Jammern und Werbung


Heute probier ich’s ausnahmsweise mal wieder mit Arbeiten. Allerdings bin ich noch ziemlich müde und werde wohl alle Gleitzeitregelungen voll ausnutzen. Bis dahin muss ich ja jetzt nur die Arbeit von eineinhalb Wochen nachholen…
Was mir gerade aber mehr Sorgen macht, ist unser Probenwochenende. Die letzten beiden Chorproben habe ich verpasst und morgen geht’s schon los nach Frankreich. Unser Dirigent hat angekündigt, was auch zu erwarten war, dass wir beim Probenwochenende gemischt stehen werden. Das bedeutet, dass nach Möglichkeit nicht zwei Leute aus der gleichen Stimmgruppe nebeneinander stehen. Leider kann ich das Stück noch nicht so gut und jetzt hör ich’s schon die ganze Zeit an. Hoffentlich lerne ich’s noch bis morgen. Dazu kommt, dass ich mir gerade kaum was besseres als Schlafen vorstellen kann und ein Wochenende vollgestopft mit Proben, mit Feiern und wenig Schlaf, passt mir da gar nicht in den Kram. Aber schwänzen geht nicht, dann darf ich nämlich beim Konzert nicht mitsingen. Und wo ich gerade beim Thema bin, mach ich mal ein bisschen Werbung. Am 17.2. findet unser Konzert (Brahms Requiem) in der evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe statt. Karten gibt’s noch bis zum 10.2. online auf der Unichor-Homepage oder bei den üblichen Vorverkaufsstellen in Karlsruhe. Ist zwar nicht ganz billig, aber normalerweise lohnt sich’s. Ich gehe mal davon aus, dass alle anderen schon besser vorbereitet sind als ich.

Back again

Ein Tag Arbeit und schon zurück auf dem Sofa. Nein, kein Rückfall, stattdessen Kotzen den ganzen Tag. Noro, fürchte ich. D. hat’s schon seit Samstag, aber nicht ganz so heftig wie ich. Er kämpft nur noch mit der Schwäche und darf nebenher auch noch mich mit Cola, Tee, Zwieback und Salzstangen versorgen. Und das wo nach ner Stunde sowieso alles wieder rauskommt. Ich hab gerade überlegt, ob es nicht, wenn ich mein Essen sowieso nicht bei mir behalten kann, wesentlich angenehmer wäre, in der Zeit, in der mir gerade nicht schlecht ist, lauter gute Sachen zu Essen, statt Zwieback? Schokokekse, Bionade, Burger und Pizza zum Beispiel. Ich werd mal drüber nachdenken…

Serien abgearbeitet

Krank sein ist manchmal gar nicht so schlecht. Wir haben es geschafft die zweite Staffel Desperate Housewives zu Ende zu schauen bevor die dritte im deutschen TV anläuft. Das war ein hartes Stück Arbeit, immerhin waren wir zehn Folgen im Rückstand, aber wenn man krank ist, kann man schon mal sieben Stunden Serien schauen. Meine Festplatte freut sich auch über den nun wieder freien Platz. Ich hatte sogar noch genug Zeit auch mal bei The Office reinzuschauen, was unter dem klangvollen Namen „Das Büro“ seit diesem Jahr auf SuperRTL läuft. Leider ist die Synchro nicht so der Hit, also lieber auf DVD im Original anschauen.

Gelungener Start

Hab ich schon mal erwähnt, dass jeder KSC-Sieg noch schöner ist, wenn er in Begleitung einer VfB-Niederlage daherkommt? Vor allem wenn die Schwaben 4:1 aufs Loch kriegen. Hach, was ein Wochenende. Ich war zwar noch ein bisschen angeschlagen, aber beim KSC-Sieg am Samstag natürlich live dabei. Die Fans waren allerdings peinlich leise und ich hab mit meinem heiseren Hals nun wirklich keinen Ton zur Unterstützung rausgebracht. Was ist da nur los?

Fies geträumt

Heute Nacht hatte ich einen sehr seltsamen Traum. Ich war mit meinen ehemaligen Sponk!-leuten (so hieß unsere Schülerzeitung) in meiner Heimatstadt im Schlosspark. Wir saßen da an einer festlich gedeckten Tafel und plötzlich wurde ich einstimmig aus dem Sponk!-team geworfen, weil ich ja sowieso nie irgendwas gutes geschrieben hätte. Fies! Ob der Traum wohl irgendwas damit zu tun hatte, dass wir immer mal das restliche Geld vom Sponk!-Konto aufteilen wollten und die 309 DM noch immer bei mir sind? Wir hatten sogar schon einen Plan, wie das Geld aufgeteilt werden sollte unter den ganzen und halben Redakteuren. Aber jetzt steht’s ja hier: Liebe Mitsponks, das Geld ist weder vergessen noch veruntreut. Irgendwann kriegt ihr alle Eure Anteile.

Regenhusten

Wollen wir hoffen, dass der Dauerregen bis morgen vorbei ist. Es wäre nämlich doch ziemlich unvernünftig, wenn ich mich nach fünf Tagen auf dem Sofa mit Husten/Halsweh/Fieber (das Fieber ist seit gestern weg) morgen im Stadion 90+x Minuten in den Regen stellen müsste. Aber Fußball und Vernunft passen nun mal nicht zusammen.
Ok, das war alles ein bisschen übertrieben. Ich bin nämlich eigentlich wieder gesund, der Wetterbericht ist ganz ok und unser Block sowieso unterm Dach. Ich wollte ja bloß in mehr als einem Satz verpackt sagen:

Morgen geht’s endlich wieder los!

Musikstöckchen

Jetzt habe ich es geschafft und das von Symbadisch überreichte Stöckchen bearbeitet. Viel Spaß mit den Songs.

Gesucht ist ein Song …

… der dich traurig macht:
The Bates – A real cool time

… bei dem Du weinen musst:
James Blunt – No bravery
Naja, eigentlich musste D. dabei weinen, aber alleine weinen ist ja blöd.

… der Dich glücklich macht:
Sportfreunde Stiller – Frühling

… bei dem Du sofort gute Laune kriegst:
Manu Chao – Desaparecido

… bei dem Du nicht still sitzen kannst:
Subway to Sally – Mephisto

… der Deiner Meinung nach zu kurz ist:
Beatsteaks – Hey Du
Ok, das ist gar nicht so kurz, aber ich find’s so schön, dass es noch ein bisschen weitergehen könnte.

… der Dir etwas bedeutet:
Welcher Song bedeutet mir denn nichts? Da kann ich nur einen von vielen rauspicken.
Böhse Onkelz – Ich bin in Dir

… den Du ununterbrochen hören kannst:
Radiohead – Creep

… den Du liebst:
Kramm – Ich ahne Dich

… den Du besitzt, aber nicht magst:
SITD – Snuff Machinery
Irgendwie gehen die mir echt auf die Nerven und nicht nur wegen ihrer grauenhaften englischen Aussprache.

… dessen Text auf Dich zutrifft:
Sportfreunde Stiller – Was ich behaupten kann

… von einem Soundtrack:
Das ist auch schwer, da gibt’s so viele gute.
Gary Jules – Mad World

… den du schon live gehört hast:
Wolfsheim – The Sparrows and the Nightingales

… der nicht auf deutsch/englisch ist:
NOFX – Champs-Élysées

… der von einer Frau gesungen wird:
Massive Attack – Teardrop

… der von einer Frau und einem Mann gemeinsam gesungen wird:
K’s choice – Iron Flower

… eines Solokünstlers:
Eric Fish – Willst Du wirklich

… Deiner Lieblingsband:
Erst mal wissen, was meine Lieblingband ist. Geh ich nach meinen aktuellen last.fm charts, dann sind’s die Sportfreunde, aber die sind hier ja schon mehrfach vertreten. Deshalb eine andere meier Lieblingsbands:
Apoptygma Berzerk – Until the End of the World

… aus Deiner frühesten Kindheit:
Der Hit auf dem Plattenspieler in unserem Keller war immer die Internationale 😀

… mit dem Du Dich identifizierst:
Wir sind Helden – The geek (shall inherit)

… den Du Deinem Schwarm vorsingen würdest:
Sportfreunde Stiller – Ohne Deine Liebe

… zum Küssen:
The Cranberries – Electric Blue

… zum Kuscheln:
Coldplay – Fix you

… der Dich an Deinen letzten Liebeskummer erinnert:
Lacrimosa – Bresso

… der von Sex handelt:
Cancer Barracks – Beischlaf mit 60 kg Hackfleisch

… der Dich an einen Urlaub erinnert:
WIZO – K.I.K.
Das erinnert mich an dümpeln auf der Luftmatratze im fast stillen Mittelmeer in Südspanien.

… der Dir peinlich ist, dass Du ihn gut findest:
Tokio Hotel – Übers Ende der Welt

… den Du gerne beim Aufstehen hörst:
Sum 41 – Still waiting

… zum Einschlafen:
eigentlich höre ich keine Musik zum Einschlafen. Aber was mich beruhigt ist immer die schöne tiefe Stimme von Alexander Veljanov.
Deine Lakaien – Love me to the end

… den Du gerne beim Autofahren hörst:
Schwierige Frage, weil ich kein Auto habe und die Zeiten, als ich laut singend im Auto saß deshalb schon lange her sind. Aber sicher gut kommt:
WIZO – Alte Frau
Ok, das war bös.

… der Dir schon mal in einer Situation geholfen hat:
Fanta 4 – Sie ist weg
Als mein Ex mit seiner neuen in der Disko auftauchte, fand ich das nicht so toll. Und dann kam das Lied und eine Freundin hat mich auf die Tanzfläche gezogen. Da ging schon alles besser. Später stellte sich dann raus, dass er schwul ist, aber das ist eine andere Geschichte.

… dessen Video Du als letztes im Fernsehen gesehen und sehr gut gefunden hast:
Margot & The Nuclear So and So’s – Quiet As A Mouse
Naja, eigentlich ja bei Youtube, aber ich hoffe das zählt auch.

… den Du immer wieder hören musst (kannst):
Placebo – Song to say Goodbye

… der Dich nervt:
Eagle-Eye Cherry – Save tonight
Einer der Songs, die ich nicht mehr hören kann, weil er einfach jede Woche in der Disko kam.

… der dich rasend macht:
Pink – Dear Mr President
Ist ja bestimmt nett gemeint, der Song, aber er nervt. Und ich glaube auch nicht, dass Pink drüber Bescheid weiß, wie es ist sein zerbombtes Haus wieder aufzubauen oder vom Mindestlohn eine Familie zu ernähren.

… den Du von einer/m Freund/in lieben gelernt hast:
Alizee – Moi Lolita

… den du magst, aber die Band nicht:
Marilyn Manson – Sweet Dreams

… den du gerade hörst:
Sugarplum Fairy – As Tears go by
und das hab ich bei youtube nicht gefunden.

… einer Band, die es (so) nicht mehr gibt:
Sublime – Seed
Der Sänger ist leider an einer Überdosis gestorben, aber unsterblich in der Musik.

Wer sich inspiriert fühlt, kann das Stöckchen gerne aufsammeln.

Geldsegen

Ich bin gestört. Ich mache nämlich gerne unsere Steuererklärung. Gerade eben habe ich online meine Lohnsteuerbescheinigung vom letzten Jahr bekommen und musste gleich mal alles, was ich schon weiß ins Elsterformular eintippen. Und wie’s aussieht kriegen wir wieder einen Batzen raus. Wahrscheinlich macht’s mir deshalb so viel Spaß 🙂

Die armen Schüler

Neulich las ich im Spiegel Nr 3 diesen Jahres einen Artikel über das 8-jährige Gymnasium. Der Titel lautete „Diebstahl der Kindheit“. Gestern hat D. den gleichen Artikel gelesen und sagte dann genau das, was ich beim Lesen auch gedachte hatte: Wenn ein Kind Ess-, Schlafstörungen und Bauchschmerzen hat, wegen der Schule, dann ist es vielleicht einfach auf der falschen Schule. Aber von vorne. In dem Artikel geht es darum, dass die Schüler durch das 8-jährige Gymnasium überfordert werden, da der gleiche Stoff in weniger Zeit gepackt werden muss. Die Schüler stehen dadurch unter zusätzlichem Druck, leiden unter Stress und haben keine Freizeit mehr. Aber liegt das nicht einfach daran, dass nicht alle Schüler die Fähigkeiten haben ein Gymnasium zu besuchen? Fast 40 % der Schüler in Baden-Württemberg gehen inzwischen nach der Grundschule auf ein Gymnasium. 1990/91 waren es gerade mal 32 %. Sind denn die Schüler so viel schlauer geworden? Ich denke nicht. Die meisten Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder Abitur machen und so werden viele schon in der Grundschule gedrillt. Was sich da mit Fleiß noch erreichen lässt, hilft dann auf dem Gymnasium nicht mehr unbedingt weiter. Ich glaube nicht, dass ich wirklich Probleme damit gehabt hätte, das Abitur in einem Jahr weniger zu machen, wenn ich mir überlege, wieviel Zeit ich mit dem Rücken zur Tafel zugebracht habe oder damit, irgendwelche Statistiken über die Klamottenwechsel meiner Vorsitzer zu entwerfen. Auch kann ich mich erinnern, dass ich irgendwann in der achten Klasse das erste Mal versuchte auf eine Klassenarbeit zu lernen. Ich wusste weder was noch wie ich lernen sollte, dachte nur es sei nötig, weil alle es machen. Tatsächlich ist es aber möglich die ersten 10 Schuljahre zu bestehen ohne auf eine Arbeit gelernt zu haben. Ich habe auch später in kaum eine Klausur (außer dem Abitur) mehr als einen Abend Lernzeit investiert. Und trotzdem hatte ich nie Probleme, war nie auch nur ansatzweise versetzungsgefährdet. In dem Artikel heißt es auch, es sei für eine berufstätige Mutter nicht möglich ein Kind aufs Gymnasium zu schicken. Hä? Meine Eltern hatten mit meinen Hausaufgaben nie irgendetwas zu tun. Deshalb habe ich wohl auch früh gelernt zu entscheiden, wieviel Zeit tatsächlich nötig ist und welche Aufgaben man noch schnell in der Pause erledigen kann. Und erstaunlicherweise haben meine Eltern, obwohl sie sich nicht um unsere Hausaufgaben gekümmert haben, vier Kinder zum Abitur bekommen und das ohne Ehrenrunde. Also sind die Schüler, die sich überfordert fühlen vielleicht wirklich überfordert und wären auf der Realschule besser aufgehoben. Was ihnen dann die Kindheit stiehlt ist nicht das böse System, sondern ihre eigenen Eltern, die unbedingt wollen, dass ihre Kinder Abitur machen. Und damit nehmen sie einem die Chance, dass zu lernen, was am wichtigsten ist, nämlich, dass man für sich selbst lernt, nicht für die Eltern, die Lehrer oder die Noten. Wer das kapiert hat, hat nämlich auch kein Problem mehr mit der Schule.

Sturm

Ich war ja letztes Wochenende mit Kollegen im Schnee, genauer war ich in der Steiermark, noch genauer in der Nähe von Schladming. Ich bin mit zwei Kollegen am Mittwoch nachmittag angereist. Vier andere waren schon da. Ich hatte die Nacht zuvor viel zu wenig geschlafen und war noch etwas durch den Wind von der tragischen Neuigkeit. Nach viereinhalb Stunden waren wir auch schon da. Eigentlich war alles ganz gut gelaufen, nur den Berg zu unserem Haus, den kamen wir nicht hoch. Komplett vereist, das hieß Schneeketten aufziehen im Dunkeln und mit dem Ziel schon in Sicht. Angelockt von unserem Warnblinker standen auch bald die schon anwesenden Kollegen da, schadenfroh und mit Bier in der Hand. Mit vereinten Kräften waren die Ketten dann drauf und wir endlich angekommen. Bier, Maultaschen und Birnenschnaps gab’s zur Begrüßung. Und sehr vernünftig waren wir sogar vor Mitternacht im Bett. Das sollte sich in den folgenden Tagen ändern. Aber wovon ich jetzt schreiben wollte, ist der letzte Tag. Am letzten Abend waren wir ziemlich lange wach und nach nur 3 Stunden Schlaf fühlte ich mich erstaunlich ausgeschlafen. Später wurde mir klar, dass ich wohl einfach noch betrunken gewesen war. Jedenfalls hatte es nachts etwas gestürmt und es stürmte immernoch, so dass wir nicht sicher wussten, ob wir unseren Plan, noch bis nachmittags den Schnee zu nutzen, in die Tat umsetzten konnten. Guter Dinge (d.h., ich fühlte mich nicht in der Lage (wegen des Schlafmangels und, wie ich jetzt weiß, wegen des Fiebers, was ich da wohl auch schon hatte) irgendwelchen Sport zu treiben und spekulierte auf eine sofortige Heimreise) zogen wir unsere Skiklamotten an. Beratung beim Frühstück. Sollen wir’s wagen? Vielleicht mal anrufen. Praktischerweise waren zwei der drei Service-Hotlines sonntags nicht besetzt und die dritte warb mit dem Wetter vom Vortag. Sehr hilfreich. Also Skiklamotten wieder aus. Wir fahren nach Hause. Spätestens der dann ausfallende Strom und die heruntergekommene Satellitenschüssel überzeugten uns schließlich. Im Auto hörten wir, was wirklich los war. Der Orkan Paula fegte über uns hinweg. Es wurde darauf hingewiesen, man solle lieber zuhause bleiben, wenn es nicht anders geht. Auf den Gipfeln wurde von Windgeschwindigkeiten über 200 km/h berichtet. Aber gut, dass wir noch kurze Zeit vorher eine halbstündige Diskussion hatten, ob wir noch Skifahren wollen. Darüber konnten wir dann nur noch die Köpfe schütteln und den Fahrer anhalten, dass Lenkrad gut festzuhalten.