Tagebuchbloggen 09/17

Es ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben. Da ich schon den August verpasst habe, kommt hier mein Tagebuchfünfter in der Urlaubsversion aus Südfrankreich.

Ich werde gegen sieben von Sohn2 geweckt, der Nasenbluten hat. Zum Glück ist das schnell vorbei. Ich sehe, dass der Himmel sich rosa verfärbt hat und es kurz vor Sonnenaufgang ist. Ich überlege kurz, ob ich den Fotoapparat holen soll und kitschige Sonnenaufgangsbilder machen soll, entscheide mich dann aber wegen akuter Müdigkeit dagegen und lege mich wieder ins Bett. Etwa eine Stunde später weckt mich Sohn3 und will leider, dass ich mit aufstehe. Also stehe ich auf. Omi ist schon auf und deckt den Frühstückstisch. Sohn3 weckt netterweise auch noch gleich den Opa. Omi und Opa machen heute einen Ausflug ohne uns. Nach dem Frühstück motiviere ich Sohn1 zum Lesen und wir lesen zusammen einen halben Asterix-Comic. Dann gehe ich duschen und stelle eine Ladung Wäsche an. Omi und Opa sind abfahrbereit. Da D. noch schläft, muss ich unser Auto, dass vor der Garage steht, in der Opas Auto steht, raus- und wieder reinfahren. Das ist alles sehr eng und ohne Rückfahrkamera hätte ich das nicht hinbekommen. Die Kinder durften das Hoftor mit der Fernbedienung aufmachen und kommen gerade zurück, als ich einparke. Wir gehen wieder rein. D. ist inzwischen auch wach und frühstückt. Ich lese Sohn2 und Sohn3 Bücher vor und spiele eine Runde Mensch-ärger-dich-nicht mit Sohn2. Sohn3 malt derweil ein Bild von einem Boot, auf dem wir alle mit drauf sind. Mit Whirlpool und U-Boot. Was man halt so braucht. Dann ist die Wäsche fertig und ich hänge sie auf.

Inzwischen ist es schon Mittag geworden. Die Kinder essen Würstchen. Ich finde einen Pfannkuchen im Kühlschrank und esse ihn mit Banane und Quark. Die Kinder fangen an zu streiten. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen heute. Also packen wir ein paar Sachen zusammen und fahren zu einem Spielplatz im Ort, den die Kinder noch vom letzten Jahr kennen und gerne besuchen wollten. Sie spielen dort eine Weile, während wir auf der Bank sitzen und den Pinienduft genießen. Dann laufen wir zum Hafen, um ein Eis zu kaufen. Eis ist in Frankreich sehr teuer. Eine Kugel in der Eisdiele kostet 2,50 €. Die Kinder wollen aber ohnehin lieber Calippo, was es im Supermarkt nicht zu kaufen gibt. Wir waren in jedem Supermarkt im Ort und überall gab es nur Magnum und Cornetto in der Großpackung. Kein Calippo, Capri, Flutschfinger. Die Jungs essen also jeder ein Calippo Cola und wir stöbern im Souvenirshop nach Postkarten. Seife nehmen wir dann auch noch mit. Allerdings ist der Souvenirshop nicht mehr wirklich besetzt und wird von der Kneipe nebenan mitbetreut. Seit Montag ist hier nämlich absolut Nachsaison. In Frankreich sind die Ferien vorbei und lediglich noch Rentner und Süddeutsche hier. Deshalb müssen wir sehr lange warten, bis uns jemand abkassiert. Da Sohn3 sich mit Colacalippo übergossen hat, fahren wir anschließend zurück, wo kurz nach uns auch Omi und Opa wieder da sind.

Wir trinken Kaffee und essen noch was. Die Söhne streiten sich schon wieder ununterbrochen, deshalb packen wir sie schnell wieder ein und fahren zum Strand. Wir suchen einen Strand am Ende der Lagune aus. Dort ist ein sehr großer Bereich mit sehr flachem Wasser quasi für uns allein. Nachsaison. Ein Riesenbecken mit maximal 30 cm Wassertiefe, was durch die Sonne wunderbar warm wurde. Wie das Babybecken im Schwimmbad. Die Kinder toben im Wasser, suchen Muscheln, tote Krebse und Treibholz. Man könnte hier vermutlich innerhalb von Minuten genug lebende Muscheln für ein Abendessen sammeln. Wenn man Muscheln mögen würde. Währen die Kinder friedlich spielen, kann ich sogar etwas lesen.

Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Heimweg. Wir fahren noch beim Supermarkt vorbei, wo D. schnell noch ein paar Sachen fürs Abendessen besorgt. Zuhause verschwindet Sohn1 unter der Dusche. Ich lasse den Badeanzug gleich an und gehe eine halbe Stunde in der Lagune schwimmen. Einmal hin und zurück dauert etwa 25 Minuten. Von uns aus ist man in zwei Minuten zum Strand gelaufen. Man könnte sogar direkt vor dem Haus ins Wasser, aber dann müsste man durch Seegrasfelder waten und das finde ich irgendwie gruselig. Beim Schwimmen habe ich einen tollen Blick auf die Berge und auf die Lagune. Die Sonne verschwindet hinter den Wolken und mit ihr auch der Wind. Die Lagune ist beinahe windstill und ich habe sie komplett für mich, abgesehen von ein paar Möwen, die auf dem Wasser treiben. Ich bin aktuell so gar nicht auf den Herbst vorbereitet, in den wir am Wochenende zurück fahren müssen.

Nach dem Schwimmen kann ich noch duschen, bevor es Abendessen gibt. Anschließend sollen die Kinder ins Bett. Sohn1 will noch eine Postkarte schreiben, Sohn3 weigert sich ins Bett zu gehen. Schließlich liegen sie aber doch alle in den Betten. Sohn3 schläft schnell, aber ich schlafe kurz mit ein. Dann muss ich aber wieder aufstehen und ein Paper, das ich in den letzten Wochen geschrieben hatte, beim Herausgeber hochzuladen. Da ist heute Deadline. Meine Koautoren haben mir noch Input geliefert, den ich gestern abend bereits eingefügt hatte. Jetzt fehlt nur noch die Endkontrolle. Dummerweise muss ich auch noch ein Formular dazu unterschreiben. Also eigentlich ausdrucken, unterschreiben und wieder einscannen. Geht nicht im Urlaub. Also suche ich meine für solche Fälle bereits eingescannte Unterschrift und kann das Formular doch noch unterschreiben. Und so geht dann auch der 5. September zuende.

Dieser Beitrag liegt schon lange in meinem Entwürfeordner und sollte eigentlich bereits vor meiner Kur hochgeladen sein. Dann hatte ich keine Zeit und dann war das Internet zu schlecht. Jetzt eben mit Verspätung. Und der Titel passt trotzdem noch.

Ich war im Juli eine Woche in den USA, genauer gesagt in Utah, noch genauer in Provo. Das war mein erstes Mal in den USA und ich war schon ein bisschen aufgeregt, wegen des langen Flugs, und wegen so weit weg und überhaupt. Ich muss sagen, Provo ist nicht gerade die beste Wahl für erste USA-Erfahrungen. Da gibt es nämlich eigentlich nichts. Nur die Berge rundrum sind gigantisch. Ich habe mir, wie ich das gewohnt bin, die Stadt in der Zeit nach der Tagung erlaufen. Ich habe mir zwei von drei Supermärkten angeschaut und das Einkaufszentrum. Der erste Eindruck war: trostlos. Im Bild oben sieht man den Blick von einer Brücke auf den Bahnhof. Außer der Center Street (Bild unten), die tatsächlich ganz hübsch ist und dem Mormonen Tempel gibt es einfach nichts. Man sieht nur selten jemanden draußen zu Fuß unterwegs (na gut, es hätte auch durchgehend über 32°C).

Nachdem ich am ersten Abend das Einkaufszentrum erkundet hatte und am zweiten Abend das Conference Dinner statt fand, nutzte ich den dritten Tag dann zu einer kleinen Wanderung. Im Konferenzprogramm wurde der Weg zu dem großen Universitätsbuchstaben auf halber Höhe (im Bild von Weitem zu sehen) am Berg als Family Tour angepriesen. Klang also ganz machbar. Ich machte mich mit anderthalb Litern Wasser und einer kleinen Tüte Chips auf den Weg. Ich musste allerdings erst mal mehr als vier Kilometer zum Startpunkt der Tour laufen. Und der Startpunkt lag auch schon deutlich höher am Hang als mein Startpunkt. Nach einer guten Dreiviertelstunde war ich am Startpunkt angekommen. Von da ging es dann relativ steil bergauf. Und dass ich mich zwischen 1300 und 1800 Höhenmetern bewegte, merkte ich auch. Es war ganz schön anstrengend (Im Bild sieht man es deutlich. Das habe ich nach dem Abstieg gemacht). Aber oben war es dann gigantisch! Der Blick über die ganze Stadt, auf den See und die Sonne, die gegenüber hinter den Bergen unterging, war den Aufstieg wirklich wert. Ich saß da eine Weile, aß meine Chips und machte mich dann wieder auf den Rückweg, weil ich ungern im Dunkeln wieder runter stolpern wollte. Auf dem Rückweg konnte ich  weiter das Lichtspiel auf den Bergen bestaunen. Ich kam am Ende sehr zufrieden und mit 27000 Schritten auf dem Schrittzähler wieder im Hotel an.

 

 

Am nächsten Tag hatte ich mich dann etwas mit Provo ausgesöhnt. Ich war am Vortag auch durch die besseren Gegenden gelaufen und an der Mormonenuni vorbei. Es gibt sie doch, die schöneren Ecken in Provo. An diesem Tag machte ich mich auf die Suche nach dem Walmart, der irgendwo sein sollte. Bewaffnet mit Karte zog ich los. Eigentlich ist es ja nicht so schwierig in einer quadratisch aufgebauten Stadt. Sollte man meinen. Nur fließt da auch ein Fluss und Flüsse haben die unangenehme Angewohnheit, nicht entlang geometrischer Linien zu fließen. Deshalb sollte ich die einzige schräge Straße laufen. Dummerweise war da der Gehweg gesperrt und es gab keinen Weg drumherum. Ich bog also vorher ab und versuchte anderswo mein Glück. Ich fand das Einkaufszentrum Riverside, dass wieder eher in die Kategorie trostlos fiel, und erreichte schließlich die Stadtgrenze. Direkt an Provo schließt sich Orem an. Ich lief bereits die ganze Zeit an einer Buslinie entlang und wollte dann mit dem Bus zurück fahren. Und grade als ich mich tatsächlich zur Umkehr entschlossen hatte, sah ich in der Ferne das Einkaufszentrum von Orem. Das wollte ich mir dann doch noch anschauen. Und so hatte ich doch noch 1 h in einer Mall, die nicht trostlos wirkte. Anschließend war ich so beschwingt, dass ich doch zu Fuß zurück wollte. Einen anderen Weg. Aber, oh Wunder, auch hier war der Fußweg gesperrt. Auf beiden Seiten der Straße. Und kein Weg drumherum. Also doch zurück zur Bushaltestelle. Da hing leider kein Fahrplan. Den sollte man  sich per SMS schicken lassen. Offensichtlich funktioniert das nicht mit ausländischen Handys. Also hoffte ich einfach darauf, dass der Bus, den ich vorher gesehen hatte, im Halbstundentakt führe (was er nicht tat) oder zumindest überhaupt irgendwann (was er zum Glück tat). Und so hatte ich das Erlebnis Bus fahren in USA auch hinter mir.

Am nächsten Tag konnte ich dann auf dem Weg zum Flughafen  auch noch das Zugfahren ausprobieren. Und ein bisschen was von Salt Lake City sehen. Unten im Bild ist der Mormonentempel von Salt Lake City zu sehen. Nach Provos Trostlosigkeit war das dann sehr beeindruckend. Am späten Nachmittag stieg ich dann wieder ins Flugzeug und konnte dort die „Wir fliegen erst los, wenn neun Leute aussteigen und den Abendflug über London nehmen. Freiwillige kriegen 1500 Dollar“ Erfahrung machen. Die fanden sich zwar schnell, aber bis deren Gepäck dann ausgeladen war, war fast eine Stunde rum. Irgendwie war ihnen aufgefallen, dass es zu heiß draußen ist und das Flugzeug dann leichter sein muss und neun Leute zu viel drin sind. Nunja. 14 Stunden später war ich dann wieder in Stuttgart und konnte meine Jungs knuddeln!

Und weil das Reisen so schön war, ging es am Mittwoch danach gleich in die Kur. Vorher musste ich noch ein paar Termine bei der Arbeit erledigen und dann feierten wir mit einigen Gästen Sohn3s dritten Geburtstag. Jetzt ist meine Arbeitswoche auch schon wieder beendet und am Wochenende geht es dann in Urlaub. Wenn wir vorher noch die Wäsche gewaschen kriegen. Weil so ganz unstressig wäre ja zu einfach, oder?

Nach der Kur

Wie ihr wisst, war ich in Kur und es war toll. Im Vorfeld habe ich viel von schlechten Erfahrungen gehört und gelesen und war wirklich gespannt, wie es wohl sein würde. Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte mir die Einrichtung im Saarland gezielt ausgesucht, weil sie schön klein und familiär ist. Tatsächlich war es im April die einzige Klinik, die für die Sommerferien noch einen uns passenden Termin frei hatte. Nordsee hätte es wieder ab November gegeben, aber da wollte ich wegen der langen An- und Abreise sowieso nicht so gerne hin. Und so fuhren wir am letzten Schultag zweieinhalb Stunden ins schöne Saarland. Ich kam mit einer fetten Erkältung an und kann mich deshalb auch nur dunkel an die Einführungveranstaltungen erinnern. Wir bekamen unseren Wohnbereich zugeteilt, der mit zwei Zimmern mit insgesamt sechs Betten und einem Gitterbett und einem Badezimmer für uns völlig ausreichend war. Die Kinder durften gleich schon die erste Stunde die Betreuung testen. Wegen der Betreuung hatte ich mir im Vorfeld etwas Sorgen gemacht, weil Sohn3 bisher keine Kindergartenerfahrung hat und in der Kur von 8:30 bis 16:00 täglich betreut sein sollte. Immerhin war er am Tag vor der Anreise noch 3 geworden, so dass er mit seinem großen Bruder in eine Gruppe durfte. Letztendlich hat er die Betreuung dann aber am besten mitgemacht. Am ersten und zweiten vollen Betreuungstag gab es morgens Geschrei und ich musste noch bleiben und ein Buch vorlesen. Anschließend blieb er anstandslos da. Seine großen Brüder jammerten immer wieder über Langeweile, aber im großen und ganzen war die Betreuung doch (aber trotzdem leider nur) ok.

Ich hatte also die Wochentage quasi für mich. Allerdings waren sie angefüllt mit Sport und Entspannung. Da ich so generell nicht mehr gut nichts tun kann, habe ich mir die Lücken im Plan mit zusätzlichen Kursen und Joggingrunden gefüllt. Ich habe alles ausprobiert, inkl. Nordic Walking und diverse Entspannungstechniken. Nordic Walking war gar nicht so einfach, aber am Ende war es sehr schön zwischendurch mal eine Runde mit den anderen Müttern zu gehen ohne völlig durchgeschwitzt zu sein.

Neben Sport und Entspannung gab es Gesprächsgruppen und Einzelgespräche. Die Erziehungsberatung und die Ernährungsberatung hat mir nicht so viel gebracht, weil ich fast alles schon wusste. (ok, ich wusste nicht, dass eine Scheibe weißes Toastbrot nur 15 Minuten durch den Magen braucht). Aber da war ich vermutlich nicht die Zielgruppe.

Ich habe während der Zeit in der Kur Veränderungen an mir festgestellt. Zum Beispiel fiel es mir beim ersten Entspannungsbad sehr schwer, ohne was zu tun in der Wanne zu liegen. In der dritten Woche konnte ich das mit der Entspannung dann schon besser. Auch fand ich beeindruckend, wie viel mehr Geduld ich für die Kinder habe, wenn ich auch mal viel Zeit für mich habe. Dabei wurde mir ohnehin von den anderen Müttern eine große Gelassenheit im Umgang mit den Kindern zugesprochen. Das liegt daran, dass mir viele Dinge nicht so wichtig sind (z.B wenn meine Kinder bei 18°C barfuß laufen. Dafür machen mich aber nicht eingeräumte und unvollständige Brettspiele wahnsinnig. Hat halt jeder so seins.) und ich nicht aus Prinzip auf Dinge bestehe. Das ändert aber nichts daran, dass mir für die Abendroutine oft die Nerven fehlen. Und selbst das ging in Kurwoche drei dann manchmal ohne Probleme. Am wichtigsten war aber, zu merken wie müde ich war. Eigentlich will ich das nicht mehr.

Für zu Hause mitgenommen habe ich Verschiedenes. Zum Beispiel das bewusste Tiefdurchatmen in stressigen Situationen aus der Atemtherapie. Und wieviel es bringt, was für mich zu tun. Und deshalb hab ich mich gleich zuhause zum Step Aerobic angemeldet. Im September geht es los. Das hat mir nämlich echt Spaß gemacht in der Kur. Außerdem hab ich meine Mittagsspaziergänge wieder aufgenommen, die seit Anfang der vielen Arbeit zum Opfer gefallen sind. Ich schaffe es mit zwei Kaffee durch den Tag, statt mit fünf. Ich habe noch keine Lösung dafür gefunden, dass die Tage zu kurz sind und ich mich ständig zwischen Freizeit, Kinderzeit und Schlafenszeit entscheiden muss. Aber jetzt kommt ja erstmal noch der Urlaub. Und dann ist schon bald Weihnachten. Wird also alles.

Ich kann Euch müden Müttern nur empfehlen: beantragt eine Kur. Auch wenn ihr denkt, es ginge anderen doch viel schlechter und ihr hättet das nicht nötig. Habt ihr nämlich doch.

Media Monday #321

Es ist Montag und ich präsentiere Euch endlich mal wieder Antworten zum Media Monday.

1. Wenn schon SuperheldIn, dann doch bitteschön so, dass man es auch als Nichtcomicfan gut anschauen kann.

2. Crossover und Gastauftritte von Figuren aus anderen Serien/Comics etc. finde ich dann lustig, wenn ich die Figuren kenne.

3. ____ war ein rundherum großartiges Serien-/Staffel-Finale, denn ____ . Ein großartiges Serienende? Wie soll das gehen? Es ist doch immer sehr traurig, wenn eine geliebte Serie vorbei ist.

4. Unmöglich, aber ____ und ____ würde ich ja gerne mal zusammen in einem Film oder einer Serie sehen, schließlich ____ . Puh, da fällt mir nichts ein.

5. Wenn es um die Klassiker der Literatur geht hätte ich noch ein paar auf meiner Leseliste. Wenn ich mal Zeit hab. In 10 Jahren oder so.

6. Spiele zu bekannten Buch- oder Film-Reihen müssen gar nicht zwangsläufig schlecht sein. Sohn1 hatte viel Freude an der Lego-Harry-Potter-App.

7. Zuletzt habe ich und das war Dark Matter gelesen und das war großartig , weil einem grade zum Ende hin der ganze Ärger mit den Paralleluniversen richtig deutlich wird und sich das Ende deshalb nicht wirklich happy anfühlt.

Pieps aus der Kur

Ich bin gerade in der Mutter-Kind-Kur. Gefühlt sind wir eben erst angekommen, tatsächlich ist aber die erste Woche schon rum. Ich hatte eine Einführung ins Nordic Walking (das ist schwieriger als es aussieht), hab Pilates ausprobiert (joa, irgendwie wir Rückbildungsgymnastik halt) und bei Bauch Beine Po gelitten (eigentlich dachte ich ja, ich sei nicht so unfit). Ich bin mal gespannt was alles noch kommt. Das Essen ist ganz ok, d.h das Mittagessen ist meistens gut, das Frühstück und das Abendessen wenig abwechslungsreich, wenn man keine Wurst isst. Außerdem ist das Abendessen sehr früh. Deshalb müssen die Kinder immer abends noch was essen, weil sie nochmal Hunger haben. Die Kinder kriegen  von den anderen Kindern am Tisch lauter Blödsinn vorgegessen, den sie vorher nicht kannten, z.B Brot mit Butter und Kaba oder Cornflakes mit Zucker. Und das essen sie dann eben auch. Aber es sind ja nur drei Wochen. Die Kinder sind den ganzen Tag betreut. Sohn3 macht morgens Theater, weil er nicht gehen will, aber Nachmittags würde er dann gerne noch bleiben. Heute früh war es schon kaum noch Theater. Sohn2 findet es zu lang und Sohn1 zu langweilig. Gestern  hat es den ganzen Tag geregnet. Das war für die großen Kinder (älter als 7) schon etwas anstrengend. Das sind nämlich über 40 Kinder und die hängen dann in einem Raum rum. Es gibt zwar zusätzliche Aktivitäten, z. B. Bogenschießen und Yoga, aber dafür werden dann nur immer ein paar Kinder aus der Gruppe geholt und Sohn1 war bisher nicht dabei. 

Mein  Tag ist relativ voll gepackt und ich packe mir die meisten Lücken zusätzlich voll oder hänge mit den anderen Müttern irgendwo rum. Das Gelände ist schön überschaubar, was sehr angenehm ist, weil ich die Kinder einfach rennen lassen kann. Jeder weiß, welche Kinder wohin gehören. Die große Entspannung hat sich bei mir noch nicht eingestellt, aber ich warte mal ab. Es gefällt mir sehr, jeden Tag Sport zu machen. Zumindest macht es sehr demütig, wenn man immer wieder gefragt wird, ob die Kinder alle gesund sind. Hier sind nämlich viele Kinder mit Behinderungen und Einschränkungen unterschiedlichster Art. Meine sind nur wild. 

Das Internet ist grauenvoll. Immerhin reicht es ab und zu zum Pokemon spielen. Aber Bilder hochladen ist leider nicht drin. 

Tagebuchbloggen 07/17

Es ist schon wieder so weit: es ist der  5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen. 

Mein 5. Juli startet, wie jeder normale Wochentag, mit dem Weckerklingeln um 5:45. Ich döse noch mal weg, weil wir gestern Abend noch „The Man in the High Castle“ zu Ende geschaut haben uns es spät wurde. Um sechs stehe ich auf und weiß, dass ich schon etwas spät dran bin. 

Als erstes packe ich Aufbackbrötchen in den Ofen und gehe dann duschen und mich fertig machen. Zwischendurch schneide ich drei Brötchen zum Abkühlen auf und toaste Softbröd. Dann packe ich drei Brotdosen, schneide Melone und mache Marmeladenbrote zum Frühstück für Sohn1. Um 6:45 bin ich fertig, wecke Sohn1 und ziehe meine Schuhe an. Sohn3 wird auch wach und will runter getragen werden. Um 6:54 verlasse ich das Haus und laufe zügig zur Bushaltestelle. Ich höre Sohn3, der mir empört hinterher schreit, weil ich gehe. Hilft aber nichts. Ich habe bereits den 6:51 Bus und den 6:56 Bus verpasst. Mit dem 6:59er kriege ich die S-Bahn um 7:15 nur mit Glück. Habe ich heute. Die fünfzehn Minuten S-Bahnfahrt nutze ich zum Lesen. 

Um 7:45 bin ich im Großraumbüro noch allein. Ich trinke den ersten Kaffee und fange mit den Vorträgen an, die ich für verschiedene Anlässe vorbereiten muss. Ich kann relativ konzentriert arbeiten und komme ordentlich weiter. Den ersten Vortrag kann ich gleich wegschicken. Der ist morgen schon dran. Um halb zwölf packe ich meine Brotdose aus. Eigentlich will ich anschließend gleich los und Milch besorgen, aber mir kommt ständig was dazwischen. Es wird fast halb zwei, bis ich los komme. Pokemon Go hängt mal wieder und ich muss es neu starten, um endlich  wieder einen Raidkampf zu machen. Ist erst mein zweiter, weil ich die jeden Tag sehe, auf später verschiebe und dann vergesse. Mit Milch bin ich gegen zwei zurück im Büro. Ich rede eine Weile mit unserer neuen Mitarbeiterin und bastel dann weiter an den Vorträgen. Um halb fünf bin ich dann wieder allein im Großraumbüro. Gerade als ich gehen will, kommt doch noch ein Kollege und verspricht mir bis morgen früh noch Software zu installieren. 

Um 17:20 bin ich wieder zuhause. Sohn1 will Hilfe bei den Hausaufgaben. Allerdings muss er zuerst seinen Stift finden. Auf dem Esstisch wartet schon ein Eiskaffee auf mich. Ich erzähle D. von meinem Tag und was schon wieder alles liegen geblieben ist. Dann helfe ich Sohn1 bei den Hausaufgaben und sammle die Wäsche ein. Zwei vollgepieselte Betten gab es in der Nacht. Milchshake am Abend war wohl keine gute Idee. Allerdings müssen erst Sohn1s Sandalen noch mal in die Maschine, weil er meint, die röchen nach Kuhpippi.  

Die Kinder schauen Feuerwehrmann Sam und während D. kocht, bestelle ich Unterwäsche bei Enamora und h&m für mich und die Kinder, weil es nur noch 3 Wochen bis zu unserer Kur sind und der Vorrat aufgestockt werden muss. Ein Punkt weniger auf der Liste. (Dabei fällt mir ein, dass ich Sohn1 noch in der Schule für den letzten Schultag abmelden muss.) Dann gibt es Essen. Sohn2 und Sohn3 machen lieber einen Aufstand („Ich will noch mal Feuerwehrmann Sam!“ und „Die Maultaschen sehen komisch aus. Und mir ist warm.“) und dürfen vorzeitig nach oben. Sohn2 schläft sofort ein. Wir essen in Ruhe mit Sohn1. Als der in der Dusche verschwindet, isst Sohn3 auch noch ein paar Maultaschen. D. schafft es Sohn2 umzuziehen. Ich tippe den Blogeintrag, während  Sohn3 sich weigert zu schlafen. Blöder Mittagsschlaf. Da wir mit der Serie durch sind, weiß ich nicht, was der Abend noch bringt. Aber vermutlich schlafe ich ohnehin bald ein. 

Media Monday #312

Fast hätte ich den Media Monday pünktlich geschafft, aber dann fiel Sohn1 ein, dass er noch dringen 30 Muffins für seine Klasse braucht und schon war mein Abend anderweitig verplant.

​​1. Fragt man mich nach meinem Lieblings-(Computer-)Spiel kann ich keine Antwort geben. Computer gespielt habe ich ewig nicht.

2. Lego hat mit Ninjago eine/s der erfolgreichsten Marketingkonzepte geschaffen, schließlich gibt es neben den Legosets auch noch eine erfolgreiche Serie, Bücher, Hörspiele, Trading Cards, Zeitschriften, Computerspiele, Kostüme und dieses Jahr dann sogar noch einen Film. Unsere Jungs sind von allem begeistert.

3. Leider enttäuschend, was Wes Ball mit dem zweiten Teil von Maze Runner angestellt hat, denn er entfernt sich schon arg von der Buchvorlage. Ich bin gespannt wie das in Teil 3 dann wieder zusammengeführt werden soll.

4. Die alte Verfilmung von Es ist und bleibt unvergessen (ich kann noch immer Teile mitsprechen), auch wenn ich mich sehr auf die neue freue.

5. Ich möchte ja unglaublich gerne mal wieder den Europapark besuchen, immerhin ist Sohn1 jetzt endlich groß genug fürs Blue Fire.

6. Ist die Rede von Kultfilmen, denke ich persönlich ja immer daran, wie wir mit vielen Leuten in unserem Fernsehkeller Easy Rider anschauten und es furchtbar öde fanden. Der Kultfilm einer ganzen Generation. Offensichtlich nicht unserer.

7. Zuletzt habe ich Stranger Things angeschaut und das war sehr gut , weil die Serie eine tolle Stimmung hat. Das was Super 8 auch gerne geschafft hätte und mich überlegen ließ, ob Sohn1 wohl bereit für E.T ist.

Unsere Ferien

Während sich die nördlichen Bundesländer bereits auf die Sommerferien vorbereiten, haben wir hier gerade die Pfingstferien hinter uns gebracht. In der ersten Ferienwoche waren Sohn1 und Sohn2 in der Ferienbetreuung (keine Sorge, wir nehmen da niemandem eine Platz weg, auch wenn wir die Betreuung nicht dringend brauchen. Hier kriegt im der Regel jedes Kind einen Platz in der Ferienbetreuung.). In der Betreuung wurde mit Tanzlehrer tanzen geübt. Freitagabend war dann das Jubiläumsfest der Ferienbetreuung und dort tanzten die Kinder uns dann was vor.

Da der Sommer endlich kommen wollte und Sohn1 aus seinen kurzen Hosen rausgewachsen war und Sohn2 sich weigert, andersfarbige Hosen als blaue anzuziehen, bräuchten wir neue kurze Hosen. Meine kurzen Hosen sind in der Mehrheit auch an die 10 Jahre alt. Sohn3 verweigert alle kurzen Hosen in seinem Schrank. Wir gingen also am Samstag mal eben auf große Einkaufstour. Sogar erfolgreich und mit anschließendem Spielplatzbesuch.

 

Sonntags stand Freibad auf dem Programm.
Am Montag startete mein Urlaub. Wir nutzen den Tag zum Erdbeerenpflücken und für eine große Einkaufsrunde.

Später war ich mit den Jungs noch bei der Post, Geburtstagskerzen kaufen und auf dem Spielplatz. Als die Kinder im Bett waren, verarbeitete D. den Großteil der Erdbeeren zu Marmelade. Ich buk den Geburtstagskuchen  für Sohn1 und packte die Geschenke ein. Viel zu spät waren wir im Bett.
An seinem Geburtstag war Sohn1 schon um halb sechs wach, wartete aber brav bis halb sieben, bevor er uns aus dem Bett scheuchte. In Rekordzeit wurden die Geschenke ausgepack und der Kuchen gefrühstückt. Ich machte ein paar belegte Brötchen und gegen neun Uhr saßen alle im Auto. Wir besuchten das Legoland Deutschland und hatten dort einen echt tollen Tag, der nicht ausreichte, um alles zu sehen. Wir waren aber auch lange auf Kletter- und Wasserspielplätzen. Wir blieben bis zum Schluss und die Kinder waren begeistert. Die Kinder schliefen bereits im Auto ein und mussten nur noch in die Betten gelegt werden. 

Ich war auch müde, musste aber noch Sachen für die Geburtstagsfeier am nächsten Tag vorbereiten.

Am Mittwoch starteten wir alle etwas langsamer. Ich bereitete die letzten Sachen für die Party vor und D. machte den Großeinkauf. Um 15 Uhr trafen wir die Gäste am Rathaus. Da gab es Geschenke auspacken, Zauberstäbe und Milchshakes für alle. Für jedes Kind gab es einen Rucksack (2€ bei Decathlon) mit Getränken und Snacks. Zuerst mussten wir zur Bushaltestelle und ins Nachbardorf fahren. Da ging es dann mit Karte und Kompass den Berg hoch zur Grillhütte. Ganz schön anstrengend. Zwischendurch verliefen wir uns etwas, so dass wir erst zwanzig Minuten vor Partyende am Grillplatz waren. Das machte aber nichts, da die abholenden Eltern einfach auch noch etwas die Abendstimmung auf dem Berg genossen und teilweise sogar noch etwas mit aßen. Die letzten Gäste gingen nach 20 Uhr. Zuhause ließen wir die Kinder noch aufbleiben und es wurde sehr spät bis alle im Bett waren.

Am Donnerstag ging es turbulent weiter. Wir packten unsere Koffer und fuhren zum 60. Geburtstag der Oma. Leider fiel das Grillen im Garten wegen Gewitters aus. Das machte es für mich dann etwas stressig, da die Kinder in der kleinen Wohnung, die nicht gerade kindersicher ist (Feuerzeuge, Kerzen, Medikamente in Kinderreichweite) doch stark beaufsichtigen werden mussten. Ich konnte erst etwas entspannen, als die Gäste gegangen waren. Und schon wieder waren alle spät im Bett.

Am nächsten Vormittag ging es dann weiter zu noch mehr Verwandtschaft. Das Wetter war wieder gut und die Kinder genossen den dort aufgestellten Pool. Wieder erst gegen Abend fuhren wir weiter. Einmal über den Schwarzwald. Die Kinder verschliefen einen Teil der Fahrt, um dann am Ziel bei Omi  und Opa wieder wach und hungrig zu sein. Bei Omi und Opa trafen wir auch mein Schwesterchen, das dort das lange Wochenende verbracht hat. Schon wieder waren die Kinder spät im Bett.

Das Wochenende war dann ruhig. Die Kinder spielen mit Omi und Opa, mit Lego und Tablet und insbesondere Sohn3 holte sich ausgiebig Exklusivzeit mit Omi und Opa. Am Sonntag bauten wir noch das Planschbecken auf und außer ein bisschen Entenkükengucken haben wir nicht viel gemacht. D. hat lecker gekocht und dann waren die Ferien zu Ende.

Schnipsel

Hier ist es ruhig. Ich komme nicht zum schreiben. Jetzt nutze ich mal die S-Bahn-Fahrt für ein kleines Update in Schnipseln.

Ja, richtig gelesen. Seit April nutze ich Bus und S-Bahn. Im Winter wurde eine Busverbindung ins Nachbarkaff eingerichtet, die mich staufrei zur S-Bahn bringt. Das Auto bleibt also zuhause, was gerade im Winter, wo ständig jemand krank ist, für die Jungs zuhause Vorteile hat. Ich hab die Stunde Bus und Bahn für mich zum Lesen. Positiver Nebeneffekt: ich bin viel disziplinierter mit dem Losgehen morgens und hab bisher eigentlich immer den Bus um 6:51 erwischt.

Mit technischen Geräten läuft es gerade nicht so gut. Mein Handy ist seit drei Wochen eingeschickt, wegen defektem Micro-Sim-Slot. Mein Dienstnotebook (noch kein Jahr alt) ist jetzt die zweite Woche weg, wegen Akku lädt nicht. Noch bin ich entspannt. Hätte nur alles gerne wieder bis Mitte Juli. Da steht bei mir eine Woche USA an und da brauch ich Handy und Notebook. 

Direkt nach dem USA-Trip fahre ich mit den Kindern für drei Wochen in Mutter-Kind-Kur ins Saarland. Ich glaub es noch immer nicht so recht, aber das hat tatsächlich geklappt. Eigentlich wollte ich ja noch mal drüber schreiben, warum ich denke, dass viele schon an der Beantragung scheitern, aber das ist was für ein Andermal.

Und weil wir nach der Kur auch noch in Urlaub fahren und plötzlich lauter Sommerfeste, Abschiedsfeste, Sportfeste, Geburtstagsfeiern und die USA-Reise anstehen, ist das nächste terminfreie Wochenende dann in September irgendwann. Durch die Kur und die Ferien verschiebt sich der Kindergarteneinstieg von Sohn3 um zwei Monate, ebenfalls in den September.

Als nächstes steht nächste Woche Sohn1s achter Geburtstag an. Wir planen an seinem Geburtstag einen Besuch im Legoland Deutschland. Immerhin sind Ferien und wir sparen 30 € Eintritt für das Geburtstagskind. Am Tag danach steigt dann seine Harry Potter Party. Ich bin noch am Rätseln, wie ich das Motto mit meiner Planung zusammen bringe, aber das krieg ich schon hin. 

Bei der Arbeit zweifel ich gerade, ob ich noch alles vor der Sommerpause fertig kriege, was gemacht werden muss. Es ist einfach alles gerade viel, deshalb komme ich auch nicht zum bloggen. Dafür aber wieder öfter zum Filme und Serien schauen. Und das ist doch auch schon mal was.

Das wichtigste zum Schluss. Sohn3 schläft im eigenen Bett. Während meiner letzten mehrtägigen Dienstreise hat D. in ausquartiert und es klappt auch weiterhin. Hin und wieder kommt er nachts, aber oft erst morgend. Unser Bett ist plötzlich riesig!

Tagebuchbloggen 06/15

Da habe ich vor lauter Pfingsten fast verpasst, dass ja auch schon wieder der 5. ist und Frau Brüllen wissen will, was wir den ganzen Tag so machen.

Es ist Feiertag. Sohn1 und Sohn2 höre ich nacheinander aufstehen und nach unten gehen. Bisher weckt mich niemand. Irgendwann kriecht Sohn3 zu uns in Bett und will ausgiebig durchgekuschelt und hinter dem Ohr gekrault werden. Als er dann beschließt ich soll aufstehen, ist es schon fast 8 Uhr. Unten räume ich erst mal die Spülmaschine ein und räume ein bisschen in der Küche auf. Draußen ist es grau und kalt. Ich backe Brötchen auf und koche auf Wunsch von Sohn3 Eier. Außerdem schneide ich Melone und putze Erdbeeren und decke den Tisch für fünf. Dann frage ich D., ob er mit uns frühstücken oder lieber weiter schlafen will. Er will mit frühstücken. Dann sitzen wir alle zusammen am Tisch. Zum Frühstück haben wir das nur am Wochenende. Oder eben am Feiertag. Anschließend stürzen die Kinder sich aufs Tablet. Ich gehe duschen und D. checkt die Wetter- und Weltlage. Wir überlegen was wir machen. Der Pfingstmarkt im Nachbarort, auf dem wir in den fünf Jahren, die wir hier wohnen, noch nie waren, wäre ganz schön gewesen. Wenn es inzwischen nicht in Strömen gießen würde. Ich schlage vor nach Kornwestheim zur Ravensburger Kinderwelt zu fahren. Da haben wir mit dem Landesfamilienpass einmal freien Eintritt für die ganze Familie. Vorher sind aber noch mal Waschmaschine und Spülmaschine dran. Bis die Kinder angezogen sind, dauert es auch immer noch eine Weile.

Gegen 13 Uhr sitzen wir dann alle im Auto. Aufgrund einer geänderten Straßenführung sind wir auf der falschen Straße und fahren einen Umweg. Ein bisschen stockenden Verkehr auf der A8 müssen wir auch noch mitnehmen. Um 13:45 Uhr sind wir aber schließlich in Kornwestheim. Die Kinder haben im Auto ein Nickerchen gemacht. Wir parken im Parkhaus und müssen ein paar Meter zur Kinderwelt laufen. Unterwegs kaufen wir beim Bäcker noch etwas zum Essen. Die Ravensburger Kinderwelt ist kein klassischer Indoorspielplatz. Es gibt ein bisschen was zum Fahren, ein bisschen was zum Klettern, viele Spiele und Bücher. Der Gastronomiebereich ist ungewohnt klein und selbst mitgebrachtes Essen essen ist kein Problem. Die Kinder rennen, toben und spielen tatsächlich bis 18 Uhr. Bei der Tombola gewinnen wir noch zwei Puzzlebälle. Die Tombola ist toll. Ein Los kostet 3 €, jedes Los gewinnt. Die kleinsten Preise sind z.B. die Puzzlebälle oder Kartenspiele, deren Kaufpreis im Laden über 3 € liegt. Letztes Mal haben wir „Das verrückte Labyrinth“ gewonnen. Zwar auf finnisch, aber das stört ja nicht. Die Hauptpreise sind Jahreskarten für die Kinderwelt oder ein TipToi-Starterset. Man kann also für die 3 € nur gewinnen.

Der Weg zum Auto dauert, weil die Kinder trödeln und sich noch teilweise an Wasserfontänen nass machen. Um viertel vor sieben sitzen wir im Auto. Auf der Autobahn fällt mir auf, dass Sohn2 ziemlich verkrampft und mit großen Augen da sitzt. Deshalb frage ich ihn kurz vor der nächsten Raststätte, ob er vielleicht aufs Klo muss. Muss er. Wir fahren raus und Sohn1 geht dann auch gleich mit. Zum Glück dürfen die Kinder bei Sanifair umsonst durch. Unser letztes Bargeld haben wir an der Tombola ausgegeben. Mit der kurzen Pause sind wir dann um kurz nach halb acht zuhause. Wieder nix mit „Ihr geht heute mal früh ins Bett!“ D. fängt an zu kochen, Sohn1 und Sohn2 verschwinden mit ihren Puzzlebällen nach oben. Sohn3 und ich kümmern uns um die Wäsche (abnehmen, falten, sortieren, in die Schränke räumen und nasse Wäsche aufhängen). Sohn1 hat seinen Puzzleball fertig gepuzzelt und ist sauer, weil ich ihn drauf hinweise, dass er noch etwas lesen muss für die Buchpräsentation, die er nach den Ferien in der Schule machen soll. D. hat die Spätzle fertig, da platzt die Auflaufform plötzlich. Spätzle mit Glasscherben sind eher nicht so lecker, also besorgt er Pizza. Während Sohn2 in der Küche die Scherben bestaunt, zerstört Sohn3 seinen Puzzleball. Ich schimpfe und baue den Ball soweit, wie Sohn2 war, wieder auf. Den Rest schafft er selbst. Dann nötige ich die Kinder zum Schlafanzüge anziehen. D. kommt mit der Pizza und die Kinder mampfen und streiten sich um die Pizza Margherita, weil Salamipizza offensichtlich plötzlich niemand mehr mag. Anschließen scheuchen wir sie zum Zähneputzen, weil morgen die Ferienbetreuung bereits um 8 anfängt und es jetzt schon sehr spät geworden ist. Sohn3 hat ja leider mittags im Auto geschlafen und muss sich im Bett noch rumwälzen und Feuerwehrmann Sam rezitieren. Irgendwann schläft er auch.

Ich stolpere müde nach unten, weil ich noch die Geburtstagseinladungen für den 8. Geburtstag von Sohn1 basteln muss. Es soll ein Harry Potter Geburtstag werden. Aber irgendwie passt das noch nicht mit dem Konzept zusammen, was ich für die Party habe. Ich stöbere im Internet ein bisschen rum und merke mal wieder, wie sehr ich Pinterest hasse. Schließlich lade ich eine Harry Potter Schrift und das Hogwarts-Logo runter und drucke einen Einladungstext mit den Eckdaten auf vorher ausgedrucktem „alten Papier“ aus. Ich leg den kompletten Stapel auch nur ein mal falsch rum in den Drucker. Dann ist es auch schon Mitternacht. Ich schaue noch, ob der Wecker richtig eingestellt ist und verabschiede mich ins Bett.