{"id":5185,"date":"2019-04-05T23:55:56","date_gmt":"2019-04-05T21:55:56","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=5185"},"modified":"2019-04-06T10:42:00","modified_gmt":"2019-04-06T08:42:00","slug":"tagebuchbloggen-04-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/tagebuchbloggen-04-19\/","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen 04\/19"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon wieder soweit. Es ist der f\u00fcnfte und <a href=\"https:\/\/bruellen.blogspot.com\/2019\/04\/wmdedgt-0419_5.html\">Frau Br\u00fcllen<\/a> will wissen, wie wir den Tag rumgebracht haben.<\/p>\n<p>Mein Wecker klingelt um 5:55 Uhr und um 6:10 Uhr stehe ich auf. Sohn1 ist schon wach. Anscheinend hat er die Zeitumstellung inzwischen kompensiert. Er ist grunds\u00e4tzlich immer eher fr\u00fch wach. Wir gehen runter, wo ich die \u00fcbliche Morgenroutine durchlaufe: Bad, Tee kochen, Brotdosen, Kinder mit Fr\u00fchst\u00fcck versorgen, zwischendurch zweimal Sohn2 wecken, meine Haare k\u00e4mmen, Sohn2s Haare k\u00e4mmen, Schuhe an und um 7:18 verlasse ich das Haus, um um 7:23 den Bus zu erreichen. Im Bus treffe ich einen Freund von Sohn1, der zur Waldorfschule f\u00e4hrt. Der grinst jedes Mal wie ein Honigkuchenpferd, wenn ich einsteige und h\u00e4lt mir einen Platz frei. An der S-Bahn trifft er dann einen Freund und wir verabschieden uns. Ich drehe am Pokestop und gehe dann zum Bahnsteig. In der Bahn schreibe ich erst ein paar S\u00e4tze zu gestern in die Tagebuchapp und lese dann bis zu meiner Haltestelle.<\/p>\n<p>Um viertel nach acht bin ich am Schreibtisch. Als erstes bespreche ich mit den Kollegen, die die letzten Tage im Au\u00dfendienst waren, wie es so gelaufen ist. Dann setze ich mich an ein Paper, dass eigentlich bereits seit Sonntag fertig sein sollte. Ich habe endlich die letzte Zuarbeit bekommen und m\u00f6chte das heute finalisieren. Wie das so ist im Gro\u00dfraumb\u00fcro, werde ich immer wieder abgelenkt und eigentlich kann ich grunds\u00e4tzlich am Nachmittag besser schreiben als vormittags. Ich verschiebe unsere Sicherheitsunterweisung n\u00e4chste Woche von Montag auf Dienstag, weil Kollegen spontan in den Au\u00dfendienst m\u00fcssen. F\u00fcr mich macht das den Dienstag stressiger, aber dann sind wenigstens alle dabei.<\/p>\n<p>Gegen Mittag werde ich ins Labor gerufen, weil ein Projektpartner einen Testk\u00f6rper zur\u00fcck gebracht hat. Er bleibt noch auf einen Kaffee und wir besprechen das weitere Vorgehen. Anschlie\u00dfend gehe ich wieder hoch und esse mein Vesper. Da bin ich noch guter Dinge, dass ich es heute fr\u00fcher nach Hause schaffe. Ist ja nur noch das Paper fertig zu machen. Und dann klingelt das Telefon. Der Chef ist dran. Ein Versuch unseres Forschungsprojekts meldet einen Fehler. Da der in einer gro\u00dfen Anlage steht, deren Stillstand sehr viel Geld kosten w\u00fcrde, sind alle etwas aufgeregt. Der Projektverantwortliche hat nat\u00fcrlich Urlaub und der Chef telefoniert alle im Projekt involvierten ab. Ich versuche selbst den Verantwortlichen zu erreichen und er kommt schlie\u00dflich selbst rein. Als das alles gekl\u00e4rt ist, kann ich am Paper weiter machen. Leider wird das nicht fertig und ich komme nicht wie gehofft fr\u00fcher nach Hause.<\/p>\n<p>Um halb sechs bin ich zuhause. D. und ich trinken einen Kaffee und reden \u00fcber die Immobiliensituation. Es ist frustrierend! Wir wohnen au\u00dferhalb ohne S-Bahn-Anschluss und trotzdem kosten hier Doppelhaush\u00e4lften 700.000 \u20ac zum Kauf und Reihenh\u00e4user zur Miete 1800 \u20ac kalt pro Monat. Ich brauche mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln 45 min von T\u00fcr zu T\u00fcr. In diesem Radius ist s\u00e4mtlicher Wohnraum so teuer. Ich arbeite Vollzeit, unbefristet im \u00f6.D. und bin in der Gehaltstabelle fast ganz oben und kann das nicht bezahlen. Wie weit weg muss man ziehen, um ein Haus f\u00fcr 5 Personen bezahlen zu k\u00f6nnen? Wie kann \u00fcberhaupt jemand ohne geerbt zu haben im Gro\u00dfraum Stuttgart irgendwelchen Wohnraum kaufen? Dazu kommt dann diese diffuse Sorge, dass wir von unserer Rente sp\u00e4ter nur entweder Wohnung oder Lebensmittel bezahlen k\u00f6nnen. Und irgendwo zwischendurch sollten wir noch die Welt retten, weil die alten wei\u00dfen M\u00e4nner an der Macht sich weigern was zu tun. Aber Schluss mit dem Exkurs und zur\u00fcck zu meinem Tag.<\/p>\n<p>Sohn2 bringt das Tablet und besch\u00e4ftigt sich anschlie\u00dfend damit, mit Buchstabenstempeln das Alphabet zu stempeln. Sohn1 ist mit einem Freund unterwegs und Sohn3 wuselt rum. Er war am Nachmittag Kinder in der Nachbarschaft besuchen und darf noch etwas Fernsehen. Dann geht er in die Badewanne. Sohn1 kommt heim, D. macht Abendessen. Sohn2 isst eine Gabel und verk\u00fcndet, es schmecke ihm nicht. Das macht er momentan bei allem au\u00dfer Pizza und Pfannkuchen. Auch bei Sachen, die er fr\u00fcher gegessen hat. Sohn3 isst sowieso beinahe nichts. Schlie\u00dflich isst Sohn3 ein Fischst\u00e4bchen von gestern und Sohn2 Cini Minis. Ausgewogen. Nunja. Sohn1 isst daf\u00fcr gerne und alles, das darf ruhig auch mal erw\u00e4hnt werden.<\/p>\n<p>Weil Wochenende ist, gehen die Gro\u00dfen erst gegen 21:30 ins Bett. Ich schlafe bei Sohn3 mit ein und stehe nur noch mal auf, um den Rest Salat zu essen und die W\u00e4sche aufzuh\u00e4ngen. Und dann ist der Tag auch f\u00fcr mich beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon wieder soweit. Es ist der f\u00fcnfte und Frau Br\u00fcllen will wissen, wie wir den Tag rumgebracht haben. Mein Wecker klingelt um 5:55 Uhr und um 6:10 Uhr stehe ich auf. Sohn1 ist schon wach. 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