{"id":711,"date":"2008-11-10T14:38:35","date_gmt":"2008-11-10T12:38:35","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=711"},"modified":"2008-11-10T14:38:35","modified_gmt":"2008-11-10T12:38:35","slug":"beratungsgesprach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/beratungsgesprach\/","title":{"rendered":"Beratungsgespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag war ich mal kurz in Bonn bei einer Geburtstagsfeier. Dort hatte ich das Vergn\u00fcgen mit einer Unternehmesberaterin zu reden. Ihren Namen wei\u00df ich nicht mal und den Namen ihrer Firma habe ich auch sofort wieder vergessen. Diskutiert habe ich trotzdem gut mit ihr. Angefangen hat&#8217;s eigentlich damit, dass ich jemand gesucht habe, der mich \u00fcber die Bundesligaergebnisse aufkl\u00e4ren konnte. Da wusste sie Bescheid. Und dann haben wir weiter geredet und ich durfte die Probleme ihres Alltags kennenlernen. Dass sie dem Hotel nicht ihre Blusen anvertrauen will, weil die die bestimmt kaputt machen beim Waschen, dass man im Flugzeug immer nur Berater trifft (und leider nie Michael Ballack), dass sie ja immer so lange arbeitet, dass sie gerade in einem Seminar gelernt hat, dass sie zuviel l\u00e4chelt und deshalb ihre Stimme so hoch kl\u00e4nge (und das wirkt inkompetent). Nicht meine Welt, aber mal ganz interessant. Irgendwann meinte sie dann, solche Partys w\u00e4ren perfekt dazu sich im Small Talk zu \u00fcben. Muss man ja k\u00f6nnen. Das fand ich irgendwie seltsam. Da redet man mit jemandem, der einem nach einer Weile mitteilt, dass das jetzt alles nur Training sei f\u00fcr ihn. Naja, gegen sp\u00e4ter wurd&#8217;s dann aber interessanter. Ich habe sie gefragt, warum sie bereit ist ihre Freizeit so komplett f\u00fcr den Job aufzugeben. Ich finde es n\u00e4mlich nicht wirklich fair, dass diese Beraterfirmen ihren Profit darauf gr\u00fcnden, dass junge Leute sich daf\u00fcr kaputt machen. Schlie\u00dflich steht ja im Arbeitsrecht, dass man nicht mehr als 10 Stunden t\u00e4glich arbeiten darf. Da stand sie dann da, grinste und meinte, &#8222;Ja, aber wer soll da denn was machen?&#8220;. M\u00fcssen sich ja nur alle weigern l\u00e4nger zu arbeiten. Sie erw\u00e4hnte dann, dass die Arbeit ja dann nicht gemacht w\u00fcrde und das die Projekte immer so knapp geplant w\u00e4ren, das das nicht ginge. Mein Vorschl\u00e4ge waren, anst\u00e4ndig Planen und mehr Leute einstellen. Die Geh\u00e4lter, die die kriegen, lassen sich ja locker auch auf 2 Personen aufteilen. Aber das wollte sie nicht. Dann verdient sie n\u00e4mlich nicht mehr so unversch\u00e4mt viel. Das fand ich doch sehr bezeichnend. Wenn sie einmal gesagt h\u00e4tte, dass ihr Job ihr so viel Spass macht, dass sie gerne 16 Stunden am Tag arbeitet, aber offensichtlich geht&#8217;s ihr nur um&#8217;s Geld. Sp\u00e4ter fragte sie mich, wie ich denn zum Bahnhof k\u00e4me (wohl, weil sie sich ein Taxi mit mir teilen wollte). &#8222;Zu Fu\u00df&#8220; fand sie dann wohl etwas abartig. Ich h\u00e4tte es dagegen abartig gefunden, die paar Minuten mit dem Taxi zur\u00fcckzulegen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag war dann das krasse Gegenteil. Promotionsbrunch mit Physikern. Da waren da viele Leute, die ihre gesamte Freizeit opfern, nicht f\u00fcr Geld (welcher Wissenschaftler wird schon gut bezahlt), sondern f\u00fcr ehrliches Interesse an einer Sache.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag war ich mal kurz in Bonn bei einer Geburtstagsfeier. Dort hatte ich das Vergn\u00fcgen mit einer Unternehmesberaterin zu reden. 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