{"id":4070,"date":"2015-08-05T23:59:20","date_gmt":"2015-08-05T21:59:20","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=4070"},"modified":"2015-08-06T10:18:13","modified_gmt":"2015-08-06T08:18:13","slug":"wmdedgt-0815","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wmdedgt-0815\/","title":{"rendered":"WMDEDGT 08\/15"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/bruellen.blogspot.de\/2015\/08\/wmdedgt-0815.html\" target=\"_blank\">Frau Br\u00fcllen fragt<\/a>, wie an jedem 5., was ich eigentlich den ganzen Tag mache.<\/p>\n<p>Der Tag beginnt wie immer mit dem Weckerklingeln um <strong>6:00<\/strong>. Ich bleibe noch kurz liegen und stehe um<strong> 6:14<\/strong> auf. Als erstes sind die Vesperboxen dran. 6 Scheiben Toast toasten, die ergeben dann 2 doppelte Wurstbrote (f\u00fcr die Jungs), eins mit Humus und eins mit Frischk\u00e4se (f\u00fcr mich). Dazu gibt&#8217;s noch was zum L\u00f6ffeln oder Waffeln f\u00fcr die Jungs und Gem\u00fcse f\u00fcr mich. Ich koche Kaffee und Wasser, dusche und wecke die Jungs. Heute muss ich sie nicht so antreiben, da ich nicht zur Arbeit, sondern zur Autowerkstatt muss, weil seit der letzten Reparatur einer der Nebelscheinwerfer nicht mehr geht. Als wir am Abend vorher 15 Minuten vor Werkstattschluss deshalb dort waren, war leider kein Mechaniker mehr da. Ich decke den Tisch. Obst schneiden f\u00e4llt aus, weil kein Obst da ist. Es gibt Fr\u00fchst\u00fccksflocken f\u00fcr die Jungs und den letzten Pfannkuchen von vorgestern f\u00fcr mich. Denke ich mir so. Am Tisch wollen die Kinder lieber auch Pfannkuchen, so dass brav geteilt wird. Der Herr Gartenhein zieht sich an, der Schl\u00f6kerich wird von mir angezogen. Danach sind die verstrubbelten Haare und Schokom\u00fcnder dran. Bevor wir alle das Haus verlassen, suche ich noch kurz die Sitzunterlage, weil vermutlich einer der Jungs heute Waldtag hat. Ich denke der Herr Gartenhein ist dran.<br \/>\nIm Kindergarten sehe ich, dass ich mit dem Waldtag recht hatte. Die Kinder verschwinden in den Gruppen und ich r\u00e4ume die Garderobe aus. Die soll geputzt werden und da morgen f\u00fcr die Jungs der letzte Tag vor den Ferien ist, schadet es auch nicht, einfach alles schon mit zu nehmen. Etwa um <strong>viertel nach acht<\/strong> verlasse ich den Kindergarten und bin zehn Minuten an der Autowerkstatt. Der Mechaniker ist noch nicht da. (So ist das also mit der 35 h Woche.) Ich lasse den Autoschl\u00fcssel da und laufe zum real r\u00fcber, wo ich noch eine K\u00fchltasche kaufen will. Dumm nur, dass es die im Au\u00dfenzelt gibt und das erst um 10 Uhr \u00f6ffnet. Ich dr\u00fccke mich also einfach so im real rum, kaufe Kaugummi und eine Nektarine (zuhause gab es ja kein Obst) und google, ob das M\u00f6belhaus nebenan schon ge\u00f6ffnet hat. Google sagt um 9:00. Also laufe ich r\u00fcber. Google hat nicht recht, es \u00f6ffnet erst um 10:00. Also laufe ich ohne K\u00fchltasche zur\u00fcck zum Autohaus, wo mein Auto immer noch nicht fertig ist. Ich darf im Bistro warten, berichte D. \u00fcber WhatsApp von der erfolglosen K\u00fchltaschenmission und lese ein bisschen im Internet. Dann ist das Auto fertig. War ein Kabel nicht eingesteckt.<br \/>\nIch fahre zur Arbeit und bin um<strong> 10 Uhr<\/strong> an meinem Schreibtisch. Ich habe mir vorgenommen vor dem Urlaub noch ein Word-Dokument fertig zu machen, an dem ich schon ein paar Tage herummache. Ich muss verschiedene Informationen von anderen Leuten zusammen kopieren, einheitlich formatieren und f\u00fcr jeden einzelnen rausfinden welche Infos noch fehlen. Einiges davon finde ich im Internet, anderes nicht. Zwischendurch gibt es Gespr\u00e4che mit den Kollegen und Telefonate zu anderen Themen. Die Mittagspause verbringe ich am Schreibtisch. Die letzten Tage bin ich immer eine Runde durch den Wald spazieren gegangen, aber die K\u00fchltaschenmission hat den Schrittz\u00e4hler f\u00fcr heute schon gut bedient, so dass ich beim Essen lieber ein bisschen auf den Seiten unseres Urlaubsortes herumsurfe und mich vorfreue. Das Dokument besch\u00e4ftigt mich bis etwa <strong>16:30<\/strong>. Anschlie\u00dfend schreibe ich jedem der Beteiligten eine eMail, bedanke mich f\u00fcr Zuarbeit und fordere weitere Informationen ein. Insgesamt sind es zw\u00f6lf emails, zehn auf deutsch, zwei auf englisch. Als letztes kommt noch eine email an alle, da ich zus\u00e4tzlich zu dem einen Dokument ein zweites vorbereiten will, wof\u00fcr ich wiederum Zuarbeit brauche. Als Deadline f\u00fcr alles setze ich den Tag nach meinem Urlaub. Soll ja nicht langweilig werden. Kurz nach <strong>17 Uhr<\/strong> verlasse ich mein B\u00fcro, treffe auf dem Gang noch die Chefin, bespreche was und fahre dann nach Hause, bzw. erst noch mal zum real.<br \/>\nBeim real finde ich die beworbene K\u00fchltasche nicht. Das K\u00fchlakkuregal ist auch recht leer. Es gibt noch ganz clevere K\u00fchlakkus, die Einbuchtungen haben, dass man sie zwischen Flaschen stecken kann. Allerdings ohne Preis. Ich laufe zur Kasse, die Kassiererin findet die Akkus nicht im Computer und kann sie mir nicht verkaufen. Ich entscheide mich dann f\u00fcr eine Plastikk\u00fchlbox und die billigsten K\u00fchlakkus. Kurz vor der Kasse finde ich die K\u00fchltaschen aus der Werbung doch noch und nehme lieber die, weil sie nicht so sperrig wie die Box ist.<br \/>\nUm kurz nach <strong>18 Uhr<\/strong> bin ich zuhause, wo D. gerade die Wasserbahn auf der Terrasse bef\u00fcllt. Der Julijunge ist schon den ganzen Tag sehr anh\u00e4nglich, so dass D. froh ist, ihn mir \u00fcbergeben zu k\u00f6nnen. D. geht einkaufen, ich starte eine Waschmaschine und r\u00e4ume die Sp\u00fclmaschine aus und ein. Das geht mit dem Julujunge kaum, weil er jedes Mal einen Wutanfall bekommt, wenn er nicht auf die Klappe der Sp\u00fclmaschine klettern darf. Dann klaut er sich einen L\u00f6ffel und verschwindet damit, was mir ganz recht ist. Ich versuche noch neue B\u00fccher auf meinen eReader zu laden, was mit dem Julijunge nicht ganz so einfach ist. Am Ende habe ich aber drei neue B\u00fccher. Das muss reichen f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen.<br \/>\nD. kommt wieder und macht Abendessen. Fleischk\u00e4setoast f\u00fcr den Herr Gartenhein, Grie\u00dfbrei f\u00fcr den Schl\u00f6kerich, Minifr\u00fchlingsrollen f\u00fcr die Erwachsenen und Salat nur f\u00fcr mich. Der Schl\u00f6kerich f\u00e4ngt an zu heulen, weil er &#8222;nis diese Brie\u00dfbrei!&#8220; wollte. Keiner wei\u00df, was er stattdessen wollte und als D. den Grie\u00dfbrei nochmal umr\u00fchrt ruft er begeistert &#8222;diesen Brie\u00dfbrei wollte ich!&#8220;. Drei sein ist wohl kompliziert. Der Julijunge isst etwas Gem\u00fcse aus meinem Salat, steht dann in seinem Stuhl auf und muss aussteigen. Kurz danach steht er heulend neben meinem Stuhl und ich setze ihn wieder in seinen Stuhl. Eine Banane lang bleibt er sitzen, dann beginnt das Spiel von neuem. Die anderen Jungs sind aber auch fertig mit essen und die drei fangen an was zu spielen.<br \/>\nDer Herr Gartenhein und der Julijunge sind m\u00fcde, der Schl\u00f6kerich, der einen langen Mittagschlaf hatte nicht. Bevor ich mit den beiden m\u00fcden Kindern nach oben gehe, hole ich die W\u00e4sche aus der Maschine und wasche noch eine Runde Matschhosen und eine Regenjacke. Braucht man ja f\u00fcr den Nordseeurlaub. Z\u00e4hneputzen und Umziehen klappt ohne weiteres Theater. Der Schl\u00f6kerich kommt dazu und will sich nicht umziehen lassen. Ich \u00fcberlasse das D. und bringe den Julijunge ins Bett. Der schl\u00e4ft ausnahmsweise relativ schnell ein, ich lese aber trotzdem noch ein paar Seiten, bevor ich nach unten gehe. Der Herr Gartenhein schl\u00e4ft tief und fest, der Schl\u00f6kerich l\u00e4sst sich von Papa noch was vorlesen.<br \/>\nIm Wohnzimmer h\u00e4nge ich die W\u00e4sche auf, hole die restliche gewaschene W\u00e4sche aus dem Keller und programmiere die letzte Waschmaschine vor dem Urlaub f\u00fcr 4:30 Uhr. Zwischendurch weint zweimal der Julijunge. Einmal wird er vom Schl\u00f6kerich geweckt, der mich im Schlafzimmer sucht und einmal wacht er von alleine auf und ist, bis ich oben bin, schon aus dem Bett geklettert und laut schreiend bis vor die T\u00fcr zum Treppenhaus gerannt. Zum Gl\u00fcck haben seine Br\u00fcder einen gesegneten Schlaf. Er beruhigt sich auf meinem Arm sofort und l\u00e4sst sich wieder ins Bett legen. Nach dem W\u00e4scheaufh\u00e4ngen bin ich ein bisschen ratlos. Es ist das erste Mal seit Wochen, dass ich abends nicht noch irgendwas dringend tun muss, sondern ich kann einfach auf dem Sofa rumgammeln. Das ist sehr ungewohnt. Wir zappen uns etwas durchs Fernsehprogramm und als ich beschlie\u00dfe, ich k\u00f6nnte ja mal fr\u00fch ins Bett gehen, ist es doch schon wieder nach Mitternacht. Nun gut. Ich \u00fcberlasse das Sp\u00fclmaschine einr\u00e4umen wie immer D. und verabschiede mich ins Bett. Und da ist der 5. August auch schon wieder vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frau Br\u00fcllen fragt, wie an jedem 5., was ich eigentlich den ganzen Tag mache. Der Tag beginnt wie immer mit dem Weckerklingeln um 6:00. Ich bleibe noch kurz liegen und stehe um 6:14 auf. 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