{"id":1544,"date":"2010-10-20T09:26:50","date_gmt":"2010-10-20T07:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/?p=1544"},"modified":"2010-10-20T09:26:50","modified_gmt":"2010-10-20T07:26:50","slug":"krabbelgesprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/krabbelgesprache\/","title":{"rendered":"Krabbelgespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/alaskagirl.de\/wordpress\/wissenschaftlerinnenkrabbelgruppe\/\" target=\"_blank\">Gestern<\/a> haben wir uns also zur ersten Wissenschaftlerinnenkrabbelgruppe getroffen. Es waren nur zwei andere M\u00fctter da. Ich muss noch rausfinden, was mit den anderen los war. Eine hat schon eine mail geschrieben, dass sie es nicht geschafft hat, wegen eines kranken Kindes. Ja, mit sowas muss man eben auch rechnen bei M\u00fcttern. Versp\u00e4tungen wegen voller Windeln, nassem Kind, zu langem Mittagsschlaf oder \u00e4hnlichem sind da an der Tagesordnung. Aber auch zu dritt war es sehr interessant. Keine Fragen nach Schlafgewohnheiten, Essgewohnheiten, sondern danach, wie das Kind betreut ist, wer wie lange arbeitet, was die Doktorarbeiten machen. Ich wurde einerseits beneidet, dass unser Kleiner beim Papa ist, anderseits mit gro\u00dfen Augen angeschaut, weil ich Vollzeit arbeite. Da wurde ich dann gefragt ob ich dass &#8222;muss&#8220;. Irgendwie lustig. Ja ich &#8222;muss&#8220; schon, wenn wir nicht jeden Cent dreimal umdrehen wollen, aber werden M\u00e4nner auch gefragt, ob sie Vollzeit arbeiten &#8222;m\u00fcssen&#8220;? Die M\u00e4nner der anderen M\u00fctter arbeiten n\u00e4mlich auch Vollzeit.<br \/>\nEin weiteres Thema war: &#8222;Was hat Dein Chef dazu gesagt, dass Du schwanger warst?&#8220; Gerade in der Wissenschaft ist es oft schwierig wenn jemand ausf\u00e4llt, da es Projekte gibt, die bearbeitet werden m\u00fcssen und die Mitarbeiter direkt f\u00fcr die Projekte vorgesehen sind. Wenn dann jemand ausf\u00e4llt, ist das schwer zu kompensieren und deshalb kann es sein, dass Chefs nicht gerade gl\u00fccklich sind \u00fcber Schwangerschaften ihrer Mitarbeiterinnen. Wie es aussieht, reagieren die meisten Chefs trotzdem gut. Die Ausnahme war mein damaliger direkter Vorgesetzter, der meinen auslaufenden Vertrag nicht verl\u00e4ngern wollte. Zum Gl\u00fcck hatte der aber auch noch einen Vorgesetzten, der die Verl\u00e4ngerung dann durchgesetzt hat.<br \/>\nW\u00e4hrend sich die meisten Frauen beim ersten Kind noch einen Kopf machen was der Chef sagt, ob der Zeitpunkt gut ist, ob der Einstieg in den Beruf wieder klappt, denken sie bei der Planung des zweiten Kindes schon &#8222;egoistischer&#8220;. Gestern meinte eine, dass sie hofft in eine h\u00f6here Position zu kommen und hofft dass die Vergabe der Posten passiert, ehe sie wieder schwanger ist. Aber danach richten wollte sie ihre Familienplanung nicht. Diese Einstellung habe ich schon bei einigen Frauen kennengelernt und vertrete sie selbst. Viele Arbeitgeber sehen sich selbst als die gro\u00dfen G\u00f6nner, die netterweise den Angestellten Arbeit bieten. Allerdings ist es oftmals genau andersrum. Qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte sind schwer zu finden und eigentlich kann der Arbeitgeber froh sein, wenn seine Angestellten die Arbeit f\u00fcr ihn (gerne) erledigen. Gerade im \u00f6ffentlichen Dienst, wo Ingenieure im Vergleich schlecht bezahlt werden. Und der Ausfall eines Mitarbeiters f\u00fcr mehrere Monate muss zu kompensieren sein. Schlie\u00dflich gibt es nicht nur Schwangerschaften, sondern es kann auch mal jemand ernsthaft krank werden. Man kann denn Erfolg einer Arbeitsgruppe\/Firma nicht darauf aufbauen, dass <em>alle<\/em> Mitarbeiter <em>immer<\/em> verf\u00fcgbar sind. Und wenn man dann Mitarbeiterinnen hat, die nach der Schwangerschaft wieder einsteigen <em>wollen<\/em>, muss man schon ein Idiot sein, wenn man dem Steine in den Weg legt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern haben wir uns also zur ersten Wissenschaftlerinnenkrabbelgruppe getroffen. Es waren nur zwei andere M\u00fctter da. Ich muss noch rausfinden, was mit den anderen los war. Eine hat schon eine mail geschrieben, dass sie es nicht geschafft hat, wegen eines kranken Kindes. Ja, mit sowas muss man eben auch rechnen bei M\u00fcttern. 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