Media Monday #346

Heute startet für mich Woche drei mit doofer Erkältung. Langsam nervt es wirklich. Seit Anfang des Jahres ist permanent jemand krank. Man kann nirgendwo hin, nichts unternehmen und die Nerven für permanente Kinderbespaßung sind wegen der erkältungsbedingten Erschöpfung nicht vorhanden. Alle gammeln zu viel, streiten zu viel und schauen zu viel Fernsehen. Es wird sooo Zeit für Sommer! Aber jetzt ist erst mal Media Monday!

1. Der Hype, der um frisch veröffentlichte Trailer (wie beispielsweise zu ähm, keine Ahnung?) entsteht ist mir ein Rätsel, da mir das alles herzlich egal ist. Wenn ich den Film sehen will, schaue ich ihn. Dann muss ich nicht vorher einen zwei Minuten Ausschnitt gesehen haben.

2. Wenn draußen die Karnevals-Jecken Narren toben und feiern, kann ich noch immer nicht so recht fassen, dass ich inzwischen eigentlich immer über Fasnacht arbeiten muss.

3. Am besten sind Spezialeffekte ja eigentlich immer dann, wenn sie sich nahtlos in das Geschehen einfügen. Paradebeispiel hierfür sind alle die Filme nicht, bei denen ich denke: ach, schau an, noch so ein paar special effects, die dann in 3D super aussehen. Gähn. Kommt ja gleich nach Autoverfolgungsjagden.

4. Von all den Lizenzprodukten, die man so zu diversen Franchises bekommt sind die Legoteile meistens die am qualitativ hochwertigsten.

5. Theaterstücke, die als Film adaptiert werden können schon gut sein. Z.b. „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ oder „Romeo + Juliet„.

6. Beim Bücherkauf lasse ich mich ja vorrangig von Buchtipps aus meiner Timeline inspirieren/beeinflussen, meistens schaff ich es nicht mal alle guten Tipps von da zu lesen.

7. Zuletzt habe ich gelacht und das war berechtigt , weil D. mich damit zuhause empfing, dass er leider zu nichts gekommen sei, weil er 400 Seiten Ready Player One zuende lesen musste. Ich schieb das jetzt mal in meiner to-read-Liste ein bisschen nach oben. Scheint ja gut zu sein.

Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen der Fasnacht. Inzwischen habe ich mich einigermaßen daran gewöhnt, dass die hier alles falsch machen. Zum Beispiel, dass in den Dörfern die regulären Veranstaltungen (Bälle, Umzüge, Kinderfasnacht) zur Fasnacht einfach vor der Fasnacht stattfinden, damit man in der Fasnachtswoche die Veranstaltungen in den „Hochburgen“ besuchen kann. Und so war am Samstag bereits Kinderfasnacht bei uns im anderen Ortsteil. Am Freitagabend hatte spontan die Mutter von Sohn2s Freund gefragt, ob wir am Samstag zwei ihrer Kinder nehmen können. Das hatte ich mal angeboten, weil die gerade dabei sind mit drei kleinen Kindern umzuziehen und ich weiß, wie schwierig es ist, mehrere auf einmal weg zu organisieren. Die zwei sollten also am Samstag um 11 bei uns aufschlagen. Am Samstag um zehn, als ich gerade aus der Dusche kam, rief sie an, ob sie sie gleich bringen könnte. Ging dann auch. Die Kinder verschwanden dann erst mal alle nach oben. Wir überlegten dann, dass wir es probieren wollten, mit allen fünf zur Kinderfasnacht zu gehen. D. machte also schnell die Wertstoffhofrunde, während ich mit den Kindern Kostüme aus dem Fundus raussuchte. Um kurz vor halb eins musste Sohn2 erst noch kurz zum Schwimmkurs. Um kurz vor zwei kam D. mit ihm zurück und lud uns alle ins Auto. Vor der Halle war schon eine lange Schlange. D. ließ uns raus und fuhr wieder nach Hause.

Ich war dann mit fünf Kindern in der Halle. Es ging erstaunlich gut, obwohl es für mich eher anstrengend war. Um halb fünf war die Party vorbei und D. holte uns am Spielplatz wieder ab. Zuhause gab es Waffeln und die Kinder gingen noch eine Runde spielen. Gerade als ich dachte, eigentlich lief es doch ganz gut, hatten die zwei Jüngsten über Sohn1s Ninjagokarten erst Seifenblasen ausgeschüttet und sie anschließend versucht im Klo abzuwaschen. Hat nicht so gut geklappt. Ich hab geflucht und gerettet was zu retten war. Um sieben fuhr D. die Besuchskinder wieder nach Hause.

Am Sonntag hatte ich eigentlich nichts geplant, außer gammeln und Wäsche falten (irgendwo zwischendrin hatte ich am Samstag noch vier Maschinen Wäsche gewaschen). Sohn3 wollte Kekse ausstechen, so dass ich gleich morgens ein Rezept Nutellakekse zusammengerührt habe. Und dann fiel uns ein, dass ja im Nachbarort bereits Fasnachtsumzug ist. (Zwei Wochen vor Fasnacht…) Und so machten wir uns bald nach dem späten Frühstück auf in den Nachbarort. Sohn1 verkleidet als „Alles“ (StarWars-Maske, CaptainAmerican-Schild, NinaTurtles – Schwert, Spiderman-Pistole), Sohn2 als PowerRanger, Sohn3 als Feuerwehrmann mit Piratenhose (er hatte sich sehr kurzfristig umentschieden).

Der Umzug dauerte sagenhafte zweieinhalb Stunden, die Kinder sammelten 1,5 kg Süßkram, um den sie sich erbittert stritten und der seitdem niemanden mehr interessiert.

Wieder zuhause haben wir dann noch schnell die Nutellakekse ausgestochen, Hausaufgaben zuende gemacht und ein bisschen rumgegammelt. Ab Montag war dann Sohn3 erstmal krank und der Rest der Familie auch angeschlagen. Typisch Januar eben.

Media Monday #244

Ein Wochenende voller Fasnacht liegt hinter uns. Zum Wochenbeginn gibt es erstmal meine Antworten zum Media Monday.

1. Die Oscar-Nominierungen sind raus. Ich für meinen Teil müsste jetzt erst mal googeln, weil ich die noch nicht gelesen habe.

2. Nachdem ich die Auflösung/den Twist von ____ kenne, reizt mich der Film/die Serie so überhaupt nicht mehr, denn ____ . Meistens hält mich sowas nicht ab, den Film oder die Serie trotzdem zu schauen. Der Weg dahin ist ja auch interessant. Sonst könnte man sich ja sparen, so viel Handlung dazwischen zu packen.

3. Könnte es nicht bitte viel mehr Comedyserien geben wie etwa How I met your mother? Ich persönlich finde nämlich, dass die meisten Serien, die seitdem kamen, zu laut, zu schnell und zu überzogen sind. Neulich habe ich zufällig ein paar Folgen How I met your mother gesehen und das hat sich so gut angefühlt.

4. Mit Six of Crows habe ich mal wieder zu einem wirklich außergewöhnlichen Buch gegriffen, denn auch eine Woche nach dem Ende bin ich noch wehmütig. (Ja, ich weiß, es gibt einen zweiten Teil. Den kriege ich zum Geburstag und bis dahin halte ich es noch aus.) Seit langen hat mich kein Buch so schnell und so tief in die Story reingezogen.

5. Eine „ältere“ Serie zu beginnen, von der es bereits X Staffeln gibt, ist immer eine gute Idee. Dann kann man viele Folgen hintereinander sehen. Ich hasse nämlich das Warten auf die nächste Staffel.

6. Wenn schon alles adaptiert wird, wieso gibt es dann noch keine Umsetzung zu We were liars? Schließlich sage ich das schon seit Jahren.

7. Zuletzt habe ich Grand Piano gesehen und das war sehr unterhaltsam, weil die Story ungewöhnlich ist.

Mein Lesejahr 2017

D. unterstellt mir ja immer, dass ich das nur schreibe um anzugeben. Allerdings gibt es diesmal gar nichts anzugeben. Mein Leseziel für 2017 war es, 45 Bücher zu lesen. Geschafft habe ich gerade mal 25. Das ist das drittschlechteste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen (2010). Auch die gelesenen Seiten waren mit knapp unter 10.000 die drittwenigsten seit 2010. Woran es lag, weiß ich leider nicht, aber grundsätzlich war 2017 so ein Jahr, was vom ständigen Gefühl keine Zeit für nix zu haben geprägt war. Eine Erklärung könnte auch sein, dass ich verschiedene Bücher gelesen habe, die sich einfach nicht schnell lesen. Relativ lange habe ich mich mit The Three Body Problem und dem ersten Nachfolgeband beschäftigt. Obwohl ich täglich gelesen habe, ging es nur langsam vorwärts. Ebenfalls habe ich lange an Band 3 bis 6 vom Dunklen Turm gelesen.

Von den 25 gelesenen Büchern habe ich eins mit zwei Sternen (‚it was okay‘) bewertet. Das war Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta, das schon seit einigen Jahren ungelesen in meinem Regal stand. Fünf Bücher habe ich mit drei Sternen (‚liked it‘) bewertet, vierzehn Bücher haben vier Sterne (‚really liked it‘) bekommen. Fünf Bücher habe ich mit fünf Sternen bewertet (‚it was amazing‘). Wie schon in den letzten Jahren sind die Bewertungen grundsätzlich gut. Das liegt daran, dass ich die Bücher, die ich lese nicht blind auswähle, sondern ja gezielt welche suche, die mir gefallen könnten. Das klappt, wie man sieht, meistens.

Die fünf am besten bewerteten Bücher waren:

Wizard and Glass (Der dunkle Turm #4) von Stephen King: Ich habe ja bereits 2016 angefangen die Serie zu lesen. Band 1 konnte mich nicht begeistern, Band 2 hatte immer wieder Längen. Band 3 wurde zur Hälfte hin richtig spannend und endete mit einem üblen Cliffhanger. (Ich will gar nicht wissen, wie das für diejenigen war, die die Bücher beim Erscheinen gelesen haben und dann Jahre auf Band 4 warten mussten.) Stephen King hat so lange dafür gebraucht, weil es ihm schwer fiel die Liebesgeschichte zu schreiben. Aber es ist so gut geworden. So gut, dass ich zwischendurch nicht weiterlesen wollte, weil ich nicht wissen wollte, wann und wie alles in die Hose geht, weil dass alles in die Hose geht, war ja schon klar. Wer noch bei Band 1 oder 2 hängt, sollte also durchhalten. Es lohnt sich.

Turtles all the was down von John Green: Das Buch ist, wie immer bei John Green, eine Geschichte um ungewöhnliche Menschen, die aber weder kitschig noch aufgeregt erzählt wird. Ich mag das. Erstaunlich ist, dass mir die Geschichte, die im Buchtitel und auch im Buch referenziert wird, beim Lesen des Buches zum ersten Mal begegnet ist und anschließend beim Lesen des 6. Bandes des dunklen Turms gleich noch mal.

After a lecture on cosmology and the structure of the solar system, William James was accosted by a little old lady.

„Your theory that the sun is the centre of the solar system, and the earth is a ball which rotates around it has a very convincing ring to it, Mr. James, but it’s wrong. I’ve got a better theory,“ said the little old lady.

„And what is that, madam?“ Inquired James politely.

„That we live on a crust of earth which is on the back of a giant turtle,“

Not wishing to demolish this absurd little theory by bringing to bear the masses of scientific evidence he had at his command, James decided to gently dissuade his opponent by making her see some of the inadequacies of her position.

„If your theory is correct, madam,“ he asked, „what does this turtle stand on?“

„You’re a very clever man, Mr. James, and that’s a very good question,“ replied the little old lady, „but I have an answer to it. And it is this: The first turtle stands on the back of a second, far larger, turtle, who stands directly under him.“

„But what does this second turtle stand on?“ persisted James patiently.

To this the little old lady crowed triumphantly. „It’s no use, Mr. James – it’s turtles all the way down.“

— J. R. Ross, Constraints on Variables in Syntax 1967

Himmelsfern von Jennifer Benkau: Von Jennifer Benkau habe ich ja 2014 bereits Dark Canopy gelesen und bin beim Stöbern in der Onleihe über Himmelsfern gestolpert. Eigentlich ist es eine gewöhnliche Young-Adult-Fantasy-Geschichte (gewöhnliches Mädchen verliebt sich in Junge mit übersinnlichen Fähigkeiten usw.), aber mich hat die Geschichte sehr mitgerissen.

Unterleuten von Juli Zeh: Das stand schon länger auf meine Liste, weil es überall so gelobt wurde und irgendwann war es dann in der Onleihe frei. Eine Dorfgeschichte, bei der man sich fragt, wieviel Wahres da drin steckt. Durch die wechselnden Erzählperspektiven verwischen die Grenzen zwischen gut und böse, was mir sehr gefallen hat.

Elefant von Martin Suter: Ein kleiner rosa leuchtender Elefant! Bitte, muss ich mehr sagen?!

Für 2018 habe ich mein Leseziel nun etwas runter geschraubt. Ich habe auch bereits zwei Bücher dieses Jahr beendet. Eins davon ein absolut klares 5 Sterne Buch! Auf der Liste stehen auch noch einige und ein paar Buchserien muss ich noch beenden. Der Lesestoff wird mir nicht so schnell ausgehen.

Der Weihnachtsurlaub ist vorbei. Diese zwei Wochen im Winter sind immer so gut und nötig. Hier eine Liste der Dinge, die ich gemacht habe:

  • Broadchurch und Dark zu Ende gesehen
  • Ein Buch zu Ende gelesen
  • Mit Sohn2 im Kino gewesen (Coco)
  • Mit Sohn1 um Kino gewesen (StarWars)
  • Bei Ikea gewesen zum Regal Retter kaufen 
  • Den Klorollenhalter in der unteren Toilette durch einen neuen mit identischen Bohrlochabstand ersetzt (manchmal hat man Glück)
  • Eine Verdunklung für Sohn1s Dachfenster gebastelt
  • Neue Lampen und Lampenschirme installiert 
  • Im Kleiderzimmer aufgeräumt und Klamotten ausgemistet (D. hat den ganzen Kofferraum voll mit aussortieren Klamotten weggefahren. Ebenso wie Unmengen Papier und Pappe von Weihnachten.)
  • That Level Again am Handy durchgespielt 
  • That Level Again 2 am Handy halb durchgespielt
  • Wäsche gewaschen, gefaltet und weggeräumt 
  • Gut gegessen!
  • Meine Veröffentlichungsliste aktualisiert
  • Fotoalben bestellt
  • Mit guten Freunden gespielt
  • Mit lieben Freundinnen gefrühstückt 
  • Zeit mit den Kindern gehabt

Was ich nicht gemacht habe, was noch auf der Liste gestanden hätte :

  • Fotoalben eingeklebt
  • Jahresfotobuch erstellt
  • Eine Masterarbeit gelesen
  • Sport (wegen Erkältung und Streptokokken)
  • Unternehmungen mit den Kindern, z. B. Schwimmbad (ebenfalls wegen Erkältung und Streptokokken)
  • Zum Friseur gegangen (da war ich seit anderthalb Jahren nicht mehr. Da kommt es jetzt auf ein paar Wochen auch nicht mehr an.)
  • Die alten Vorhänge gewaschen, abgeschnitten und im Kinderzimmer aufgehängt
  • Weihnachten weggeräumt (ich weiß nicht mal, wann die Weihnachtsbäume abgeholt werden)

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und sogar ein bisschen sowas wie entspannt. Von dieser freien und ruhigen Zeit könnte ich echt mehr gebrauchen. 

Tagebuchbloggen 01/18

Auch im neuen Jahr fragt Frau Brüllen an jedem 5. was wir den ganzen Tag gemacht haben. 

Ich wache um 7:45 mit Halsschmerzen auf. Das mit den Halsschmerzen ist doof, weil Sohn1 Scharlach hat und man Scharlach ja lieber nicht verschleppen sollte. Ich sollte also zum Arzt und das Abchecken lassen. Aber erst mal bleibe ich noch 15 Minuten liegen. Es ist nämlich noch still im Haus. Es sind Ferien und alle schlafen noch. Dann stehe ich aber doch auf und gehe unter die Dusche. Sohn1 kommt runter. Sohn2 ist wach, bleibt aber oben, weil er meint ich wüsste nicht, dass er sich mit seinem Tablet unter der Decke versteckt, um die kein-Tablet-vorm-Kindergarten-Regel zu umgehen. Sohn3 schläft noch. Ich mache die Brotdosen und treibe dann Sohn2 und den kürzlich erwachten Sohn3 zum Anziehen an. Sohn2 jammert über Schmerzen im Zahn, auf den er gestern im Kinderparadies bei Ikea gefallen war. Der Schneidezahn neben dem bereits abgebrochenen hat jetzt einen vertikalen Riss. Aber die Kinderzahnärztin hat noch Urlaub und da man bei Milchzähnen im Zweifel eh nix macht, muss das jetzt ein paar Tage warten.
Um 9:20 sind die Kinder im Kindergarten abgeliefert und ich laufe von dort zu meinem Arzt. Bis ich dran bin, kann ich lesen. Den Arzt, der mich untersucht, kenne ich noch nicht, aber er ist sehr nett. Schaut in meinen Hals und bescheinigt mir, dass der rot sei und angesichts der Streptokokken im Haus, soll ich doch mal lieber ein Antibiotikum nehmen. Ich rufe Sohn1 zuhause an, dass ich noch zur Apotheke gehe und dann heim komme. D. schläft vermutlich noch. Nach der Apotheke fahre ich „noch kurz“ beim Netto vorbei, um Zutaten für Waffeln zu besorgen. Leider ist morgen Feiertag und der Netto voll mit Menschen, weil man ab morgen nie wieder einkaufen kann.

Zuhause schicke ich Sohn1 unter die Dusche und habe dann eine Diskussion mit ihm, weil ich der Meinung bin, dass man durchaus duschen UND Hausaufgaben machen kann an EINEM Vormittag. Er duscht und ich mache mir was zu essen. Frühstück hatte ich nämlich noch nicht. Sohn1 will nichts. Er hatte ein Mangolassi und noch immer keinen Appetit. D. ist ebenfalls aufgestanden und macht Kaffee. Dann stürzt sich D. in die Einkaufshölle und ich packe meinen Computer aus. Ich muss aus Gründen meine Literaturliste auf den neuesten Stand bringen und ein paar Sachen schreiben. Sohn1 macht neben mir seine Deutschaufgaben, die er schon seit einem Monat mit sich rum trägt. Er flucht dabei, aber eigentlich ist es einfach. Um 13:10 fällt mir ein, dass ich vor dem Kinder abholen noch die neuen Ivar-Bretter im Kinderzimmer einbauen wollte und Waffelteig machen. Also baue ich die Bretter ein und rühre den Teig zusammen, der dann auf der Heizung geht, während ich die restlichen Söhne abhole. Sohn1 fährt mit, weil er gegenüber vom Kindergarten seinen Freund besuchen will. Im Kindergarten nehme ich dafür noch einen Freund von Sohn2 mit nach Hause.

Die Kinder spielen erst mal unten und ich baue die aktuelle Tüte von Sohn2 LegoSet zuende. Dann räume ich die Spülmaschine aus und wieder ein und fange an die Waffeln zu backen. Brav sitzen dann alle am Tisch und mampfen belgische Waffeln mit Puderzucker (oder Nutella). Ich versuche weiter am Computer zu arbeiten, was nur so mittelgut funktioniert, weil ein Teil der Dateien wohl auf meinem anderen Rechner liegen und ich das verschieben dann lieber auf Abends verschiebe. D. hat in der Zwischenzeit das Auto voll mit Wertstoffen und Altpapier gepackt und ist zum Wertstoffhof gefahren. Praktischerweise wird nämlich bei uns im Dezember kein Papiermüll abgeholt und wegen des Feiertags morgen auch erst nächsten Samstag.

Schließlich ist es 17:30 und ich suche die Bücher für die Bücherei zusammen. D. kommt um kurz vor sechs aus der Einkaufshölle des zweiten Supermarkts im Ort (ein Vollsortimentler) zurück. Schlangen an der Kasse durch den halben Laden. Ich packe alle anwesenden Kinder und die Büchereibücher ein. Sohn2s Freund wird zuhause abgeliefert, Sohn1 abgeholt und dann fahren wir zur Bücherei. Die Jahresgebühr ist fällig. Die Söhne suchen Bücher, ein Spiel und DVDs aus. Um kurz vor sieben sind wir wieder zuhause. Sohn3 will das neue Spiel ausprobieren. Ich spiele mit, aber die Regeln sind ihm egal. Also bewache ich hauptsächlich die Kleinteile. D. bereitet das Abendessen vor. Es gibt Raclette. Wir essen lang und erstaunlicherweise mit friedlichen Kindern. Gegen halb zehn bringen wir die Kinder ins Bett. Anschließend gibt es für uns zwei Folgen Broadchurch und dann ist der Tag auch schon vorbei. 

Ein Kind ist ein Kind 

Wir hatten die letzten Tage nur ein Kind zuhause. Die anderen sind bei Omi und Opa geblieben. Oft heißt es ja, ein Kind ist kein Kind, weil es mit einem Kind so viel weniger anstrengend ist. Allerdings ist auch ein Kind immer noch ein Kind. Ein paar Beispiele :

Ein Kind will auch um halb acht aufstehen und auf keinen Fall alleine nach unten gehen.

Ein Kind vermisst seine Brüder und fragt immer wieder nach, wo die seien und wann sie wieder kommen. 

Ein Kind muss auch ins Bett gebracht werden. 

Ein Kind will ständig mit Mama oder Papa spielen. 

Aber ein Kind ist eben nur eins und das heißt dann:

Wenn ein Kind früh wach ist, ist Platz auf dem Sofa zum Weiterdösen.

Wenn ein Kind Mittags einschläft ist Ruhe. 

Man kann ein Kind umziehen ohne zwei andere permanent ans Umziehen zu erinnern. 

Wenn ein Kind schläft, schlafen alle. 

Es meckert nur ein Kind übers Essen. 

Ein Kind streitet sich nicht!

Das macht es immerhin schon etwas weniger anstrengend, aber ein Kind ist trotzdem noch ein Kind und nicht keins.

Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? Weil es insgesamt sehr anstrengend war, diesmal nur eine 7.

Zugenommen oder abgenommen? Beides, aber insgesamt dann weder noch. 

Haare länger oder kürzer? Länger, ich war das ganze Jahr nicht beim Friseur. 

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Immernoch Visus 1 ohne Sehhilfe

Mehr Kohle oder weniger? Gleich, weil der Wegfall des Betreuungsgelds die tarifliche Erhöhung ausgeglichen hat. 

Besseren Job oder schlechteren? Mehr Verantwortung bei gleicher Bezahlung. Ist das jetzt besser oder schlechter? 

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich denke in etwa gleich. 

Dieses Jahr etwas gewonnen? Kann mich nicht erinnern. 

Mehr bewegt oder weniger? Schwer zu sagen. Die 10.000 Schritte schaffe ich an normalen Arbeitstagen immer. Seit September mache ich Step Aerobic und seit Oktober Yogilates. Aber meistens mach ich dann weniger am Wochenende. 

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Ich zähle da immer noch nicht mit. 

Davon war für Dich die Schlimmste? Die blöde Erkältung, die mich seit Mitte Dezember beschäftigt. 

Der hirnrissigste Plan? Vermutlich die Agenda für unseren Spieleabend nach Weihnachten, der von 17 Uhr bis 5 Uhr morgens geplant war. Dass wir dann um halb zwei noch mit einem unbekannten Spiel angefangen haben, war wirklich hirnrissig. Aber wir haben es durchgezogen und zuhause war ich dann um 5:11 Uhr. Also alles genau nach Plan. 

Die gefährlichste Unternehmung? Ohne Abendessen zu Fuß vom Hotel bis zum Y in Provo zu laufen (von 1300 auf 1800 Meter). Mit einer Tüte Chips und einer Flasche Wasser als Proviant. Aber es war schon toll da oben! 

Die teuerste Anschaffung? Wir haben wieder nicht wirklich was großes angeschafft. 

Das leckerste Essen? Kocht immer noch mein Mann. Und das täglich!

Das beeindruckendste Buch? Der vierte Teil der dunklen Turm Serie von Stephen King (Wizard and Glas) hat mich sehr beeindruckt. Teil eins  fand ich eher mau, Teil zwei fand ich spannend, aber mit Längen. Ebenso Teil drei. Und dann kommt Teil vier und ist so richtig, richtig gut. Warum nicht gleich so?! 

Der ergreifendste Film? Ergreifend ist nicht das richtige Wort, aber Mother war schon sehr krass. 

Die beste CD? Keine gekauft. 

Das schönste Konzert? Judith Holofernes

Die meiste Zeit verbracht mit? Erledigen

Die schönste Zeit verbracht mit? Meinen Jungs! 

Zum ersten Mal getan? In die USA geflogen, alleine im Kino gewesen. 

Nach langer Zeit wieder getan? Zwei kinderfreie Vormittage mit D. zuhause verbracht. 

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Doofe Menschen

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Drei Menschen davon mich einzustellen. Hat nicht geklappt. 

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Der Besuch im Legoland als Überraschung an Sohn1s Geburtstag. 

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? D. meint das Waffeleisen  für belgische Waffeln😀

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? „Wir hätten gerne alle ein bisschen von Deiner Gelassenheit!“  

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Kur

Dein Unwort des Jahres? Doof, Dummie, Blödian

2017 war mit 1 Wort…? Voll

Rückblicke 2016201520142012

Tagebuchbloggen 12/17

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Die Zeit rast, heute Nacht kommt der Nikolaus und ich hab noch gar nicht wirklich über Weihnachtsgeschenke nachgedacht. Heute ist also mal wieder der fünfte und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich werde um zwanzig nach fünf geweckt, weil Sohn3 in mein Bett kriecht. Kurz danach höre ich Sohn1, der aufs Klo geht, dann checkt, ob schon jemand auf ist und wieder in sein Zimmer geht. Ich muss leider auch aufs Klo, versuche es aber noch mal mit hinlegen. Kurz nach dem mein Wecker um 5:45 klingelt, checkt Sohn1 noch mal, ob jemand wach ist. Sohn3 hat natürlich auch nicht mehr geschlafen. Ich frage mich, was mit denen nicht stimmt, aber vermutlich das gleiche, das mit mir nicht stimmt, wenn ich nach eins noch trotzig auf dem Sofa sitze und die Pharmaindustrie verfluche, dass es noch immer kein Medikament gibt, das Schlaf ersetzen kann. Weil ich hätte  ja noch so viel zu tun. Hab ich zwar alles nicht gemacht, aber ins Bett ging ich eben auch nicht. Um kurz nach sechs gehe ich runter, begleitet von Sohn1 und Sohn3. Als erstes mache ich den Backofen an und entscheide, wieviele Brötchen von welcher Sorte ich aufbacke. Dann gehe ich duschen, mache anschließend die Brotdosen fertig, verteile zwischendurch Nutellabrote, schicke Sohn1 seinen Schwimmbeutel suchen, erkläre Sohn3, dass jetzt nicht Tom und Jerry läuft und Sohn2, der inzwischen wach ist, dass Spekulatiuscreme auf warmem Toast halt flüssig ist. Am Ende sind alle Brotdosen, Schwimm- und Turnsachen gepackt und ich habe sogar eine Minute zum Haare fönen. Das ist schon gut. Vorletztes Mal hatte ich 20 Sekunden. Mütze und Schal um die nassen Haare und dann renne ich zum Bus.

In Bus und S-Bahn grübele ich ein bisschen über die Weihnachtsgeschenke. Die Kinder wünschen sich wenige große Dinge, die man schlecht auf die verschiedenen Schenkenden verteilen kann. Da weiß ich noch nicht wie wir das machen. Und über andere Geschenke habe ich bisher noch nicht wirklich nachgedacht.

Um zehn nach acht bin ich im Büro und mache mir mit dem letzten Schluck Milch den ersten Kaffee. Der Vormittag geht schnell vorbei und ich kann ein paar Dinge von der Liste streichen, die leider immer noch sehr lang ist. Ich lade Geld auf meine zweite SIM-Karte, die ich nutze, wenn ich im Ausland unterwegs bin, da meine übliche für die Datennutzung im Ausland nicht freigeschaltet ist und ich nächste Woche drei Tage in Luxemburg sein werde. (Diesen blöden Tarif muss ich auch unbedingt mal kündigen!) Gegen halb elf gehe ich nach unten ins Labor, weil  ich noch Messdaten und Bilder für einen Bericht brauche. Dummerweise ist niemand im Labor und mein Schlüssel liegt oben. Also nach mal zurück und den Schlüssel holen. Unterwegs treffe ich eine Kollegin und kann ihr gute Neuigkeiten überbringen. Dann packe ich ein paar bunte Bilder aus dem Messgerät auf einen Stick und gehe wieder nach oben. Um halb zwölf packe ich mein Vesper aus und mache etwas Pause am Schreibtisch. Eigentlich sollte ich jetzt los zum Yogilates, aber das fällt leider kurzfristig aus. Kurz danach erhalte ich die Nachricht, dass die Veranstaltung, bei der ich nächste Woche einen Vortrag halten sollte, den ich bisher vergeblich versucht habe zu delegieren, ebenfalls ausfällt. Immerhin etwas. Raus gehe ich dann aber auch noch, um eine neue Milch zu kaufen. Als ich zurück komme, habe ich eine Mail von einem Kollege, dass er meine Fahrkarte im Foyer gefunden hat. Die ist mir aus der Tasche gefallen. Zum Glück hat er sie gefunden. Die hätte ich sehr vermisst. 

Den Rest des Nachmittags verbringe ich damit, die Folien für eine Vorlesung, die ich morgen halten muss, zu überarbeiten. Der Termin war zwar lange angekündigt, aber bisher unbestätigt und traf mich somit gestern völlig überraschend. Morgen früh kann ich mir dann noch eine passende Übung überlegen.

Eigentlich wollte ich früher nach Hause, weil mir am Montag klar wurde, dass ich noch Plätzchen für den Kindergartenstand auf dem Weihnachtsmarkt backen muss. Bis Freitag früh. Und Donnerstag bin ich unterwegs. Und morgen ist Vorlesung. (Und schlafen wäre auch mal wieder gut.)

Ich schaffe es dann tatsächlich eine halbe Stunde früher zu gehen und die S-Bahn ist sogar fast pünktlich. Ich muss auch nur ein bisschen rennen, um sie noch zu erwischen. Mit zehn Minuten Verspätung komme ich zuhause an, wo mich ein wütender Dreijähriger empfängt. Er ist grade wach geworden von seinem Mittagsschlaf und ist empört, dass er nicht fernsehen darf. Ich schlage ihm vor mit mir zu backen. Wir räumen den Platz frei und rühren die doppelte Menge Nussplätzchenteig an. Dazu kriege ich einen Kaffee. Mit den restlichen Mandeln reichen die Zutaten grade so. Solange der Teig im Kühlschrank ruht, baut sich Sohn3 ein Haus und Sohn2 arbeitet mit einem Vorschulblock. Sohn1 ist gar nicht zuhause. Ich putze verschüttetes Mehl auf und stelle eine Maschine Wäsche an. D. geht einkaufen und wir fangen um 18:20 an mit Plätzchen ausstechen. Es klappt inzwischen auch mit Sohn3 ganz gut. Um 19:15 sind wir fast fertig. Sohn1 ist nach Hause gekommen und die Kinder setzen sich vor den Fernseher um Weihnachtsmann und Co. KG auf Toggo Plus anzuschauen. Ich mache die restlichen Plätzchen fertig und D. kocht das Abendessen. Vor dem Essen werden noch die Schuhe geputzt. Sohn3 ist das sehr suspekt und er kriegt einen Wutanfall. Nach dem Essen scheuchen wir die Kinder nach oben und ins Bett. Ich schaffe es, nicht mit einzuschlafen und stelle den Kinderfotokalender für 2018 bis auf die Dezemberfotos fertig und beginne Bilder für ‚Best of 2017‘-Bücher in den entsprechenden Ordner zu kopieren. Hier nutze ich die Funktion, die aus den Bildern eines Ordners automatisch ein Fotobuch erstellt. Da die Fotos aber sonst nach Monaten sortiert sind, muss ich die ausgewählten Bilder dafür zusammen in einen Ordner kopieren. Immer wieder lustig, auf was für Schmuckstücke man da trifft. D.  füllt derweil die Schuhe der Kinder mit Süßigkeiten. Dazu gibt es für jeden eine CD und 5 Euro von der Verwandtschaft. Um kurz nach Mitternacht verabschiede ich mich ins Bett. 

Media Monday #333

Ein graues verregnetes Wochenende liegt hinter uns. Den Samstag haben wir fast komplett im Indoorspielplatz verbracht. Die Kinder sind inzwischen in einem Alter, wo man als Eltern einfach sitzen und lesen kann. Am Sonntag war dann auch noch Sturm und zwei unserer Jungs waren den ganzen Tag im Schlafanzug. Der Montag startete dann mit einer Oberleitungsstörung bei der S-Bahn, was mich Zeit und Nerven kostete. Aber immerhin konnte ich so mal ausgiebig über den Media Monday nachdenken. 

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird jammere ich immer wieder über den Herbst. Wo andere mit Begriffen wie „gemütlich“, „lesen“ und „Tee“ um sich werfen, fällt mir nur „kalt“, „dunkel“ und „nass“ ein. Theoretisch haben manche Leute bei kalt, dunkel und nass wohl mehr Muße zum Lesen und Filmeschauen, aber bei mir ist das nicht wetterabhängig.

2. High School Musical bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, trotzdem werde ich wohl auch Teil 4 anschauen. 

3. Dieser Hype um das staffelweise „Verschlingen“ von Serien, auch als Binge Watching bekannt, ist sehr berechtigt. Es ist einfach die beste Form Serien zu konsumieren. Ich mein, ich lese ja Bücher auch nicht gezwungen kapitelweise. Wenn man sehen will wie es weiter geht, muss man einfach weiter schauen können. Schlimm genug, wenn man dann auf die nächste Staffel warten muss.

4. Stranger Things ist in meinen Augen so erfrischend anders, da die Kinder einfach so toll sind!

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für instagram oder pinterest  werde erwärmen können, denn ich finde Fotos fremder Menschen anschauen meistens eher langweilig. Und ich lese Informationen lieber als sie Fotos oder Videos zu entnehmen.

6. Twin Peaks ist so abgedreht, dass mir immer noch einiges unklar ist.

7. Zuletzt habe ich Happy Death Day geschaut und das war ganz gute Unterhaltung.