Allein zu Haus

Ich war die letzten beiden Tage allein zuhause. Das war ich schon ziemlich lange nicht. Ich hatte große Pläne, die ich nur durch Einführung von 48h-Tagen verwirklichen hätte können. Auch die abgespeckte Planung war noch sehr straff und wurde durch unvorhergesehene Ereignisse hier und da umgeworfen. Eigentlich wollte ich jeden Tag 10,5 Stunden bei der Arbeit verbringen (Stunden fürs Gleitzeitkonto sammeln), einmal laufen, einmal schwimmen, mit dem Fahrrad zur S-Bahn fahren, Fotos einkleben, den Teppich mit Teppichpulver behandeln, Wäsche abhängen und einräumen, ausgiebig schlafen, lesen, Filme schauen, putzen und zwischendurch auch mal einkaufen, essen machen und essen. Gelaufen ist es folgendermaßen:

Am Montag stand ich erst mal ordentlich im Stau (Unfall) und war nicht wie geplant um 8:30 Uhr sondern erst um 9:30 Uhr bei der Arbeit. Das hieß unmittelbar, dass ich die 10 Stunden nicht schaffen kann, da Arbeitszeit nach 19 Uhr bei uns nicht mehr gezählt wird. Um 19 Uhr war ich die letzte, die das Büro verlassen hat. Auf dem Heimweg war ich gleich einkaufen. Zuhause musste ich erst mal alle Fenster aufreißen, da das Haus sich in der Hitze gut aufgeheizt hatte. Dann habe ich Kartoffeln und Maiskolben auf den Herd gestellt und bin eine kurze Runde laufen gegangen. Dann, duschen, Salat machen und essen. Im Fernsehen kam Limitless. Dann wollte ich „noch schnell“ Screenshots fürs Filmrätselstöckchen machen und musste feststellen, dass am alten Notebook wohl das DVD-Laufwerk nicht mehr so recht will. Mit dem externen Laufwerk ging es dann. Und so war der erste Tag dann auch schon rum.

Der Dienstag sollte mit Aufstehen um 6 und einer Radltour zur S-Bahn (8km) beginnen. Dummerweise begann er mit Wecker ausschalten und wieder einschlafen, so dass ich erst um 7 aufstand. Beim Durchgehen der weiteren Aktivitäten, war schnell klar, dass das Radfahren wohl ausfallen muss. Immerhin war ich so weitsichtig meine Schwimmsachen gleich einzupacken. Schon am Vormittag erfuhr ich, dass mein anvisiertes Schwimmbad am Vortag bei Starkregen überflutet wurde und geschlossen ist. Kurz danach bekam ich noch die Nachricht, dass meine Fotos fertig sind. Also Planänderung. Um 18:30 Uhr machte ich mich von der Arbeit auf zum dm, wo ich noch einen ehemaligen Kollege mit Frau und Kind traf, und anschließend zum nächstgelegenen Freibad. Da konnte ich dann vorm Badeschluss noch etwas mehr als eine halbe Stunde schwimmen. Glücklicherweise war es nicht so warm, so dass Schwimmen im 50 m Mehrzweckbecken tatsächlich möglich war. Auf dem Heimweg fuhr ich noch beim örtlichen Rewe vorbei um Senf-Honig-Feige-Brotaufstrich zu kaufen, der selbstverständlich ausverkauft war. Zuhause stellte ich die Waschmaschine an (95 °C + Zitronensäure zum Entkalken und Entmuffen), bestreute den Teppich mit dem Reinigungspulver, versuchte erfolglos das neue Notebook am Fernseher anzuschließen und machte mir Abendessen. Danach konnte ich das Teppichpulver absaugen und sehen, dass das gar nichts gebracht hat. (Mit dem Schwamm auf den Knien rumzurutschend  die Flecken rausrubbeln ist da deutlich wirkungsvoller.) Zum Abendessen gab’s einen Teeniemädchenfilm, der schon länger auf meiner Watchlist stand. Nebenher habe ich die ca. 400 ausgedruckten Fotos sortiert, erst nach Schlökerich und Herr Gartenhein und dann noch jeweils nach Monaten (seit März 2012 hat sich doch einiges angesammelt). Eingeklebt hab ich noch nichts davon, aber es ist ein Anfang. Dann hab ich tatsächlich noch die Wäsche zusammengelegt und weggeräumt, bevor ich meine Sachen für den nächsten Tag gepackt habe. Die Spülmaschine habe ich auch noch eingeräumt und, wo ich schon mal in der Küche war, auch noch Gemüse und Melone für den nächsten Tag geschnippelt. Eine Ladung Wäsche durfte auch noch in die Maschine (programmiert für 4 Uhr).

Am Mittwoch (also heute) bin ich nach zwei Mal snoozen tatsächlich um 5:40 Uhr (das war’s mit dem Plan vom ausgiebig schlafen) aufgestanden. Nach dem Duschen und Anziehen habe ich mir Brote gemacht, den Müll rausgetragen, die Fenster und Rolläden für meine Abreise fertig gemacht, die Wäsche aufgehängt, Steckerleisten ausgeschaltet, das Auto eingeräumt und bin zur Arbeit losgefahren (Arbeitsbeginn heute 7:01 Uhr). Heute nachmittag nach der Arbeit fahre ich dann wieder zu meinen Männern, die mir trotz vollgepackter Tage ganz schön gefehlt haben.

FRS #1419

Einige erinnern sich vielleicht noch an das Filmrätselstöckchen, das uns filmbegeisterte Blogger vor ein paar Jahren an die Computer fesselte. 2011 ist es eingefroren und neulich von David wiederbelebt worden.

Für alle, die es nicht kennen. Ich poste jetzt einen Screenshot aus einem Film und ihr dürft raten, welcher Film das ist. Es dürfen Fragen zum Bild gestellt werden und irgendwann ein zweites Bild, ein drittes, usw., solange bis jemand den Film errät. Und der glückliche Gewinner darf dann ein neues Rätsel auf seinem Blog anbieten. Die Liste aller bisherigen Rätsel liegt ebenfalls bei David.

Neulich habe ich Mr. Nobody erraten

und jetzt geht es weiter. Fragen beantworte ich nicht permanent, sondern nur wenn ich da bin.

So, und nun Bild 1

Und noch Bild 2

Spazz löst. Es ist „ES“

Media Monday #109

Schon wieder Media Monday.

1. Zuletzt gekauft habe ich mir diverse Bücher beim Bücherflohmarkt unserer Bibliothek, u.a. Momo (originalverpackt) und Die Brüder Löwenherz.

2. Von allen Superheldenkräften ist Gedankenlesen bestimmt die unangenehmste, weil das zwar hin und wieder ganz hilfreich ist, aber so permanent doch ziemlich nervig sein muss. Ich glaube viele Menschen denken Dinge, die möchte man gar nicht wissen.

3. Atemschaukel von Herta Müller hat mich tief beeindruckt, weil eine sprachlicheso große Dichte eines Textes mir bisher nicht oft untergekommen ist und ein Thema behandelt wird, von dem ich bisher wenig Ahnung hatte.

4. Das Playmobilland bei Fürth würde ich schon gerne mal besuchen, weil es mir schon mehrmals wärmstens empfohlen wurde.

5. Meine Empfehlung für die diesjährige Urlaubslektüre Ein geschenkter Tag von Anna Gavalda. Besonders denen zu empfehlen, die Geschwister haben.

6. Für die cineastische Bildung meiner Söhne würde ich selbst bei schönstem Wetter ins Kino eilen, weil manchmal muss man eben Opfer bringen.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Domino – Live Fast, Die Young und der war ein guter Kontrast zu dem davor laufenden Alles was wir geben mussten, weil er bunt, laut und unterhaltsam war.

Nur so am Rande

Ich bin jetzt auch bei Twitter. Sucht alasKAgirl26.

Urlaubscheckliste

Ich kann es noch immer kaum glauben, aber dieses Jahr fliegen wir tatsächlich mal wieder in den Urlaub. Anfang Juni stieß D. auf günstige Flüge nach Mallorca und wir haben spontan (weil nur noch 3 Plätze verfügbar) gebucht. Danach begann die Suche nach einer Ferienwohnung. Für September war tatsächlich fast alles schon ausgebucht. Inzwischen haben wir aber eine schöne Wohnung, sogar mit Meerblick, gefunden. Wir buchen nicht pauschal, da eine mit unserer Reise vergleichbare Pauschalreise etwa doppelt so teuer wäre. Wir bevorzugen die Ferienwohnung gegenüber dem Hotel, da wir so die gewohnten Abläufe mit den Kindern nicht allzu sehr verändern müssen und vor allem in Ruhe essen können. Wir fliegen in den Süden statt in den Norden zu fahren, weil wir es gerne warm haben. Ich habe nichts gegen die Nordsee, aber die Vorstellung bei schlechtem Wetter das Meer anzustarren schreckt mich ab. Und mir war schon als Kind die Nordsee zu kalt zum Baden. Außerdem wohnen wir so weit im Süden, dass eine Autofahrt an die Nord- oder Ostsee gruselig lang ist (in der gleichen Zeit ist man vermutlich bereits am Mittelmeer) und eine Zugfahrt mehr kosten würde, als unsere Flüge gekostet haben. Reiseziele innerhalb Deutschlands, die nicht am Meer liegen (und also nicht so weit sind) locken uns nicht so sehr. Wir haben den Schwarzwald, die schwäbische Alb und den Bodensee ganz in der Nähe. Warum sollten wir woanders für eine Unterkunft bezahlen, wenn wir doch schon da leben, wo andere Urlaub machen?
Wir fliegen billig und haben nur ein Gepäckstück angemeldet. Es wird spannend für 4 Personen mit 15 kg Gepäck (+ zwei mal 10 kg Handgepäck und Buggy) auszukommen, aber die Ferienwohnung hat eine Waschmaschine. Ich freue mich sehr, aber gleichzeitig fällt mir auch immer wieder ein, was wir alles noch besorgen/organisieren müssen.

Buggy: unser Buggy ist im Keller verschimmelt, so dass wir den entsorgt haben. Der ließ sich ohnehin nur schwer lenken. Nun brauchen wir einen neuen. Wahrscheinlich können wir uns den Großelternbuggy bei meinen Eltern ausleihen. Den werden wir nächste Woche mal probefahren.

Reisepässe: der Schlökerich braucht einen Ausweis. Dafür müssen wir erstmal biometrische Bilder machen lassen. Spannend mit Kleinkind. Ausweis machen dauert dann zwei Tage. Außerdem müssen wir abklären, ob wir den Ausweis vom Herr Gartenhein noch verwenden können (Foto 3 Jahre alt) oder ob der erneuert werden muss.

Wohnung: wir müssen bei der Wohnung Bescheid geben wann wir ankommen und abklären, dass die Babybett und Kinderhochstuhl in die Wohnung stellen.

Bustransfer: wir brauchen einen Transfer vom und zum Flughafen. Mietautos gibt es zwar recht günstig, allerdings kostet das Mieten der passenden Kindersitze beinahe noch mal soviel wie das Auto kostet. Und dann ist es nicht mehr so günstig.

Surfstick: ich wollte mich mal erkundigen, ob es günstig spanische Surfsticks gibt, dass wir auch in der Ferienwohnung Internet haben.

Und so fällt mir ständig noch was ein. Unser letzter Urlaub auf Mallorca ist bereits drei Jahre her. Vor zwei Jahren haben wir meine Oma in Spanien besucht. Urlaub ist für uns wirklich was Besonderes.

Unser Wochenende

Nachdem der Sommer sich ja entschlossen hat, Deutschland dieses Jahr mal wieder zu besuchen, genießen wir die Sonne. Am Donnerstag bin ich beim Betriebsausflug 10 km gewandert und hab den zweitschlechtesten Salat meines Lebens (den schlechtesten hatte eine Freundin im Europapark) im Badgarten in Ludwigsburg gegessen. Am Freitag war Kindergartensommerfest, was sehr schön war. Wir sind im Nachbarkaff vom Wanderparkplatz zum Grillplatz am nächsten Wanderparkplatz „gewandert“. Luftlinie sind das vielleicht 300 m, aber außenrum dauert es länger. Mit Kinderwagen bergauf bei 30°C wird dann auch ein kurzer Spaziergang zur Wanderung. Am Grillplatz gab es verschiedene Spiele für die Kinder und ein Lagerfeuer zum Grillen. D. hat tapfer die Würstchen und das Stockbrot über die Glut gehalten (bei 30°C in der Sonne auch kein Vergnügen). Die Kindergartenkinder haben sich quasi selbstbeschäftigt. Dem Schlökerich musste man immer mal wieder hinterher laufen. Er hat mit einem Kindergartenkumpel vom Herr Gartenhein Ball gespielt, mit zwei älteren Steine sortiert, zwischendurch mal eine Limonade umgeworfen und Salzbrezelchen verdrückt. Nach ein paar Stunden war’s dann auch schon wieder vorbei. Zuhause durften die dreckigen Kinder in die Wanne. Da beide beim Fest eher wenig gegessen hatten (wer hat schon Zeit zum essen, wenn da andere Kinder und Spielzeug sind!), gab’s dann noch Grießbrei für alle.

Am Samstag wollte ich gleich morgens mit dem Herr Gartenhein zum Fahrradladen gegenüber, da bei seinem Fahrrad permanent die Kette runterfällt. Der Fahrradladen hatte leider zu, so dass wir zu einem anderen fahren mussten. Da warteten wir kurz bis wir dran waren und dann hat der clevere Mechaniker einfach das Hinterrad nach hinten verschoben um die Kette zu spannen. Da hätte ich eigentlich auch selbst drauf kommen können. Immerhin hat’s nichts gekostet und jetzt weiß ich, wo ich ein E-Bike probefahren könnte (20 € Leihgebühr für einen Tag), wenn ich wollte. Dann mussten wir noch zum Wertstoffhof, was im Sommer leider wöchentlich auf dem Programm steht. Wir spülen zwar alle Joghurtbecher und Gläser in der Spülmaschine, aber die leeren Milchtetrapacks (und davon haben wir einige) will man doch nicht zulange zuhause lagern. Nach dem Mittagschlaf waren wir noch unser Auto waschen, damit ich auch mal durch die Seitenscheiben wieder was sehe. Der Herr Gartenhein wollte dann noch zur Eisdiele und zwar mit dem Dreirad. Ich weigerte mich schon seit zwei Tagen irgendwo mit ihm und dem Dreirad hinzugehen. Dreiräder sind nämlich nicht dazu geeignet, dass man längere Strecken drauf fährt, sondern nur dazu, sich längere Strecken darauf herumschieben zu lassen. Und ich finde der Herr Gartenhein ist mit vier Jahren durchaus in der Lage sich selbständig zu bewegen. Dafür hat er ein Laufrad, ein Fahrrad und ein Kettcar (und zwei gesunde Füße). Da ich ja noch den Kinderwagen mit dem Schlökerich schieben musste, hatte ich auch ein gutes Argument ihn nicht auf dem Dreirad zu schieben. Er quälte sich also eine Weile ab, hatte schon nach 200 Metern einen roten Kopf und wollte Pause machen. Da konnte ich ihn dann überreden doch lieber das Fahrrad zu nehmen. Und auf dem ist er so schnell, dass man nicht mehr nebenher laufen kann.

Am Sonntag waren wir mit Freunden in Trippsdrill im Wildpark. Den Schwaben dürfte vor allem der dazugehörige Freizeitpark bekannt sein, der sich angeblich „richtig gut entwickelt“ hat und richtig „was her macht“. Ich muss sagen, dass ich gegenüber solchen Äußerungen sehr skeptisch bin, seit ich im Holiday Park gewesen bin, der mir von mehreren mir bekannten Pfälzern als das Non-Plus-Ultra der Freizeitparks angepriesen wurde und der ziemlich klein und ausschließlich von Pfälzern besucht war (was in dem Fall ein Vorteil war, da die Sommerferien in der Pfalz bereits beendet waren, als wir dort waren.) Und da ich ohnehin nicht vorhabe mit einen Kindern einen Freizeitpark zu besuchen, bevor sie groß genug für die Achterbahnen sind (ich zahl doch nicht ein kleines Vermögen an Eintritt, um dann vorm Bällebad zu warten und einen Kinderwagen durch die Gegend zu schieben), haben wir nur den Wildpark besucht. Den fand ich eigentlich sehr schön. Die angeketteten Raubvögel haben wir zum Glück nicht so genau gesehen. Der Herr Gartenhein hat völlig furchtlos die Tiere aus seiner Hand fressen lassen. Wir haben die Wölfe, die Wildkatzen und die Bären bei der Fütterung beobachtet, was eigentlich ziemlich unspektakulär war, aber ganz nett, weil der Tierpfleger erst was über die Tiere erzählt hat. Die Wildschweine haben unglaublich gestunken und die Auerochsen haben schlabbrige Zungen. Außerdem gab es einen Barfußpfad, den der Herr Gartenhein gerne fünf mal durchlaufen hätte, und einen schönen Spielplatz im Schatten. Wir haben auf unserer Runde einige Tiere verpasst, aber uns so hauptsächlich im Schatten aufgehalten. Das Tierfutter war günstig, allerdings kostet der Park einiges an Eintritt. 9,50 € für Erwachsene und 7 € für Kinder ab vier (!). Möchte man eigenes Grillgut an der Grillstelle grillen, muss man dafür noch mal 7 € bezahlen, was ich nicht ganz einsehe. Alternativ kann man sein Grillgut (Wurst + Stockbrot) dort kaufen und umsonst grillen. Wir hatten aber ohnehin nichts zu grillen aber genug anderes zu essen mit. Und am Abend hatten wir wieder zwei vollkommen verdreckte Jungs in der Badewanne. Und das war unser wunderbares Sommerwochenende. (Der KSC hat auch noch gewonnen. Was will man mehr!)

Heute startet die letzte Kindergartenwoche vor den dreiwöchigen Ferien. Wir werden die Kindergartenferien teilweise bei den Großeltern verbringen. Dabei ergibt sich, dass ich tatsächlich drei Tage allein zuhause sein werde, da ich arbeiten muss. Das ist deshalb bemerkenswert, da ich, glaube ich, 2006 das letzte Mal über Nacht allein zuhause war. Ich hab natürlich große Pläne, will jeden Tag viel Arbeiten um Stunden anzusammeln, will laufen und schwimmen gehen, viel schlafen, mal die Fotoalben aktualisieren. Und für alles sind die drei Tage dann vermutlich auch wieder zu kurz. Ich bin gespannt. Es wird bestimmt sehr seltsam.

Media Monday #108

Vor lauter Sonne ist schon wieder eine Woche vorbei unf das heißt Media Monday, in der Summer Edition heute nur mit fünf Fragen.

1. Warum eigentlich Sommer-Blockbuster? Macht das Sinn, zur wärmsten Zeit des Jahres krawallige Kracher rauszuhauen? Vermutlich sind die Kinos im Sommer schlechter besucht, weil die Leute in Urlaub sind, im Biergarten sitzen oder am Baggersee grillen. Um dann überhaupt jemanden ins Kino zu locken, versucht man es eben mit dem, was immer zieht: krawallige Kracher. Da unser Filmkonsum selten im Kino stattfindet, ist es mir egal, wann welche Filme rauskommen und krawallige Kracher brauch ich zu keiner Jahreszeit.

2. Statt mit Filmen könnte man sich ja schließlich viel eher mal mit Meckereien über die Hitze beschäftigen. Nachdem es endlich so warm ist, dass man sich nicht mehr über die Kälte beschweren kann. (Aber ich hab’s gerne warm.)

3. Dem Hobby ganz abtrünnig werden geht aber auch nicht. Eure beste Sommer-Sonne-Gute-Laune-Filmempfehlung? Auf jeden Fall Schule!

4. Und natürlich dürfen auch die neuesten Folgen der Serien die Abends zwischen „die Kinder schlafen“ und „ich schlafe auf dem Sofa ein“ auf Pro 7 kommen nicht vernachlässigt werden, denn die sind kurz und werden so oft wiederholt, dass es nichts macht, wenn man mittendrin einschläft.

5. Der schönste Blog-Artikel der letzten Woche indes, den jeder gelesen haben sollte, war Das zweckdienliche Mittel als Surrogat für Sicherheit bei Journelle.

Media Monday #107

Nach einer Woche Pause bin auch ich wieder beim Media Monday dabei.

1. Der neue Film von Guillermo del Toro spricht mich von der Thematik gar nicht an. Aber vielleicht reicht ja die Optik aus, um zu begeistern.

2. Der Auftritt von Doug Penhall (Peter DeLuise) und Tom Hanson (Johnny Depp) im 21 Jump Street Film war einer der besten Cameo-Auftritte.

3. SchauspielerIn ________ würde ich gern mal in einem waschechten Action-Film sehen. Ich würde gerne ausschließlich gute SchauspielerInnen in guten Filmen sehen. Das Genre ist mir dann egal.

4. The Tree of Life hält sich für tiefgründiger als er eigentlich ist, denn einige Teile des Films schreien förmlich „Seht her! Seht ihr wie tiefsinnig das ist?! Wahnsinn, oder?!“ und das ist irgendwie peinlich.

5. Ich würde gerne mal ein Buch lesen, das schlechter ist als seine Verfilmung.

6. Zu einem guten Krimi gehört für mich ein Mord? Krimi ist nich so meins. Weder zum Lesen noch zum Sehen.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Wir sind die Nacht und der war wäre ganz gut gewesen , weil wenn mir die unglaublich schlechte schauspielerische Leistung von Anna Fischer nicht so auf die Nerven gegangen wäre.

Herzmomente

wenn Manu Chao im Radio kommt, ich singe, der große Sohn begeistert tanzt, der kleine Sohn auf dem Rody im Takt mitwippt und wenn das Lied vorbei ist, zum Radio läuft um es nochmal anzuhören

wenn der kleine Sohn zum Abschied winkt, wenn er den Raum verlässt

wenn der große Sohn, nachdem er sich alleine angezogen hat, mit ausgebreiteten Armen und triumphalem „tadaa“ das Ergebnis präsentiert

wenn die Jungs gemeinschaftlich in der Küche zu The Naked and Famous tanzen

Wenn der kleine Sohn dem Papa den Bauch streichelt, wenn er morgens aufsteht, der Papa aber noch liegenbleiben will

wenn der große Sohn den kleinen an der Hand nimmt, weil er sich von niemandem sonst an der Hand führen lässt

wenn der große Sohn am Wochenende ungeduldig wird, weil sein Bruder so lange schläft

wenn der kleine Sohn nach dem Mittagschlaf nach seinem Bruder ruft

wenn der große Sohn nicht aufhört mich morgens im Kindergarten zum Abschied abzuküssen

wenn der kleine Sohn, wenn er mich mittags sieht als erstes in die Küche läuft um dem Papa bescheid zu geben, dass ich da bin

wenn beide Jungs einträchtig nebeneinander spielen

wenn der kleine Sohn ein Feuchttuch mopst und versucht sich selbst abzuputzen

wenn der große Sohn stolz die Salatsoße rührt

wenn sie beide immer wieder zum kuscheln kommen

Gut zu wissen, dass es diese Momente sein werden, die bleiben.

Steigende Gebühren

Kaum kündigen die Regierungsparteien in ihren Wahlprogrammen Maßnahmen zur Familienförderung an, in anderen Worten Kindergelderhöhung und Erhöhung der Freibeträge, kommt unweigerlich was? Ja genau, die Gebührenerhöhung für den Kindergarten. Die Erhöhungen fallen bei uns dieses Jahr sehr hoch aus. Den Kindergärten wird vom Landkreis weniger Geld zugeteilt, also müssen die Gebühren hoch. Der Gesamtelternbeirat hat sich die Mühe gemacht und die Änderungen in Zahlen zusammengefasst und ausgehängt. Obwohl für uns die Gebühr erstmal nur um 12 Euro steigt, ist es insgesamt doch ziemlich gruselig was da passiert. Grundsätzlich sind in unserer Gemeinde die Kindergartengebühren (zumindest für den Regelkindergarten) recht niedrig. Die Gebühren für den Regelkindergarten sind nach Kinderzahl (Kinder unter 18 im Haushalt) gestaffelt, die Gebühren für den Ganztageskindergarten nach Einkommen. Die Gebühren für den Regelkindergarten steigen dieses Jahr um 17 %, (ich glaube nächstes Jahr dann noch mal um 11 %), sofern man ein bis drei Kinder im Haushalt hat. Hat man vier oder mehr Kinder, steigt die Gebühr um 224 %, weil diese Gebührenstufe einfach abgeschafft wird und die Familien künftig den gleichen Preis wie Familien mit drei Kindern bezahlen müssen. Gut, die kinderreichen Familien haben ja nicht wirklich viel bezahlt, aber bedenkt man, dass dort auch oft zwei oder mehr Kinder gleichzeitig in Betreuung sind und man gleich mehrmals eine Erhöhung um 224 % hat, kommt doch wieder einiges zusammen. So richtig kann ich nicht nachvollziehen, dass das abgeschafft wurde. Ich vermute die Familien mit mehr als drei Kindern in unserem Ort kann man an einer Hand abzählen.

Richtig hart trifft es aber die Eltern mit Kinder in Ganztagsbetreuung. Je nach Einkommen, zahlen die ohnehin schon ganz ordentliche Beiträge. Und die erhöhen sich nun, je nach Einkommen und Kinderzahl, um bis zu 52 %. Was nun dazu führt, dass einige der Eltern die Ganztagesbetreuung gekündigt haben. Verständlich. Hier ein Beispiel: Ein Ehepaar, zwei Einkommen, ein Kind. Die Ganztagesbetreuung (50 Stunden) kostet künftig 770 Euro (ohne Essen), ein Regelplatz ohne verlängerte Öffnungszeiten (30 Stunden) 108 Euro. Fast 650 Euro weniger! Reduziert nun einer der beiden seine Arbeitszeit um 10 Stunden, verringert sich entsprechend das Gehalt, vielleicht kriegen sie sogar einen günstigeren Steuersatz. Und sie sparen 650 Euro Kinderbetreuungskosten. Ich könnte mir vorstellen, dass bei dieser Konstellation am Ende mehr übrig bleibt, wenn die Eltern Teilzeit arbeiten und das Kind den Regelkindergarten besucht, als wenn das Kind ganztags betreut ist und beide Vollzeit arbeiten. Und da läuft doch was verkehrt, oder nicht?  Aber es ist natürlich auch eine Möglichkeit, den „Bedarf“ nach Ganztagesbetreuung zu reduzieren.

Wie man sich vorstellen kann, laufen die Eltern Sturm. Vermutlich wird es nicht viel nutzen und vielleicht „schenkt“ uns dann die neue Regierung im September wieder etwas Kindergeld. Da kommt es dann am Ende auf null raus. Nur fragt man sich, ob es nicht für alle viel entspannter wäre, das Geld gleich den Kindergärten zu geben und die Familien durch niedrige (oder gar keine) Beiträge zu entlasten, als erst noch den Umweg über Kindergeld (oder Freibetrag) und Kindergartengebühr zu gehen.