{"id":5104,"date":"2018-12-05T23:31:10","date_gmt":"2018-12-05T22:31:10","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=5104"},"modified":"2018-12-06T11:43:37","modified_gmt":"2018-12-06T10:43:37","slug":"tagebuchbloggen-12-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/tagebuchbloggen-12-18\/","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen 12\/18"},"content":{"rendered":"<p>So schnell vergeht ein Monat ohne Bloggen. Heute ist mal wieder der 5. und <a href=\"https:\/\/bruellen.blogspot.com\/2018\/12\/wmdedgt-1218.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frau Br\u00fcllen<\/a> fragt, was wir den ganzen Tag so machen. Hier kommt beim Tagebucheintrag:<\/p>\n<p>Ich wache um 6:24 auf. Eine halbe Stunde zu sp\u00e4t. Ob mein Wecker nicht geklingelt hat oder ich ihn ausgeschaltet habe, wei\u00df ich nicht. In der Nacht wurde ich zweimal geweckt. Einma als Sohn3 r\u00fcber kam und einmal als Sohn2 ein Problem hatte. Ich \u00e4rgere mich \u00fcbers Verschlafen, aber eigentlich ist es kein Drama. Ich stehe auf und packe als erstes Aufbackbr\u00f6tchen in den Ofen, weil kein Brot da ist. Ohne Vorheizen und ohne Uhr. Ich gehe duschen und nehme die Br\u00f6tchen anschlie\u00dfend raus. Klappt so gut wie immer. Ich schneide sie vorm Z\u00e4hneputzen noch auf, damit sie abk\u00fchlen k\u00f6nnen. S\u00f6hne 1 und 2 sind wach und machen ihre Adventskalender auf. Dieses Jahr habe ich wieder welche selbst gef\u00fcllt, nachdem es letztes Jahr gekaufte nach Wunsch gab. F\u00fcr S\u00f6hne 1 und 2 habe ich die Lego Minecraft Crafting Box gekauft und je zwei Sets pro Sohn in Butterbrott\u00fcten sortiert. Dazu noch was S\u00fc\u00dfes und fertig. Sohn3 hat einen gekauften Playmobil 123 Kalender und was S\u00fc\u00dfes dazu. Dieses Jahr ist es das erste mal, dass wir die Kalender nicht so hoch lagern, dass die Kinder nicht selbst dran kommen. Endlich sind sie alt genug um das &#8222;jeden Tag eins&#8220; zu verstehen!<\/p>\n<p>Z\u00e4hneputzen, also. Leider steht meine Zahnb\u00fcrste zwar auf der Ladestation, die ist aber nicht eingesteckt. Also kein Strom mehr und ich muss manuell putzen. Anschlie\u00dfend ist anziehen dran und die Jungs zu Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcberreden. Es ist 7 Uhr. Ich habe mich von der Hoffnung verabschiedet, den Bus um 7:15 zu erreichen. Die Brotdosen sind noch nicht fertig und meine Haare noch nass. Also mache ich in Ruhe alles fertig und verabschiede gem\u00fctlich die zwei gro\u00dfen Kinder um 7:30 an der T\u00fcr. Dann stelle ich fest, dass ich mein Handy am Abend nicht ans Kabel geh\u00e4ngt habe und das Handy leer ist. Ich h\u00e4nge es kurz an und lade auf 3% auf. Den Rest muss die Powerbank auf dem Weg zur Arbeit richten. Sohn3 steht kurz bevor ich gehen muss auch auf. Bus und Bahn sind p\u00fcnktlich. Die Rolltreppe an der Uni ist daf\u00fcr mal wieder kaputt.<\/p>\n<p>Im B\u00fcro hole ich mir einen Kaffee und rede noch kurz mit einer Kollegin, die heute Teile meiner Arbeit bei einer Besprechung vorstellen muss. Anschlie\u00dfend arbeite ich meine To Do Liste ab. D.h. ich versuche sie abzuarbeiten. Seit Wochen wird die nur l\u00e4nger statt k\u00fcrzer. Heute ist der wichtigste Punkt die Vorlesung, die ich am Nachmittag halten werde. Daf\u00fcr gehe ich noch mal die Folien durch, an denen ich seit dem letzten Jahr nichts au\u00dfer dem Datum ge\u00e4ndert habe. Ich verschiebe ein paar Folien, lasse aber den Rest so. Dann kl\u00e4re ich mit dem Verantwortlichen die Logistik: Ort, wieviele Studierende, HDMI- oder Analoganschluss (das hat mein Rechner n\u00e4mlich nicht). Irgendwann habe ich Hunger. Da es schon halb zw\u00f6lf ist, esse ich mein Vesper. Dann mache ich noch etwas Datenauswertung f\u00fcr eins meiner Projekte und hole dann im Labor die Sachen, die ich f\u00fcr die Vorlesung und \u00dcbung brauche: Ultraschallger\u00e4t + Zubeh\u00f6r, Testk\u00f6rper und Farbe und Entwickler f\u00fcr die Eindringpr\u00fcfung. Mit meinem voll gepackten Rollk\u00f6fferchen (Stahltestk\u00f6rper sind schwer!) mache ich mich auf den Weg zur Vorlesung. Daf\u00fcr muss ich etwa 10 Minuten \u00fcber den Campus laufen. Ich bin zu fr\u00fch da, aber so haben ich und der Vorlesungsverantwortliche genug Zeit, um die Pr\u00e4sentation zum Laufen zu kriegen und ein bisschen \u00fcber die Auslastungsplanung, die uns aufgedr\u00fcckt wurde, zu schimpfen. Dann kommen die Studierenden. Der Raum ist voll. Allerdings ist der auch klein. Knapp \u00fcber zehn Studierende sind da. Ich hab die Vorlesung auch schon f\u00fcr drei gehalten, also sind das ordentlich viele. Letztes Jahr habe ich exakt 90 Minuten geredet. Deshalb bef\u00fcrchte ich die ganze Zeit, dass ich zu lange rede und beeile mich. Das Ergebnis ist, das ich schon nach 70 Minuten mit den Folien durch bin. Tja. Kurze Pause und dann machen wir \u00dcbung. Daf\u00fcr haben wir gestern ein kurzes Programm vorbereitet. Eigentlich h\u00e4tten wir 90 Minuten Zeit, aber dann m\u00fcsste ich das halbe Labor r\u00fcber tragen. Also machen wir nur eine kurze \u00dcbung und ich entlasse die Studierenden. Bevor ich wieder r\u00fcber laufe, treffe ich noch einen Kollege, mit dem ich mich \u00fcber eine W\u00e4rmebildkamera f\u00fcrs Handy unterhalte und ob wir sowas anschaffen sollten. Cool w\u00e4re es schon, aber Anwendungen haben wir keine. Mal sehen.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zu unserem Geb\u00e4ude, spiele ich Pokemon Go. Ich lade die Sachen von der \u00dcbung wieder im Labor ab und gebe den noch anwesenden Kollegen einen Kurzabriss der Vorlesung. Dann gehe ich noch mal nach oben, um meine Sachen zu holen. Ich checke noch kurz, was morgen beim Unisport angeboten wird. Ich bin f\u00fcr einen Kurs Donnerstagnachmittags angemeldet, der sich diese Woche leider mit einer Arbeitskreissitzung \u00fcberschneidet. Die gleiche Trainerin bietet aber noch andere Kurse an und ist da sehr kulant, wenn man aus Zeitgr\u00fcnden einen anderen Kurs besucht. Morgen gibt es tats\u00e4chlich einen Kurs, der mir zeitlich besser passt. Also nehme ich die Sportsachen morgen trotzdem mit.<\/p>\n<p>Um 16:50 verlasse ich das B\u00fcro und nehme S-Bahn und Bus nach Hause. Zuhause empfangen mich die Kinder freudig. Ich kriege Kaffee und spiele mit Sohn3 zwei Runden Memory. Leider betr\u00fcgt er immer ein bisschen, obwohl er ohne Schummeln auch immer gewinnen w\u00fcrde. Weil heute nacht der Nikolaus kommt, m\u00fcssen die Schuhe noch geputzt werden. Das machen die Kinder auch fast ohne Murren. Ich beziehe noch ein Kinderbett neu und muss dann auch schon wieder los. In der Schule ist eine Infoveranstaltung zur weiterf\u00fchrenden Schule. Wir tendieren dazu, Sohn1 auf die Gemeinschaftsschule im Nachbarort zu schicken, weil uns das Konzept mit Ganztagsschule, keinen Hausaufgaben und keinen Noten eigentlich gut gef\u00e4llt und die Schule von uns aus gut mit dem Bus zu erreichen ist. Sohn1 ist von der Vorstellung, dass er um vier zuhause ist und keine Hausaufgaben mehr machen muss, auch sehr angetan. Ich stelle aber im Gespr\u00e4ch mit anderen Eltern immer wieder fest, dass das Konzept Gemeinschaftsschule von vielen (noch?) abgelehnt wird. Die Argumente sind: &#8222;Das wird doch in f\u00fcnf Jahren eh wieder abgeschafft.&#8220;, &#8222;Die haben doch gar nicht genug Personal, um ihre eigenen Konzepte zu erf\u00fcllen!&#8220;, &#8222;Da schicken die Eltern die Kinder hin, die es auf dem Gymnasium nicht schaffen w\u00fcrden, weil sie dann vielleicht doch noch Abitur machen k\u00f6nnen.&#8220;, &#8222;Wenn mein Kind selbstst\u00e4ndig arbeiten muss, geht das in die Hose.&#8220;, &#8222;Schule bis 15:20?! So lange soll mein Kind nicht in die Schule gehen m\u00fcssen!&#8220;, &#8222;Das alle gemeinsam lernen funktioniert doch schon in der Grundschule nicht!&#8220;, usw. Ich habe jede Menge Gegenargumente, wie z.B. dass L\u00e4nder, die im internationalen Vergleich bei Bildung gut abschneiden oft Gemeinschaftsschulen haben, dass Kinder in der 5. Klasse gerne mal endlich selbstst\u00e4ndig arbeiten lernen sollen, dass auch andere Schulen weder Geld noch Personal f\u00fcr tolle Dinge haben und die Gemeinschaftsschulen in den letzten Jahren enorm gef\u00f6rdert wurden, dass es eine Illusion ist, die Kinder w\u00e4ren an anderen Schulen fr\u00fcher als 16 Uhr mit Schule (+Fahrzeit) und Hausaufgaben fertig, dass das Bildungssystem so durchg\u00e4ngig ist, dass man immer ein Abitur machen kann, ganz egal auf welcher Schule man anf\u00e4ngt (und das man eigentlich auch gar nicht zwingend ein Abitur braucht), aber man kriegt dieses Denken aus den K\u00f6pfen der Baden-W\u00fcrttemberger nicht so schnell raus.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re mir also Infos zu allen Schulformen an. An der Hauptschule kann man auch Realschulabschluss machen und an der Realschule jetzt wohl auch einen Hauptschulabschluss. Der Realschulrektor redet viel von Sitzenbleiben und Noten und Ma\u00dfregeln, dass er nicht wirklich gute Werbung macht. Die Hauptschule am Ort wirkt zwar ganz nett, ist halt aber (trotz Realschuloption) eine Hauptschule, die von Beginn an drauf hinzielt, die Kinder in Ausbildung zu vermitteln. Da glaub ich dann nicht mehr so richtig an &#8222;den Kindern stehen alle M\u00f6glichkeiten offen&#8220;. Die Gymnasien finde ich alle toll und w\u00fcrde mich f\u00fcr verschiedene gern selbst anmelden. Allerdings glaube ich nicht, dass Sohn1 auf dem Gymnasium richtig ist. Und so gehe ich aus der Veranstaltung raus und finde immer noch die Gemeinschaftsschule richtig. Aber jetzt warten wir mal die Empfehlung ab und schauen dann im Fr\u00fchjahr die in Frage kommenden Schulen (Gemeinschaftsschule, Realschule) mal an und entscheiden dann.<\/p>\n<p>Zuhause kriege ich noch ein sp\u00e4tes Abendessen und berichte ausf\u00fchrlich \u00fcber die Infoveranstaltung. Ich habe die Flyer von allen Schulen mitgenommen und werde sie mal Sohn1 zeigen. Anschlie\u00dfend schauen wir noch eine Folge der dritten Staffel von &#8222;The Man in the High Castle&#8220;. Bevor wir m\u00fcde ins Bett wanken, m\u00fcssen wir noch Nikolaus spielen. Was tut man nicht alles.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So schnell vergeht ein Monat ohne Bloggen. Heute ist mal wieder der 5. und Frau Br\u00fcllen fragt, was wir den ganzen Tag so machen. Hier kommt beim Tagebucheintrag: Ich wache um 6:24 auf. Eine halbe Stunde zu sp\u00e4t. Ob mein Wecker nicht geklingelt hat oder ich ihn ausgeschaltet habe, wei\u00df ich nicht. 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