Ich will wieder ans Meer


Das war die letzten zwei Wochen die Aussicht von unserem Balkon. Jetzt sind wir wieder hier und waren sogar pünktlich im Stadion. Das Karlsruher Wetter hatte sich entschieden uns die Eingewöhnung nicht ganz so schwer zu machen. Trotzdem friere ich und weiß gar nicht, was ich morgen anziehen soll. Das wird bestimmt grausam kalt auf dem Fahrrad.
Ab morgen gibt es hier dann ein paar Urlaubsberichte. Unglaublich viel haben wir erlebt. Peinliche Touristen, idiotische Busfahrer, kaputte Autos und Regengüsse sind nur ein kleiner Teil. Ihr dürft also gespannt sein. Heute bin ich allerdings zu müde.

Die Suche nach dem Strand

Eine Geschichte habe ich noch fuer Euch gestern im Internetcafe geschrieben.

Unser Reisefuehrer beschreibt einige schoene Buchten. Eine davon hatte es uns besonders angetan, die Cala S´Almunia. Im Reisefuehrer stand, sie sei etwas schwer zu finden. Das ist sie tatsaechlich. Eine ganze Weile fuhren wir auf schmalen Wegen durch die roten Felder Mallorcas. Vergeblich. Nach einer Stunde gaben wir auf und nahmen eine andere Bucht. Die war auch schoen, aber enttaeuscht waren wir schon. Wir waren den Anweisungen aus dem Reisefuehrer gefolgt. Auf der Strasse hatte irgendjemand dann einen Pfeil hingemalt, der den Weg weisen sollte, aber nicht tat. Am naechsten Tag wollten wir es dann noch mal probieren. Frisch ausgeruht und voller Tatendrang versuchten wir nochmal unser Glueck um erstmal wieder in den Feldern zu landen. Unser kuehner Plan einfach zu laufen, wurde von einigen Mauern vereitelt. Nach nochmaligem Blick auf die Karte versuchten wir einen anderen Weg. Und ploetzlich waren wir angekommen. Fast zumindest. Ein bisschen Kletterei auf felsigen Wegen brachte uns schliesslich zum Ziel. Auf dem Rueckweg zum Auto wollten wir mal schauen, wo wir eigentlich haetten hinfahren muessen, nur um festzustellen, dass wir ganz am Anfang unserer Suche am Vortag nur etwa 100 m vor dem Ziel standen und gewendet hatten, um dem auf die Strasse gemalten Pfeil zu folgen. Da hat sich also jemand die Muehe gemacht einen Pfeil auf die Strasse zu spruehen, um die Leute kurz vor dem Ziel in eine andere Richtung zu lenken. Unglaublich gemein, oder nicht? Jetzt wissen wir´s besser. Hoffentlich kommt die Sonne nochmal raus, damit wir die schoene Bucht auch noch mal geniessen koennen.

Nachricht von der Insel

So, liebe Leute. Das war eine harte lange Zeit ohne Internet. Jetzt sitze ich in Colonia St. Jordi im Internetcafe. In unserem Kaff gibt´s leider keins, sonst haette ich mich schon frueher gemeldet. Wir haben in den letzten anderthalb Wochen viel erlebt. Wir waren an schoenen Straenden, in einsamen Buchten, in Kloestern, auf Burgen. Wir haben quasi alles gemacht, was man hier so machen kann, ausser am Ballermann rumhaengen. Das steht zwar auch noch auf der Liste (mal gehoerig fremdschaemen), im Moment ist das Wetter aber nicht so gut. Statistisch gesehen hat Mallorca im September 5 Regentage, von denen 3 schon vor unserer Ankunft waren. Wir haben nun aber auch schon mehr als zwei Tage Regen gesehen. An der Westkueste haben wir sogar ein Gewitter mit sintflutartigem Regen mitbekommen. Ist aber auch mal nicht schlecht. Wer kann schon von sich behaupten, sich die kurvige Strasse von Banyalbufar bei Platzregen nach oben geschlaengelt zu haben.
Unser schoenes Mietauto mussten wir schon am dritten Tag umtauschen fahren. Die Gangschaltung war kaputt. Kein Wunder, wie wir hinterher feststellten. Wenn alle Leute solche Strecken mit den Mietautos fahren, wo man staendig schalten muss, und dann auch noch die Gaenge rausreissen, dann geht die einfach frueher oder spaeter kaputt. Jetzt haben wir ein neueres Mietauto, wieder das gleiche wie vorher, aber mit intakter Schaltung.
So, meine Zeit im Internetcafe ist gleich abgelaufen. Am Sonntag geht unser Flieger zurueck und ich bin wieder regelmaessig mit der grossen weiten Welt verbunden.

Urlaubsreif

Wenn ihr das hier lest bin ich hoffentlich schon glücklich hier angekommen. Heute früh ging’s los mit dem Flieger nach Malle. Da ist hoffentlich noch ein bisschen von dem Sommer übrig, auf den ich bisher vergelblich gewartet hatte.
Schwer zu sagen, wie das mit dem Internet hier so aussieht. Ihr werdet früher oder später von mir lesen, denke ich.

Was ich so erlebt habe

In den letzten Tagen habe ich einiges erlebt und auch vieles im Kopf gehabt. Wie das immer so ist, wenn man’s nicht gleich aufschreibt, dann vergisst man’s. Jetzt versuche ich mich an alles, was ich schreiben wollte zu erinnern. Hier gibt’s ein paar Häppchen (ungeordnet).

Schleswig-Holstein ist mir ein Rätsel und Fahren mit Navigationssystem statt mit uralter Straßenkarte ist für den Orientierungssinn nicht gerade hilfreich. Wir mussten jeden Tag eine Weile fahren, weil wir unsere Unterkunft „erst“ im April gebucht hatten. Irgendwie ist das sehr seltsam die weltgrößte Windenergie-Messe in so nem winzigen Ort zu veranstalten. Das Messegelände besteht vollständig aus Zelten, die auf dem Acker aufgestellt werden. Wenn man eine der Hallen durch den Hinterausgang verlässt, steht man quasi auf ner Kuhweide. In den letzten Jahren war die Veranstaltung wohl ein einziges Schlammwaten. Dieses Jahr war es sonnig, was die Zelte zu Saunen gemacht hat. Aber beeindruckend war’s schon. Alles was Rang und Namen hat ist da anwesend. Da konnten wir mal live sehen was unsere Konkurrenz so treibt.

Wenn in einer Speisekarte das Schnitzel mit Bartkartoffeln angepriesen wird und die letzte Seite der Speisekarte mitteilt, dass das Austauschen von Beilagen extra kostet, frage ich mich ob auch das Tauschen der Bartkartoffeln gegen Bratkartoffeln was kostet? Das war aber sowieso eine seltsame Speisekarte. Da gab’s nämlich auch das Jägerschnitzel einmal für 9,90 und einmal für 8,90. Warum Restaurants nicht bedenken, dass ihre Speisekarte ja quasi ihr Outfit ist. Wieso wir da trotzdem gegessen habe ist mir ein Rätsel. Ein Highlight war das Essen jedenfalls nicht.

Ich musste feststellen, dass es Nachbarn wie aus dem Fernsehen tatsächlich gibt. Fassungslos durfte ich mir anhören, dass jemand seine Garage nicht aufstellen konnte, weil der Nachbar nicht bereit war ein Brett von seiner Garage abzuschrauben. Dabei ging’s lediglich um 6 Schrauben. Und sowas in nem Neubaugebiet, wenn man genau weiß, dass man sich mit den Leuten noch 20 Jahre einen Zaun teilt. Da ist der Rechtsstreit doch schon vorprogrammiert.

Wenn man einer Sprache nicht mächtig ist, ist nicken und „yes“ sagen nicht immer die beste Möglichkeit. Wenn man nämlich nach einem Vortrag fachliche Fragen gestellt bekommt und einfach immer „yes“ sagt, dann wird man irgendwann zur Lachnummer. Keine Angst, ich war das nicht selbst. Ich durfte mich mit anderen Dingen rumschlagen. Zum Beispiel mit einem Fragesteller, der meinte von meiner Forschung mehr Ahnung als ich zu haben. Der stellte dann eine Frage und wollte eine bestimmte Antwort hören. Als ich mit Antworten gezögert habe, weil das Problem alles andere als trivial ist und nicht in zwei Sätzen erklärt werden kann, fing er arrogant an: „Just to help you a little bit,…“. Ich unterbrach ihn dann um ihm mitzuteilen, dass mir wohl klar ist, was er hören will, dass das aber nicht richtig ist. Geärgert hat mich diese Arroganz schon, obwohl mir versichert wurde, der sei eigentlich ganz nett, der junge Mann. Bei mir hat er gerade keinen Stein im Brett.

Wenn bei Schwaben gefeiert wird, dann gibt’s immer Schwäbisches Essen. Zur Vorspeise Schwarzwälder Schinken (der könnte allerdings auch badisch gewesen sein, da sind sie ja nicht so, die Schwaben) und Flädlesuppe. Als Hauptgericht Zwiebelrostbraten und als Beilage Schupfnudeln und/oder Spätzle. Da kann man fast Wetten drauf abschließen. Die Nachspeise gestern abend, hat aber auch gestandene Schwaben aus dem Konzept gebracht. Was um Himmels Willen ist denn ein Schleckhaf? Süße Pampe mit Nuss war’s. Walnusscreme oder so. Warum nennt man dann das nicht auch so?

Fertig

Ich bin im Delirium. Eine Woche Stress und permanenter Schlafmangel machen sich langsam bemerkbar. Nachdem ich Montag abend noch ziemlich lang an meiner Präsentation gebastelt hatte ging’s am Dienstag zur HusumWind. Das ist die größte Windenergiemesse überhaupt. Dort hatten wir eine Tagung, was ziemlich anstrengend war. Immerhin haben wir beim hinterher über die Messe laufen einige nette Werbegeschenke ergattert. In meinem Büro steht jetzt ein Modell einer Windenergieanlage, die sich solarbetrieben dreht. Schön und irgendwie so absurd. Am Mittwochabend haben wir dann sogar noch das Meer gesehen. Ruhig war sie, die Nordsee, plätscherte an den Rand wie ein Baggersee. Den Sonnenuntergang über dem Meer hatten wir knapp verpasst, weil wir lieber die Montage einer Windenergieanlage im Sonnenuntergang beobachtet haben.
Am Donnerstag ging’s dann mit dem Auto einmal quer durch Deutschland. Zuhause konnte ich mich dann gleich auf meinen nächsten Vortrag, der dann gestern war, vorbereiten. Dummerweise hatte ich noch den Dienstwagen. Man glaubt es kaum, da fahre ich einmal im Jahr mit dem Auto nach S und prompt ist da ein Riesenunfall auf der A8. Eine Stunde habe ich gebraucht für die letzten 10 km und war dann auch eine Stunde zu spät, aber gerade noch pünktlich da. Mein einer Kollege ist erst 10 Minuten vor seinem Vortrag aufgetaucht, aber auch nur, weil er sein Auto widerrechtlich geparkt und die S-Bahn genommen hat. Nach meinem Vortrag war an Entspannung auch nicht zu denken. Für zig Sachen war ich eingeplant. Dann war die Abendveranstaltung und mit dreieinhalb Stunden Schlaf stand ich wieder auf der Matte. Jetzt ist es rum, alles ist abgebaut und ich mache mich demnächst auf den Heimweg. Stellt Euch vor, in dem ganzen Stress habe ich nicht mal mitbekommen, dass das KSC-Spiel gestern abgesagt wurde. Was es nicht alles gibt.

Abmeldung

Ich bin dann mal wieder unterwegs. In 9.5 Stunden sitze ich im Flieger nach Hamburg und von dort geht’s mit dem Auto weiter. Ich hoffe irgendwo gibt’s mal Internet. Wir werden sehen.

Urlaubsfreundlicher Spielplan

Manchmal liegen die Bundesligaspiele ja echt blöd. Manchmal ist es aber auch so, dass ich meine, da hätte jemand beim Spielpläne schreiben in meinen Terminkalender geschaut. Letztes Jahr lag das Heimderby KSC-Stuttgart gerade auf dem Wochenende, wo die Stulle ihren 30. in Berlin feiern wollte. Netterweise war es aber eines der wenigen Sonntagsspiele des KSC, so dass wir uns nach einer langen Nacht und 2 Stunden Schlaf in den Zug gesetzt haben um pünktlich im Stadion zu sein.
Dieses Jahr findet der erste Teil des Derbys statt während wir in Urlaub sind. Zum Glück ist es das Auswärtsderby, wo man vermutlich wieder nur schwer Karten bekommen hätte. Der weitere Spielplan während unseres Urlaubs ist aber wie für uns gemacht. Am nächsten Sonntag fliegen wir. Der KSC spielt am Freitag auswärts in Frankfurt. Das können wir uns also noch irgendwo anschauen. Dann sind wir weg und der KSC spielt schon wieder auswärts. Die Woche drauf, also dann, wenn wir wieder kommen, spielt der KSC sonntags zuhause. Wenn wir also Glück haben mit unserem Flug (wir landen kurz vor drei) und gleich den nächsten Zug kriegen, dann wären wir nur mit etwas Verspätung im Stadion und hätten während unseres Urlaubs nicht ein Heimspiel verpasst.

Stammtisch ohne mich

So ein Ärger. Eben wurde ich per email auf den ersten Badener-Stammtisch in Stuttgart hingewiesen. Der ist nur leider morgen, wo ich mich schon an der Nordsee befinden werde. Grrr, da passiert einmal was in S und ich bin nicht da…

Ich wollte nur mal kurz Bescheid geben, dass es mich noch gibt. Ich bin mal wieder etwas im Stress. Nach meinem kurzen Urlaub habe ich jetzt zwei Wochen ziemlich viel zu tun, um dann endlich in den schon lange geplanten Urlaub (diesmal für 2 Wochen) abzuhauen. Der Urlaub ist so nötig, kann ich Euch sagen. Erstens gab’s hier ja mal wieder keinen Sommer und zweitens kann ich ein bisschen Ausschlafen auch gut brauchen. Im Moment, also wenn ich nicht gerade stattdessen was blogge, versuche ich ein Präsentation zusammenzuklicken, die eigentlich Montag fertig sein sollte. Da muss ich dann nämlich gleich mit der nächsten Präsentation anfangen. Ich muss Mittwoch an der Nordsee nen Vortrag halten und Freitag in Stuttgart. Leider besteht das Publikum jeweils aus unterschiedlichen Fachidioten, so dass ich nicht den gleichen Vortrag einfach zweimal machen kann. Es ist noch einiges zu tun. Heute ist aber erstmal noch Schwimmen und Schwiegermutterbesuch angesagt. Trotzdem gehe ich jetzt erstmal schlafen. Ich krieg eh nichts mehr auf die Reihe. Vielleicht gibt’s dann auch später mehr zu den Themen, die mir im Laufe der Woche untergekommen sind, z.B. die Verkaufsstrategien von bebe, Geschichten aus meiner Schulzeit, Gedanken zu Dingen, die in anderen Blogs diskutiert werden oder die Dinge, die Frauen über Männer wissen sollten, damit Partnerschaften erfolgreicher verlaufen könnten.