{"id":4397,"date":"2016-04-12T10:29:29","date_gmt":"2016-04-12T08:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=4397"},"modified":"2016-04-12T10:29:29","modified_gmt":"2016-04-12T08:29:29","slug":"beetgeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/beetgeschichten\/","title":{"rendered":"Beetgeschichten"},"content":{"rendered":"<p>Es ist Fr\u00fchling im Garten und da ist man ja noch ambitioniert den Garten sch\u00f6n zu machen. Und am Ende kommt alles anders. Unser typisches Gartenjahr sieht ja folgenderma\u00dfen aus.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 1 Es wird warm<\/strong><\/p>\n<p>Man ist ja jedes Jahr so gespannt, was wo w\u00e4chst und freut sich \u00fcber die Krokusse und Schneegl\u00f6ckchen. Wenn dann die ersten Tulpen und Narzissen raus kommen und der Rhabarber anf\u00e4ngt zu sprie\u00dfen, w\u00fcnscht man sich, wir h\u00e4tten die Unkrautreste vom letzten Jahr schon weggemacht. Dann s\u00e4he das ja alles noch sch\u00f6ner aus. Und sowieso w\u00fcrde man dieses Jahr viel fr\u00fcher und konsequenter mit der Unkrautbek\u00e4mpfung sein! Am ersten sch\u00f6nen Tag, f\u00e4ngt man also an das alte Gestr\u00fcpp zu entfernen. Nach dem halben Erdbeerbeet beschlie\u00dft das Kleinkind, dass es genug in unserem Garten war und jetzt durch die Beete und Nachbarg\u00e4rten auf die Stra\u00dfe t\u00fcrmen will. Nach dem dritten Einfangen muss das Erdbeerbeet eben warten und die Gartenarbeit wird vertagt. Dann folgt erst mal Regen. Und Regen. Und ein verplantes Fr\u00fchlingswochenende und dann noch etwas Regen.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 2 Das gro\u00dfe J\u00e4ten<\/strong><\/p>\n<p>Regen und Sonne tun ihren Dienst und das Unkraut verbreitet sich zwischen den Fr\u00fchbl\u00fchern. Ungef\u00e4hr viermal so schnell, wie alle m\u00fchevoll gesetzten Stauden. Noch immer voller Ambitionen, versucht man den Kampf gegen den L\u00f6wenzahn aufzunehmen. Der bildet n\u00e4mlich schon Knospen. Auch anderes Unkraut muss dringend einsammelt werden, bevor es anf\u00e4ngt zu bl\u00fchen und man Mitleid kriegt. &#8222;Schau, es bl\u00fcht f\u00fcr uns. Dann darf es auch bleiben.&#8220; W\u00e4hrend man also L\u00f6wenzahnwurzeln ausbuddel, zerhackt ein Kind mit kinderungeeignetem Werkzeug die Narzissen und ein anderes macht sich und die Terasse beim &#8222;Suppe&#8220; kochen komplett nass. Also wird das gro\u00dfe J\u00e4ten mal wieder vertagt.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 3 &#8222;Wo kommt das ganze Unkraut her?!&#8220;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Man wurstelt so vor sich hin, rupft hier und dort und vor lauter Leben bleibt das gro\u00dfe Unkrautj\u00e4ten auf der Strecke. Ist ja noch Zeit. Solange es noch keine Samen bildet, alles kein Problem. Und gro\u00dfe Pflanzen lassen sich ja viel besser ausrupfen als kleine. Am schlimmsten (neben dem L\u00f6wenzahn) ist das selbstges\u00e4hte Unkraut. Gar nicht zu empfehlen ist die Samenmischung &#8222;Essbare Bl\u00fcten&#8220;. Da ist Borretsch drin. Die Bienen finden den toll. Sieht auch ganz nett aus, aber er s\u00e4ht sich sehr dominant und \u00fcberall hin aus. Ebenso dominant ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schmalbl%C3%A4ttriger_Doppelsame\" target=\"_blank\">Rucola<\/a>. Aus &#8222;Schau, leckerer Rucola aus dem Garten!&#8220; im ersten Jahr, wird dann &#8222;\u00d6hm, da w\u00e4chst Rucola im Erdbeerbeet!&#8220; im 2. und &#8222;Der Rucola w\u00e4chst jetzt auch auf dem Rasen und in den Plattenfugen auf der Terrasse!&#8220; im 3. Jahr. Immerhin bl\u00fcht er ganz h\u00fcbsch und beim Rasenm\u00e4hen duftet es gut. Trotzdem eine Unversch\u00e4mtheit, dass der Rucola im Supermarkt \u00fcberhaupt was kostet.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 4 &#8222;Schau Mama, Pusteblumen!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Einige der L\u00f6wenz\u00e4hne haben mal wieder den Kampf gewonnen und sich erfolgreich zur Pusteblume gewandelt. Und w\u00e4hrend die Kinder begeistert im Garten herumtollen und pusten, denkt man nur immer wieder, &#8222;Ach Kind, puste doch nicht in Beet!&#8220;. Aber sie haben eben Spa\u00df und nun ist es ohnehin zu sp\u00e4t. Im n\u00e4chsten Jahr, da wird man den L\u00f6wenzahl sehr viel konsequenter und vor allem fr\u00fcher entfernen. Ganz sicher. Ebenso \u00fcbrigens die Gr\u00e4ser, die pl\u00f6tzlich 20 cm hoch zwischen den Erdbeeren wachsen.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 5 Sommerurlaub<\/strong><\/p>\n<p>Es ist Sommer, es sind Ferien, man f\u00e4hrt in Urlaub. Zwei Wochen an irgendeinem Meer. Manchmal denkt man an den Garten. Ob die Pflanzen genug Wasser kriegen? Ob wieder irgendwelche wilden Tiere auf den Rasen kacken? Und dann kommt man zur\u00fcck und der Borretsch hat den Garten \u00fcbernommen. Alle Blumen- und Gem\u00fcsebeete sind mit den gr\u00e4\u00dflich pieksigen Bl\u00e4ttern bedeckt. Teilweise sind die Pflanzen schon 50 cm hoch. Das ist dann der Moment, wo die gro\u00dfe Resignation kommt. Manchmal begleitet von wildem Aktionismus. Unter Fl\u00fcchen, mit Handschuhen und Hilfe von den S\u00f6hnen, werden alle gro\u00dfen und kleinen Pflanzen, die man findet entfernt. Ein oder zwei gro\u00dfe d\u00fcrfen f\u00fcr die Bienen stehen bleiben. Man vermutet, dass bereits Milliarden Samen runtergefallen sind und darauf warten im n\u00e4chsten Sommer die Herrschaft \u00fcber den Garten zu \u00fcbernehmen. Aber im n\u00e4chsten Jahr, da wird man fr\u00fcher anfangen das Unkraut zu entfernen.<\/p>\n<p><strong>Kapitel 6 Epilog<\/strong><\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tsommer und Herbst j\u00e4tet man nur noch sporadisch. Man sieht ein, den Kampf verloren zu haben. Eigentlich ist es ja auch alles ganz h\u00fcbsch. Und f\u00fcr die Bienen und Schmetterlinge ja auch ganz super. Und im n\u00e4chsten Jahr, da f\u00e4ngt man eben fr\u00fcher an zu j\u00e4ten. Ganz bestimmt!<\/p>\n<p>Ausgelassen wurden hier, die K\u00e4mpfe gegen die Schnecken (warum fressen die eigentlich nicht das Unkraut?) und die Versuche die Amseln von den Erdbeeren fern zu halten. Aber vielleicht berichte ich dar\u00fcber dann mal im Teil 2 der Beetgeschichten.<\/p>\n<p>Mitgeben m\u00f6chte ich Euch nun, quasi als ProTipp f\u00fcr inkosequente G\u00e4rtner:<\/p>\n<ul>\n<li>Rucola ist super im Salat, aber nur so mitteltoll im Garten<\/li>\n<li>L\u00f6wenzahn ist sehr effizient bei der Arterhaltung<\/li>\n<li>s\u00e4ht nienienie Borretsch aus. Der ist der Endgegner!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Fr\u00fchling im Garten und da ist man ja noch ambitioniert den Garten sch\u00f6n zu machen. Und am Ende kommt alles anders. Unser typisches Gartenjahr sieht ja folgenderma\u00dfen aus. Kapitel 1 Es wird warm Man ist ja jedes Jahr so gespannt, was wo w\u00e4chst und freut sich \u00fcber die Krokusse und Schneegl\u00f6ckchen. 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