Sohn1 lud ein

Am Sonntag war Sohn1s Geburtstagsparty anlässlich seines 7. Geburtstags.  Nachdem wir letztes Jahr Ninjago als Thema hatten, wollte er dieses Jahr eine Lego Movie Party.  War mir recht. Und so klickte ich an einem Sonntagnachmittag mal eben die Einladungskarten zusammen.

legomovie

Sechs von sieben eingeladenen Kindern sagten zu. Da am Tag direkt vor der Party das Jubiläumschorkonzert des Schulchors von Sohn1 stattfand, bei dem ich auch mitsang, und ich die vier Tage davor in München war, gab es gar nicht so viel Zeit zum Vorbereiten der Party. Für gutes Wetter hatten wir aber zwei unterschiedliche Planungen. Da die Wetterprognose dann tatsächlich gut war, machte ich mir nicht mehr so viele Sorgen. Ich hatte schon einige Zeit vorher Legopappteller, -pappbecher, -servietten und -luftrüssel bestellt. Von der ursprünglichen Idee einen Legokuchen zu machen, bin ich dann wieder abgekommen und machte einfach Schokominimuffins und D. machte Erdbeertörtchen. Zusammen mit den Schokomuffins, schob ich noch Legolollis in den Ofen. Wir haben neulich Legostein- und Legomännchen-Silikonformen gekauft. Eigentlich sind die für Eiswürfel, aber sie sind auch hitzebeständig und können in den Ofen. Also legt man einfach Fruchtbonbons in die Formen und lässt sie im Ofen schmelzen. Ich hatte sie bei 180°C Umluft mit drin. Da dauert es ca. 10 min. In die Legosteinform passten 3 Fruchtbonbons, in die Legomännchen 1,5 Fruchtbonbons. Wenn man sie rausnimmt, steckt man einen Zahnstocher rein und dreht ihn nach ein paar Minuten noch mal nachträglich fest. Bestimmt ist es hübscher mit echten Lollistielen, aber die hatte ich eben nicht. Die Lollies waren bei den Kindern der Renner!

wp-1466665579242.jpgDie Feier startete auch nicht mit dem üblichen Kuchenessen, sondern damit, dass alle Kinder nach oben verschwanden, um sich Sohn1s neues Kindertablet anzuschauen. Das war ein Geschrei und Gekreische und ich schritt ein, um das geplante Programm zu starten. Als erstes verteilte ich eine Runde LegoMovie Masken, die man z.B. hier runterladen kann. Ich hatte die auf 160g-Papier ausgedruckt (die Anleitung des Druckers sagte, dass er mehr nicht kann) und Gummibänder angeknotet. Für die Haltbarkeit ist es ratsam, die Löcher für das Gummiband mit Klebeband zu verstärken.

Nachdem sich jeder einen Held ausgesucht hatte, scheuchte ich alle nach draußen zu einer Schnitzeljagd. Die erste Station war am Ende unserer Straße. Da hatte ich einen Luftballon mit Zettel drin angebunden. Den Luftballon hatten sie schnell zerplatzt, das Hinweis lesen dauert immer noch etwas. Ich hatte immer wieder Straßennamen als Ortsangaben gewählt, so dass sie auch gezwungen waren die Straßenschilder zu lesen. An der zweiten Station hatte ich den Hinweis auf einem Brett angeschraubt. Jeder durfte mit dem Akkuschrauber eine Schraube herausdrehen. Und alle wollten die Schrauben hinterher wieder reindrehen. Ich vermute, mit Akkuschrauber und Schrauben könnte man schon einen halben Kindergeburtstag füllen.

Weiter ging es zum Spielplatz. Hier musste der „Stein des Widerstands“ im Sand ausgegraben werden. In vier Teilen und mit jeweils einem Teil des nächsten Hinweises. Ebenfalls auf dem Spielplatz hatte ich mit Kreide ein böses Legomännchen an die Kletterwand gemalt. Das musste nun mit Wasserbomben vernichtet werden. Die Wasserbomben hatte ich im Vorfeld in der Nähe deponiert. Das Wasserbomben werfen war ein großer Spaß!

wp-1466665488408.jpgAnschließend ging es weiter und den Berg nach oben. Eigentlich war noch ein weiterer Hinweis versteckt und die Kinder sollten den Stein den Widerstands auf Löffeln den Berg hoch transportieren. Allerdings rannten sie am Hinweis einfach vorbei und dann ließen wir das eben aus. Oben angekommen war dann der Äktschen-Tag der Kirchengemeinde. Mit Hüpfburg, Kistenklettern, Tischtennis,… Sohn1 setzte schon zum Meckern an: „Mama, ich hab mir das ganz anders vorgestellt. Das find ich jetzt echt doof. Eigentlich… oh, eine Hüpfburg!!!“ Dann waren alle erstmal weg. D. brachte Erdbeertörtchen und Capri Sonne und alle aßen begeistert. Um 17 Uhr war der Äktschen-Tag vorbei und es wurde abgebaut. Die Kinder fanden die Straßenmalkreide, die ich noch im Rucksack hatte und begannen damit zu malen. Das beschäftigte sie noch eine Weile. Schließlich trieb ich sie an und wir gingen zurück zu uns noch Hause. Einer kletterte auf jede Mauer und sogar auf die Kleidercontainer, einer spielte den ganzen Heimweg Monster und schrie alle 30 Sekunden laut. Ich war ganz schön froh, dass ich sie über 3 km hatte laufen lassen. Ich weiß nicht, wo bei uns in der Wohnung die Energie hätte hingehen sollen. Süß war das einzige eingeladene Mädchen, die beinahe den ganzen Weg an meiner Hand ging und mir erläuterte, dass sie sich leider nicht entscheiden könnte, welchen ihrer beiden Kindergartenfreunde sie mal heiraten wolle. Zuhause gab es dann noch Chicken Nuggets, Pommes, Fäkalhumor und gegenseitiges Überschreien (ich glaub das muss so) und dann war die Party auch schon vorbei. Die Kinder waren sehr begeistert von geschälten Bundmöhren, an denen noch etwas Grün war. Die mümmelten sie wie Kaninchen. Ich denke die Kinder hatten Spaß. Für uns war es zwar anstrengend, aber ich finde das Rausgehen und Laufen entspannt schon immer etwas. Sohn2 hat angekündigt, dass er bei seinem Geburtstag im März genau das gleiche machen wolle. Mal sehen, ob ich die Kirchengemeinde überreden kann, da einen Äktschen-Tag zu planen 😉

Media Monday #260

Nach etwas Pause bin ich auch mal wieder dabei und beantworte die Fragen zu Media Monday. Letzten Montag hatte unser Sohn1 Geburtstag, anschließend war ich den ganzen Rest der Woche in München, am Samstag hatten Sohn1 und ich Chorkonzert und gestern war Sohn1s Kindergeburtstag. Eigentlich wäre ich jetzt bereit für ein langes Wochenende, aber die Arbeitswoche nimmt leider keine Rücksicht.

1. Das Bloggen über alles so ist für mich etwas in den Hintergrund getreten, seit ich so viele Kinder und so wenig Zeit habe.

2. Als Fangirl würde ich mich jetzt grade nicht bezeichnen.

3. Douglas Adams zählt für mich zu den begnadetsten AutorInnen, denn im Buch „The Salmon of Doubt“ ist ein Brief abgedruckt, den er als Zwölfjähriger geschrieben hat. Ich wollte sofort alle Schreibaktivitäten einstellen. Ich schreibe mit 35 noch nicht so gut, wie er mit zwölf.

4. An Stephen King Verfilmungen denke ich gerne mit nostalgisch verklärtem Blick, schließlich haben wir damit Tage in unserem Fernsehkeller verbracht. Ich kann Es noch immer teilweise mitsprechen. 

5. Zu einem richtigen Serien-Marathon hat’s zwar nicht gereicht, dennoch haben wir in den letzten Wochen endlich Breaking Bad angeschaut.

6. Das Anschauen von Breaking Bad hat mich jüngst dazu verleitet, meine anvisierte Schlafenszeit von 0 Uhr eher in Richtung 1 Uhr zu verschieben. Geht leider nicht auf Dauer, also werde ich jetzt hoffentlich wieder vernünftiger.

7. Zuletzt habe ich die Gone Serie gelesen und das war erstaunlich schnell gelesen, weil eigentlich stand die schon länger auf meiner Leseliste, aber die Anzahl von sechs Bänden hat mich etwas abgeschreckt. Für Liebhaber von Young Adult Fiction durchaus empfehlenswert.

Tagebuchbloggen 06/16

Es ist schon wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen.
Ich werde gegen 7:30 von Sohn3 geweckt. Die anderen beiden Söhne sind schon vorher aufgestanden. Ich gehe runter und räume als erstes die Spülmaschine ein. Sohn3 will eine Milch trinken. Er hat eine Rotznase und ist warm, aber seine Laune ist gut. Dann schnippel ich Obstsalat und mache ich Frühstück. Außerdem befülle ich, die am Vortag gekauften Legostein- und Legomännchen- Eiswürfelformen mit Wasser. Wir frühstücken Baguette, Obst und Joghurt. Anschließend befülle ich die Waschmaschine und suche mir ein Sportprogramm für den Tag aus. Die Kinder streiten sich zwischendurch immer wieder, so dass ich sie zwischenzeitlich nach oben schicke. Das Sportprogramm ist sehr anstrengend. Vermutlich habe ich auch ein paar Viren abgekriegt. Die Jungs spielen jetzt mehr oder weniger friedlich. Ich versuche mich heimlich etwas ins Bett zu legen, aber sofort sind alle Jungs mit im Bett und bauen aus dem Bettzeug Burgen. Also stehe ich wieder auf und gehe duschen. D. kümmert sich um die Bestellung von Geburtstagsgeschenken für Sohn1. Der heiß ersehnte StarScavenger ist im Angebot bei Galeria Kaufhof.
Die Eiswürfel sind fertig und die Kinder sind begeistert. Die leeren Formen befülle ich neu mit geschmolzener Kuvertüre. Mal sehen, ob das klappt.
Es ist inzwischen 13 Uhr und eigentlich würde ich gerne im Wohnzimmer staubsaugen, aber der Regenradar sagt, es bliebe nun die nächsten 2 Stunden trocken und so mobilisiere ich die Jungs zur Eisdiele zu gehen. D. bereitet schon Teile des Abendessen vor. Wir laufen mit Spielzeug für den Spielplatz los. Der Himmel zieht sich plötzlich zu und mit den ersten Tropfen erreichen wir die Eisdiele. Eis essen wir also unter der Markise. Der Nieselregen ist inzwischen ein ausgewachsenes Gewitter mit Starkregen. Die Jungs sind begeistert und lassen sich immer wieder am Rand der Markise nassregnen, um dann gieksend zurück zu rennen. Sohn3 ist irgendwann komplett durchnässt. Zum Glück habe ich wenigstens ein Wechselshirt für ihn dabei. Ich gebe D. Bescheid, dass er uns abholen soll, sobald er beim Kochen weg kann. Das klappt. Pünktlich zu Ninjago sind wir wieder zu Hause. Nachdem alle umgezogen sind, sitzen die Kinder glücklich vorm Fernseher, ich habe Kaffee und Sohn3 schläft auf meinem Arm ein. Die Schokolegomännchen sind fertig, sehen leider besser aus als sie schmecken. Da ist noch Optimierungsbedarf. Ich lege mich mit Sohn3 zu einem späten Mittagsschlaf hin. Sohn2 gesellt sich später zu uns. Ich stehe gegen 16:30 wieder auf, esse den Obstsalat auf und komme endlich zum Staubsaugen, obwohl Sohn1 dringend mit mir Lego spielen will. Als ich fertig bin, will er dann lieber mit seinen Brüdern toben. D. hat in der Zwischenzeit die Küche aufgeräumt. Mir fällt ein, dass wir noch dringend die Einladungen für Sohn1s Geburtstagsfeier machen sollten und ich klicke ein paar Bilder zusammen, um eine LegoMovie Einladung zu kreieren. Das wird dann ausgedruckt und auf bunte Klappkarten geklebt. Das übernehmen die Kinder.(Und ich versuche zu ignorieren, dass es schief aufgeklebt wird.) Und dann ist der Tag auch schon rum. Es gibt Abendessen, die frisch gewaschene Wäsche wird eingeräumt und die Kinder gehen ins Bett. Dank des späte Mittagsschlafs hält Sohn3 bis 22:30 durch. Immerhin schaffe ich es dabei „The Martian“ zu Ende zu lesen. Anschließend gibt es für uns noch 2 Folgen Breaking Bad und dann ist Schlafenszeit!

„… dann würde ich mich auch drum kümmern wollen!“ Das ist ein Satz, den ich erstaunlich oft höre. Meistens merkt mein Gegenüber gar nicht, dass mir damit gerade mein Lebensmodell schlecht geredet wird. Mich meinen sie damit nämlich nicht. Schließlich ist bei uns ja der Papa zuhause und das sei ja dann genau so gut. Ich kann über sowas nur noch schmunzeln. Wo kommt dieser Irrglaube her, man würde sich, weil man arbeiten geht, nicht um die Kinder kümmern. Oder sich nicht drum kümmern müssen. Weil Väter das früher so gemacht haben? Haben Sie das denn? Denken die, ich komme von der Arbeit nach Hause, setze mich hin und wimmele die Kinder ab, weil ich mein 8h-Soll fremdbestimmter Zeit schon erfüllt habe? Der Tag hat allerdings 24 Stunden. Selbst wenn ich 9,5 Stunden außer Haus bin (Arbeit, Pause, Fahrzeit), bleiben immer noch 14,5 Stunden, die ich mich um meine Kinder kümmern darf. Wenn ich am Nachmittag nach Hause komme, stehen manchmal alle drei da und wollen was von mir. Einer will Hilfe bei den Hausaufgaben, einer will zum Spielplatz gehen und der dritte vor Freude hoch springen und mich 100 Mal fragen, ob ich mit dem „Atto fahn?“ bin. Natürlich ist das nicht jeden Tag so. Manchmal ist einer unterwegs bei Freunden, einer schläft auf dem Sofa, weil er „gar nicht müde“ war und der dritte kriegt einen Wutanfall, weil er kein neues Eis kriegt, nachdem er seins in einem anderen Wutanfall durch die Gegend geschmissen hat. Was ich damit sagen will: ich bin einen Teil des Tages nicht da, aber ich habe dennoch nicht das Gefühl, mich nicht um meine Kinder zu kümmern. Ich kontrolliere Rechenaufgaben, mache Vesperbrote, putze schmierige Hände ab, wechsele Windeln, stehe nachts auf, wenn jemand weint, klebe Pflaster auf. Genauso, wie D. das auch macht. Und wie alle anderen Eltern das auch machen. Die Liste lässt sich beliebig erweitern. Ich mache das alles eben nicht 24 Stunden am Tag, sondern nur 14,5 Stunden. In der Zeit, in der ich bei der Arbeit bin, ist Sohn1 6,5 Stunden in Schule inkl. Wegzeit und Kernzeitbetreuung. Etwa einmal die Woche geht Sohn1 direkt nach der Schule einen Freund besuchen und anschließend zum Sport. Zuhause ist er dann gegen 19 Uhr, etwa 11,5 Stunden, nachdem er morgens das Haus verlassen hat. Und er wird gerade erst sieben. Je älter und selbständiger er wird, umso mehr Zeit wird er ohne uns unterwegs sein. Sohn2 ist theoretisch ebenfalls 6,5 Stunden betreut (praktisch ist er nicht gleich morgens um 7:30 Uhr dort) und mit Wegezeiten mindestens 7 Stunden unterwegs. Oft schläft er nachmittags ein. Wir reden hier beim „nicht selbst um die Kinder kümmern“ also um 2,5 bis 3 Stunden täglich, in denen die Kinder frei wären für Kümmern und in denen ich nicht da bin. Gut, wir haben auch noch Sohn3, der bisher nicht in den Kindergarten geht und deshalb die volle Zeit (minus Mittagschlaf) zum Kümmern verfügbar ist. Da die U3-Gruppe in unserem Kindergarten letztes Jahr geschlossen wurde (ja, hier auf dem Land gab es zu viele Betreuungsplätze), ist Kindergarten im Moment auch keine Option. Er würde aber gerne gehen, das könnt ihr mir glauben. Und dann gälte das ganze auch für ihn.

Um zum Punkt zu kommen: Sich um Kinder zu kümmern ist nicht gleichbedeutend damit, sich mit den Kindern gleichzeitig am gleichen Ort aufzuhalten. Man kann sich nämlich auch erstaunlich gut NICHT um Kinder kümmern, obwohl man anwesend wäre. Es kümmert mich IMMER, wie es unseren Kindern geht. Tag und Nacht. Ich muss nicht zuhause sein, um Termine für die Kinder zu machen oder Fahrdienste abzuklären. Sich um Kinder kümmern heißt nicht, den ganzen Tag neben ihnen zu sitzen und ihre Händchen zu halten. Wenn man mir also mal wieder jemand durch die Blume unterstellen will, ich würde mich zugunsten meiner Karriere (muahaha) nicht um die Kinder kümmern, kann ich nur wissend lächeln. Die wissen nämlich nichts!

Hier im Süden war das Wochenende ja schon wieder ein langes. Bei uns lief es relativ ruhig, weil ein seltsamer Virus die Runde machte, der 4/5 der Familie mit unterschiedlichen Magen-Darm-Symptomen bedachte. Es war also ständig jemand nicht ganz so fit, dass wir lieber keine großen Ausflüge machen wollten. Dafür hatte ich fast jeden Tag Mittagsschlaf.  Eigentlich war ein Besuch im Sensapolis geplant, aber das haben wir jetzt eben verschoben. Außerdem können wir dann noch vorher die Gutscheine für den Landesfamilienpass abholen und beim Eintritt 5 € pro Person sparen. Wir waren also viel zu Hause. Am Donnerstag habe ich die Silikonfugen der Badewanne neu gemacht und der Mann die Küchenschränke geputzt. Die Kinder haben Zeit in ihrem Lieblingskletterbaum (Eigentlich eher ein Busch, da Holunder) im Garten verbracht.

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Am Freitag wurde eingekauft. Kaktuseis und Waschmittel war alle. Das schöne an so einem Brückentag ist ja, dass da dann noch das ganze Wochenende folgt. Dank Waschmittel konnte ich mich ans Wäsche waschen machen. Durch das lange Wochenende war das auch etwas entzerrt und ich musste gar nicht 5 Maschinen am Tag waschen, sondern konnte die Wäsche auch ruhig mal für ein paar Stunden vergessen und z.B. Mittagsschlaf machen. Am Nachmittag waren wir außerdem in der Bücherei. Die Kinder haben sich PC-Spiele auf CD ausgeliehen. Sowas gibt es noch! Sohn1 hat ein 3 ??? Adventure ausgeliehen. Ich habe ein bisschen mitgeholfen, weil es erst ab 8 Jahren empfohlen ist, und man doch viel lesen muss und er ist ja noch ein Erstklässler. Leider ist es sterbenslangweilig. Echt! Ich hab ja früher auch hin und wieder Adventure gespielt und dieses ist echt grauenvoll! Irgendwann hab ich die Lösung für Kapitel 2 im Internet nachgelesen.

Am Samstag waren dann auch alle wieder einigermaßen hergestellt. Es kamen nur noch selten Klagen über Bauchweh. Am Samstag vormittag bin ich gleich nach dem Regen mit Sohn2 und Sohn3 schon vor zehn Uhr losgezogen, damit wir beim Gemüseladen noch Erdbeeren kriegen. Wir haben dann gleich noch beim Metzger Wurst für die Pausenbrote der Kinder besorgt. Anschließend zeigte mir Sohn3 die Rituale, die er mit dem Papa hat, und lief zielstrebig zur Bäckerei. Dort gab es Brezeln geschenkt. Anschließend ging es zur Bank, zur Eisdiele und dann zum Spielplatz. Die Eisdiele haben wir mal ausgelassen. Man kann ja nicht alles schon am Vormittag machen. Draußen war es schrecklich schwül. Am Nachmittag gab es dann Erdbeertörtchen, den neuesten Lieblingssnack der Jungs. Die restliche Schlagsahne hat D. uns auf den Kaffee getan. Ein echter deutscher Cappuccino, sozusagen. Könnt Ihr Euch noch erinnern, dass man Kaffee mit Sahne in den 90ern noch als Cappuccino verkauft bekam?wp-1464588430272.jpgMir kam beim Mittagschlaf die fixe Idee, die Milliarden Legoteile der Jungs in Sortimentskästen zu sortieren. Also packte ich die Jungs ein und fuhr mit Ihnen zum Baumarkt. Leider waren die Kästen viel teurer, als ich mir das gewünscht hätte. Also habe ich nur ein paar gekauft, um zu sehen, wie sich das realisieren lässt und wie die Kinder es annehmen. Anschließend hielten wir noch beim Lieblingsspielplatz der Kinder an. Sohn3 fand den Rasenmäher am interessantesten.

wp-1464588495099.jpgZuhause war D. dabei das Abendessen vorzubereiten (auf Wunsch von Sohn2 Pizza). Wir verzogen uns mit den Sortimentskästen nach oben und begannen zu sortieren. Die Jungs waren Feuer und Flamme und begeistert dabei. Sie wollten am liebsten die ganze Nacht durch sortieren, aber wir vertrösteten sie auf den nächsten Tag. Am Sonntag vormittag haben wir tatsächlich gleich weiter sortiert. Es hat ganz schön lange gedauert, nur die Kleinteilekiste zu sortieren. Mittagschlaf, Ninjago und wieder Erdbeertörtchen. Dann sollte das Zimmer von Sohn1 aufgeräumt werden, wo man kaum noch laufen konnte. Aus der Aufräumaktion wurde spontan eine Umräumaktion und Schreibtisch, Sessel und Bett tauschten die Positionen. Sohn1 ist zu zufrieden, Sohn2 wollte sofort, dass sein Zimmer auch neu gemacht wird. Ich habe ihn vertröstet. Demnächst soll Sohn3 bei ihm mit einziehen. Dafür brauchen wir erst mal ein Etagenbett und dann wird da auch einiges umgestellt werden.

wp-1464588418793.jpgZum Abendessen gab’s Burger und Hotdogs (mit den weltbesten selbstgebackenen Burgerbrötchen). Sohn2 schlief schon vorher auf dem Sofa ein. Sohn3 und Sohn1 taten sich beim Einschlafen erstaunlich schwer. Wir beendeten das Wochenende mit einer weiteren Runde Lego sortieren und Breaking Bad. (D. unterstellt mir, dass ich nur drauf warte, dass Sohn3 das ganze Lego runterschmeißt, damit ich es nochmal sortieren kann. Tatsächlich ist aber auch beim vorhandenen Lego noch viel Sortierpotential. Ich muss mich mal nach geeigneten Kisten umschauen.)

Media Monday #255

Wenn der Dienstag wie ein Montag daher kommt, wird der Media Monday eben zum Media Tuesday.

1. So ein langes Pfingstwochenende verleitet ja regelrecht dazu den Media Monday zu vergessen…

2. Diese ganzen Filme mit dem Thema Krieg verwechsle ich ja gerne mal miteinander. Aber zum Glück kennt D. jeden und kann alle auseinander halten.

3. Am Samstag war GraticComicTag, die FedCon läuft dieser Tage auch noch. Mir persönlich war das gar nicht bekannt, aber Comics sind auch nicht so mein Ding. Und FedCon musste ich jetzt googeln 😀

4. Wenn es das Internet nicht gäbe, ich würde wohl viel mehr telefonieren und Papier lesen müssen.

5. ESC-Twittern, Tatort-Twittern, dieses ganze kollektive Fernsehen ist bestimmt ganz lustig. Ich schaue aber viel zu wenig lineares Fernsehen (und den Tatort sowieso nie), um da tatsächlich mit zu machen. Manchmal lese ich aber tweets zu bestimmten Sendungen nach. Dann kann man sich das nachschauen nämlich sparen.

6. Leute, kennt ihr eigentlich Second Noah? Solltet ihr nämlich unbedingt, schließlich möchte ich das gerne noch mal sehen, weil ich es als Jugendliche sehr mochte. Aber es kennt ja keiner und deshalb gibt es auch keine DVDs.

7. Zuletzt habe ich Mockingjay: Teil 2 gesehen und das war erstaunlich gut, weil es bereits eine Weile her ist, dass wir Teil 1 gesehen haben und ich den auch nicht so gut fand. Die Bücher habe ich ja schon lange davor gelesen. Teil 2 hat die Stimmung sehr gut wieder gegeben und jetzt denke ich, vielleicht sollte ich die Bücher noch mal lesen.

Ich muss ja sagen, dass mir die Muttertagswünsche auf twitter ziemlich egal waren. Da wurden eben Mißstände aufgezeigt und Wünsche geäußert. Aber dann las ich diesen Artikel dazu und jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben. Viele der Forderungen im Artikel finde ich richtig, allerdings finde ich, dass die Muttertagswünsche der anderen zu Unrecht schlecht geredet werden. Ich hab hier mal ein paar Zitate kommentiert:

Ihr meint doch nicht wirklich, dass jemand in 20 oder 25 Stunden Teilzeit genau so tolle Häuser bauen, Prozesse führen oder regieren kann, wie jemand, der das 40, 50 oder 60 Stunden tut?

Das mit dem Regieren in Teilzeit ist vielleicht in der Tat schwierig. Bei den anderen Beispielen muss ich sagen: doch, ich glaube, dass man in Teilzeit genauso tolle Häuser bauen und Prozesse führen kann, nur eben nicht so viele. Man kann in 50 % der Arbeitszeit eben auch nur 50 % der Arbeit erledigen, aber die Qualtität muss darunter nicht leiden!

… eine Kollegen als genauso verlässlich geschätzt wird, bei der man nie so ganz genau weiß, ob sie am Montagmorgen erscheint, oder sich wegen eines kranken Kindes abmeldet. Haltet ihr es denn wirklich für zumutbar, dass dieser Frau genauso wichtige, zeitkritische und verantwortungsvolle Projekte übertragen werden, wie jemandem, der nur ein Zehntel dieser Ausfalltage hat?

Kollegen, die unzuverlässig sind, sind immer schlecht. Ich würde das aber nicht primär an Kindern fest machen. Bei uns sind die KollegInnen mit Kindern in der Regel sehr zuverlässig und vor allem sehr belastbar. Kinderlose melden sich ja auch unerwartet krank und fallen länger aus. Dass unzuverlässige MitarbeiterInnen weniger Verantwortung bekommen, ist klar. Allerdings ist es falsch, den Eltern und vor allem den Müttern gleich den „unzuverlässig“-Stempel aufzudrücken.

Und glaubt ihr denn in vollem Ernst, dass es richtig ist, jemanden, der nicht oder kaum in die Rentenkasse eingezahlt hat, später genauso viel auszuzahlen, wie jemandem, der jahrzehntelang jeden Morgen zur Arbeit gegangen ist?

Ich glaube an die Solidarität. Ja, ich finde es asozial, sowas von kinderlosen Doppelverdienern zu hören, die später eine fette Rente ausgezahlt bekommen, obwohl sie nur einen Teil des Generationenvertrags erfüllt haben. Sie haben zwar ordentlich eingezahlt, aber nicht dafür gesorgt, dass auch später noch Einzahler da sind. Selbst Familien, wo beide Eltern über weite Teile ihres Erwachsenenlebens erwerbstätig waren und eingezahlt haben, stehen im Alter finanziell schlechter da, als Kinderlose. Ich finde das „dann geh halt arbeiten und jammer nicht“-Argument in unserem heutigen Deutschland nicht angebracht. Eine flächendeckende Rundum-Kinderbetreuung gibt es eben (noch?) nicht. „Ganztagesbetreuung“ in der Schule bedeutet hier z.B. 7:30-15:30. Ferienbetreuung deckt in den großen Ferien nur 50 % der Zeit ab und endet bereits um 13:30. In unterschiedlichen Einrichtungen liegt die Betreuung auch zu unterschiedlichen Zeiten. Für uns ergibt sich dieses Jahr in den Sommerferien z.B. ein Zeitraum von 5 Wochen, in dem immer mindestens ein Kind ohne Betreuung ist. Sowas macht eine Vollzeitbeschäftigung von beiden Eltern unmöglich, wenn man keine Großeltern vor Ort hat, die die Betreuung übernehmen. Und nicht jede Vollzeitbeschäftigung wirft genug ab, dass man sich zusätzlich noch Tagesmütter oder Nannys leisten kann. Gerade in betreuenden oder pflegenden Berufen liefert eine lückenlose Vollzeitbeschäftigung bis ins Rentenalter eine Rente knapp über dem Existenzminimum. Und zusätzliche private Rentenversicherungen sind vom Gehalt bei gleichzeitigen Betreuungskosten für die Kinder, nicht in notwendiger Höhe möglich.
Es geht hier nicht darum, den Eltern, die keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen können oder wollen ein Rentnerleben in Saus und Braus zu finanzieren. Es geht darum, dass die Erziehungsleistung der Eltern in dem jetzt bestehenden System von Kindergarten und Schule honoriert wird. Schulen und Kindergärten verlassen sich ganz selbstverständlich auf die Mitarbeit von Eltern. Kuchen backen und verkaufen zur Finanzierung von Spielgeräten, Ausflügen und Klassenfahrten, Begleitpersonen bei Ausflügen, Fahrdienste zu Auswärtsaktivitäten, Mitgestaltende bei Projekttagen und Aufsichtspersonen bei Sporttagen. Das alles wird kostenlos von Eltern geleistet. In der Regel von den Eltern, die nicht Vollzeit arbeiten. Ich bin froh, dass meinen Kindern solche Dinge ermöglicht werden, weil andere Eltern Zeit dazu haben. Klar wäre es wünschenswert, das sowas von fest angestelltem Fachpersonal geleistet würde, aber davon sind wir eben noch weit entfernt. Solange das Schulsystem sich auf die Mitarbeit und Verfügbarkeit von Eltern stützt, finde ich die staatlichen Förderungen für Familien noch viel zu gering.

Ich wünsche mir weiter, dass Väter und Mütter gleiche Ausfallrisiken haben.

Ja, das wünsche ich mir auch. Außerdem wünsche ich mir, dass akzeptiert wird, dass es im Menschenleben Zeiten gibt, in denen man für die Erwerbsarbeit ausfällt. Ich wünsche mir, dass verstanden wird, dass auch Menschen die mehrere Monate zu Hause sind, im Anschluss gute Arbeit leisten und nicht „raus sind“. Ich wünsche mir, dass Teilzeitkräfte verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekommen, die sie im Rahmen ihrer Arbeitszeit erfüllen können. Ich wünsche mir, dass solange das Schulsystem durch Elternarbeit gestützt wird, diejenigen Eltern die das leisten, dafür auch im Rentensystem honoriert werden. Ich wünsche mir aber vor allem, dass die Modelle „Vollzeitarbeit“ und „Vollzeiteltern“ nicht mehr als konträre Modelle einer Lebensführung gesehen werden, sondern als temporäre Möglichkeiten im Erwerbsleben von Menschen, die auf verschiedenste Art und Weise kombiniert werden können. Ich wünsche mir, dass die, für die im Leben alles gut gelaufen ist, im Blick behalten, dass andere schlechtere Bedingungen haben. Ich wünsche mir, dass das ständige „Ich will nicht für eure Kinder/eure Rente bezahlen!!!“ aufhört. Warum wiegeln wir uns gegeneinander auf? Es gibt andere Bereiche in denen „unser“ Geld auf viel sinnlosere Art verschleudert wird.

Das Tagebuchbloggen am 5. hab ich verpasst. Ist zu viel Frühling und zu viel Wochenende.

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Vatertagsausflug …

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… mit Schwarzwaldidylle und

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zahmen Wildtieren.
Am Freitag gab’s Shoppen und Kuchen auf der frisch gekärcherten Terrasse der besten Schulfreundin und einigen aufgescheuchten Ameisen. Und jetzt ist immer noch Wochenende!

Media Monday #253

Mist, eine Frage war noch nicht beantwortet und ich habe vergessen den Media Monday hoch zu laden. Also gibt’s meine Antworten mal wieder einen Tag zu spät.

1. Wenn mal jemand auf die Idee käme, einen Film zu drehen, der auf Autoverfolgungsjagden und Überlänge verzichtet, dann könnte man sogar mal wieder ins Kino gehen..

2. Innerhalb der Blogosphäre an sich könnte ruhig mal die Professionalität ein bisschen Pause machen. In vielen Blogs ist immer alles so perfekt. Die Fotos perfekt, die Texte ohne Ecken und Kanten, damit auch niemand sich auf den Schlips getreten fühlt oder potentielle Kooperationspartner verärgert werden. Was ist denn aus dem guten alten Spaß am Schreiben geworden?

3. Unser Sohn2 braucht sich sicherlich nicht hinter gestandenen Schauspielgrößen zu verstecken, wie seine Showeinlagen eindrucksvoll beweist, schließlich schmeißt sich niemand so theatralisch auf den Boden (na gut, Fußballer können das auch) und versichert unmöglich die Treppe hochlaufen zu können, um dann hinterher vergnügt die Treppe wieder runter und hoch zu hüpfen, weil er was wichtiges vergessen hat.

4. Hätte ich vorher geahnt, auf was ich mich einlasse, ich hätte wohl nicht angefangen A Song of Ice and Fire zu lesen, bevor es zu Ende geschrieben ist. Irgendwann hatte ich mal den Vorsatz, nichts unfertiges zu lesen. Tja, das hab ich jetzt davon und warte auf den nächsten Band.

5. Wenn ich mich einmal nicht meinen medialen oder popkulturellen Hobbies widme ____ . Ich lache noch, angesichts der Fragestellung. „Mal nicht“ und „Hobbies widme“ geht bei mir gar nicht zusammen. Mit Familie und Vollzeitjob bleibt gar nicht genug Zeit, sich irgendwelchen medialen und popkulturellen Hobbies auch nur annähernd zu widmen. Aber ich lese trotzdem ganz gern und hin und wieder schaffen wir auch einen Film 😉

6. Es könnte ruhig mehr Feiertage geben, schließlich möchte auch ich hin und wieder mal „ausschlafen“. (Ich weiß, es ist sehr dekadent, dass aus baden-württembergischer Perspektive zu fordern.)

7. Zuletzt habe ich Men & Chicken gesehen und das war einfach nur schräg, weil die ganze Story schräg ist und einen mit einem seltsamen Gefühl zurücklässt.

Frühling

Der Frühling ist da. Oder besser, der Frühling ist zu Besuch. Nächste Woche kratzen die Temperaturen dann wieder am Gefrierpunkt. Da ich nächste Woche noch zwei Tage in den Schwarzwald darf, bin ich doch froh, dass ich noch die Winterreifen drauf habe. Aber gestern, da war Frühling. Auf meiner Spazierrunde in der Mittagspause konnte ich Sonne, blauen Himmel und Vogelgezwitscher genießen. Auch hier im Pfaffenwald wird es langsam grün.
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Ganz besonders fasziniert mich auf meiner täglichen Runde eine Pfütze, in der wir vor einiger Zeit Froschlaich entdeckten. Die Pfütze wurde seitdem immer rechtzeitig vom Regen wieder aufgefüllt, dass aus dem Laich inzwischen Kaulquappen geschlüpft sind. Ich habe vergeblich versucht, die Kaulquappen mit meine Handy zu fotografieren, aber die Spiegelungen in der Wasseroberfläche sind einfach zu stark. Ich wollte mich dann auch nicht zu sehr verrenken. Ich hatte schon das Bild vor Augen, wie entweder ich oder mein Handy oder beide in der Pfütze landen. Deshalb habe ich heute kein (gutes) Foto. Aber wenn man genau schaut, sieht man ein paar Kaulquappen.
imageAls ich von der Arbeit nach Hause kam, erwarteten mich schon die Kinder, die gerne noch mit mir zur Eisdiele wollten. Mit allen drei Kindern ging ich los. Auf dem Weg trafen wir noch eine Kindergartenfreundin von Sohn2 und einen Freund von Sohn1. Und so kam ich schließlich mit fünf Kindern bei der Eisdiele an. Sohn2 aß, wie seit neuestem immer, nur die Sahne und wollte dann lieber klettern und rennen. In weiser Vorraussicht hatte ich mir selbst gar kein Eis gekauft. Die Kinder rannten dann um die Wette, spielten fangen und verstecken und hatten jede Menge Spaß. Gegen 19 Uhr waren wir wieder zuhause. Ach Frühling, bleib doch noch ein bisschen!