Archive for Juli, 2008

Wie lange sollen wir noch warten?

Gar nicht mehr! Wir trinken uns gerade warm um Revolverheld zu überstehen und singen uns warm für die Sportfreunde. Mein Schwesterchen ist auch dabei. Juhu! In ner halben Stunde brechen wir langsam auf.

Schwabenguide Teil 1

Menschen, die nicht aus dem südwestdeutschen Raum stammen, haben oft Probleme Badner und Schwaben voneinander zu unterscheiden und wissen oft nicht einmal in welchem Teil des Landes sie sich gerade aufhalten. Sprachliche Unterschiede sind zwar sehr deutlich, aber für den norddeutschen (Norddeutschland fängt nördlich von Mannheim an, schon klar, oder?) oft trotzdem nicht erkennbar. Deswegen gibt es hier jetzt die ultimativen Tipps, wie ihr zweifelsfrei einen Schwaben erkennen könnt.

Wenn im Herbst Laub vor dem Gebäude liegt und einer sich aufregt, dass es keiner mal wegfegt, dann muss es ein Schwabe sein. Das ist nämlich nur eine andere Formulierung für „Wer ist eigentlich dran mit Kehrwoche? Und warum hat der noch nicht gefegt?“

Wenn es einer öffentlichen Gaststätte oder in der Firmenkantine Linsen mit Spätzle oder Maultaschen gibt, dann hat das bestimmt jeder echte Schwabe auf dem Teller, auch wenn die Alternativgerichte jeden Gourmet vom Hocker reißen würden. Außerdem wird er Euch erzählen, dass zu den Maultaschen Kartoffelsalat gehört und zwar nur der Schwäbische! Schwäbische Kinder kann man im Restaurant daran erkennen, dass sie nicht, wie jedes vernünftige Kind, Pommes mit Ketchup bestellen, sondern Spätzle mit Soße.

Wenn man auf der Straße unterwegs ist und ein Wegbier dabei hat, kommt irgendwann der Punkt, wo man die leere Flasche gerne loswerden will. Da wir alle Kinder der Pfandgesellschaft sind, kommt es uns wie Frevel vor, die Flasche in einen öffentlichen Mülleimer zu tun (obwohl man damit ja den Flaschensammlern was Gutes tut). Trotzdem muss es manchmal sein. Ist man jedoch mit Schwaben unterwegs, so sollte man auf jeden Fall denjenigen, der das Bier bezahlt hat, fragen, ob er die Flasche wieder mit nach Hause nehmen möchte. Definitiv mit einem Schwaben zu tun, hat man es, wenn darauf die Antwort kommt: „Ach was, kannsch mir au acht Cent geben.“

Um auf ein weiteres Schwabenphänomen zu kommen, muss ich weiter ausholen. Wir machen jedes Jahr einen Betriebsausflug und jedes Jahr erklären sich die Chefs bereit, für das Essen aufzukommen. Vor zwei Jahren waren wir beim Bowling und jedes Spiel, was über die bereits bezahlten zwei pro Person hinausging, und die Getränke sollten selbst bezahlt werden. Die Schwaben waren dann die, die nach den zwei Spielen aufhörten, an einem Tisch ein kleines Mineralwasser konsumierten und dabei meckerten, dass kein Programm geboten wird. Die Besagten haben ihr Mineralwasser dann bezahlt und sich schließlich verdrückt um noch ein bisschen spazieren zu gehen. Später beim Essen wurde dann klar, dass die Chefs auch die Getränke mitbezahlen würden. Wer dann die Frage stellt: „Und was ist mit den Getränken, die wir schon bezahlt haben?“, der ist auf jeden Fall ein Schwabe.

So, das war’s erst mal, aber Fortsetzung folgt bestimmt.

Vorrat aufgefüllt

Um mal meinem Namen alle Ehre zu machen (und bei uns das Wassereis schon wieder aus ist), habe ich eben das gekauft. 60 Wassereis. Wielange werden die wohl reichen?
Allerdings ist das hier nur meine zweite Wahl, weil ich Alaskaboy lieber esse. Bis vor kurzem war ein Grund, dass die Folie beim BussiMix so steif ist, dass sie einem schon mal die Mundwinkel aufschneiden kann. Das ist echt unangenehm, ist aber sogar mir, mit jahrelanger Wassereiserfahrung, immer wieder passiert. Dieses Problem wurde inzwischen dadurch gelöst, dass die Plastikpäckchen etwas schmaler sind und 10 ml weniger enthalten. Natürlich kein Grund den Preis zu senken. Die haben wohl gedacht, das merkt keiner. Aber keine Sorge, BussMix, bei mir ist das registriert und ein Grund mehr, wenn es geht zum Konkurrenzprodukt zu greifen, obwohl ihr gerade versucht mit ner neuen Sorte (Blaubeer) zu locken.

Trikots tauschen

Manchmal muss man doch über die Fußballer den Kopf schütteln. Ich hab eben aus dritter Hand von einem gehört, der letztes Wochenende mit dem SV Büchenbronn 14:0 gegen den KSC verloren hat. Büchenbronn hatte ein Jubiläum und durfte zur Feier des Tages als Testspielgegner für den KSC dienen. Wie das so ist, will man ja, wenn man schon mal gegen Bundesligisten spielt, auch gerne Trikot tauschen. Mehrere Spieler waren dazu auch bereit. Nur von einem kam mir zu Ohren, der für den Trikottausch gerne 35 Euro wollte. Da fasst man sich doch an den Kopf! Geld fürs Trikottauschen? Und warum 35 Euro? Hätte ja nicht gedacht, dass die beim KSC sooo schlecht verdienen. Was ist denn ein ertauschtes Trikot noch wert (also ideel), wenn man dafür Geld bezahlen musste?

Ausgeruht

Ein ruhiges Wochenende liegt (fast) hinter mir. Eigentlich hatte ich Arbeit mit nach Hause gebracht und eigentlich müsste auch dringend was an meiner Diss gemacht werden. Ging aber einfach nicht. Ich war von letzter Woche so platt, dass ich am Freitag sogar um zwei von ner Geburtstagsparty nach Hause gegangen bin. Ich! Um zwei! Sowas passiert echt nur selten, es sei denn die Party ist um zwei schon zuende. Das war am Freitag aber nicht der Fall. Nach elf Stunden Schlaf habe ich es geschafft mich vom Bett aufs Sofa zu verlagern, wo ich mich dann hemmungslos den Pro7-Serien (Malcolm mittendrin und Scrubs) hingegeben habe. Dann kam Besuch, der Pole mit seiner Tochter. Die mag uns aber nicht und hat sich wie ein Äffchen an ihren Vater geklammert und angefangen zu heulen, wenn sie uns durch Zufall durch die halbgeschlossen Augen erspäht hat. Wir sind dann mit ihr rausgegangen, D., der Pole und ich. Auf dem Spielplatz hat sie dann gezeigt, dass sie durchaus auch ein fröhliches Mädchen sein kann. Seltsam fand ich nur, was wir da wohl für einen Eindruck hinterlassen haben. Der Pole hat auf dem Klettergerüst Bekanntschaft mit einer Mutter und ihren Kindern gemacht. Als sie dann der Tochter des Polen Popcorn anbieten wollte, fragte sie mich, ob die Kleine süßes Popcorn essen dürfe. „Keine Ahnung, ist seine Tochter“, sagte ich und zeigte auf den Pole. Hat die Frau gedacht, das wäre mein Kind und ich wäre mit Kind, dem Kindsvater und meinem neuen Stecher auf dem Spielplatz? Sehr seltsam. Aber wahrscheinlich ist es einfach immer noch eher ungewöhnlich, wenn ein Vater alleine mit seiner Tochter auf dem Spielplatz auftaucht.

Dann ging’s zum Einkaufen (wir haben endlich eine neue Milchaufschäumkanne) und am Abend habe ich angefangen meine zahllosen aufgenommenen Filme zu schneiden und wir haben versucht bei Desperate Housewives auf den aktuellen Stand zu kommen (bin guter Dinge, dass wir’s heute abend noch zuende bringen). Heute konnte ich wieder ausschlafen und war 1,8 km schwimmen, um mich für heute nacht ordentlich müde zu machen. Ach, warum sind solche Wochenenden nur so kurz. Immerhin habe ich am nächsten Wochenende 2 Tage Urlaub angehängt. Ich hoffe da kommt nichts dazwischen und ich hab tatsächlich mal 4 Tage am Stück frei.

Revolverscheiße

Nächstes Wochenende ist ja DAS FEST in Karlsruhe. Freitag abend spielen die Sportfreunde Stiller, auf die ich mich schon eine ganze Weile freue. Jetzt hat die Band, die vorher spielen sollte, die Kasai Allstars, kein Visum bekommen und wurde deshalb durch Revolverheld ersetzt. Die fand ich schon vor ihrem EM-Song schlecht, inzwischen hasse ich sie aber aus vollem Herzen. Dem Sänger würde ich am liebsten mal so richtig eine reinhauen und ich fürchte, dass es mir schwer fallen wird, dass nächste Woche zu ertragen, nur weil ich auf die Sportfreunde warte. Das wird echt hart. Wenn die wüssten, was wir bereit sind für Opfer zu bringen.

Das Bild von den Bildern

Ich hatte es ja bereits erwähnt, dass wir in einer Schwulenkneipe zum Essen waren. Die Bilder, die mich darauf hingewiesen haben, hatte ich versprochen und da sind sie. Mir ist allerdings selbst ein Rätsel, warum man, wenn man solche Bilder sieht, sofort darauf schließt, dass der Laden von Schwulen betrieben wird. Könnte ja durchaus auch für die Frauen aufgehängt sein, der halbnackte Mann. Ich weiß nicht, wo der Unterschied ist? Vielleicht weil Frauen sich nicht solche Bilder in ner Kneipe aufhängen würden? Wo sich dann wieder die Frage stellt, warum eigentlich nicht.

Achja, die dunkle Person im Vordergrund ist meine Hiwine. Hab‘ ja so getan als würde ich sie fotografieren. Irgendwie ist es nämlich schon seltsam, die Bilder an der Wand in einer Kneipe zu fotografieren. Aber das musste sein, weil ich sofort gedacht habe: das muss ich bloggen. Also hab‘ ich mich quasi nur für Euch zum idiotischen Tourimädel gemacht, dass Schwulenbars so exotisch findet, dass sie es gleich für zuhause festhalten muss. Dabei war ja alles ganz anders.

Achja, mein Diplomand hat eben zugegeben, dass er, wenn meine Hiwine beim Reingehen in die Bar gleich gesagt hätte, dass sie vermutet es sei ein Schwulenbar, nicht mit reingekommen wäre. Soviel dazu, dass er damit kein Problem hat.

Unterwegs im Osten: Davor

Wie ihr wisst habe ich Donnerstag getrunken gesoffen getrunken. Der Freitag war dementsprechend hart. Da es aber meinen Kollegen samt Hiwis und Diplomanden genauso ging, war’s nicht weiter schlimm.Allerdings mussten Freitag nachmittag noch die Geräte für die Messungen in Dresden eingepackt werden. Mein Diplomand und ich standen also im Labor und hakten unsere Liste ab. Während ich die Sensoren zusammengesucht habe, meinte mein Diplomand schon mal den Rechner ausstöpseln zu müssen. Da stand er, mit mehreren Kabeln um den Hals: „Ähm, Du weißt schon, wie die Kabel da dran waren?“ fragte er mich. Ein irres Grinsen auf meinem Gesicht. „Äh, nein?!“. Und wieder eine halbe Stunde Arbeit mehr. Die Verkabelung hat vor Monaten ein Techniker gemacht, der momentan in Urlaub und nicht zu erreichen ist. Die Beschreibung der Datenerfassungskarte war nicht aufzufinden. Half nur Ausprobieren und hoffen, dass nichts kaputt geht. Nach unzähligen Kabelkombinationen haben wir am Ende wieder die richtige gefunden.
Am Dienstag dann, als wir mit den Messungen starten wollten, kam die Frage: „Wo hast Du denn die Maus und die Tastatur hingepackt!“ Arghl. Ich? Die hat er doch auf der Liste abgehakt. Aber offensichtlich nicht eingepackt. Er hätte sie mir doch „da auf den Tisch gelegt, wo schon die Kabel lagen“. Kabel liegen bei uns im Labor fast überall. Und Maus und Tastatur liegen da jetzt noch. Wir haben dann erstmal beides neu kaufen müssen.
Zum Glück reg ich mich über sowas ja nicht auf, aber mit unserem Spott muss er rechnen, mein Diplomand.

Unterwegs im Osten: Teil 2

Die letzten Tage war ich im Osten unterwegs um für meine Diss Messungen zu machen. Meine Hiwine und mein Diplomand waren dabei. Montag früh ging’s los und wir bretterten in 4 Stunden nach Dresden. Einchecken, Lage checken, essen und dann ab aufs Messgelände. Andere Kollegen haben schon ordentlich gearbeitet und wir haben uns dann dazugesellt und etwa 16 000 Punkte ausgemessen und angezeichnet. Das ganze auf angewittertem GFK (oder Euch vielleicht eher bekannt als Fiberglas). Einmal Arm auflegen und schon meint man, man hätte sich auf Brennnesseln gestützt, weil überall Glasfasern stecken. Schnell sind wir dazu übergegangen maximal die Handkanten anzulegen. Abends kalt abwaschen und die Welt ist wieder in Ordnung.
Nach dem Anzeichnen hatten wir ein bisschen Zeit und konnten uns in der Abenddämmerung alle Sehenswürdigkeiten Dresdens im Vorbeigehen anschauen. Mein Diplomand ist ortskundig und wusste einiges zu berichten. Allerdings war er nicht ortskundig genug, um zu vermeiden, dass wir uns auf der Suche nach der Neustadt verlaufen. Kein Orientierungssinn, der junge Mann. Irgendwann gegen elf haben wir endlich eine Kneipe gefunden, wo uns die Speisekarte zusagte. Wirklich wählerisch waren wir allerdings nicht mehr (obwohl das Essen dort dann sehr gut war). Zielstrebig setzten wir uns in im hinteren Teil der Kneipe in eine Ecke, studierten die Karte, suchten aus und konnten uns endlich entspannt zurücklehnen und die Blicke schweifen lassen. Mein Blick fiel auf die mir direkt gegenüber angebrachten Bilder. Ein halbbekleideter Jüngling, der lasziv in die Kamera schaut (davon hab ich auch ein Foto gemacht, dass ich sofort nachliefere, wenn ich’s habe). Sofort musste ich lachen und hab meine Hiwine drauf aufmerksam gemacht. Die grinste nur und meinte, sie hätte’s schon beim Reingehen kapiert. Der vordere Teil der Kneipe war nur mit Männern belegt und es ging wohl ein Raunen durch die Menge, als mein Diplomand reinkam. Spätestens der Porzellanpenis auf dem Bord hinter meines Diplomands Kopf wischte jeden Zweifel weg. Wir laufen stundenlang durch Dresden und landen am Ende in einer Schwulenkneipe. Ich fand’s lustig, meine Hiwine auch, mein Diplomand war aber schon etwas erschrocken. Wir meinten sogar Angst in seinem Gesicht erkannt zu haben. Jedenfalls traute er sich erstmal nicht aufs Klo. Als es dann dringend wurde, musste er wohl oder übel doch gehen. Wir haben uns fast weggeschmissen, als kurz nach ihm noch einer aufs Klo gegangen ist. Die nackte Panik hat ihn da wohl gepackt. Als er dann wiederkam, berichtete er, dass das Klo im Keller war. „Da hört mich ja niemand schreien!“ waren seine Worte. Ach was ein Spaß. Und was womit wir ihn die nächsten Wochen noch aufziehen werden. Im Nachhinein hat er natürlich den Coolen raushängen lassen und gemeint, er hätte damit kein Problem gehabt.
Was mir dabei aber wieder eingefallen ist: wenn so viele Heteromänner Angst vor Schwulen haben, und Männer ja wissen wie Männer ticken, wäre es dann nicht angebracht, dass Frauen auch grundsätzlich Angst vor Männern haben?

Unterwegs im Osten: Teil 1

Eben zurückgekehrt von drei Tagen Messung in Dresden. 4000 Messpunkte mit einem und 500 Messpunkte mit dem zweiten Gerät. Viel zum Auswerten und am besten alles bis vorgestern. Total platt. Ich geh schlafen.
Später mehr von meinen Erlebnissen im Osten Deutschlands