Ich habe heute meine persönliche Freibadsaison eröffnet. Die Sonne war heute so schön, dass ich beschlossen habe das erste Mal dieses Jahr ins Freibad zu gehen, dass schon seit Februar geöffnet hat. Dass da heute eine Veranstaltung (Uni goes Summer) war, hab‘ ich vorher natürlich nicht gewusst. So hab‘ ich erstmal ein bisschen dumm aus der Wäsche geschaut, als im Schwimmerbecken Wasserball gespielt wurde. Die waren aber schnell fertig und ich durfte dann doch noch schwimmen. Ist aber irgendwie seltsam, wenn man selbst gerade Sport macht und direkt daneben Leute mit Bier rumstehen und man vor den Umkleiden, statt alten Männern in Badehosen, voll bekleidete Jungs mit Weizenbier trifft.
Dramen spielen sich hier wieder vor unseren Fenstern ab. Die Polizei hat wohl mal wieder Langeweile oder einfach Lust in der Sonne draußen zu arbeiten. Jedenfalls machen sie mal wieder, direkt bei uns vorm Haus, Kontrollen. Die suchen gezielt nach Drogen, wie’s aussieht. Einen jungen Mann hatten sie jetzt lange in der Mangel. Der wurde zum Urintest gebeten und konnte wohl gerade nicht. Jedenfalls stand er eine Weile im Gebüsch, bis der Polizist ihm anderthalb Liter Wasser zum trinken brachte. Nach ner Viertelstunde hatte er dann genug getrunken um nochmal sein Glück zu probieren. Als er stolz sein Becherchen mit einem Pfützchen hochhielt, mussten wir uns sehr beherrschen nicht das Fenster aufzureißen um ihm zuzujubeln. Das wurde dann direkt vor meinem Fenster analysiert. Vier Polizisten waren dafür nötig. Wieder waren wir versucht das Fenster aufzureißen. Diesmal um den Polizisten zuzurufen, wieviele Frauen, in der Zeit, die sie mit dem armen Jungen vergeuden, vergewaltigt, wieviele Kinder misshandelt und wieviele Fahrräder geklaut werden. Da alles zu weit weg stattfand mussten wir aus Gesten und Körperhaltungen deuten, was gerade passiert. Deutlich zu erkennen war, dass der Kontrollierte sich plötzlich in Verteidigungsposition befand. Einer der Polizisten schien auch schon sehr böse geworden zu sein und redete erregt auf ihn ein. Da hatten sie wohl was gefunden in der Urinprobe. Er musste dann mit und wurde im Polizeiwagen, fern von unseren Blicken, verhört. Bevor er dann endlich weiterfahren durfte, kontrollierte noch ein Polizist sein Auto. Armer Junge. Wäre er ne Frau gewesen, hätte er Glück gehabt. Eine Polizistin haben die nämlich nicht dabei und deshalb winken sie auch nur Männer raus. Die Polizistinnen sind wohl alle beim Girls‘ Day.
Schwarz auf weiß habe ich gelesen, dass ich weder verklemmt noch streng und zu allem Überfluß sogar noch gut drauf bin. Herrlich. Und das aus Mündern Händen von fünfzehnjährigen Mädels. Davon hatten wir nämlich heute vormittag 12 Stück bei uns sitzen. Girls‘ Day oder Mädchen-Zukunftstag nennt sich das. Damit sollen Mädels für technische Studiengänge begeistert werden. Wir haben ein bisschen gelogen („Ach, das bisschen Mathe ist auch nicht so schlimm.“) und sie waren begeistert. Nur Einser und Zweier haben sie uns gegeben. Einzig den Vortrag unseres Chefs fanden sie langweilig.
Eben habe ich gelesen, dass DAF dieses Jahr auf dem M’Era Luna Festival spielt. Wie geil ist das denn! Nina, schon was vor? VNV Nation wollte ich auch schon immer mal sehen und Apoptygma Berzerk sowieso. ASP hab ich schon ein paar mal gesehen, die würde ich auch nochmal anschauen. Es gibt auch durchaus schlimmeres als Front 242. Und dann noch Unheilig, Tanzwut, Hocico und Saltatio Mortis (ist das Festival dieses mal irgendwie etwas elektrolastig?). Also eigentlich sollte das auf jeden Fall mal ne Überlegung wert sein. 69 Euro ist doch ein fairer Preis. Nina?
Und mit welchem Song beglücke ich euch jetzt? Nehmen wir mal den Mussolini. Die muss man doch einfach mal live gesehen haben, oder nicht?
Irgendwie kann ich langsam nur noch lachen. Nächste Woche fahre ich auf eine Tagung. Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass der Abgabetermin für die Präsentationen, die ich selbstverständlich noch nicht fertig habe, bereits am Montag war, bekam ich eben vom Hotel die Nachricht, dass meine Reservierung, im übrigens komplett ausgebuchten Schweizer Nest, nicht eingegangen sei und die Rechnung für den Tagungsbeitrag, der vorgestern hätte dort sein sollen, gammelt immernoch unbezahlt in der Buchhaltung rum. Das kann ja was werden. Aber noch bin ich gelassen. Allerdings werde ich gleich mal mein Zugticket überprüfen. Nicht dass das für nächstes Jahr oder so gebucht ist, statt für nächste Woche. Wer weiß…
Ich hab mir gestern tatsächlich ein paar Minuten der neuen Show auf Vox angeschaut. Power of Ten heißt die. Angschaut hab‘ ich sie deshalb, weil ich wissen wollte, wo genau die Show was mit dem Potenzieren von 10 zu tun hat oder ob es sich dabei lediglich um einen Denkfehler eines Fernsehangestellten handelt, der meint Prozent käme von „pro zehn“. In der Show geht’s nämlich darum, einzuschätzen wieviel Prozent der Deutschen schon mal ins Schwimmbad gepinkelt haben, oder ähnlich belangloser Quatsch. Die Prozentzahlen wurden ermittelt aus der Befragen von 1000 Deutschen. Wie repäsentativ das ist, ist völlig egal, weil die Sendung sowieso total öde ist. Das Potenzieren von 10 kommt dann auch tatsächlich bei den Gewinnstufen vor. Bei hundert Euro geht’s los und bei der nächsten Frage verzehnfacht sich dann der Gewinn. Tatsächlich ist der ganze Mist, wie auch sonst, mal wieder eine eingekaufte Version einer erfolgreichen amerikanischen Show. Meine Prognose: lange wird das nicht laufen.
Also so kenn ich das ja mal gar nicht. Normalerweise werde ich nur dann krank, wenn ich’s mir auch erlauben kann. Und jetzt sitze ich hier und schniefe vor mich hin, muss aber einen Bericht schreiben und zwei Vorträge vorbereiten. Alles bis Mitte/Ende der Woche. Der blöde Schnupfen soll sich also ganz schnell mal wieder verpissen, den kann ich nämlich echt nicht brauchen.
Auch mal ganz nett ist ein Wochenende, wo man die Arbeit Arbeit sein lassen kann und stattdessen in der Wohnung werkelt. Wir haben ein neues Regal in den Flur gebaut, was keinesfalls so einfach war, wie es klingt. Da ist nämlich eine Nische im Flur und eigentlich sollten die Bretter da genau reinpassen. Dumm, dass die Wände alle ein bisschen schief sind und so haben wir Stunden mit Millimeter Holz absägen, abfeilen und abschmirgeln verbracht. Letztendlich haben wir alle 5 Bretter eingepasst bekommen, im Schweiße unserer Angesichter und mit blutigen Händen (also zumindest ich, weil ich mir ein bisschen in die Hand gesägt hatte), aber glaubt mir, die bau ich da nie wieder ab! Heute war’s dann ein bisschen ruhiger, weil nur Spuren vom Bauen zu beseitigen waren und ich dann noch in der Sonne auf dem Balkon einige unserer Pflanzen umgetopft habe. Dann können wir jetzt unser nächstes Projekt planen, nämlich den Küchenumbau, aber das wird noch ein bisschen dauern.
Es gibt schon eine Weile eine Petition dafür, dass Uwe Boll aufhört Filme zu machen. Über 200000 Unterschriften gibt es im Moment. Ich hab‘ zwar schon unterschrieben, aber nach dem Video hier würde ich’s glatt nochmal machen 😀