{"id":2033,"date":"2011-08-16T10:53:30","date_gmt":"2011-08-16T08:53:30","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=2033"},"modified":"2011-08-16T10:53:30","modified_gmt":"2011-08-16T08:53:30","slug":"das-konzert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/das-konzert\/","title":{"rendered":"Das Konzert"},"content":{"rendered":"<p>Wir waren letzte Woche bei den Stuttgarter Sternstunden. Mercedes-Benz hatte da ein paar Veranstaltungen, um 125 Jahre Automobil zu feiern. Eine davon war das Open-Air Konzert mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/30_seconds_to_mars\" target=\"_blank\">30 Seconds to Mars<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Placebo_%28Band%29\" target=\"_blank\">Placebo<\/a> auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Zum sagenhaften Preis von 16 Euro haben die da gespielt. Wir kamen am sp\u00e4ten Nachmittag auf dem Gel\u00e4nde an, wo schon eine Vorband spielte. Erstmal haben wir eine Weile probiert Freunde zu finden, bzw. auf dem Handy zu erreichen, was unm\u00f6glich war. Nach einer halben Stunde Daueranrufen habe ich&#8217;s mit sms schicken probiert. Nach zehn Minuten habe ich eine sms verschickt bekommen, die Antworten aber erst nach dem Konzert erhalten. Also haben wir uns einen Platz gesucht, der nicht so sehr im Gedr\u00e4nge war und von dem aus man einigerma\u00dfen auf B\u00fchne und Leinwand schauen konnte. Dann kam 30 Seconds to Mars. Leider war der Sound schon ein paar Meter hinter dem Mischpult grandios schlecht. Die Anlage war wohl f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe des Platzes falsch dimensioniert. So wurde die Band beim Reden oft von dem Gelaber der umstehenden Leute \u00fcbert\u00f6nt. Und das Gelaber war fast unertr\u00e4glich. Aus irgendeinem Grund standen wir zwischen lauter Schwaben, die die Bands weder kannten noch mochten und nur gekommen waren, weil der Eintritt billig war. Schlagartig fiel mir wieder ein, warum ich diese Fast-umsonst-Konzerte nicht mag. Hinter uns standen zwei, die sich dar\u00fcber unterhielten, dass sie f\u00fcr die Band so schlecht w\u00e4re, dass sie daf\u00fcr sonst &#8222;nicht mal aus dem Zelt gekommen w\u00e4ren&#8220;. Gut, man muss die Musik nicht m\u00f6gen, kann ja schlie\u00dflich sein, sie sind wegen Placebo da. Dann redete er aber weiter, dass danach ja dann &#8222;die anderen Schwuchteln&#8220; k\u00e4men, die auch schei\u00dfe w\u00e4ren. Und wenn er es sich genau \u00fcberlege, w\u00e4r der Eintritt nun doch teuer gewesen. Auf der anderen Seite neben uns stand eine junge Frau, die ununterbrochen mit ihrem Nachbarn redete. Laut und mit dem R\u00fccken zur B\u00fchne. Ich h\u00e4tte ihr am liebsten gesagt, dass ein Konzert vielleicht nicht der perfekte Ort f\u00fcr ein erstes Date ist. Langsam haben wir uns dann nach vorne gearbeitet. Weg von den Idioten, hin zu denen, die auch wegen der Musik da waren. Nun standen wir also im dichteren Gedr\u00e4nge und es dr\u00e4ngelten sich auch nicht dauernd Leute vorbei. Ich fand das Konzert, abgesehen vom grottenschlechten Sound, ganz gut. Allerdings w\u00e4re ich lieber weiter vorne gestanden, h\u00e4tte gerne besser gesehen und geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Zu Placebo sind wir dann etwas weiter nach vorne und auf die andere Seite der B\u00fchne gewandert. Zu Leuten, die offensichtlich auch der Musik wegen da waren. W\u00e4hrend wir da standen und warteten, kam eine Gruppe von jungen Leuten, die sich vor uns hinstellten. An einen gro\u00dfen Kerl gelehnt stand da ein M\u00e4dchen mit geschlossenen Augen. Der Kerl hat das M\u00e4del dann an eine Freundin weitergereicht, die deutlich kleiner war. Da zeigte sich dann, dass das M\u00e4del nicht mehr stehen konnte und auch nicht ansprechbar war. Sie kamen dann auf die tolle Idee, das M\u00e4del doch mal hinzusetzen, was dann eher ein hinlegen wurde. Auch auf einen Becher Wasser im Gesicht hat sie nicht reagiert. Ihre &#8222;Freunde&#8220; machten aber keinerlei Anstalten sie aus der Menge rauszubringen oder einen Sanit\u00e4ter zu rufen. Immer mehr umstehende haben die Szene ungl\u00e4ubig beobachtet. Es wurde gefragt, was mit dem M\u00e4del sei. &#8222;Die ist aus Berlin!&#8220; war die Antwort. Eine andere sagte, sie sollten das M\u00e4del mal rausbringen und was sie denn f\u00fcr Leute w\u00e4ren. Der gro\u00dfe Kerl meinte dazu: &#8222;Jaja, von au\u00dfen l\u00e4sst sich das immer besonders gut beurteilen.&#8220; Aber was gibt&#8217;s da denn zu beurteilen?! Sie stehen mit einem (halb) bewusstlosen M\u00e4dchen inmitten einer Menschenmenge und haben nicht vor, dem M\u00e4dchen helfen zu lassen. Bin ich froh, dass ich nicht solche Freunde habe! Auf gen\u00fcgend Druck der Umstehenden, haben sie das M\u00e4del dann aus der Menge rausgebracht (hoffentlich zu den Sanit\u00e4tern). Dann kam Placebo. Der Blick auf B\u00fchne und Leinwand war inzwischen durch lauter gro\u00dfe Menschen versperrt. (F\u00fcrs n\u00e4chste Mal: 30 cm Plateauschuhe!). Ich hab nur dann was gesehen, wenn die vor mir mit ihrer Digitalkamera die Leinwand fotografiert hat. Aber ich fand es nicht schlimm. Als kleiner Mensch ist man dran gew\u00f6hnt bei Konzerten nichts zu sehen. Placebo hat mir sehr gut gefallen. Irgendwie ist es schon was besonderes, wenn man eine Band, die man gef\u00fchlt schon immer kennt, endlich live <span style=\"text-decoration: line-through;\">sieht <\/span>h\u00f6rt.<\/p>\n<p>Nach dem Konzert, als sms und Handy wieder gingen, haben wir dann doch noch unsere Freunde gefunden. Einer, der dabei war, hat sich \u00fcber 30 Seconds to Mars ausgelassen. Erst meinte er, die w\u00e4ren ohnehin auf dem absteigenden Ast, weil <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Emo\" target=\"_blank\">Emo<\/a> total out w\u00e4re. Ich hab mir gespart, ihn darauf hinzuweisen, dass 30 Seconds to Mars vielleicht mal Emofrisuren getragen haben, deshalb aber trotzdem noch stinknormalen Alternative Rock machen. Die \u00c4u\u00dferung Jared Leto k\u00f6nne live eben nicht singen, habe ich mal auf den schlechten Sound zur\u00fcck gef\u00fchrt. Es gibt ja viele Arten, von nicht singen k\u00f6nnen: T\u00f6ne nicht treffen, keine Stimmvolumen haben, &#8230; Ich wei\u00df nicht, was er hier meinte. Jedenfalls kann ich dem nicht zustimmen. Man muss Jared Leto nicht m\u00f6gen, aber singen kann er. Vor allem live.<br \/>\n<object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"560\" height=\"349\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/l5iFzUGbT5A?version=3&amp;hl=de_DE\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><\/object><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir waren letzte Woche bei den Stuttgarter Sternstunden. Mercedes-Benz hatte da ein paar Veranstaltungen, um 125 Jahre Automobil zu feiern. Eine davon war das Open-Air Konzert mit 30 Seconds to Mars und Placebo auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Zum sagenhaften Preis von 16 Euro haben die da gespielt. Wir kamen am sp\u00e4ten Nachmittag auf dem Gel\u00e4nde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-2033","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2033"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2033\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2037,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2033\/revisions\/2037"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}