Türkisch für Anfänger

Ich schreibe ja nicht so oft über Filme, die ich gesehen habe. Heute muss es aber sein. Vorgestern habe ich nämlich den“Türkisch für Anfänger“ Film gesehen. Und der war leider nicht wirklich gut. Ich liebe die Serie. Über die drei Staffeln wird die Serie von der Spannung zwischen Lena und Cem getragen. Die Nebenhandlungen sind die Beziehungen von Doris und Metin und die von Yagmur und Costa. Dei Serie ist toll geschrieben (die Szene, wo der rassistische Opa Cem mit den Worten „Aufstehen Türke, Hartz IV beantragen und Ziegen hüten!“ weckt, ist immer noch eine der besten im deutschen Fernsehen überhaupt) und toll gespielt.

Vom Film hatte ich nicht so viel erwartet und wurde trotzdem noch enttäuscht. Er folgt dem typischen Romantic Comedy Aufbau: Zwei Personen werden durch Zufall zusammengeführt. Irgendwelche widrigen Umstände führen dazu, dass sie nicht zusammensein können/wollen. Dann sind sie doch zusammen, aber einer von beiden macht etwas Furchtbares und sie streiten sich scheinbar ohne Chance auf Versöhnung, nur um sich dann am Ende wieder zu versöhnen. Bei „Türkisch für Anfänger“ ist das zufällige Ereignis ein Flugzeugabsturz und die Landung auf einer einsamen Insel (ja, so schlimm). Und dieser Flugzeugabsturz soll am Ende nicht nur ein Paar zusammen bringen, sondern gleich drei. Das ist ein bisschen zu viel. Und so ist der ganze Film: es ist immer ein bisschen zu viel. Cem ist zu prollig und dumm und auch vor geschmacklosen Onaniegesprächen wird nicht halt gemacht. Lena ist ein bisschen zu intellektuell und arrogant und Doris ist auf jeden Fall viel zu kindisch. Doris ist ja in der Serie eine Psychotherapeutin, die ein bisschen in den 70ern hängengeblieben ist, immer alles ausdiskutieren will und mit ihren Kindern in jeder Hinsicht ganz offen umgeht. Im Film ist sie anscheinend in ihren eigegen 20ern hängengeblieben, leugnet das Älterwerden und macht sich plump an Mittzwanziger ran. Yagmur ist zu offenherzig. In der Serie versucht sie durch ihren Glauben das Andenken an ihre Mutter zu ehren, im Film trägt sie zwar Kopftuch, scheut sich aber nicht im Bikini vor beinahe fremden Männern herumzulaufen. Insgesamt bleiben alle Figuren sehr flach und die Schauspieler weit hinter ihrem Können. Die Entwicklungen der Beziehungen zwischen den Hauptpersonen ist viel zu schnell, vermutlich deshalb, weil man sich nicht scheut jedes platte Klischee in die Story einzubauen. So gibt es einen Haiangriff, vermeintliche Kannibalen und eine dumme Sexwette. Außerdem wird Cem noch ein beim Tod seiner Mutter erworbenes Trauma angedichtet und die ganze Familie Özturk von der Mafia verfolgt in einen Zeugenschutzprogramm gesteckt. Wie schon erwähnt, einfach alles zu viel. Trotzdem gab es auch hier einige schöne Szenen, die das alte Seriengefühl wieder aufkommen ließen.

Für die Story an sich, würde ich nicht mehr als 3 Punkte (von 10) vergeben. Der Film insgesamt schafft es dann für mich mal grade so auf 6, und auch nur deshalb, weil ich die Serie so liebe. (Das ist ungefähr so, wie bei den Twilight-Filmen, die zwar alle ziemlich schlecht sind, die man aber durchaus anschauen kann, wenn man die Bücher mag.)

Media Monday #113

Noch schnell vor dem Schlafengehen: Media Monday #113

1. Pain and Gain, der neue Film von Michael Bay ist vermutlich genauso ein Knaller, wie die vorherigen Michael Bay Filme (wobei ich zugeben muss, dass sie meistens wenigstens unterhalten, wenn man nicht mitdenkt).

2. Ben Affleck als neuer Batman, das kann ich mir nicht so recht vorstellen, allerdings wird es vermutlich zunächst an mir vorbeigehen, da Comicverfilmungen in der Regel nicht so mein Fall sind und da noch andere Filme vorher auf meiner Liste stehen.

3. Wenn eine Rolle neu besetzt wird/werden muss ist das anfangs oft ungewohnt, aber man gewöhnt sich in der Regel dran. 

4. Könnte ich mir das gesamte Programm eines Buch-Verlages schenken lassen, dann sicherlich dass von jedem (und eine geeignete Lagerungsmöglichkeit dazu), weil ich sicher bin, dass sich beinahe überall literarische Perlen verbergen.

5. Es ärgert mich richtiggehend, dass die Serie How I met your mother entweder um 20:15 oder nach Mitternacht mit neuen Folgen ausgestrahlt wird, weil das überhaupt nicht ins „Kinder schlafen und ich bin noch wach“ – Fenster passt.

6. Das darstellerische Talent von Julia Stiles wird meines Erachtens unterschätzt, denn die mag ich wirklich gerne und würde sie gern öfter in Hauptrollen sehen.

7. Mein zuletzt gesehener Film war The Call und der war ziemlich spannend und hätte ganz gut sein können, wären nicht die letzten drei Minuten gewesen , weil die so unglaublich bescheuert waren, dass ich mich wirklich geärgert habe und auch noch ärgere, wenn ich dran denke.

Zirkusabend

Im Ort gastiert zur Zeit ein kleiner Zirkus. Da wir den letzten Zirkus verpasst hatten, überlegten wir, ob einer von uns mit dem Herr Gartenhein hingehen sollte. Der redet zur Zeit öfter vom Zirkus, weil er das vom Schlupp vom grünen Stern kennt. Und als ich mich versuchte im Internet über den Zirkus zu informieren (es ist bei den großen Zirkusfamilien beinahe unmöglich), stieß ich auf eine Eintrittskartenverlosung der Böblinger Kreiszeitung. Ich hab mich eingetragen und gewonnen. Und so machten der Herr Gartenhein und ich uns gestern abend auf zur Vorstellung des Zirkus Gebrüder Renz.

Nach einer kurzen „Ich will da nicht rein!“-Attacke auf Seiten des Herrn Gartenhein, standen wir dann auf wackeligen Brettern am Kartenhäuschen. Tatsächlich war unser Name hinterlegt und wir kriegten unsere Eintrittskarten umsonst. Die Angst des Herrn Gartenhein, es sei laut und voll, erwiesen sich als unbegründet. Wir nahmen auf weißen Plastikstühlen Platz und warteten, dass es losgeht. Mein letzter Zirkusbesuch dürfte in den späten Achzigern oder frühen Neunzigern stattgefunden haben. Damals kam mir das alles noch etwas glamouröser vor, aber vermutlich ist es die kindliche Perspektive, die mir nun fehlt. Damals gab es ja auch in kleineren Zirkussen noch Raubkatzen oder Elefanten, weswegen der Zirkus in Verruf geraten ist. Heute gibt es nur noch Pferde, Kamele und Lamas, die sich auch auf Reisen möglichst artgerecht halten lassen.

Das Programm ging los. Es gab Akrobatik, Pferde- und Kameldressur, Clowns, Seiltanzen, Feuerspucken, Lasso- und Messerwerfen. Anfangs stand ich dem allen eher belustigt gegenüber. Das änderte sich aber bald. Ich war ziemlich beeindruckt von der Leistung der Artisten. Als Kind ist mir nie bewusst geworden, dass eine Zirkusvorstellung von nur so wenig Menschen gestemmt wird. Hier waren es sechs. Jeder Handgriff saß, beim Auf- und Abbau wusste jeder genau, wann er wo anfassen und wann welche Tür geöffnet werden musste. Klar kommt das durch die Routine, aber es steckt auch der Wille dahinter, auch für eine nur halbvolle Donnerstagabendvorstellung das Beste zu liefern. Nicht jedes Kunststück klappte immer sofort, aber dann wurde es einfach wiederholt. Besonders lustig war das kleine Shetlandpony, das immer wieder versuchte das große schwarze Pferd zu treten. Die Zirkusartisten waren mit einer unvorstellbaren Begeisterung bei der Sache und der Funke sprang aufs Publikum über. Wen stört es da noch, dass die auf dem Kinn balancierten Stühle mal nen neuen Anstrich bräuchten. Die jüngste Artistin sammelte Geld für ihre Ausbildung an der Artistenschule. Die nächste Generation wächst also auch schon heran.

Beeindruckend war auch, dass jeder Artist verschiedene Kunststücke beherrschte, wo man doch schon Jahre trainieren muss, um eine Sache gut zu können. Natürlich war das keine Spitzenakrobatik (das ist auch nicht der Cirque du Soleil), aber trotzdem nichts, was irgendjemand aus dem Stehgreif nachmachen könnte. Mich hat die Zirkusvorstellung, entgegen meiner anfänglichen Skepsis, doch überzeugt. Den Herr Gartenhein sowieso. Er fand die Tierdressuren besonders toll. Bei den Kamelen habe ich mich etwas gegruselt. Die sind ECHT groß und wenn die in einem Meter Entfernung im vollen Galopp vorbei laufen, ist das einfach zum Gruseln. Auch das Feuerspucken fand er gut und das Lassoschwingen. Vom Seiltanzen sollte ich sogar ein Foto machen. Ihm hat es sehr gut gefallen, obwohl er anfangs mal nachgefragt hat, wann denn der Film losginge…

Ich habe mich gefragt wie es ist in diesem Umfeld aufzuwachsen. Es sind ja immer ganze Familien, die einen Zirkus betreiben. Was bringt die Kinder dazu auch wieder Artist zu werden, statt beispielsweise Bankkaufmann? Als ich so durch das Zirkuszelt blickte, konnte ich mir kaum vorstellen, dass das alles kostendeckend ist. Letzten Winter stand ein Zirkusartist (vermutlich von eben diesem Zirkus) bei uns vor der Tür und sammelte Geld für Tierfutter. D. war erst skeptisch, hat sich einen Ausweis zeigen lassen und ist für eine kurze Googlerecherche ins Haus verschwunden. War wohl alles seriös und der Artist bot auch an, er könne zum Beweis seiner Echtheit mit Stühlen jonglieren. Wir haben ihm etwas gegeben. Was bringt einen dazu, beim Auftritt eine solche Begeisterung auszustrahlen, obwohl man ahnt, dass man im Winter wieder nicht weiß, was man seinen Tieren zu fressen geben soll? Ich zumindest fand das Engagement voll unterstützenswert und habe deshalb (wenn schon der Eintritt umsonst war) Tierschau, Popcorn und Cars-Luftballon mitgenommen und noch dem Artistenmädchen Geld für die Ausbildung in den Hut geworfen. Man sollte viel öfter in den Zirkus gehen!

Und so sah das ungefähr aus

Zwischendurchschnipsel

Hier ist es im Moment sehr still. Dass liegt daran, dass ich einfach kaum Zeit habe. Ich stecke bis über beide Ohren in Arbeit. Sonntagnacht sind Abgabgetermine einzuhalten und Montag/Dienstag bin ich dann gleich nochmal unterwegs. Immerhin ist inzwischen eine Sache abgeschlossen und eine zweite fast, so dass ich im Moment guter Dinge bin, dass bis Freitag alles durch ist und ich ohne Arbeit ins Wochenende gehen kann. Und wenn dann nächste Woche die Termine hinter mir liegen, muss ich nur noch zwei Präsentationen vorbereiten und hab endlich URLAUB. Ich bin wirklich urlaubsreif. Ich gehe permanent zu spät ins Bett. Letzte Woche wurde ich in zwei Nächten auch noch vom Schlökerich wach gehalten, der mal wieder mit seinen Zähnchen kämpft. Nachmittags, wenn ich nach Hause komme, habe ich noch die anstehenden Arbeiten im Kopf. Die zwanzig Minuten Heimfahrt reichen im Moment nicht zum Abschalten. Zum Glück kann ich zuhause gar nichts weiterarbeiten. Da halten mich die Jungs schon davon ab. Und wenn die dann endlich im Bett liegen, dann mach ich auch nichts mehr.

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Erstaunlicherweise schaffe ich aber doch immer wieder Dinge fernab der Arbeit (vermutlich zu Lasten des Nachtschlafs). Letzte Woche war ich in der Mittagspause schwimmen, diese Woche laufen. Am Wochenende habe ich angefangen Fotos in Alben zu kleben und gestern vier Kartons mit Kindersachen Größe 86/92 nach „vielleicht passt er schon rein“ und „wohl noch zu groß“ sortiert. Und dabei habe ich endlich einen Body wiedergefunden, den ich schon vermisst hatte. Der Herr Gartenhein hatte kurz vor unserem Urlaub vor drei Jahren einen Body mit Äpfeln drauf bekommen, den er im Urlaub noch anhatte und der anschließend als zu klein aussortiert wurde. Da der Schlökerich inzwischen gute zwei Monate älter ist, als der Herr Gartenhein damals im Urlaub, dachte ich, er hätte bereits die Apfelbodygröße überschritten. Aber wie es aussieht wächst er grade erst rein.

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Im Hinblick auf unseren Urlaub haben wir uns einen neuen Trolley gekauft. Hatte ich schon erwähnt, dass wir mit vier Personen und 15 kg Gepäck reisen (+ 3 Stücke Handgepäck + Buggy + evtl. Kindersitze) werden? Und weil Ryan Air zickig ist mit den Gepäckbestimmungen, haben wir den neuen Trolley, der laut Hersteller 53 cm groß ist, mehrmal nachgemessen und sind, je nach Maßband auf irgendwas zwischen gerade noch 55 cm und 57 cm gekommen. Und 55 cm ist die Grenze. Was nun tun, um herauszufinden ob er passt? Wir sind mit unserem neuen Koffer zum Flughafen gefahren und haben ihn in alle verfügbaren Handgepäckabmessdinger (wie heißen die?) reingesteckt. In die mit den gleichen Maßen wie Ryan Air hat er überall reingepasst. Jetzt sind wir guter Dinge, dass er bei Ryan Air dann auch passt. (Ryan Air fliegt nicht von Stuttgart, deshalb konnten wir nicht bei Ryan Air selbst testen.) Und wo wir schon am Flughafen waren, haben wir von der Besucherterrasse noch ein bisschen die Flugzeuge beim Starten und Landen angeschaut. Der Herr Gartenhein hat gleich mehrmals gesagt, dass er damit auch mal fliegen will. Ich bin gespannt, wie er seinen ersten bewussten Flug dann findet.

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Das Kindergartenjahr hat wieder angefangen. Der Herr Gartenhein freut sich und hat jeden Tag eine Menge zu erzählen. Am ersten Tag kam er gleich mit blauem Finger nach Hause. Da war ein Holzblock drauf gefallen. Fragt mich nicht! Zum neuen Kindergartenjahr sind nun drei von vier Erzieherinnen weg. Eine neue ist schon da, drei weitere kommen zum September. Im Moment werden sie durch Springkräfte unterstützt, die auch im Krankheitsfall immer wieder aushelfen und bei den Kindern gut bekannt sind. Der Herr Gartenhein kommt mit der Situation ganz gut klar, obwohl er oft anspricht, dass die Erzieherinnen jetzt woanders arbeiten. Man merkt auch, dass noch Schulferien sind. Wenn wir zwischen halb acht und acht am Kindergarten ankommen, sind erst wenige oder noch gar keine anderen Kinder da.

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Der Schlökerich ist in eine neue Spielphase eingetreten. Z.B. versucht er jetzt mit Lego Duplo zu bauen oder spielt mit den aufgebauten Szenarien, statt sie auseinander zu reißen und durch die Gegend zu werfen. Er schiebt Autos in den Autotransporter rein und wieder raus. Und auch den Playmobil Bauernhof betrachtet er nicht mehr als Fundus für kleinteilige Wurfgeschosse. Sehr angenehm. Weniger Kleinkram auf dem Boden (aber der klimpert so schön im Staubsauger…) und weniger Geschrei wenn beide Jungs nebeneinander spielen. Am goldigsten ist aber, wenn er den Spielzeugtieren was zu essen gibt und dabei leise Schmatzgeräusche von sich gibt. Er immitiert außerdem ständig seinen großen Bruder und versucht seit ein paar Tagen mit Besteck zu essen. Das sieht dann schon mal so aus: er legt mit beiden Händen Nudeln auf den Löffel, nimmt dann den Löffel in die eine Hand und schiebt sich damit die einzige Nudel, die auf dem Weg vom Teller zum Mund drauf geblieben ist, begeistert in den Mund. Ich hoffe er lernt die richtige Handhabe bis zum Abitur.

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Der Herr Gartenhein ist wohl in der Warum-Phase angekommen. Er fragt und fragt und fragt (allerdings nicht nur „warum“). Und so muss ich schon mal abends im Bett erklären, wie ein Gewitter zustande kommt und warum der Blitz uns gar nichts machen kann (1. noch zu weit weg (erst beim dm in Gärtringen), 2. Blitzableiter („Eine Leiter für den Blitz?“)). Oder das Tiere zwar nur sehr selten kleine Jungs fressen, dafür aber durchaus häufig andere Tiere und nicht nur Futter. Unsere mäusefressenden Katzen hat er ja noch selbst erlebt. Ich bin wirklich gespannt was da an Fragen noch auf uns zu kommt.

Media Monday #112

Ich stecke seit letzter Woche bis zum Hals in Arbeit und komme zu nichts. Immerhin für den Media Monday war zwischendurch mal Zeit.

1. Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind/Teenager den Film Das Ding aus einer anderen Welt im Urlaub bei meiner Tante sah und daran, dass mich das aus der Petrischale hüpfende Blut tief beeindruckt hat. Ich war übrigens erst 11.

2. Das hatte nicht nur zur Folge, dass ich in der folgenden Nacht kein Auge zugetan habe und schließlich ins Elternbett auswanderte (wo aufgrund des Films auch schon mein Bruder weilte), sondern auch, dass ich mich erst in den letzten Jahren irgendwann getraut habe, den Film noch mal anzuschauen. So schlimm ist der gar nicht. (Aber es hatte definitiv nicht zur Folge, dass wir uns von der Videosammlung meiner Tante ferngehalten haben. Z.B. hab ich in dem Urlaub alle Planet der Affen Filme und alle Loriot-Folgen gesehen.)

3. In den darauffolgenden Jahren sind wir dann auf softeren Horror umgestiegen und haben uns mit den Stephen King Verfilmungen der 90er Jahre vergnügt. Wirklich richtig gegruselt habe ich mich erst wieder 2003 bei The Ring. (Ich glaub ja immer noch an die Infraschalltheorie.)

4. Deshalb oder besser trotzdem mag ich Horrorfilme noch heute.

5. Vielleicht war das damals eines der prägendsten Filmerlebnisse für mich.

Media Monday #111

Nachdem ich letzte Woche kläglich an den Fragen, der Hitze und zu wenig Zeit gescheitert bin, gibt es diese Woche endlich wieder Media Monday auch bei mir.

1. In den Weiten der cineastischen Traumwelten wird Phantásien immer mein Lieblingsort sein, denn Michael Ende hat einfach die wunderbarsten Namen erfunden: die Sümpfe der Traurigkeit, die uralte Morla, das südliche Orakel (Uyulála), Graógramán, der bunte Tod…

2. SchauspielerIn ________ wäre prädestiniert, die historische Figur ________ zu verkörpern, weil ________. Mit historischen Figuren kenne ich mich viel zu wenig aus. Das sollten besser Besetzungsprofis entscheiden.

3. Will man ganz bewusst den Sommer vor der Tür ausblenden, schaut man sich am besten Fotos von April und Mai an, denn da war immer noch Winter!

4. Die Folter-Szenen in Folterfilmen sind nur dann erträglich, wenn man gelernt hat im richtigen Moment wegzuschauen. (Immer bedenken: What has been seen cannot be unseen).

5. Ich glaube, die Serie The Big Bang Theory gefällt mir gerade deshalb so gut, weil ich (zumindest fast) Physik studiert habe und bestätigen kann, dass es Physiker gibt, die genau so sind.

6. Ich kann nicht verstehen, wie jemand schlechte Bücher lesen kann, denn das ist Lebenszeitverschwendung.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Die Wand und der war trostlos, weil weder erklärt wird, was eigentlich passiert ist, noch wie es weitergeht und es einem damit genau so geht, wie der Protagonistin.

Vegetarisch essen

Inzwischen dürfte es nun fast ein Jahr sein, dass wir (fast) vegetarisch verbringen. Die Gründe für mich lagen vor allem in der industriellen Fleischproduktion, D. ging es vor allem um das Töten der Tiere. Anfangs haben wir nur noch Biofleisch (oder in Ermangelung davon auch das „10cent für die Erzeuger“-Fleisch) gegessen und es dann fast ganz aufgegeben. Nur fast, da die Kinder Fleisch und Wurst kriegen und wir die Reste essen, wenn etwas übrig bleibt. Eine Kollegin fragte mich erstaunt, was wir denn dann essen. Nur Gemüse? Das sei ja langweilig. Ich finde gar nicht langweilig was wir essen:

Klar essen wir viel Gemüse. Im Moment gibt es viel Zucchini, im Herbst gab es viel Kürbis und im Winter öfters Kohl (u.a. auch ein sehr leckeres Blumenkohl-Romanesco-Curry). Als ich allein zuhause war, habe ich frische Maiskolben gegessen. Ich liebe das. Ich esse außerdem roh Karotten, Kohlrabi, Tomaten und Paprika in rauen Mengen. Ich liebe vor allem Kürbis, aber auch Hülsenfrüchte wie Linsen (alle Farben) und Kichererbsen. Wir essen außerdem viele Pilze. Früher habe ich keine Pilze gemocht, jetzt esse ich sie sehr gerne. Neben Champignons kommen auch Pfifferlinge, Kräuterseitlinge, Shiitake-Pilze und was es eben grade gibt in die Pfanne. D. kocht die allerbesten Nudel- und Pastasoßen, wunderbare gebratene asiatische Nudeln, Kürbisgemüse, Langos, vegetarische Pizza vom Pizzastein, usw. Ich finde gar nicht langweilig, was wir essen und vermisse Fleisch nicht.

Fleischersatzprodukte

Ich brauche eigentlich keine Produkte, die wie Fleisch aussehen und schmecken sollen, weil mir das Fleisch im Speiseplan nicht fehlt. Trotzdem haben wir einiges ausprobiert. Schließlich können die Produkte den Speiseplan erweitern.
Anfangs haben wir mit Tofu rumprobiert, als Würstchen oder im Block. Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt. Mir schmeckt es nicht. Einzig das Räuchertofu um Eintopf fand ich ganz ok. Ganz egal wie man Tofu zubereitet, es schmeckt immer noch nach Tofu.
Eine Alternative zum Tofu ist Seitan, das aus Weizeneiweiß hergestellt wird. Hier gibt es eine Reihe von Produkten von der Firma Wheaty. Da haben wir schon verschiedene ausprobiert. D. ist ganz begeistert von der Chorizo, die bei uns leider schwer zu bekommen ist. Die Virginia Steaks hatten wir neulich auch. Die waren ganz gut, obwohl ich finde, dass Seitan immer einen leichten Pappnachgeschmack hat.
Relativ neu auf dem Markt in Deutschland ist Quorn. Quorn besteht aus Mykoprotein, was ein weniger eklig klingender Name für Schimmelpilzeiweiß ist. Trotz der Schimmelpilzherkunft, hat uns die Quornbratwurst gut geschmeckt. Klar ist es anders als ein Wurst aus Fleisch, aber es ist wirklich lecker (aber auch nicht ganz billig).
Mein persönlicher Favorit unter den Fleischersatzprodukten ist jedoch Valess. Hergestellt wird es aus Milch. Bisher hatten wir nur die Bratwurst, aber die fand ich wirklich richtig lecker. Der Schlökerich hat sie sich auch begeistert reingestopft. Lediglich dem Herr Gartenhein schmeckte sie nicht, weil sie „aus Teig ist“. Der hat gleich gemerkt, dass das kein Fleisch ist.

Fleischalternativen

Neben den Fleischersatzprodukten gibt es noch Alternativen zum Fleisch auf Gemüse- oder Getreidebasis. Ich persönlich bin für Bratlinge jeder Art zu haben. Ob fertig, halbfertig oder selbst gemacht. Bei den fertigen sind besonders die Bällis von Soto zu nennen. Man kann sie kalt oder warm essen. Andere Produkte aus der Fingerfood-Serie haben wir nicht probiert, aber schon zuhause im Kühlschrank. Von Alnatura gibt es verschiedene Bratlingmischungen. Die sind in trockener Form und werden mit Wasser angerührt. Die Gemüseburger von Alnatura haben uns allen sehr geschmeckt. Ähnliche Mischungen gibt es auch für Falafel. Selbstmachen kann man mit mehr oder weniger Aufwand alles, was man möchte. Meine Mutter macht ganz hervorragende Möhren-Puffer mit Nüssen und Käse und D. die leckersten Grieß-Nockerln.

Convenience

Auch wenn’s mal schnell gehen soll, findet man als Vegetarier eine große Auswahl an Produkten im normalen Supermarkt oder Discounter. Ich esse gerne Gemüsestäbchen (wie Fischstäbchen, nur mit Gemüse). Mozzarellasticks erfreuen die ganze Familie, Chili-Cheese-Nuggets eher nur die, die gerne scharf essen. Pommes gehen auch immer. Tiefkühlpizza gibt es viele ohne Fleisch und sogar vegetarischen Flammkuchen kann man finden.

aufs Brot

Wurstbrot war noch nie mein Ding. Käse esse ich sehr gerne. Auf meinem Brot für die Arbeit ist oft Brotaufstrich, weil das am schnellsten geht. Wir probieren gerne Frischkäse in neuen Sorten. Aktuell stehen Brunch Indianer Curry und Brunch Thai Sweet Chili (das isst der Schlökerich sogar mit dem Löffel!) hoch im Kurs. Auch immer beliebt ist der Honig-Senf-Feige-Aufstrich von Rewe aus dem Kühlregal und der Ratatouille-Aufstrich von Alnatura. Kichererbse-Curry von Alnatura schmeckt nur mir, aber den kriege ich auch alleine problemlos leer.

auf den Grill

Wir grillen nicht mehr zuhause, aber hin und wieder grillt man ja in Gesellschaft. Dann grillen wir Gemüse oder vegetarische Würstchen (s. Fleischersatzprodukte). Die Kinder kriegen richtige Wurst. Ich habe schon Zucchini, Aubergine, Kürbis, Tomaten und Mais gegrillt. Schafskäse schmeckt auch lecker, den Halloumi Grillkäse habe ich noch nicht probiert. Ich bin beim Grillen bisher immer satt geworden.

Also, vegetarisch ist ganz einfach und schmeckt sehr lecker!

Tagebuchbloggen im August

Heute ist schon wieder der 5. und das heißt, es ist Zeit zum Tagebuchbloggen.

Mein Tag begann um 8:15 Uhr, als der Schlökerich ausgeschlafen hatte. Wir sind zur Zeit bei meinen Eltern, weshalb die Aufstehzeiten des Herrn Gartenhein mich nicht betreffen. Der weckt nämlich morgens lieber seine Omi. Heute hatte er allerdings keine Lust mit der Omi und der Uromi einkaufen zu laufen und weckte auch noch den Opa. Also waren fast alle früh auf. Nach frühstücken, duschen und mich wundern, wo die überschüssige Energie der Jungs her kommt, hab ich beide Jungs ins Auto gepackt. Wir mussten für den Schlökerich noch biometrische Passbilder machen lassen. Das hat erstaunlich schnell geklappt. Meine Hand ist zwar mit auf dem Bild, aber sein Mund ist zu, so dass die Herrschaften beim Amt nix zu meckern haben sollten. Wieder zuhause zurück hatten die Kinder schon wieder Hunger und drehten schon langsam am Rad. Pünktlich zum Mittag waren beide Kinder reif fürs Bett. Den Mittagschlaf der Kinder nutzen wir dazu, zur Autowerkstatt zu fahren. Von meinem Auto war ein seltsames Gummidings abgefallen, dass ich nicht zuordnen konnte. Es war der Wasserablauf, den der nette Automechaniker mit viel Mühe wieder reingefummelt hat. Entweder hat den ein Marder abgerupft oder der Starkregen neulich hat ihn abgespült. Jetzt ist es auf jeden Fall wieder dran. Auf dem Rückweg sind wir noch beim Rewe vorbeigefahren um den guten Honig-Senf-Feige-Brotaufstrich zu kaufen, den es dort erstaunlicherweise sogar gab. Es war schon etwas seltsam im Rewe. Früher, als der Laden noch MiniMal hieß, haben wir als Schüler dort unsere Mittagsverpflegung gekauft. Und jetzt sieht es da ganz anders aus. Nicht mal mehr die Kassen sind da, wo sie mal waren. Und was es da für Sachen gibt: Grapefruitlimo mit Salz.

Wieder zuhause haben wir die Jungs geweckt und sind Schuhekaufen gefahren. Im nahegelegenen Schuhladen gibt es eine 3 für 2 Aktion. Da hatte ich mir letzte Woche schon drei Paar Sommerschuhe gekauft (und jetzt hoffentlich mindestens drei Jahre Ruhe!). Für den Schlökerich gab’s Sandalen, die auch im Urlaub nächsten Monat noch passen und für den Herr Gartenhein Hausschuhe (für den Kindergarten) und stylische Pumaschuhe.

Nach dem Schuhekaufen packten wir unsere Schwimmsachen und düsten zum Strandbad am See. Da war ich bestimmt mindestens fünfzehn Jahre nicht. Abgesehen von den Spielgeräten auf dem Spielplatz sieht alles aus wie früher. Und so gammelten wir noch zwei Stunden im warmen Seewasser rum und waren fast pünktlich um 19 Uhr zum Abendessen zuhause. Für den Herr Gartenhein gab’s anschließend noch eine Runde kikaninchen.de, während der Schlökerich die Johannisbeerbüsche in Nachbars Garten plünderte. Dann wurde der Seesand in der Wanne abgewaschen und die Jungs ins Bett verfrachtet. Und während die Omi mit der Uromi Triomino gespielt hat, habe ich erfolglos versucht den Media Monday auszufüllen. Die Fragen waren mir aber zu schwer, bzw. mein Kopf zu sehr im Urlaubsmodus um geistreiche Antworten zu produzieren. Und nach einem langen Chat mit einer lieben Freundin, schreibe ich das Tagebuchblog, während der Opa beim Zeitunglesen im Sessel versucht wach zu bleiben und D. bei facebook versucht Idioten mit Argumenten zu bekehren. (Wohl beides aussichtslos.) Und nun, gute Nacht.

Nein, heute habe ich leider keinen Media Monday für Dich!

Allein zu Haus

Ich war die letzten beiden Tage allein zuhause. Das war ich schon ziemlich lange nicht. Ich hatte große Pläne, die ich nur durch Einführung von 48h-Tagen verwirklichen hätte können. Auch die abgespeckte Planung war noch sehr straff und wurde durch unvorhergesehene Ereignisse hier und da umgeworfen. Eigentlich wollte ich jeden Tag 10,5 Stunden bei der Arbeit verbringen (Stunden fürs Gleitzeitkonto sammeln), einmal laufen, einmal schwimmen, mit dem Fahrrad zur S-Bahn fahren, Fotos einkleben, den Teppich mit Teppichpulver behandeln, Wäsche abhängen und einräumen, ausgiebig schlafen, lesen, Filme schauen, putzen und zwischendurch auch mal einkaufen, essen machen und essen. Gelaufen ist es folgendermaßen:

Am Montag stand ich erst mal ordentlich im Stau (Unfall) und war nicht wie geplant um 8:30 Uhr sondern erst um 9:30 Uhr bei der Arbeit. Das hieß unmittelbar, dass ich die 10 Stunden nicht schaffen kann, da Arbeitszeit nach 19 Uhr bei uns nicht mehr gezählt wird. Um 19 Uhr war ich die letzte, die das Büro verlassen hat. Auf dem Heimweg war ich gleich einkaufen. Zuhause musste ich erst mal alle Fenster aufreißen, da das Haus sich in der Hitze gut aufgeheizt hatte. Dann habe ich Kartoffeln und Maiskolben auf den Herd gestellt und bin eine kurze Runde laufen gegangen. Dann, duschen, Salat machen und essen. Im Fernsehen kam Limitless. Dann wollte ich „noch schnell“ Screenshots fürs Filmrätselstöckchen machen und musste feststellen, dass am alten Notebook wohl das DVD-Laufwerk nicht mehr so recht will. Mit dem externen Laufwerk ging es dann. Und so war der erste Tag dann auch schon rum.

Der Dienstag sollte mit Aufstehen um 6 und einer Radltour zur S-Bahn (8km) beginnen. Dummerweise begann er mit Wecker ausschalten und wieder einschlafen, so dass ich erst um 7 aufstand. Beim Durchgehen der weiteren Aktivitäten, war schnell klar, dass das Radfahren wohl ausfallen muss. Immerhin war ich so weitsichtig meine Schwimmsachen gleich einzupacken. Schon am Vormittag erfuhr ich, dass mein anvisiertes Schwimmbad am Vortag bei Starkregen überflutet wurde und geschlossen ist. Kurz danach bekam ich noch die Nachricht, dass meine Fotos fertig sind. Also Planänderung. Um 18:30 Uhr machte ich mich von der Arbeit auf zum dm, wo ich noch einen ehemaligen Kollege mit Frau und Kind traf, und anschließend zum nächstgelegenen Freibad. Da konnte ich dann vorm Badeschluss noch etwas mehr als eine halbe Stunde schwimmen. Glücklicherweise war es nicht so warm, so dass Schwimmen im 50 m Mehrzweckbecken tatsächlich möglich war. Auf dem Heimweg fuhr ich noch beim örtlichen Rewe vorbei um Senf-Honig-Feige-Brotaufstrich zu kaufen, der selbstverständlich ausverkauft war. Zuhause stellte ich die Waschmaschine an (95 °C + Zitronensäure zum Entkalken und Entmuffen), bestreute den Teppich mit dem Reinigungspulver, versuchte erfolglos das neue Notebook am Fernseher anzuschließen und machte mir Abendessen. Danach konnte ich das Teppichpulver absaugen und sehen, dass das gar nichts gebracht hat. (Mit dem Schwamm auf den Knien rumzurutschend  die Flecken rausrubbeln ist da deutlich wirkungsvoller.) Zum Abendessen gab’s einen Teeniemädchenfilm, der schon länger auf meiner Watchlist stand. Nebenher habe ich die ca. 400 ausgedruckten Fotos sortiert, erst nach Schlökerich und Herr Gartenhein und dann noch jeweils nach Monaten (seit März 2012 hat sich doch einiges angesammelt). Eingeklebt hab ich noch nichts davon, aber es ist ein Anfang. Dann hab ich tatsächlich noch die Wäsche zusammengelegt und weggeräumt, bevor ich meine Sachen für den nächsten Tag gepackt habe. Die Spülmaschine habe ich auch noch eingeräumt und, wo ich schon mal in der Küche war, auch noch Gemüse und Melone für den nächsten Tag geschnippelt. Eine Ladung Wäsche durfte auch noch in die Maschine (programmiert für 4 Uhr).

Am Mittwoch (also heute) bin ich nach zwei Mal snoozen tatsächlich um 5:40 Uhr (das war’s mit dem Plan vom ausgiebig schlafen) aufgestanden. Nach dem Duschen und Anziehen habe ich mir Brote gemacht, den Müll rausgetragen, die Fenster und Rolläden für meine Abreise fertig gemacht, die Wäsche aufgehängt, Steckerleisten ausgeschaltet, das Auto eingeräumt und bin zur Arbeit losgefahren (Arbeitsbeginn heute 7:01 Uhr). Heute nachmittag nach der Arbeit fahre ich dann wieder zu meinen Männern, die mir trotz vollgepackter Tage ganz schön gefehlt haben.

FRS #1419

Einige erinnern sich vielleicht noch an das Filmrätselstöckchen, das uns filmbegeisterte Blogger vor ein paar Jahren an die Computer fesselte. 2011 ist es eingefroren und neulich von David wiederbelebt worden.

Für alle, die es nicht kennen. Ich poste jetzt einen Screenshot aus einem Film und ihr dürft raten, welcher Film das ist. Es dürfen Fragen zum Bild gestellt werden und irgendwann ein zweites Bild, ein drittes, usw., solange bis jemand den Film errät. Und der glückliche Gewinner darf dann ein neues Rätsel auf seinem Blog anbieten. Die Liste aller bisherigen Rätsel liegt ebenfalls bei David.

Neulich habe ich Mr. Nobody erraten

und jetzt geht es weiter. Fragen beantworte ich nicht permanent, sondern nur wenn ich da bin.

So, und nun Bild 1

Und noch Bild 2

Spazz löst. Es ist „ES“