Archive for Januar, 2023

Mein Lesejahr 2022

2022 habe ich meine Leseziel von 30 Büchern geschafft. Insgesamt waren es am Ende 36 Bücher, die ich im Schnitt mit 3.7 Sternen bewertet habe. 7 Bücher davon habe ich im Rahmen eines Buchclubs gelesen, den ich mit zwei Schulfreundinnen während Corona gegründet habe. Diese Bücher habe ich im Schnitt mit drei Sternen bewertet. Zwei Bücher waren Graphic Novels (Heartstopper), die ich so schnell gelesen habe, dass ich sie eigentlich nicht in die Liste aufnehmen wollte, weil zählt das, wenn man ein Buch in zwei Stunden durch hat?

Am besten gefallen (5 Sterne) haben mir folgende Bücher:

  • Benedict Wells Hard Land
  • Celeste Ng Little Fires Everywhere
  • Ewald Arenz Der große Sommer
  • Patrick Rothfuss The wise man’s fear
  • Brandon Sanderson The Way of Kings und Words of Radiance

Meine Vorlieben liegen also sehr deutlich auf Fantasy und Coming of Age.

Am längsten habe ich mich aufgrund der großen Seitenanzahl (über 4000 Seiten) mit den Büchern von Brandon Sanderson beschäftigt. The Way of Kings ist das erste Buch aus dem Stormlight Archive. Ich hatte es schon seit Weihnachten hier stehen und erst lange nicht angefangen, weil 1300 Seiten und das Cover nicht so verlockend waren. Der Einstieg braucht ein bisschen, aber dann ist es einfach ein grandioses Leseerlebnis. Brandon Sanderson hat ein komplexe Welt geschaffen und geht so umsichtig mit den Hauptpersonen um. Epische Fantasy geht auch ohne Gewaltexzesse! Das zweite Buch (Words of Radiance) ist sogar noch besser! Der dritte Teil war dann nicht ganz so gut wie der zweite, aber das ist auch wirklich schwierig. Der vierte Band liegt jetzt hier und ich freue mich schon aufs Lesen. Zwischen den Hauptbüchern gibt es noch kurze Zwischenbücher, von denen ich eins gelesen habe. Das zweite liegt ebenfalls hier. Ein bisschen witzig war, dass ich Band 1 angefangen hatte und dann zwei Wochen mit Corona flach lag und viel Zeit zum Lesen hatte. Dann habe ich den zweiten Band angefangen und wieder Corona erwischt. Habe mich dann fast nicht getraut Band 3 anzufangen, aber den konnte ich ohne Corona lesen.

Ebenfalls ein großer Lesespaß sind Patrick Rothfuss‘ Kingkiller Chronicles. Teil 1 (The name of the wind) habe ich bereits 2021 gelesen, Teil 2 dann 2022. Teil 3 lässt leider seit 10 Jahren auf sich warten. Ein Elend mit diesen Autoren, die einfach nicht zum Ende kommen. Bemerkenswert ist, dass der Hauptteil der Geschichte linear (keine Rückblenden und Perspektivenwechsel) und aus Ich-Perspektive geschrieben ist und an keiner Stelle langweilig wird. Das ist echt super schwierig so zu schreiben. Ich hoffe sehr, dass er das dritte Buch irgendwann veröffentlicht.

Für die Coming of Age Fans kann ich Hard Land und Der große Sommer empfehlen. Außerdem habe ich die Vorgeschichte von We were liars gelesen, die auch gut war aber irgendwie auch überflüssig.

Hier ist der Rest der gelesenen Bücher.

Tagebuchbloggen 01/23

Es ist der erste Tagebuchfünfte im neuen Jahr! Frau Brüllen fragt auch dieses Jahr einmal im Monat, was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Mein Wecker klingelt um 6 Uhr. Ziemlich früh für Urlaub, aber wir haben einen Ausflug geplant. Ich habe für mich und die Kinder ein Zugticket nach München gebucht (Sparpreis, BC25 und Kinder unter 14 kostenlos). Um 7 Uhr müssen wir los. 6:30 Uhr wecke ich die Kinder und belege ein paar Brötchen. Ich habe mit den Kindern besprochen, dass jeder seinen Kram selbst im Rucksack trägt, weil ich nicht der Packesel sein möchte.

Um 7:25 Uhr steigen wir in die S-Bahn. Am Hauptbahnhof muss man wegen der Baustelle immer noch weit laufen. Die Unterführung wird von den Obdachlosen offensichtlich als Toilette verwendet. Nicht so lecker. Um 8:14 Uhr fährt unser Zug los. Weil noch Ferien sind ist nicht viel los.

Um halb elf sind wir in München und machen uns auf den Weg zum deutschen Museum. Wir staunen über die lange Schlange vor dem Eingang. Ich hatte im Voraus ein Online-Ticket gebucht und es hieß man könne dann direkt rein. Ist tatsächlich so. Wir laufen also an der 100 m langen Schlange vorbei, schließen unsere Sachen ein und gehen rein.

Ich war vor über 25 Jahren zuletzt im deutschen Museum und habe keine Erinnerung daran. Wir haben keine Plan gemacht und entscheiden spontan was wir sehen wollen. Wir starten bei der historischen Luftfahrt, sind lange bei der Optik und bei der Atomphysik. Als nächstes geht es zur Robotik, zum Wasserbau und zur Modelleisenbahn. Sohn1 hat irgendwann genug und setzt sich in der Luftfahrt hin und wartet auf uns. Die anderen beiden vergnügen sich eine Weile in der Kinderwelt und wollen dann noch zu den Musikinstrumenten, zu Codes und zur Sternwarte. Anschließend haben wir alle einen leeren Magen und einen vollen Kopf. Wir verlassen das Museum kurz vor 15 Uhr. Dreieinhalb Stunden waren wir drin. Es war relativ voll und beim Rausgehen sehen wir, dass es für den heutigen Tag keine Karten mehr gibt. Trotzdem verteilen sich die Leute ganz gut und man kann immer irgendwas selbst machen ohne zu warten.

Draußen ist es in München deutlich kälter als in Stuttgart. Die Kinder möchten Fast Food. Wir fahren ein Stück mit der S-Bahn und landen nach Sohn1s Wunsch bei KFC. Die Kinder essen Hühnchen, ich esse Krautsalat mit Pommes, da ich auswärts seit langem kein Fleisch esse.

Anschließend haben wir noch Zeit und laufen durch die Fußgängerzone. Das kennen die Dorfkinder ja nicht. Die kennen nur die modernen Einkaufszentren, die es auch bei uns in der Kleinstadt gibt. Erst sind wir eine Weile bei Saturn, weil Sohn3 seine Kopfhörer vergessen hat und er so nicht YouTube schauen kann im Zug. Sohn1 referiert über Gaming Notebooks, da unser knapp zwei Jahre altes Notebook (fürs Homeschooling beschafft) gerade schlapp macht. Anschließend schauen wir bei Deichmann nach Schuhen und zum Abschluss gehen wir noch in den Legoshop.

Um 18:47 Uhr fährt unser Zug zurück. Ich habe fast 20.000 Schritte auf der Uhr und wir sind alle ordentlich platt. Im Zug essen wir noch die restlichen Snacks, die wir dabei hatten. Um Viertel vor zehn sind wir zuhause. D. hat Käsespätzle gemacht, so dass wir doch noch was vernünftiges essen bevor es ins Bett geht.

Meine Beine sind sehr müde und außer auf dem Sofa liegen will ich nichts mehr machen. Ich schicke Sohn3 ins Bett. Die anderen beiden gehen irgendwann selbständig ins Bett. D. und ich schauen noch die letzte Folge Star Trek Discovery, bevor ich mich auch ins Bett verabschiede. Morgen habe ich außer rumgammeln eigentlich nichts geplant.