Jungsupdate 21.10.

Der Herr Gartenhein ist jetzt ein Krokodil. So heißen hier im Kindergarten die Vorschulkinder. Passenderweise ist er in den letzten fünf Monaten fünf Zentimeter gewachsen. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie groß er plötzlich wirkt. Letzte Woche war er das erste Mal mit einem seiner Freunde im Kindersport. Wir schauen uns das diese Woche nochmal an und dann werden wir ihn da wohl anmelden. Einen Schwimmkurs werden wir auch noch suchen, obwohl ich es ja ungeschickt finde, dass die Schwimmkurssaison mit der Mittelohrentzündungssaison übereinstimmt. Aber gut, vielleicht ist das mit dem ständigen krank sein ja mal vorbei.
Der Herr Gartenhein erfindet immer wieder wunderbare Wörter. Meine Favoriten sind Bienenschläger (=Fliegenklatsche) und Wetterwaage (=Thermometer). Von früher blieb noch der Nashornfeger (=Schornstein).
Neulich hat er einen Roller gekriegt. Mit plattem Luftreifen. Erst mussten wir den neuen Schlauch bestellen und eine Woche drauf warten und dann haben wir den Mantel nicht mehr auf die Felge bekommen. Der wenig hilfreiche Vorschlag von Puky war, Reifenheber aus Metall zu verwenden. Haben wir gar keine. Schließlich haben wir uns Hilfe im Fahrradgeschäft geholt, die allerdings auch von gestern auf heute brauchten, um den Mantel aufzuziehen. Morgen kann der Herr Gartenhein dann zum ersten Mal den Roller mit zum Kindergarten nehmen.

Der Schlökerich ist gerade ein typischer Zweieinhalbjähriger. Er kann unglaublich goldig sein und auch unglaublich anstrengend. Mit seinem neuen kleinen Bruder wusste er zuerst nicht so recht was anzufangen und war oft grob. Inzwischen ist er meistens lieb zu ihm und will viel kuscheln und küssen.
Seit Anfang des Jahres hat der Schlökerich mit Neurodermitis zu kämpfen. Schon immer bekam er beim Zahnen raue Haut und Ausschlag auf den Backen. Als es mit den Eckzähnen los ging, wurde die Haut schlimmer. Anfangs probierten wir Fettcreme, ziemlich bald dann auch welche mit Wirkstoffen. Auch am Körper bekam er Ausschlag. Wir machten Allergietests, wechselten das Waschmittel und zogen ihm wieder Schlafanzugeinteiler und Bodies an, damit er nicht so viel kratzen kann. Im Moment ist seibe Haut am Körper wieder richtig gut. Ich streichle manchmal über seine Arme und freue mich über die glatte Haut. Ich hoffe es bleibt so und verwächst sich langsam.
Der Schlökerich spricht inzwischen sehr viel. Manchmal bin ich überrascht über seinen Wortschatz. Er genießt im Moment sehr, dass er vormittags uns beide Eltern fast exklusiv hat. Wenn alles klappt, darf er am 1.2. in den Kindergarten. Genau dann, wenn ich wieder arbeite.

Der Julijunge ist meistens ein liebes Baby. Er lacht und lächelt viel, spielt auch mal allein und schläft ohne Theater manchmal einfach in der Wippe ein. Nachts liegt er im Beistellbett und weckt mich nur ein bis zwei mal. Er übt schon fleißig sich umzudrehen. Zweimal hat es schon geklappt, aber das war wohl eher Zufall. Er trägt inzwischen schon Größe 68 und ist das erste meiner Kinder, das von Anfang an gerne badet.

Wieder zuhause

Urlaub, der länger als zwei Wochen dauert, ist sehr zu empfehlen, geht aber leider auch zuende. Glücklicherweise empfängt uns Deutschland noch mit ein paar Tagen Sommerwetter.
Direkt am Tag nach unserer Rückkehr, fuhr ich mit den Jungs zu meinen Eltern, von wo aus ich am Tag drauf einen Junggesellinnenabschied besuchte. Im Vorfeld hat mich die.Vorstellung vom Ankommen und wieder Losfahren eher gestresst, aber irgendwann habe ich beschlossen mich zu freuen. Und der Tag war dann sehr schön. Ich habe sogar das erste Mal seit der Grundschule wieder auf einem Pferd gesessen und festgestellt, dass dieses Westernreiten tatsächlich Spaß macht. Kommt auf die „Wenn ich mal Zeit habe“-Liste.
Am Sonntagabend kamen wir dann endlich wirklich zuhause an. Montag war Kindergarten und ich nutzte den Mittagschlaf der Kleinen um meinen Vortrag für den nächsten Tag zu optimieren. Völlig unnötig, wie sich am nächsten Tag rausstellte. Während ich meinen Vortrag wegen eines Unfalls auf der B14 im Stau verbrachte, präsentierte meine Chefin die vorletzte Version des Vortrags, da die neueste Version wegen „Server down“ ebenfalls zu spät ankam. Immerhin kriegte ich noch ein Mittagessen im Hotel Le Meridien. Der Nachtisch ist da nicht so schlecht. (Bei Nachtisch bin ich sehr kritisch.)
Außerdem gingen wir mit dem Schlökerich auf Bettensuche. Der junge Mann wird gerne in den Schlaf gekuschelt und das geht im Gitterbett so schlecht. Er kriegt jetzt wohl erstmal ein Kinderbett (160×70). Sein Zimmer ist nicht so groß und nen Schrank braucht er auch noch. In ein bis zwei Jahren müssen sowieso die Zimmer neu verteilt werden und dann brauchen wir ein Stockbett oder ziehen ohnehin um. Da werden dann auch Betten neu verteilt. Die Anschaffung eines teuren Betts lohnt jetzt also nicht. Dass es genau das Bett nicht online bei IKEA gibt, war klar, gell?
Und sonst haben wir eine Menge Termine zu vereinbaren, Sachen zu besorgen (Kinderbett, Wäschetrockner, Buggyboard) und ich hab ab nächste Woche einen  Rückbildungskurs. Vormittags und mit Baby. Für abends ohbe Baby bin ich noch nicht bereit. Der Schlökerich war zum ersten Mal beim Kinderturnen und der Herr Gartenhein wünscht sich einen Schwimmkurs. Langweilig wird uns hier also nicht so schnell.
Der Julijunge ist bei allem dabei und ein ziemlich entspanntes Baby. Nur etwas eilig hat er es. So hat er sich letzte Nacht vom Rücken auf den Bauch gedreht. Mit knapp 11 Wochen. Hachja. Sie werden so schnell groß.

Media Monday #171

1. Die Twilight Filme fand ich gar nicht mal so gut, aber die Soundtracks sind echt gut, das ist hängen geblieben!

2. Ich beobachte einen Trend hin zu deutlich mehr Serien- und daraus resultierend weniger Film-Konsum (gefühlsmäßig; nicht statistisch belegt). Wie schätzt du diese Annahme für dich persönlich ein? Ich hab tatsächlich immer den Eindruck, es entstehen ständig neue Serien, die jeder außer mir gesehen hat. Im Moment kommen wir noch nicht mal wirklich zum Filme schauen, bei den Serien weiß ich gar nicht, wo wir anfangen sollten.

3. ______ war ja in ______ noch gut, aber ______ . Ich vermute es gibt da einige Beispiele von SchauspielerInnen, die am Anfang gut waren und dann nur noch Mist gemacht haben. Oder die nicht immer gleichbleibend gut waren in ihren Rollen. Wenn man nur an Christian Bale in Corellis Mandoline (übringens ein durch und durch schrecklicher Film) denkt, der da meiner Meinung nach komplett fehlbesetzt war.

4. Gibt es eine Serie von früher, die du schmerzlich vermisst und bislang weder auf DVD/BD noch bei den einschlägigen Streaming-Diensten wiedergefunden hast? Second Noah würde ich gerne noch mal sehen. In grausiger Qualität konnte man das mal auf youtube sehen, aber ein Vergnügen war das nicht.

5. Ginge es nach mir, würde(n) Scripted Reality Formate verboten werden, einfach weil es zu viele Menschen gibt, die das alles für bare Münze nehmen und ich selbst inzwischen jegliches Reality TV anzweifle.

6. Es ist schon wieder Zeit für die Frankfurter Buchmesse: Toll, blöd, egal – wie stehst du zur Messe und wieso? Ich finde das klingt immer ganz spannend, passt mir aber im Moment zeitlich nie rein.

7. Zuletzt gelesen habe ich Die Zeitmaschine von H.G. Wells und das war ziemlich kurz, aber trotzdem gut, weil ich doch etwas beeindruckt war, wie H.G Wells Raum und Zeit schon vor der Relativitätstheorie beschrieben hat.

Vom digitalen Lesen

Seit letztem Weihnachten lese ich auch digital. Ich habe mich für den Kobo Glo entschieden. Ich wollte einen Reader mit Hintergrundbeleuchtung und mit der Möglichkeit Bücher aus der Bibliothek zu leihen. Letztes Jahr waren die zwei möglichen Modelle dann ein Tolino Shine oder eben der Kobo Glo. Ich habe den Kobo gewählt, da er mehr unterschiedliche Formate lesen kann. Gebraucht habe ich das allerdings noch nicht.
Der Kobo sagt mir, dass ich bereits 10 Bücher und insgesamt 185 Stunden gelesen habe. Im Moment bin ich bei 61% von Storm of Swords. Daran lese ich seit 26,1 Stunden, lese 19 Minuten pro Sitzung und 1,2 Seiten pro Minute. Schon allein für die Statistik lohnt sich ein Reader, finde ich. Ich hätte es mir schon immer gewünscht, dass ich bei jedem Zuklappen eines Buches angezeigt kriege, wieviel Prozent ich schon gelesen habe.
Laden musste ich den Reader seit Weihnachten so sechs oder sieben Mal. Ich habe nicht mitgezählt. Wenn man das W-Lan anlässt und den Reader im Ruhezustand wochenlang liegen lässt, ist er auch irgendwann leer. Ich habe das W-Lan meistens aus. Die Hintergrundbeleuchtung war schon mehrmals sehr praktisch. Z.B. als Begleitperson in der Kinderklinik, wo um 19:30 Uhr das Licht aus ist. Oder beim Kinder ins Bett bringen, wenn man im Halbdunkel sitzt. Oder wenn D. im Wohnzimmer fernsehen schauen will, während ich lese.
Auch ganz angenehm ist das Wörterbuch. Beim Lesen auf englisch stößt man immer wieder mal auf ein unbekanntes Wort. Einfach draufklicken und schon kriegt man die Erklärung angezeigt. Ich bin schon so dran gewöhnt, dass mir in Analogbüchern die Funktion manchmal fehlt.
Ein weiterer Vorteil des Readers ist das geringe Gewicht. Man kann gut auf dem Rücken liegend lesen und den Reader in einer Hand halten. Auch beim Stillen ist es toll, wenn man nur eine Hand frei hat und beim Halten eines dicken Buches dann einen Krampf bekäme.
Die weiteren Vorteile liegen auf der Hand. Mein Bücherregal bekommt weniger Zuwachs und ich kann immer mehrere Bücher auf einmal mit mir rumtragen.
Ich habe bereits Bücher aus der Bibliothek geliehen. Die muss ich vom Laptop über das Adobe-Programm rüber schieben. Wenn ich Bücher kaufen will, kann ich die einfach im Kobo-Shop direkt vom Reader aus kaufen. Innerhalb von Minuten sind die Bücher dann auf dem Reader.
Einzig die Touchscreensteuerung finde ich etwas gewöhnungsbedürtig. Auf dem Screen sind verschiedene Zonen, die entweder Umblättern vor und zurück oder öffnen der Menüleiste bewirken. Ich frag mich jedes Mal wieder, wie ich jetzt nochmal ins Menü komme. Aber vielleicht würde hier das Lesen der Anleitung helfen.
Mein Fazit: Digitales Lesen finde ich gut! (Ihr dürft mir aber trotzdem gerne weiter Papierbücher schenken.)

Fünf Wochen Julijunge

Wir haben tatsächlich schon über einen Monat zu fünft hinter uns. Aufgrund der dreiwöchigen Kindergartenferien, haben wir nur wenig echten Alltag erlebt. Im Moment verbringen wir die Vormittage kleinen Besorgungen zu Fuß. Mal zur Post, zum Rathaus, Enten füttern, zur Bücherei. Der Ortskern ist relativ ruhig, da der Gemüseladen und die Bücherei komplett Ferien machen und Post und Schreibwarenladen nur vormittags geöffnet sind. Beinahe.jeden Tag halten wir an der Eisdiele an und gehen kurz auf den Innenstadtspielplatz. Der Schlökerich macht manchmal danach Mittagsschlaf, aber in letzter Zeit weigert er sich immer öfter. Am Nachmittag gehen wir, wenn das Wetter gut ist, noch mal zu einem Spielplatz. Manchmal verbinden wir das mit Besorgungen, die wir mit dem Auto machen und können so besondere Spielplätze besuchen.
Der Julijunge macht alles gut mit. Im Moment trage ich ihn unterwegs noch und der Schlökerich kann sich in den Buggy oder aufs Dreirad setzen, obwohl er inzwischen auch viel und gerne selbst läuft. Der Julijunge schläft noch immer viel, obwohl die Wachphasen immer länger werden. Er schaut inzwischen Menschen und den Mobiletieren hinterher und er lächelt. Seine Brüder hat er als erstes schon vor zwei Wochen angelächelt, mich lächelt er seit zwei Tagen an. Außerdem macht er jede Menge dieser goldigen Babylaute, die ich fast vergessen hatte. Abends schreit er inzwischen ein bisschen vorm Einschlafen, aber es ist völlig erträglich und.laut Statistik wird das ja bald wieder weniger. Nachts schläft er ganz gut. Gegen 22 Uhr schläft er tief ein. Ich nehme in zwischen zwölf und eins mit ins Bett, wobei er meistens nicht wach wird. Zwischen drei und vier hat er Hunger und dann wieder zwischen sechs und sieben (wo, wenn ich Glück habe, noch niemand aufstehen will). Abends bin ich trotzdem immer ordentlich platt. Stillen streng mich an.
Außerdem waren wir noch ein paar Tage bei meinen Eltern und haben meine Schwester mit ihren Kindern getroffen. Die Kinder haben sich toll verstanden. Den Herr Gartenhein habe ich kaum gesehen. Er war die ganze Zeit mit seinem drei Jahre älteren Cousin beschäftigt. Kurz gab es mal ein paar Tränen, weil er auch acht sein will und nicht fünf. Und er will ohne Schwimmflügel schwimmen, weil er sonst „wie ein Baby aussieht und dann lachen alle“. Wir werden mal versuchen ihm im Meer das Schwimmen bei zu bringen. In ein paar Wochen geht es nämlich in unseren Spätsommerurlaub ans Meer. Dafür hat der Julijunge einen Ausweis bekommen und ich hab mir einen neuen Badeanzug gekauft.
Ab nächster Woche üben wir aber erstmal Alltag mit Kindergarten.

Ein Pieps

Es ist vielleicht schon aufgefallen: ich bin etwas im Babysumpf versunken. Unsere Tage sind komplett ausgefüllt mit Stillen, Spaziergängen in die „Stadt“ (Post, Bücherei, Spielplatz, etc.) und Schlafen. Nebenher kümmer ich mich immer mal um die diversen Anträge. Der Julijunge ist bisher recht pflegeleicht. Abends hat er Dauerhunger und vor dem Einschlafen schreit er manchmal etwas. Ansonsten schläft er viel. Vormittags auch manchmal ohne Körperkontakt, so dass ich sogar hin und wieder mal die Hände frei habe.
Außerdem sind seit dieser Woche Kindergartenferien. Bisher sind die Jungs noch mit den kleinen Ausflügen in die „Stadt“ zufrieden. Leider ist im Moment nicht zu richtig Ausflugswetter, sonst wären wir mal in den Märchengarten gefahren.
Am Wochenende war meine Schwester mit ihren Kindern zu Besuch. Die Kinder haben sich sehr gut verstanden und wir haben das Sommerwetter genutzt, um noch mal ins Schwimmbad zu gehen.

Der Julijunge in Kürze

Seit einer guten Woche ist der Julijunge bei uns. Erst hat er sich, wie seine Brüder damals, viel Zeit gelassen. Zeit genug, um zur Geburt badischen Boden zu erreichen. Dann wollte er ganz schnell raus. Blasensprung um 22:20 Uhr und da war er dann um 1:14 Uhr.

Seit ein paar Tagen sind wir zurück in Schwaben und versuchen uns am Alltag zu fünft. Bisher klappt es erstaunlich gut. Ich habe schon gewitzelt, dass wir einfach das dritte Kind zuerst hätten kriegen müssen. Da ist alles so viel einfacher. (Aber es kommen ja noch die Zähne, die ersten Krankheiten, die ominösen Schübe, etc…)

Media Monday #160

Schon wieder eine Woche vorbei. Sohn 3 lässt noch auf sich warten und so habe ich noch immer beide Hände frei um den Media Monday auszufüllen.

1. Einmal einen Tag auf Recht und Ordnung pfeifen: Mit dem Bösewicht ________ würde ich gerne einmal die Plätze tauschen, denn ________ . Mir fällt auch nach langem Überlegen kein Bösewicht ein, der was hat, auf das ich neidisch wäre. Ist das gut oder schlecht?

2. Ein gelungenes Prequel macht für mich aus, dass man eine Vorgeschichte erzählt kriegt, ohne dass man das Gefühl hat, hier soll nur noch etwas Geld aus einer gut laufenden Geschichte gepresst werden. Zum Beispiel finde ich es nicht besonders gelungen, aus einem Kinderbuch 9 Stunden Film zu machen und sich da noch Handlungsstränge dazu zu dichten, nur damit man die Zuschauer dreimal mit Überlängen- und 3D-Zuschlag ins Kino locken kann.

3. Wohingegen ich mir von einem Sequel erhoffe, dass die Geschichte sinnvoll weiter erzählt wird, ebenfalls ohne dass man das Gefühl bekommt, hier will nur jemand noch nen schnellen Euro verdienen.

4. Ich ärgere mich richtiggehend, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mir die Verfilmung von Divergent zu Gemüte zu führen, denn ich hatte doch extra schon die Bücher gelesen.

5. Unser Auto hat mich richtiggehend überrascht, weil wir drei Kindersitze nebeneinander auf die Rückbank gekriegt haben. (OK, das hat nix mit Medien zu tun, aber unser Auto hat auch ein Radio).

6. Das letzte Mal, dass ich mit einer Empfehlung so richtig fies auf die Nase gefallen bin, war mit Jojo Moyes Ein ganzes halbes Jahr. Obwohl man nicht Empfehlung sagen kann. Ich hatte nur viele lobende Rezensionen gelesen und mich eigentlich echt auf das Buch gefreut. Und dann fand ich’s ziemlich flach und vorhersehbar.

7. Zuletzt gelesen habe ich The Enchantress von Michael Scott (Letzter Teil der Nicholas Flamel Serie) und das war etwas schwächer als der Vorgänger, weil das Finale weniger dramatisch ist, als die Vorbereitung darauf andeutete. Und (Achtung Spoiler!) weil ich nicht sicher bin, ob dieses ganze Zeitreisedings am Ende nicht doch logische Fehler hatte.

Media Monday #159

Nach längerer Pause, hab ich es doch auch mal wieder geschafft den Lückentext zum Media Monday auszufüllen.

1. Die Familie Camden in der Serie Eine himmlische Familie (7th Heaven) ist wirklich schrecklich heilig. Sieben Kinder, alle herzensgut und alle jungfräulich bis zur Ehe (dafür dann eben mit 18 verheiratet). Zuviel heile Welt für meinen Geschmack.

2. Wenn man einen Film poetisch nennen könnte, dann sicherlich William Shakespeares Romeo & Juliet, denn es wird der Originaltext von Shakespeare verwendet, und der ist ja auch ein Poet, oder nicht?

3. Optik ist ja nicht alles, aber Pandora  sah schon beeindruckend gut aus, obwohl ich Avatar noch nicht mal in 3D gesehen habe.

4. Jede/jeder Schauspielerin/Schauspieler gefällt mir am besten in Rollen, für die sie gut gecastet wurden.

5. Das schönste Happy-End, zumindest eines der schöneren, war das Happy End von Tessa und Ryan am Ende der zweiten Staffel Suburgatory.

6. Das letzte Mal so richtig als Geek gefühlt habe ich mich glaube ich noch nie, obwohl ich mich schon immer auch mit Geekthemen beschäftigt habe.

7. Zuletzt gesehen habe ich Ein Tick anders und das war ein schöner Zufall, weil ich bereits über den Film gelesen, ihn dann aber im Fernsehen verpasst hatte. Jetzt kam er ein weiteres Mal und zu einer späteren Uhrzeit, so dass ich ihn doch noch sehen konnte.

Tagebuch 5 im Juli

Frau Brüllen fragt mal wieder „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.“ Eine Sache, die ich, wie ich finde ganz erfolgreich, nicht tue, ist warten bis es losgeht. Noch 10 Tage bis Termin und ich bin noch nicht in Wartestarre verfallen. Beim letzten Mal war ich aufgrund wiederholter Diagnosen „schöner Befunde“ zu dem Zeitpunkt schon lange am Entbindungsort. Es gibt ja im Tierreich verschiedene Arten, die zum Kinder kriegen an ihren eigenen Geburtsort zurückkehren. Zu denen gehöre ich auch. Zumindest ist das der Plan. Ich warte also noch nicht, bewege mich aus dem Haus und mache noch Pläne. Und das war der 5. im Juli.

Die Jungs wecken mich gegen halb acht. Ich bin zwar noch müde, aber das interessiert sie nicht. Zum Frühstück verspeisen sie kalte Pizza vom Vortag. Ich esse Reiswaffeln und Wassermelone, wovon ich mich zur Zeit hauptsächlich ernähre. Dann räume ich die Spülmaschine ein und packe einen Rucksack mit Wechselklamotten. Für den Tag ist ein Ausflug nach Karlsruhe geplant. Vorher will ich noch beim Biosupermarkt Flaschen zurückgeben und Straßenmalkreide besorgen. Kurz denke ich drüber nach, vielleicht doch vorsichtshalber mal den Klinikkoffer zu packen und ins Auto zu legen, falls der Junge sich doch entschließen sollte, in Karlsruhe auf die Welt zu kommen. Scheitert dann mal wieder an: „Ach nö, keine Lust.“ (Also ich hab ja nicht alles doppelt, so dass ich den Koffer tatsächlich endgültig packen könnte. Am Ende liegt da dann eine Hose drin und eine lange Liste, was noch mit rein soll. Dann kann ich’s auch gleich lassen, oder?) Gegen 10:30 sind Kinder und ich startklar. Im Biomarkt geben wir Flaschen ab und kaufen noch ein paar Kekse zum mitnehmen. Dann geht’s los nach KA. Die Autobahn ist angenehm leer, bis zur Kreuz Karlsruhe, wo die Anschlussstelle Mitte mal wieder gesperrt ist. Also fahren wir einen kleinen Umweg und kommen aber schließlich gegen 12:30 in KA-Durlach an. Wir haben Glück und kriegen trotz Altstadtfest einen kostenlosen Parkplatz und rennen durch einen kleinen Regenschauer zur Haustür. Es öffnet uns ein nackter Fünfjähriger und erklärt, seine Mutter sei noch kurz unterwegs. Also warten wir und unterhalten uns mit dem Fünfjährigen. Die Jungs verstehen sich gleich und fühlen sich wie zuhause, weil unser letzter Besuch dort erst zwei Monate zurück liegt. Dann kommt meine Freundin mit ihrem zweiten Sohn und kocht erst mal Mittagessen für alle. Die Jungs (zwei fünfjährige, ein dreijähriger und ein zweijähriger) haben kaum Zeit zum Essen und toben und spielen abwechselnd drinnen und draußen. Wir trinken Kaffee im Hof, trösten und schlichten zwischendurch Streit. Im Großen und Ganzen läuft es aber sehr harmonisch. Später schlagen wir den Jungs vor Eis essen zu gehen und bleiben dann auf dem Altstadtfest hängen. Da spielen gerade Los Catacombos, ein Schülermusikprojekt. Wir sind komplett beeindruckt von der Gesangsleistung der 14jährigen Mädels. Die Jungs tanzen dazu auf der Straße. Auf dem Rückweg zur Wohnung treffe ich noch überraschend einen Ex-Kollege. Die Jungs spielen weiter und die Zeit vergeht wie im Flug, so dass wir spontan noch zum Abendessen bleiben. Gegen 20:30 packe ich zwei dreckige, glückliche Jungs ins Auto und fahre zurück. Beide Jungs werden beim Ausladen wach und wollen sofort ins Bett. Dürfen sie dann auch. Mit dreckigen Füßen und ungeputzen Zähnen. Ich lese noch im Internet und meinem Buch und warte dann doch noch bis aufs Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale. Und das war unser 5. Juli.