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Unser bisheriges Gartenjahr

Das Gartenjahr schien ja ein ganz schlechtes zu werden. Der Winter bis Ende Mai hat nur den Schnecken wirklich gefallen. Vieles was wir gesät haben, ist nicht gekommen. Die Schnecken, der Regen und der nach den Schnecken zweitgrößte Schädling in unserem Nutzgarten, der Schlökerich, haben gemeinschaftlich mehrere Kürbispflanzen (vier oder fünf?), Tomatenpflanzen und Kräuter (Basilikum, Petersilie) vernichtet. Auch unserer neue Lupine fanden die Schnecken ganz lecker. D. ist unter die Schneckentöter gegangen und killt jeden Abend tapfer einen kleinen Schneckenberg. Trotzdem streuen wir inzwischen Schneckenkorn um unsere Zucchini, die Gurke und die letzte, noch nicht gesetzte, Kürbispflanze zu schützen.

Allerdings sind auch einige Dinge ganz gut gewachsen. Die Himbeersträucher wuchern (ich hoffe da kommen auch viele Beeren), den Salat im Frühbeet lassen die Schnecken in Ruhe und auf ca. drei Quadratmetern tragen unsere Erdbeerpflanzen ordentlich Beeren. Die ganze letzte Woche konnten wir jeden Tag zwischen 200 und 300 Gramm Erdbeeren ernten. Die haben wir bisher alle so oder als Quark verputzt und haben immer welche im Kühlschrank. Morgens mach ich mir welche ins Müsli und die Kinder essen sie am liebsten frisch abgepflückt gleich im Garten (inklusive Erde und Schneckenschleim). Ein paar sind auch den Schnecken zum Opfer gefallen. Was soll man machen, so ist es eben.

Die Rhabarbersaison ist ja schon zuende gegangen. Der Rhabarber war dieses Jahr seltsam, aber reichlich. Mehrmals hat er geblüht. Die Blüten haben wir gleich rausgebrochen, trotzdem sind nicht überall Blätter nachgewachsen. Dafür kamen wohl neue Knollen dazu. Jedenfalls hatten wir ein Menge ganz dünner und junger Stangen. Seit der Rhabarber reif war, haben wir regelmäßig geerntet. Es gab Crumble, Kuchen und Kompott. Da uns der Rhabarber nach dem zweiten Kompott von jetzt auf gleich über war, habe ich am Wochenende die letzte Ernte (1300 g) zu Marmelade verkocht. Wenn wir sie nicht essen wollen, nimmt sie bestimmt mein Vater. Der steht auf Rhabarber.

Der Holunder hat sich endlich entschlossen zu blühen. Nachdem wir letzten Jahr im Herbst keine Beeren hatten, wollte ich diesmal mehr Holunderblütengelee kochen. Da ich aber doch noch Hoffnung auf Beeren habe, habe ich wieder nur eineinviertel Liter gekocht. Wir werden sehen was der Herbst bringt.

Jetzt warten wir, was aus unseren Tomaten wird und ob wir dieses Jahr mehr als 10 Johannisbeeren ernten können. Ich würde gerne noch Erdbeerenpflücken gehen (das Bio-Selbstpflückfeld in unserer Nähe ist erst seit Sonntag geöffnet und dummerweise auch nur vormittags) und Marmelade machen. Außerdem würde ich dieses Jahr gerne Heidelbeeren im Wald pflücken gehen. Weiß jemand wo welche wachsen und wann die reif sind?

Achja, und meine Geburtstagsrose vom letzten Jahr blüht 🙂

Plötzlich ist Frühling

Ich hab ja kaum noch dran geglaubt, aber plötzlich ist er da, der Frühling. Und wir haben die ersten warmen Tage wirklich genossen. Am Freitag nachmittag waren die Jungs schon im Garten, obwohl es noch gar nicht so warm war. Der Herr Gartenhein baggerte im Sand, der Schlökerich planschte im Brackwasser in der anderen Hälfte der Sandmuschel. Da war er ziemlich schnell nass, weswegen ich ihm nach dem Umziehen Buddelhose und Regenjacke anzog. Als ich dann mal kurz drinnen war, erwartete er mich beim Wiedernachdraußenkommen im Brackwasser sitzend. Gefühlte Minuten lief das Wasser aus seiner Buddelhose, als ich ihn rausgehoben hatte. So wasserdicht sind die dann doch nicht. Für das nasse Kind gab es dann eine außerplanmäßige Dusche.

Am Samstag hatten wir erstmal das übliche Programm mit Wertstoffhof (das Böbelfinger Müllsystem…) und einkaufen hinter uns gebracht. Mit dabei waren 50 kg neuer Sand für die Kinder. Der wurde zuhause dann gleich eingefüllt und bespielt. Das Wasser aus der zweiten Sandmuschelhälfte haben wir vorsichtshalber ausgeleert, damit ich nicht schon wieder ein komplett nasses Kind umziehen muss. Die Nachbarn haben einen neuen Zaun gezogen, was der Herr Gartenhein sehr spannend fand und sich fast die ganze Zeit im Nachbargarten aufhielt. Da im Garten erstaunlicherweise das erste was wächst das Unkraut ist, hab ich hier und da ein bisschen was rausgezupft und abgeschnitten. Zwischendurch sind der Herr Gartenhein und ich ein bisschen mit seinem Fahrrad neuen Fahrrad rausgegangen. Fahren üben. Ich musste noch festhalten, aber ich glaube er könnte es. Er muss allerdings noch ein bisschen die Koordination von Treten und Bremsen lernen. Aber für den ersten Versuch war es wirklich gut. Und so ging der Samstag dann irgendwie zu Ende.

Am Sonntag sah das Wetter auch wieder ganz gut aus. Der Vormittag war ruhig. Während der Schlökerich mit dem Papa noch ein Vormittagsschläfchen machte, backte ich einen Himbeerschmandkuchen, und säte Tomaten und Kürbisse zum Vorziehen in Töpfchen. Dann vergnügten sich die Jungs auf der Terrasse. Des Schlökerichs neuestes Spiel war „Abhauen in den Nachbargarten“. Alle Absperrversuche konnten ihn nicht hindern. Erst eine Schüssel Wasser zum Planschen hielt ihn auf der Terrasse. Ich wurstelte ein bisschen im Garten, säte Pflücksalat, Basilikum, Schnittlauch und das Päckchen „Bienenweide“, das irgendwann in unserer Biokiste war. Bettwäsche habe ich auch gleich gewaschen, wenn das Wetter schon mal so toll ist. (Ich hoffe die Nachbarn sind nicht so fromm: erst Gartenarbeit und dann auch noch Wäsche waschen am heiligen Sonntag?!). Statt Mittagessen gab es Kuchen und danach packten wir die Jungs ein und fuhren ins Nachbarkaff zum Schafschurfest. Der Herr Gartenhein war hellauf begeistert von der Veranstaltung. Geduldig hat er zwanzig Minuten gewartet bis die Scherer ihre Pause beendet hatten. Das Scheren selbst war dann nicht so spannend. Sieht ja auch nicht viel anders aus, als wenn der Papa mit dem Langhaarschneider seine Haare schneidet. Aber es gab noch anderes: Oldtimer-Traktoren zum Draufsitzen, Bauernhofeis (leider schon ausverkauft), eine Burg aus Strohballen und ganz frisch geborene Lämmchen. Genau richtig für den Herr Gartenhein. Wir konnten auf der Bank sitzen und ihm beim Toben zuschauen. Der Schlökerich hat sich sogar irgendwann entschlossen noch ein Nickerchen auf Papas Rücken einzulegen. Zuhause durften die Jungs noch in die Wanne (Stroh bis in die Unterhose!) und D. hat leckeres Abendessen gekocht. Und weil das alles doch recht anstrengend war, bin ich auch ziemlich schnell auf dem Sofa bei „The Frighteners“ eingeschlafen, obwohl der gar nicht so schlecht angefangen hat. Und so war es, unser erstes Frühlingswochenende.

Das einzig Dumme daran, dass der Frühling sich doch noch entschieden hat, nicht gleich wieder in Herbst und Winter überzugehen, ist, dass ich mir nun doch noch Sommerreifen kaufen muss.

Media Monday #90

Heute ist auch bei mir wieder Media Monday.

1. Christian Bale gefiel mir am besten in The Machinist, wobei das echt schwierig ist, weil er (abgesehen von Corellis Mandoline) eigentlich überall sehr gut ist.

2. David Fincher hat mit Fight Club seine beste Regiearbeit abgelegt, weil eben!

3. Scarlett Johansson gefiel mir am besten in Lost in Translation.

4. Der irische Film ist mir weitgehend unbekannt, wobei ich Ondine jedem nur wärmstens empfehlen kann.

5. Vom deutschen Film würde ich mir in den nächsten Jahren wünschen, dass er ein bisschen weniger klamaukig daher kommt.

6. Autoverfolgungsjagden langweilen mich unendlich.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist Das Schwein von Gaza und der war sehr gut.

So, heute bin ich auch mal wieder dabei, bei der Tagebuchblogwoche von Frau Brüllen.

Der Samstag startet für mich um 7:10 als der Herr Gartenhein wach ist und mich ruft. Zusammen gehen wir nach unten, wo ich erst mal die Spülmaschine einräume. Abends hat dazu bei uns niemand richtig Lust. Unter der Woche räumt D. die Maschine abends noch ein, damit ich morgens eine aufgeräumte Küche vorfinde. Am Wochenende stört es mich nicht, das morgens zu machen. Dann will der Herr Gartenhein ein Puzzle machen. Wir puzzeln Lightning McQueen und den alten Abschlepper (81 Teile sind für einen Dreijährigen dann doch noch etwas viel) aus Cars. Dann will er seine Grüffelovesperbox auspacken und erklärt mir, die wäre nicht für Essen, sondern für seine Carsautos (vermutlich für alle die, die er noch nicht hat, aber unbedingt haben will). Ich gehe schnell unter die Dusche. Dann will der Herr Gartenhein Memory spielen. So richtig versteht er das mit „Ich bin dran!“ und „Du bist dran!“ noch nicht und gewinnt haushoch. Inzwischen ist der Schlökerich wach geworden. Ich hole ihn ab und lasse D. weiterschlafen. Ich ziehe beide Jungs an, füttere sie ab (Joghurt für den Herr Gartenhein, Bircher Müsli für den Schlökerich und eine Laugenstange mit Butter für mich.) Anschließend packe ich die Jungs ein und fahre zum Kindersachenflohmarkt ins Nachbarkaff.

9:57 kommen wir bei strahlendem Sonnenschein im Nachbarkaff an. Den Schlökerich schnalle ich mir in der Manduca auf den Rücken, da ich mich vom letzten Mal erinnern kann, dass mit dem Kinderwagen da weder ein Rein- noch ein Durchkommen ist. Der große Andrang ist um 10:00 allerdings schon vorbei. Der Herr Gartenhein vergnügt sich im Spielzeugraum, während ich im Klamottenraum stöbere und schaue, ob irgendwo ein Kassettenrekorder zum Verkauf steht. Der Herr Gartenhein sucht sich eine Tüte Lego Duplo Fahrzeuge aus, der Schlökerich kriegt ein bisschen Lego Duplo Babykram und dann kann ich einfach an dem Playmobil Bauernhof zum mitnehmen nicht vorbeigehen. Vollständig für 10 Euro! Das klingt nach einem guten Angebot. (Ich bin leider nicht mit Smartphone bewaffnet, sonst hätte ich kurz die Marktpreise gecheckt.) Wieder zuhause packt der Herr Gartenhein sein Spielzeug aus und spielt damit. Ich stelle fest, dass der Bauernhof neu mindestens 45 Euro kostet und freue mich über das Schnäppchen. Wir essen was, wecken D. und trinken Kaffee. Die Sonne scheint ins Wohnzimmer und beleuchtet den dreckigen Boden. Also sauge ich erst mal. Dann jammert der Schlökerich und ich beschließe mich mit ihm hin zu legen. Der Herr Gartenhein will auch, also stecken wir ihn auch ins Bett.

13:40 Der Schlökerich schläft, der Herr Gartenhein spielt in seinem Bett.

14:30 Der Schlökerich schläft, der Herr Gartenhein spielt in seinem Bett. D. kommt hoch und ermahnt ihn zu schlafen.

15:00 Der Schlökerich ist wach, der Herr Gartenhein schläft. Zwanzig Minuten später muss ich einsehen, dass der Schlökerich nicht mehr einschlafen will und vermutlich Hunger hat. Also gehen wir nach unten. Er kriegt sein Mittagessen, klaut mir ein Karotte und saut sich damit ein. Wir hängen auf dem Sofa rum. Der Schlökerich ist nun doch wieder müde, aber an Schlaf ist trotzdem nich zu denken. D. macht noch mal Kaffee. Kurz nach fünf kommt der Herr Gartenhein ausgeschlafen nach unten und bespielt wieder seine Legofahrzeuge. Der Schlökerich läuft durch die Wohnung und beschwert sich. D. räumt die Spülmaschine aus und ein und ich habe ein bisschen Zeit am Computer.

18:40 Der Nachmittag ging mit Eisessen (der Herr Gartenhein), Schabernack treiben (der Schlökerich) und aufräumen (ich, zum gefühlt 100. mal die Spielzeugkiste) zu Ende. Unsere Vermieterin hat noch geklingelt und die Nebenkostenabrechnung abgegeben und die Telefonnummer des Handwerkers, der unsere Rolladen (Gurt gerissen, Außenkasten) reparieren soll. Jetzt schaut der Herr Gartenhein Elfen im Kinderkanal, der Schlökerich läuft (er läuft jetzt eigentlich nur noch und krabbelt nicht mehr) durch die Wohnung und D. macht in der Küche sauber und kauft noch was ein um anschließend zu kochen. Ich hoffe der Schlökerich geht heute früh ins Bett. Der Herr Gartenhein darf nach dem Abendessen noch etwas unten spielen, weil er lange geschlafen hat. Und dann hoffe ich, wir schaffen es heute abend „Das Schwein von Gaza“ anzuschauen ohne dass ich dabei einschlafe.

Am Räumen

Wir sind vor über einem Jahr in das Haus eingezogen, aber noch immer gibt es Optimierungsbedarf. In den letzten Wochen hat sich einiges getan. Ich habe in meinem Weihnachtsurlaub endlich die Stützkreuze an die letzten Regale im Kleiderzimmer geschraubt, die letzten Klamottenkisten konnten ausgepackt werden und im Kleiderzimmer ist Platz zum Laufen. (Außerdem ist da auch noch Platz für eine Kommode, damit ich mich morgens nicht mehr ins Schlafzimmer schleichen muss, um mir frische Socken zu holen. Aber das hat noch Zeit.) D. hat im Flur eine Kommode aufgebaut, in der die Masse an Handschuhen, Mützen und Schals von vier Personen Platz gefunden hat.

Als nächstes war das Wohnzimmer dran. D. war schon lange unglücklich mit der Wohn-Esszimmer-Aufteilung, so dass wir diese nun getauscht haben. Der Essbereich ist jetzt Wohnbereich und der Wohnbereich Essbereich. Was uns bisher daran gehindert hatte, waren die Ausmaße unserer Sofas und der fehlende Platz für den Fernseher. Am liebsten hätten wir gehabt, dass jeder auf einem Sofa liegen und den optimalen Blick auf den Fernseher haben kann. Allerdings war das in der vorherigen Aufteilung des Wohnzimmers auch nur in der Theorie so gewesen. Und so ist der Fernseher nun von seiner zentralen Position eher ins Abseits gerückt. Tatsächlich kann man nun sogar besser von beiden Sofas aus drauf schauen, wenn man will. Das Gute ist, dass man nicht drauf schauen muss. Man kann in den Garten schauen oder in den Raum oder mal sein Schräggegenüber an. Der Esstisch steht nun zentral im ehemaligen Wohnbereich. Das große Bücherregal hat die Wand gewechselt, die Vitrine mit den Gläsern auch. Außerdem gab’s noch eine neue Kommode. Schön sieht es aus. Der Fokus des Zimmers hat sich nun von Sofa/Fernseher auf den Esstisch verschoben, was mir gut gefällt. Das Umräumen hat einen Tag gedauert, der Aufbau der Kommode einen weiteren Abend. Aus irgendeinem Grund hatte ich die Vorstellung, dass wir das in der Zeit schaffen, wo der Herr Gartenhein im Kindergarten ist. Nun ja, das hat nicht ganz geklappt. Leider passte unser Wohnzimmerteppich nun nicht mehr. Nun haben wir zweimal Drägor vom blaugelben Möbelhaus (diesmal gab’s Kinderparadies und Eis), wo der Schlökerich gleich mal Tomantensoße draufgekotzt hat (ja, der Teppich lässt sich ganz gut reinigen).

Als nächstes war dann wieder die Küche dran. Ein Unterschrank und eine Drahtablage sollten unter den neuen Arbeitstisch. Ein Unterschrank der alten Spüle war noch ok, den wollten wir montieren. Beim anderen war die Tür ausgebrochen und der Griff herausgefallen. Wohlgemerkt nach gerade mal zwei Jahren Gebrauchs an einem Schrank, der selten geöffnet wird. Die wissen schon, warum ihre Küchengarantie nicht für den Udden-Mist gilt. Schon beim Hochtragen des Schranks ist leider ein Seitenteil abgebrochen und musste durch das Seitenteil des anderen Schranks ersetzt werden. Die Rückwände hatten wir nie eingebaut, aber im Keller glücklicherweise noch gefunden. Das Anbauen war dann der gleiche Mist wie schon immer. Selbst mit flachgelegtem Arbeitstisch, konnte man die Metallbeschläge nur mit Kraft und Mühe deckungsgleich auf die vorgebohrten Löcher bringen. Aber schließlich haben wir es doch noch hinbekommen und gleich mal mehr Stauraum in der Küche.

Und nun? Als nächstes wollen wir die blöde Wandverkleidung, die unsere Vormieter angebracht haben, durch was schöneres und vor allem zweckmäßigeres ersetzen. Unsere Vormieter haben mal in einem Anflug von Heimwerkerlust, die Küche neu gestaltet. Das meiste davon ist zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht. Die Wandverkleidung gehört dazu (ebenso wie die Schränke, die über Eck stehen, Schubladen, in die man reinschauen kann ohne sie zu öffnen, und das verlegen der Beleuchtung von der Decke an die Wand). Da ist ein rosafarbener Stoff unter einer dünnen Plastikscheibe mit irgendwelchen Profilen angebracht worden. Allerdings ist es so wenig dicht, dass der Stoff hinter dem Plastik beim Spülen oder Putzen nass wird. Das sieht nicht schön aus und ist ja auch längerfristig nicht gut, wenn die Wand nass wird. Also soll das alles ab und eine neue Wandverkleidung hin. Vermutlich mal wieder vom Möbelschwede. Immerhin der Herr Gartenhein wird sich freuen, wenn er noch mal ins Kinderparadies darf.

Zehn Monate

Lieber Schlökerich,

schon wieder bist Du einen Monat älter geworden. Im letzten Monat hast Du einiges gelernt. Du läufst nun sehr sicher an den Möbeln entlang und bist auch ein großer Kletterer. Da kann es schon mal passieren, dass du jammerst, weil man Dich aus einer Sprudelkiste retten muss. Die Treppe kommst Du auch schon Stufe für Stufe nach oben, so dass wir immer drauf achten müssen, dass die Tür zum Flur geschlossen ist. Die Dusche findest Du nach wie vor interessant und auch die Verteilerdosen in Flur und Wohnzimmer. Und auch das Davorstellen einer Kommode hilft nur bedingt, da Du genau weißt, dass die Dose da ist und Du versuchst Dein Ärmchen hinter die Kommode zu zwängen. Eine Deiner neuen Leidenschaften ist das Schranktüren öffnen. Der Schrank unter der Spüle ist dafür perfekt, findest Du. Aufmachen, Sachen ausräumen und am Siphon rütteln. Mama und Papa finden das nicht so toll. Auch kann es passieren, dass Du Dich aus dem Wohnzimmer schleichst, um dann die nur einen Spalt geöffnete Spülmaschinentür runterzuklappen und drauf rum klettern (warum fahren Babys so auf Spülmaschinen ab?). Du hast immer einen Haufen Schabernack im Kopf. Neulich hast Du innerhalb von zehn Sekunden eine ganze Rolle Klopapier abgewickelt. Ist ja auch herrlich, wie sich das auf den Boden ringelt. Zu Weihnachten und zum neuen Jahr hast Du endlich Deine zwei ersten Zähnchen bekommen. Besonders der erste hat Dich sehr gequält. Beim Essen willst Du immer mit am Tisch sitzen und kriegst dann auch was ab (Kartoffeln, Gurke, …). Das wird dann abgelutscht, zerkleinert, zermatscht und wieder in den Mund gesteckt. Oder auf den Boden geworfen. Und wenn Du nichts mehr hast, versuchst Du den Esstisch zu entern. Einfach aufstehen im Hochstuhl und auf den Tisch krabbeln. Abends strapazierst Du meine Nerven oft sehr, wenn Du, trotz offensichtlicher Müdigkeit, nicht schlafen willst. Da wird im Bett rumgekrabbelt, gehampelt, erzählt, der Schnuller durch die Gegend geworfen, am Lampenkabel gezerrt. Du schläfst auch immer noch in unserem Bett ein. Meistens lässt Du Dich später in Dein Bett legen und schläfst dort dann bis morgens zwischen sechs und sieben. Wenn ich Dich dann zu uns rübernehme, schläfst Du oft nochmal ein. Brabbeln kannst Du ganz toll. Mein Favorit ist ja „mamamama“. Klar, dass Du damit nur mich meinen kannst 😉 !

Media Monday #60

Trotz Sommerpause mach ich mal wieder mit bei Media Monday.

1. Ben Stiller gefiel mir am besten in Glauben ist alles!.

2. Susanne Bier hat mit einem ihrer Filme ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil ich keinen kenne. Aber ich mag ihren Name.

3. Ashley Johnson gefiel mir am besten in Was Frauen wollen. Bei The Help hat sie wohl auch mitgemacht, aber da ist sie mir nicht aufgefallen.

4. Wenn ihr die Wahl habt: Lieber Vampire/Werwölfe/Zombies o. ä. oder Außerirdische? Ich finde so pauschal kann man das nicht sagen. Ich hab schon gute und saublöde Filme mit Vampiren/Werwölfen/Zombies und Außerirdischen gesehen. Zombies sind vielleicht am schlechtesten, weil die immer nix können außer irre, blöd und blutrünstig zu sein.

5. Filme oder Bücher, die überwiegend in der Wildnis spielen finde ich besser als Filme mit Autoverfolgungsjagden.

6. Mein liebster schwedischer Film ist vielleicht So finster die Nacht.

7. Mein zuletzt gesehener Film ist Freeway und der war ganz gut, weil Reese Witherspoon mal nicht das nette Mädchen gespielt hat wie sonst immer.

Frage Nr. 1 wurde gesponsert von Pew Pew Pew, Nr. 2 von Zeilenkino und Nr. 3 von Watched.

Geburtstag

Neulich hatte ich Geburtstag. Am Tag davor war ich noch mit dem Schlökerich bei der U4. Frisch geimpft hing er dann den Rest des Tages jammernd auf meinen Arm rum und ließ sich abends Zeit mit dem Einschlafen. Ihm taten wohl die Einstichstellen an den Beinen weh. Jedenfalls hat er immer wie am Spieß gebrüllt, wenn man aus Versehen dagegen gekommen ist. Von Mitternacht bis zwei Uhr lag er dann nochmal brabbelnd und pupsend neben mir im Bett. Dementsprechend wenig stand mir der Sinn nach Geburtstagfeiern am nächsten Tag. Viel mehr befürchtete ich, dass mein dringend nötiges Vormittagsschläfchen durch Gratulationsanrufe gestört werden würde. Am Morgen stand ich dann noch immer ohne große Geburtstagslust auf. Im Wohnzimmer wartete dann allerdings ein gedeckter Geburtstagstisch auf mich. Mit Kuchen, Kerzen, Luftballons und Geschenken. Da hat D. mitten in der Nacht Kuchen gebacken, damit ich das nicht mitbekomme. Einen Nusskuchen, der fast nur aus Nüssen bestanden hat. Genau das richtige für mich, die immer behauptet, dass mit Nüssen alles besser schmeckt. Und im Garten war dann die nächste Überraschung. Da stand ein neu gepflanzter Rosenstock. Jeden Tag freue ich mich an der wunderschönen Rose und bewundere die Blüte (ein paar Knospen sind auch noch dran). Und plötzlich war ich dann auch in Geburtstagsstimmung und bereit alle Gratulationsanrufe anzunehmen. (Nur meine Schwester hatte leider Pech, weil sie gerade angerufen hat, als der Schlökerich am Einschlafen war und ich nicht aufstehen konnte.) Am Abend gab’s dann noch ein herrliches Geburtstagsessen. Eine Kombination aus lauter Dingen, in die ich mich einzeln schon reinlegen könnte: Süßkartoffel (mit Feta überbacken), rotes Linsenpüree, Ente und Couscous mit Gemüse. Und dank des Stillappetits konnte ich meine Portion sogar aufessen. Trotzdem war noch soviel übrig, dass wir nochmal davon essen konnte. Und so war mein Geburtstag dann insgesamt sehr toll!

Drei Monate

Der Bruder ist nun schon drei Monate alt. Aus dem Neugeborenen ist ein richtiges Baby geworden. Wie schon sein großer Bruder, gehört er eher zur großen und kräftigen Sorte. Demnächst müssen wir wohl die Klamotten in 68 auspacken. Meistens ist er ein freundliches Baby, dass viel lächelt und lacht. Das Anlächeln konnte er schon mit zwei Wochen, inzwischen lacht er auch gerne mal laut. Er greift auch schon zielgerichtet nach seinem Spielzeug im Dschungel, hält sich bei Stillen am T-Shirt fest und zieht sich schon mal sein Spucktuch übers Gesicht. Auf die Seite drehen konnte er sich auch schon mit zwei Wochen. Inzwischen übt er, sich auf den Bauch zu drehen. Da ist aber noch der Arm im Weg. Seit er sich auf die Seite rollen kann, will er auch am liebsten so schlafen. Nachts turnt er schon ganz schön in seinem Bett. Heute nacht wurde er wach, weil er um 90° gedreht da lag und seine Füße in unser Bett streckte (wir haben eine Seite des Gitterbetts entfernt). Eben habe ich nachgeschaut, all das ist ziemlich genau so, wie es beim Kleinen damals auch war. Mit dem Greifen ist er ein bisschen früher dran. Manche Dinge sind aber auch deutlich anders als beim Kleinen. Während den Kleinen beim Stillen beinahe nichts gestört hat (man konnte ihm problemlos Milchschorf aus den Haaren zupfen, die Findernägel schneiden oder die Ohren putzen), kann der Bruder Störungen nicht gut vertragen. Schon gar nicht, wenn er müde ist. Da kann schon mal der nebendran plappernde Kleine einen hysterischen Schreianfall auslösen. Dafür spielt er oft sehr lange und sehr gut alleine. D.h. man kann ihn wach ablegen, was beim Kleinen lange nicht wirklich gut ging. Den Kinderwagen haben wir erst einmal benutzt, ansonsten trage ich noch immer. Ist meistens einfach praktischer. Busfahren ist mit der Babytrage viel einfacher als mit dem Kinderwagen. Der Weg zum Kindergarten endet an einer Treppe, die ich mit dem Kinderwagen auch nicht hochgehen wollen würde. (Der Alternativweg ist mit dem Kleinen auf dem Laufrad zu gefährlich, weil er viel steiler ist.) Langsam wird er aber schwer, so dass wir demnächst mal den Kinderwagen wieder in Betrieb nehmen müssen. Mal sehen wie ihm das gefällt. Der Bruder hat sogar schon durchgeschlafen. Im Moment hat er wieder einen Schnupfen (das Los der Zweitgeborenen) und schläft deshalb schlechter. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Insgesamt ist er einfach ein ganz normales Baby, was manchmal süß ist und manchmal nervt. Aber er gehört auch zu den zwei tollsten Babys der Welt!

Thema der Woche #04 „Babyschlaf im 1. Lebensjahr“ von Mama Miez und NONOMO:

Welche Tipps & Tricks habt Ihr angewendet, um Euren Babys im 1. Lebensjahr das Ein- und vielleicht sogar Durchschlafen zu erleichtern?

Der Kleine hatte abends immer wenig Probleme mit dem Einschlafen. Ich habe gestillt bis er eingeschlafen ist und habe ihn dann in sein Bett gelegt. Zum Mittagsschlaf musste man ihn zeitweise fast zwingen. Da hat er geschrien und gestrampelt und man musste ihn festhalten, bis er eingeschlafen ist. Auch wenn man sich dabei fühlt wie ein böser Mensch, wenn man ein schreiendes Baby festhält, damit es einschläft, sobald es dann selig schläft und glücklich wieder aufwacht, weiß man, dass man es richtig gemacht hat.

Durchgeschlafen hat der Kleine eigentlich seit er abgestillt war. Wenn er dann manchmal nachts doch wach geworden ist, hat er meistens nur seinen Schnuller gebraucht, um wieder einzuschlafen. Da kann ich die Schnuller, die im Dunkeln leuchten nur jedem empfehlen. Wenn man erstmal das Licht anmachen muss, um den Schnuller zu finden, ist das Kind garantiert richtig wach. Sieht man den Schnuller gleich leuchten, kann man den einfach im Dunkeln wieder reinstecken und das Kind wird gar nicht richtig wach. Besonders toll war, dass der Kleine die Leuchtschnuller irgendwann auch selbst gefunden hat. Am besten ist es, wenn man mehr als einen im Zimmer deponiert. Wenn der Schnuller unters Bett fällt, ist es doch ein größerer Aufwand ihn nachts zu finden. Da ist es praktisch, wenn man einfach einen anderen nehmen kann.