Es ist Sommer. Die Tage sind vollgepackt und ich komme weder richtig zum Lesen, noch an den PC zum bloggen. Ich fasse jetzt hier mal die Highlights der letzten Woche als Glücksmomente zusammen.

Am Montag war der Termin fürs Entwicklungsgespräch für den Schlökerich. Weil D. um die gleiche Uhrzeit einen Termin hatte, war ich mit allen drei Jungs da. Die Großen wurden im Garten vom Azubi des KiGa unterhalten, der Julijunge war bei uns und verteilte eine Schachtel Wachsstifte auf dem Boden. Der Schlökerich ist gut angekommen im Kindergarten und in vielem, was wir aber schon wussten, sehr weit für sein Alter. Er spielt problemlos Gesellschaftsspiele für Fünfjährige mit, kann sich an Regeln halten und hat schon ein paar Freunde. Das fand ich ganz interessant, da er zuhause immer nur einen Freund erwähnt. Tatsächlich hat er aber einige SpielpartnerInnen. Da er sich viel im Rollenspielbereich (Puppenhaus, Kaufladen, Küche) aufhält, spielt er auch viel mit den Mädchen. Die älteren Kinder akzeptieren ihn als vollwertigen Spielpartner und nicht als nervigen Kleinen. Das freut mich sehr. Ab nächstem Jahr wird er auf die Liste für die Sprachförderung gesetzt. Offiziell, weil er manchmal so leise spricht, aber hauptsächlich, weil ihm die vielen Kinder manchmal zu trubelig sind und er gerne was in einer kleineren Gruppe macht. Die Sprachföderung ist im Prinzip offen für alle Kinder, nur wird darauf geachtet, dass die, die auf der Liste stehen, vermehrt daran teilnehmen. Die Sprachtrainerin nimmt sich immer ein paar Kinder raus und macht was mit ihnen. Es gibt keinen Zwang und keinen „Förderbedarf“-Stempel.

Gleich am Dienstag war dann das Entwicklungsgespräch für den Herr Gartenhein. Da zwei seiner Freunde zurückgestellt werden und ich im Gespräch mit den Müttern erfahren hatte, was in den Eignungstests* gefordert war, habe ich mir Gedanken gemacht, ob wir den Herr Gartenhein vielleicht zu unüberlegt einschulen. Aus seinem Kindergarten wird er der jüngste sein und man hört ja auch immer wieder von LehrerInnen, die sich mit den Sechsjährigen nicht so recht auseinander setzen wollen. Ich fragte also seine Erzieherin, was sie dazu meint. „Um Gottes Willen!“ waren ihre Worte. Sie wüssten gar nicht, wie sie seinem Wissendurst noch ein weiteres Jahr nachkommen sollten. Nie hätte irgendjemand Bedenken bezüglich seiner Einschulung geäußert und er sei in jeder Hinsicht schulreif. Außerdem war ich beruhigt, dass der zuhause am Tisch zappelnde, Einwortkommandos („Apfelsaft!“) gebende Sechsjährige, im Kindergarten ruhig und gesittet isst und seine Kumpels ermahnt, wenn es zu laut und zu hampelig wird. Auch seine Höflichkeit und Zugewandtheit wurde sehr gelobt. Also auch hier alles super.

Ebenfalls am Dienstag fuhren wir wegen der großen Hitze am frühen Abend noch ins Freibad. Die zwei Großen sind richtige Wasserratten. Der Herr Gartenhein macht inzwischen alles ohne Schwimmflügel, obwohl’s zum Seepferdchen noch nicht gereicht hat. Vom 1er springen und zum Rand schwimmen ist aber kein Problem. Außerdem taucht er gerne und kann mit dem Kopf unter Wasser schwimmen wie im Lehrbuch. Nur mit Kopf über Wasser klappts noch nicht so gut. Der Schlökerich paddelt mit Schwimmflügeln auch schon selbständig durchs Wasser. Es ist wirklich eine Freude den beiden zuzuschauen. Der Julijunge hält es noch eher wie sein Vater und zieht bei Wassertemperaturen unter 35°C gleich die Füße hoch. Die Jungs waren außerdem hellauf begeistert, dass sie im Schwimmbad Pommes und Wurst zu Abend essen durften. Wir blieben fast bis zum Ende der Badezeit und die Jungs gingen zuhause gleich ins Bett. Nur, dass D. zum Abschluss noch auf eine Biene getreten ist, das hätten wir uns sparen können.

Am Donnerstag haben wir es endlich mal geschafft mit Fahrrad und Anhänger zum Kinderturnen zu fahren. Der Herr Gartenhein auf seinem Fahrrad und die beiden anderen bei mir im Anhänger. Am Ende war der Herr Gartenhein unheimlich stolz, dass er die ganze Strecke (2 mal 4 km) allein gefahren ist. Das können wir jetzt langsam steigern.

Am Abend war ich noch bei einem Vernetzungstreffen unseres Frauenförderungsprogramm. Es ging (mal wieder) um Kinder und Karriere. Ich finde die Veranstaltungen immer sehr gut. Einfach das mal rauskommen und mit anderen Frauen mit ähnlichen Herausforderungen sprechen, führt bei mir immer wieder zum neu denken und umdenken.

Von Freitag auf Samstag übernachtete der Herr Gartenhein im Kindergarten. Das war die erste Nacht ohne Mama oder Papa. Alleine woanders übernachten wollte er bisher nicht. Es war schon sehr seltsam beim Abendessen und beim ins Bett bringen nur zwei Kinder da zu haben. Ich legte extra noch das Telefon in Hörweite, rechnete aber nicht wirklich mit einem Anruf. Samstag früh durften wir einen etwas müden aber glücklichen Herr Gartenhein wieder abholen. Alleine woanders übernachten will er zwar immer noch nicht, aber ich denke daran kann man arbeiten.

Am Samstagnachmittag packte ich die müden Kinder nochmal ins Auto und fuhr nach KA, wo ich mich mit ehemaligen Studienkollegen treffen wollte. Das war wirklich sehr schön. Obwohl ich einige davon seit Jahren nicht gesehen habe, war da keine Distanz. Als wäre keine Zeit vergangen. Die Kinder vergnügten sich auf dem Spielplatz, während wir im Biergarten nebenan saßen. Der Julijunge wollte immer wieder in die Küche laufen (ich weiß auch nicht, warum meine Kinder nie brav auf dem Schoß sitzen wollen), aber so bekam ich wenigstens genug Bewegung. Erst gegen 22 Uhr packte ich die Jungs wieder ins Auto. Zuhause wanderten sie komplett verdreckt in frisch bezogene Betten.

Und der Sonntag endete mit einem weiteren Glücksmoment. Weil die Kinder noch ordentlich platt waren und deshalb auch der Julijunge vor 22 Uhr schlief (ohne dass ich vorher eingeschlafen bin), konnten wir endlich mal wieder eine der lange liegenden DVDs schauen. Fackeln im Sturm schauen wir aktuell. Breaking Bad liegt auch noch da. Vielleicht wird es ja endlich mal wieder was mit regelmäßigen Film-/Serienkonsum. Jede Lektüre des Deadline Magazins würde mir mindestens fünf neue Filme für die Watchlist bescheren, wenn ich sie denn gleich aufschreiben würde.

*In Baden-Württemberg findet die Einschulungsuntersuchung anderthalb Jahre vor der Einschulung statt. Die Schulanmeldung findet ohne weitere Untersuchung statt. Lediglich die Kinder, die zurückgestellt werden sollen (z.B. aufgrund von Bedenken von Eltern, ErzieherInnen oder der Schule), machen noch einen Test.

Würde ich Assessmentcenter planen, dann sähe eine Aufgabe folgendermaßen aus:

Bitte bauen Sie das Lego Forstpolizeirevier auf. Hier sind 3 der 5 erforderlichen Anleitungen. Die Teile dafür finden Sie in 3 Kisten. In der blauen Kiste befinden sich, neben halb demontierten Teilen des Fortspolizeireviers, außerdem halb demontiert die Feuerwache, Emmets Roboter und das Bergwerk mit Fahrzeugen. In der kleinen lila Kiste befinden sich Klein- und Sonderteile (Räder, Achsen, Arme, Beine, Köpfe,…). In der schwarzen Kiste sind Bauplatten und Steine aller Farben und Größen, abgesehen von den 1ern. Die liegen auf dem Boden, weil die Kiste bereits ausgekippt wurde.

Klingt ja erstmal einfach. Erschwert wird das ganze dann dadurch, dass anfangs zwei, später drei Kinder unterschiedlichen Alters dabei anwesend sind. Zwei Kinder laufen etwa im Dreißigsekundentakt direkt über den Bereich, wo man Anleitung und vermutlich zugehörige Teile platziert hat. Einer von beiden stellt sich einem ständig ins Licht und fragt, wann man endlich fertig sei. Der zweite macht Hubschrauber- und Sirenegeräusche in einer Lautstärke, dass sie das Legokistenwühlgeklapper noch übertönen. Während man grade den verflixten blauen Dreier in der großen schwarzen Kiste sucht, klaut er mal eben die vergitterten Fenster, hängt sie an seinen Hubschrauber und versteckt sie im Bett. Dazu kommen kleinere Streitigkeiten zwischen den Kindern alle paar Minuten. Irgendwann pinkelt der kleinere von beiden dann auf den Boden, weil er statt einer Windel seine Badehose anbehalten wollte. Und wenn man denkt, man sei mit den Nerven am Ende, wird noch ein Kamikazebaby dazu gesetzt, dass die kleinen Legosteine, am liebsten aber Kopfbedeckungen und Legomännchenköpfe in seinem Mund verschwinden lässt und dann sabbernd das bereits fast fertige Polizeirevier mit seinem Hinterteil plattwalzt. Während man den Schaden behebt, klettert es einem auf den Schoß und wieder runter und wieder rauf und wieder runter. Dann krabbelt es jammernd über die, inzwischen ausgekippten, Legos aus der schwarzen Kiste und man muss mal wieder trösten. Wenn man am Ende seiner Nerven die letzten Steine platziert, kommt der vermeintlich erlösende Ruf: „Abendessen ist fertig!“ Aber das wäre dann wohl zuviel für die Bewerber. Wer kann danach schon noch „Gibt’s keine Würstchen?!“, „Ich will Nudeln mit Soße!“ und ein Baby, dass alle zwei Minuten in seinem Hochstuhl aufsteht ertragen!

Und falls das jetzt ein Personaler liest: Stellt Eltern ein! Was die täglich bewältigen, könnt Ihr Euch für kein Assessmentcenter ausdenken!

Media Monday #208

Neue Woche, neuer Media Monday.

1. Gegenüber Serien sind Filme oft zu lang, als dass man sie, wenn die Kinder endlich schlafen, noch bis zum Ende sehen kann, ohne selbst eingeschlafen zu sein.

2. Der Moment, als Highsmith und Danson in The Other Guys vom Hochhaus springen und dazu „My Hero“ von Foo Fighters läuft, macht ein bisschen Gänsehaut.

3. Die Auflösung von Broadchurch hat mich als SerienStaffelfinale schon arg enttäuscht, schließlich, ach, ich will hier nicht das Ende spoilern. Aber seit ich es gesehen habe, denke ich nur immer wieder „Das ist nicht euer Ernst, oder?! ODER?!“

4. Wenn denn dann bald Sommerurlaub ist rechne ich mit beständigem Regenwetter. Mal sehen wie wir die Zeit an der Nordsee dann rumbringen.

5. ____ war eine Riesenüberraschung, denn ____ . Ich habe zu lange keine neuen Filme und Serien gesehen, als dass ich hier von aktuellen Überraschungen berichten könnte.

6. Broadchurch (ja, nochmal) hinterließ bei mir einen recht zwiespältigen Eindruck, denn einerseits war die Serie sehr gut gemacht und sehr spannend (hey, wann schau ich mir schon mal freiwillig Krimis an?) , aber andererseits ärgert mich das Ende doch fürchterlich, dass ich gar nicht weiß, ob ich Staffel 2 sehen will.

7. Zuletzt gesehen habe ich Teile vom Lego Movie und das war wie immer sehr gut , weil ich immer sehr schmunzeln muss über die StarWars-Anspielungen, die die Kinder ja (noch) gar nicht verstehen.

Ninjagogeburtstag

Letztes Wochenende wurde der Herr Gartenhein sechs.  Letztes Jahr hat er zum ersten Mal einen Kindergeburtstag gewollt. Damals haben wir nicht viel geplant, bzw. waren die Kinder mit toben und sich mit Wasserpistolen nass machen zufrieden. Eine Schatzsuche gab es noch. Insgesamt fand ich es etwas stressig. Obwohl stressig wohl nicht das richtige Wort ist. Aber so, dass man um halb vier auf die Uhr schaut und denkt, jetzt könnten die Kinder aber bald mal abgeholt werden.
Dieses Jahr wollte ich also etwas mehr planen und Struktur rein bringen. Der Herr Gartenhein hatte sich eine Ninjago-Party gewünscht. Ich hab also etwas gegoogelt und mir Anregungen (u.a. hier) gesucht. Am Pfingstwochenende habe ich am Computer die Einladungen gemacht und ausgedruckt. Die wurden dann noch ausgeschnitten und auf Faltkarten geklebt. Außerdem fing ich am Pfingstwochenende an eine Pinata zu basteln. Sein bester Kindergartenfreund hatte eine bei seinem Geburtstag und das wollte er auch. Die gekauften fand ich ziemlich teuer und da dachte ich, das kann man doch ganz einfach selbst machen. Also kleisterte ich, nach Anleitung aus dem Internet mit einem Mehl-Wasser-Gemisch als Klebstoff, einen Luftballon mit Zeitungspapier ein. Die Zeitungen mussten wir uns bei den Nachbarn schnorren, weil wir ja keine Tageszeitung haben. Den fertig eingekleisterten Ballon hängte ich zum Trocknen auf, wo er dann über Nacht die Luft verlor und ein zusammengeschrumpeltes Pappmachégebilde zurück ließ. Also kleisterte ich am nächsten langen Wochenende einen zweiten Ballon ein. Diesmal klassisch mit Tapetenkleister. Das mit dem Mehl fand ich nicht so toll. Vielleicht war auch nur das alte Spätzlemehl nicht so gut geeignet. Mit Kleister funktionierte es hervorragend. Ich klebte immer ein paar Schichten auf einmal und ließ den Ballon dann trocknen und klebte ein paar Tage später noch ein paar Schichten drauf. Ich war sehr skeptisch, ob das hält. Das dekorieren als Ninjagokopf war dann eine Sache von 15 Minuten, die ich am Donnerstag vor dem Geburtstag zwischen Kaffeetrinken und Kinderturnen kurz erledigte.

Die Party startete am Samstag nachmittag. Da die Party nach einer Rallye am Grillplatz enden sollte, parkte ich unser Auto dort schon mal hin und markierte beim Zurücklaufen den Weg. An vier Stationen versteckte ich Zettel mit Aufgaben und eine weitere Station wurde als Trinkpause eingefügt. Die Kinder kamen um drei. Ich hatte mit dem Herr Gartenhein besprochen, dass die Geschenke ausgepackt werden, wenn alle da sind. Mit Flaschendrehen. Das war dann auch der erste Programmpunkt. Anschließend gab es im Garten Kuchen, Muffins und Obst. Dafür hatten wir die Picknickdecke ausgebreitet. Wie schon erwartet aßen die Kinder nicht wirklich viel, sondern rannte schnell um die Wette im Garten herum. Also läuteten wir zum ersten Spiel. D. kam als Oberninja mit zwei Schwertern und verkündete, dass die Kinder nun eine Ninjaausbildung absolvieren sollten. Als erstes gab es Sackhüpfen, weil springen können ja nie schadet. Anschließend wurden mit Wasserpistolen Spielzeugmännchen umgeschossen („zielen“) und eine Runde Stille Post („lauschen“) gespielt. Spontan schoben wir noch ein paar Minuten Stopptanzen ein. Dann bekamen die Nachwuchsninjas Ninjahalstücher und es ging los zur großen Ninja Quest. Ich ging mit den sechs Ninjas los. Der Weg zum Grillplatz ist etwas 2 km lang und es geht ordentlich bergauf. Als erste Aufgabe mussten sich die Ninjas Grillstöcke suchen. An der zweiten Station wurde Balance verlangt (Eierlaufen). Beim nächsten Stopp wurde bei einer Runde „Ochs am Berg“ Schleichen geprüft. Nach dem langen Aufstieg gab es mal ein kurzes Tief bei den Ninjas, dass ich aber mit einer Dose Pringels und Wasser für alle schnell vertreiben konnte. Kurz vorm Ziel durften sie noch mit ausgeschnittenen Wurfsternen zielen üben. Bei jeder gelösten Aufgabe, gab es ein oder zwei Ninja-Schwerter. Hierfür hatte ich im Vorfeld Holzschwerter bemalt. Am Ende hatte jeder Ninja eins und wir kamen am Grillplatz an, wo D. mit Omi und Opa und den zwei kleinen Jungs schon Feuer gemacht hatten. Die Kinder verschwanden gleich im Gebüsch und kämpften mit ihren Schwertern. Zum Zerklopfen der Pinata musste ich sie alle noch mal zusammen trommeln. Die Pinata war erstaunlich stabil, so dass sie erst herunterfiel, bevor sie kaputt ging. Nächstes Mal also weniger Lagen Pappmaché. Wir grillten dann ein paar Würstchen und Marshmallows und schließlich wurden die Kinder nach und nach abgeholt. Die Schwerter und Ninjatücher durften sie mit nach Hause nehmen. Zuhause durften dann alle Jungs noch eine Runde in die Badewanne und der Herr Gartenhein baute noch ein paar seiner Legogeschenke auf, bevor die Kinder dann recht spät in ihren Betten lagen. Der Herr Gartenhein war sehr zufrieden. Er sagte: „Das war der allertollste Tag, den ich nie erleben durfte.“

Für mich war die Party entspannter als die im letzten Jahr. Das Motto, der feste Ablaufplan und das Ende der Party im Wald hat es irgendwie einfacher gemacht. Und wenn jetzt jemand meckern will von wegen so viel Aufwand und so: Kindegeburtstage sind immer Aufwand, es sei denn man feiert extern und lässt alles machen. Ob man die Spiele die man macht unter ein Motto stellt, ist Geschmacksache. Ich persönlich fand es sehr hilfreich einen thematischen Rahmen drumrum zu haben.

Media Monday #207

Kaum zu glauben, aber wahr: hier mal wieder ein Media-Monday.

1. Am liebsten wäre ich Teil der Film- oder Serien-Familie Weasley (aus Harry Potter), weil dann könnte ich vermutlich zaubern (und die roten Haare dazu hab ich schon).

2. Eine/r meine/r LieblingsautorInnen meiner Jugend war David Eddings. Mir ist noch immer ein Rätsel, wie Menschen, die Fantasy mögen an David Eddings vorbei gehen können. Leider waren die letzten Sachen (Götterkinder, Althalus), die er geschrieben hat, sehr schwach. Man hatte den Eindruck er schreibt schlecht bei sich selbst ab. Nun gut, so ist das vielleicht, wenn man mal über 70 ist. Auf meiner „Wenn ich mal Zeit habe“-Liste steht auf jeden Fall, die guten Bücher noch mal zu lesen. Im Moment fristen sie ein unwürdiges Dasein auf dem Dachboden.

3. ____ hat ja schon so einige Rollen gespielt, aber ich würde sie/ihn ja gerne mal als ____ sehen, denn ____ . Ich mach mir gar nicht so viele Gedanken um Rollenbesetzungen. Da gibt es Menschen, die sich besser auskennen.

4. Mit dem Tatort kann/konnte ich ja so überhaupt nichts anfangen, weil allerdings wurden im letzten Tatort wohl viel die ökologischen Auswirkungen der Offshore-Windenergie thematisiert und das hätte mich jetzt so rein fachlich schon interessiert. Vermutlich gab es da Aufregepotential über Halbwahrheiten. Leider hab ich’s verpasst und zum Nachschauen in der Mediathek ist es mir dann doch nicht wichtig genug.

5. Jordan Catalano ist an Coolness kaum zu übertreffen, schließlich “I just like how he’s always leaning. Against stuff. He leans great.”

6. Wäre ja schon cool, wenn es beamen aus Star Trek auch im wahren Leben gäbe, denn man könnte soviel Reisezeit sparen und sinnvoller nutzen. Man könnte mal kurz weit entfernte Freunde besuchen und sich bei vergessenem Einkauf einfach in ein Land mit geöffneten Läden beamen. Das wäre einfach eine richtig praktische Sache. 

7. Browsergames haben mich früher nie gereizt, aber mittlerweile, seit die Kinder immer Lego Creator Island spielen, wünschte ich, ich hätte Zeit mir auch eine Insel zu bebauen.

Heute ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen. Wegen akuten Sommers und wenig Zeit, heute nur in Stichpunkten.

  • 7:10 aufstehen, weil der Schlökerich wach ist
  • duschen, Frühstück, Vesperboxen, Kinder anziehen (bzw. zum Anziehen antreiben), Windeln wechseln, Erdbeeren pflücken (heute ca. 800 g, gestern 1 kg)
  • wegen allgemeiner Trödelei erst um 9:30 auf dem Weg zum Kindergarten => 2 glückliche Kinder dort lassen
  • Wäsche aufhängen und anstellen
  • dem Julijunge eine Vormittagsmilch machen
  • mich und den Julijunge sonnencremen und den Weg für die Rallye am Ninjagogeburtstag ablaufen (es ist warm und anstrengend, der Julijunge schläft)
  • auf dem Heimweg Tapetenkleister besorgen
  • den Julijunge an D. übergeben und anfangen den Luftballon einzukleistern
  • 13:30 fertig machen zum Jungs abholen. Zu Fuss mit dem Julijunge.
  • auf dem Heimweg ein Eis essen mit Kindergartenkumpels, Wurst und Joghurt für die Kinder besorgen
  • zuhause Kaffee und Erdbeerkuchen
  • Kinder am Computer, einer spielt, einer schläft ein
  • D. räumt auf und putzt, ich bin platt
  • draußen sind Planschbecken befüllt, der Julijunge macht sich nass, der Herr Gartenhein geht auch planschen
  • zweite Runde Pinata kleistern
  • Schlökerich wach, Julijunge ins Planschbecken gefallen (er mochte es nicht)
  • dm-Großeinkauf und tanken mit 2/3 Kindern
  • zurück kommen in gesaugte Wohnung, D. macht den Lebensmitteleinkauf
  • Abendessen auf Wunsch vom Herr Gartenhein: Pizza vom Dönerladen
  • Kinder ins Bett mit nur ein bisschen Theater
  • ich schlafe mit dem Julijunge ein und frage mich mal wieder, wie ich es bei den anderen Kindern geschafft habe, nach dem Einschläfern selbst wieder aufzustehen

Ferien

Während alle unter den Kitastreiks leiden, haben wir einfach nur Pfingstferien. Ich habe Urlaub. Wir genießen die Zeit ohne Schwimm- und Sportkurse. Die Kinder haben die letzten Tage zu 2/3 bis kurz vor acht und zu 1/3 bis neun Uhr geschlafen. Jeden Tag war ein anderer mit lang schlafen dran. Ich bin schon zufrieden damit, nicht um kurz nach sechs geweckt zu werden. Wir trödeln in den Tag und frühstücken spät. Dienstag waren wir in der Bücherei und Mittwoch zum Großeinkauf beim dm. Die Kinder spielen, malen und streiten. Heute haben wir vorsichtshalber, falls das der einzige Sommertag gewesen sein sollte, die Planschbecken und den Rasensprenger aufgestellt und die Kinder ordentlich aufgeweicht. So nebenbei haben wir Unmegen Unkraut aus dem Garten gerissen, aber es ist noch ordentlich viel übrig. (Wo kommt das immer nur so schnell her!?) Ich habe die Kinderspiele aus dem Bücherregal in die Kommode geräumt, wo Babykram drin war, den wir nicht mehr brauchen. Und dabei habe ich gleich mal das Regal ausgemistet. Nun ist die Papiertonne voll (nächste Leerung in zweieinhalb Wochen, hahahaha!) und im Regal einige Fächer frei. Jetzt bräuchten wir noch Zeitschriftensammler für die Legokataloge und -anleitungen. Aber irgendwie bin ich zu unmotiviert aus der Urlaubsgammelblase aufzutauchen.
Im Kopf bewege ich immer wieder den anstehenden Ninjago-Geburtstag des Herrn Gartenhein. Ich hab so ein halbes Konzept, dass ich mal aufschreiben sollte, damit alles nötige noch rechtzeitig besorgt werden kann. Seine Wünsche sind noch immer unklar, bzw. ändern sich täglich bei der Lektüre des Legokatalogs. Ich frage ihn jetzt einfach täglich und nehme dann das, was am häufigsten genannt wurde.
Über Pfingsten waren wir unterwegs. Vielleicht schreib ich da auch mal noch was dazu. Und was treibt Ihr so?

Unterwegs mit den Jungs

Gestern war ich mal wieder mit meinen Jungs unterwegs. Eine liebe Freundin, die vor einiger Zeit weggezogen ist, hatte zu einem Geburtstagspicknick in Karlsruhe eingeladen. Da ich sie vor einem Jahr zuletzt gesehen hatte, wollte ich da auf jeden Fall hin. D. wollte lieber seine hartnäckige Bronchitis zuhause pflegen. Der Wetterbericht war so lala (18°C, bedeckt, Regenwahrscheinlichkeit 30%). Um sieben waren alle Kinder und ich wach. Immer wieder erstaunlich, wie schnell man von „was mach ich denn jetzt die zwei Stunden bis zur Abfahrt?“ zu „Eigentlich wollte ich vor zwanzig Minuten losgefahren sein“ kommt. Muffins hatte ich am Vorabend gebacken und so musste ich eigentlich nur noch etwas Gemüse schnippeln, Erdbeeren waschen und alles, zusammen mit je einer Garnitur Wechselklamotten für die Jungs, Windeln und Babynahrung, transportfähig einpacken. Und natürlich die üblichen Morgenroutinen: Shred, duschen, Kinder anziehen, Kindern zu essen geben, usw. (mich wundert gar nicht mehr, dass die zwei Stunden so schnell rumgingen!). Schließlich saßen wir im Auto und waren, nach einem kurzen Zwischenstopp beim Bäcker, unterwegs. Beinahe ohne Stau erreichten wir unser Ziel und hatten die Picknicktruppe bald gefunden. Der Herr Gartenhein und der Schlökerich verschwanden mit den anderen Kindern auf dem Spielplatz und kamen nur hin und wieder zum Essen und trinken auf die Decke. Der Julijunge krabbelte auf der Decke und im Gras rum und vertilgte eine Schale Erdbeeren beinahe alleine. Ein kurzes Nickerchen schob er auch noch dazwischen. Ich konnte entspannt auf der Decke mit den alten Freundinnen plaudern und den prallen Sonnenschein (ist wohl sehr schwierig mit den Wettervorhersagen) genießen. Das Geburtstagskind verabschiedete sich gegen halb drei, weil ein Zug erreicht werden musste. Wir blieben noch eine Weile sitzen, packten langsam zusammen und sammelten die Kinder auf dem Spielplatz ein. Ich ging mit den Kindern zum Auto, lud einen Großteil des Gepäcks ein um anschließend die nächste Eisdiele zu suchen. Ich zeigte den Jungs, wo ich studiert habe und fand es mal wieder sehr seltsam, dass den Jungs, die Stadt, die mir so vertraut ist, fremd ist. Nach dem Eis gingen wir zurück zum Auto und machten uns auf den Heimweg. Die zwei großen Jungs waren müde und schliefen sofort ein, der Julijunge klatschte mir noch eine Weile Beifall und machte dann auch noch ein Nickerchen. Auf der Autobahn war der Wochenendrückreiseverkehr sehr deutlich und es staute sich immer wieder mal ein bisschen. Zuhause schauten die Kinder die Zweitligazusammenfassung („Mama, die freuen sich, weil sie hochgegangen sind!“ Aufstieg auf Kindermund) an, um dann irgendwann klammheimlich auf den KiKa umzuschalten. Nach dem Abendessen scheuchten wir dann drei müde Kinder ins Bett. Und heute war erstaunlicherweise keins davon vor sieben Uhr wach. Ich habe den Tag sehr genossen. Ich bin sehr froh, dass die Jungs solche Ausflüge gerne mit mir machen. Sie stören sich nicht an geänderten Tagesabläufen und ihnen fremden Menschen, sondern können das genauso genießen wie ich. Und wenn am Ende der einzige Kritikpunkt des Tages ist, dass der Ausflug vorbei ist, dann war wohl alles gut. Ich bin gern mit meinen Jungs unterwegs!

Es ist Frühling und im Garten wuchert der Rhabarber. Was tun damit? Besonders Kinder mögen die sauren Rhabarber meistens nicht so gerne. Ich backe oft Muffins, die meine Kinder anstandlos essen. Das Rezept haben wir auch schon an den Kindergarten weiter gegeben, wo, bis auf wenige Ausnahmen, alle Kinder die Muffins begeistert gegessen haben. Und hier ist nun das Wunderrezept. Es reicht für 12 Muffins.

4 Stangen Rhabarber

100 g Zucker

2 Eier

250 g Vanillequark

100 g Öl (oder geschmolzene Butter)

250 g Mehl

1 TL Zimt

2 TL Backpulver

1/2 TL Natron

Zimt und Zucker zum Bestreuen

Rhabarber schälen und in kleine Würfel schneiden. Zucker, Eier, Öl und Vanillequark verrühren. Die restlichen Zutaten dazurühren und zum Schluss die Rhabarberwürfel unterheben. In die (gefettete oder mit Papierförmchen gefüllte) Muffinform einfüllen und mit Zucker und Zimt bestreuen. Bei 175°C Umluft ca. 20 min backen.

Edit: D. bevorzugt die Variante mit geschmolzener Butter.

Muttertag

Am Wochenende war ja Muttertag. Ich mache mir da nicht viel draus. Ich hab da immer im Ohr, was eine Frau in einer dieser 90er-Jahre Nachmittagstalkshows erzählte. Da sagte ihr Mann am Muttertag zu ihr: „Ach, lass doch den Abwasch. Das kannste doch morgen machen!“ Außerdem finde ich es irgendwie absurd, dass die Kinder sich bedanken, dass man sie auf die Welt gebracht hat. Schließlich hat sie ja keiner gefragt, ob sie das wollten. Frau Frische Brise hat das sehr schön formuliert.

Sie haben es sich nicht ausgesucht, geboren zu werden. Ich erwarte von ihnen keine Dankbarkeit für mein Muttersein.

Ich bin auch grundsätzlich nicht so der Blumenstraußtyp. Auch wenn der Herr Gartenhein seiner Omi das anders erzählt hat. Ich finde das zwar hübsch anzusehen, finde es aber schade, dass man die Blumen für eine Woche in der Vase abgeschnitten hat. Vor drei Jahren hat D. mir zum Geburtstag eine Rose in den Garten gepflanzt. Die blüht jetzt immer wieder für mich. Das finde ich viel besser als einen Blumenstrauß.
Wir waren am Muttertag gar nicht zuhause. Am Samstag verkündete der Herr Gartenhein noch, dass er kein Geschenk für mich hätte. Ich fand das seltsam, da im Kindergarten doch immer was gebastelt wird. Ich fragte ihn, ob er nichts hätte oder es nicht verraten dürfe. Da gab er zu, es nicht verraten zu dürfen und dass er die Geschenke in seinem Zimmer versteckt hätte. Ich fand das sehr schön. Jetzt hat er das Prinzip von Überraschungen und Geheimnissen also verstanden. Der Schlökerich sagte, dass er auch Geschenke habe und die in seinem Rucksack seien. Das überraschte mich, da ich da noch seine Vesperdose rausgeholt hatte, aber es zeigte sich, dass ich einfach nicht so genau reingeschaut hatte.
Der Sonntag war also ein ganz normaler Sonntag bei meinen Eltern. Wir fuhren nach dem Frühstück in den Streichelzoo. Ich musste ein bisschen schmunzeln, als wir an einem Blumenfeld vorbei kamen und da mehrere Väter mit ihren Kindern noch schnell Blumen geholt haben. Im Streichelzoo konnten die Kinder Tiere anschauen, füttern und streicheln und sich anschließend auf dem Spielplatz austoben. Zuhause gab es Eis und Kuchen und die Kinder spielten mit Omi und mit Opas Tablet. Nach dem Abendessen setzte ich drei müde Kinder im Schlafanzug ins Auto und fuhr nach Hause, wo uns ein komplett geputztes Haus erwartete. Inklusive frisch bezogener Betten und gewaschener Bettwäsche. Sogar das Wohnzimmerregal hatte D. angefangen aufzuräumen (allerdings ist das eine aufwändigere Aufgabe). Auf der Terrasse waren die Tomatenpflänzchen umgetopft worden und es gab neue Gartendeko. Das hat mich sehr gefreut.
Die Muttertagsgeschenke gab es dann am Montagmorgen, weil der Herr Gartenhein aus dem Auto schlafend ins Bett getragen wurde. Das Vatertagsgeschenk gab es gleich dazu. Papierwebherzen von den Kindern bemalt/beschriftet.