Tagebuchbloggen 03/20

Schon wieder ist ein Monat rum und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr. Ich bleibe noch liegen und hänge dem Traum auch, aus dem ich geweckt wurde. Sohn3 liegt neben mir. Der kam irgendwann in der Nacht. Um 6:15 stehe ich dann auf und checke als erstes die Lage an der Brotfront. Ich muss nichts aufbacken, also gehe ich duschen. Sohn3 kommt runter und hat erstaunlich gute Laune. Der war gestern sehr spät im Bett, weil er unbedingt warten wollte, bis ich vom Elternabend wieder da bin.

Ich befülle vier Brotdosen, wecke zwischendurch die anderen Söhne. Ich bin nicht sicher, wer heute zur ersten Stunde geht. Es stellt sich raus, das beide zur zweiten Stunde Unterricht haben, aber Sohn2 trotzdem zur ersten geht. Er und seine Freunde genießen es dann morgens in der Kerni ungestört spielen zu können.

Sohn3 wird heute gefahren. Er jammert seit vorgestern über Schmerzen in der Leiste. Man sieht nichts und ich weiß auch nicht. Vielleicht kommt es vom Wachsen. Eigentlich wollte D. ihn fahren, aber ich werde eh nicht rechtzeitig für den Bus um 7:28 fertig und fahre ihn (und 4 ausgeblasene Eier. Bin ich froh, wenn ich das Eier Ausblasen hinter mir habe!) schnell zum Kindergarten, nachdem ich Sohn2 losgeschickt habe. Dann gehe ich zum Bus und nehme den nächsten der kommt. Am Bahnhof habe ich kurz Zeit und kann mir noch ein Päckchen Taschentücher besorgen. Habe vergessen welche einzustecken und noch ein bisschen Resterkältung. (Montag und Dienstag war ich deshalb Zuhause).

Bei der Arbeit erstmal Kaffee und Brötchen zum E-Mails lesen. Dann kümmere ich mich um die Organisation der Beiträge für eine internationale Konferenz. Die Begutachtung der Beiträge sollte abgeschlossen sein, aber drei Beiträge sind noch immer nicht fertig. Einen habe ich schnell noch selbst gelesen und bewertet.

Als nächstes muss ich Formulare für einen Projektantrag anpassen, den wir bis Ende der Woche beim Projektträger einreichen müssen.

Irgendwann ist es Mittag und ich esse mein Vesper. Ich bestelle noch ein paar Sachen für Sohn2s Geburtstag nächste Woche. Eigentlich wollte ich heute zum Mittagssport, aber der fällt leider aus, weil der Trainer krank ist. Normerweise gehe ich Donnerstags zum Bodyfit, wollte heute aber was weniger anstrengendes machen wegen der Resterkältung. Tja.

Nach dem Mittag kommt mein Student und erzählt, was er als nächstes vor hat. Ich hatte ihn gebeten, mir diese Woche seine bisherigen Ergebnisse zeigen. Bisher kam nichts.

Anschließend starre ich auf meine ToDo-Liste. Da sind hauptsächlich noch große Batzen drauf, die nicht in wenigen Stunden erledigt sind. Ich weiß nicht mit was ich anfangen soll. Ich fange dann schließlich mit dem an, was vermutlich am meisten Zeit beanspruchen wird. Genau genommen sind dafür dieses Jahr etwa 800 h vorgesehen. Und das Thema ist komplex und ich weiß nicht so recht, was die Auftraggeber dafür erwarten. Ich suche nach den richtigen Ansprechpartnern und aktiviere mein Netzwerk. Hoffentlich bekomme ich so die notwendigen Informationen.

Um 16:15 weist mich Outlook aufs Bodyfit hin und ich packe zusammen. Ausnahmsweise bin ich pünktlich in der Halle. Es ist erwartungsgemäß anstrengend, aber ich kann trotz Resterkältung mitmachen.

Gegen 18:30 bin ich zuhause. Die Kinder schauen einträchtig Tom & Jerry. D. geht einkaufen und ich soll Sohn2 bei seinen Hausaufgaben helfen. Also setze ich mich daneben, während er seine Hausaufgaben nicht macht. Ein schönes Ritual. Nicht. Irgendwann ist er fertig und ich kann ihm die Lernwörter diktieren. Dazwischen versorgt mich D. mit Kaffee.

Sohn1 hatte diese Woche sein Bilanzgespräch in der Schule. Dabei hat sein Coach vorgeschlagen, dass er zusätzlich Rechtschreibung übt. Dafür hat er mir jetzt einen Link zu einem Lernheft geschickt, dass ich schnell noch bestelle. Außerdem schreibe ich der Schule eine Mail. Für die Schulanmeldung nächste Woche werden noch Eltern als Helfer gebraucht. Bisher gibt es wenig Rückmeldung, aber die leite ich jetzt mal weiter.

Zum Abendessen gibt es chinesische Nudeln mit Gemüse. Sohn3 will lieber die Spätzle von gestern. Auch so ein nettes Ritual, beim Abendessen immer die Reste des Essens zu fordern, das man am Vortag verschmäht hat. Nach dem Essen ist Schlafenszeit für die Kinder. Ich muss noch duschen und anschließend schauen wir Altered Carbon auf Netflix zuende.

Das ist eine Premiere und ich mache bei mit bei Die besten 5 am Donnerstag. Ich hab das zwar noch nie mitgemacht, aber diesmal ist nach den besten fünf Tanzszenen aus Serien gefragt. Hier meine besten fünf Tanzszenen ohne Ranking.

1. Die Tanzszene aus The Umbrella Academy. Tatsächlich war ich vorher eher skeptisch, weil Superhelden sonst nicht so mein Genre sind, aber nach der Szene hatte sie mich.

2. Die Szene im Trailer in Looking for Alaska. Hiervon gibt es leider kein Video.

3. Star Crossed aus Dance Academy. Weil Tara und Christian!

4. In Sense8 gibt es ja mehrere solcher verwirrenden Szenen, wo alle gemeinsam, aber jeder an seinem Ort, was machen, z. B. tanzen.

5. Dieser merkwürdige osteuropäische Tanz, den Lois in Malcolm mittendrin tanzt.

Tagebuchbloggen 02/20

Februar und die guten Vorsätze zum mehr Bloggen sind irgendwo verpufft. Eigentlich wollte ich noch unser Filmjahr 2019 verbloggen und mindestens zwei Media Mondays liegen halbfertig im Entwürfeordner. Aber immerhin schaffe ich es, zum heute bei Frau Brüllens #WmDedgT mitzumachen.

Mein Wecker klingelt, wie jeden Wochentag, um 5:45 Uhr. Ich bin überrascht, dass Sohn3 nicht neben mir liegt. Der kommt sonst jede Nacht irgendwann rüber. Diesmal kommt er erst um zehn vor sechs und liegt mit mir noch bis 6:15 Uhr („Noch fünf Minuten, Mama, ja?“) im Bett. Dann stehen wir auf. Sohn3 nimmt sich die Switch, was eigentlich verboten ist vor dem Kindergarten, aber vor 6:45 Uhr bin ich noch zu keinem Streit fähig. Also ignoriere ich das und gehe in die Küche. Brotdosen für zwei Kinder, Frühstück (Banane und Mango mit Joghurt), Mittagessen (Tortellini von gestern) und Obst für mich. Zwischendurch Sohn2 anwecken und zehn Minuten später aus dem Bett schmeißen. Für ihn muss ich noch einen Kakao machen. Was anderes kriegt man morgens so früh in unsere Kinder nicht rein. Da wir noch immer keine Biotrinkschokolade gefunden haben, die sich in kalter Milch löst, heißt das, ich muss eine kleine Menge Milch in der Mikrowelle erwärmen, Pulver einrühren und mit kalter Milch auffüllen. Dauert auch nur zwei Minuten, aber zwei Minuten sind am Ende manchmal entscheident. Sohn1 ist seit Sonntag krank und bleibt Zuhause. Ich schreibe seiner Lehrerin eine Mail und frage, was er verpasst hat und ob wir was abholen sollen. An einer Schule ohne Hausaufgaben liegen nämlich auch alle Bücher und Hefte in der Schule. Sie verspricht was zusammen zu packen und seinem Freund mitzugeben. Um 7:22 Uhr verlassen die gesunden Kinder das Haus, um 7:24 Uhr renne ich zum Bus. Sohn3 läuft seit einiger Zeit mit seinen Freunden und ohne Elternbegleitung zum Kindergarten und wieder zurück.

Bus und Bahn sind fast pünktlich. Um 8:15 Uhr bin ich im Büro. Als erstes trinke ich einen Kaffee und esse mein Frühstück beim Lesen der E-Mails. Meine To-Do-Liste ist übervoll und es kommen auch immer noch neue Sachen dazu. Zu tun ist also genug. Ich kümmere mich um anstehende Dienstreisen und eine neue BahnCard, unterschreibe Formulare für meine Mitarbeiter und überarbeite einen Bericht, der mit Anmerkungen vom Projektleiter zurück kam.

Um viertel vor zwölf gehe ich zum Sport in der Mittagspause. Eigentlich gehe ich sonst Dienstags, aber gestern war ich über Mittag in einer Besprechung. Da ging das nicht. Also eben heute. 45 Minuten dauert der Kurs. Zurück im Büro mache ich mein Essen warm. Eine Mail von Sohn1s Coach (in der Schule haben alle Schüler einen Lehrer als Coach, den sie regelmäßig treffen) kommt an. Er schickt Terminvorschläge für das Halbjahresgespräch. Ich checke meinen Kalender. So viele der Termine passen gar nicht, weil ich in den nächsten Wochen viel unterwegs bin oder schon Termine habe, wo ich nur schlecht früher gehen kann. Vormittags gibt es kaum Termine. Da könnte D. gehen, solange die anderen in Kindergarten und Schule sind. Also nehme ich einen um 7:30.

Sohn1 schickt mehrere Sprachnachrichten, um mich an seinem Leiden teilhaben zu lassen. Immerhin hat er wieder Energie zum Jammern, d.h. er befindet sich auf dem Weg der Besserung. Sohn2 schickt ebenfalls Bilder und Nachrichten, über Papas Handy, weil er noch kein eigenes hat. Ich mag das, wenn die Kinder sich tagsüber so bei mir melden.

Als nächstes muss ich mich um Aufgaben kümmern, die mit der Organisation einer internationalen Konferenz zu tun haben. Aktuell muss ich Leute (Reviewer) finden, die die eingereichten Beiträge überprüfen. Das ist gar nicht so einfach, weil die meisten Leute wenig Zeit haben für sowas und wir (also, das Organisationsteam) deshalb hauptsächlich Leute ansprechen, die wir kennen. Da sagt es sich dann schlechter nein. Allerdings haben wir Probleme mit den neuen webtool und dem registrieren neuer Reviewer. Deshalb ruft mich einer der Mitorganisatoren an. Wir können nicht alles lösen, aber das wird schon noch. Sonst schreib ich morgen mal dem Support.

Ich bin überrascht, als ich feststelle, dass schon halb fünf ist. Erstens steht die Sonne noch so hoch und zweitens scheint sie mal ungestört. Deshalb ist es um halb fünf noch ungewohnt hell. Also muss ich mich jetzt mit den Dingen, die ich fertig haben wollte, beeilen. Für die Korrekturen im Bericht muss ich Dinge in meinem Mitschrieb und in dicken Stapeln Papier nachschauen. Das dauert.

Um 17:05 gehe ich. Die S-Bahn ist zwar fast pünktlich, fährt aber soviel Verspätung ein, dass sie den Regionalzug überholen lassen muss. Das bedeutet für mich, dass ich zwei Haltestellen früher aussteigen und einen anderen Bus nehmen muss, weil ich meinen regulären Bus nicht mehr kriege. Im Bus treffe ich die Mutter eines Freundes von Sohn1. Sie ist sehr nett und ebenfalls immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Ich treffe sie öfter mal.

Zuhause kriege ich einen Kaffee. Dann scheuche ich Sohn2 an seine Hausaufgaben. Die hat er mal wieder den ganzen Tag aufgeschoben. Mich nervt das sehr. Er verbringt fünf mal soviel Zeit damit, alles vor sich herzuschieben, als es dann dauert. Schwierig findet er das nämlich alles nicht. Wir fangen mit Lesen an. Da soll er mehr üben und wir lesen jetzt immer zusammen Sachbücher. Das interessiert ihn mehr als Geschichten. Heute geht es um Vulkane.

Sohn1 jammert ein bisschen über sein Kranksein. Sein Freund bringt einen Ordner mit Material vorbei. Der Gemüsemann klingelt und bringt jede Menge Brötchen mit. Anschließend macht D. Abendessen. Die leckerste Pizza! Nach dem Essen gehen die Kinder ins Bett. Sie sind alle müde. Ich lese in meinem aktuellen Buch, bis Sohn3 eingeschlafen ist.

Wir Erwachsenen schauen gerade „Looking for Alaska“ an. Dafür musste ich extra einen Probemonat bei noch einem Streamingdienst anfangen, weil das nur dort läuft. Wir sind jetzt halb durch und ich fürchte, der Teil, wo es traurig wird, kommt demnächst. D. weiß noch nicht so, was er von der Serie halten soll, aber er kennt ja auch das Buch nicht. Nach zwei Folgen steht noch das Einräumen der Spülmaschine und das Wegpacken der restlichen Pizza für morgen auf dem Plan. Um kurz nach Mitternacht liegen wir dann auch im Bett.

Mein Lesejahr 2019

2019 habe ich mein Leseziel von 35 Büchern verfehlt und nur 27 26 Bücher (goodreads sagt 27, aber ich komme beim Nachzählen nur auf 26) geschafft. In Seiten ausgedrückt waren es 11.486. Sowohl Bücher als auch Seiten sind weniger als letztes Jahr. Vor allem liegt das am schwachen ersten Halbjahr, wo ich nur zehn Bücher gelesen habe. Gegen Jahresende habe ich dann versucht noch etwas aufzuholen und allein im Dezember fünf Bücher beendet. Von den 26 Büchern sind 15 von Frauen und elf von Männern geschrieben worden. Neun der Bücher sind eigenständige Romane, alle anderen gehören zu Reihen.

Von den 26 Büchern habe ich sieben mit fünf Sternen (‚it was amazing‘), elf mit vier Sternen (‚really liked it‘), sechs mit drei Sternen (‚liked it‘) und zwei mit zwei Sternen (‚it was okay‘) bewertet. Das bedeutet, dass mir die meisten Bücher sehr gut gefallen haben und meine Vorauswahl wieder exzellent war. Ich habe mir dieses Jahr sogar die Zeit genommen, zwei Bücher aus dem Vorjahr noch mal zu lesen, weil ich sie so gerne mochte. Auch beim zweiten Lesen haben sie mich noch voll überzeugt.

Die am schlechtesten bewerteten Bücher waren „The Notebook“ von Nicholas Sparks, was mir zum Ende einfach zu schmalzig war (von mir aus hätte das Buch mit dem offenen Ende der Geschichte in der Geschichte enden können) und „Next“ von Miriam Meckel. Da ging es um künstliche Intelligenz, die irgendwann übernimmt, weil sie alles berechnen kann. Im Grunde war die Argumentation, dass Deterministik die Probabilistik schlägt. Das ist allerdings auch ein Thema, mit dem ich mich beruflich beschäftige und muss sagen, dass das im Buch nicht weit genug gedacht ist. Egal wie hoch die Rechenleistung ist, die einem zur Verfügung steht, sobald wir uns auf die materielle Ebene begeben, werden von der Natur Zufallsvariablen eingebracht, die nicht berechnet werden können oder wo man probabilistisch einfach schneller zu einem Ergebnis kommt. Und deshalb hat mir dann das Buch nicht so gut gefallen.

Die am besten bewerteten Bücher sind:

Schon wieder Six of Crows und Crooked Kingdom von Leigh Bardugo. Die Beschreibung dazu könnt ihr im Beitrag vom letzten Jahr nachlesen.

A Darker Shade of Magic, A Gathering of Shadows und A Conjuring of Light von V.E. Schwab: Mal wieder Young Adult Fantasy, die mir sehr gut gefallen hat. Die Trilogie spielt in drei (bzw. vier) parallelen Versionen von London, in drei davon gibt es Magie (ratet in welcher Welt wir leben). Lest es selbst oder wartet auf die Verfilmung, über die die Autorin gerade verhandelt.

Kurt von Sarah Kuttner: Ich hatte vor Jahren (genauer 2012) mal Mängelexemplar von ihr gelesen und fand das nicht so gut (hatte es mit zwei Sternen bewertet). Daraufhin habe ich die Folgebücher nicht mehr gelesen. Kurt hat mich thematisch interessiert (ein Kind stirbt) und da es insgesamt gut bewertet und besprochen war, habe ich es mir aus der Onleihe ausgeliehen. In nur 4 Tagen hatte ich es durch. Am Anfang habe ich mich etwas gefürchtet, weil man als Elter tote Kinder ja nicht so gut verkraftet, aber das ging, weil es die Trauer war, die thematisiert wurde und nicht der Tod.

A Long Way from Verona von Jane Gardam: Das Buch hat mich sehr überrascht. Ich hatte es in der Bibliothek mitgenommen, weil ich zwischen den ganzen Mehrteilern auch mal was kurzes eigenständiges Lesen wollte. Ich hatte von der Autorin schon anderes gelesen und gemocht, aber das es dann ein Coming-of-Age-Roman ist, und somit genau mein Ding, damit hatte ich nicht gerechnet. Wer Coming-of-Age mag, darf sich die Empfehlung hier gerne mitnehmen.

Ich kann natürlich auch die Bücher, die ich mit vier Sternen bewertet habe, wärmstens weiterempfehlen. Schaut einfach mal in meine Liste.

Tagebuchbloggen 01/20

Auch im neuen Jahr fragt Frau Brüllen wieder jeden 5. was wir den ganzen Tag so gemacht haben.

Ich stehe irgendwann zwischen neun und halb zehn auf. Freiwillig. Die letzten Tage war es meistens später. Ferien und so. Die Kinder sind kurz vorher aufgestanden und spielen mit der Switch, die sie sich diese Woche von ihrem Weihnachtsgeld gekauft haben. Ich falte als erstes die trockene Wäsche und hänge nasse auf. Dann räume ich die Spülmaschine aus und fange an Frühstück zu machen. Nach zwei Mal Neujahrsbrezeln und einmal Waffeln zum Frühstück, gibt es heute schnödes Brot, Toast und Eier. D. steht auch auf. Ich wollte heute endlich Mal wieder Sport machen, nachdem ich tagelang erkältet und unfit war. Das mache ich dann auch. Außerdem mache ich unsere Verabredung zum Schlittschuhfahren morgen fest und google nach Augenärzten und Kieferorthopäden.

Um 14 Uhr geht Sohn1 seinen Freund besuchen. Die anderen hängen noch im Schlafanzug rum. Ich dusche und ziehe mich an. Sohn3 spielt Playmobil, Sohn2 hat sich nach oben verzogen. Er muss noch ein paar Seiten in seinem Schreibschriftheft bearbeiten. Ich tippe ein paar Tagebucheinträge der letzten Tage in mein Handy. Normalerweise mache ich das morgens im Bus, aber im Moment habe ich Urlaub und fahren deshalb auch nicht Bus. Sohn2 kommt wieder runter. Er hat Hunger und will noch eine Runde zocken. D. zockt mit beiden Jungs, bis ich vorschlage Harry Potter 1 anzuschauen. An Silvester haben wir Harry Potter 3 gesehen und am Tag danach Harry Potter 4 (ja, da haben sie sich etwas gegruselt). Sohn2 wollte jetzt gerne auch 1 und 2 sehen und da Sohn1, der sie schon kennt, nicht da ist, bietet es sich an. Sohn3 hat sich ein Lager im Bad gebaut, in dem er sich Fönen lässt. Mit den frisch gewaschen Handtüchern, was ich in meiner Urlaubsgelassenheit einfach ignorieren kann. Zum Film kommt er dann dazu und ist völlig begeistert. Erstaunlich, was der fast 20 Jahre alte Film noch für eine Wirkung entfaltet. (Ich kann mich erinnern, wie wir in den 90ern Easy Rider angeschaut und uns dabei tödlich gelangweilt haben. Funktioniert wohl nicht immer.)

Die Kinder verlangen Popcorn, also mache ich schnell welches. Einmal salzig und einmal süß. So oldschool im Topf und ohne karamellisieren. Einfach Popcornmais in etwas Öl auf den Herz und kurz warten. Heiß mit Salz/Pfeffer oder Zucker bestreuen und fertig. Schmeckt nicht wie im Kino, aber die Kinder mögen es.

Nach dem Film fängt D. an Pizzateig vorzubereiten. Ich gehe mit den Jungs hoch. Sohn2 hat noch nicht alles fertig geschrieben. Ich versuche mit Sohn3 ein Logikpuzzle zu lösen. Dann schaue ich ihm beim Spielen zu. Er baut ein Haus aus Holzklötzen für Zak Storm und reißt es mit seinem Kran wieder ein. Dann schenkt er mir Brezeln aus seinem Kaufladen, aber nur eine, sonst wird er gefeuert, sagt er. Sohn2 verkündet, dass er auch kurz spielen muss, bevor er weiter schreiben kann. Mir wurst. Bis zum Abendessen hat er das Tagespensum geschafft. Sohn1 kommt heim. Wir essen. Sohn1 muss auch noch was für die Schule aufschreiben und sucht 20 Minuten seinen Füller. Ich gehe noch eine halbe Stunde eine Pokémonrunde drehen. Sohn3 malt Briefe für die Verwandtschaft und Sohn1 darf noch 20 Minuten an die Switch.

Um kurz vor zehn schicken wir alle nach oben. Schlafanzüge und Zähne putzen. Dann ins Bett. Ab morgen muss das wieder alles früher stattfinden. Schade, ich mag die Weihnachtsferien mit dem traditionellen Rumgegammel.

In der Waschmaschine wartet noch Wäsche zum Aufhängen und dann rufen Sofa und Buch.

Jahresrückblick 2019

Ich weiß, ich bin etwas spät. Aber mein Handy hat sich vor Weihnachten verabschiedet und da ich fast immer am Handy schreibe, hat sich alles etwas verzögert.

2019 hat Sohn1 die Grundschule verlassen und fährt jetzt morgens mit meinem Bus ins Nachbarkaff. Außerdem hat er ein Handy bekommen. Den ganzen Sommer hatten wir eine große Baustelle vor der Nase, bzw. den gesamten Durchgangsverkehr. Sohn2 ist beim Sehtest durchgefallen und wir müssen Mal sehen, ob der Augenarzt das bestätigt. Sohn3 hat Schwimmen gelernt und läuft inzwischen morgens allein zum Kindergarten, was die Routinen am Morgen verändert hat. Im Sommer waren wir in Spanien, außerdem war ich mit den Kindern im Schwarzwald zelten. Wir haben meine Freundin in Frankfurt besucht und in Karlsruhe im Hotel geschlafen. Ich war eine Woche in den USA und hab Halloween mit den Kindern verpasst.

Und jetzt kommt der Fragebogen:

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? Ich denke mit 7 bin ich wieder gut dabei.

Zugenommen oder abgenommen? Wie bereits im letzten Jahr weiß ich das nicht.

Haare länger oder kürzer? Ungefähr gleich. Ich lass die einfach wachsen und schneide irgendwann mal wieder eine Stück ab.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?Immernoch Visus 1 ohne Sehhilfe.

Mehr Kohle oder weniger? Ein paar Prozent tarifliche Erhöhung, dafür muss ich jetzt wieder BAföG zurückzahlen, also vermutlich ähnlich.

Besseren Job oder schlechteren? Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich denke in etwa gleich.

Dieses Jahr etwas gewonnen? Ich kann mich an nichts erinnern. Ich warte noch immer auf den großen Lottogewinn.

Mehr bewegt oder weniger?
Ich gehe immer noch zweimal die Woche zum Sport, einmal Mittags, einmal Nachmittags. Da das Mittagsangebot sich geändert hat und jetzt als Flatrate für die ganze Woche angeboten wird, war ich im Herbst manchmal noch zusätzlich in einem anderen Kurs. Der Dezember war aber wieder schlecht wegen unzähliger anderer Termine.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Ich zähle da immer noch nicht mit.

Davon war für Dich die Schlimmste? Anfang des Jahres war ich mal wieder eine paar Wochen am Stück ständig krank. Das nervt echt. Richtig blöd war auch die Borreliose von Sohn3.

Der hirnrissigste Plan? Mit dem Auto und drei Kindern nach Spanien fahren klingt hirnrissig, war aber sehr schön!

Die gefährlichste Unternehmung? Ob das gefährlich war, weiß ich gar nicht, aber gruselig. Ich bin in Atlanta eine Strecke zu Fuß gegangen, wo ich spontan entschieden habe, später in der Dämmerung da lieber nicht zurück zu laufen und lieber den, auch nicht empfohlenen, Bus zu nehmen. (Vielleicht sollte ich mir aber auch künftig Tipps von weniger ängstlichen Menschen geben lassen). Später habe ich dann gelesen, dass man da wirklich nicht im Dunkeln laufen sollte.

Die teuerste Anschaffung? Unsere Waschmaschine hat sich im Frühjahr verabschiedet, also musste eine neue her.

Das leckerste Essen?Kocht immer noch der Mann.

Das beeindruckendste Buch? A Long way from Verona von Jane Gardam. Ohne Vorkenntnisse gelesen und dann ist das bestes Coming-of-age, also genau mein Ding!

Der ergreifendste Film? Film: Love, Simon; Serie: The OA

Die beste CD? Was ist eine CD?

Das schönste Konzert? Schon wieder keins besucht.

Die meiste Zeit verbracht mit? Alltag.

Die schönste Zeit verbracht mit?Rumgammeln. Ich brauch das echt.

Zum ersten Mal getan? Ein Kind in der weiterführenden Schule eingeschult.

Nach langer Zeit wieder getan? Mein altes Gymnasium besucht. Zum zwanzigjährigen Abijubiläum.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Ach, ungelöste Dinge im Job, die mich im kommenden Jahr jäh einholen werden. Machste nix.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Die Chefs eine Mitarbeiterin zu behalten. Erfolglos.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Ich kann mich immer nicht mehr erinnern, was ich verschenkt habe, aber die besten Geschenke an die Kinder waren bestimmt die besonderen Ausflüge, z.B. ins Legoland oder ins Schwarzwald Galaxy.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Die Kinder haben mir dieses Jahr das Ausschlafen zurück gegeben. Inzwischen muss ich am Wochenende den Wecker stellen, wenn wir was vor haben und vor 10 stehe ich selten auf.

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? Vielleicht sollte ich mir sowas mal aufschreiben. Da bin ich immer ratlos.

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Ich weiß echt keins.

Dein Unwort des Jahres? Bauplatzpreis. Wir haben seit Jahren drauf gewartet, dass unsere Gemeinde die Bauplätze auf dem neu geplanten Baufeld vergibt. Dieses Jahr hat die Gemeinde den Preis festgesetzt. Der Quadratmeterpreis liegt leider 250€ über dem, was wir uns hätten leisten können. Tja.

2019 war mit 1 Wort…? Laut

Rückblicke 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2012

Tagebuchbloggen 12/19

Hier habe ich jetzt sehr lange nichts geschrieben, aber ich will den 5. nutzen, an dem Frau Brüllen fragt, was wir so machen, um hier mal wieder einen unserer Tage zu beschreiben.

Mein Tag beginnt, wie jeder übliche Werktag, mit dem Wecker um 5:45. Um 6:10 stehe ich auf. Der normale Ablauf beginnt mit Brötchen toasten, Tee kochen, Kinder wecken, Brotdosen machen, Sohn2 nochmal wecken, Kakao verteilen, Kinder drauf hinweisen sich anzuziehen. Eigentlich sollten alle (inkl. mir) zwischen 7:18 und 7:22 das Haus verlassen. Sohn1 hat aber heute erst zur zweiten Stunde und ich bin einfach nicht fertig. Meine Haare sind noch nass und draußen hat es Minusgrade. Also schicke ich Sohn2 und Sohn3 los, mache in Ruhe meinen Kram zuende und nehme den Bus um 7:56. Sohn1 nimmt noch einen später. Der genießt noch die Ruhe am Morgen.

Der Bus ist zwei Minuten zu früh! Ich treffe an der Haltestelle eine Nachbarin, deren Tochter bis letztes Jahr mit Sohn1 in der Klasse war und die immer diesen Bus nimmt. Wir unterhalten uns bis sie aussteigt. Kurz danach bin ich auch angekommen.

Bei der Arbeit bin ich erstmal alleine. Die Kolleg*innen aus meinem Team sind entweder im Außendienst, krank oder haben frei. Macht aber nichts, ich hab nämlich einen Arsch voll Arbeit! Ich muss bis Montag eine Präsentation zu einem Reaktorsicherheitsthema vorbereiten und ich habe in den letzten Wochen verschiedene Bücher und Regelwerke dazu gelesen und sehe immer noch nicht durch. Mein Schreibtisch liegt voll. Ich fange trotzdem mal an. Um halb zehn kommt der zugehörige Projektleiter und wir reden da kurz drüber. Dann mache ich weiter.

Um zehn vor 12 gehe ich mit einer Kollegin zum „Fit in den Mittag“. Ich gehe schon seit ein paar Semestern einmal die Woche zum Yogilates. Seit diesem Semester bucht man die Mittagskurse nicht mehr einzeln, sondern kann flexibel zu jedem Mittagskurs gehen. Es werden jeden Tag zwei angeboten. Und da ich am Dienstag zu meinem Stammkurs nicht konnte und auch heute nicht zu meinem Abendsport kann, gehe ich eben heute mal zum Rückenfit. Das ist ganz lustig und ein bisschen anstrengend.

Wieder zurück im Büro esse ich mein Vesper und trinke meinen Tee. Ich mache weiter an der Präsentation und darf noch mehrere telefonische Anfragen bearbeiten. Es ist grade einfach etwas viel. Glücklicherweise ruft auch ein ehemaliger Kollege an, der mir mit meiner Präsentation helfen kann. In 5 Minuten erklärt er mir, wo ich anfangen soll und wo die notwendigen Unterlagen zu kriegen sind. Gemeinsam mit einem anderen Kollege kriege ich die Dateien und plötzlich sieht alles viel einfacher aus! Dummerweise treffe ich dabei einen anderen Kollegen, der Zuarbeit zu einem Projektantrag braucht. Bis morgen. Puh, noch mehr auf der Liste.

Um 15:15 Uhr muss ich heute schon los. Um 16 Uhr treffe ich an der S-Bahn Sohn1 und Sohn3, die zum Zahnarzt müssen. Alles in Ordnung soweit, nur soll Sohn1 mal zum Kieferorthopäde. Hmpf. Anschließend holt D. uns ab. Er war beim Baumarkt eine Treppensackkarre besorgen. Gestern kam nämlich unser neuer Kaminofen (der alte ist nach 60 Jahren kaputt und Holzheizung ist Teil des Heizungskonzept, falls jetzt jemand was von Komfortkaminen sagen will) und den müssen wir irgendwie die elf Stufen ins Haus hoch befördern.

Zuhause gibt es aber erst mal Kaffee. Dann räumen wir den Flur frei und probieren unser Glück mit den Ofen. 160 kg, eine blöde Sackkarre, wir zwei und keine Chance. Ich erinnere mich dran, wie wir mal vor Jahren zu zweit mit einem Kühlschrank in einem Treppenhaus feststeckten. Diesmal also mit Ofen. Warum musste es auch das Modell mit Speckstein sein?! Am Ende rettet uns der Partner unsere Vermieterin mit seiner Sackkarre und viel Krafteinsatz. Jetzt steht er da, der Ofen. Aus- und Einbau dauert wohl noch ein bisschen. Mal sehen, wann er uns dann warm macht.

D. bringt die Sackkarre zurück und besorgt essen. Ich erinnere Sohn2, dass es noch Hausaufgaben gibt, baue einen Puzzleball wieder zusammen und räume die Spülmaschine ein. Die anderen Söhne spielen in unserem Bett „Game Over“. Keine Ahnung, wie das geht. Sie toben im Bett und am Ende heult gewinnt jemand.

Nach dem Abendessen schläft Sohn1 auf dem Sofa ein. Sohn2 und Sohn3 trödeln wie immer. Als alle schlafen, schauen wir die letzte Folge von „The Man in the High Castle“. Joah. Interessantes Ende. Interessant im Sonne von „nicht so toll“. Anschließend spielt D. den Nikolaus und füllt die Schuhe. Geputzt hat die niemand. Irgendwie ging das im Ofendrama unter. Und Sohn3 wollte ich nicht alleine putzen lassen, weil ich die Befürchtung hatte, dass er die Schuhe komplett badet und morgen bei -5°C mit Halbschuhen los muss. Aber der Nikolaus befüllt bei uns zum Glück auch schmutzige Schuhe.

Tagebuchbloggen 10/19

Immerhin am 5. schaffe ich es regelmäßig hier auf Frau Brüllens Frage, was wir den ganzen Tag gemacht haben, zu antworten.

Sohn3 neben mir wird irgendwann gegen acht wach und erzählt mir irgendwelche Sachen. Ich will noch weiter schlafen. Also geht er nach unten zu seinen Brüdern. Ich stehe um halb zehn auf. Als erstes räume ich die Spülmaschine ein und fange an das Frühstück vorzubereiten. Zwischendurch schaue ich die Vorratskiste durch und entsorge ein paar abgelaufene (erst seit 2018) Sachen. Ich backe Brötchen auf, koche Eier und Tee. Sohn3 putzt den Tisch ab und fängt an zu decken. Die erste Ladung Wäsche läuft. Gegen viertel vor elf sitzen wir alle beim Frühstück. Anschließend gehe ich unter die Dusche. Sohn2 und Sohn3 wollen Playstation spielen, sollen sich aber vorher anziehen. Stattdessen verschwinden sie oben und spielen irgendwas. Sohn1 ist zu einem Geburtstag eingeladen. Dafür besorge ich noch schnell eine Schatzkiste und Gold zum Essen. Sohn1 geht um kurz nach eins los. Ich esse noch was und fahre dann mit Sohn3 zum Kino. Wir wollen den neuen Shaun das Schaf Film anschauen. Sohn2 will nicht mit. Der Film ist sehr lustig oder zumindest ist es sehr lustig neben einem gackernden Fünfjährigen zu sitzen.

Gegen 16 Uhr sind wir wieder zurück. Ich schlage vor noch zum Hoffest auf dem Biohof im Nachbardorf zu fahren. Um fünf sind wir da. Die Kinder können noch eine Stunde auf der Strohburg rumtoben und wir schwätzen mit Bekannten. Sohn2 ist hinterher ein komplettes Strohmonster und zieht sich im Auto erst mal halb aus. Wir fahren auf dem Heimweg noch kurz beim Supermarkt vorbei.

Sohn1 ist noch nicht zuhause. Scheint eine gute Party zu sein. Ich mache mal wieder Wäsche. Nach zwei Wochenenden außer Haus, wo ich unter der Woche nur das nötigste gewaschen habe, ist der Wäscheberg doch beeindruckend. D. macht Abendessen und Sohn2 duscht das Stroh ab. Sohn1 kommt pünktlich zum Essen nach Hause. Nach dem Essen schauen die Jungs noch den Anfang von Mrs. Doubtfire, wir schicken sie dann aber doch gegen 21 Uhr ins Bett. Wir haben nämlich heute noch die letzten drei Folgen Thirteen Reasons Why vor uns. Dazu mache ich noch Sport und flicke Sohn2s Plüschpikachu. Leider muss ich sagen, dass ich mit der dritten Staffel nicht so richtig warm geworden bin. Das ist nämlich ein Krimi und für Krimis bin ich zu ungeduldig. (Es gibt nur wenige Ausnahmen. Broadchurch z.B. fand ich ganz großartig.) Ich weiß auch wirklich nicht, was da jetzt in Staffel 4 noch kommen soll. Vermutlich schaue ich es aber trotzdem an.

Media Monday #429

Montag = Media Monday. Seit langem habe ich auch mal wieder geschafft, die Fragen zu beantworten.

1. Mit Lesen kann ich ja herrlich ganze Stunden totschlagen (wenn ich mal Stunden übrig hätte), einfach weil es noch so viel zu lesen gibt.

2. Wenn ich nicht eine so ausgeprägte Vorliebe für schlafen hätte, könnte ich viel mehr lesen und anschauen. (Tatsächlich schlafe ich aber gar nicht so viel, wie sich das hier jetzt anhört.)

3. ____ ist ja gerade in aller Munde, aber ____ . Da bin ich gerade erstaunlich uninformiert. Außerdem hält sich meine Lust neue Serien anzufangen in Grenzen. Alles was toll ist, wird doch ohnehin ohne Ende abgesetzt.

4. Die meisten denkwürdigen Momente in Film und Fernsehen habe ich auf großer Leinwand verpasst.

5. My So-Called Life ist ja auch eine dieser Serien, die ich mir lieber zum hundertsten Mal ansehe, anstatt was Neues zu beginnen, einfach weil es nur eine Staffel (auch zu früh abgesetzt!) ist und. Tatsächlich schaue ich seit Anfang des Jahres aber Gilmore Girls von vorne durch wann immer ich Zeit finde.

6. Schön zu sehen, dass auch unsere Kinder bald alle alt genug fürs Kino und für vernünftige Filme sind, die auch für Erwachsene lustig sind. Toy Story 4 und Shaun das Schaf 2 stehen z.B. auf unserer Kinoliste. Sohn1 fragt außerdem beharrlich nach Horrorfilmen, aber da darf er noch ein paar Jahre warten. Ich glaube ich war schon 13 oder 14, als ich damit angefangen habe.

7. Zuletzt habe ich mit A Conjuring of Light den dritten Teil der Shades of Magic Trilogie angefangen und das war gut, weil Teil 2 mit einem Cliffhanger endete und ich die Hauptpersonen nicht zu lange leiden lassen wollte. (Die Autorin entschuldigt sich in den Danksagungen übrigens für den ersten fiesen Cliffhanger in einem ihrer Bücher.)

Tagebuchbloggen 09/19

Heute ist der 5. September. Ein Monat ist vergangen seit meinem letzten Blogeintrag. Eigentlich würde ich ja gerne mehr bloggen, aber ich finde keine Zeit.

Wir sind gerade in Urlaub an der Costa Brava. Wie jeden 5. fragt Frau Brüllen, was wir den ganzen Tag machen. Hier kommt mein 5.September.

Um halb acht höre ich die Kinder im Nebenzimmer. Die zwei Großen schlafen in zwei Einzelbetten, die wir zusammen geschoben haben, damit die Luftmatratze für Sohn3 auf dem Boden daneben Platz hat. Mit fünf Personen haben wir nämlich nicht nur die Standardfamiliengröße für Autos und Wohnhäuser, sondern auch für Ferienwohnungen überschritten. Theoretisch könnten zwei Personen auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen. Aber das ist ungeschickt. Die Kinder gehen früher schlafen, deshalb können sie nicht im Wohnzimmer schlafen. Wir wollen morgens länger liegen bleiben und deshalb nicht im Wohnzimmer schlafen. Deshalb haben wir die Lösung mit der Luftmatratze.

Ich will noch nicht aufstehen, muss aber kurz die Kinder dran erinnern ruhig zu sein (unter uns sind am Samstag lärmempfindliche Franzosen eingezogen) und Sohn3 einen Apfel schneiden und KiKa an machen. Dann lege ich mich wieder hin und stehe erst um halb neun wieder auf.

Ich will Frühstück machen und die Spülmaschine ausräumen. Leider ist das Geschirr nicht sauber. Seit gestern spült die Maschine den oberen Korb nicht mehr anständig. Ich ärgere mich, mache aber erst mal Frühstück und stelle die Waschmaschine an. Wir frühstücken alle zusammen. Anschließend hänge ich die Wäsche auf. Es ist sehr windig. Dann spiele ich mit Sohn1 eine Runde Kingdomino. Er ist sauer, weil ich gewinne. D. ist zum Einkaufen los gefahren. Er möchte einen Maschinenpfleger für die Spülmaschine besorgen. Ich spüle derweil die Gläser von Hand. Dann bastel ich mit Sohn3 eine Rakete aus Klopapierrollen. Sohn2 fängt an eine Postkarte zu schreiben, weiß aber nicht was er schreiben soll. Ich schreibe auch eine Postkarte, allerdings in einer App. Ich habe das schon ein paar mal gemacht und finde es schön, dass man so persönliche Karten verschicken kann und die Karten viel schneller ankommen, als mit der internationalen Post.

Die empfindlichen Untermieter sind weggefahren. Ich nutze das aus und mache 10 Minuten Sport. Ich hatte vor einiger Zeit eine Fitness-App runter geladen und dann nie verwendet, weil ich im Alltag ohnehin mindestens zwei Mal die Woche zum Sport gehe und die Einheiten in der App mir eigentlich zu kurz sind. Jetzt im Urlaub habe ich da eine Challenge angefangen und mache jeden Tag eine kurze Einheit.

Die Jungs haben wieder Hunger und essen Nocillabrote. Ich esse irgendwelche Mais-Bohnen-Chips, die ich gestern gekauft habe. D. kommt zurück und kümmert sich um die Spülmaschine. Ich stelle noch eine Maschine Wäsche an. Die andere Wäsche ist schon trocken.

Inzwischen ist es nachmittag. Wir ziehen uns die Badesachen an und schicken die Jungs zum Eincremen. Wir wollen zum Strand runter, auch wenn es sehr windig ist. Etwa fünf Minuten zu Fuß den Berg runter ist ein Strand mit tollem, weichem Sand. Letzte Woche war immer die ganze Straße vollgeparkt und der Strand völlig überlaufen. Seit aber in vielen Teilen Spaniens die Ferien vorbei sind, sind es hier deutlich weniger Menschen geworden. Wir laufen also zum Strand runter und nehmen den aufblasbaren Pelikan und einen großen Schwimmreifen, die wir letzten Urlaub gekauft haben, mit. Die zwei Großen verschwinden sofort im Wasser. Sohn3 jagt Tauben über den Strand und schließt mit dem Strandbarbesitzer Freundschaft. Gegenüber in der großen Bucht regnet es. Wir kriegen davon nur den Wind und ein paar Wolken ab. Genauer gesagt sind wir unter dem Amboss des Cumulonimbus, da wo die tollen Mammatuswolken zu sehen sind. Die großen Söhne genießen Wasser, Sonne und Wind, ich kann am Strand etwas lesen und Sohn3 hilft in der Strandbar. Sogar D. geht ins Wasser und wir trinken San Miguel am Strand. Das gehört für uns genauso zum Spanienurlaub wie Lay’s Chips Campesina. Der Pelikan macht sich ein paar mal im Wind selbständig. Zwischendurch gibt es ernste Diskussionen mit Sohn3, weil er nicht einsieht, warum er Schwimmflügel anziehen muss. Später frischt der Wind nochmal ordentlich auf. Unser Schwimmreifen fliegt davon und geht dabei leider kaputt.

Gegen 19:30 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Als erstes wird die ganze Bande geduscht. D. kocht das Abendessen und ich hänge die Wäsche auf, während über den Pyrenäen die Sonne untergeht. Sohn3 schläft auf dem Sofa ein, bevor das Essen fertig ist. Die anderen beiden Söhne gehen erst gegen 22:30 Uhr ins Bett. Wir Erwachsenen treiben uns noch etwas im Internet rum und spielen zwei Runde Kingdomino. Eigentlich habe ich wenig Lust, morgen abend die Koffer zu packen.