Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen diesmal in der Urlaubsedition von Fuerteventura. Allerdings ist heute unser Abreisetag, also zählt das nur noch halb als Urlaub.

Mein Armband vibriert um sieben und ich gehe auf den Balkon das Wetter checken. Himmel sieht von hier aus erstmal OK aus, also wecke ich D. und zwei der drei Söhne. Wir wollen zum Sonnenaufgang zum Strand runter. Also schnell anziehen und los laufen. Wir gehen an den nächsten Strand und nicht an unseren bevorzugten. Da waren D. und ich schon gestern zum Sonnenaufgang. Um 7:36 Uhr ist es heute soweit. Leider ist direkt über dem Meer ein Wolkenband, so dass man die Sonne nicht auftauchen sieht. Die Stimmung ist trotzdem schön. Fast so gut, wie Sonnenuntergang nur eben früher. Für den Sonnenuntergang sind wir leider auf der falschen Inselseite.

Sonnenaufgang

Gegen acht sind wir zurück im Apartment und ausnahmsweise mal früh beim Frühstück. Wir haben dieses Jahr das erste mal als Familie (und ich überhaupt erst das dritte mal in meinem Leben) eine Unterkunft mit Halbpension, nachdem D. nach dem letzten Urlaub mit Ferienwohnung und Selbstversorgung ausgerechnet hat, was alles zusammen gekostet hat und man für den Preis auch ein Apartment mit Halbpension buchen konnte. Das Essen ist ok, finde ich. Für Vegetarier ist es manchmal etwas schlecht gekennzeichnet und manchmal etwas wenig Auswahl, aber man wird doch immer satt. Die Kinder haben sich quasi zwei Wochen von Rührei und Nudeln mit Soße (Sohn1 und Sohn2) und von Minimuffins und frisch gebratenem Fleisch (Sohn3) ernährt. D. hat vor allem genossen, dass er sich nicht um Planung, Logistik und Zubereitung des Essens kümmern musste.

Nach dem Frühstück müssen wir das Apartment räumen. Wir packen noch die Reste zusammen und sind um kurz nach elf dann ausgecheckt am Pool. Wir werden um Viertel nach eins zum Rückflug abgeholt. Reicht noch für eine Runde planschen. Dann ziehen wir uns um, stopfen die nassen Badesachen irgendwo ins Gepäck und dann sitzen wir auch schon im Bus zum Flughafen.

50 Shades of Brown

Noch einmal die 50 Shades of Brown bewundern auf der Fahrt zum Flughafen. Es ist faszinierend, wie man aufgrund der fehlenden Vegetation die unterschiedlichen vulkanischen Schichten sehen und unterscheiden kann. An manchen Stellen sieht man mal ein bisschen grün. Die wenigen Pflanzen, die hier wachsen, kämpfen um jeden Tropfen Wasser. Die Ziegen, die auf der Insel an vielen Stellen frei laufen, scheinen sich von Steinen zu ernähren. Aber offensichtlich finden sie immer wieder ein bisschen grün. An den Stränden gibt es Salzwiesen, die nur zur Springflut geflutet werden.

Salzwiesen in Morro Jable

Am Flughafen das übliche: warten zum Gepäck abgeben, Sicherheitskontrolle (Sohn2 wird zum 2. Mal zur Sprengstoffkontrolle ausgewählt. Liegt es an den langen Haaren?), Essen und Trinken suchen, in die lange Schlange beim Boarding einreihen. Dann haben wir 4 Stunden Flug vor uns. Sohn3 beschwert sich, weil er dachte er hätte sich Filme runter geladen, aber nur die Hälfte der Downloads abschlossen sind. Das Board-Internet mit dem Entertainment schaltet sich auch nach 20 Minuten ab. Der Flug ist anstrengend. Um 22:40 landen wir in Frankfurt. Unser Gepäck kommt natürlich als letztes. Dann nehmen wir unser Auto in Empfang und müssen noch 2,5 h nach Hause fahren. Es ist schon echt erbärmlich, dass man problemlos fast die ganze Nacht noch mit dem Zug von Frankfurt Flughafen nach Stuttgart kommt, aber an den letzten 30 km nach Hause dann scheitert. Wir haben wirklich alle Optionen durch diskutiert (Carsharing, Taxi, übernachten in F, …) und alles hat ein Vielfaches davon gekostet in Frankfurt am Flughafen zu parken. Und unter der Woche sind eben die Freunde, die einen nachts in Stuttgart am Hauptbahnhof abholen könnten, auch alle mit Schlafen beschäftigt. Zuhause sind wir dann gegen 2 und fallen erst mal in unsere Betten.