR durch diskrete Vibration am Handgelenk wecken lasse. Das ist besonders für die mit im Raum schlafenden von Vorteil, weil eben kein Wecker dudelt. Ich beginne mit der üblichen Morgenroutine: duschen, anziehen, Brote machen,… und wundere mich mal wieder, wo die Zeit hingegangen ist, als es schon wieder 7 Uhr ist. Eigentlich will ich nämlich schon vor 7 Uhr im Auto sitzen, aber das wird wohl nichts mehr. Nach und nach sind auch die Söhne nach unten gekommen und lungern müde herum. Ich gehe D., der noch mit der Snoozefunktion seines Weckers beschäftigt ist, Bescheid sagen, dass ich gehe. Ab hier übernimmt er die Morgenschicht zuhause und ich bin um kurz nach halb acht im Büro. Da gibt es dann erstmal Kaffee und ein Skyr zum Frühstück.

Auf meiner ToDo-Liste stehen einige Dinge. Ich beginne mit der Reiseplanung für Konferenzbesuche in Prag und Dubrovnik im September und Oktober. Das ist nicht so einfach, weil es für die Tagungen noch kein Programm gibt und ich so nicht weiß, wann ich da sein muss. Auch lerne ich, dass es weder Direktflüge von S nach Prag, noch nach Dubrovnik gibt. Und die DB bietet auch keine Zugverbindungen nach Prag an. Ab Nürnberg mit dem Bus. Ich weiß nicht, ob ich das machen will oder doch lieber mit Umsteigen fliegen soll. Ich entscheide, dass ich den Flughafentransfer in Dubrovnik für 95 € hin und zurück zu teuer finde, wenn ich auch mit dem Expressbus für 10 € hin und zurück fahren kann. Und dann schaue ich noch bei google streetview, wie meine Bushaltestelle in Dubrovnik aussieht. Am Ende lasse ich unsere Sekretärin den Flug nach Dubrovnik buchen und lasse die Reiseplanung für Prag noch liegen und hoffe drauf, dass das Tagungsprogramm bald fertig ist. So ein bisschen spannend finde ich schon, dass ich gleich zweimal in Länder mit anderer Währung fahre. Seit Jahren habe ich mit nichts außer Euro (und ganz selten mal Schweizer Franken, aber das zählt nicht) bezahlt.

Dann setze ich eine Internet-und Literaturrecherche fort, die ich für einen Projektantrag mache, lasse mir die Teilnahme an einem Workshop übernächste Woche genehmigen und versuche einen Platz für ein Paar Monate in einem Ofen mit geeigneter Temperatur (540°C) für einen Langzeitversuch zu bekommen. Außerdem frage ich bei Herstellern Hochtemperaturklebstoffe an. Und so geht der Vormittag zu Ende.

Zum Mittag gibt es Reste von gestern. Anschließend sprechen meine Kolleginnen und ich eine Veranstaltung durch, die wir Donnerstag für Studenten anbieten. Obwohl es anschließend schon spät ist, drehe ich noch eine kurze Runde durch den Wald, um das Gehirn durch zu lüften. Dann verschicke ich die Anmeldung zu Workshop, denke immerhin kurz daran, dass ich in 10 Tagen eine Veröffentlichung fertig gestellt haben muss, die im Moment erst zwei Seiten lang ist. Das verschiebe ich dann aber auf morgen und gehe die am Vormittag gespeicherte Literatur durch, und suche ob ich die gewünschten Informationen finde. Einige Zitate kopiere ich in einem Dokument zusammen.

Um 16 Uhr packe ich zusammen. Google sagt 23 min Fahrzeit bis nach Hause. Leider stehe ich dann doch kurz im Stau und komme gerade püntklich an, um die Kinder ins Auto zu laden und Sohn1 zum Schwimmen zu fahren. Für einen Kaffee und zum Einpacken von Knabberkram für unterwegs reicht es aber noch. Um 16:53 sitzen alle im Auto. Sohn2 jammert, weil er ein Spielzeug mitnehmen wollte, aber in 3 Minuten keine Entscheidung treffen konnte, was er mitnehmen will. Um 16:57 erreichen wir das Schwimmbad. Sohn1 springt raus und läuft davon. Als ich Sohn3 aus dem Sitz hebe, stelle ich fest, dass seine Windel voll ist. Während ich ihn im Kofferraum wickele, überlegen wir, was wir in der Stunde, die wir jetzt Zeit haben, machen wollen und ob wir mal den Spielplatz in der Nähe suchen sollen. Da kommt dann auch schon Sohn1 zurück gerannt: Badehose vergessen. Also alle wieder ins Auto, zurück nach Hause, Badehose holen und wieder zum Schwimmbad. Um 17:15 sind wir zurück am Schwimmbad und Sohn1 kann beim Schwimmen mitmachen. Ich ärgere mich nicht mal über die vergessene Badehose. Ich finde es gut, dass Sohn1 selbständig seine Sachen zusammenpackt und ich mich darum nicht kümmern muss. Die Badehose wird er nächstes Mal bestimmt nicht wieder vergessen.

Ich bleibe mit Sohn2 und Sohn3 an der Schwimmhalle. Sohn2 meckert, weil er lieber zum Spielplatz wollte. Ich versuche die Stimmung mit Salzstangen und Keksen zu heben. Sohn3 kippt seine Wasserflasche aus und Sohn2 meckert, dass er genau da, wo es jetzt nass ist, sitzen wollte. Aus Ärger begießt er Sohn3 mit Wasser. Ich will Sohn3 ein trockenes T-Shirt anziehen, aber der läuft lieber mit freiem Oberkörper weiter. Dann begießt Sohn3 Sohn2 mit Wasser, der sofort Hose und T-Shirt ausziehen muss, weil jeweils ein Tropfen Wasser darauf gelandet ist. Dann wird es ihm zu kalt und er schlägt vor im Vorraum der Schwimmhalle zu warten. Also gehen wir nach drinnen und schauen dem Training zu.

Um kurz nach sechs kommt Sohn1 als erster aus der Umkleidekabine. Die anderen Jungs haben ihn geärgert, weil seine Fußnägel lackiert sind und sie sagten, er sei ein Mädchen. Er hat ihnen dann erklärt, was die anatomischen Unterschiede zwischen Jungs und Mädels sind, aber das hat sie nicht beeindruckt. Sohn2 ist es plötzlich draußen nicht mehr zu kalt und er nutzt jeden Umweg, klettert auf jede Bank und kriecht in jedes Gebüsch bis wir am Auto sind. Sohn3 natürlich immer hinterher. Der kippt dann noch die restlichen Salzstangen aus und dann sind wir endlich am Auto.

Zuhause besorgt D. auf ausdrücklichen Wunsch von Sohn1 Abendessen beim Dönerladen. Anschließend malen Sohn1 und Sohn2 noch was, während Sohn3 in die Badewanne darf. Dann ist Schlafenszeit für die Jungs. Sohn3 schläft ausnahmsweise schon um 22 Uhr. Leider schlafe ich gleich mit ein, stehe aber eine Stunde später doch noch mal auf. Und dann ist der Tag auch schon rum.

Media Monday #262

Bevor der Montag schon wieder vorbei ist,  fülle ich noch schnell den Lückentext zum Media Monday aus. 

1. Kindischer Ozean hat mich nach langer Zeit mit grausigen Kinderliedern mal wieder richtig überzeugt, nachdem ich die CD hier bei einer Verlosung gewann.

2. Einer gepflegten Partie Schnappt Hubi bin ich ja selten abgeneigt, denn das ist bei den Kindern noch immer ein Dauerbrenner und wir kommen viel zu selten dazu. 

3. Panic Room führe ich ja gern als Gegenbeispiel an, wenn es heißt Kristen Stewart könne nichts. Die meisten merken nicht mal,  dass sie das war. 

4. Wird etwas via Crowdfunding finanziert kann es was tolles sein  oder völliger Mist. Nur wird der Mist hoffentlich seltener erfolgreich gecrowdfunded.

5. Underworld und Nachfolger sollte nun wirklich jeder mal gesehen haben, schließlich kommen die gefühlt wöchentlich im Fernsehen. Tatsächlich hab ich sie bisher aber auch nur auszugsweise gesehen.

6. Ich bin ja quasi fest davon ausgegangen, dass wir nach Breaking Bad gleich mit der nächsten Serie durchstarten können,  aber ich muss leider auch manchmal schlafen. 

7. Zuletzt habe ich The Revenant gesehen und das war schon gut,  aber weniger bahnbrechend als erwartet, weil der (vielleicht auch nur gefühlt) in den Himmel gelobt würde und dann halt doch nur ein ganz guter Film war. Aber ich bin während der 2,5h Film nicht eingeschlafen und das ist eigentlich schon ein Qualitätsmerkmal. 

8. Bud Spencer Filme habe auch ich als Kind sehr gerne gesehen. Heute weiß ich allerdings nicht mehr, was ich daran möchte. 

Sohn1 lud ein

Am Sonntag war Sohn1s Geburtstagsparty anlässlich seines 7. Geburtstags.  Nachdem wir letztes Jahr Ninjago als Thema hatten, wollte er dieses Jahr eine Lego Movie Party.  War mir recht. Und so klickte ich an einem Sonntagnachmittag mal eben die Einladungskarten zusammen.

legomovie

Sechs von sieben eingeladenen Kindern sagten zu. Da am Tag direkt vor der Party das Jubiläumschorkonzert des Schulchors von Sohn1 stattfand, bei dem ich auch mitsang, und ich die vier Tage davor in München war, gab es gar nicht so viel Zeit zum Vorbereiten der Party. Für gutes Wetter hatten wir aber zwei unterschiedliche Planungen. Da die Wetterprognose dann tatsächlich gut war, machte ich mir nicht mehr so viele Sorgen. Ich hatte schon einige Zeit vorher Legopappteller, -pappbecher, -servietten und -luftrüssel bestellt. Von der ursprünglichen Idee einen Legokuchen zu machen, bin ich dann wieder abgekommen und machte einfach Schokominimuffins und D. machte Erdbeertörtchen. Zusammen mit den Schokomuffins, schob ich noch Legolollis in den Ofen. Wir haben neulich Legostein- und Legomännchen-Silikonformen gekauft. Eigentlich sind die für Eiswürfel, aber sie sind auch hitzebeständig und können in den Ofen. Also legt man einfach Fruchtbonbons in die Formen und lässt sie im Ofen schmelzen. Ich hatte sie bei 180°C Umluft mit drin. Da dauert es ca. 10 min. In die Legosteinform passten 3 Fruchtbonbons, in die Legomännchen 1,5 Fruchtbonbons. Wenn man sie rausnimmt, steckt man einen Zahnstocher rein und dreht ihn nach ein paar Minuten noch mal nachträglich fest. Bestimmt ist es hübscher mit echten Lollistielen, aber die hatte ich eben nicht. Die Lollies waren bei den Kindern der Renner!

wp-1466665579242.jpgDie Feier startete auch nicht mit dem üblichen Kuchenessen, sondern damit, dass alle Kinder nach oben verschwanden, um sich Sohn1s neues Kindertablet anzuschauen. Das war ein Geschrei und Gekreische und ich schritt ein, um das geplante Programm zu starten. Als erstes verteilte ich eine Runde LegoMovie Masken, die man z.B. hier runterladen kann. Ich hatte die auf 160g-Papier ausgedruckt (die Anleitung des Druckers sagte, dass er mehr nicht kann) und Gummibänder angeknotet. Für die Haltbarkeit ist es ratsam, die Löcher für das Gummiband mit Klebeband zu verstärken.

Nachdem sich jeder einen Held ausgesucht hatte, scheuchte ich alle nach draußen zu einer Schnitzeljagd. Die erste Station war am Ende unserer Straße. Da hatte ich einen Luftballon mit Zettel drin angebunden. Den Luftballon hatten sie schnell zerplatzt, das Hinweis lesen dauert immer noch etwas. Ich hatte immer wieder Straßennamen als Ortsangaben gewählt, so dass sie auch gezwungen waren die Straßenschilder zu lesen. An der zweiten Station hatte ich den Hinweis auf einem Brett angeschraubt. Jeder durfte mit dem Akkuschrauber eine Schraube herausdrehen. Und alle wollten die Schrauben hinterher wieder reindrehen. Ich vermute, mit Akkuschrauber und Schrauben könnte man schon einen halben Kindergeburtstag füllen.

Weiter ging es zum Spielplatz. Hier musste der „Stein des Widerstands“ im Sand ausgegraben werden. In vier Teilen und mit jeweils einem Teil des nächsten Hinweises. Ebenfalls auf dem Spielplatz hatte ich mit Kreide ein böses Legomännchen an die Kletterwand gemalt. Das musste nun mit Wasserbomben vernichtet werden. Die Wasserbomben hatte ich im Vorfeld in der Nähe deponiert. Das Wasserbomben werfen war ein großer Spaß!

wp-1466665488408.jpgAnschließend ging es weiter und den Berg nach oben. Eigentlich war noch ein weiterer Hinweis versteckt und die Kinder sollten den Stein den Widerstands auf Löffeln den Berg hoch transportieren. Allerdings rannten sie am Hinweis einfach vorbei und dann ließen wir das eben aus. Oben angekommen war dann der Äktschen-Tag der Kirchengemeinde. Mit Hüpfburg, Kistenklettern, Tischtennis,… Sohn1 setzte schon zum Meckern an: „Mama, ich hab mir das ganz anders vorgestellt. Das find ich jetzt echt doof. Eigentlich… oh, eine Hüpfburg!!!“ Dann waren alle erstmal weg. D. brachte Erdbeertörtchen und Capri Sonne und alle aßen begeistert. Um 17 Uhr war der Äktschen-Tag vorbei und es wurde abgebaut. Die Kinder fanden die Straßenmalkreide, die ich noch im Rucksack hatte und begannen damit zu malen. Das beschäftigte sie noch eine Weile. Schließlich trieb ich sie an und wir gingen zurück zu uns noch Hause. Einer kletterte auf jede Mauer und sogar auf die Kleidercontainer, einer spielte den ganzen Heimweg Monster und schrie alle 30 Sekunden laut. Ich war ganz schön froh, dass ich sie über 3 km hatte laufen lassen. Ich weiß nicht, wo bei uns in der Wohnung die Energie hätte hingehen sollen. Süß war das einzige eingeladene Mädchen, die beinahe den ganzen Weg an meiner Hand ging und mir erläuterte, dass sie sich leider nicht entscheiden könnte, welchen ihrer beiden Kindergartenfreunde sie mal heiraten wolle. Zuhause gab es dann noch Chicken Nuggets, Pommes, Fäkalhumor und gegenseitiges Überschreien (ich glaub das muss so) und dann war die Party auch schon vorbei. Die Kinder waren sehr begeistert von geschälten Bundmöhren, an denen noch etwas Grün war. Die mümmelten sie wie Kaninchen. Ich denke die Kinder hatten Spaß. Für uns war es zwar anstrengend, aber ich finde das Rausgehen und Laufen entspannt schon immer etwas. Sohn2 hat angekündigt, dass er bei seinem Geburtstag im März genau das gleiche machen wolle. Mal sehen, ob ich die Kirchengemeinde überreden kann, da einen Äktschen-Tag zu planen 😉

Media Monday #260

Nach etwas Pause bin ich auch mal wieder dabei und beantworte die Fragen zu Media Monday. Letzten Montag hatte unser Sohn1 Geburtstag, anschließend war ich den ganzen Rest der Woche in München, am Samstag hatten Sohn1 und ich Chorkonzert und gestern war Sohn1s Kindergeburtstag. Eigentlich wäre ich jetzt bereit für ein langes Wochenende, aber die Arbeitswoche nimmt leider keine Rücksicht.

1. Das Bloggen über alles so ist für mich etwas in den Hintergrund getreten, seit ich so viele Kinder und so wenig Zeit habe.

2. Als Fangirl würde ich mich jetzt grade nicht bezeichnen.

3. Douglas Adams zählt für mich zu den begnadetsten AutorInnen, denn im Buch „The Salmon of Doubt“ ist ein Brief abgedruckt, den er als Zwölfjähriger geschrieben hat. Ich wollte sofort alle Schreibaktivitäten einstellen. Ich schreibe mit 35 noch nicht so gut, wie er mit zwölf.

4. An Stephen King Verfilmungen denke ich gerne mit nostalgisch verklärtem Blick, schließlich haben wir damit Tage in unserem Fernsehkeller verbracht. Ich kann Es noch immer teilweise mitsprechen. 

5. Zu einem richtigen Serien-Marathon hat’s zwar nicht gereicht, dennoch haben wir in den letzten Wochen endlich Breaking Bad angeschaut.

6. Das Anschauen von Breaking Bad hat mich jüngst dazu verleitet, meine anvisierte Schlafenszeit von 0 Uhr eher in Richtung 1 Uhr zu verschieben. Geht leider nicht auf Dauer, also werde ich jetzt hoffentlich wieder vernünftiger.

7. Zuletzt habe ich die Gone Serie gelesen und das war erstaunlich schnell gelesen, weil eigentlich stand die schon länger auf meiner Leseliste, aber die Anzahl von sechs Bänden hat mich etwas abgeschreckt. Für Liebhaber von Young Adult Fiction durchaus empfehlenswert.