Media Monday #99

Wer hätte es gedacht. Auch am Pfingstmontag ist Media Monday.

1. George Clooney gefiel mir am besten in O Brother, Where art Thou.

2. Stanley Kubrick hat mit A Clockwork Orange seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich noch gar nicht sein Gesamtwerk kenne und den bisher am meisten mochte.

3. Jamie Lee Curtis gefiel mir am besten in Freaky Friday.

4. Vor allem in Musicals gehört es dazu, wenn ständig gesungen und/oder getanzt wird.

5. ? wäre mal ein Comic ganz ohne Superhelden, den ich gerne verfilmt sehen wollen würde. Mit Comics kenne ich mich nicht aus und Comicverfilmungen reißen mich selten vom Hocker.

6. Filme, die an bestimmten Feiertagen spielen kommen bevorzugt zu diesen Feiertagen im Fernsehen.

7. Meine zuletzt gesehener Film war Breaking Dawn Part 2 und der war erwartungsgemäß mittelmäßig, weil die Filme eben auch dann nicht so besonders sind, wenn man die Bücher gelesen hat.

Wo ist die Zeit hin?

Beim Ausfüllen des Media Mondays fragte ich mich, wie eigentlich die letzte Woche so schnell vergangen ist. Die Arbeitswoche war für mich am Dienstagnachmittag schon vorbei. Am Mittwoch hatte ich Urlaub und war ein Kleid kaufen. Am Donnerstag sind wir zu meinen Eltern gefahren, von wo aus ich am Samstag allein zu einer Hochzeit nach Luxemburg aufgebrochen bin (deshalb auch das Kleid). Gestern am späten Nachmittag hab ich meine Jungs dann zuhause wieder getroffen. So gerne ich meine Familie dabei gehabt hätte, als ich andere Eltern mit schreienden Babys und quengelnden Kleinkindern die Kirche verlassen sehen habe, war ich doch froh, mich nur um mich selbst kümmern zu müssen. Kein Gequengel weil die Kinder hungrig sind, das Dinner aber auf sich warten lässt. Kein Gequengel weil die Kinder müde sind, das Dinner aber noch nicht beendet ist. Kein Gequengel weil es keine Wurst gibt. Kein frühzeitiger Aufbruch ins Hotel, wo man dann im Dunkeln seine Kinder beim Schlafen betrachtet und sich fragt, warum man eigentlich so weit gefahren ist, um dann in einem dunklen Hotelzimmer zu sitzen. Und auch kein Gequengel auf der Autofahrt. In zweieinhalb Wochen ist schon die nächste Hochzeit. Diesmal mit den Jungs, aber Übernachtung in Babyphonentfernung zur Feier. Der Plan ist, dass die Kinder nach dem Essen friedlich schlafen während wir feiern. Ich hoffe es klappt und ich freue mich wirklich, dass sie mitkommen.

Media Monday #98

Die Woche war so schnell vorbei und schon wieder ist Media Monday.

1. Heath Ledger gefiel mir – abgesehen von The Dark Knight – am besten in 10 Dinge, die ich an Dir hasse, schon allein wegen der tollen Gesangsszene. In Die vier Federn fand ich ihn auch sehr gut und in Ritter aus Leidenschaft. Er konnte jeden Film, auch mit platter Handlung, zu etwas besonderem machen.

2. Danny Boyle hat mit Kleine Morde unter Freunden seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film Eindruck bei mir hinterlassen hat, so dass mir auch 15 Jahre nach dem Anschauen noch immer Szenen im Gedächtnis sind.

3. Cameron Diaz gefiel mir am besten in Being John Malkovich, weil sie da so gar nicht nach Cameron Diaz aussieht.

4. Hätte ich die Möglichkeit, einen Film zu drehen, würde ich auf alle Fälle folgende SchauspielerInnen verpflichten (und sei es nur, um sie einmal kennenzulernen): Julia Stiles und Jared Leto.

5. Wenn es ein Genre gibt, dem ich rein gar nichts abgewinnen kann, dann ist es schwer zu sagen. Ich könnte schreiben „Action“, weil ich Autoverfolgungsjagden und Schießereien zum Gähnen finde. Allerdings fallen auch Filme, die ich sehr mag in das Genre. Dann könnte ich schreiben „Krimi“, weil ich Krimis weder gerne schaue noch gerne lese. Aber da ist es das gleiche. Sogar Pulp Fiction ist unter „Crime“ gelistet. Bei Büchern würde ich „freche Frauen“-Romane ausschließen, aber auch hier gibt es ein paar, die wirklich gut sind.Genres sind einfach zu weit gefasst um tatsächlich eines komplett auszuschließen. Ich würde sagen, ich kann einfach schlechten Filmen/Büchern nichts abgewinnen.

6. Spoiler in Trailern stören mich nicht weiter, weil ich eigentlich keine Trailer schaue. Die Trailer haben meist nur eine geringe Aussagekraft. Ich informiere mich lieber über Filmbesprechungen oder -kritiken.

7. Meine zuletzt gesehener Film war Meine Eltern und der war mal was anderes, weil man selten zufällig Kurzfilme im Fernsehen sieht.

Media Monday #97

Media Monday, diese Woche auch bei mir.

1. Christopher Lee gefiel mir am besten in Herr der Ringe.

2. David Cronenberg hat mit eXistenZ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich außer dem nur Naked Lunch und Eine dunkle Begierde gesehen habe.

3. Tilda Swinton gefiel mir am besten in Constantine.

4. Zu einem guten Film ist bei diesem schönen Wetter nichts die beste Alternative, denn Filme schauen wir abends, wenn es draußen dunkel und kalt ist und die Kinder schlafen, so dass weggehen auch nicht in Frage kommt.

5. Den tragischsten Serientod ist Sammy in Dance Academy gestorben, weil ich das grade letzte Woche zu Ende geschaut habe und sehr traurig fand und hiermit bestimmt niemand verspoilert wird, weil außer mir sowieso nur Teenagermädels sowas anschauen.

6. Ich würde mir wünschen, dass mal jemand einen Historienfilm dreht, der sich mit ? befasst. In Geschichte bin ich echt schlecht. Mein Geschichtswissen basiert vermutlich hauptsächlich auf Historienfilmen.

7. Meine zuletzt gesehene Serienstaffel war Dance Academy Staffel 2 und die war traurig, weil Sammy gestorben ist (s.o.). Ansonsten fand ich sie aber gut. Ist halt totaler Girliequatsch, aber mir gefällt’s.

Tagebuchbloggen im Mai

Immer am 5. eines Monats ruft Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen auf.

6:50 Ich werde geweckt, weil der Herr Gartenhein in seinem Zimmer rumort. Ich stehe leise auf, damit meine zwei Bettgenossen nicht wach werden. Der Herr Gartenhein will sich gleich anziehen. Unten will der Herr Gartenhein gerne Cars anschauen, bevor ich überhaupt die Augen richtig aufkriege. Ich sage nein und bin schon Minuten nach dem Aufstehen die blöde Mama. Stattdessen malt er dann in seinem Grüffelomalbuch, während ich die Spülmaschine einräume und duschen gehe. Ich stelle die zwei Wäscheständer mit der Wäsche vom Samstag auf die Terrasse, da die Sonne sich den Weg durch den Nebel gebahnt hat. Dann decke ich den Tisch für uns beide und wir frühstücken zusammen Brötchen mit Ei und Senf-Honig-Feige-Aufstrich. Danach darf der Herr Gartenhein ein bisschen auf Kikaninchen.de Spiele spielen und ich schreibe einen Text als Hochzeitsgeschenk für die Hochzeit eines Freundes am nächsten Wochenende. Um viertel nach neun meldet sich der Schlökerich durchs Babyphon. Ich hole ihn ab, ziehe ihn an und wir gehen wieder nach unten. Auch er frühstückt ein Ei und nagt ein bisschen an einer Laugenstange und einem Apfel. Dann beschließe ich, dass es warm genug ist zum draußen sein und öffne die Terrassentür. Schneller als man schauen kann, sind beide Jungs draußen. Ich räume auf der Terrasse Zeug hin und her, zupfe Unkraut aus dem Blumenbeet, entferne einen toten Wurzelbrocken einer Staude und fange halbherzig an, die Grüngutreste in einen Beutel für den Häckselplatz zu packen, um Platz zu schaffen um unseren neu erworbenen zweiten Kompost zu installieren. Dann beschließe ich, dass das keine Tätigkeit für den heiligen Sonntag ist. Zwischendurch pflücke ich den Schlökerich aus den Brennnesseln und aus dem Blumenbeet, assistiere dem Herr Gartenhein beim Wurzeln ausgraben, nehme dem Schlökerich eine Weinbergschnecke weg, da sie sein Lutschen nicht so gut findet (brrrr, ja das ist echt eklig!), sauge im Wohnzimmer den vom Schlökerich reingetragenen Dreck weg. Dann räume ich Müll weg (morgen ist Müllabfuhr), wische den Gartentisch ab und packe die Stühle aus. Dann stecke ich schnell zwei Gartenstuhlkissen in die Waschmaschine, obwohl ich schon befürchte, dass sie nicht mehr schön werden. Die Jungs essen Apfel (der Herr Gartenhein 3 Stück!), Birne und Banane am frisch geputzen Tisch.

Dann ist es schon Mittag. D. macht Kaffee, der Herr Gartenhein malt wieder. Ich beschließe Rhabarber zu ernten und ein Crumble zu machen. Der Herr Gartenhein schneidet den Rhabarber (mit einem schweißtreibend scharfen Messer, aber D. macht die Aufsicht) und bemerkt, dass ihn noch keine Säure an den Händen piekst, während der Schlökerich sein Mittagessen zu sich nimmt. Der Herr Gartenhein nimmt D. mit zum Grüffelomalbuch und ich mache schnell die Streusel fürs Crumble. Aber der Schlökerich jammert noch immer. Als er schließlich beim Klettern vom Stuhl purzelt, verfrachte ich ihn ins Bett. Als er schläft will der Herr Gartenhein auch ins Bett. Also bringe ich ihn ins Bett, hole die Stuhlkissen aus der Waschmaschine (der Schleudergang hat ihnen nicht gut getan) und befülle die Maschine neu. (Die Tonne leert sich. Dank der Sonne endlich mal nur noch Wäsche für zwei Ladungen im Keller!)  Dann lege auch ich mich hin, während D. dem KSC beim Gewinnen zu schaut und verspricht das Crumble dann ofenfertig zu machen.

Nach dem Mittagschlaf (ca 16 Uhr) ist das Crumble, von D. perfekt getimt, fertig.  Wir essen Crumble, die Kinder Eis. Danach geht’s wieder in den Garten. Ich falte einen Ständer voll Wäsche und hänge ihn mit nasser Wäsche wieder voll, sähe im Blumenbeet Sonnenblumen und eine Blumenmischung. Die Kinder gießen den Garten (obwohl es ja eigentlich genug geregnet hat in den letzten Tagen). Um viertel nach sechs verfrachte ich die Jungs in die Badewanne, während D. den Grill sauber macht, damit ich ihn morgen einem Kollege mitbringen kann. Danach kocht D. und ich bespaße die Jungs. Inzwischen sind beide müde und hungrig, da ist es manchmal etwas anstrengend. Gegen 20 Uhr gibt es Abendessen. Nudeln (Vollkorn Fettuchine) mit Spargel und Zucchini. Sehr lecker. Finden auch die Jungs. Nach dem Essen rufen die Schlafanzüge und Bettchen. Ich bringe den Herr Gartenhein ins Bett, D. den Schlökerich. Ich bin schneller wieder unten und versorge noch den restlichen Müll in der Tonne und schiebe sie an die Straße. Als D. auch wieder unten ist, schauen wir noch einen Film. Schon den zweiten dieses Wochenende. Endlich mal wieder. Gegen Mitternacht verabschiede ich mich ins Bett und überlasse D. das dreckige Geschirr.

Und sonntags den Tatort?

Im Laufe eines Montagvormittags begebe ich mich irgendwann auf die Homepage meines Emailanbieters um meine mails zu checken (nö, ich mach das nicht smart mit meinem phone). Beinahe jeden Montag werde ich dort mit einer Schlagzeile über die Qualität des letzten Tatorts begrüßt. Ich weiß, dass viele den Tatort gerne schauen und er, mir unverständlich, einen gewissen Kultstatus erreicht hat. Ich muss zugeben, Krimi ist nicht mein Genre. Weder zum Lesen, noch zum Schauen in Form von Serien oder Filmen. CSI, Criminal Intent und wie sie alle heißen reißen mich einfach nicht vom Hocker. (Da es zu jeder Regel auch Ausnahmen gibt: Life habe ich gerne gesehen und The Wire ist brilliant.) Und insbesondere der Tatort kann mich nicht begeistern. Das sind doch auch nur Krimis in TV-Produktionsoptik. Ich kann mich an keinen Tatort erinnern, der bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, obwohl wir mal eine Mitbewohnerin hatten, die uns regelmäßig zum Tatort schauen genötigt hat. Ich mag nicht abstreiten, dass in bald fünfzig Jahren Tatort der eine oder andere wirklich gut gewesen sein mag. Ich meine mich sogar in den letzten Jahren an eine von Filmbloggern hochgelobte Episode zu erinnern, die ich aber trotzdem nicht gesehen und deren Titel ich vergessen habe. Ich frage mich nur, wie es eine mittelmäßige TV-Produktion jeden Montag in die Massenmedien schafft. Ich vermute, dass jede Woche mindestens ein Film im Fernsehen zu sehen ist, dessen Erwähnung der des Tatorts vorzuziehen wäre. Wie wäre es z.B. mit Princesas (neulich nachts irgendwo im ÖR TV)? Noch nie davon gehört? Ach, da schau her…

Media Monday 95

Und schon wieder ist Media Monday.

1. Al Pacino gefiel mir am besten in Im Auftrag des Teufels.

2. Greg Mottola hat mit Adventureland seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich nichts anderes von ihm kenne.

3. Milla Jovovich gefiel mir am besten in Das fünfte Element.

4. Wenn ihr krank seid, greift ihr eher zu einem guten Buch oder stöbert ihr lieber in der heimischen Filmesammlung? Kommt drauf an wie krank. Lesen geht ja manchmal nicht mehr, aber dann sind meist Filme auch zu lang. Dann sind Sitcoms in der tausendsten Wiederholung die beste Wahl.

5. Eine der überzeugendsten Buchverfilmungen, wo mir Buch und Film gleichermaßen gut gefallen haben, ist A Clockwork Orange.

6. Morgen ist Welttag des Buches. Wie ist deine Meinung dazu? Er wird vorbeigehen wie Muttertag, Vatertag, Kindertag, Handtuchtag oder der Tag der Erde (übrigens heute). Ich mag Bücher jeden Tag, nicht nur morgen.

7. Mein zuletzt gelesener Blogartikel hat sich dem Thema Jugenderinnerungen und Twitter gewidmet und findet sich hier: Flitterwerk und großer Unflat .

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer Kindergartenmutti. Sie erzählte mir, dass sie mit dem Kindergarten nicht so zufrieden sei. Beim Elternabend im Herbst wurde gefordert, die Kinder sollten öfter in den Wald gehen. Beim letzten Elternabend wurde nun angekündigt, dass die Erzieherinnen dem Wunsch nachkommen wollen. Meine Gesprächspartnerin war auch der Meinung die Erzieherinnen sollten mehr mit den Kindern machen, mehr rausgehen, mehr in den Wald. Ihr Argument war, beaufsichtigen könnte sie ihr Kind ja auch zuhause. Das Kind ginge ja schließlich in den Kindergarten damit da jemand mit ihm bastelt, die Umwelt erklärt und es in jeder Hinsicht fördert. Dafür bezahle man ja auch Geld. Seltsamerweise ist mein einziger Anspruch an den Kindergarten, dass der Herr Gartenhein da Spaß hat. Und wenn er den ganzen Tag mit den anderen Jungs mit Autos spielt, dann ist es eben so. Der Kindergarten hat ein großes Außengelände wo sie jeden Tag draußen sind und auch eigenes Gemüse anpflanzen. Im Sommer haben sie einen Wasserspielplatz. Der Herr Gartenhein läuft jeden Tag den Weg vom Kindergarten nach Hause, hat also jeden Tag noch zusätzlich einen zwanzigminütigen Spaziergang. Wenn wir wollen, dass er im Wald spielt, dann gehen wir mit ihm in den Wald. Ich habe nicht die Erwartung, dass der Kindergarten mein Kind gezielt fördert. Vielmehr gehe ich davon aus, dass das Zusammensein mit anderen Kindern verschiedenen Alters, das Teil einer Gruppe sein, ihm wichtige Dinge beibringt. Dinge, die ich ihm nicht zuhause vermitteln kann. Ich finde es albern seine Kinder einerseits mit dem Auto zu bringen und zu holen und gleichzeitig zu fordern, die Erzieherinnen sollten mit den Kindern spazieren gehen. Ich erwarte auch nicht, dass bei der aktuellen Personalsituation im Kindergarten eine Erzieherin Zeit hat mit einem einzelnen Kind ein großes Bastelprojekt zu realisieren. Der Kindergarten ist ein Regelkindergarten mit Betreuungszeiten von 7:30 bis 13:30. Der Herr Gartenhein ist einer der wenigen, die (inzwischen jeden Tag (beinahe)) die vollen sechs Stunden in Anspruch nehmen. Die meisten Kinder kommen gegen 9:00 und werden um 12:30 wieder abgeholt. Erwarten die Eltern in diesen dreieinhalb Stunden Wunder? Was soll man denn für Aktionen planen, wenn die letzten Kinder um kurz vor halb zehn (9:15 wird eigentlich die Tür zugemacht) eintrudeln und um zwanzig nach zwölf schon die ersten Muttis vor der Tür warten? Warten bis 45 Kinder die Hausschuhe aus und die Straßenschuhe an haben, schauen dass jeder seinen Rucksack dabei hat, dann muss noch jemand aufs Klo, die ganze Gruppe nach draußen scheuchen, usw. Ich glaube das ist mehr Aufwand, als sich die meisten bewusst machen.
Natürlich sind einige Kritikpunkte berechtigt. So hat man den Eindruck das im Kindergarten prinzipiell wenig geplant wird und viel aus der Situation heraus entschieden wird. Das führt dann dazu, dass oft einfach nur gespielt wird, was mir recht ist, solange der Herr Gartenhein Spaß hat. Terminankündigungen kommen allerdings auch oft erst recht spät. Meiner Meinung nach sollten Termine wie Elternabende, Erntedank, Laternenumzug, Weihnachtsfeier, Fasnacht (hier wurde eine Woche vorher das Motto angekündigt. Glücklichweise hatten wir ein zum Motto passendes Kostüm) und Sommerfest mit den zugehörigen Aktivitäten schon am Anfang des Kindergartenjahres festzusetzen und mitzuteilen sein. Wenn ich einen Termin erst zwei Wochen im Voraus erfahre, ist der bei mir dann eben eventuell schon belegt. Beim Ankündigen sind sie in letzter Zeit schon besser geworden, so dass ich eigentlich nichts zu meckern habe, solange der Herr Gartenhein nichts zu meckern hat. Vielleicht ändert sich meine Meinung auch, wenn ich das x-te Kind im Kindergarten habe, aber dann steht mir noch immer frei einen Kindergarten zu wählen, dessen Konzept mir besser passt.

Schub, schub, schubidu

Der Schlökerich hat einen Entwicklungsschub gemacht. Das war wohl der Grund für die unruhigen Nächte letzte Woche. Seit ein paar Tagen ist er plötzlich viel mehr Kind und kaum noch Baby. Autos werden nicht mehr in den Mund gesteckt, sondern über den Boden geschoben. Beim Abendessen versucht er nicht mehr auf den Tisch zu klettern, wenn er mehr zu essen will, sondern er hebt die Hand, begleitet von einem fragenden „Mh?“. Er kommt mit Büchern auf den Schoß geklettert. Er zeigt mit seinem Finger auf Dinge und sagt „da“. Er löffelt selbst Joghurt. Er will keine Milch trinken, wenn wir anderen Kekse essen. Er ruft begeistert „Mama“ wenn ich nach Hause komme und läuft auf mich zu. Und das beste überhaupt: er hat jetzt zwei Nächte hintereinander in seinem Bett geschlafen. Ich hoffe das bleibt so. Ich schlafe einfach besser, wenn ich mehr als 30 cm Platz im Bett habe.

Media Monday #94

Und schon wieder ist Media Monday.

1. Morgan Freeman gefiel mir am besten in Robin Hood – König der Diebe.

2. Francis Ford Coppola hat mit Die Outsider seine beste Regiearbeit abgelegt. Der Pate ist mir noch immer unbekannt.

3. Nicole Kidman gefiel mir am besten in Unterwegs nach Cold Mountain.

4. Stereotype Charaktere hat Douglas Adams in seinem Buch „Die letzten ihrer Art“ („Last chance to see“) ganz wunderbar beschrieben. Ich zitiere:

If they were going to be like that, then I just wished they hadn’t actually been German. It was too easy. Too obvious. It was like coming across an Irishman who actually was stupid, a mother-in-law who actually was fat, or an American businessman who actually did have a middle initial and smoked a cigar. You feel as if you are unwillingly performing in a music-hall sketch and wishing you could rewrite the script. If Helmut and Kurt had been Brazilian or Chinese or Latvian or anything else at all, they could then have behaved in exactly the same way and it would have been surprising and intriguing and, more to the point from my perspective, much easier to write about. Writers should not be in the business of propping up stereotypes. I wondered what to do about it, decided that they could simply be Latvians if I wanted, and then at last drifted off peacefully to worrying about my boots.

5. Verschachtelte Geschichten mit Vor- und Rückblenden find ich gut.

6. Global Warming ist meiner Meinung nach mehr als nur überbewertet, denn ich friere trotzdem noch.

7. Mein zuletzt gelesenes Buch ist Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben von Philippe Pozzo di Borgo (als Hörbuch) und das war sehr gut, weil man eigentlich denkt, jemand, der nach einem Unfall gelähmt ist, hat schon genug Pech im Leben gehabt. Es ist wirklich beeindruckend, wie jemand, der genug Unglück für mindestens zwei Leben erlebt hat, noch so viel Lebensfreude findet.