Die erste Arbeitswoche liegt nun hinter mir. Ging sehr schnell vorbei. Aber es ist ja auch alles neu. Erstmal musste ich mein altes Büro aus und mein neues einräumen. Das war ein Vergnügen bei 25 cm Schnee. Mal eben schnell rüberschieben war da nicht. Da musste schon ein Dienstwagen her. Und mit dem bin ich dann schön durch den Matsch geglitscht. Hat aber alles geklappt. Mein neues Büro ist nicht so schön wie das alte. Liegt aber daran, dass das Gebäude viel älter ist. Dafür ist der Blick schöner. Die Arbeit ist noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wenn die anderen von Austeniten reden, nicke ich immer wissend. Da wird mir dann klar, was ich alles noch lernen muss. Naja, in nem halben Jahr, wenn mein Projekt startet, hab ich das dann alles drauf 😉
Schimpft micht total hängengeblieben, aber ich kann einfach nicht aufhören zu lesen was Stephenie Meyer schreibt. Ich hab mich auch lange gewehrt. Und wem die Vampire auf den Geist gehen, der kann’s ja mal mit den Außerirdischen probieren.
Mein langer Urlaub endet. Am Montag werde ich wieder ein Teil der Arbeitswelt sein. Erstmal nur 24 Stunden pro Woche. Dafür aber gleich in einer neuen Abteilung. Da darf ich dann erstmal mein Büro ausräumen und ein neues im anderen Gebäude beziehen. Einzelbüros gibt’s da nicht. Mal sehen wie das wird sich nach 4 Jahren wieder ein Büro teilen zu müssen. Ich bin gespannt und aufgeregt. Gleiche Firma, aber doch alles anders. Der Kleine wird sich auch wundern, wenn er in Zukunft die Vormittage alleine mit Papa verbringt. Und dann steht ja auch noch meine Prüfung an. Wenn alles klappt noch dieses Semester (vor den Ferien). Da sollte ich mal anfangen zu lernen. Nur was? Muss mal die Kollegen, die’s schon hinter sich haben, befragen. Und die Party muss geplant werden. Schließlich wird man nicht so oft Frau Doktor.
Wenn irgendjemand mir sagen kann wie ich die Schrift in meiner Sidebar wieder weiß bekomme, immer her mit den Tipps.
Seit heute sind wir offiziell in Böblingen angemeldet. Gestern durfte ich schon an einer Umfrage teilnehmen, wie ich dem Zusammenschluss von Böblingen mit Sindelfingen gegenüber stehe. Von mir aus gerne, wenn die Doppelstadt sich dann wie eine Stadt und nicht mehr wie zwei Dörfer anfühlt. Und natürlich nur, wenn der neue Name der Doppelstadt Böbelfingen ist ;-). Dass hier doch alles ein bisschen kleiner ist, habe ich heute auch beim Bürgeramt gemerkt. Nix mit Nummern ziehen. Die Dame an der Rezeption drückt einem ein hübsch laminiertes Nummernkärtchen persönlich in die Hand. Wenn man dann dran ist, ruft sie die Nummer auf. Dann darf man sein Nummernkärtchen wieder abgeben und sie teilt einem die Schalternummer mit. Außerdem haben hier die Läden nur bis 20 Uhr geöffnet. Nur der große Real hat bis 22 Uhr auf und das auch erst seit Dezember. Tja, so ist das eben auf dem Dorf. Ansonsten ist und aufgefallen, dass Böblingen verdammt wenig Fußgängerampeln hat und dass die Müllentsorgung ein Desaster ist (was ja zu erwarten war). Bei Gelegenheit werde ich mal ein Foto von unseren Müllraum posten. Da sieht’s aus…
Wir sind dabei das Chaos zu lichten. Die Küche wird jeden Tag benutzbarer. Hoffe bald ist alles fertig.
Wie machen Babys das eigentlich? Da liegt der Kleine zwischen seinem ganzen pädagogisch sinnvollem und babygerechtem Spielzeug, doch wenn man zwei Sekunden nicht hinschaut, hat er mit Sicherheit was in der Hand (oder im Mund), was nicht für ihn gedacht war. Zum Beispiel ein Bällchen was die Katze durch den Schmutz gerollt und im Maul getragen hat, bevor sie es heimlich beim Baby abgelegt hat. Und warum sind grundsätzlich andere Dinge viel interessanter als das teure Spielzeug? Zum Beispiel kann sich der Kleine für knisternde Süßigkeiteneinwickelpapiere unglaublich begeistern oder für meine Haarbürste. Jetzt gerade rollt er sich mit einem KitKat-Papier in der einen und seiner Strumpfhose von gestern in der anderen Hand über den Boden. Und das schöne bunte Spielzeug bleibt unbeachtet. Tja, versteh einer die Kleinen.
Man glaubt es kaum. Wir sind ohne Fernsehen. Wir hatten uns gegen Kabelfernsehen entschieden und jetzt bekommen wir nicht mal ARD, ZDF und SWR. Einfach nur Ameisenkrieg. Jetzt können wir uns überlegen, ob wir ohne Fernsehen bleiben, doch wieder für die schlechten Privatsender bezahlen oder es mal mit DVB-T probieren. Da könnten wir dann sogar Passion empfangen. Ein Sender nur für Soaps und Telenovelas. Gruselig, oder?
Seit gestern sind wir in der neuen Wohnung. Der Umzug war anstrengend und ich hoffe, dass der nächste mal eine Weile auf sich warten lässt. Allerdings habe ich festgestellt, dass die Erinnerung an den Umzugsstress etwa nach zwei Jahren soweit verblasst sind, dass man einen neuen Umzug wagen kann. Wir haben diese Woche einen Sprinter voll Sperrmüll, Pappe und Altkleidern weggefahren. Allein das Einladen hat über zwei Stunden gedauert. Zum Ausladen bei der Mülldeponie haben wir dann noch mal eine dreiviertel Stunde gebraucht. Volle Kisten haben wir etwa 70 Stück. Getragen haben die zum Glück die Möbelpacker. Dazu dann noch die Möbel. Gerade so hat alles in den 7,5-Tonner gepasst. In der alten Wohnung liegt jetzt noch Müll, der nochmal einen Kombikofferraum gut füllen wird. Am Montag ist die Übergabe. Da wird dann vorher noch aufgeräumt und geputzt.
Gestern waren wir dann ziemlich platt vom Umzug. Fast die ganze Nacht hatten wir noch Kisten gepackt und Möbel auseinander geschraubt. Unsere neue Wohnung war noch ziemlich kalt, weil die Fußbodenheizung eine Weile braucht. Das war bei den momentanen Außentemperaturen doch etwas unangenehm. Der erste Abend in der Wohnung war dann wie erste Abende so sind. Sehr ruhig. Passenderweise hat es dann auch noch geschneit.
Heute ging es dann anstrengend weiter. Zwei Stunden war ich mit meinem Papa im IKEA. Zwei neue Unterschränke, ein Spülenunterschrank und ein paar Regalteile haben wir gekauft. Eine neue Mischbatterie für unsere Spüle haben wir auch gebraucht. Besonders spaßig war es, die 226cm langen Regalseitenteile in einem Toyota Yaris unterzubringen. Dann ging’s zum Baumarkt. Wir brauchten noch ein paar Schlauchverlängerungen und was sonst so anfällt. Den restlichen Tag haben wir dann mit Sachen umtauschen (falsche Schrankfronten bei IKEA und falsche Schläuche im Baumarkt) und Spüle anschließen verbracht. Ich hatte ja schonmal erwähnt, was es für ein Krampf ist, eine IKEA-Spüle anzuschließen. Selbst ein einer komplett neuen, leeren Küche ist es ein Krampf. Noch dazu haben wir eine IKEA-Mischbatterie gekauft und gegen unsere schöne Baumarktbatterie getauscht. Die war nämlich leider zum drucklosen Gebrauch und für die neue Wohnung nicht geeignet. Die IKEA-Batterie hat sich mit den mitgelieferten Utensilien _nicht_ anschrauben lassen. Gewackelt hat sie und wir mussten uns mit Teilen der alten Baumarktbatterie behelfen. Dann haben wir einen zweiten Unterschrank angebracht. Wenn man dann auf dem Boden liegt und unter der Spüle Schrauben befestigt, dann fragt man sich mal wieder, wer sich den Mist eigentlich ausgedacht hat. Die Spüle steht jetzt immerhin. Der Siphon tropft noch etwas, aber das sollte nach einem weiteren Baumarktbesuch am Montag behoben sein. Jetzt warten noch zwei Schränke aufs Zusammenbauen und eine Arbeitsplatte aufs Sägen. Heute geht das nicht mehr, da Hämmern und Sägen sich nicht so gut mit einem schlafenden Baby verträgt. Außerdem höre ich schon ganz laut mein Bett rufen. Bestimmt träume ich von unserer Spüle. Wir werden sehen…
Man hat ja schon so einiges über die Schwaben und ihre Kehrwoche gehört. Aber was wir bei der Übergabe unserer neuen Wohnung im Schwabenland erfahren durften toppt einfach alles. Thema Mülltrennung. Also ich finde Müll trennen ja sowieso bescheuert. Ok, Glas und Papier kann man schon extra sammeln, das kann man schließlich gut recyclen. Aber der ganze Rest wird ja eh verbrannt. In BB gibt es zwei verschiedene Müllbehälter im Haus. Papier und Restmüll. Gelben Sack oder eine Wertstofftonne gibt es nicht. Seinen Verpackungsmüll darf man schön selbst zum Wertstoffhof bringen und dort nach Alu, Hohlplastik und Folie trennen. Ja hallo? Geht’s noch? Die glauben doch nicht allen Ernstes, dass ich meinen Müll 20 Minuten durch die Gegend trage (so weit ist es zum nächsten Wertstoffhof). Wir haben nämlich kein Auto. Und das alles, weil es billiger ist. Dann hat man ja auch geringere Müllgebühren. Echt unglaublich diese Schwaben. Ich würde lieber die paar Kröten bezahlen und meine Freizeit nicht damit verbringen, Müll spazieren zu tragen. Wer’s nicht glaubt, hier kann man’s hören.