{"id":1926,"date":"2011-05-07T07:35:33","date_gmt":"2011-05-07T05:35:33","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=1926"},"modified":"2011-05-06T10:38:12","modified_gmt":"2011-05-06T08:38:12","slug":"das-mit-den-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/das-mit-den-autos\/","title":{"rendered":"Das mit den Autos"},"content":{"rendered":"<p>Als wir noch in KA wohnten, kannte ich wenig Leute mit eigenem Auto. Sogar Leute mit gutem Einkommen verzichten darauf. Und wer doch ein Auto hat, der nutzt es selten, weil man mit dem Rad oder \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln meistens besser bedient ist. Seit wir in den Gro\u00dfraum Stuttgart gezogen sind, werden wir permanent mit gro\u00dfen Augen angeschaut, wenn wir erz\u00e4hlen kein Auto zu haben. Besonders beliebt ist die erstaunte Nachfrage &#8222;Ja, gar keins?&#8220; Nein, gar keins. Oder doch, viele kleine Spielzeugautos und ein Bobbycar. Neulich kam ich mit Kollegen wieder darauf, als sie das Problem erl\u00e4uterten, dass die Klappboxen immer im falschen Auto oder zuhause sind, wenn man mit dem Eink\u00e4ufen ratlos vorm Auto steht. Ich erz\u00e4hle dann immer, das wir das Problem so nicht haben. Gerne werden wir dann gefragt, wie wir Getr\u00e4nke kaufen. Ganz einfach, wir tragen die. Klar kommt es oft vor, dass wir dann vier Liter Milch, vier Liter Saft und neun Liter Sprudel nach Hause tragen m\u00fcssen (dazu evtl. dann noch 2 kg Karotten, 1kg Mehl, 1 kg \u00c4pfel und der restliche \u00fcbliche Einkauf). Aber ein paar Liter passen unten in den Kinderwagen. Und ansonsten habe ich eben einen Mann mit sehr muskelbepackten Armen (ganz ohne Fitnessstudio). Wir laufen ungef\u00e4hr zehn Minuten zum Aldi oder Rewe. Die Entfernung ist gerade noch annehmbar. &#8222;Wir k\u00f6nnen ohne Auto nicht einkaufen, weil es bei uns gar keinen Laden gibt.&#8220; Auch das h\u00f6rt man oft. Ich versuche dann zu erl\u00e4utern, dass man eben anders planen muss, wenn man sein Leben ohne Auto gestalten m\u00f6chte. Wir haben uns eine Wohnung gesucht, von der aus ich mit der S-Bahn direkt zur Arbeit fahren kann. Ohne umsteigen und vor allem ohne den Bus zu benutzen. Busverbindungen sind oft nur halbst\u00fcndig und wenn die S-Bahn zu sp\u00e4t kommt, verpasst man den Anschluss. Bis zu zwanzig Laufminuten zur S-Bahn-Haltestelle w\u00e4ren akzeptabel gewesen (aktuell habe ich 6 Minuten). Das n\u00e4chste Kriterium waren dann die Einkaufsm\u00f6glichkeiten. Wo gibt es Lebensmittel, wo einen Drogeriemarkt. Auch hier sollte die Laufentfernung nicht mehr als f\u00fcnfzehn Minuten sein, wobei nat\u00fcrlich vor allem die Lebensmittel wichtig sind. Auch ist wichtig, wie die Wohnung bez\u00fcglich der Einkaufsm\u00f6glichkeiten liegt. Es ist vielleicht sch\u00f6n auf dem Berg zu wohnen, aber es ist sehr ungeschickt, wenn man die 17 Liter Getr\u00e4nke da hoch tragen muss, bzw. hoch schieben, zus\u00e4tzlich zum 14 kg Kind. Wenn mir also jemand erz\u00e4hlt, er br\u00e4uchte das Auto, weil er ohne Auto nicht einkaufen kann, dann sage ich nur, er h\u00e4tte auch eine andere Wohnung w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Vermutlich ist unsere Wohnung teurer als eine in einem Kaff ohne Einkaufsm\u00f6glichkeit. Die Anschaffung und Haltung eines Autos w\u00e4re aber noch teurer. Leider mussten auch wir lernen, dass das Leben im Gro\u00dfraum Stuttgart ohne Auto lange nicht so einfach ist, wie in KA. Z.B. k\u00f6nnen wir hier nicht ohne Auto zum Tierarzt. Deshalb nutzen wir immer wieder mal das Carsharing. Insgeheim w\u00fcnsch ich mir manchmal ein Auto, aber noch sch\u00f6ner w\u00e4re es, wieder in einer weniger autofixierten Umgebung zu leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir noch in KA wohnten, kannte ich wenig Leute mit eigenem Auto. Sogar Leute mit gutem Einkommen verzichten darauf. Und wer doch ein Auto hat, der nutzt es selten, weil man mit dem Rad oder \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln meistens besser bedient ist. 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