{"id":3349,"date":"2013-10-05T23:59:10","date_gmt":"2013-10-05T21:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=3349"},"modified":"2013-10-08T15:02:59","modified_gmt":"2013-10-08T13:02:59","slug":"tagebuchbloggen-im-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/tagebuchbloggen-im-oktober\/","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen im Oktober"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich den Tagebuchf\u00fcnften im September wegen urlaubsbedingter Internetlosigkeit ausgelassen habe, bin ich heute <a href=\"http:\/\/bruellen.blogspot.de\/2013\/10\/wmdedgt-auch-im-oktober.html\" target=\"_blank\">wieder dabei<\/a>.<\/p>\n<p>Mein Tag beginnt um sieben Uhr, als ich h\u00f6re, dass der Herr Gartenhein aufsteht. Ich fange ihn im dunklen Treppenhaus ab und wir gehen runter. Unten werde ich langsam wach und r\u00e4ume erst mal die Sp\u00fclmaschine ein. Unter der Woche macht D. das abends noch, am Wochenende mache ich das morgens. W\u00e4hrend der Herr Gartenhein sich auf Kikaninchen.de Pipi Langstrumpf anschaut, verschwinde ich unter der Dusche. Dann erkl\u00e4rt der Herr Gartenhein, dass er Hunger hat und Gummib\u00e4rchen fr\u00fchst\u00fccken will. Ich will das nicht. Wir einigen uns auf Toast mit Schokocreme. Das isst er nicht so oft. Das letzte Glas hat bestimmt ein halbes Jahr gehalten.<br \/>\nDrau\u00dfen regnet es ununterbrochen und der Nebel h\u00e4ngt sehr tief. Gut, dass ich ausgerechnet heute zum Wandern verabredet bin. Ich gr\u00fcbele, was ich anziehen soll und beschlie\u00dfe meine Regenjacke noch zu impr\u00e4gnieren. Hatten wir nicht neulich im Keller das Spray gefunden? Also suche ich im Keller nach dem Spray und finde erstmal nur ein Anti-Fussgeruchspray, unbenutzt. Warum haben wir sowas? Schlie\u00dflich finde ich auch das Impr\u00e4gnierspray, aber leider weigert es sich aus der Dose zu kommen. Die ist vermutlich so alt, dass kein Treibmittel mehr in der Dose ist. Naja, also wandern ohne impr\u00e4gnierte Jacke. Dann entscheide ich spontan, dass es bestimmt sinnvoll ist, Wanderschuhe anzuziehen. Die einzigen in unserem Haushalt verf\u00fcgbaren, hat mein Schwesterchen mal mitgebracht, weil sie ihr zu klein sind. Da meine kleine Schwester etwa 1,5 Schuhgr\u00f6\u00dfen gr\u00f6\u00dfere F\u00fc\u00dfe hat als ich, probiere ich die Schuhe und entscheide, dass das schon gehen wird. Dann packe ich meinen Wanderrucksack und suche die Regenhose. Zwischendurch wird der Schl\u00f6kerich wach und ich ziehe ihn an. Au\u00dferdem wecke ich D., weil ich gleich los muss, nehme meine Wandersachen und sage den Kindern tsch\u00fcss. Mit dem Auto geht&#8217;s nach Bad Liebenzell. Ich komme kurz vor dem Zug mit meinen Wanderfreunden um 10:09 Uhr an und kann noch kurz Geld holen und Regenhose und Wanderschuhe anziehen. Dann geht es los. Wir wollen heute durch das &#8222;wildromantische&#8220; Monbachtal wandern. &#8222;Wildromantisch&#8220; im Bezug auf Wanderwege, bedeutet meist, man wird dreckig, nass oder zerrei\u00dft sich die Klamotten. Oder alles zusammen. Am Anfang f\u00fchrt der Weg noch \u00fcber normale, gut ausgebaute Waldwege stetig bergauf. Den Monbach sieht man im Tal unter sich pl\u00e4tschern. Schlie\u00dflich kommen wir zu dem Teil des Weges, wo man direkt rechts oder links des Bachbettes l\u00e4uft, diverse Bachquerungen inbegriffen. Die Bachquerungen sind wohl f\u00fcr sch\u00f6ne Sommertage konstruiert. Bei str\u00f6mendem Regen sind die teilweise \u00fcberflutet. Wir springen also von einem halb \u00fcberfluteten Stein zum anderen. Die Wanderschuhe sind dicht, aber leider l\u00e4uft irgendwann das Wasser oben rein. Mit normalen Schuhen h\u00e4tte ich kaum eine Chance gehabt auf den glitschigen Steinen zu laufen. Und das ganze setzt Adrenalin frei. Vor allem, weil hin und wieder mal ein Stein wackelt. Ich denke dr\u00fcber nach, dass es eine gute Idee gewesen w\u00e4re, Wechselklamotten mitzunehmen und diese in einem fremden Rucksack zu deponieren. Die letzte Bachquerung ist so \u00fcberflutet, dass sich zwei Drittel der Wandergruppe nicht r\u00fcber trauen. Wir krackseln also am gegen\u00fcberliegenden Bachufer lang, wo definitiv kein Weg ist. Wir ducken uns unter Zweigen, halten uns an B\u00e4umen fest, klettern auf allen vieren Steile Abh\u00e4nge hoch, balancieren auf (teilweise wackeligen) Steinen direkt \u00fcber dem Wasser. Also eher wild als wildromatisch. Ein Abenteuer. Schlie\u00dflich kommen wir zur wohl komfortabelsten Bachquerung, einer Br\u00fccke. Dort werden wir mit dem mutigeren Drittel der Wandergruppe wieder vereint. Der wilde Teil ist nun vorbei und au\u00dfer nassen F\u00fc\u00dfen und regennassen Jacken sind wir alle trocken geblieben. Zwei Wanderer hinter uns hatten nicht so viel Gl\u00fcck und einer von beiden st\u00fcrzte in den Monbach. Am Ende des Weges entdecken wir auch das Hinweisschild zur Hochwasserumgehung unseres Wanderwegs. Nunja, jetzt ist es zu sp\u00e4t. Ohne Dauerregen (und deshalb stark wasserf\u00fchrendem Monbach) ist das bestimmt wirklich eine wundersch\u00f6ne Tour.<\/p>\n<p>Nun geht es die letzten 600 m bergauf, bis wir in Monakam, unserer Raststation, ankommen. Ein Anwohner schaut uns klatschnasse Wandergruppe etwas belustigt an. Wer wandert schon im str\u00f6menden Regen durchs Monbachtal?! Eingekehrt wird im &#8222;Hirsch&#8220;, wo ich das einzige vegetarische Hauptgericht auf der Karte bestelle: K\u00e4ssp\u00e4tzle (ich hatte extra gefragt, ob die auch echt ohne Fleisch sind). Die anderen essen verschiedenes Fleisch mit Beilage. Gem\u00fcse braucht man wohl in Schwaben nicht. Aber es sind alle zufrieden. Dazu gibt&#8217;s Federwei\u00dfer. Nachtisch gibt es keinen, also wechseln wir die Location. Im <a href=\"http:\/\/www.cafe-monachorum.de\/\" target=\"_blank\">Caf\u00e9 Monachorum<\/a> gibt es beeindruckenden hausgemachten Kuchen und sehr leckeres Eis. Ich esse nur zwei Kugeln Eis, die anderen testen mehrere Kuchen. Und weil wir ja die Irren sind, die im Regen im Monbachtal wandern, sitzen wir auch im Monachorum drau\u00dfen. P\u00fcnktlich zum n\u00e4chsten Regenguss sind wir fertig und machen uns auf den Weg zur\u00fcck nach Bad Liebenzell. Der direkte Weg ist nicht so weit. Einfach immer bergab und dann sind wir wieder in Bad Liebenzell. Bis der Zug der Wanderfreunde nach Hause f\u00e4hrt, haben wir noch kurz Zeit und trinken in der Kneipe gegen\u00fcber des Bahnhofs noch einen grottenschlechten Kaffee. Wie kann es sein, dass Kaffee aus dem Vollautomat schmeckt wie Instantkaffee?<\/p>\n<p>Um kurz vor f\u00fcnf verabschiede ich die Wanderfreunde am Zug und fahre durch dichten Nebel zur\u00fcck nach Hause, wo mich meine Jungs schon freudig erwarten. Der Dauerregen hat endlich aufgeh\u00f6rt und die Jungs wollen noch zum Spielplatz. Wir entscheiden zum Spielplatz im Flugfeld zu fahren, da dort die Wassermassen schneller versickern. Dort treffen wir auf Bekannte von fr\u00fcher, halten einen kurzen Schwatz und werfen einen Blick auf ein neues Baby. Die Jungs klettern, &#8222;rutschen&#8220; (bei 100 % Luftfeuchte mit Baumwollhosen auf Metallrutschen nur bedingt m\u00f6glich) balancieren, rennen und spielen Fu\u00dfball bis es dunkel wird. Dann fahren wir weiter zum real, die Kinder essen jeder ein Fleischk\u00e4sebr\u00f6tchen, wir kaufen ein, was wir noch brauchen und schauen uns in der Spielzeugabteilung um.<\/p>\n<p>Gegen viertel vor neun sind wir wieder zuhause. Die Jungs spielen noch kurz, ich schaue, was es neues im Internet gibt und D. f\u00e4ngt an zu kochen. Nachdem sich der Schl\u00f6kerich, wie jeden Abend, die Windel bef\u00fcllt hat, werden die Schlafanz\u00fcge angezogen und die Jungs ins Bett gesteckt. Das mache ich ausnahmsweise alleine, da D. noch in der K\u00fcche steht. Klappt erstaunlich gut. Als beide im Bett liegen, gibt es auch f\u00fcr uns Abendessen. Nudeln mit Pilzen und Salat, sehr lecker. Dazu ein paar Minuten &#8222;2012&#8220; (mein Gott, ist der schlecht!) und dann <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0070511\/?ref_=sr_1\" target=\"_blank\">Papillon<\/a> auf rbb, den ich m\u00fcdigkeitsbedingt nicht zu Ende schaue.<\/p>\n<p>Und so geht er zu Ende der 5. Oktober. Mit Abenteuerwanderung, erstaunlich wenig Blasen trotz unbekannter Wanderschuhe, mit vielen Neuigkeiten der Wanderfreunde, mit Lachen, mit Spielplatztoben und leckerem Essen. Nur mit Sonne w\u00e4r&#8217;s noch besser gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich den Tagebuchf\u00fcnften im September wegen urlaubsbedingter Internetlosigkeit ausgelassen habe, bin ich heute wieder dabei. Mein Tag beginnt um sieben Uhr, als ich h\u00f6re, dass der Herr Gartenhein aufsteht. Ich fange ihn im dunklen Treppenhaus ab und wir gehen runter. Unten werde ich langsam wach und r\u00e4ume erst mal die Sp\u00fclmaschine ein. 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