Bei der Arbeit bemühe ich mich stets eine angemessene Sprache zu verwenden, d.h. ich verzichte fast immer auf Begriffe, die eher der Jugendsprache zuzuordnen sind, auf derbe Schimpfwörter (so fluche ich stets Mist statt Ficken) oder Umschreibungen (Der spinnt wohl! statt Der hat ja wohl den Arsch offen!)und versuche stets den Genitiv richtig zu verwenden. Nicht verzichte ich dabei auf Formulierungen aus dem Dialekt, wie „das ist dem … seins“ oder das berühmte „der, wo…“ . Die sind ja in der Regel auch allgemein verständlich (zumindest hier im Süden). Hin und wieder überkommt es mich einfach und ich rede dann wie daheim. Neulich erzählte ich einem Kollege, dass ich einen voll verschickten Film gesehen habe. Damit wusste er nichts anzufangen. Auch jeden zum gleichen Wortstamm gehörenden Ausdruck, wie Schickung, das schickt mich, schickig, kannte er nicht. Und dabei ist der nur drei Jahre älter als ich und ich benutze diese Worte schon seit mehr als drei Jahren. Immerhin hat er dadurch was dazu gelernt und berichtete mir stolz, dass im Flugzeug sein Nebensitzer auch etwas verschickt fand und er, dank mir, das Wort kannte. Etwas ähnliches hatte ich letztes Jahr schon mit dem Wort verranzt erlebt. Wo krieg ich nur diese Worte her und warum kriegt sie da nicht jeder andere auch her? Bin ich so jung? Hänge ich mit den falschen Leuten rum? Ich hab keinen Blassen! Aber ich werd’s mal beobachten! Auf Jeden!
Für alle, die mir fleißig beim Thai-Rätsel geholfen habe, gibt es jetzt die Lösungen. Mit Eurer Hilfe, habe ich es sogar auf den 3. Platz geschafft. Danke dafür 🙂
Letzte Nacht habe ich was wirklich seltsames geträumt. Ich war in S unterwegs und habe da ein paar Kinofreikarten geschenkt bekommen. Da ich ja eigentlich nie abends in S bin, habe ich die Freikarten meinen Kollegen geschenkt, war dann aber plötzlich doch im Kino. Und da kam, wie immer, Werbung. Aber für was geworben wurde, war das wirklich seltsame, nämlich für marielens blog. Und ich war ganz aus dem Häuschen und sagte: „He, das kenne ich! Krass, dass das sogar in der Kinowerbung kommt.“ und nahm mir fest vor, dass unbedingt zu bloggen. Aber war eben alles doch nur geträumt.
… ist wenn man sein Handy auspackt und es genau in dem Moment klingelt, wo man es in der Hand hat. Der Anrufer ruft ohne Nummer an und legt nach zwei Sekunden auf.
In den Buchläden liegen gerade überall ganz neue Ausgaben der Philip Pullman Trilogie His Dark Materials. Neulich hatte ich eins davon in der Hand. Ich hab‘ den ersten Teil, Der goldene Kompass, vor über zehn Jahren das erste Mal gelesen und wollte wissen, warum die Bücher gerade jetzt aktuell sind. Der Klappentext hat’s mir verraten. The Golden Compass kommt Anfang Dezember in die Kinos. Das ist komplett an mir vorüber gegangen.Ich hoffe der Film ist gut. Die Bücher mag ich sehr. Nicole Kidman und Daniel Craig sind auf jeden Fall mal keine totalen Fehlbesetzungen. Das lässt ja hoffen.
Man lebt in einer Stadt, man fühlt sich wohl und lernt sie zu schätzen. Die vielen Orte, die man mit Erlebnissen verbindet, mit guten und mit schlechten. Aber wieviel ist eine Stadt dann wert? Meine Stadt ist heute 32000 Euro wert gewesen bei Günther Jauch. Die Frage war, was die Fächerstadt ist 🙂
Bestimmt zu isnochys‘ Unzufriedenheit, gibt es auch heute keinen verärgerten Beitrag über den Streik. Der hat mich nämlich ziemlich unberührt gelassen. Mein Zug heute morgen fuhr wie immer und in Stuttgart musste ich nur 10 Minuten auf eine S-Bahn warten. Ich gehörte also nicht zu den 50% der Deutschen, die, laut einer bebilderten Tageszeitung, heute zu spät bei der Arbeit sein sollten. Übrigens gehörte auch keiner meiner Kollegen zu den 50%. Als ich nachmittags nach Hause wollte, hat mir die Bahnhomepage verlässlich mitgeteilt welche S-Bahnen fahren, so dass ich dann eine aussuchen konnte, die mich pünktlich zu meinem Zug gebracht hat. Nein, sie hat mich sogar pünktlich zu dem Zug, der 25 Minuten vorher gefahren wäre, gebracht. Der war nämlich zu spät. Also war ich durch den Streik sogar noch früher zuhause als geplant. Was ich aber nicht verstanden habe: Warum warten Menschen zehn Minuten auf eine S-Bahn um dann damit eine Station zu fahren? In zehn Minuten ist man vom Hauptbahnhof bis zur Stadtmitte auch gelaufen und geregnet hat’s ja auch nicht.
Hier seht ihr, womit ich gestern in unserer Wohnung gekommen bin. Ich war abends noch eine Runde laufen. Wenn D. zuhause ist, nehm ich dann keinen Schlüssel mit und klingel, wenn ich wieder da bin. Soweit die Theorie. Gestern abend war D. in der Küche zugange als ich losging. Und da war er immer noch als ich später wieder nach Hause kam. Die Kombination von laufender Dunstabzugshaube und nicht allzu durchdringender Klingel, führten dazu, dass D. mein Klingeln nicht hörte. Eigentlich rauscht die Dunstabzugshaube etwa in der gleichen Frequenz wie die Klingel und deshalb geht die Klingel dabei unter. Ich stand also verloren vor der Tür und klingelte und klingelte, hoffend, dass D. mal kurz von der Küche zum PC läuft und mein Klingeln hört. War aber nicht so und ich durchsuchte die vier Telefonzellen gegenüber auf Münzen zum Telefonieren. Gab’s aber auch nicht. Schon blöd, wenn man völlig ohne Geld oder moderne Mittel der Kommunikation auf der Straße steht und niemand macht die Tür auf. Ich hab’s dann weiter mit Dauerklingeln versucht und schon überlegt, ob ich in der Videothek nachfragen soll, ob mich die mal telefonieren lassen. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass da gerade die fette Kuh arbeiten und die ist strunzblöd! Mein Dauerklingeln führte aber schließlich dazu, dass die Nachbarn mal über die Sprechanlage nachfragten, wer da Sturm klingele. Die haben mich dann immerhin in den Hausflur gelassen. Da stand ich dann vor unserer Tür und konnte D. drinnen mit den Töpfen klappern hören. Ich hab geklingelt und geklopft. Rufen wollte ich nicht, weil mich das so an eine Szene in einer meiner alten WGs erinnert hat, als ein besoffener Mann vor der Tür stand und rumschrie, dass seine Frau in reinlassen solle. Klingeln und Klopfen half leider nicht. Also musste eine andere Lösung her. Die fand ich dann in unserem Hof. In Form des Tannenzapfens. Den wollte ich ans Küchenfenster werfen, damit D. mal rausschaut. Ich warf und traf das Fenster in einem so seltsamen Winkel, dass der Tannenzapfen durch’s gekippte Fenster in der Küche landete. D. fragte sich, wie das passiert sein konnte und entdeckte mich endlich im Hof. Fast 20 Minuten hat die ganze Aktion gedauert. Nächstes Mal gehe ich wohl mit Schlüssel laufen oder nicht gerade dann, wenn D. kocht.