Pogo am Marktplatz
von alasKAgirlJuni 25
Juni 25
Ein Konzert gemeistert und schon steht das nächste an. Eigentlich das gleiche Programm, was aber natürlich nicht daran hindert, die bekannten Stücke bis zum Erbrechen zur Perfektion weiter zu proben. Das bei 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit im Probenraum, der eh keine Akustik hat. Bei 120 Leuten führt das unweigerlich dazu, dass man ständig an Höhe verliert. Sowas kann immer bei absteigenden Tonfolgen oder meheren aufeinanderfolgenden gleichen Tönen passieren. Jeder, der schon mal was gesungen hat, weiß das. Man muss sich also anstrengen und darf nie vergessen, dass man nach oben singen muss. Bei 120 Leuten sind leider nie alle konzentriert und es ist schwer den eigenen Ton zu halten, wenn die neben einem in der Tonhöhe sinken. Das führt dann dazu, dass man das Stück immer und immer wieder singen muss, nur weil die Leute nicht mal 3 Minuten aufmerksam sein können. Da krieg ich dann echt Aggressionen. Vor allem, wenn sogar bei mir, die ich mir kaum etwas in meine Noten schreibe, schon an mehreren Stellen Pfeile nach oben eingetragen sind und die nebendran trotzdem zu tief singen. Unser Chorleiter sagte dann nochmal „Ihr müsst Euch den zweiten Ton höher als den ersten denken“, was dafür sorgt, dass der zweite Ton genauso hoch ist wie der erste. Und da steht doch tatsächlich eine und fragt „Wieso? Das ist doch der gleiche Ton, wie der davor!“. Da kann ich dann die Aussage meiner Nebensitzerin „Gleich renn ich schreiend raus!“ gut nachvollziehen. Was sind da eigentlich für Leute im Chor? Keine Ahnung vom Singen, oder was?! Und wegen solchen Leuten proben wir dann die Stücke immer und immer wieder…
Juni 23
Also entweder hat RTL gerade mal wieder Geschichten erfunden und inszeniert oder ich muss ernsthaft an der Intelligenz deutscher Studentinnen zweifeln. Da erzählt ein junges Mädchen, dass sie sich prostituieren muss um ihr Studium zu finanzieren. Keine Frage, Leben ist teuer heutzutage und der BAföG-Höchstsatz lächerlich wenig. Sie rechnet vor, was sie jeden Monat für Kosten hat und wieviel BAföG sie bekommt. Differenz 480 Euro. Naja, immerhin wohnt sie auch alleine in einer Wohnung für 580 Euro kalt. Auch nicht unbedingt Studentenstandard, oder? Also wir bewohnen gerade eine dekadent große Wohnung zu zweit und zahlen insgesamt 600 Euro warm. Und die Karlsruher Wohnungspreise sind auch nicht gerade besonders niedrig. Naja, davon aber mal abgesehen, fällt mir bei den 480 Euro, die ihr jeden Monat fehlen, sofort auf, dass sie soviel gar nicht dazu verdienen darf. Soviel ich weiß darf liegt die Grenze momentan bei 350 Euro monatlich. RTL teilt zum Ende des Beitrags mit, dass sie sich über die Prostitution 1000 Euro im Monat dazuverdient. Also als BAföG-Bearbeiter würde ich mir jetzt doch die Hände reiben. Schwarzarbeit und BAföG-Betrug, offen zugegeben im Fernsehen. So doof kann doch niemand sein. Da musste wohl mal wieder Sendezeit gefüllt werden.
Juni 23
Das Wochenende war kurz und hart und schloss sich nahtlos an eine lange harte Woche an. Heute früh machte sich das bemerkbar. Ich kam kaum aus dem Bett und hätte im Zug problemlos bis Nürnberg durchschlafen können, habe aber doch in S meine Augen aufgequält und bin aus der Tür gestolpert. Letzte Woche war ich an keinem Abend zuhause. Ständig war Fußball, Chor oder irgendwas anderes. Samstag war dann ausnahmsweise auch noch ein Arbeitstag. Beim Tag der offenen Tür durften wir unsere übliche Geräteshow vorführen. Es war heiß und sonnig und eine Menge Leute drückten sich an unserem Stand vorbei. Unzählige Male erklärten wir, was wir so machen, wie toll das alles ist und ließen beeindruckte Menschen weiterziehen. Anstrengend war’s, aber es hat Spaß gemacht. Besonders die Kinder waren beeindruckend. Die kamen so offen für alles an unseren Stand, dass sie tatsächlich verstanden haben, was wir da so machen. Bestimmt sogar besser als manch Erwachsener. Und dazu gab’s Bier zu Studentenpreisen. Nach 7 Stunden in der Sonne und drei Bier im Kopf, war nach der Heimfahrt nicht mehr viel los mit mir. Fußball und Korrespondenz mit der großen weiten Welt, sonst nichts. Sogar mein Feierabendbier habe ich beinahe unberührt vergessen.
Sonntag wurde ich dann vom brüllenden Vogel mitten in der Nacht geweckt. Das hat das Aufstehen drei Stunden später dann auch nicht einfacher gemacht. Also quälte ich mich wieder aus dem Bett um dann mit einer Meute Singbegeisterter in die Schweiz zu fahren. Da sollten wir nachmittags ein Konzert singen. Ich hab, „clever“ wie ich bin, gleich morgens meine Konzertklamotten angezogen. Sonst hätte ich ja zweimal überlegen müssen, was ich anziehe. Und so stand ich mit langer schwarzer Hose und schwarzem T-Shirt zwischen lauter sommerlich bekleideten Menschen. In der Schweiz angekommen, wurden wir erst mal eine Viertelstunde in der Sonne einen steilen Hang hochgetrieben. Irgendwie hatte das vorher niemand so richtig gewusst. Ich hab einmal meine Konzertklamotten durchgeschwitzt, andere hatten am steilen Hang mit ihren Flip-Flops Probleme. Oben durften wir den Ausblick genießen und picknicken, was eigentlich ganz nett war, bis es dann anfing zu regnen, gewittern und hageln. Nach dem ersten Guss machten wir uns auf den Weg zurück zu den Bussen und zum Einsingen. In der Kirche war’s bullenwarm, also war ich bald nicht mehr die einzige mit durchgeschwitzten Konzertklamotten. Das Konzert war ganz gut, obwohl es, aufgrund der Hitze, sehr anstrengend war. Danach gab’s Wein, Bier, Toast und ein grandioses Nachtischbüffet. Alles mit herrlichem Blick und auf der Wiese in der Sonne. Beseelt vom schönen Tag stiegen wir in den Bus und nervten den armen Busfahrern mit allen Gesängen, die uns einfielen. Irgendwann hat er dann das Fußballspiel im Radio laufen lassen und wir wurden langsam still. Schön war’s, das Wochenende, aber jetzt bräuchte ich erstmal Wochenende um mich vom Wochenende zu erholen. Naja, bis Donnerstag muss ich durchhalten. Freitag hab‘ ich frei…
Juni 23
Vor ein paar Wochen hatten wir Probenwochenende. Einer derer, die immer bis zum Schluss feiern (und übrigens auch der mit dem Vegetarierspruch) hatte mir schon beim vorhergehenden Probenwochenende erzählt, dass er nicht mehr schlafen könne, wenn es hell wird. Egal wie groß der Schlafmangel sei, sobald die Sonne aufgehe, sei er total geflasht und hellwach. Das ist natürlich fatal, wenn man sich erst in den frühen Morgenstunden Richtung Bett bewegt. Bei diesem Probenwochenende führten wir unser Gespräch nun fort, während wir in der Morgendämmerung vom Gemeinschaftsraum zu unseren Bungalows gingen. Zusätzlich dazu, dass ihn die Sonne flasht, stören ihn auch noch die Vögel. „Und dann brüllen auch noch die Vögel.“ waren seine Worte. Ich fand’s lustig, weil man mit dem morgendlichen Vogelgezwitscher doch anderes verbindet als Gebrüll. Und doch musste ich gestern Morgen, es war fast noch Nacht, feststellen, dass manchmal kein anderes Verb besser passt. Gegen fünf bin ich mitten aus einem wirren Traum, in dem auch ein kreischender Vogel vorkam, aufgewacht, um festzustellen, dass der kreischende Vogel real war. Das war unglaublich. Mit lieblichem Gezwitscher hatte das nichts zu tun. In einer enormen Lautstärke und mit einer nervenaufreibenden Penetranz brüllte der Vogel. Was anderes konnte man dazu wirklich nicht sagen. Da half nur Fenster zu machen.
Juni 23
Vor ein paar Wochen hatten wir Probenwochenende. Einer derer, die immer bis zum Schluss feiern (und übrigens auch der mit dem Vegetarierspruch) hatte mir schon beim vorhergehenden Probenwochenende erzählt, dass er nicht mehr schlafen könne, wenn es hell wird. Egal wie groß der Schlafmangel sei, sobald die Sonne aufgehe, sei er total geflasht und hellwach. Das ist natürlich fatal, wenn man sich erst in den frühen Morgenstunden Richtung Bett bewegt. Bei diesem Probenwochenende führten wir unser Gespräch nun fort, während wir in der Morgendämmerung vom Gemeinschaftsraum zu unseren Bungalows gingen. Zusätzlich dazu, dass ihn die Sonne flasht, stören ihn auch noch die Vögel. „Und dann brüllen auch noch die Vögel.“ waren seine Worte. Ich fand’s lustig, weil man mit dem morgendlichen Vogelgezwitscher doch anderes verbindet als Gebrüll. Und doch musste ich gestern Morgen, es war fast noch Nacht, feststellen, dass manchmal kein anderes Verb besser passt. Gegen fünf bin ich mitten aus einem wirren Traum, in dem auch ein kreischender Vogel vorkam, aufgewacht, um festzustellen, dass der kreischende Vogel real war. Das war unglaublich. Mit lieblichem Gezwitscher hatte das nichts zu tun. In einer enormen Lautstärke und mit einer nervenaufreibenden Penetranz brüllte der Vogel. Was anderes konnte man dazu wirklich nicht sagen. Da half nur Fenster zu machen.
Juni 19
Vieles hat sich geändert in den Zeiten der modernen Kommunikation. Ich telefoniere zum Beispiel nur noch sehr selten. Auch aus dem Grund, weil man manchmal nur kurz was fragen will und dann ne Stunde später immernoch am Hörer hängt. Da schreibt man lieber mal kurz ne sms oder ne email. Oder noch besser, ich schreib was über icq. Da kriegt ich sofort Antwort, kann aber bequem nebenher zig andere Sachen machen oder die blinkenden Nachrichten einfach ignorieren.
Was aber tatsächlich ein Nachteil im Zeitalter der Handys ist, ist dass man sich nicht mehr einfach verabredet, sondern grob was ausmacht, um dann kurz vorher noch mal Genaueres telefonisch abzusprechen. Früher haben wir eine Uhrzeit und einen Treffpunkt ausgemacht und mit maximal 15 Minuten Verspätung waren dann alle da. Wer wartet denn heute noch 15 Minuten ohne den obligatorischen „Kommst Du noch?“-Anruf? Dass sowas auch schief gehen kann, habe ich gestern festgestellt. Ich war mit einem Freund verabredet (mit dem Triathlet). Grob war halb neun (also 20:30 Uhr) ausgemacht, aber er wollte sich noch mal melden, weil er nicht so genau wusste wann er bei der Arbeit rauskommt. Nun hat der gute Junge eine neue Handynummer gehabt, die er mir mal gemailt hatte. Ich hatte ihm meine auch gemailt, weil er die nicht mehr hatte. Um halb neun saß ich dann zuhause und wartete auf den Anruf. Um kurz nach halb hab‘ ich mich dann mal auf den Weg gemacht. Der Treffpunkt war bei mir um die Ecke und er nicht da. Also Zeit für den obligatorischen „Bist Du schon da?“-Anruf. Tja, war aber nix. „Die von Ihnen gewählte Rufnummer ist nicht vergeben.“ Also machte ich mich auf den Heimweg, um in meinen mails zu schauen, ob ich vielleicht die Nummer falsch eingespeichert habe. Hatte ich aber nicht. Dann habe ich gleich auch noch überprüft ob ich ihm meine Nummer richtig geschickt hatte. Hatte ich. Mh, jemand, der seine eigene Handynummer falsch verschickt, der schafft’s bestimmt auch eine korrekte Nummer falsch einzuspeichern. Und so manifestierte sich vor meinem inneren das grauenhafte Szenario: beide haben die falsche Nummer, inzwischen ist es fünf vor neun und er schon lange nach Hause gefahren, wenn ich jetzt zurücklaufe. Leichte Panikgefühle machten sich breit. Aber dann wurde mir klar, dass es früher auch möglich war, sich ohne Handy zu treffen. Also ging ich zurück zum Treffpunkt und da stand er. Er war zu spät gekommen und hatte noch eine Bekannte getroffen, musste also nicht untätig warten. Gleich nach dem Hinsetzen sage ich: „Ich hab angerufen. Ich hab die falsche Nummer.“ Daraufhin fing er nur an zu lachen. „Du auch? Ich auch!“ Meine Befürchtungen waren also bestätigt und doch entkräftet. Hat doch auch ohne Handy geklappt. Einfach so. Wie früher. Man macht nen Treffpunkt aus und wartet einfach. Die Handynummern haben wir dann aber trotzdem noch korrigiert.
Juni 17
Hat eigentlich mal jemand Hogfather gesehen? Mir war bis eben völlig unbekannt, dass es überhaupt Pratchett Verfilmungen gibt. Seit Ende letzten Jahres gibt’s den in Deutschland auf DVD und bei keinem der, meiner Auffassung nach, potentiellen Konsumenten (isnochys oder David) gab’s dadrüber was zu lesen. Ist der Film so schlecht, dass es nicht der Mühe wert war? Habt ihr’s auch nicht gewusst? Oder hattet ihr den gar schon viel früher mal gesehen? Inzwischen lief sogar schon der nächste (The Colour of Magic) in England im Fernsehen. Und sowas geht an mir vorbei…
Juni 16
Nachdem ich jetzt monatelang drüber gegrübelt habe, wie meine eigene domain heißen soll, habe ich endlich eine Entscheidung getroffen und webspace gemietet. Sollte ich in den nächsten Wochen Monaten also mal Zeit finden, mich dran zu setzen, gibt’s mein blog bald woanders, bunter, größer. Bis dahin ist mit viel Gejammer zu rechnen 😀
Juni 16
Da ich gerade mal wieder ein Lied in der Endlosschleife hören könnte, ist mir die seltsame Tatsache bewusst geworden, dass ich noch zwei andere Lieder kenne und mag, die den gleichen Titel haben.
Hier das erste, Krieger von Schandmaul. Die Musik ist zwar nichts besonderes, aber ich mag den Text.
(youtubeKrieger1)
Krieger von den Fantastischen Vier. Das gehört zu den wenigen Lieder der Vier, die ich wirklich mag. Irgendjemand fragte mal, warum eigentlich alle genau dieses Lied mögen. Keine Ahnung. Ist halt gut.
(youtubeKrieger2)
Und schließlich das Lied, dass ich gerade immer wieder hören könnte. Krieger von And One.
(youtubeKrieger3)
Drei mal der gleiche Titel, drei mal ein gutes Lied und drei mal völlig unterschiedliche Musik.