Kehrwoche

Seit Wochen Monaten Ewigkeiten beschwere ich mich in regelmäßigen Abständen (ca. alle drei Monate) über die sogenannte „Große Hausordnung“ bei uns im Haus. Und in regelmäßigen Abständen kann keiner meinen Unmut darüber nachvollziehen. Eine Kehrwoche ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Mir ist es nämlich herzlich egal ob Tannennadeln im Hof liegen oder Staub im Keller. Wenn’s nie jemand wegmacht ist es natürlich nicht egal, aber meine emotionale Verbundenheit zu Hof und Keller ist nicht groß genug, als dass ich verstehen könnte, warum ich als Mieter den Dreck wegmachen soll, wenn ich auch jemandem Geld geben kann, der das macht. Und das geht bestimmt den meisten anderen Mietern auch so. Allerdings sind unsere Vermieter Schwaben im Kopf, wie ich immer zu sagen pflege. Die verstehen nicht, dass jemand lieber 10 Euro im Monat bezahlt und dafür nicht selbst putzt. Vor allem aber verstehen sie nicht, dass das normale Lebensmodell nicht mehr dem von vor Jahren entspricht, wo sowieso einer zuhause war. Wie stellen die sich denn das mit dem Schneedienst vor, wenn beide berufstätig sind? Muss ich mir dann bei Schnee Urlaub nehmen, falls ich schippen muss? Tja, aber so sind sie halt, unsere Vermieter.
Am Montag allerdings, als ich über Muskelkater klagte und meine Blasen an den Händen vom Fegen vorzeigte, da haben zumindest meine Kollegen eingesehen, dass der Hof wirklich groß ist und konnten endlich verstehen, warum ich immer meckere. Einer meinte, ich solle doch mal bei den Vermietern so ne kleine Kehrmaschine beantragen. Cool wäre das schon, aber meine Vermieter sind ja schon zu geizig mal die Elektrik und die Sicherungen auf den aktuellen Stand zu bringen. Da wird’s wohl nix mit der Kehrmaschine.

Der Maik

Über Maik Franz gibt’s gerade überall eine Menge zu lesen.
Ok, er teilt ganz schön aus, aber er kann, wie er selbst auch immer sagt, auch einstecken. Es gibt ja Fussballer, die fallen schon hin, wenn sie nur einer schief anschaut und das ist ziemlich nervig als Zuschauer. Und so einer ist Maik Franz bestimmt nicht. Solange er niemanden krankenhausreif tritt, ist mir seine Spielweise deshalb um einiges lieber. Fussball ist halt kein Kinderfasching. Und wenn hier ständig auf seinen technischen Fähigkeiten rumgehackt wird: hey, wir waren eben noch in der zweiten Liga und sind von unseren Innenverteidigern deutlich schlechteres gewohnt. Vor allem hat er nämlich was, was vielen anderen fehlt: Präsenz.
Aber Schluss jetzt mit Ernst. Hier gab es in den Kommentaren etwas zu lesen, was mich doch zum kichern gebracht hat:

Transfermarkt schrieb am 18. März 2008:

Maik Franz bekommt bei Praktiker 20% auf alles… auch auf Tiernahrung!

Einmal ging Maik Franz mit einer gigantischen Erektion eine Straße entlang. Es gab keine Überlebenden!

Maik Franz stößt sich nie den Fuß, er zerstört nur aus Versehen Stühle, Betten, Bürgersteige und Gegenspieler!

Maik Franz kann Feuer mit einer Lupe machen… Nachts!

Niemand kann der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs entkommen, außer Maik Franz. Maik Franz isst schwarze Löcher. Sie schmecken wie Hähnchen.

Maik Franz kann Fische ertränken!

Einst kam Maik Franz in einen Kampf mit einem einarmigen Ninja. Er erkannte, dass er unfair im Vorteil war und riss sich beide Arme und ein Bein ab. Dann verpasste er dem Ninja einen Roundhouse – Kick in die Fresse, der diesen sofort tötete. Danach nähte er seine Gliedmaßen wieder an, und zwar mit einem rostigen Hering und einer Angelschnur.

Maik Franz gewann das Finale der World Series of Poker im Jahre 1989 mit folgendem Blatt: Eine Kreuz Sieben, ein Herz Bube, eine du-kommst-aus-Gefängnisfrei-Karte, eine +4 und einem Joker!

Maik Franz ist so hart, er benutzt morgens Elmex und abends Aronal!

Einmal rupfte sich Maik Franz ein Barthaar aus und spießte damit die M.Gomez, Amanatidis und Weissenberger auf!

Wenn Bruce Banner wütend ist, wird er zu HULK! Wenn Hulk wütend ist, wird er zu Maik Franz!

Maik Franz putzt sich mit nem Edelstahl-Topfreiniger die Zähne!

Wenn du Maik Franz in Scrabble buchstabierst, gewinnst du. Für immer!

Bei einer Umfrage wurde festgestellt, dass 94% der Frauen von Maik Franz entjungfert wurden. Die anderen 6% waren entweder extrem hässlich oder extrem fett.

Der mario Gomez guckt abends unters Bett ob Maik Franz da liegt

Maik Franz trinkt vor dem Spiel eine Mischung aus: Metallspänen, Farbentferner und Kerosin.

Maik Franz wurde nur deshalb noch nie vom DFB-Sportgericht angeklagt, weil seine Fouls weltweit als höhere Gewalt angesehen werden

Normale Leute benutzen ein Taschentuch, wenn sie sich die Nase putzen. Maik Franz benutzt das Trikot von der Maria aus S.

Maik Franz benutzt keine Tempos – er spendet sie nach S,WOB und FFM.

Mit Maik Franz hätte sich sogar England für die EM qualifiziert.

Mit Maik Franz wären wir damals in Rostock nicht abgestiegen

Einmal machte Maik Franz einen Doping – Test. Als der Arzt kam und ihm sagte dass er positiv getestet wurde, fing er an zu lachen und sagte: “Natürlich wird mein Urin positiv getestet. Was glaubst du woraus Dopingmittel gemacht werden?”

FRS #850

Gestern abend gab’s bei Tobias was über den Deutschen Expressionismus zu lernen und den Film Der letzte Mann zu erraten.
Hier geht es nun (hoffentlich klappt diesmal alles) um 14 Uhr jetzt mit einem neuen Rätsel weiter.

Yjgalla hat Mein Leben ohne mich erkannt. Wann, wie und wo es weitergeht steht in den Kommentaren.

Die Sache mit den Daten

Herrlich, Paranoia-TV im Unterschichtenfernsehen. Habt ihr schon gewusst? CDs, DVDs und Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer. Gezeigt wird eine arme Mutter, die die Babyfotos ihrer Kinder nur auf ihrer Laptopfestplatte (klar, das Notebook war weiß, einzig nach optischen Gesichtspunkten ausgesucht, nehme ich an, aber das ist ein anderes Thema) gespeichert hatte. Die war dann plötzlich kaputt, die Bilder samt anderer wichtiger Dokumente weg und die arme Frau am Boden zerstört. Backup? Was ist das? „Ich dachte die Daten seien auf meiner Notebookfestplatte sicher!“. 2500 Euro hat sie bezahlt, um sich die Daten wieder herstellen zu lassen. Und gelernt was ein Backup ist. Immerhin.
Nur 10 Jahre halten die Datenträger, erzählt mir das Fernsehen, also viel weniger als z.B. Steintafeln. Ich schmeiß mich weg, was ein Vergleich! Dann höre ich jetzt auf zu tippen und meißle meine Doktorarbeit lieber gleich in Stein.

Was war das denn?

Oder besser, was waren das für Leute, die da in blau-weiß auf dem Rasen im Wildparkstadion rumgerannt sind? Das war bestimmt nicht die gleiche Mannschaft wie in der Hinrunde. Görlitz kann überhaupt nichts mehr, schießt planlos Bälle durch die Gegend und ist im Kopf schon wieder in Bayern. Lächerlich! So einen können sie in Bayern ohnehin nicht brauchen. Und dann der Hajnal! Ich bin echt froh, den nächste Saison nicht mehr sehen zu müssen. Nicht nur, dass er sich durch die Wechselaktion sowieso schon als geldgeiler Idiot geoutet hat, noch dazu ist er einfach langsam und faul. Wie oft stand er heute dumm rum, anstatt zum Ball zu laufen. Der hat in der Hinrunde ein paar Mal Glück gehabt und den Ball ins Tor gestolpert und freut sich jetzt drauf, für ein anständiges Gehalt nächste Saison auf der Bank zu sitzen. Der Kapllani kann leider schon die ganze Saison nichts. Der tut mir schon fast leid, wie er verzweifelt auf dem Platz steht, die Hosen voll hat vorm Gegner und davor, den Ball zu bekommen und aufs Tor schießen zu müssen.
Also das war einfach gar nichts heute. Wären nicht Franz, Eggimann und Miller hinten drin so sicher gewesen, hätte das noch ganz anders aussehen können.

Das Nachspiel des Spiels kriege ich hier gerade live mit. Die Polizei fährt ständig mit Blaulicht bei uns vorbei. Die Frankfurter Fans haben schon auf dem Hinweg zum Stadion mindestens zwei Busscheiben zertrümmert und während des Spiels im Block gezündelt. Wer weiß, was jetzt gerade abgeht.

Was nun?

Es ist Freitag. Die ganze Woche hab ich zuwenig geschlafen, die Arbeit ist noch nicht zu Ende gebracht und der Kaffee ist alle.

Der Anner

Das habe ich eben beim Stefko gesehen und fand’s so schön, dass ich es Euch nicht vorenthalten wollte.

(AnnerLink)
Das war Badisch!

Tage wie dieser

Manchmal gibt es solche Tage, an denen die persönliche Toleranzgrenze irgendwo auf Höhe der Schuhsohlen liegt. Da geht einem einfach alles auf den Geist. So ein Tag war Mittwoch. Müde aufgestanden (obwohl am Abend vorher ungewöhnlich früh auf dem Sofa eingeschlafen) und auf die ersten Idioten treffe ich gleich morgens im Zug. Statt sich hinzusetzen oder wenigstens einen Schritt zum Sitz rein zu machen, bleibt der Kerl, der vor mir eingestiegen ist, halb im Gang stehen um sich mit ausladenden Bewegungen seinen Mantel auszuziehen und trifft dabei mit seiner Hand natürlich mein Gesicht. Ein erstauntes „Oh, entschuldigung“ und ein gebrummeltes „nix passiert“, dem in Gedanken ein „Depp, Du bist nicht allein auf der Welt!“ hinzugefügt wird, und ich darf endlich vorbei und mich hinsetzen. Da Pendlerzüge immer voll sind, kriege ich auch schon bald einen Nebensitzer, der mich beim Hinsetzen, Zurechtruckeln im Sitz, Jackeausziehn, im Rucksack kramen permanent leicht anrempelt. Ich ärgere mich, weil mich das Gerempel vom Schlafen abhält und frage mich, warum manche Menschen nicht in der Lage sind, mit dem Platz, den ein Sitz im IC bietet, auszukommen. Ich kann da doch auch sitzen ohne ständig meinen Nebensitzer anzurempeln. Beim Aussteigen wirft er noch aus Versehen seinen Pulli von der Gepäckablage auf mich runter. Irgendwann ist die Fahrt dann auch überstanden und ich darf mich im Büro weiterärgern. Wir haben da nämlich einen neuen Kollegen, der immer wieder von seiner alten Firma erzählt. Die muss so toll gewesen sein, dass ich mich echt frage, warum er jetzt eigentlich bei uns ist. Egal welches Thema man anschneidet, nach spätestens fünf Minuten hält er einen Monolog über die Software, die er in seiner alten Firma benutzt hat, über die Qualität und den Preis des Mittagessens in seiner alten Kantine oder über die Farbe der Eingangstüren. Inzwischen ist es bei mir soweit, dass ich auf die gute alte Technik zurückgreife, die Männer anwenden, wenn ihre Frauen nicht mehr aufhören wollen zu reden. Sobald ein Satz mit „Bei uns“ anfängt, höre ich nur noch angenehmes Rauschen und versuche an den passenden Stellen „echt?“ oder „krass!“ einzuwerfen. Ist es nicht seltsam, dass es Menschen gibt, die einem den Quellekatalog vorlesen könnten und man würde gebannt lauschen oder sich vor Lachen auf dem Boden rollen, und andere Menschen, einem selbst dann, wenn sie lustige Anekdoten erzählen, gerade mal ein müdes Lächeln auf die Lippen locken können? Jedenfalls genau dieser neue Mitarbeiter kommt nach einem langen Arbeitstag in mein Büro um tschüß zu sagen. Ich wollte eigentlich nur noch schnell ne Bestellung fertig machen und dann auch gehen. Aber da fängt er auch schon an zu reden und hält mir einen zehnminütigen Vortrag über die EDV-Abteilung in seiner alten Firma. Ich sitz nur da und denke ich spinne. Meine Nettigkeiten für den Tag sind schon aufgebraucht und so schaffe ich nur noch gebrummelte „mhs“ einzuwerfen. Er merkt aber nicht, dass es mich nicht interessiert und redet weiter. Das Ende vom Lied ist, dass ich jetzt weiß, dass die EDV nur eine Treppe runterlaufen musste und trotzdem alles immer ewig gedauert hat, meine Bestellung aber immernoch hier liegt. Zum krönenden Abschluss ist die Zugfahrt dann ein einziges Deja-vu: beim einsteigen haut mir einer beim Mantelausziehen seine Hand ins Gesicht, mein Nebensitzer rempelt mich mehrmals an und wirft kurz vorm Aussteigen seinen Geldbeutel aus der Gepäckablage auf mich. Noch dazu kommt, dass ein Handy eines Reisenden (Pendler wissen, dass man auf der Strecke sowieso nicht telefonieren kann) ständig klingelt. „Didüdidüdü“. Er geht ran und wir fahren in einen Tunnel. Wir fahren aus dem Tunnel raus und sein Handy düdelt erneut. Er geht ran und wir fahren in einen Tunnel. Wir fahren aus dem Tunnel raus und schon wieder düdelts. Das Handy ist ein Uralt-Nokia ohne polyphone Klingeltöne, also ein richtig penetrantes Gepiepse. Das hat er auch noch auf saulaut gestellt. Ich sitze da und frage mich, warum er nicht mal auf die Idee kommt, die restlichen Passagiere im Wagen könnten sich gestört fühlen. Also mir wär’s nach dem ersten Klingeln schon peinlich gewesen und ich hätte den Ton ausgestellt. Und so komme ich dann total genervt nach Hause, dass mich D. gleich ins Schwimmbad schickt, weil mich Schwimmen entspannt. Erstaunlicherweise funktionierts, obwohl die imwegrumschwimmende Altherrenriege wieder da ist. Und so geht auch solch ein Tag zu Ende.

Antwort

Die Bahn hat auf meine mail geantwortet. Entschuldigt haben sie sich, was auch sonst. Außerdem war das hier zu lesen:

Wir stimmen Ihnen zu, dass Sie gerade bei Unregelmäßigkeiten zu Recht kurzfristige und zuverlässige Informationen erwarten können. Im Internet unter www.bahn.de – Menüpunkt „Planen&Buchen“ – stellen wir alle uns verfügbaren und aktuellen Verkehrsinformationen bereit. Die Informationen basieren auf unserem Reisenden-Informationssystem (RIS), das den Standort der Züge per Satellitenfunk beziehungsweise Mobilfunktechnik erfasst und die Fahrplanabweichungen zeitgleich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort bereitstellt.
Manchmal wird die Übertragung der Daten gestört – tut uns leid.

Soso, haben die Satelliten auch gestreikt, oder wie?
Immerhin zählen sie mich als BahnCard-Inhaber zu ihren Stammkunden und haben mir als Entschuldigung 750 Bahn.bonus-Punkte gutgeschrieben. Ist ja nicht so, dass ich davon sowieso schon über 5000 habe…

Ein Filmrätsel anderer Art

Hier gibt’s gab’s ein Stückchen Filmmusik zu hören. Wer weiß zu welchem Film die Musik gehört?
Probek und David haben kurz hintereinander das Lux Aeterna aus dem Requiem for a dream-Soundtrack erkannt.
Hier nun ein Teil des Songs mit ein paar Bildern aus dem Film.