Gesammelt

Mal eben kurz zusammengefasst, was bei uns so los war in den letzten Wochen.

Gefreut:

Ich habe mich in letzter Zeit über viele Dinge gefreut. Zum einen waren da größere unerwartete Geschenke, wie z.B. ein Zuschuss zu unserem neuen Auto und zum nötigen Kindersitz für den Julijungen. Auch schön war, dass der Fahrer des Biobringdienstes eine Kiste mit Äpfeln, Karotten (bestimmt 3-4 kg) und kleinen grünen Paprikaschoten vorbeibrachte. Wir bestellen gar nicht jede Woche was, weil wir es manchmal vergessen oder einfach nichts brauchen. Trotzdem klingelt der Fahrer beinahe jede Woche und bringt was vorbei, was übrig ist. Mal sind das ein paar Brezeln oder ein Brot, mal ein Kohlkopf und zur Erntesaison, wie jetzt, eben auch mal größere Mengen. Am Wochenende gab es Apfelkuchen und Apfelmuffins und zu Mittag nehm ich mir jetzt immer Karottensalat mit.
Gefreut habe ich mich außerdem über meine Jungs, wenn ich sie den ganzen Tag (oder sogar länger) nicht gesehen habe. Auch über die skurilen Telefonate, die ich an den Auswärtsabenden mit ihnen führen durfte. Ich hab mich in der Mittagspause über Sonne gefreut und über leckeres Essen am Abend. Auch erfreulich ist es, meinen Kleiderschrank gerade neu zu entdecken. Mit ein paar Kilo weniger, bietet der plötzlich einen Haufen Klamotten, die ich lange nicht oder sogar noch nie getragen habe. Zur Hochzeit neulich trug ich z.B. mein Abiballkleid.

Gefeiert:

Ich war ein Wochenende in der Eifel und habe die Hochzeit eines Studienfreundes gefeiert. Das war ganz großartig, weil ich dort Leute auf einem Haufen wieder gesehen habe, die sich mit Abschluss des Studiums auf der ganzen Welt verstreut hatten.
Am 1. November gab es noch das traditionelle Herbstfest bei einer Freundin, die ich vor sechseinhalb Jahren im Geburtstvorbereitungskurs kennen gelernt habe. Die Kinder finden es dort toll. Es gibt Matsch, Dreck, Feuer und, wenn es dann zu kalt wird, auch noch Lego, CDs und fremdes Spielzeug. Inzwischen putzen wir den Kindern die Zähne vor dem Heimfahren und stecken zuhause die nach Qualm stinkenden, schmutzigen Kinder ins Bett, die dann komatös schlafen. Und für uns erwachsene gibt es Kaffee, Wein, gutes Essen und nette Menschen.

Gereist:

Wie schon erwähnt, bin ich zur Hochzeit in die Eifel gereist. Gleichzeitig reiste der Rest der Familie zu den Großeltern und dort Cousins und Cousine zu treffen. Am Wochenende danach reiste der Herr Gartenhein dann das erste Mal allein zu Omi und Opa, um dort Cousin und Cousine (diesmal andere) zu treffen. Wir kamen am Sonntag nach und nahmen in wieder mit nach Hause.

Ich reiste dann einmal längs durch Deutschland, um mich mit Menschen zu unterhalten und meine Schwester zu treffen. Morgen verreise ich für zwei Tage dienstlich und dann ist hoffentlich mal ein bisschen Ruhe.

Gelesen: habe ich für meinen Geschmack zu wenig. Inzwischen bin ich schon fünf Bücher hinter dem Plan für die #50bookschallenge und ich denke, das werde ich auch nicht mehr reinholen. Aber ich kann es nicht ändern, auch mein Tag hat nur 24 Stunden und auch meine Energie ist begrenzt. (D. weiß, wie oft ich abends einfach mit dem Julijunge oder auf dem Sofa einschlafe. (Oder beides.))

Gesehen:

Tatsächlich haben wir mal wieder ein paar Filme gesehen. „Der Marsianer“ fand ich übrigens sehr gut! Das macht mich immer ganz optimistisch, ob wir vielleicht auch mal die ganzen Serien auf der Liste anschauen können. Und am nächsten Abend schlaf ich dann wieder beim Julijunge ein. Aber wir arbeiten dran.

Gegangen:

Die App sagt ich sei in den letzten 30 Tagen 9 Stunden und 19 Minuten spazieren gegangen. Vor einiger Zeit, im Mai, habe ich ja mal 30 Tage Shred gemacht. Vielleicht erinnert sich jemand. Anschließend habe ich weiter gemacht und jeden morgen 20 bis 30 Minuten Sport gemacht. Das klappte ganz gut, bis ich im Juli wieder Vollzeit zu arbeiten angefangen habe. Der Ablauf morgens kostet ohnehin schon viel Zeit und ich stehe um sechs Uhr auf, damit einer pünktlich zur Schule das Haus verlässt und einer zufrieden im Kindergarten abgeliefert wird. Selbstverständlich mit Brotdosen und idealerweise auch noch Frühstück im Bauch. Für Sport müsste ich dann noch früher aufstehen und dann schliefe ich abends ja noch früher ein. Deshalb habe ich angefangen, in der Mittagspause spazieren zu gehen. Das ist echt toll. Nach fünfzig Metern bin ich im Wald. Ich kann auswählen, ob ich mehr Steigung gehen möchte, durch die Sonne laufen oder die Bäume als Regenschutz nutzen. Ich sehe Tageslicht, kriege frische Luft und manchmal geht sogar jemand der Kollegen mit. Und wenn man das mal ein paar Wochen gemacht hat, dann muss man sich auch nicht mehr dran erinnern, raus zu gehen. Das gehört jetzt eben einfach dazu und fehlt mir richtig, wenn es mal ausfällt. Sport mit Internetvideos mache ich noch am Wochenende, wenn wir nicht gerade irgendwo unterwegs sind.

Gegessen: habe ich viele leckere Dinge. D. kocht einfach so gut. Mit der kalten Jahreszeit hat ja auch die Käsefonduesaison wieder angefangen. Manchmal, wenn die Kinder schon auswärts gegessen haben oder mit Resten vom Vortag abgefüttert werden können, essen wir, wenn alle schlafen, vorm Fernseher Käsefondue. Wie früher.

Und ansonsten haben wir viel gelacht, geliebt, gelebt!

Media Monday #226

Da ist sie schon die neue Woche und beginnt tatsächlich schon wieder mit dem Media Monday.

1. Die Ankunft von Marty McFly am 21. Oktober 2015 wurde ja überall gebührend breitgetreten. Ich mag sowas ja und hab mich über viele Kleinigkeiten gefreut und viel geschmunzelt.

2. Die Sommerzeit hingegen braucht bitte nicht wieder zurückkommen, schließlich genieße ich gerade noch die Auswirkungen der geschenkten Stunde am Wochenende: ausgeschlafene Kinder am Morgen! (Allerdings hat ja auch die Sommerzeit Vorteile, z.B. die langen hellen Abende, aber das ist gerade noch soooo weit weg.)

3. Und als die Karten für den siebten Star Wars Film vorbestellbar waren, da haben sich vermutlich Menschen Karten bestellt. Ich aber nicht, weil Kino geht ja eh nur mit babysittenden Großeltern und ist bei uns eher eine spontane Sache. Und man kann Filme sogar Jahre, nachdem sie im Kino waren, noch anschauen. Echt wahr! Wahnsinn, oder?

4. Den Trailer nämlich, habe ich mir bisher auch noch nicht angeschaut.

5. Viel mehr freue ich mich allerdings, dass wir in den letzten Wochen, sowohl Divergent (in Ordnung, wenn man die Bücher mochte), Insurgent (viel besser!)  als auch Maze Runner: The Scorch Trials (da wurde die Buchvorlage einfach mal großflächig ignoriert) angeschaut haben.

6. Und dann wäre ja noch der Horroctober, der sich dem Ende zu neigen beginnt. Für Halloween müssen wir wohl noch Süßgkeiten besorgen, falls jemand klingelt.

7. Zuletzt habe ich The Martian gesehen und das war einfach toll, weil das ein großartiger Film ist. Jetzt möchte ich nur leider auch das Buch lesen und wann soll ich das denn noch machen?

Media Monday #225

Nach einem Wochenende mit wenig Schlaf und dafür umso mehr Alkohol (aka Hochzeitsfeier bei Freunden), bringe ich immerhin mal wieder den Media Monday pünktlich zu Papier.

1. Mit den Filmen von/mit Jackie Chan kann man mich ja echt jagen, denn die Mischung aus Albernheit und nervigen Kampfszenen führt bei mir augenblicklich zum Umschaltimpuls.

2. Der Trailer zu Star Wars Episode VII kommt wohl demnächst und mir wird er so egal sein, wie alle anderen Trailer auch. Filmbesprechungen taugen mir mehr als Trailer.

3. ____ braucht sich nicht vor einschlägigen Genre-Vertretern zu verstecken, schließlich__. Hmm, leider fällt mir nichts ein. Vielleicht sollte sich am besten jeder verstecken, wenn einschlägige Genre-Vetreter an der Tür klingeln. Nicht, dass man plötzlich ein Genre-Abo abgeschlossen hat, ohne dass man es wollte! (Sorry, der musste sein.)

4. Während mir Hartmut und ich (erinnert sich überhaupt noch jemand an das Buch?) ja noch richtig gut gefiel, war der Nachfolger und vor allem der Nachfolger des Nachfolgers (alles danach hab ich nicht mehr gelesen) doch einfach an manchen Stellen zu seltsam.

5. Der Horroctober ist im vollen Gang. Ich für meinen Teil mache da zwar nicht mit, habe aber mit The Visit (s. frage 7) dennoch schon einen Horrorfilm im Oktober gesehen.

6. Von der Bildsprache her sprechen mich die Filme von Sofia Coppola immer sehr an, deshalb werde ich vermutlich, trotz schlechter Bewertungen, auch irgendwann noch The Bling Ring anschauen.

7. Zuletzt habe ich The Visit gesehen und das war eigentlich ganz gut, leider waren die Hinweise auf die Auflösung zu offensichtlich platziert, so dass sie mir schon recht früh klar war. (Dafür habe ich sogar einen Zeugen, weil ich meine Vermutung laut äußerte.)

Tagebuchbloggen 10/15

Mein Wecker klingelt nach wirren Träumen um 6:00. Ich bemerke positiv, dass der Julijunge nicht, wie seit Tagen, bereits vorher wach war und bleibe noch ein paar Minuten liegen. Leider wird der Julijunge sofort wach, als ich aufstehe. Um 6:08 sind der Julijunge und ich unten. Ich fange an Toast für die Vesperbrote zu toasten. Der Julijunge klettert auf den Hocker in der Küche (ein anstrengendes neues Feature) und begutachtet die Dinge auf der Arbeitsplatte. Ich packe die Brotdosen für mich und die Kinder. Der Julijunge verteilt derweil Puffreis auf dem Boden.
Der Herr Gartenhein kommt gegen 6:40 runter. Da bin ich mit Vesper richten und Puffreis aufsaugen schon fertig. Ich mache Kaffee und gehe duschen. Danach ziehe ich den Julijunge an und wecke den Schlökerich. Der Herr Gartenhein frühstückt ein Mangolassi, der Julijunge eine Banane. Der Herr Gartenhein zieht sich an und macht sich zum Losgehen bereit. Um 7:25 verlässt er als erster das Haus. Ich stelle fest, dass der Julijunge bei einer Klettertour auf den Esstisch ein Glas zerschmissen und betätige schon zum zweiten Mal den Staubsauger.
Der Schlökerich frühstückt in Seelenruhe zwei Minimuffins und ich habe genug Zeit, meine Tasche zu packen und meine Haare zu fönen. Dann ziehe ich den Schlökerich an und wir lassen den vor Wut kreischenden Julijunge zuhause beim Papa.
Um 7:55 sitzen wir im Auto. D. hatte am Abend die Folie auf die Scheibe gelegt, so dass wir auch nicht kratzen müssen.
Im Kindergarten geht es recht schnell, obwohl ich noch mit den Erzieherinnen klären muss, ob der Schlökerich vor seine Zahnarztermin noch kommen kann. Kann er.
Um 8:05 Sitze ich wieder im Auto und komme eine halbe Stunde später im Büro an. Vom 19km Stau war ich zum Glück nicht betroffen.
Mein Arbeitstag beginnt mit Gleitzeitkorrekturen und einer Reisekostenabrechnung. Danach gibt es noch schnell einen Kaffee, bevor ich mich auf den Weg zu einem anderen Institut mache, wo wir eine Telefonkonferenz durchführen. Um 10:30 startet die Konferenz, um 11:45 bin ich zurück an meinem Schreibtisch. Erstmal habe ich Hunger, esse mein Vesper und beantwortet dabei den Media Monday. Anschließend gehe ich eine Runde spazieren. Das mache ich nun schon eine Weile, damit ich wenigstens etwas Bewegung und frische Luft bekomme. Beim Spazieren gehen denke ich über den morgigen Tag nach, der logistisch nicht ganz einfach wird. Außerdem sortiere ich meine weiteren Aufgaben nach Wichtigkeit. Die Sonne ist gerade hinter Wolken verschwunden, trotzdem sehen die bunten Blätter an den Bäumen hübsch aus. Der Herbst macht mich immer etwas wehmütig. Ich finde es traurig, wie die Pflanzen alle sterben, bevor der dunkle, kalte und graue Winter beginnt.
Zurück im Büro beginne ich mit dem Review eines Artikels für eine Fachzeitschrift, der morgen fällig ist. Der Artikel ist in Ordnung, ich habe trotzdem ein paar Anmerkungen und Fragen. Sprachlich hat er deutliche Mängel. Ich schicke meine Kommentare ab und mache mir noch einen Kaffee. Dann schreibe ich das Protokoll der Telefonkonferenz und schicke es zum Absegnen an die Teilnehmer. Es geht um die Koordination eines Projektantrags. Anschließend schicke ich weitere Unterlagen und Terminvorschläge an alle Teilnehmer. Zu guter letzt setze ich mich an die Überarbeitung der Projektskizze. Um kurz nach fünf packe ich meine Sachen zusammen und hänge noch eine Runde in der Warteschleife der Autowerkstatt. Servicetermin absagen. Wir haben uns nämlich ein neues Auto gekauft. D. schickt mir aktuelle Stauinfos. Wohl als Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich mal nach Hause kommen soll. Ich nehme also die Ausweichstrecke über die Käffer und bin um 17:45 zuhause. Die Jungs sitzen vorm Computer. D. und ich besprechen bei Kaffee den morgigen Tag, dann geht D. Milch kaufen (die 6 Liter vom Freitag sind alle) und ich eise die Jungs vom Computer los.
Bis zum Abendessen versuche ich den Julijunge vom Blödsinn machen abzuhalten, schaue mir die Hausaufgaben des Herr Gartenhein an, schlichte Streit. Der Herr Gartenhein ist schon deutlich müde und regt sich über alles auf, was der Schlökerich nutzt um ihn gezielt zu provozieren. Nach dem Abendessen ist bettfertig Machen angesagt und um 21:00 (eine halbe Stunde nach dem Zeitplan) liegen alle im Bett. Während der Julijunge einschläft, tippe ich diesen Post auf dem Handy. Jetzt sitze ich noch eine Runde mit D. auf dem Sofa und dann ist auch für mich Schlafenszeit.

Media Monday #223

Heute ausnahmsweise mal pünktlich zum Media Monday! Konfetti und Applaus bitte!

1. Wenn ich eins absolut nicht leiden kann, dann sind es Autoverfolgungsjagden in Filmen. Mal was neues, oder 😉

2. Luc Besson hat mit Angel-A einen meiner absoluten Lieblingsfilme geschaffen, denn die schwarz-weißen Bilder des beinahe menschenleeren Paris, schaffen eine ganz besondere Stimmung.

3. Noch klischeehafter geht es wohl kaum, als wenn am Ende das Paar sich kriegt und es ein Happy End gibt. Nichtsdestotrotz schaue ich mir sowas auch mal ganz gerne an. Im realen Leben sieht es ja leider manchmal ganz anders aus.

4. Wenn nur jemand den Europapark erwähnt, gerate ich schon ins Schwärmen, schließlich begeistert mich das Achterbahnfahren nachhaltig und gehe immer wieder gerne hin. Und inzwischen bin ich mit meiner Schwärmerei nicht mehr allein.

5. Krimi ist ja eins dieser Themen, dem ich in egal auch welcher Form noch nie etwas abgewinnen konnte, denn mich nervt alles, was zwischen Mord und Aufklärung liegt. Ich möchte immer „ja ja, bla bla, komm zum Punkt!“ sagen, aber das nutzt ja auch nichts. Allerdings gibt es auch hier seltene Ausnahmen. Z.B. konnte mich Broadchurch tatsächlich fesseln, auch wenn ich die Auflösung am Ende noch immer saudoof finde.

6. Der letzte so wirklich innovative Film mit frischen, neuen, unverbrauchten Ideen war für mich Matrix, denn gerade was visuelle Effekte angeht, wurden hier neue Standards gesetzt. 

7. Zuletzt habe ich Frequencies gesehen und das war wirklich gut, weil der Film sowohl visuell als auch inhaltlich viel zu bieten hatte. Die Idee, dass es einen messbaren Wert (die Frequenz) gibt, der erklärt, warum bei manchen alles läuft und bei anderen alles schief geht, fand ich interessant. Der Schritt von dahin zum Determinismus ist klein. Mir hat der Film viel Spaß gemacht.

Media Monday #222

Der Vorsatz, den Media Monday mal wieder pünktlich auszufüllen, ging schon wieder in die Hose. Trotzdem viel Spaß mit meinen Antworten.

1. ____ hätte noch viel dreckiger und düsterer sein können, schließlich ____ . Ich glaube dreckig und düster kriegen wir wettertechnisch die nächsten Monate noch genug.

2. Musicals finde ich eigentlich ganz gut, obwohl ich (abgesehen von einer Wanderaufführung von Hair) noch keins live gesehen habe.

3. Die immer gleichen Dinge (vor allem Spielzeug) vom Boden aufzuheben, raubt mir gehörig viel Lebenszeit, wenn ich bedenke, dass ich nun ohnehin nicht so viel Freizeit habe, aber schließlich endet die Rumschmeißphase bei den Kleinkindern ja irgendwann, oder? ODER?

4. Die neue Alvin und die Chipmunks Serie war eine DER Enttäuschungen für mich, schließlich habe ich früher die alte Zeichentrickserie geliebt und ich verstehe einfach nicht, warum man alles so billig animiert neu auflegen muss. (Übrigens das gleiche bei Inspektor Gadget.) Immerhin stört es mich dann ausnahmsweise gar nicht, dass der Herr Gartenhein behauptet, die Serie hieße „Erwin und die Chipmunks“.

5. Neben den einschlägig lang erwarteten Filmen freue ich mich ganz besonders darauf mal die ganzen angesammelten Filme der letzten Jahre zu schauen, denn da haben sich große Lücken entwickelt.

6. Sich Leseziele setzen kann ich ja nur jedem ans Herz legen, denn ich habe dieses Jahr schon jetzt mehr gelesen als im Vorjahr, auch wenn ich noch immer nicht glaube, dass ich die 50 Bücher für die #50bookschallenge schaffen kann.

7. Zuletzt habe ich Interstellar gesehen (gut, nicht wörtlich zuletzt, aber vor kurzem) und das war ein wirklich toller Film, weil ich mich in den knapp drei Stunden Film keine Sekunde gelangweilt habe, nicht gegen den Schlaf kämpfen musste und nicht auf die Uhr geschielt habe, wie lange es noch geht.

Jungsupdate 09/15

Der Herr Gartenhein geht jetzt in die Schule. Bisher klappt es ganz gut und er macht sogar die Hausaufgaben ohne Aufforderung. Bisher waren das auch meistens nur ein paar Minuten was ausmalen. Mal sehen ob sich das ändert, wenn er mal mehr auf hat. Er läuft morgens mit seinen Klassenkameraden zur Schule und findet das super. Ich finde es auch super. Um kurz vor halb acht schicke ich ihn los, ein paar Häuser weiter trifft er seinen Freund und gemeinsam holen sie noch einen dritten Freund ab. Nach der Schule geht er bis 13:30 Uhr zur Kernzeitbetreuung. Das ist praktisch, weil er danach direkt zum Kindergarten laufen kann, wo D. ihn und den Schlökerich dann abholt. Die Kernzeitbetreuung findet er toll und er hat schon ein bisschen Einradfahren gelernt. Ich finde vor allem toll, dass er so gleich noch ein bisschen Zeit zum Spielen mit seinen Freunden hat. Am ersten Tag hat er sich allerdings unter die Kinder, die zur Hausaufgabenbetreuung bleiben gemischt, sein Freund ist ohne ihn zum Kindergarten los gelaufen und alleine laufen wollte er nicht. Ich war ihm entgegen gegangen und stand dann pünktlich, als auffiel, dass er eigentlich weg sein sollte, an der Schule und konnte ihn mitnehmen. Seitdem klappt es aber gut und er läuft auch alleine bis zum Kindergarten, wenn seine Freunde nicht dabei sind. Wann er seine Hausaufgaben macht, überlassen wir ihm selbst. Wenn er nachmittags keine Lust hat, macht er sie eben abends.

Der Schlökerich hat sich am Wochenende spektakulär mit dem Laufrad hingelegt, als er versuchte am Spielplatz einen Berg runter zu fahren. Ein halb abgebrochener Schneidezahn, geprelltes Zahnfleisch und geschwollene Lippen waren das Ergebnis. Wenn er sich selbst im Spiegel sieht, erschrickt er immer ein bisschen, weil zwischen Nase und Lippe die Haut abgeschürft ist. Nächste Woche wird ihm, wenn alles klappt, das Stück Zahn ersetzt, damit er nicht bis zum Zahnwechsel mit halber Lücke rum laufen muss.
Im Kindergarten ist er manchmal ein bisschen traurig, dass sein großer Bruder nicht mehr da ist. Mich hat das etwas überrascht, da die beiden im Kindergarten kaum miteinander gespielt haben. Aber er war wohl schon sehr froh, dass sein Bruder auch da war.
Dem Schlökerich beim Spielen zuzuschauen macht viel Spaß. Er braucht nicht viel und spinnt ein großes Phantasiegebilder drumherum. Neulich lief er mit einem Fahrradschloss um den Hals herum und war ein Feuerwehrmann und er baut die tollsten Häuser aus Regenschirmen, Decken und Wäschekörben. Problematisch ist, dass er oft seinem großen Bruder hinterherläuft, der gerne seine Ruhe hätte. Da gibt es dann Streit und Gekreische. Ich hoffe das wird bald besser. Bisher mag er gar nicht verstehen, dass sein Bruder allein sein will.

Der Julijunge ist gerade in einer sehr anstrengenden Phase. Er hat einen ausgeprägten eigenen Willen und eine beeindruckende Ausdauer. Er klettert überall hoch. Wenn man nicht immer alle Stühle weit weg vom Tisch schiebt, kann man ihn alle drei Minuten vom Esstisch pflücken, wo er dann gerne die Trinkgefäße seiner Brüder auskippt und Teller vom Tisch schmeißt (zwei hat er schon auf dem Gewissen). Sowieso muss immer alles erst mal rumgeschmissen werden. Trauben, Melone, Trinkflaschen, Bauklötze, Schienen der Holzeisenbahn, Zahnbürsten, Quetschmus, eben alles, was er in die Finger kriegt. Aufräumen ist in seiner Anwesenheit quasi unmöglich, weil er schneller alles wieder ausräumt, als man einräumen kann. Wäsche aufhängen ist auch nicht ganz einfach, weil er sich gackernd nasse Wäsche klaut, um sie rum zu schmeißen. Besonders draußen muss man dann schnell sein, sonst landet die frische Wäsche im matschigen Beet. Ich bewundere jeden, der mit so einem Kleinkind mehr als nur eine Grundordnung in der Wohnung aufrecht erhalten kann.
Und dann gibt es diese Momente, wo ich mich wundere, wann aus dem Baby ein Kind geworden ist, dass ohne sprechen zu können, schon so gut äußern kann, was es will. Nachdem er neulich kaum Mittagschlaf gemacht hatte, brachte ich ihn früher als gewohnt ins Bett. Die Rolläden waren nicht ganz geschlossen und es schien noch Licht durch. Er zeigte auf die Fenster, beschwerte sich und wollte wieder aufstehen. Gerade mal 14 Monate und will schon mit mir über Bettgehzeiten diskutieren. Ich bin mal gespannt, wie das noch weiter geht.
Seit ein paar Nächten lege ich ihn nachts in sein eigenes Bett. Bisher klappt es ganz gut. Zwischen fünf und sechs kommt er dann zu uns rübergekrabbelt und schläft dort weiter.

Seit 6 Jahren! (2/2)

Der Herr Gartenhein hat nun also körpergrößentechnisch die erste magische Achterbahnhürde genommen und ich wollte mit ihm noch vor seiner Einschulung in den Europapark. Wir entschieden am ersten Schultag in Baden-Württemberg hin zu fahren. Da sind nirgends mehr Ferien und am ersten Schultag schwänzt man nicht und es finden keine Schulausflüge statt. Die Einschulung war ja erst zwei Tage später.
Weil wir das Wochenende in der Heimat verbrachten, brachen der Herr Gartenhein und ich am morgen nach dem Berufsverkehr auf und schlängelten uns durchs Höllental. Der Herr Gartenhein war vom Schwarzwald und besonders vom Hirschsprung angemessen beeindruckt. Kurz nach Freiburg schlief er auf der Autobahn dann noch ein, während ich irre grinsend wartete, dass links der Europapark auftauchte. Die Wetterprognosen hatten sich in den letzten Tagen von 7 Stunden Regen auf Sonne, Wolken und Gewitter verbessert. Uns hätte aber auch der Regen nicht abgehalten.

Vom Parkplatz zum Eingang führt der Weg neben dem Silver Star entlang. Der Herr Gartenhein war beeindruckt und fragte, warum die alle so schreien würden. Ich sagte ihm, das würde er schon noch sehen. Silver Star würden wir zwar nicht fahren (da muss man 1,30 m sein), aber auch bei den anderen Achterbahnen kann man schreien.
Schon gleich hinterm Eingang war der Herr Gartenhein ordentlich beeindruckt und meinte, er hätte sich den Europapark viel langweiliger vorgestellt. Als erstes musste es der EP Express sein. Wir fuhren ans andere Ende und kamen in Portugal raus. Deshalb ging es als erstes zum Atlantica SuperSplash. Das ist zwar immer so schnell vorbei, aber die Fahrweise ist sehr angenehm. Ich wurde ordentlich nass und der Herr Gartenhein wollte gleich noch mal. Wir gingen aber erst mal weiter und stellten uns bei der Holzachterbahn (Wodan) an. Hier hatten wir tatsächlich eine halbe Stunde Wartezeit, was mich schon etwas empörte. Die konnte mich leider nicht überzeugen. Zu ruckelig. Ich hatte gleich Sorge, dass der Herr Gartenhein danach genug hat von Achterbahnen. Ich wollte mich dann in den griechischen Themenbereich vorarbeiten, wo mit Pegasus und Poseidon gleich zwei Achterbahnen wären. Auf dem Weg dorthin nahmen wir noch das Fjordrafting und die Whale Adventures mit, was den Herr Gartenhein auch sehr begeisterte. Er hat gleich verstanden, dass der Nervenkitzel dabei das (nicht) nass werden ist. Andersens Märchenturm mussten wir auch besteigen. Da war ich in all den Jahren noch nie oben. Kinder zeigen einem eben neue Perspektiven!

Ich hatte Hunger und setzte mich in Holland auf eine Bank. Der Herr Gartenhein, der vor lauter Aufregung nicht ans Essen dachte, aß dann auch die mitgebrachte kalte Pizza und Bifis (die haben wir sonst nie!). Danach wollte er mit dem Monorail fahren, was ich vermutlich 1990 zuletzt gemacht habe. Aber gut, ist ja sein Tag und sein Erlebnis. Also fuhren wir eine Runde Monorail und verschickten aus dem Historama eCards an den Opa. Vom Monorail aus konnten wir viele andere Attraktionen sehen. Als nächstes wollte der Herr Gartenhein mit dem Bähnle fahren. Wir stiegen in Russland ein und einigten uns darauf, damit nach England zu fahren. Von England aus wollte ich zum Königreich der Minimoys, was ich bisher auch noch nicht kannte. Wir blieben noch ein bisschen in Grimms Märchenwelt hängen, da der Herr Gartenhein hier auch viel anschauen wollte und in irgeneine Kinderbahn einstieg. Schließlich erreichten wir die Minimoys und stellten uns gleich bei Arthur an. Auch hier hatten wir eine halbe Stunden Wartezeit. Die hat sich aber wirklich gelohnt. Arthur ist ein Inverted Coaster, also eine Achterbahn, die oben befestigt ist. Seit ich 1993 in Alton Towers Nemesis gefahren bin, warte ich auf einen Inverted Coaster im Europapark. Arthur ist aber auch für Kinder. Schnellere Abschnitte wechseln sich mit langsameren thematisch gestalteten Abschnitten ab. Der Herr Gartenhein und ich fanden es sehr schön. Anschließend hielten wir uns weiter im Minimoys-Bereich auf, der komplett Indoor ist, so dass wir den Regenguss einfach verpassten. Es gab noch ein Karussel und einen Mini-FreefallTower. Außerdem wären da noch Rutschen gewesen, aber die haben wir ausgelassen. Der Herr Gartenhein wollte am liebsten weiter hier bleiben und noch mal Arthur fahren, aber da standen jetzt viel mehr Menschen an.

Also versuchte ich nun erneut ihn nach Griechenland zu lotsen. Unterwegs mussten wir nur noch mit diversen Autos fahren und erreichten schließlich Poseidon. Der Herr Gartenhein war sehr begeistert und inzwischen einer von denen, die am lautesten schreien. Auf dem Weg zurück zu Pegasus, durfte es noch eine Runde Abenteuer Atlantis sein, was ich bis dahin noch nicht kannte. Dabei ist das sehr spassig. Man schießt mit Lichtpunkten auf Ziele und kriegt Punkte. Leider hatte ich keine drei Euro, sonst hätte ich jetzt ein Foto mit völlig verbissenem Gesicht, weil ich verzweifelt versuchte das rote Licht an der Kamera abzuschießen. Pegasus fand der Herr Gartenhein so kurz, dass er gleich noch mal wollte. Danach wollte er zu einer längeren Achterbahn. Ich lotste ihn zum Eurosat. Da da immer noch alles so aussieht wie vor 20 Jahren und außerdem die Musik noch die gleiche ist, setzt bei mir immer sofort ein aufgeregtes Kribbeln ein. Dabei ist die Achterbahn selbst nicht so spektakulär. Der Herr Gartenhein fand es nicht so toll im Dunkeln zu fahren, also ging es als nächstes zum Matterhornblitz in die Schweiz, wo er aber erstmal die Gletscherflieger testen musste. Danach suchten wir ein Klo, landeten wieder in Griechenland und machten nochmal Abenteuer Atlantis. Danach dann endlich den Matterhornblitz. Und dann die Schweizer Bobbahn. Und dann wurde schon langsam die Zeit knapp. Auf dem Weg zurück zu den Minimoys, durfte es dann noch die Elfenfloßfahrt und die Oldtimerfahrt sein. Und zum Abschluss und pünktlich zum Parkschluss eine letzte Runde Minimoys.

Wir liefen zurück zum Ausgang. Ich wollte schon den ganzen Tag etwas zu essen kaufen. Es gibt da ja auch so ein Restaurant, wo das Essen mit Loopings und auf Schienen ankommt. Zur Mittagszeit war da eine Stunde Wartezeit. Und essen wollte der Herr Gartenhein eh nie was. Hin und wieder nötigte ich ihm eine Bifi oder ein paar Kekse auf. Am Ausgang gab es noch was zu essen und ich wählte den Stand mit der kürzesten Schlange. Würstchen im Brötchen. Gibt ja schlimmeres. Der Herr Gartenhein war völlig fasziniert von allem und musste auf dem Weg zum Auto alles noch mal genau anschauen. Er fand den Tag ganz toll, war begeistert, dass wir einfach alles gemacht haben, was er wollte und vom Europapark sowieso. Auf der Rückfahrt schlief er innerhalb von Minuten ein. Kein Wunder. Mein Schrittzähler stand auf über 16.000 Schritten.

Auf der Heimfahrt dachte ich noch mal über den ganzen Tag nach. Ich glaube ein paar kleinere Fahrgeschäfte habe ich vergessen zu erwähnen oder kann sie zeitlich nicht mehr einordnen. Den Themenbereich Österreich haben wir irgendwie komplett ausgelassen. Aber das macht nichts. Dann gibt es auch beim nächsten Mal noch was unbekanntes. Jetzt frage ich mich nur, wann  das nächste Mal sein könnte (mein Plan ist ja, die pädagogischen Tage der Schule zu nutzen) und warte drauf, dass der Schlökerich endlich auch mit kann. Aber der hat aktuell noch nicht mal den Meter geknackt.

Seit sechs Jahren! (1/2)

Seit sechs Jahren warte ich darauf, dass endlich einer meiner Söhne, naturgemäß der älteste, die magische Grenze von 1,20 m erreicht hat, die ihm die Tore zu (fast) allen Fahrgeschäften im Europapark öffnet. Den Europapark, den liebe ich nämlich schon sehr lange.

Unsere Eltern waren nie mit uns im Europapark, zum einen, weil sie wohl nicht so sehr auf Achterbahnen stehen und zum anderen, weil das mit vier Kindern schon ordentlich ins Geld geht. Wir kannten den Park also erst mal nur aus Erzählungen. Dann kam es, dass die Patentante meines Schwesterchens ihr jedes Jahr einen Ausflug zum Geburtstag schenkte. Und irgendwann beschloss meine Schwester, dass der Ausflug in den Europapark gehen sollte. Und weil auch die Patentante es mit Achterbahnen nicht so hatte, durften unser Bruder und ich als Fahrbegleitung auch mit. Ich weiß nicht, wie viele Jahre wir die Tour zusammen gemacht haben. Ich kann mich aber erinnern, wie wir anfangs von allem fasziniert waren und alles fahren wollten. Wir fuhren mit dem Bähnle und mit dem Monorail (was damals wohl noch recht neu war). Einmal haben wir bei Milka Schokofiguren gegossen. Im Eurosat hatte ich immer am meisten Angst, dass mein Schwesterchen rausfällt. Warum auch immer. Kleiner als ich, war sie schon lange nicht mehr. Wir fuhren alles, was ging. Shows haben wir (bis auf ein einziges Mal im 3D Kino) keine besucht, wenn ich mich richtig erinnere.

Irgendwann waren die jährlichen Ausflüge dann vorbei. Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Besuch im Europapark, während einer mehrtägigen Radtour mit Freunden (also eigentlich mit der evangelischen Jugend, aber das spielte dabei keine Rolle). Wir übernachteten in der Nähe und konnten dann einen ganzen Tag im Park nutzen. Mehrmals fuhren wir mit dem Fjord Rafting Booten und jedemal wurde einer zum Kapitän ernannt und die Kapitänsleistung am Ende an der Zahl überholter Boote bewertet. Nicht, dass man da Einfluss drauf hätte, aber lustig war es trotzdem. Bei diesem Besuch fuhren wir auch mehrmals mit der Schiffschaukel und saßen, für mehr Airtime, immer ganz oben. Nur Amateure sitzen in der Mitte. Während die beste Schulfreundin und ich das schwerelose Gefühl toll fanden, jammerten die Jungs dabei ständig und erlegten sich als Strafe für die eigene Dummheit, nochmal eingestiegen zu sein, auf, mehrere Seiten im damals populären Sophies Welt zu lesen. Das fanden sie nämlich wirklich schrecklich. Außerdem erinnere ich mich an eine epische Wasserbombenschlacht. Erstaunlich, was früher alles in einen Europaparktag gepasst hat.

Im Jahr, als das Euro-Mir eröffnet wurde (es muss 1997 gewesen sein), war ich auch noch mal dort. Wir fuhren gleich sieben Mal und wunderten uns, wie wir das Eurosat jemals gut gefunden hatten. Als 2000 die Wasserachterbahn Poseidon neu war, war ich mit der besten Schulfreundin an einem schönen Septembertag nach den Sommerferien dort. Wir hatten quasi keine Wartezeiten, fuhren mehrmals und staunten trotzdem über den Wartebereich, in dem noch immer gemalt und dekoriert wurde. Wir hatten auch problemlos Zeit uns Shows anzusschauen. Und so fand auch mein nächster Besuch im September statt. Das war 2004, in unserem Hochzeitsjahr. Wir haben hinterher immer gerne erzählt, wir waren auf Hochzeitsreise in ganz Europa. Mit uns dabei waren drei von meinen Chormädels. Inzwischen gab es auch Silver Star. Ich wäre gerne mehr als einmal gefahren, aber alle andern meinten, das müssten sie jetzt nicht noch mal machen. So kam es dann, dass wir eine halbe Stunde vor Parkschluss auf irgendeiner Bank saßen und nicht wussten, was wir noch machen sollen. Sowas ist mir vorher nie passiert. Was für Banausen!

Die nächsten beiden Sommer kam uns meine, damals 13 bzw. 14jährige Cousine besuchen und wir fuhren mit ihr in den Europapark. Die jammerte zwar immer fürchterlich „Ich fall bestimmt raus! Ich hab Angst!“ ist aber am Ende immer mehr als einmal mit mir Silver Star gefahren.

Dann kriegten wir ein Kind und zogen um. Als der Herr Gartenhein ein Jahr war und mein Bruder mit Familie auf Heimaturlaub war, ließen wir den Rest der Familien bei Omi und Opa, um spontan den Europapark zu besuchen. Das Blue Fire war damals noch relativ neu. Wir standen anderthalb Stunden an, aber es hat sich soo gelohnt. In meinen Augen ist das eine der besten Achterbahnen überhaupt. Ganz am Ende fuhren wir nochmal.

Ich war auch schon mal in anderen Freizeitparks. Alton Towers in England fand ich toll. Der Heidepark war auch ganz schön. Eher klein und trashig fand ich den Holiday Park, der mir von pfälzischen Kommilitonen immer in den blumigsten Farben beschrieben worden war. (Genauso schwärmen die Schwaben immer von Tripsdrill und da traue ich mich jetzt gar nicht hin.) Allerdings muss ich zugeben, dass die Achterbahn Expedition GeForce schon Maßstäbe setzt und zu Recht mehrmals zur besten Achterbahn der Welt gewählt wurde. Inzwischen gibt es auch eine Katapultachterbahn. Vielleicht wagen wir uns ja doch mal wieder hin.

Tja, und nun wartete ich, dass endlich die Söhne mit in den Europapark können. Unter 1,20 m darf man nur wenige der Fahrgeschäfte fahren, unter 1,00 m quasi nichts. Also lohnt es sich nicht unter 1,20 m. Und, was soll ich sagen, diesen Sommer hat der Herr Gartenhein mit Schuhen und Haaren endlich die 1,20 m geknackt und wir waren im Europapark. Es war ganz toll und morgen könnt ihr dann davon lesen.

Eingeschult

Nun ist der Herr Gartenhein eingeschult. Für seine Schultüte hatten wir einen blauen runden Rohling bestellt. Die achteckigen Wellpapperohlinge gefallen mir nicht so gut. Dann hatte ich aus Tonpapier fünf Ninjagos gebastelt und der Herr Gartenhein hat einen ausgedruckten Bösewicht angemalt. Das haben wir dann alles auf die Schultüte geklebt.

Der Schlökerich sollte eine kleine Trosttüte kriegen. Hierfür hatte ich auch einen Rohling, aber den hat sein kleiner Bruder in die Finger bekommen, so dass D. noch eine kleine Star Wars Tüte gekauft hatte. In die Schultüte vom Herr Gartenhein kamen Nüsse und Süßigkeiten und ein Überraschungsei, die wir in letzter Zeit nicht mehr gekauft haben. Außerdem haben wir ihm eine neue Edelstahltrinkflasche geschenkt und eine Lego-Armbanduhr. Eigentlich kann er die Uhr noch nicht richtig lesen, aber er wollte so gerne eine haben und lief seit Tagen mit einer alten Uhr am Arm herum. Zusätzlich gab es noch neue Turnschuhe, die er für den Sport und die Kernzeitbetreuung in der Schule braucht.

Der Einschulungstag begann mit einem Gottesdienst. Den Schlökerich brachten wir in den Kindergarten. Seine Schultüte musste mit, aber ich sagte ihm, er dürfe sie erst nach dem Kindergarten auspacken. Eigentlich dachte ich, er hält das nicht durch, aber als wir ihn um zwei abholten, war die Tüte noch zu. Beeindruckend! Der ist doch erst drei. (Ich glaube er würde den Marshmallowtest bestehen.)

Im Gottesdienst saßen die Erstklässler vorne und die Eltern mit Ranzen und Schultüten hinten. Der Gottesdienst war schön und kindgerecht. Danach ging es weiter zur Turnhalle der Schule. Die Erstklässler saßen unten und wir Eltern auf der Tribüne. D. kam mit dem Julijunge direkt zur Turnhalle. Gottesdienst mit agilem Kleinkind ist nicht so toll. Der Schulchor sang, die Einradfahrer führten ihr Können vor und die Viertklässler sangen und tanzten für die Einschüler. Dann wurden sie einzeln aufgerufen und gingen mit ihren Lehrerinnen in die Klassen. Wir Eltern hatten 45 Minuten Pause und Zeit zum Kaffeetrinken und Schwätzchen halten. Nach ihrer ersten Schulstunde durften wir die Erstklässler dann wieder abholen und noch Fotos machen.

Zuhause plünderte der Herr Gartenhein seine Schultüte. Dann holten wir den Schlökerich vom Kindergarten ab und die beiden verschwanden in Herr Gartenheins Zimmer. Wir räumten in der Wohnung rum, ich wusch über den Tag vier Maschinen Wäsche und um viertel vor Vier musste der Herr Gartenhein los zum Sport. Wir nutzen die Stunde und kauften ein IVAR-Regal bei IKEA. Beim Abholen bekamen wir den aktuellen Stundenplan für den Sport mit und ich stellte fest, dass der Kurs um eine Stunde vorverlegt wurde. Hmpf. Das ist so früh, dass wir beim Fahren zu 100 % auf eine andere Mutter angewiesen wären, weil ich noch bei der Arbeit bin. Das finde ich nicht so gut, da das in der Vergangenheit auch nicht immer so zuverlässig geklappt hat. Leider ist sie auch gerade in Urlaub, so dass ich nun nicht weiß, ob wir den Turntag auf Montag tauschen sollen. Er geht da so gerne hin, dass ich es schade fände, wenn er das aufgeben muss.

Nach dem Sport gab es noch eine Runde Fernsehen, Abendessen, Badewanne und dann war Schlafenszeit. Ich schlief unfreiwillig beim Julijunge ein und vermute, dass ich an diesem Tag als erste geschlafen habe. Wie es jetzt weiter geht mit Schule und vor allem Hausaufgaben, werden wir sehen. Bisher findet der Herr Gartenhein die Schule ganz toll und will „nie in eine andere Schule“ gehen. Hoffentlich hält sich die Euphorie.

Wir haben jetzt ein Schulkind. Krass, oder?