Immer am 5. eines Monats ruft Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen auf.

6:50 Ich werde geweckt, weil der Herr Gartenhein in seinem Zimmer rumort. Ich stehe leise auf, damit meine zwei Bettgenossen nicht wach werden. Der Herr Gartenhein will sich gleich anziehen. Unten will der Herr Gartenhein gerne Cars anschauen, bevor ich überhaupt die Augen richtig aufkriege. Ich sage nein und bin schon Minuten nach dem Aufstehen die blöde Mama. Stattdessen malt er dann in seinem Grüffelomalbuch, während ich die Spülmaschine einräume und duschen gehe. Ich stelle die zwei Wäscheständer mit der Wäsche vom Samstag auf die Terrasse, da die Sonne sich den Weg durch den Nebel gebahnt hat. Dann decke ich den Tisch für uns beide und wir frühstücken zusammen Brötchen mit Ei und Senf-Honig-Feige-Aufstrich. Danach darf der Herr Gartenhein ein bisschen auf Kikaninchen.de Spiele spielen und ich schreibe einen Text als Hochzeitsgeschenk für die Hochzeit eines Freundes am nächsten Wochenende. Um viertel nach neun meldet sich der Schlökerich durchs Babyphon. Ich hole ihn ab, ziehe ihn an und wir gehen wieder nach unten. Auch er frühstückt ein Ei und nagt ein bisschen an einer Laugenstange und einem Apfel. Dann beschließe ich, dass es warm genug ist zum draußen sein und öffne die Terrassentür. Schneller als man schauen kann, sind beide Jungs draußen. Ich räume auf der Terrasse Zeug hin und her, zupfe Unkraut aus dem Blumenbeet, entferne einen toten Wurzelbrocken einer Staude und fange halbherzig an, die Grüngutreste in einen Beutel für den Häckselplatz zu packen, um Platz zu schaffen um unseren neu erworbenen zweiten Kompost zu installieren. Dann beschließe ich, dass das keine Tätigkeit für den heiligen Sonntag ist. Zwischendurch pflücke ich den Schlökerich aus den Brennnesseln und aus dem Blumenbeet, assistiere dem Herr Gartenhein beim Wurzeln ausgraben, nehme dem Schlökerich eine Weinbergschnecke weg, da sie sein Lutschen nicht so gut findet (brrrr, ja das ist echt eklig!), sauge im Wohnzimmer den vom Schlökerich reingetragenen Dreck weg. Dann räume ich Müll weg (morgen ist Müllabfuhr), wische den Gartentisch ab und packe die Stühle aus. Dann stecke ich schnell zwei Gartenstuhlkissen in die Waschmaschine, obwohl ich schon befürchte, dass sie nicht mehr schön werden. Die Jungs essen Apfel (der Herr Gartenhein 3 Stück!), Birne und Banane am frisch geputzen Tisch.

Dann ist es schon Mittag. D. macht Kaffee, der Herr Gartenhein malt wieder. Ich beschließe Rhabarber zu ernten und ein Crumble zu machen. Der Herr Gartenhein schneidet den Rhabarber (mit einem schweißtreibend scharfen Messer, aber D. macht die Aufsicht) und bemerkt, dass ihn noch keine Säure an den Händen piekst, während der Schlökerich sein Mittagessen zu sich nimmt. Der Herr Gartenhein nimmt D. mit zum Grüffelomalbuch und ich mache schnell die Streusel fürs Crumble. Aber der Schlökerich jammert noch immer. Als er schließlich beim Klettern vom Stuhl purzelt, verfrachte ich ihn ins Bett. Als er schläft will der Herr Gartenhein auch ins Bett. Also bringe ich ihn ins Bett, hole die Stuhlkissen aus der Waschmaschine (der Schleudergang hat ihnen nicht gut getan) und befülle die Maschine neu. (Die Tonne leert sich. Dank der Sonne endlich mal nur noch Wäsche für zwei Ladungen im Keller!)  Dann lege auch ich mich hin, während D. dem KSC beim Gewinnen zu schaut und verspricht das Crumble dann ofenfertig zu machen.

Nach dem Mittagschlaf (ca 16 Uhr) ist das Crumble, von D. perfekt getimt, fertig.  Wir essen Crumble, die Kinder Eis. Danach geht’s wieder in den Garten. Ich falte einen Ständer voll Wäsche und hänge ihn mit nasser Wäsche wieder voll, sähe im Blumenbeet Sonnenblumen und eine Blumenmischung. Die Kinder gießen den Garten (obwohl es ja eigentlich genug geregnet hat in den letzten Tagen). Um viertel nach sechs verfrachte ich die Jungs in die Badewanne, während D. den Grill sauber macht, damit ich ihn morgen einem Kollege mitbringen kann. Danach kocht D. und ich bespaße die Jungs. Inzwischen sind beide müde und hungrig, da ist es manchmal etwas anstrengend. Gegen 20 Uhr gibt es Abendessen. Nudeln (Vollkorn Fettuchine) mit Spargel und Zucchini. Sehr lecker. Finden auch die Jungs. Nach dem Essen rufen die Schlafanzüge und Bettchen. Ich bringe den Herr Gartenhein ins Bett, D. den Schlökerich. Ich bin schneller wieder unten und versorge noch den restlichen Müll in der Tonne und schiebe sie an die Straße. Als D. auch wieder unten ist, schauen wir noch einen Film. Schon den zweiten dieses Wochenende. Endlich mal wieder. Gegen Mitternacht verabschiede ich mich ins Bett und überlasse D. das dreckige Geschirr.