Mein Schwesterchen war in Dänemark. Was die Dänen ihr damit sagen wollten, bleibt wohl ein Rätsel.

Braunschweig schweigt

In Braunschweig ist ja einfach mal gar nichts los. Abends nach 22 Uhr ist man in der Innenstadt alleine. Das ist echt gruselig. Wie auf dem Dorf. Und zu essen gibt’s dann auch nichts mehr. Da war eine Pizzeria, die schon um 21 Uhr zugemacht hat. Immerhin haben wir als Ortsfremde dann doch noch ein Vapiano gefunden.

Höflichkeit am Bahnhof

Der Bahnhof ist voll mit Menschen. Da ist es zwangsläufig so, dass da auch unhöfliche Menschen dabei sind. Einen davon musste einer meiner Kollegen neulich begegnen. Morgens früh in Stuttgart am Bahnhof wollte er von den Gleisen runter zur S-Bahn.  Um Zeit zu sparen laufen viele Leute die Rolltreppen runter. So auch mein Kollege. Das ging gut, bis er auf einen Herrn traf, der links auf der Treppe stand, obwohl rechts von ihm Platz war. Mein Kollege bat ihn freundlich einen Schritt nach rechts zu machen, damit er vorbei kann. Der Mann reagierte nicht. Mein Kollege sprach ihn nochmals freundlich an und diesmal reagierte der Mann. Er erklärte, dass er nicht nach rechts gehen würde. Wenn er laufen wolle, dann solle er doch die Treppe nehmen. Mein Kollege fing an zu diskutieren, warum er denn einer höflichen Bitte nicht nachkäme und der Mann erklärte ihm, dass er prinzipiell nicht zur Seite gehen würde, ganz egal wer ihn fragt. Mein Kollege war zwar fassungslos, aber inzwischen auch unten angekommen und die Wege der beiden trennten sich in den Menschenmassen. Mein Kollege war so empört, dass er mir die Geschichte gleich erzählt hat. Ich hab ihm dann gesagt, dass bei solchen Leuten meistens der dezente Hinweis auf die Hausordnung des Bahnhofs hilft. Die Leute meinen nämlich sie seien im Recht und das sie stehen können wo sie wollen. Ist aber nicht so. Ich hab’s extra nochmal nachgelesen. Die Hausordnung sagt: „Auf Fahrtreppen rechts stehen.“ Eigentlich unmissverständlich, oder? Ganz abgesehen davon, dass es einfach unhöflich ist, wenn man mit Absicht Leuten im Weg steht.

3 kg

Um hier mal meinen Schwangerenblog nicht zu vernachlässigen, kommt hier endlich wieder Schwangerencontent. Gestern war nämlich Arzttermin. Ich bin jetzt in der 24. Woche. Das mit den Wochen und Monaten in der Schwangerschaft ist gar nicht so einfach. Also einfach schon, aber etwas fern der Realität. Man fängt an die Schwangerschaftswochen zu zählen, ab dem letzten Zyklus, d.h ab ersten Tag der letzten Periode. Das Kind ist also eigentlich ca. 2 Wochen jünger als die Schwangerschaftswoche angibt. Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen, also 10 Zyklen. Die Zyklen werden dann einfach als Monate bezeichnet, völlig egal, dass die Monate eigentlich länger als 4 Wochen wären. Nach der Rechnung bin ich jetzt also jetzt schon fast im 7. Monat, obwohl’s real erst 6 Monate sind. Deshalb reagiere ich auf Fragen, in welchem Monat ich jetzt wäre, meistens sehr verwirrt und antworte in Wochen. Eine Woche ist nämlich eine Woche. Ok, das wäre jetzt geklärt. Nun aber zu meiner Untersuchung gestern. Ich habe seit der ersten offiziellen Untersuchung in der 11. Woche  grandiose 3 kg zugenommen. Das ist quasi nichts, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich in den ersten 12 Wochen erst mal abgenommen habe, weil es mir ständig schlecht war. Demzufolge passen mir auch meine Hosen noch (Hüfthosen machen’s möglich), obwohl ich selbst meinen Bauch schon beeindruckend finde. Die Sprechstundenhilfe meinte, dass viele Frauen schon in den ersten 12 Wochen 3 kg zunehmen. Die Ärztin meinte aber ich soll mir keine Sorgen machen, Kind hat die richtige Größe und auch sonst passt alles. Nur meine Hosen passen mir bald nicht mehr, hat sie versprochen. Wir werden sehen, was die Waage in 4 Wochen sagt.

Samstag zweiter Teil

Nach dem herrlichen KSC-Sieg sollte es abends noch zum Apoptygma Berzerk Konzert gehen. Ich hab mich wirklich drauf gefreut. So viele Jahr begleitet mich die Band schon und ich hab sie noch nie live sehen können. Mir hat’s dann auch sehr gut gefallen, auch wenn ich’s zu kurz fand. 18 Songs inklusive Zugaben haben sie gespielt. Ich hätte noch ne Weile länger zuhören können. Ich hab mich auch gefreut, dass sie so viele ältere Songs, die ich so gerne mag, gespielt haben. D. hat auch tapfer durchgehalten, obwohl er so müde war, dass er fast im Stehen eingeschlafen ist. Gesehen habe ich leider nicht so viel. Im Substage ist die Bühne nur 30 cm hoch, weil die Decke so niedrig ist. Wenn man da kleiner als 1,70 m und nicht in den ersten drei Reihen steht, dann sieht man meistens nicht viel außer hin und wieder die Gesichter der Band auf der Bühne. War aber auch egal, ich war ja schließlich zum hören da. Außerdem wollte ich mit meinem Bauch auch nicht in den ersten drei Reihen stehen. Man kann ja nicht ahnen, ob man sich mal hinsetzen möchte. Nach 2 Stunden Fussball waren 2 Stunden Konzert dann nämlich doch ganz schön anstrengend.  Zuhause war außer Schlafen dann nichts mehr angesagt.

Für alle, die’s interessiert: das haben sie gespielt

Weight of the World
Apollo (live on your TV)
Eclipse
Mercy Kill
Unicorn
Deep Red
In this together
Shadow
Black vs. White
You keep me from breaking apart
Love never dies
Until the end of the world
Butterfly Defect
Kathy’s Song
Shine on

Starsign
Nonstop Violence

Mourn

Samstag erster Teil

So müssen Samstage sein. Wir kommen zu spät, aber gerade rechtzeitig zum 0:1 im Stadion an. Naja, was hat man schon noch für Erwartungen. Lieber in der 7. Minute verlieren als in den letzten 5 Minuten, wie die letzten Male gegen Hamburg (mal abgesehen von dem 7:0 letzte Saison). Kurz nach der Halbzeitpause dann das 0:2 und plötzlich geht’s los. 1:2 und 2:2 innerhalb von 4 Minuten. Ungläubiges Staunen unsererseits, aber der KSC will noch mehr, ganz im Gegensatz zu Hamburg, bei denen man gegen Ende das Gefühl hat, sie wollen nur das Unentschieden über die Zeit retten. Dann der letzte Freistoß in den letzten Sekunden des Spiels. Und Tor. Wir stehen da, warten dass irgendjemand uns zwickt. Keine Fahne oben? Kein Abseits? Kein Foul? Es ist tatsächlich war. Der KSC hat in den letzten Sekunden noch gewonnen.
So soll’s jetzt bitte weitergehen.

D- und B-Bäuche

Achtung, ich fange an über Bäuche nachzudenken.
Gestern im Schwimmbad ist mir wieder eingefallen, dass wir als Jugendliche mal ein paar Tage am Bodensee gezeltet haben. Beim Baden im See haben wir uns über Bäuche unterhalten. Viele Frauen haben nämlich B-Bäuche, wohingegen die meisten Männer D-Bäuche haben. Bei den B-Bauch-Frauen besteht der Bauch aus zwei Speckringen, die am Bauchnabel voneinander getrennt sind und deshalb aussehen wie ein B. D-Bäuche sind dagegen durchgehend ohne Einschnitt in der Bauchmitte. B-Bäuche sind allerdings viel gemeiner. Nämlich schon ein kleiner B-Bauch sieht immer scheiße aus, weil der obere Ring über den Hosenbund quillt. Das sieht immer nach reingequetscht aus, auch wenn das gar nicht der Fall ist. Kleine D-Bäuche sind da viel einfacher zu kaschieren, weil der Hosenbund einfach auf dem Bauch sitzt und man auf den ersten Blick nichts quellen sieht. Schwangerenbäuche sind erst mal b-Bäuche, weil man ja erstmal nur unten am Bauch dick wird. Irgendwann werden sie dann zu D-Bäuchen, die man dann auch eindeutig als Babybauch erkennt. Mein Bauch, den ich schon beeindruckend finde, der ist noch an der Grenze zwischen B- und D-Bauch und deshalb ist es wohl für die meisten noch nicht offensichtlich, dass ich mir den nicht mit viel Mühe angefuttert habe. Im Zug steht noch niemand für mich auf, aber in den letzten Tagen ernte ich öfters verwunderte Blicke von Kollegen aus anderen Abteilungen, die nicht über meinen Zustand informiert sind. Da merke ich, wie sie auf meinen Bauch schauen und sich überlegen, ob sie es wohl wagen sollten, mich darauf anzusprechen. Bisher scheint die Angst, kopfüber im Fettnapf zu landen und die Antwort „Nee, ich hab in letzter Zeit nur etwas mehr gegessen.“ zu erhalten, größer. Mal abwarten, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt. Ich spiele schon mit dem Gedanken, zum Scherz die oben genannte Antwort zu geben. Wäre aber schon fies, oder? Nun warte ich weiter auf meinen D-Bauch und versuche schwangerer auszusehen, damit die Leute im Zug und in der S-Bahn mehr Mitleid mit mir haben.

Fernsehjunkies

Ich hab mal wieder Fernsehen geschaut gestern abend und durfte Erschreckendes bei Stern TV sehen. Vor über 30 Jahren hat das ZDF wohl mal einen Test gemacht und Menschen für 4 Wochen ihre Fernseher weggenommen. Das Experiment hat Stern TV jetzt verschärft wiederholt. Für (allerdings nur) 48 Stunden sollte eine Familie sämtliche Fernseher, Computer und Spielekonsolen abgeben. Erschreckenderweise fanden die es sehr schwer und wussten kaum was mit sich anzufangen. Auch im Publikum hatten vorher einige Leute auf Nachfrage angegeben, dass sie sich ein Leben ohne Fernseher nur schwer oder gar nicht vorstellen könnten. Und ich dachte, ich bin ein Junkie. Erstaunlicherweise habe ich aber schon mal über Monate ohne Fernseher gelebt und fand es nicht weiter schlimm. Auch im Urlaub kann ich problemlos für Wochen ohne Fernseher auskommen. Wie machen denn andere Leute Urlaub? Für 10 spanische Programme mach ich die Kiste nicht an, weil ich das eh nicht verstehe. Ist dann bei denen deutsches Fernsehen ein Auswahlkriterium? OK, den Computer und Internet abgeben fände ich schon schlimmer. Aber nicht weil ich den zum Spielen verwende, sondern weil der bei uns quasi Telefon, Tageszeitung und Nachrichten ersetzt. Das finde ich nicht vergleichbar mit einem Fernseher. Nun gut, jedenfalls wurde die Familie bei ihrem verzweifelten Versuch sich miteinander zu beschäftigen von der Kamera begleitet. Die Gesellschaftsspiele lagen seit Jahren eingestaubt in einer Kiste und sie haben sich dann auch erstmal ein neues gekauft (was jetzt vermutlich die nächsten 5 Jahre irgendwo einstaubt). Bücher gibt es keine in diesem Haushalt. Das einzige Buch, dass der Familienvater in den letzten Jahren gelesen hatte, war die Bushido Biographie. Dafür hat aber jedes der Kinder schon einen Fernseher im Zimmer. Sonst gäbe es ja Mord und Totschlag, weil die eine Barbie sehen will und der andere was anderes. Da fiel mir nur die „Schau hin„-Kampagne ein. Barbie gehört wohl eher nicht zu den pädagogisch wertvollen Sendungen. Tja, aber das müssen sie selbst wissen. Am Ende des Wochenendes kamen dann endlich die Fernseher zurück. Erleichtert war die Familie, weil sie sich endlich nicht mehr mit sich selbst beschäftigen musste. Zum Abschluss hat dann das jüngste Kind den Fernseher wieder angeschaltet. Noch Windeln an, aber die Fernbedienung schon bedienen können. Na bravo.

Das Beste fürs Kind

Heutzutage versucht man ja immer das Beste zu tun für das ungeborene Baby. Ist ja grundsätzlich auch nicht verkehrt. Und so habe ich mich gestern mit dem Thema Nabelschnurblut beschäftigt. Überall liest man davon, was man seinem Kind Gutes tun kann, wenn man Nabelschnurblut einlagern lässt. Was genau man damit dann machen kann, ist mir aber nicht klar geworden. Man kann böse Krankheiten mit den darin enthaltenen Stammzellen heilen. Und vielleicht ist ja die Forschung in 15 Jahren soweit, dass aus den Stammzellen auch neue Organe wachsen können. Wer weiß, vielleicht braucht das Ungeborene das ja mal. Deshalb soll man also das Nabelschnurblut einlagern. Entweder kann man das Blut für alle und die Forschung spenden, was nichts  kostet, oder man kann es nur für sich selbst einlagern lassen, was zwischen 1500 und 3000 Euro kostet. Stutzig gemacht hat mich dann gestern meine Recherche im Internet. Man hat nämlich nicht das Gefühl, dass man tatsächlich irgendwo objektive Informationen findet. Die meisten der Seiten, die in unterschiedlichster Aufmachung, von privater Homepage bis seriöser Informationsseite, daherkommen, verlinken ziemlich schnell auf eine Nabelschnurblutbank. Und zwar fast immer auf die gleiche, die wohl im Moment auch die größte ist. Das kam mir doch sehr seltsam vor. Schließlich erwartet man von einer seriösen Infoseite doch, dass alle Anbieter verlinkt werden und dass auch genügend Informationen über das kostenlose Spenden des Nabelschnurblutes gegeben werden. Das kostenlose Spenden wird allerdings nur schlecht geredet. Man bekomme sein Blut nicht zurück, wenn das Kind es braucht und sowieso würden nur 30 % der Spenden eingelagert. Das liegt eben daran, dass niemand tausende Euro für die Einlagerung bezahlt, sondern die Blutspendedienste nur gemäß ihren Kapazitäten einlagern können. Die geben einem, wenn sie können und man es braucht, auch gerne das Blut des eigenen Kindes wieder (hab ich irgendwo gelesen, weiß aber nicht, ob das technisch überhaupt möglich ist). Es besteht eben nur keine Garantie, dass man es wieder bekommt. Die hat man bei den kostenpflichtigen Anbietern. Aber ist es das tatsächlich wert? Ob man tatsächlich in 20 Jahren schon Organe wachsen lassen kann, steht in den Sternen. Vor allem, wenn jeder seine Stammzellen für sich behält und keine für die Forschung spendet. Um Leukämie zu heilen sind die eigenen Stammzellen sowieso nicht so gut, da die Mediziner davon ausgehen, dass auch die Stammzellen die Krebsinformation schon tragen. Klar, das weiß man auch alles nicht so genau. Allerdings weiß man auch nicht genau, ob man in 20 Jahren mit den eingefrorenen Stammzellen noch was anfangen kann oder ob das alles nur ein teures Eis war.

Tja, im Endeffekt stellt sich für uns die Frage nicht, da wir keine 2000 Euro fürs Bluteinlagern übrig haben und man in Karlsruhe nicht spenden kann. Aber die Informationen dazu im Internet haben mich wirklich erschreckt. Auf der einen Seite die  Nabelschnurblutbanken, die alles in den Himmel loben und machen, dass man sich schlecht fühlt, wenn man nicht alles für sein Kind geben will und auf der anderen Seite die Krankenkassen, die erzählen, dass man bisher noch zuwenig weiß und das deshalb selbst bezahlt werden muss. Dazwischen gibt es dann ein paar Artikel aus dem Stern oder der Zeit. Die haben aber leider auch so wenig Ahnung, dass man das Gefühl hat, sie haben sich eine Seite ausgesucht und wiederholen deren Argumente. Ich werde auf jeden Fall mal meine Ärztin fragen. Die macht normalerweise einen ganz vernünftigen Eindruck. Allerdings kann man sich auf die Empfehlung auch nicht unbedingt verlassen. Die kommerziellen Nabelschnurblutbanken bezahlen nämlich Provisionen an Frauenärzte, die das Einlagern mit Erfolg an ihre Patientinnen empfehlen.

Gewonnen

Mein Schwesterchen hat ja sowas soziales studiert, wo arme Studenten immer wieder Leute überreden müssen, für sie irgendwelche Studien auszufüllen. Und weil ich mir vorstellen kann, dass das ganz schön nervig ist, fülle ich immer brav alle Umfragen ihrer Ex-Kommilitonen aus, die sie mir weiterleitet. Tja, und jetzt habe ich bei so einer Umfrage einen iPod gewonnen. Ich kann’s selbst kaum glauben und warte jetzt gespannt auf das Päckchen.