Tagebuchbloggen 02/19

Es ist schon wieder soweit und Frau Brüllen fragt, wie jeden 5., was wir den ganzen Tag so machen.

Mein 5. Februar startet mit dem Ignorieren des Weckers um 5:45. Um 6:15 stehe ich bei der dritten Iteration des Weckers dann auf. Sohn3, der irgendwann nachts kam, fragt irritiert: „Mama, was machst Du?!“ Ich sage ihm er soll weiter schlafen, aber er geht mit runter und legt sich aufs Sofa. Es folgt die übliche Morgenroutine: Brötchen aufbacken, duschen, Brötchen zum Abkühlen aufschneiden, Tee kochen, Sohn2 wecken (Sohn1 ist von alleine aufgestanden), Brotdosen packen, Mittagessen für Sohn1 abbestellen (er bleibt wegen Magen-Darm zuhause), Kinder mit Frühstück versorgen, Tasche packen, D. wecken und um 7:20 los zum Bus. Leider schon wieder etwas knapp, da der Bus schon um 7:23 fährt. Aber der morgendliche Sprint zur Bushaltestelle gehört schon fast dazu. (Ab Herbst muss Sohn1 zum selben Bus. Ich hoffe er geht dann zwei Minuten vor mir los.) Im Bus mache ich die Bestellung für den Biolieferdienst fertig, die bis um 9:00 dort sein muss. Äpfel und Karotten gehen grade kiloweise weg bei uns. Bus und S-Bahn sind einigermaßen pünktlich. Auf dem Fußweg zum Büro freue ich mich über blauen Himmel und Sonne.

Im Büro um 8:15 kriege ich dann den ersten Kaffee. Kurze Fachgespräche mit dem Kollegen über Pokémon Go. Dann schreibe ich ein paar emails und gehe eine Präsentation für den Nachmittag durch. Um 10 habe ich eine Telefonkonferenz, für die ich mich in den Besprechungsraum zurückziehe. Nach eine knappen Stunde ist die erfolgreich abgeschlossen. Ich leite ein paar Informationen an Kollegen weiter und kläre Termine ab.

Um 11:45 gehe ich mit einer Kollegin los zum Pilates. Eigentlich sind wir für den Yogilateskurs angemeldet, aber der fiel gestern aus. Also heute mal Pilates. Das ist so als blutige Anfängerin eher herausfordernd und es wird wohl keine Wiederholung geben. Ich bleib beim Yogilates. Anschließend esse ich mein Vesper und klicke dabei ein letztes Mal meinen Vortrag durch. Dann beginnt eine Besprechung, im Laufe derer ich mein geplantes Projekt vorstellen soll. Es wird diskutiert, Bedarf für ein zweites Projekt festgestellt und ein drittes angeregt. Jetzt müsste nur jemand die ganzen Anträge schreiben. Nach meinem Projekt wird ein weiteres besprochen. Erst gegen 16 Uhr ist Besprechung beendet und ich hole mir meinen Nachmittagskaffee. Ich schreibe noch ein paar emails, ergänze die ToDo-Liste und kann sogar was Erledigtes streichen.

Um 16:50 mache ich mich mit einer Kollegin auf den Weg zur S-Bahn. Ich erzähle ihr, dass ich inzwischen so sensibilisiert bin für die „Weichmacher“ in der Sprache (hätte, könnte, würde, vielleicht, …), dass mir bei meiner eigenen Präsentation selbst aufgefallen ist, dass ich „das wäre mein Vorschlag“ statt „das ist mein Vorschlag“ gesagt habe. Grade gestern hatten wir bei einem Treffen mit anderen ehemaligen Teilnehmerinnen eines Mentoring-Programms, mit denen ich mich regelmäßig treffe, darüber gesprochen. (Übrigens Mädels, falls Euch jemand Mentoring/Coaching/Networking zur Frauenförderung anbietet, macht das! Es bringt’s voll!)

S-Bahn und Bus nach Hause. Es ist noch hell! Zuhause rede ich erst eine Weile mit D. Dann kommt Sohn1 und braucht Hilfe bei den Hausaufgaben. Deutsch Grammatik. Die vier Fälle. Ähm, ja. Damit habe ich mich das letzte Mal beschäftigt, als ich in der 4. Klasse war. Auf Grammatik wurde bei uns damals im Gymnasium keinen großen Wert gelegt (oder es wurde erwartet, dass wir das so können. Deshalb kann ich auch keine Kommasetzung). Wir quälen uns also durch Sätze und unterstreichen, formulieren Fragen und leiden. Bei der Durchsicht von Sohn2s Hausaufgaben, fallen mjr auch ein paar Sachen auf, die er noch andern soll. Zum Beispiel hat er bei einer Aufgabe einfach zweimal 0+0=0 und die Umkehraufgabe 0-0=0 geschrieben. Das ist zwar richtig und auch gar nicht dumm, aber auch ganz offensichtlich ein Zeichen für „Ich hatte keinen Bock!“. Also muss er sich noch zwei andere Aufgaben ausdenken. Sohn3 hat derweil zehn Bilder von Wohnmobilen gemalt. Damit hat er am Wochenende angefangen. Anfangs hat er sich ewig mit einem Bild beschäftigt und sehr detailliert gemalt. Inzwischen produziert er die am Fließband, weil er am besten findet, sie anschließend mit Reißnägeln, die er mit seinen Holzhämmerchen in die Wand haut, aufzuhängen. Seine Wände sind jetzt fast voll. Deshalb muss ich beim Aufhängen assistieren.

D. bereitet das Abendessen vor. Ich suche ein bisschen Ruhe im Schlafzimmer bis das Essen fertig ist. Anschließend bringen wir die Kinder ins Bett. Sohn3 verkündet keine Einschlafbegleitung zu wollen und ich verabschiedet mich zum Haarewaschen. Eigentlich mach ich das morgens, aber meistens fehlt mir da die Zeit zum ordentlich trocknen und es ist im Moment einfach zu kalt, um mit nassen Haaren loszugehen. Als ich fertig bin, will Sohn3 doch Einschlafbegleitung. War ja klar. Also lege ich mich ein bisschen daneben. Als er schläft gehe ich runter und wir schauen ein bisschen Fußball. Ins Bett gehe ich mal wieder zu spät.

Media Monday #395

Heute ist Media Monday. Wie jeden Montag, aber in letzter Zeit habe ich es selten geschafft, den Lückentext auszufüllen. Hier meine Antworten für diese Woche.

1. Prokrastination kann ich ja besonders gut mit einer ToDo-Liste bekämpfen. Man muss nur darauf achten, dass das wichtigste nicht ganz oben steht. Dann prokrastiniert man unwichtigeres zu Gunsten von wichtigem. Clever, oder? Nennt sich gezielte Prokrastination.

2. Wenn es draußen nicht so erbärmlich kalt wäre und nicht so dunkel und winterlich, dann ließe es sich fast aushalten.

3. Beste Film- und Serien-Snacks sind alles was gut schmeckt. Zur Zeit steh ich auf Knuspererbsen.

4. Wohingegen zu einem guten Buch für mich ja immer nichts zu essen gehört, denn mit Buch halten, lesen und gleichzeitig (am Ende noch was fettiges oder klebriges) essen bin ich überfordert.

5. Ich glaube, ich sollte mal wieder öfter lesen, weil ich das dieses Jahr bisher etwas vernachlässigt habe.

6. Schlafen ist eigentlich ideal, um abends einen langen Tag ausklingen zu lassen, schließlich fühlt man sich hinterher ausgeruht. Stattdessen hänge ich aber zur Zeit mit Serien bis Mitternacht auf dem Sofa rum.

7. Zuletzt habe ich zwei Filme (To all the boys I’ve loves before, The fault in our stars, ja, mir war rührselig zumute) hintereinander geschaut und das war sehr toll, weil wenn man krank auf dem Sofa rum hängt und alle aus dem Haus sind, hat man dazu endlich mal Ruhe.

Mein Lesejahr 2018

Nach dem Film- und Serienjahr kommt hier auch die Auswertung meines Lesejahrs 2018.

Ich habe im letzen Jahr 37 Bücher gelesen und mein Leseziel von 35 Büchern erreicht. In Seiten waren es 14.366. Gegenüber 2017 (25 Bücher, 9728 Seiten) eine deutliche Steigerung. Ein Grund dafür ist, dass ich 2018 vermutlich mehr Bücher gelesen habe, die sich schnell lesen (also z.B. Young Adult Fiction) und mich 2019 länger mit komplizierteren Büchern beschäftigt habe. Das Leseziel von 35 Büchern habe ich für 2019 beibehalten.

Von den 37 Büchern habe ich sieben mit fünf Sternen (‚it was amazing‘), 22 mit vier Sternen (‚really liked it‘), fünf mit drei Sternen (‚liked it‘) und zwei mit zwei Sternen (‚it was okay‘). Wie immer sind die Bewertungen grundsätzlich gut, da meine Vorauswahlkriterien anscheindend gut funktionieren. Tatsächlich empfand ich 2018 aber wirklich als außergewöhnlich gutes Lesejahr. Ich habe viele Bücher gelesen, die mir lange in Kopf und Herz geblieben sind und teilweise sogar auf meiner Liste zum Nochmallesen gelandet sind.

Eins der mit zwei Sternen bewerteten Bücher waren UnStrung von Neal Shusterman, was eigentlich nur eine Kurzgeschichte ist, die einen winzigen Teil zur Geschichte der UnWind-Dystology beiträgt. Die UnWind-Dystology hat mir insgesamt aber sehr gut gefallen und das wäre echt toll, wenn das jemand als Serie verfilmt! Das andere mit zwei Sternen bewertete Buch war Danach von Koethi Zan und ist als Thriller nicht wirklich mein bevorzugter Lesestoff. Demensprechend hat es mich auch nicht so richtig vom Hocker gerissen.

Die am besten bewerteten Bücher waren:

Six of Crows und Crooked Kingdom von Leigh Bardugo: Beide will ich demnächst nochmal lesen. Ich muss nur eins der Bücher aufschlagen und zwei Sätze lesen und schon kriege ich wieder Herzziehen. Erstaunlicherweise haben die Bücher auch mein Verhalten als Touristin an Orten mit vielen Menschen deutlich verändert. Mir fällt jetzt immer auf, wenn ich selbst unachtsam mit meinen Dingen und leichte Beute für Taschendiebe bin.

La Belle Sauvage von Philip Pullman: Das ist der erste Teil der Vorgeschichte zur His Dark Materials Trilogie, die ich bereits mehrfach gelesen habe. Ich hoffe da kommt noch mehr. Es war spannend und schön, wieder in diesem Universum zu sein.

Die Berlinreise von Hanns-Josef Ortheil: Ich weiß nicht mehr, was mich so beeindruckt hat, aber es war auf jeden Fall schön zu lesen.

Ready Player One von Ernest Cline: In Vorbereitung auf die Verfilmung, musste ich schnell noch das Buch lesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz so tief in der 80er Jahre Popkultur und Nerdkultur drin stecke. Die Verfilmung fand ich ok, aber an manchen Stellen (ich glaube ich erwähnte bereits das Autorennen!) ganz schlimm.

UnDivided von Neal Shusterman: Den ersten Band der UnWind-Serie habe ich bereits 2017 gelesen und dann erst mal nicht weiter. Es spielt in einem dystopischen Amerika, in dem sich nach einem Bürgerkrieg die Pro-Life und Pro-Choice-Anhänger auf den absurden Kompromiss geeinigt haben, dass Abtreibungen zwar verboten sind, die Kinder aber, wenn sie 13 sind zum recyclen zurück gegeben werden können, wenn die Eltern sie wirklich nicht haben wollen. Dabei wird der gesamte Körper in verschiedenen Organspenden weiter verwendet. Ich fand die Idee interessant, aber doch zu absurd, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass irgendwelche Eltern ihre Kinder weggeben würden. Aber nur weil ich es mir nicht vorstellen kann, ist es ja nicht unmöglich.
Irgendwann hab ich dann weiter gelesen und war plötzlich voll drin in der Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge aus unterschiedlichen Perspektiven eignen sich perfekt für eine Serienadaption, aber ich wiederhole mich.

The Hate u Give von Angie Thomas: Das hatte ich aus irgendeinem Grund mal auf die Leseliste gesetzt. Es geht um Mädchen, die Zeuge wird, wie ihr farbiger Kindheitsfreund von einem weißen Polizist grundlos erschossen wird. Es ist aber nicht nur ein Problembuch, es beschreibt auch sehr schön den Zusammenhalt in der Familie, mit Freunden und in der Nachbarschaft. Es hat mich sehr beeindruckt, wie der Alltag für farbige Menschen sich von meiner Lebensrealität unterscheidet. Lest das!
Es gibt auch eine Verfilmung, die ich aber noch nicht gesehen habe (weil er wohl noch nicht im Kino lief und ich lieber auf DVD/Stream warte.)

Auch bei den mit vier Sternen bewerteten Büchern kann ich einige empfehlen. Artemis von Andy Weir, Carve the mark von Veronica Roth und Homeland von Cory Doctorow (übrigens wie beinahe alle seine Bücher kostenlos als e-book verfügbar) sind mir z.B. noch lange im Kopf geblieben.

Mal sehen was das Lesejahr 2019 so bringt. Mit A darker shade of magic hat es auf jeden Fall schon mal sehr gut angefangen!

Unser Film- und Serienjahr 2018

Bevor ich mein Lesejahr verblogge, habe ich dieses Mal auch wieder eine Auflistung der gesehenen Filme und Serien. Bisher habe ich nur 2011 eine vollständige Liste geführt. Im Mai letzten Jahres habe ich wieder angefangen alles aufzuschreiben. Jetzt hab ich zwar keine vollständige Liste, aber immerhin eine von zwei Dritteln des Jahres. Insgesamt waren es 23 Filme und 13 Serienstaffeln.

Hier nun die Liste:

Filme

Alles Isy (Mit Absicht im Fernsehen (bzw. Mediathek) nicht so schlimm wie erwartet)
Annihilation (das Buch ist besser!)
ARQ
Betrug (zufällig im Fernsehen gesehen. Sehr krass.)
Die Unglaublichen 2 (im Kino mit Sohn2. Das war toll!)
Early Man (im Kino mit den Kindern gesehen. Ganz ganz schlimm!)
Ein Mann namens Ove (am meisten gelacht habe ich, als Ove ein Dr. Brumm Buch vorliest und kritisiert, das wir selbst grade aus der Bücherei hatten)
Extinction (ähm, nein!)
Feuer im Kopf
Hereditary (echt krasser Scheiß!)
How to be single (auch zufällig im Fernsehen gesehen)
In the blood (die Protagonistin ist nicht dünn und es wird nie(!) thematisiert!)
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (mit 10 Kindern im Kino gewesen. Zumindest der Film war gut.)
Kevin allein zuhaus (an Heiligabend mit den Kindern. Erstaunlich lustig.)
Rogue One (ich wollte, dass D. den auch mal sieht. Ich liebe den Film auch beim zweiten Anschauen noch!)
Searching (joah)
Spooks
The Conjuring 2 („basiert auf wahren Ereignissen“. Dann liest man das nach und stellt fest, dass es nachweislich ein Fake war, aber „wahre Ereignisse“.)
The Guilty
The Hateful 8 (man muss sie einfach alle hassen!)
To the bone
Unsane
You were never really there

Serien

13 reasons why Staffel 2 (Weiter weg vom Buch, trotzdem gut.)
Anne with an e Staffel 1 und 2 (ein bisschen nervig ist sie schon, aber trotzdem gut.)
A series of unfortunate events Staffel 1 und 2 (Ein Meisterwerk! Wie die Bücher auch! Ich liebe die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt ist. Je älter die Protagonisten werden, umso komplexer wird die Geschichte und umso mehr wird aus schwarz und weiß irgendwann grau. Ich sollte mehr von Daniel Handler lesen!)
Colony Staffel 1 und 2 (Mag ich sehr. Und auch wenn ich Staffel 3 mit dem Satz „Oh, Sawyer hat die Haare geschnitten!“ begonnen habe, kann man das echt anschauen ohne an Lost zu denken.)
Everything Sucks! (Leider nur eine Staffel.)
Sense8 Staffel 2 (Hachja, Sense8 war schon irgendwie besonders.)
The Alienist Staffel 1 (Daniel Brühl als merkwürdiger Kerl. Sehenswert.)
The Man in the High Castle Staffel 3 (Wir haben so lange Pause zwischen Staffel 2 und 3 gehabt, dass ich die halbe Staffel gebraucht habe, mich an die Handlung zu erinnern.)
The Returned Staffel 1 und 2 (Französische Alpentristesse. Sehr schön!)

Tagebuchbloggen 01/19

Auch 2019 fragt Frau Brüllen jeden 5. was wir so den ganzen Tag machen.

Hier ist heute der vorletzte Ferientag. Sohn3 liegt seit Weihnachten mehr oder weniger flach, ich seit Neujahr. Wir waren die letzten Tage also viel zu Hause. Ich genieße die zwei Wochen Auszeit im Winter immer sehr und brauche sie auch.

Heute werde ich erst um zwanzig vor zehn richtig wach. Sohn3 lag neben mir und ist irgendwann früher aufgestanden. Sohn1 und Sohn2 sind auch schon länger wach und spielen Roblox. Ich muss erst mal für Sohn3 die Duploeisenbahn aufbauen. Dann mache ich die Spülmaschine fertig, stelle die Waschmaschine an und mache Frühstück. Die erste Dosis Antibiotikum muss ins Kind. Leider schmeckt es wohl nicht. Also diskutieren wir.

Draußen schneit es, aber nicht so viel, dass man schippen muss. Trotzdem gebe ich D. Bescheid. Er ist hier der Hausmeister einer Wohnanlage und müsste ggf. zum Schippen rüber. Dann frühstücken wir erstmal alle zusammen. Die Kinder verschwinden nach oben und wir sitzen noch eine Weile am Tisch. D. macht Kaffee. Anschließend gehe ich ausgiebig duschen mit Haare waschen und Beine rasieren. Die Kinder sind anschließend zu 2/3 schon angezogen. Das ist eine Leistung. Gestern waren 2/3 den ganzen Tag im Schlafanzug.

Wir wollen noch los zum Einkaufen. Aber erst räume ich im Kinderzimmer auf. Wir haben gestern die Zimmeraufteilung geändert. Bisher haben sich Sohn2 und Sohn3 ein Zimmer geteilt. Das hat in letzter Zeit nicht mehr so gut funktioniert, weil sie oft streiten, unterschiedliche Dinge spielen und unterschiedliche CDs anhören wollen. Sohn1 und Sohn2 haben dafür im Moment sehr ähnliche Interessen, deshalb sollen sie sich jetzt ein Zimmer teilen. Sohn1 hat zwar kurz überlegt, ob er wirklich seine „Privatsphäre“ aufgeben will, aber da haben wir dann beide drüber gelacht. Erstens ist Sohn1 wirklich ungern allein und zweitens unter der Woche ständig unterwegs. Gestern haben wir die Möbel umgeräumt und das Spielzeug umverteilt. Sohn1 und Sohn2 haben nur noch Lego, Gravitrax und Nerf. Alles andere (Eisenbahnen, Duplo, Playmobil, Küche,…) ist bei Sohn3. Gestern hat es aber nur noch gereicht ein Zimmer aufzuräumen. Das zweite mache ich jetzt zuende. Anschließend muss ich Sohn1 seine Lernwörter diktieren. Es sind zwar Ferien, aber am zweiten Schultag wird ein Test über 50 Lernwörter geschrieben und Rechtschreibung ist nicht Sohn1s Stärke. Er hat letzte Woche alle schon mal geschrieben, deshalb schreibt er nur eins von 25 falsch. Dann übe ich mit Sohn2 lesen. Das ist leider auch noch zäh, aber ich hoffe der Knoten platzt bald. Sohn3 zieht sich auch endlich an. Bevor wir zum Einkaufen los können, tausche ich noch die Kleiderschrankinhalte von Sohn1 und Sohn3 und schließe damit den Zimmertausch ab. Eine Ladung Wäsche noch, Antibiotikum ins Kind diskutieren und wir starten zur großen Einkaufstour: Lidl, Edeka, dm und Aldi. Beim dm hole ich einen Kalender mit lustigen Fotos aus dem letzten Jahr für die Küche ab.

Wieder zuhause dürfen die Kinder Peter Hase auf DVD anschauen. Den habe ich vorgestern aus der Bibliothek geholt. Sohn2 wollte den damals gerne im Kino anschauen, aber irgendwie war dafür dann keine Zeit. Ich falte die Wäsche weg, damit ich einen Korb frei habe, um die nächste Ladung aus dem Trockner zu holen. Nächste Ladung rein und noch eine Maschine Wäsche an. Nummer drei für heute, drei Ladungen sind noch für morgen da. D. bereitet Pizza vor und ich setze einen Hefeteig für Zopf an. Nach dem späten Abendessen gehen die Kinder gegen 21 Uhr nach oben. Umziehen, Zähne putzen. Dritte Dosis Antibiotikum ins Kind. Dann Einschlafbegleitung bei Mascha und der Bär Folge 7. Ich tippe dabei den Großteil dieses Beitrags und gehe dann wieder nach unten, wo ich den Zopf forme und in den Ofen schiebe. Die Spülmaschine ist auch schon wieder voll und die letzte Wäsche muss in den Trockner. Dann beginnen wir die dritte Staffel von „A series of unfortunate events“.

Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? 7 (eigentlich in Ordnung, aber Luft nach oben ist immer).

Zugenommen oder abgenommen? Im Moment hab ich eine ganz gesunde „I don’t know and I don’t care!“-Einstellung. Auf der Waage war ich zuletzt im September.

Haare länger oder kürzer? Ich war einmal beim Friseur, aber die sind vermutlich schon wieder nachgewachsen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Immernoch Visus 1 ohne Sehhilfe

Mehr Kohle oder weniger? Seit Sommer etwas mehr, weil einmal Kindergartengebühr weggefallen ist und D. einen Job angefangen hat.

Besseren Job oder schlechteren? Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich denke in etwa gleich.

Dieses Jahr etwas gewonnen? Kann mich nicht erinnern.

Mehr bewegt oder weniger? Gefühlt die letzen Monate weniger.  Seit Herbst bin ich Montags und Donnerstags für Sportkurse angemeldet, konnte aber den Donnerstagskurs wegen anderer Termine (Dienstreisen, Kindergartenfeste,…) bisher nur drei mal besuchen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Ich zähle da immer noch nicht mit.

Davon war für Dich die Schlimmste? Anfang des Jahres waren alle nacheinander krank. Das war doof.

Der hirnrissigste Plan? Am kältesten Wochenende des Sommers mit den Kindern zelten gehen.

Die gefährlichste Unternehmung? Mit den Kindern in großer Hitze zum Strand am Cap Taillat zu laufen. Was die Südfranzosen als ausgeschilderte Spazierwege haben, ist nämlich mit Kinder teilweise sehr nervenaufreibend. Über felsige Wege und Steine und links geht es steil runter ins Meer. Aber der Strand war dann echt toll!

Die teuerste Anschaffung? Wir haben uns neue Stühle gekauft, die leider noch nicht angekommen sind. (Aber so richtig teuer waren die nicht.)

Das leckerste Essen? Kocht immer noch mein Mann. Und das täglich!

Das beeindruckendste Buch? The Hate U Give (Den Film will ich unbedingt sehen!). Dieses Jahr waren viele gute Bücher dabei, aber das verblogge ich noch extra.

Der ergreifendste Film? Nicht direkt ergreifend, aber sehr unterhaltsam war „Die Unglaublichen 2“

Die beste CD? Judith Holofernes.

Das schönste Konzert? Keins besucht.

Die meiste Zeit verbracht mit? Alltag.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meinen Jungs!

Zum ersten Mal getan?  Ein Kind zur OP begleitet.

Nach langer Zeit wieder getan? Ausgeschlafen. (Zumindest sowas wie. Also länger als bis 7:30.) Im Zelt übernachtet.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Streitigkeiten unter Kollegen.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Mich selbst davon, dass Sohn1 nicht aufs Gymnasium gehört. Inzwischen hab ich mich dran gewöhnt und bin völlig gechillt damit.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Ich weiß es nicht.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Die Kinder lassen mich inzwischen am Wochenende sowas wie ausschlafen!

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? Ich kann mich an keinen besonders erinnern.

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Sommer

Dein Unwort des Jahres? Armbruch

2018 war mit 1 Wort…? Kurz

Rückblicke 2017, 2016201520142012

Tagebuchbloggen 12/18

So schnell vergeht ein Monat ohne Bloggen. Heute ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag so machen. Hier kommt beim Tagebucheintrag:

Ich wache um 6:24 auf. Eine halbe Stunde zu spät. Ob mein Wecker nicht geklingelt hat oder ich ihn ausgeschaltet habe, weiß ich nicht. In der Nacht wurde ich zweimal geweckt. Einma als Sohn3 rüber kam und einmal als Sohn2 ein Problem hatte. Ich ärgere mich übers Verschlafen, aber eigentlich ist es kein Drama. Ich stehe auf und packe als erstes Aufbackbrötchen in den Ofen, weil kein Brot da ist. Ohne Vorheizen und ohne Uhr. Ich gehe duschen und nehme die Brötchen anschließend raus. Klappt so gut wie immer. Ich schneide sie vorm Zähneputzen noch auf, damit sie abkühlen können. Söhne 1 und 2 sind wach und machen ihre Adventskalender auf. Dieses Jahr habe ich wieder welche selbst gefüllt, nachdem es letztes Jahr gekaufte nach Wunsch gab. Für Söhne 1 und 2 habe ich die Lego Minecraft Crafting Box gekauft und je zwei Sets pro Sohn in Butterbrottüten sortiert. Dazu noch was Süßes und fertig. Sohn3 hat einen gekauften Playmobil 123 Kalender und was Süßes dazu. Dieses Jahr ist es das erste mal, dass wir die Kalender nicht so hoch lagern, dass die Kinder nicht selbst dran kommen. Endlich sind sie alt genug um das „jeden Tag eins“ zu verstehen!

Zähneputzen, also. Leider steht meine Zahnbürste zwar auf der Ladestation, die ist aber nicht eingesteckt. Also kein Strom mehr und ich muss manuell putzen. Anschließend ist anziehen dran und die Jungs zu Frühstück überreden. Es ist 7 Uhr. Ich habe mich von der Hoffnung verabschiedet, den Bus um 7:15 zu erreichen. Die Brotdosen sind noch nicht fertig und meine Haare noch nass. Also mache ich in Ruhe alles fertig und verabschiede gemütlich die zwei großen Kinder um 7:30 an der Tür. Dann stelle ich fest, dass ich mein Handy am Abend nicht ans Kabel gehängt habe und das Handy leer ist. Ich hänge es kurz an und lade auf 3% auf. Den Rest muss die Powerbank auf dem Weg zur Arbeit richten. Sohn3 steht kurz bevor ich gehen muss auch auf. Bus und Bahn sind pünktlich. Die Rolltreppe an der Uni ist dafür mal wieder kaputt.

Im Büro hole ich mir einen Kaffee und rede noch kurz mit einer Kollegin, die heute Teile meiner Arbeit bei einer Besprechung vorstellen muss. Anschließend arbeite ich meine To Do Liste ab. D.h. ich versuche sie abzuarbeiten. Seit Wochen wird die nur länger statt kürzer. Heute ist der wichtigste Punkt die Vorlesung, die ich am Nachmittag halten werde. Dafür gehe ich noch mal die Folien durch, an denen ich seit dem letzten Jahr nichts außer dem Datum geändert habe. Ich verschiebe ein paar Folien, lasse aber den Rest so. Dann kläre ich mit dem Verantwortlichen die Logistik: Ort, wieviele Studierende, HDMI- oder Analoganschluss (das hat mein Rechner nämlich nicht). Irgendwann habe ich Hunger. Da es schon halb zwölf ist, esse ich mein Vesper. Dann mache ich noch etwas Datenauswertung für eins meiner Projekte und hole dann im Labor die Sachen, die ich für die Vorlesung und Übung brauche: Ultraschallgerät + Zubehör, Testkörper und Farbe und Entwickler für die Eindringprüfung. Mit meinem voll gepackten Rollköfferchen (Stahltestkörper sind schwer!) mache ich mich auf den Weg zur Vorlesung. Dafür muss ich etwa 10 Minuten über den Campus laufen. Ich bin zu früh da, aber so haben ich und der Vorlesungsverantwortliche genug Zeit, um die Präsentation zum Laufen zu kriegen und ein bisschen über die Auslastungsplanung, die uns aufgedrückt wurde, zu schimpfen. Dann kommen die Studierenden. Der Raum ist voll. Allerdings ist der auch klein. Knapp über zehn Studierende sind da. Ich hab die Vorlesung auch schon für drei gehalten, also sind das ordentlich viele. Letztes Jahr habe ich exakt 90 Minuten geredet. Deshalb befürchte ich die ganze Zeit, dass ich zu lange rede und beeile mich. Das Ergebnis ist, das ich schon nach 70 Minuten mit den Folien durch bin. Tja. Kurze Pause und dann machen wir Übung. Dafür haben wir gestern ein kurzes Programm vorbereitet. Eigentlich hätten wir 90 Minuten Zeit, aber dann müsste ich das halbe Labor rüber tragen. Also machen wir nur eine kurze Übung und ich entlasse die Studierenden. Bevor ich wieder rüber laufe, treffe ich noch einen Kollege, mit dem ich mich über eine Wärmebildkamera fürs Handy unterhalte und ob wir sowas anschaffen sollten. Cool wäre es schon, aber Anwendungen haben wir keine. Mal sehen.

Auf dem Rückweg zu unserem Gebäude, spiele ich Pokemon Go. Ich lade die Sachen von der Übung wieder im Labor ab und gebe den noch anwesenden Kollegen einen Kurzabriss der Vorlesung. Dann gehe ich noch mal nach oben, um meine Sachen zu holen. Ich checke noch kurz, was morgen beim Unisport angeboten wird. Ich bin für einen Kurs Donnerstagnachmittags angemeldet, der sich diese Woche leider mit einer Arbeitskreissitzung überschneidet. Die gleiche Trainerin bietet aber noch andere Kurse an und ist da sehr kulant, wenn man aus Zeitgründen einen anderen Kurs besucht. Morgen gibt es tatsächlich einen Kurs, der mir zeitlich besser passt. Also nehme ich die Sportsachen morgen trotzdem mit.

Um 16:50 verlasse ich das Büro und nehme S-Bahn und Bus nach Hause. Zuhause empfangen mich die Kinder freudig. Ich kriege Kaffee und spiele mit Sohn3 zwei Runden Memory. Leider betrügt er immer ein bisschen, obwohl er ohne Schummeln auch immer gewinnen würde. Weil heute nacht der Nikolaus kommt, müssen die Schuhe noch geputzt werden. Das machen die Kinder auch fast ohne Murren. Ich beziehe noch ein Kinderbett neu und muss dann auch schon wieder los. In der Schule ist eine Infoveranstaltung zur weiterführenden Schule. Wir tendieren dazu, Sohn1 auf die Gemeinschaftsschule im Nachbarort zu schicken, weil uns das Konzept mit Ganztagsschule, keinen Hausaufgaben und keinen Noten eigentlich gut gefällt und die Schule von uns aus gut mit dem Bus zu erreichen ist. Sohn1 ist von der Vorstellung, dass er um vier zuhause ist und keine Hausaufgaben mehr machen muss, auch sehr angetan. Ich stelle aber im Gespräch mit anderen Eltern immer wieder fest, dass das Konzept Gemeinschaftsschule von vielen (noch?) abgelehnt wird. Die Argumente sind: „Das wird doch in fünf Jahren eh wieder abgeschafft.“, „Die haben doch gar nicht genug Personal, um ihre eigenen Konzepte zu erfüllen!“, „Da schicken die Eltern die Kinder hin, die es auf dem Gymnasium nicht schaffen würden, weil sie dann vielleicht doch noch Abitur machen können.“, „Wenn mein Kind selbstständig arbeiten muss, geht das in die Hose.“, „Schule bis 15:20?! So lange soll mein Kind nicht in die Schule gehen müssen!“, „Das alle gemeinsam lernen funktioniert doch schon in der Grundschule nicht!“, usw. Ich habe jede Menge Gegenargumente, wie z.B. dass Länder, die im internationalen Vergleich bei Bildung gut abschneiden oft Gemeinschaftsschulen haben, dass Kinder in der 5. Klasse gerne mal endlich selbstständig arbeiten lernen sollen, dass auch andere Schulen weder Geld noch Personal für tolle Dinge haben und die Gemeinschaftsschulen in den letzten Jahren enorm gefördert wurden, dass es eine Illusion ist, die Kinder wären an anderen Schulen früher als 16 Uhr mit Schule (+Fahrzeit) und Hausaufgaben fertig, dass das Bildungssystem so durchgängig ist, dass man immer ein Abitur machen kann, ganz egal auf welcher Schule man anfängt (und das man eigentlich auch gar nicht zwingend ein Abitur braucht), aber man kriegt dieses Denken aus den Köpfen der Baden-Württemberger nicht so schnell raus.

Ich höre mir also Infos zu allen Schulformen an. An der Hauptschule kann man auch Realschulabschluss machen und an der Realschule jetzt wohl auch einen Hauptschulabschluss. Der Realschulrektor redet viel von Sitzenbleiben und Noten und Maßregeln, dass er nicht wirklich gute Werbung macht. Die Hauptschule am Ort wirkt zwar ganz nett, ist halt aber (trotz Realschuloption) eine Hauptschule, die von Beginn an drauf hinzielt, die Kinder in Ausbildung zu vermitteln. Da glaub ich dann nicht mehr so richtig an „den Kindern stehen alle Möglichkeiten offen“. Die Gymnasien finde ich alle toll und würde mich für verschiedene gern selbst anmelden. Allerdings glaube ich nicht, dass Sohn1 auf dem Gymnasium richtig ist. Und so gehe ich aus der Veranstaltung raus und finde immer noch die Gemeinschaftsschule richtig. Aber jetzt warten wir mal die Empfehlung ab und schauen dann im Frühjahr die in Frage kommenden Schulen (Gemeinschaftsschule, Realschule) mal an und entscheiden dann.

Zuhause kriege ich noch ein spätes Abendessen und berichte ausführlich über die Infoveranstaltung. Ich habe die Flyer von allen Schulen mitgenommen und werde sie mal Sohn1 zeigen. Anschließend schauen wir noch eine Folge der dritten Staffel von „The Man in the High Castle“. Bevor wir müde ins Bett wanken, müssen wir noch Nikolaus spielen. Was tut man nicht alles.

Tagebuchbloggen 11/18

Meine Güte, schon wieder ist der 5., war doch grade erst! Frau Brüllen fragt, wie schon lange an jedem 5., was wir den ganzen Tag so machen.

Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr. Ich snooze ein paar Mal. Ist heute einfach zu früh. Erster Schultag nach Ferien, erster Arbeitstag nach vier freien Tagen, die ich angeschlagen mit wenig tun verbracht habe. Heute dann wieder Alltag. Als erstes Aufbackbrötchen in den Ofen, dann duschen. Während die Brötchen abkühlen, schneide ich Obst und Gemüse für vier Brotdosen. Am Ende kommen noch die abgekühlten und belegten/bestrichenen Brötchen dazu. Erst als alles fertig ist, fällt mir ein, dass ich die Samosas aus dem Kühlschrank mitnehmen wollte. Zu spät. Sohn1 und Sohn3 sind mit mir aufgestanden, Sohn2 wecke ich um sieben. Sohn1 und Sohn2 essen Brötchen, Sohn3 die vorgestern gebackenen Kekse. Ich gehe um 7:15 Uhr und lasse die Jungs mit der Anweisung sich anzuziehen zurück. Ab hier übernimmt D. die Morgenschicht. Ich gehe zum Bus. Eine Kollegin steht überraschend an meiner Bushaltestelle. Wir wechseln ein paar Worte. Im Bus schreibe ich auf, was die letzten Tage so gewesen ist. Seit ein paar Monaten verwende ich eine Tagebuch-App. Bus und S-Bahn sind einigermaßen pünktlich. Auf dem Weg von der S-Bahn zum Büro spiele ich Pokémon Go und kaufe beim Minisupermarkt auf dem Campus noch eine Milch.

Um zwanzig nach acht bin ich im Büro. Ein Kollege hat auch eine Milch mitgebracht. Dann reicht sie immerhin eine Weile. Kurze Kollegengespräche an der Kaffeemaschine. Zwei neue Kolleginnen aus anderen Abteilungen werden herumgeführt und vorgestellt. Anschließend kümmere ich mich um die heutige Teambesprechung. Tagesordnung hatte ich mir noch keine überlegt, aber das geht auch jetzt noch. Ich bastel noch eine kleine Präsentation und schicke ein Update mit geändertem Besprechungsraum an alle. Um zehn fangen wir an. Ich gebe ein paar Infos zu Projekten und Investitionen weiter, dann besprechen wir, was für ein bald anstehendes Audit noch zu tun ist und was bereits erledigt ist. Leider sind hauptsächlich meine Aufgaben noch unerledigt. Nach einer guten Stunde sind wir durch. Ich esse eine Mandarine und beantworte aufgelaufene Anrufe.

Um viertel vor zwölf gehen ich und eine Kollegin los zum Yogilates in der Mittagspause. Ich merke, dass ich noch nicht so richtig fit bin, aber es geht einigermaßen. Um 13 Uhr sind wir zurück im Büro. Ich hole meinen Rechner und was zu schreiben und gehe für eine Telefonkonferenz in den Rückzugsraum (bei uns eigentlich nur Panic Room genannt). Bis ich das Einwählen kapiert habe, bin ich schon ein paar Minuten zu spät. Ist aber nicht so schlimm. Wir telekonferieren eine Stunde und es werden weitere Aufgaben verteilt. Der Termin für die nächste Telko wird für Februar festgesetzt. Ich bin tatsächlich die einzige, die für den Tag schon einen anderen Termin im Kalender hat.

Um 14 Uhr kann ich dann endlich mein Vesper essen. Ich fange an mich durch die Auditunterlagen zu arbeiten und es bleiben noch Fragen. Eine Mitarbeiterin ruft mit Neuigkeiten an, die ich gleich mit den anderen, die es betrifft bespreche.

Um 16 Uhr fällt mir ein, dass ich Punkt 1 auf meiner ToDo-Liste konsequent ignoriert habe und jetzt noch 45 Minuten Zeit habe, um aus nix eine Präsentation zu machen. Ich schaffe es in 47 Minuten und muss nur ein bisschen zur S-Bahn joggen. In der S-Bahn lese ich.

Zuhause lässt sich D. von Sohn3 beim Memory abzocken. Sohn2 schaut zu. Sohn1 berichtet, dass er Besuch hatte. Ich lasse mich beim Kaffee dann auch von Sohn3 beim Memory abzocken. Sohn1 hört Musik und Sohn2 holt sich seine Dosis Minecraft. Ich gehe mit Sohn1 nach oben, spiele aber nur halbaktiv mit. Er baut Höhlen, verkauft mir Sachen, erschreckt mich mit einer Halloweenmaske und findet eine alte Barbie unter dem Bett. Die muss er baden, sagt er. „Aber nicht hier oben!“ bemerke ich, weil hier oben unter dem Waschbecken Holzboden ist und Barbie baden vermutlich nicht ohne Boden wässern geht. Erstaunlicherweise lenkt er sofort ein und will nach unten gehen. Ich sehe noch rechtzeitig, dass er das Mundwasser seines Bruders in der Hand hat und weise drauf hin, dass die Barbie darin nicht baden soll. Wieder lenkt er gleich ein und geht dann die Barbie baden.

Gegen 19:30 gibt es Abendessen. Nudeln mit Hühnchen für die Kinder und Tortilla für uns. Sehr lecker. Anschließend Hausaufgabenkontrolle. Sohn1 hat wunderbar mit 100.000er Zahlen gerechnet. Nur leider alle Plusaufgaben mit Minus. Also korrigiert er. Sohn2 liest Minisätze vor. Dann Abendroutine. Um 20:45 liegen die Kinder im Bett. Sohn3 erzählt noch eine Weile, weil er heute Nachmittag eingeschlafen ist. Er war letzte Woche vom gleichen Virus wie ich befallen und ist wohl auch noch nicht 100 % fit.

Im Montagskino kommt ein Krimi. Naja, da kann ich ja dann mal vor Mitternacht ins Bett.

Media Monday #383

Der Montag hat sich heute Mühe gegeben. S-Bahn-Strecke teil gesperrt, Bus im Stau, Anschluss verpasst, auf dem Rückweg wieder übel Verspätung. Aber immerhin habe ich heute morgen sehr weitsichtig meinen Joghurt in einen Gefrierbeutel gesteckt und somit eine Joghurtkatastrophe in der Tasche verhindert. Hier nun aber meine Antworten zum Media Monday.

1. Der Oktober neigt sich dem Ende und gleichsam naht der November. Ist der erst einmal gestartet, ist schon schneller als man schauen kann Weihnachten.

2. Ich glaube ja nicht, dass ich es dieses Jahr noch schaffen werde The hate u give im Kino anzuschauen. Muss ich wohl auf die DVD warten.

3. Meine Reading Challenge zu schaffen habe ich mir hingegen fest vorgenommen und bin auch zuversichtlich, dass ich drei noch fehlenden Bücher bis Ende des Jahres schaffe.

4. Von all den Messen und Conventions, die es jährlich so gibt, hab ich nicht wirklich viel Ahnung.

5. Herbstzeit ist ja auch gerne Grippe- oder allgemein Erkältungszeit. Beste Beschäftigung, wenn gesundheitlich angeschlagen, ist für mich ja immer noch das möglichst schnell wieder los zu werden. Krank sein geht ja als Eltern irgendwie gar nicht.

6. Kommende Woche ist ja auch schon wieder (mindestens ein) Feiertag in Sicht. Wahrscheinlich werde ich den damit verbringen, Wäsche zu waschen und mit den Kindern was zu unternehmen. Oder damit, Nasenspray und Ibusaft zu verteilen. Im Moment schnupft und hustet die halbe Familie. Von T-Shirt-Wetter zu Schnee innerhalb von wenigen Tagen ist halt nix.

7. Zuletzt habe ich einen Weiterbildungskurs in Österreich besucht und das war ziemlich anstrengend, weil wir die ganze Woche von 8 bis 18 Uhr Kurs hatten und am Abend das Gelernte wiederholen sollten. Ich hab die ganze Woche den Fernseher nicht eingeschaltet und gerade mal 20 Seiten in meinem aktuellen Buch geschafft.

Media Monday #380

Ein Media Monday mit dem Fokus auf Büchern, ist für mich gerade genau das Richtige. Mein Leseziel für dieses Jahr ist fast erreicht und da waren so viele wirklich gute Sachen dabei.

1. Eine Buchreihe wie jede wird es für mich kein zweites Mal geben, denn jede Serie ist anders und mich haben schon viele begeistert.

2. John Green ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn ich habe tatsächlich alle seine Bücher gelesen und warte jetzt auf die Verfilmung von Looking for Alaska.

3. Ich-Erzähler in Romanen bringen einen sehr nahe an die Erzählerfigur ran, liefern aber nur subjektive Informationen. Man muss schon gut schreiben können, dass das gut gelingt.

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Ich versuche eigentlich immer beides zu konsumieren. Die Reihenfolge ist idealerweise erst Buch, dann Film. Aber ich habe das auch schon andersrum gemacht. Ich schaffe es inzwischen sogar meistens, nicht ständig „Das war im Buch ganz anders!“ zu schreien. Buch und Film erzählen idealerweise die gleiche Geschichte auf unterschiedliche Weise. Im Moment warte ich gespannt auf die Verfilmung von The hate u give.

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Young Adult Fiction wahnsinnig angetan, da hat mir bisher alles gefallen. Aber wahrscheinlich wähle ich nur so gut aus.

6. Autonomous liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn das ist das letzte, was ich bekommen habe.

7. Zuletzt habe ich The hate u give gelesen und das war ganz großartig, weil ich schon auf Seite drei so in der Story drin war, dass mich der Mord gleich zu Beginn (der ja das Thema des Buchs ist) schon ordentlich mitgenommen hat.