{"id":3470,"date":"2014-01-10T10:38:33","date_gmt":"2014-01-10T09:38:33","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=3470"},"modified":"2014-01-10T10:38:33","modified_gmt":"2014-01-10T09:38:33","slug":"so-war-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/so-war-weihnachten\/","title":{"rendered":"So war Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachten uns Silvester haben wir in der alten Heimat verbracht. Am 23. gegen Mittag fuhren wir los. Den ersten Abend verbrachten wir damit, die unz\u00e4hligen Pakete, die f\u00fcr uns angekommen waren, auszupacken, zu sortieren und wieder einzupacken. Am l\u00e4ngsten dauerte allerdings das Aufbauen des Schlagzeugs f\u00fcr den Herr Gartenhein. Am 24. haben wir mit den Kindern den Baum geschm\u00fcckt und vor uns hingegammelt. Als es dunkel war, hat der Opa sich die Kinder geschnappt und ist den Weihnachtsmann suchen gegangen, der dann in ihrer Abwesenheit auch tats\u00e4chlich da war. Dann gab es die Geschenke f\u00fcr die Kinder. Der Herr Gartenhein bekam Lego, Cars Autos, ein Schlagzeug und eine Uhr mit Tag-Nacht-Anzeige, die bisher eigentlich ganz gute Wirkung zeigt (Diskussionen um Aufstehzeiten wurden reduziert). Nun zeigt die Eule, ob schon Zeit zum Aufstehen ist. Der Schl\u00f6kerich bekam ebenfalls ein paar Cars Autos, eine Murmelbahn, eine kleine Briobahn und ein Puppengeschirr. Beide Kinder waren begeistert. Nach der Kinderbescherung gab es traditionell Raclette und vor der Erwachsenenbescherung durften die Kinder ins Bett. Ich hab Dr. Mario f\u00fcr meinen Gameboy bekommen, was mich in den folgenden Tagen einigen Nachtschlaf kostete (ich komm einfach nicht \u00fcber Level 18!), einen ebook-Reader, ein Buch (aus Papier) und Konzertkarten f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FtPSfAhO_q8\" target=\"_blank\">Judith Holofernes. <\/a><\/p>\n<p>Am ersten Weihnachtsfeiertag war ich mit zwei Freundinnen zum Fr\u00fchst\u00fcck verabredet. Schon um neun. W\u00e4hrend wir fr\u00fcher um halb sieben erst aus der Disco torkelten, treffen wir uns heute schon um neun zum Fr\u00fchst\u00fccken. Wir sind wohl erwachsen geworden? Das war schon deshalb ein Erlebnis, da beinahe kein Caf\u00e9 am ersten Weihnachtsfeiertag schon morgens ge\u00f6ffnet hat. Und so fanden wir uns dann im Caf\u00e9 Reiter wieder, mit Kaffee in K\u00e4nnchen, weichgekochten Eiern (ich dachte sowas gibt es in der Gastronomie gar nicht mehr) und Schnittk\u00e4seaufschnitt. Aber wir waren ja nicht wegen der Qualit\u00e4t des Essens dort (aber n\u00e4chstes Mal gehen wir doch in den \u00d6schberghof, oder?). Wir redeten \u00fcbers schwanger sein, schwanger werden, \u00fcber Freunde und Familie, \u00fcber fr\u00fcher und \u00fcber heute. Und da wurde mir mal wieder bewusst, wie schade es ist, dass wir nicht mehr nur zwei Fu\u00df- oder zehn Autominuten auseinander wohnen. Das fehlt mir wirklich.<br \/>\nAm Abend als die Kinder im Bett waren, traf ich noch relativ spontan in einer der Szenekneipen (oder vielleicht auch nur die einzige, die l\u00e4nger als bis Mitternacht auf hat) ein paar Schulfreunde. Fr\u00fcher gab es bei solchen Treffen immer haufenweise Neuigkeiten, aber das hat in den letzten Jahren irgendwie abgenommen. Entweder findet man Dinge wie Hochzeiten oder Kinder bei Menschen, die man Jahre nicht gesehen hat, nicht mehr so spannend, oder man ist dank der diversen Social Media Kan\u00e4le ohnehin bereits \u00fcber alles informiert.<\/p>\n<p>Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir tats\u00e4chlich stundenweise die Betreuung unserer Kinder selbst \u00fcbernommen und sind ins Schwimmbad gefahren. Am Abend gab&#8217;s wieder ein Treffen mit alten Freunden in einer anderen, aber wohl eher nicht so sehr Szenekneipe. Zumindest war dort das exotischste Getr\u00e4nk auf der Karte die Orangensaftschorle. Fr\u00fcher gab&#8217;s immerhin noch \u00fcberall BaKi, aber die Zeiten sind wohl vorbei.<\/p>\n<p>Ein weiteres Highlight war der Spieleabend am n\u00e4chsten Abend. Ich wei\u00df zwar nicht wirklich, wie ich dazu komme, aber hin und wieder darf ich mit den Profi-Brettspielern* mitspielen. (Au\u00dfer Kinder-Mensch-\u00e4rgere-Dich-nicht hab ich im letzten Jahr vermutlich nur noch Memory gespielt.) Und diese Brettspielabende kann man nicht beschreiben, die muss man erleben. Wenn nach anderthalb Stunden Regeln erkl\u00e4ren und der ersten Proberunde eine Diskussion entsteht, ob das Spiel jetzt gespielt werden soll oder doch lieber ein anderes. Und wenn man dann gegen Mitternacht irgendwann mit dem Spielen anf\u00e4ngt, gibt&#8217;s bestimmt irgendwann einen Punkt, der lautstark ausdiskutiert werden muss. Und noch mal. Und noch mal. Und kommt blo\u00df nicht mit &#8222;Das ist doch nur ein Spiel!&#8220; oder &#8222;Ist doch nicht schlimm, dann gewinnst Du eben das n\u00e4chste Mal.&#8220; (Was man eben Vierj\u00e4hrigen so erz\u00e4hlt, wenn sie heulen, weil sie beim Domino verloren haben.) Das ist n\u00e4mlich alles eine todernste Angelegenheit. Man muss es einfach selbst erlebt haben!<\/p>\n<p>*Fr\u00fcher mal haben zwei davon eine eigene <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ligretto\" target=\"_blank\">Ligretto<\/a>-Variante entwickelt, f\u00fcr die man mehrere Kartenspiele und ungef\u00e4hr zwei Quadratmeter Tischfl\u00e4che brauchte (wohlgemerkt als Zweispieler-Spiel) und w\u00e4hrend wir gem\u00fctlich Ligrettokarten umdrehten und aufstapelten, h\u00f6rte man dann vom Nebentisch aus konzentrierter Stille irgendwann &#8222;Superligrettodoppelstop!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten uns Silvester haben wir in der alten Heimat verbracht. 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