Schwimmärger

Nachdem ich ja ne längere krankheits- und stressbedingte Sportpause hatte, war ich die letzten zwei Wochen schon wieder brav beim Krafttraining. Gestern war ich dann auch das erste mal seit Langem wieder schwimmen. Seit wir vom Sonnenbad weggezogen sind, war ich nur noch zweimal und das war noch im Sommer. Gestern hatte ich dann aber richtig Lust und bin zum Hallenbad geradelt. Das Schwimmen war toll, aber leider war mal wieder Rentnerslalom angesagt. Wobei ich als Rentner alle die bezeichne, die für einen Kilometer länger als, mh sagen wir 37 Minuten brauchen (Ich denke, dass ist ne faire Zeit, das ist nämlich etwa 10 Minuten länger als ich nach einem halben Jahr Schwimmpause brauche). Und für genau diese Leute hätte ich gerne eine extra abgetrennte Bahn, wo sie in aller Seelenruhe rumpaddeln können ohne permanent im Weg zu sein. Immer verhasst sind die Hausfrauen. Zwei (oder mehr) Hausfrauen treffen sich einmal die Woche zum „Sport“. Wenn man sie fragt, wie weit sie schwimmen, können sie’s nicht sagen. „Ach, wir schwimmen halt immer ne halbe Stunde.“ Dazu zählt aber die komplette Zeit, die sie im Wasser verbringen. Ein paar Bahnen langsam nebeneinander herpaddeln und den neuesten Tratsch austauschen und dann noch genug Pausen am Beckenrand einlegen und schon ist die halbe Stunde rum und genug Sport getrieben. Vielleicht sollte ich die mal drauf hinweisen, dass es kein Sport ist, wenn’s nicht anstrengend ist? Also nicht, dass ich was gegen Schwätzen beim Schwimmen hätte, das mach ich auch, aber selbst dann schwimmen wir den Kilometer noch knapp unter ner halben Stunde.
Gestern waren dann auch noch drei Männer unterschiedlichen Alters, die in einer Reihe langsam nebeneinander her paddelten. Ausweichen wollten die nicht, was ziemlich nervig war. Zwei von denen hatten auch noch Schwimmbrillen auf. Der eine trug die fesch auf der Stirn, ganz nach dem Motto „eigentlich schwimm ich ja immer richtig schnell und sportlich, hab hier gerade nur meine zwei Kumpels getroffen und unterhalte mich mit denen“. Der andere hat die Brille immer aufgesetzt. Klar, sicher ist sicher, könnte ja sein, dass einem einer von diesen schnellschwimmenden Rabauken beim Überholmanöver Wasser in die Augen spritzt.
Zusammengefasst: Ich wünsche mir im Schwimmbad extra Bahnen für Langsamschwimmer!

Zuggespräche

Manchmal kriegt man im Zug Gespräche mit und kann einfach nicht weghören. Meistens finde ich das nervig, weil mich das vom Schlafen abhält. So auch gestern, als hinter mir drei oder vier Tussen Weiber Mädels ihre Beziehungsprobleme wälzten. Die eine ist von ihren Freund gerade ohne eine Erklärung sitzen gelassen worden. Erst erzählt er ihr noch, dass er sie liebt und plötzlich meldet er sich nicht mehr. Volle drei Wochen. Sie hat alles probiert ihn zu erreichen: voice mail, sms, einfach alles. Und der rührt sich nicht. Fast hätte ich mich umgedreht und sie gefragt, warum sie nicht einfach mal hingefahren ist und geklingelt hat. Das fällt dann wohl nicht mehr unter „alles probiert“. Jedenfalls hat sie nach drei Wochen Leiden eine finale sms geschickt, dass sie’s jetzt kapiert hätte, dass er kein Interesse mehr hat. Allerdings wünsche sie sich eine Erklärung, damit sie nicht weiter im Ungewissen ist. Auf die hat er dann auch geantwortet, sich entschuldigt, dass es ihr schlecht geht und sie gebeten ihn aus ihrem Hirn/Herz/wasauchimmer zu löschen. Ende der Geschichte.
Die Nebensitzerin hatte aber auch einiges zu berichten. Da ich zwischendrin einen Teil verpasst hatte, weiß ich nicht, ob es um ihren Freund ging oder nur um einen, den sie gerne zum Freund hätte. Auf jeden Fall hat sie die volle Zickennummer geschoben. Er hatte ihren Geburtstag vergessen, sie war angepisst, aber statt zu sagen „He, da war ich traurig.“ zickt sie rum, bis sie schließlich rausrückt, dass sie sich über seine Glückwünsche eben besonders gefreut hätte. Was macht er? Er reicht ihr die Hand, um ihr alles Gute nachträglich zu wünschen. Das war ihr dann auch nicht recht und sie zickte lieber weiter, er solle doch einfach zugeben, dass er’s vergessen hat. Hat er dann auch gemacht, aber sie war immer noch sauer. Nächste Szene: sie sind zum Mittagessen verabredet. Sie brezelt sich auf, er verliert kein Wort darüber. Sie ist also schon wieder leicht angesäuert und dann kommt auch noch eine seiner Kolleginnen vorbei, die er herzlich begrüßt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann seine vorgeschobene Erkältung um einem Abschiedskuss zu entgehen. Tja, arme Frau, vielleicht hat der Kerl einfach kein Interesse oder wollte nur mal mit ihr ins Bett? Herrlich waren dann die Ratschläge ihrer Nebensitzerin (also die, die von ihrem Freund verlassen wurde). „Ich glaube Du setzt ihn zu sehr unter Druck. Du darfst Dich nicht immer ständig melden und ihm hinterherlaufen, dann kommt er schon von selbst. Männer sind so.“ Soso, Männer sind also „so“. Hat sie bestimmt vom Beziehungsberater Mario Barth. Jedenfalls riet sie ihr ab, für den nächsten morgen ein Frühstück für den Angebeten vorzubereiten. Ehrlich gesagt glaube ich, für ein Frühstück ohne Übernachtung ist der Kerl ohnehin nicht zu begeistern.
Mir gingen die Mädels schon nach ’ner knappen Stunde im Zug auf die Nerven. Da kann ich die Männer schon verstehen.

Weltsicht

Gerade hat mir Pro7 wieder was beigebracht. Da wird nämlich der beste Mentalist der Welt gesucht. Ausgewählt werden kann zwischen Deutschland, Israel, Holland und den USA. Das sind also die einzigen vier Länder, die es auf der Welt gibt. Hach, für was hab‘ ich eigentlich jahrelang Erdkunde in der Schule gehabt, wenn es doch so einfach ist.

Gestern auf meinem mp3-Player

Beim Sport höre ich eigentlich immer Musik. Ansonsten nutze ich meinen mp3-Player nur sehr selten mal um im Zug Musik zu hören. Vor ein paar Wochen habe ich die Musik auf meinem Player teilweise ausgetauscht, ein paar Sachen runtergeworfen und ein paar neue draufgespielt. Man muss dazu sagen, dass mein mp3-Player nicht mehr der neueste ist und gerade mal einen Speicherplatz von 768 MB hat, ich also nicht permanent meine Musiksammlung mit mir rumtrage, sondern immer genau nach Stimmung und momentanen Vorlieben die Musik aussuchen muss. Da ich in den letzten Wochen urlaubs-, krankheits- und stressbedingt nicht oft beim Sport war, habe ich die neue Zusammenstellung gestern das erste mal ausgiebiger genießen können. Und da hörte ich plötzlich vertraute und doch fast vergessene Töne. Im ersten Moment konnte ich den Song nicht mal einordnen. Es war Garbage – The trick is to keep breathing. Und der ist jetzt gleich mal auf die Top500-Liste gewandert. Wie er allerdings auf meinem mp3-Player gelandet ist, kann ich mir nicht erklären. Ich muss ihn wohl draufgeschoben haben…

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Trinken schlaue Menschen mehr?

Eben bei web.de las ich, dass Alkohol trinken schlau macht.

„In der Studie zeigte sich, dass Männer, die regelmäßig, aber moderat Alkohol trinken, durchschnittlich einen 3,3 Punkte höheren Intelligenzquotienten haben als Männer, die keinen Alkohol trinken.“

Vielleicht ist es aber auch andersrum. Vielleicht trinken intelligentere Menschen mehr Alkohol, weil sie mehr nachdenken, mehr verstehen und deshalb öfter das Bedürfnis haben sich zu betäuben. Genau wie „Silke Bischoff“ mir heute morgen ins Ohr sangen:

Life is easy
If you don’t care about the future
And it’s easy to smile
If you don’t care about the truth

Wetten…

Da schaut man einmal nicht Wetten Dass..? (ok, in Wirklichkeit schau ich nie „Wetten Dass“!) und prompt wird jemand aus Pfohren Wettkönig.

(YouTubeLink)
Ihr Ortskundigen, kennt ihr jemanden davon? Mir sind alle unbekannt, aber in der Pfohremer Dorfgemeinschaft kenne ich mich auch nicht so gut aus.

Leiser Protest

Seltsame Stimmung war im Stadion. Nachdem Rolf Dohmen seine Meinung zu den Vorkommnissen in Stuttgart kund getan hatte, war heute dem Capo das Betreten des Podestes vor dem D1 verboten. Wer dennoch das Podest erklimmen hätte wollen, wäre mit Stadionverbot bestraft worden. Als Konsequenz blieb dann heute der L-Block still und leer, die Ultras blieben draußen. Auch im D1 waren große Lücken. Wie das dann so ist, wenn keiner vorsingt, hat man dann gemerkt. Hin und wieder wurden Gesänge von irgendwo initiiert und breiteten sich im Block aus. Allerdings ließ die Kreativität der Liederauswahl zu wünschen übrig (und genaugenommen gäbe es ohne die Ultras keines der Lieder), es wurden in unterschiedlichen Ecken unterschiedliche Lieder gesungen oder versetzt angefangen. Und weil keiner sich dran hält, dass man ein Lied immer zu Ende singt, war das alles ein bisschen kläglich.
Herr Dohmen hoffte auf die Solidarität der Fans. Meine hatte er nicht, was er nämlich gesagt hatte, war einfach nur lächerlich:

„Uns erreichen immer mehr Zuschriften von Eltern, deren Kinder auf der Gegengerade stehen. Sie beklagen sich über derbe Schmährufe, die immer wieder angezettelt werden. Das möchten wir nicht.“

Warum lassen die Eltern ihre Kinder überhaupt auf der Gegengerade stehen? Manchmal stehen da Ein-Meter-Stöpsel rum und da frage ich mich wirklich, ob die nicht besser in einem Block aufgehoben wären, wo man nicht mit Bier geduscht und beim Pogo umgerannt wird. Wenn also Eltern ihre Kinder dort stehen lassen, dann sollen sie sich nicht wundern, wenn ihre Kinder da Schaden irgendwelcher Art nehmen. Die älteren Kinder, die es dann schon in größerer Zahl gibt, also die Teenager, die hören bestimmt jeden Tag in der Schule schlimmere Schimpfwörter als „Arschloch“ und „Schwanzlutscher“. Außerdem gab es heute nicht weniger Schmähgesänge zu hören als sonst. Im Gegenteil, wurde das „Stuttgarter Arschlöcher“ aus Mangel an Kreativität sogar öfter angestimmt als sonst.
Desweiteren war von Dohmen zu hören:

„Das sind einige wenige Deppen unter vielen und die haben bei uns im Stadion nichts zu suchen.“

Achso, Herr Dohmen, die haben da also nichts zu suchen? Erstaunlicherweise war es aber für den Verein kein Problem ein Benefiz-Pokerturnier einer Ultragruppierung, die sich Football-Crime nennt, tatkräftig zu unterstützen. Bevor hier also Kollektiv-Strafen an alle Fans verteilt werden, sollte nicht vergessen werden, dass die Karlsruher Ultras dafür verantwortlich sind, dass im Stadion eine ligaweit bekannt gute Stimmung herrscht und dass die Supporters Karlsruhe als Dachverband der Fans eine vorbildliche Arbeit leisten. Oder soll hier vielleicht alles nur zum Anlass genommen werden, das Stadion von billigen Stehplatzfans zu befreien?
Schön war allerdings, dass die Spieler, obwohl es ihnen untersagt worden war, nach dem Spiel zur Gegengerade kamen um zu jubeln. Die Rolle des Vorsängers übernahm Christian Eichner, dem vergangene Woche die Zeitung mit den vier Buchstaben die Schlagzeile „Erster Bundesliga-Profi verklagt eigene Fans“ widmete. Falsch dargestellt, wie immer. Ein Statement war das dann wohl auf dem Zaun. Bleibt nur die Frage offen: Kriegt Christian Eichner jetzt Stadionverbot, und wenn, wie lange fällt er dann aus?

Schön zu hören

Heute gibt’s mal wieder was auf die Ohren. Es geht um bemerkenswerte Stimmen, also Stimmen, die man (oder in dem Fall ich) jederzeit spätestens beim dritten Takt erkennen würde, weil sie so einzigartig sind. Klar ist jede Stimme einzigartig, aber im DSDS-Einheitbrei ist doch so einiges austauschbar. Es geht also um Stimmen, die irgendwie anders sind oder den Stil ihrer Band ausmachen. Das ganze ist natürlich auch geprägt von meinem eigenen Musikgeschmack. Erstaunlicherweise sind die einzigartigsten Stimmen meistens nicht mal besonders tolle Singstimmen.

10. Axel Kurth, Ex-Sänger und Gitarrist von WIZO
Irgendwie klingt seine Stimme ein bisschen wie die eines Jungen, der bei einem Fussballspiel zuviel gegrölt hat. Jung und trotzdem heiser. Er klingt nicht nach den üblichen versoffenen Punkstimmen, sonder irgendwie unschuldig, was der Musik zusammen und den Texten Ironie verleiht.

9. Kim Frank, Ex-Sänger von Echt
Echt habe ich zwar nie wirklich gehört. Die sind früher von der Bravo so gehypt worden, wer will da schon in den Teeniefanhaufen geworfen werden. Dabei war die Musik überhaupt nicht so schlecht und vor allem die ungewöhnliche Stimme von Kim Frank hat der Band ein Gesicht gegeben.

8. Skin, Ex-Sängerin von Skunk Anasie
Es gibt auch Frauen mit ungewöhnlichen Stimmen. Skin klingt irgendwie immer ein bisschen heiser, trotzdem kann sie ihrer Stimme Sanftheit geben. Einmalig.

7. Brian Molko, Sänger von Placebo
Als ich das erste Mal Placebo gehört habe, wusste ich nicht, ob da eine Frau mit tiefer Stimme oder ein Mann mit hoher Stimme singt. Tatsächlich singt Brian so hoch, dass Placebo angeblich sogar ihre Gitarren höher stimmen. Allerdings klingt er auch nicht wie ein klassischer Tenor, sondern hat einfach eine hinreißend unverwechselbare Stimme.

6. Billy Corgan, Sänger von Smashing Pumpkins
Der Kerl singt so durch die Nase, dass man sich wundert, wie da überhaupt Töne rauskommen können. Aber sie kommen raus und machen die Smashing Pumpkins zu einer Band, die man sofort wiedererkennt.

5. Peter Brugger, Sänger von Sportfreunde Stiller
Ok, das ist vielleicht subjektiv, weil die Sportfreunde bei mir hoch und runter laufen, aber ich finde Peters Stimme tatsächlich unverwechselbar und deshalb bemerkenswert. Sie klingt so rein und kindlich. Er versucht nicht irgendwie schön zu singen, Soul in die Stimme zu legen oder irgendetwas anderes zu machen, was heute so angesagt ist. Er singt einfach, trifft dabei sogar die Töne, aber eigentlich steht der Text im Mittelpunkt (und da meine ich nicht den (nö, dazu gibt’s heute kein Adjetkiv) WM-Song). Und genau deshalb klingt die Musik ehrlich.

4. Judith Holofernes, Sängerin von Wir sind Helden
Die Judith könnte wahrscheinlich auch niemanden an die Wand singen. Bei P*pst*rs wäre sie wahrscheinlich sofort rausgeflogen. Eigentlich hat sie nämlich ein dünnes Stimmchen und auch styling-technisch entspricht sie nicht dem, was uns aus den USA geboten wird. Allerdings weiß sie mit ihrer Stimme umzugehen und kann unglaublich gut in deutscher Sprache texten. Ihre Art zu singen und Worte zu formen ist unverwechselbar.

3. Manu Chao
Neulich beim Quiztaxi haben tatsächlich die Kandidaten Manu Chao nicht gekannt, dabei hat der doch so eine unverwechselbare Stimme. Eigentlich dachte ich auch immer, jeder kennt Manu Chao, aber wahrscheinlich überschätze ich da die Durchschnittsdeutschen und Manu Chao gehört eher zur Intellektuellen-Mucke.

2. Herbert Grönemeyer
Dazu gibt’s wohl nicht viel zu sagen, einzigarte Stimme. Niemand presst die Worte so raus wie Grönemeyer und schafft es doch viele Leute mit seinen Lieder zu berühren. Ich kann mich erinnern, was Justin Timberlake damals bei „Wetten Dass“ für große Augen gemacht hat, als er in einem Konzertmitschnitt gesehen hat, wie der neben im sitzende, ihm unbekannte ältere Mann riesige Fussballstadien füllt.

1. Peter Heppner, Sänger von Wolfsheim
Peter Heppner hat weder ein großes Stimmvolumen noch einen großen Tonumfang. Wahrscheinlich hätte ihm niemand, der sich auskennt zu einer Gesangskarriere geraten und was der B*hlen dazu gesagt hätte, will ich mir gar nicht ausmalen. Und doch hat seine Stimme etwas besonderes. Der Klang ist einzigartig, klingt irgendwie als hätte er gerade einen Schnupfenanfall mit Nasenspray behandelt. Er hat schon mit zahlreichen anderen Künstlern zusammengearbeitet und immer macht seine Stimme das Stück zu etwas besonderem. Hätte Die Flut auch ohne Heppner funktioniert? Ich denke nicht. Gerade das Zusammenspiel der tiefen männlichen Stimme Witts mit der fast kindlich reinen Stimme Heppners, macht den Song aus. Da verzeiht man Heppner auch, dass er wohl den übelsten deutschen Akzent hat, wenn er englisch singt.

Nachdem ich das jetzt geschrieben habe, sind mir natürlich noch ein Haufen anderer außergewöhnlicher Stimmen mit Wiedererkennungswert eingefallen, z.B. Alexander Veljanov und Eric Fish. Überhaupt ist die Liste hier sehr voll von jugendlich klingenden Männern. Naja, macht ja nichts, ist ja alles subjektiv und vielleicht mache ich ja nochmal ne Top Ten mit tiefen männlichen Stimmen.

Kinderstube

Beim Stefko gibt’s was über Fussball, Arschlöcher und Kinderstube zu lesen. Breites Grinsen ist erlaubt.

Mein Mentalist

Wenn man schon eine Weile zusammenlebt, dann kennt man sich doch ganz gut. Oft kommt es vor, dass dann einer das sagt, was der andere gerade gedacht hat. Aber wenn dann langsam D.s Gehirn anfängt, die gleichen verqueren Wege zu nehmen wie meins, wird’s unheimlich.
Gestern Abend Nacht, als ich mich von den ersten Kapiteln meiner Diss lösen konnte und endlich die verdienten fünf Stunden Schlaf abholen wollte, unterbrach D. wie jeden Abend seine PC-Tätigkeiten und wir führten noch ein Gute-Nacht-Gespräch. Über was wir gerade geredet hatten, als sich folgende Szene abspielte, weiß ich nicht mehr, jedenfalls hatte es weder was mit dem Kosovo noch mit irgendeinem Krieg zu tun. Auf verschlungenen Wegen gelangte mein Gehirn wieder zu einer Amazon-Bestellung, die ich gestern gemacht hatte.

Ich: „Ich hab übrigens heute ein Buch bestellt bei Amazon.“
D.: „Was denn für eins? Etwa den Elsässer?
Ich (verblüfft): „Ja, genau den. Äh, woher hast Du das gewusst?“
D.: „Keine Ahnung, ich bin halt ein Mentalist!“

Man muss dazu sagen, dass wir nie vorher über dieses Buch gesprochen hatten und auf meiner Liste ein ganzer Haufen Bücher steht, die ich gerne lesen und besitzen möchte.