Alltag in Schnipseln

  • 37. Schwangerschaftswoche und ich gammele hier so vor mich hin. Wir haben die U9 des Herrn Gartenhein erledigt. Alles super, nur der Hörtest wurde verschoben, wegen Schnupfens und deshalb beeinträchtigten Hörvermögens. Beim nächsten Mal dann. Am nächsten Tag war dann Entwicklungsgespräch im Kindergarten. Ich habe zwei Stunden Lobreden auf den Herr Gartenhein gehört. Ordentlich, höflich, toller Wortschatz, sozial, usw. Es stellte sich nur die Frage, warum wir nicht das Kind, von dem die Erzieherin redete, mit nach Hause nehmen, sondern unsern Sohn, der zuhause nicht ganz so höflich und ordentlich ist. Und „Mama! Hunger!“ finde ich nun auch nicht so gewählt in der Ausdrucksweise. Nunja, aber besser so, als andersrum, oder nicht?
  • Über Pfingsten haben wir die heißen Tage gut rumgebracht. Wir waren zweimal im Freibad. Durch den Mittags schlafenden Schlökerich und einem verordneten Mittagschlaf für den Herr Gartenhein (und mich), waren wir immer erst gegen 17 Uhr im Schwimmbad. Das ist toll, weil dann die ersten schon nach Hause gehen. Wir blieben bis nach 20 Uhr und waren am Ende allein im Kleinkindbecken. Die Jungs sind immer noch richtige Wasserratten. Der Herr Gartenhein ist vom Einmeterbrett gesprungen, bis es die Bademeisterin verboten hat („Doch nicht mit Schwimmflügeln!“). Rutschen kann er auch ganz alleine und paddelt mit seinen Schwimmflügeln schnell zum Rand. Und 50 m im Hundekraul gehen auch schon gut mit den Schwimmflügeln. Der Schlökerich hielt sich anfangs an mich geklammert. Wir waren länger nicht im Schwimmbad gewesen und er musste sich erst wieder dran gewöhnen. Am Ende ließ er sich aber schon wieder ohne festhalten im Wasser treiben. Und im Kleinkindbecken war das eh alles kein Problem. Der Herr Gartenhein war auch ganz begeistert vom Klettergerüst auf dem Spielplatz. Außerdem gab es Eis und Pommes. Wir fanden’s alle toll. Erstaunlicherweise hat sich auch Schlökerichs Neurodermitis nicht verschlechtert durch Sonne, Chlorwasser und Sonnencreme. Schade, dass im Moment kein Badewetter mehr ist. Zeit hätte ich ja.
  • Am Pfingstmontag war außerdem Mühlentag. Im Nachbarort war eine alte Gips- und Sandmühle mit Schmiede zu besichtigen. Die Mahlvorührung, wo ein Pferd den schweren Mühlstein im Kreis zieht, haben wir verpasst, weil Rentner den Eingang blockierten und keinen Platz für Kinder machten und die Vorführung nicht wiederholt wurde. Schade. Dafür haben wir ausgiebig die Schmiede angeschaut. Ein Schmied hat dort live kleine Hufeisen geschmiedet, die man auch für 3 Euro (zum Erhalt der Mühle und Schmiede) erwerben konnte. Der Herr Gartenhein musste natürlich eins haben.
  • Außerdem waren wir auf dem Erdbeerfeld und haben 3,8 kg Bioerdbeeren gepflückt. Das hat mit den Jungs erstaunlich gut geklappt. Ich hatte befürchtet, dass einer von uns nur mit Beaufsichtigen beschäftigt ist, aber die haben echt gut mitgemacht. Und sogar ich konnte ganz gut mitpflücken. Hocken geht mit dem Bauch gar nicht gut, aber auf dem Stroh konnte man sehr gut knien.
    Aus den Erdbeeren wurde Marmelade und Eis.
  • Unser Garten hat uns dieses Jahr auch wieder reich mit Erdbeeren beliefert. Zwischen 300 g und 700 g haben wir jeden Tag geplückt und meistens mit Sahne zum Nachtisch gleich verputzt. Jetzt wird es langsam weniger. Dafür sind die Johannisbeeren langsam reif. Mal sehen, was wir damit machen.
  • Der Herr Gartenhein hat an Fronleichnam verspäteten Geburtstagsbesuch von Omi und Opa bekommen, die das heißersehnte Lego Bergwerk mitbrachten und außerdem ein Keyboard, was uns jetzt mit seiner Musik erfreut. Zum Glück kann man das relativ leise stellen. Dann ist es wirklich zu ertragen.
  • Mir geht es, abgesehen von den üblichen Schwangerschaftwehwehchen ganz gut. Abends weiß ich oft nicht mehr, wie ich sitzen oder liegen soll, weil das Kind entweder schmerzhaft an die Rippen drückt oder nervend auf meiner Blase sitzt. Die Turnereien im Bauch sind auch schon meistens eher unangenehm. Seit ein paar Tagen hab ich auch etwas Sodbrennen, was aber noch auszuhalten ist. Auch Rückenschmerzen nerven mich hin und wieder. Trotz 37. Woche bin ich diesmal noch nicht im Wartemodus. Nach den Erfahrung mit meinen terminüberschreitenden Jungs, habe ich beschlossen vor der 41. Woche nicht anzufangen zu warten. Das könnte eine Überraschung werden. Aber dann ist es eben so. Kliniktasche ist noch nicht gepackt und auch noch nicht geplant, wann wir zu meinen Eltern übersiedeln, wo wir das Kind eigentlich kriegen wollen.
  • Außerdem wartet auch noch der ganze Formularkrieg mit Kindergeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, usw. Nervig ist diesmal, dass ich, für mich überraschend, anfang des Jahres aus der Pflichtversicherung gerutscht und nun freiwillig gesetzlich versichert bin. Da hat man dann leider einen anderen Status, als als Pflichtversicherte und muss in Mutterschutz und Elternzeit weiterhin Krankenkassenbeiträge bezahlen. Leider hat mein Arbeitgeber das bei der Berechnung des Mutterschaftsgeldzuschlags wohl vergessen und jetzt muss ich dem Geld auch noch hinterherrennen. Außerdem schmälert es unser Elterngeld, was allein ohnehin nur knapp ausreichend ist. Vermutlich sind wir wieder für ein paar Monate wohngeldberechtigt (ja, der Weg von „reich“ zu „arm“ ist sehr kurz), aber das wird sich zeigen. Meine Hoffnung bis zur Kindergarteneingewöhnung des Schlökerichs im März zuhause bleiben zu können, ist damit aber gestorben. Vermutlich wird mein Arbeitsalltag dann spätestens zum ersten Februar wieder beginnen. Eventuell lohnt es sich sogar, schon früher mit sehr wenig Stunden anzufangen, weil ich dann sofort wieder pflichtversichert bin und der selbst zu zahlende Beitrag deutlich geringer wird. Dummerweise wissen wir ja nicht, wie unser Kind sein wird. Beim Herr Gartenhein wäre arbeiten schwer möglich gewesen, weil er ständig wach war und alle zwei Stunden Hunger hatte. Der Schlökerich war da genügsamer und hat es schon früh mehr als vier Stunden ohne Nahrung ausgehalten. Aber wir werden sehen und für uns eine Lösung finden.

Unser erstes Mal

Diese Woche haben wir ihn hinter uns gebracht: unseren ersten Kindergeburtstag. Der Herr Gartenhein wurde fünf und durfte sich fünf Freunde einladen. Auf die Auswahl der Gäste hatten wir wenig Einfluss. und stellten uns schon mal auf ein lautes Fest ein. Teilweise hatten wir die Gäste schon mal vorher zum Spielen bei uns, teilweise kannte ich sie nur vom Spielplatz oder vom Sehen. Den ganzen Vormittag war er schon aufgeregt und fragte immer wieder, wann denn seine Gäste kämen. Zum Essen hatte er sich einen Mauskuchen bestellt, den ich noch bis spät in die Nacht gebacken hatte.

Dann kamen nach und nach seine Gäste. Einer blieb weg, weil er, wie ich später erfuhr, in Urlaub ist. Als erstes stürmten sie in den Garten, wo wir Wasserspritzen und Wasser vorbereitet hatten. Damit durften sie Playmobilmännchen umschießen, zogen es aber schnell vor, sich gegenseitig abzuschießen. So konnte ich schon vor dem Kuchenessen zwei Kinder frisch einkleiden. Der Kuchen war erst mal nebensächlich und sie tanzten wild erst zu Kinderliedern, dann zu 30 Seconds to Mars. Danach stürmten sie das Kinderzimmer und das Schlagzeug. Ich konnte sie dann doch erst mal zu Kuchen überreden. Einer der Gäste bestand darauf, unbedingt ein Auge der Maus zu essen. Also schnitt ich nach längerer Diskussion ein Loch in die Mitte des Kuchens. Nach zwei Gabeln, war er dann satt. Ich hätte ihn am liebsten gezwungen alles aufzuessen. Danach stürmten sie wieder den Garten. Dort gab es Dosenwerfen und eine weitere Wasserschlacht. D. brach mit dem Schlökerich auf, um den Schatz zu vergraben. Ich folgte mit der Bande, nachdem ich erneut und diesmal alle neu eingekleidet hatte. Die Schatzsuche führte zum Spielplatz. Die Jungs rannten natürlich den ganzen Weg, warteten aber zum Glück an den großen Straßen. Ich kam nämlich kaum noch hinterher (36. Schwangerschaftswoche eben). Am Spielplatz wunderte sich der Herr Gartenhein kurz, dass der Papa da war, dann war aber das Kisten ausgraben interessanter. D. verabschiedete sich auch gleich zum Abendessen machen, während die Jungs den Schatz plünderten und dann das Klettergerüst stürmten. Sie durften sich dann eine Weile auf dem Spielplatz austoben, bevor ich sie zum Abendessen nach Hause trieb. Es gab Pommes und Würstchen und tatsächlich war es auch mal kurz ruhig. Gegen 18 Uhr holten die Eltern ihre Kinder samt den nassen Klamotten wieder ab. Ich hoffe jetzt, dass ich bis Montag noch genügend Anziehsachen für den Herr Gartenhein finde. Kurze Hosen und T-Shirts sind nicht mehr so viele übrig.

Fazit: Fünf Fünf-bis-Sechsjährige sind ganz schön laut. Zwei der Jungs fand ich als Gäste sehr angenehm, da sie in der Gruppe einfach mitlaufen und machen, was man ihnen sagt. Die anderen beiden waren etwas anstrengend, weil der eine permanent heulte, wenn etwas nicht nach seiner Nase ging (wenn er z.B. nicht der erste an der Ampel, der erste auf dem Spielplatz, der erste auf dem Klettergerüst war) und der andere permanent eine Extrawurst wollte (ja, das war der, der unbedingt das Auge essen wollte) und z.B. beim allgemeinen Abmarsch, als alle mit Schuhen schon an der Straße warteten, noch immer barfuß auf der Rutsche saß und lamentierte, dass er jetzt aber alles nochmal machen wolle.

Der Herr Gartenhein war begeistert und erzählte noch am nächsten morgen von seinem schönen Geburtstag. Wir waren ziemlich platt, da die vorhergehenden Tage mit Einkaufen, Planen, Kuchen backen, Geschenke einpacken und Zimmer aufräumen doch recht anstrengend gewesen waren. Jetzt wartet der Herr Gartenhein noch auf morgen, wo er im Kindergarten seinen Geburtstag nachfeiern darf. Dafür darf ich heute noch, mal wieder, einen Schlangenkuchen backen. Am Donnerstag kommen dann vermutlich Omi und Opa und er bekommt auch endlich seine heiß ersehntes Legobergwerk. Und dann ist das mit dem Geburtstag bis nächstes Jahr erledigt. Ein bisschen gruselt es mich schon vor sechs sechsjährigen Gästen, aber es ist ja noch Zeit.

Tagebuchbloggen im Juni

Jetzt hätte ich fast die Tagebuch-5 vergessen. Hier liefere ich mal meinen gestrigen Tag nach. Die Linkliste mit den anderen Beiträgen gibt es bei Frau Brüllen.

Um zwanzig nach sieben wird der Schlökerich wach. Die Nacht hat er komplett in seinem Bett verbracht, was ich sehr begrüße. Wir gehen nach unten und fangen mit dem üblichen Morgenprogramm an. Der Herr Gartenhein taucht etwa 20 Minuten später auf und frühstückt in Zeitlupe. Das macht mich dann etwas nervös, weil Donnerstags Turnen ist und die Kinder um 8:30 Uhr vom Kindergarten zur Turnhalle laufen. Ich schaffe es dann doch irgendwie um Punkt 8:30 mit dem Herr Gartenhein am Kindergarten zu sein. Allerdings mit dem Auto, obwohl ich den Vorsatz hatte, mit ihm zum Kindergarten zu laufen, wenn ich in Mutterschutz bin. Wir verteilen noch schnell seine Geburtstagseinladungen, die wir am Abend vorher gebastelt haben, und dann laufen sie auch schon los. Der Herr Gartenhein plappert in einer Tour auf den Praktikanten ein. Der tut mir etwas leid. Auf dem Heimweg fahre ich bei der Apotheke vorbei um die neuen Salben für des Schlökerichs Neurodermitis (anderes Thema, vielleicht ein andermal ausführlicher) bestelle. Zuhause ist der Schlökerich immernoch überrascht, dass ich vormittags zuhause bin. Anziehen will er sich deshalb trotzdem nicht. Irgendwann kann ich ihn mit Seifenblasen zum Anziehen und auf die Terrasse locken. Vorher stelle ich noch Wäsche an und repariere den Spülkasten im ersten OG, der seit Monaten nicht richtig funktioniert. Der Schwimmer kam nicht mehr von alleine hoch. Das Problem war nach 2 Minuten scharfen Hinsehens gelöst. Der Spülkasten hing schief und der Schwimmer verkantete an der Wand. Jetzt läuft alles wieder. Leider konnte ich den tropfenden Wasserhahn im Erdgeschoss nicht so einfach reparieren. Das Waschbecken hat kein Eckventil und mir ist beim besten Willen nicht klar, wo ich im Keller abdrehen muss, dass da kein Wasser mehr kommt. Und dann ist da noch die Angst, dass ich das Problem nicht gelöst kriege und wir im ganzen Haus kein Wasser haben. Tropft er eben erst mal weiter.
Wir machen draußen Seidenblasen und backen Sandkuchen, bis ich müde werde und D. wecken gehe, bzw. mich ins Bett dazu lege, bis der Schlökerich ebenfalls dazu kommt und auf mir rumturnt. Um 12:30 ist der Schlökerich mittagsschlafreif und ich auch. D. steht auf und holt um 14 Uhr den Herr Gartenhein vom Kindergarten ab. Der setzt sich erst mal für eine Runde Kikaninchen.de an den Computer, hat aber nicht lange Geduld und verschwindet in seinem Zimmer zum Kassette hören und spielen. Der Schlökerich spielt bei uns und wir essen den Erdbeerkuchen vom Vortag auf. Ich überlege noch zur Bibliothek zu gehen, dann verschieben wir das aber auf den nächsten Tag. Ich schnappe mir die Jungs und laufe zur Apotheke, um die Salben für den Schlökerich abzuholen. Danach wollen wir noch zum Spielplatz. Da bleiben wir aber nicht lange, weil der mal wieder voll ist mit Gänsekacke und das doch irgendwie eklig ist. Stattdessen gehen wir eben eine Kugel Eis essen. Der Herr Gartenhein sogar zwei, wobei er sich die zweite ganz alleine kauft. Zuhause verschwindet der Herr Gartenhein in seinem Zimmer und der Schlökerich gießt im Garten die Blumen. Ich pflücke ein paar Holunderblütendolden für Holunderblütengelee, D. macht Abendessen. Die Jungs dürfen noch eine Runde in die Badewanne und dann essen wir. Frikadellen hat sich der Herr Gartenhein bestellt (Pettersson und Findus lassen grüßen). Dazu Bratkartoffeln, Gemüse und Salat. Wir essen dazu Quornschnitzel, die ich nur so semigut finde. Und zum Nachtisch Erdbeeren aus dem Garten mit Sahne, die ich dagegen sehr gut finde!
Dann sind die Kinder im Bett und ich lese noch etwas und schaue dazu Frauentausch. Auch nicht mehr das, was es mal war. Geht immer nur noch um „bei Dir ist es dreckig!“ Als sei so ein bisschen Staub das einzig Wichtige. D. räumt die Spülmaschine ein und gegen Mitternacht gehen wir ins Bett. Und das war er,  mein 5. Juni.

Media Monday #153

Heute ist doch noch fast Montag, also noch nicht zu spät für den Media Monday, oder?

1. Eine Freundes-Clique, mit der ich gerne auch einmal abhängen würde, ist ganz klar die Big Bang Theory Clique, weil mich interessieren würde, wie lange es dauert, bis Sheldon so richtig nervt.

2. Bei den zahllosen Literatur-Verfilmungen frage ich mich ja ein wenig, warum sich noch keiner auf Der Schwarm von Frank Schätzing gestürzt hat, denn das las sich schon wie ein Film.

3. Die Grundidee von Elysium fand ich ja ziemlich genial, wohingegen mich das Gesamtwerk kaum zu überzeugen wusste, weil dieses Robotergestell von Matt Damon einfach albern war und das Ende des Films etwas hahnebüchen.

4. Vampire und Werwölfe, Cowboys und Aliens, Roboter und Aliens, schön und gut, aber Menschen und Menschen  wäre doch mal eine richtig coole Combo, denn da braucht man nicht so viel Make-Up.

5. Wenn es mich ins Kino verschlägt, erwarte ich mir einen guten Film. So selten, wie wir ins Kino gehen, sind die Filme alle gut ausgewählt.

6. Von mir würde ich ja gerne mal eine Lesung besuchen, weil dann hätte ich wohl endlich ein Buch geschrieben.

7. Meine zuletzt gelesenes Buch ist A clash of kings (A song of ice and fire Teil 2) und das war liest sich etwas langsamer als der erste Teil der Serie, weil warum, weiß ich auch nicht.

Ein Wochenende in Bonn

Mittlerweile leben mehrere mir liebe Menschen in Bonn. Und da Bonn ja gar nicht so weit weg und der ICE ziemlich schnell ist, fahr ich da hin und wieder mal hin. Diesmal war der Anlass der Geburtstag einer Freundin, die ich aus Karlsruhe kenne. Da die Geburtstagsfeier schon am Nachmittag losgehen sollte und Kinder willkommen waren, hatte ich die Idee, mit den Jungs mit dem Zug hinzufahren. Der Herr Gartenhein war schon im Vorfeld ganz begeistert, weil wir dann mit einem Zug fahren, der „so schnell fährt wie ein Rennauto!“ Da Zugfahren zwar schnell geht, aber auch ganz schön teuer ist (knapp 238 € hätte die Hin- und Rückfahrt für 1 Erwachsenen und 2 Kindern unter 6 (=kostenlos) inkl. Familienreservierung gekostet), wollte ich meine schon lange rumliegenden bahn.bonus-Punkte in eine Freifahrt umwandeln. Meine Wunschverbindung mit dem ICE nach Siegburg und der Straßenbahn nach Bonn-Beuel gab es natürlich nicht im Freifahrtkontingent. Aber immerhin bis Siegburg konnten wir umsonst (naja, nicht ganz. Die Reservierungen mussten wir bezahlen) fahren.

Am Samstagmorgen fuhren wir mit der S-Bahn nach Stuttgart, wo wir in den ICE einstiegen. Für die Hinfahrt hatten wir Plätze im Kleinkindabteil reserviert. Der Zug war (wie am Samstagvormittag üblich) nur mäßig gefüllt. Wir hatten im Kleinkindabteil den runden Tisch für uns und die Kinder haben sich gut mit malen, spielen, aus dem Fenster schauen, essen und aufs Klo gehen beschäftigt. Außerdem gab es von der Bahn für jedes Kind einen Spielzeug-ICE geschenkt. In Siegburg waren wir pünktlich und konnten sofort mit der Straßenbahn weiter. Knapp zwanzig Minuten später nahm mein Schwesterchen uns an der Haltestelle in Empfang. Während der Herr Gartenhein gleich begeistert die Wohnung erkundete, saß der Schlökerich erst mal schmollend vor der Tür. Wir waren pünktlich zu seiner Mittagschlafzeit angekommen und er wollte lieber gleich wieder nach Hause. Weder Schuhe noch Jacke hat er sich ausziehen lassen. Irgendwann konnte ich ihn mit Mittagschlaf locken. Allerdings sagte ihm keines der angebotenen Betten zu. Sogar ins Bad schaute er, ob da vielleicht sein Bett stünde. Und so trank er nur eine Milch und ließ den Mittagschlaf ausfallen.
Bald nach uns kam dann eine liebe Schulfreundin mit ihrem winzigen Töchterchen zu Besuch. Wir saßen auf dem Spielplatz und auf dem Balkon und redeten, bis wir uns gegen 16 Uhr schon verabschieden und zur Geburtstagsparty aufbrechen mussten. Die nächsten Stunden verbrachten wir dann Kuchen essend, grillend, Musik hörend und redend auf der Wiese mit zwei Spielplätzen direkt im Blick. Der Schlökerich war auf dem Hinweg erst mal eingeschlafen und holte seinen verpassten Mittagschlaf nach. Der Herr Gartenhein war schneller mit den anderen Kindern unterwegs, als ich schauen konnte. Als der Schlökerich ausgeschlafen hatte, stürzte er sich mit ins Getümmel. Solange sein Bruder dabei ist, hat er da keine Anschlussschwierigkeiten. Alleine ist er meistens eher schüchtern. Wir waren auf der Party, bis es richtig dunkel war und fuhren dann mit der Straßenbahn zurück zur Wohnung meiner Schwester (die aber noch auf der Party blieb). Einmal umsteigen und ein gutes Stück laufen hatten wir vor uns. Der Herr Gartenhein war mehrmals kurz vorm Einschlafen (es war schon fast 23 Uhr!), hat den Heimweg aber wirklich gut gemeistert. Nach Umziehen und Zähneputzen protestierte er noch, er könne nicht einschlafen und schlief zehn Sekunden später bereits tief und fest. Der Schlökerich trank noch eine Einschlafmilch und schlief dann auch. Ich selbst hab‘ auch nur noch einen Anruf zuhause hinbekommen und mich dann zwischen die Jungs zum Schlafen gelegt. (Dabei hatte ich extra meinen ebook-Reader dabei um abends noch zu lesen.)

Die Nacht war eher anstrengend, da der Herr Gartenhein zwar schlief wie ein Stein, der Schlökerich sich aber wälzte und jammerte. Zuviel Input und unbekanntes Bett nehme ich an. Immerhin schlief der Herr Gartenhein bis 8 Uhr und der Schlökerich noch etwas länger. Nach Frühstücken, duschen und Rumgammeln, kam dann nochmal die Geburtstagsfreundin mit Freund und Kindern vorbei und wir verbrachten entspannte Stunden auf dem Spielplatz vorm Haus und einem Eis, das der Schlökerich mal wieder im Buggy verschlief, zum Abschluss. (Man merkt immer besonders deutlich, dass man in einer Großstadt ist, wenn man Eissorten wie Limette-Basilikum und Erdbeer-Parmesan bestellen kann.) Dann ging es mit den zwei müden Jungs mit Straßenbahn und ICE zurück nach Stuttgart. Der Zug war brechend voll, was ich sehr anstrengend fand. Die Jungs haben sehr gut mitgemacht, haben gespielt, gemalt und gegessen. Der Schlökerich stand immer wieder mal im Weg rum und hat gegen Ende angefangen fremde Menschen zum Spaß zu hauen, aber sonst war alles gut. In Stuttgart kamen wir zu spät an, so dass ich mit Zweijährigen im Buggy, Baby im Bauch und Fastfünfjährigem am Kinderwagengriff mal eben von Gleis 16 zu Gleis 4 rennen musste, um die Regionalbahn gerade eben so noch zu erwischen. Bemerkenswert waren die 6 Männer, die mich anstarrten, als ich den Buggy samt Kind in den Zug hob und mich dann, als alle heil im Zug standen, fragten, ob sie mir helfen könnten. Bei was? Beim Stehen? Das schaff ich grade noch alleine. Der Schlökerich hatte dann keine Lust mehr und weigerte sich ins Auto zu steigen, als wir zwanzig Minuten später den Zielbahnhof erreicht hatten. Ich nehme an, das ist dann wohl diese Trotzphase. Irgendwann waren wir aber doch zuhause, wo das Abendessen schon fast fertig auf dem Tisch stand, die Wäsche gewaschen war und die Himbeeren im Garten eine Rankhilfe bekommen hatten. Die Kinder wurden noch gebadet und wanderten todmüde ins Bett. Ich schlief kurz danach auf dem Sofa ein, mit müden Füßen und Beinen (ich bin gefühlt 20 Mal in den 5. Stock gelaufen, 10 Mal davon mit 13kg-Kind auf dem Arm). Und so entdeckte ich auch erst beim ins Bett wanken, dass D. auch schon den Bettanbau fertig gemacht hat. In der Höhe haben wir uns etwas vermessen, so dass noch eine Latte untendran geschraubt werden muss. Aber ansonsten sieht es toll aus. Ich bin total begeistert und freue mich schon auf 40 cm mehr Platz.
So im Nachhinein kann man das wohl eher in die Kategorie Schnapsidee einsortieren, in der 32. Schwangerschaftswoche noch alleine Bahnreisen mit zwei kleinen Kindern zu absolvieren. Aber irgendwie bin ich in der Hinsicht eher tiefenentspannt. Ich hab voll drauf vertraut, dass das mit meinen Jungs problemlos klappt. Und hat es ja auch. Nur etwas anstrengend war es eben. Aber schön und auf jeden Fall müde Beine und Muskelkater (wohl vom 13kg-Kind schleppen) wert!

Fazit: meine Jungs sind tolle Reise- und Partybegleiter und in Bonn ist es eigentlich echt schön und vor allem deutlich wärmer als das Heckengäu.

Projekte und Schnapsideen

Noch drei Wochen bis Mutterschutz. Da sind noch ein Feiertag, ein Brückentag und drei Tage Auswärtstermin dabei, so dass ich noch 8 Bürotage vor mir habe. Klingt für das noch anstehende Arbeitspensum recht wenig, aber es wird schon.
Außerdem beschäftigen mich gerade noch andere Dinge, z.B. unser Bett. Wir schlafen aktuell auf 1,40 m Liegefläche. Zu zweit geht das gut. Zu zweit mit Baby geht das ganz ok. Zu zweit mit Kleinkind ist das manchmal ziemlich eng. Der Schlökerich schläft inzwischen zwar bestimmt 8 von 10 Nächten in seinem Bett, aber für die restlichen zwei müssen wir uns künftig was überlegen. Wir wissen ja nicht, wie der Babybruder so drauf ist. Der Herr Gartenhein hat, seit er drei Monate alt war, am liebsten in seinem Bett geschlafen. Ich kann mich an keine Nacht erinnern, in der er in unser Bett wollte. Der Schlökerich wurde schon als Baby fast immer wach, sobald man ihn vorsichtig versucht hat in sein Bett zu schieben (oder später zu heben). Also hat er viel bei uns geschlafen. Inzwischen steht sein Bett in seinem Zimmer. Manchmal ruft er und will dann mit rüber, manchmal kommt er nachts rübergelaufen. Leider ist er immer noch kein „ich leg mich hin und dreißig Sekunden später schnarche ich“-Typ, sondern immer noch der „ich wälze mich eine Weile hin und her“ Typ. Leider bin ich auch mehr der „ich wälze mich eine Weile hin und her“ Typ, so dass die Besuchsnächte manchmal anstrengend sind. Hauptsächlich, weil das Bett so schmal ist. Und deshalb wollen wir anbauen. Unser Bett ist nämlich so toll, dass ich das nicht durch ein neues ersetzen will. Ich habe das Bett seit ich 17 oder 18 bin und bin damit 7 Mal umgezogen. Das Bett sieht im Prinzip aus wie eine große (und lackierte) Europalette. Matratze drauf, fertig. Liegefläche schön niedrig, dass es auch nichts macht, wenn man ein Kind rauspurzelt (ist dem Schlökerich zweimal passiert). Und die Kinder können da drauf hopsen, ohne dass man Angst haben muss, dass eine Latte bricht. Und im Prinzip braucht man ja nur ein paar Balken und Bretter in der richtigen Abmessung. Und eine größere Matratze.
Als ich bei der Arbeit mit Kollegen darüber sprach, erntete ich Verwunderung. Ein Bett ohne Lattenrost? Matratze kaufen ohne Probeliegen? Nur eine Matratze für zwei Leute? Kinder mit im Elternbett? Babys mit im Elternbett? Auf dem Bett hopsende Kinder??? Irgendwie leben diese Kinderlosen ein ganz anderes Leben als ich.

Ich hab aber auch noch anderes vor im Mutterschutz. Der Herr Gartenhein feiert demnächst seinen fünften Geburtstag. Leider sind da Kindergartenferien, so dass ich etwas ratlos bin, wann wir seinen Kindergeburtstag machen sollen. Am besten frage ich einfach mal die Eltern seiner Freunde und entscheide dann. Seine Großeltern hat er auch eingeladen. Da steht auch noch nicht fest, ob und wann die kommen können. Ich glaube er wäre enttäuscht, wenn er gar keine Gäste bekäme.
Kindergeburtstag ist dann auch noch so ein Thema. Ist ja unser erster. Wir müssen uns mal überlegen, was man mit denen dann so macht. Er hat mal geäußert, er möchte einen Schlangenparty. Was auch immer das sein soll.
Für nach seinem Geburtstag haben wir ihm versprochen, dass wir zum Playmobil Funpark fahren. Ich hoffe, dass Anfang Juni das Wetter mal schön ist, dass es außerhalb der Ferien dort nicht so voll ist und dass ich mich noch einigermaßen bewegen kann. Letztes Jahr scheiterte es am saukalten Juniwetter. Dieses Jahr wollen wir wirklich mal hin.

Außerdem wünscht sich der Herr Gartenhein, dass wir mal zelten. Im Moment sortiere ich das eher in die Kategorie Schnapsidee ein, weil ich wirklich nicht weiß, ob ich im Mutterschutz noch im Zelt schlafen will. Aber ich behalte es mal im Hinterkopf. Sollte es wirklich tollstes Sommerwetter geben im Juni, fahren wir vielleicht mal irgendwo in der Nähe zum Zelten. Ich hoffe ja auf die Nachbarn, wenn es um die Ausrüstung geht. Die gehen jede Sommerferien zelten. Da können wir uns hoffentlich ein Zelt und eine Luftmatratze leihen.

Und so werden wir die Zeit bis zur Geburt schon irgendwie rumkriegen. Das Freibad hat auch schon geöffnet, fehlt nur noch das passende Sommerwetter.

5 Bücher für 2014

Ich wurde schon letzte Woche mit einem Stöckchen beworfen. Bullion fragt welche fünf Bücher ich 2014 auf jeden Fall lesen will. Nur fünf? Ich hab ja dieses Jahr schon 12 Bücher gelesen, da werden es hoffentlich noch mehr als fünf werden. Vor allem, weil sich meine Lesezeit demnächst vermutlich erhöhen wird, weil ich ab Anfang Juni zuhause sein werde. Und erfahrungsgemäß war die Stillzeit auch immer eine intensive Lesezeit. (Mal sehen, wie das wird, wenn beim Stillen noch zwei andere um einen herum wuseln).

Hier nun also meine fünf Bücher:

George R.R. Martin – A song of ice and fire

Nachdem ich mich ja lange gesträubt habe, die Serie zu lesen, bevor sie zu Ende geschrieben ist, habe ich schließlich doch angefangen und Buch 1 am Wochenende beendet. Wenn ich das Lesetempo beibehalte, dürfte ich im November damit durch sein (kommt darauf an, wieviel anderes ich noch zwischenrein lese). Bisher gefällt es mir sehr gut, was ich aber auch nicht anders erwartet habe. Was die Bücher ausmacht, ist vor allem das gnadenlose Vorgehen des Autors mit seinen Figuren. Ich trau mich noch nicht mal zu sagen, wer nach Buch 1 meine Lieblinge sind. Wer weiß schon, ob die Band 2 überhaupt überleben?! Ich bin gespannt, was noch kommt.


Michael Scott – The Enchantress (The Secrets of the Immortal Nicholas Flamel #6)

Seit einiger Zeit kriege ich zu jedem Geburtstag und Weihnachten den jeweils nächsten Teil der Nicholas Flamel Serie. Im Juni ist dann der letzte Teil dran und den werde ich auch lesen. Ich freu mich schon drauf, weil es da dann wohl zum endgültigen Kampf zwischen Gut und Böse (obwohl auch manchmal nicht so klar ist, wer gut und wer böse ist) kommen wird und sich bisher noch nicht sagen lässt, welcher der „twins of legend“ derjenige ist, der die Welt zerstört und welcher der, der sie rettet. Die Serie gefällt mir bisher gut. Die Geschichte läuft durch alle 6 Teile durch mit nur jeweils kurzen Verschnaufpausen am Ende eines Buches. Beinahe jede auftretende Figur hat einen historischen oder mythologischen Hintergrund. Das macht Spaß. Vor allem, wenn man (wie ich) in Geschichte eher wenig Vorkenntnisse hat.

Cornelia Funke – Teuflisches Silber (Reckless #3)

Im Oktober erscheint der dritte Teil von Reckless, den ich dann wohl auch lesen werde, sobald ihn unsere Bibliothek da hat. Die ersten beiden Teile haben mir gut gefallen. Ich hab als Kind Grimms Märchen alle gelesen und finde das Spielen mit den Märchenfiguren sehr interessant.

Und damit hier nicht nur (Teile von) Serien stehen, hier noch zwei alleinstehende Romane, die auf dem Bücherstapel meines Vaters liegen und mich anlachen. (Obwohl ja der zweite Teil von Silber (Kerstin Gier) ja auch noch diesen Sommer kommt.)

David Levithan – Letztendlich sind wir dem Universum egal

Dass ich auch gerne Jugendbücher lese, ist ja kein Geheimnis. Verschiedene Algorithmen haben mir das Buch aufgrund meiner Lesegewohnheiten vorgeschlagen und jetzt hatte ich es sogar schon in der Hand. Der Klappentext liest sich interessant. Da ich aber inzwischen das digitale Lesen bevorzuge, werde ich mir das im Laufe des Jahres wohl mal in digital besorgen. Vielleicht gibt es das ja auch in der Onleihe.

Michael Köhlmeier – Die Abenteuer des Joel Spazierer

Zur Erscheinung des Buches anfang des Jahres, wurde es ausführlich und immer wieder im Deutschlandradio Kultur besprochen. 650 Seiten Roman über jemanden, den man am Ende vermutlich nicht leiden kann, finde ich interessant. Eine Lebensgeschichte, ein Schelmenroman. Klingt doch alles ganz gut, oder nicht?

Und was habt Ihr Euch so lesetechnisch vorgenommen? Wer will, darf sich das Stöckchen gerne nehmen. Wie wär’s Frau Donaukwelle oder Isnochys? Ihr lest doch auch viel und gerne.

Media Monday #149

Man glaubt es kaum, aber auch ich schaffe es mal wieder einen Media Monday zu beantworten.

1. Könnte ich die Filmfigur Peter Lustig / Fritz Fuchs im wahren Leben einmal treffen, müsste ich sie unbedingt einmal fragen wie das im Bauwagen mit Klo und Dusche funktioniert und ob es im Winter nicht furchtbar kalt ist. Und Fritz Fuchs würde ich auch noch fragen, was eigentlich mit dieser Kioksbesitzerin geht.

2. Das Franchise von ______ möge man bitte schnellstmöglich beerdigen, weil ______ . Ich schwanke immer zwischen „Mir doch wurst, schau ich eh nicht an!“ und „Warum wird für sowas so viel Geld verpulvert, von dem man so schöne Filme hätte machen können.“ Also vor allem bei diesen unzähligen Comicverfilmungen.

3. Wenn die Zeit nicht immer so knapp wäre, hätte ich schon längst einen Blick auf diverse Filme und Serien geworfen, aber demnächst darf ich ja mal wieder meine Zeit mit Warten aufs Baby verbringen und dann kommen wir vielleicht endlich dazu.

4. Am meisten in Filmen nervt mich ja die Klischeefigur der/des ______ wie zum Beispiel in ______ , weil ______ . Das Breittreten von Klischees (Der einsame Held + seine Frau, das dumme Blondchen, die „hässliche“ (aka hübsch mit hässlicher Brille und oder Frisur) Intelligenzbestie, usw.) nervt mich grundsätzlich, weshalb ich versuche zu vermeiden meine Zeit mit klischeebeladenen Filmen zu verschwenden. Deshalb fällt mir auch kein gutes Beispiel ein.

5. ______ hat mich tief bewegt, weil ______ . Hier fällt mir grade einfach nichts ein. Vermutlich hab ich zu lange keinen guten Film gesehen.

6. Hätte man mich bei Homeland ein Wörtchen mitreden lassen, hätte ich vermutlich drauf hingewiesen, dass man mit keinem noch so tollen Ultraschallgerät in der 13. Schwangerschaftswoche „klar und deutlich“ das Geschlecht des Fötus erkennt. (Diese Antwort exklusiv aus der Kategorie: wenn man irgendwann spätabends aus dem Sofaschlaf erwacht und 5 Minuten Homeland anschaut.)

7. Zuletzt gelesen habe ich Game of Thrones (also ich bin noch dabei, aber inzwischen knapp an den 80 % (von Band 1)) und das war ist tatsächlich sehr gut, aber eigentlich hatte ich auch nichts anderes erwartet, weil so viele Menschen mit sonst gutem Buchgeschmack können nicht irren.

Zeit für sich

„Das hört sich immer so an, als hätte man gar keine Zeit mehr für sich.“ sagte die liebste Schulfreundin neulich im Bezug auf das Kinder haben. Stimmt das? Hat man als Eltern wirklich keine Zeit mehr für sich? Und hatte man die vorher und wie hat man sie genutzt? „Zeit für mich? Klar! Unter der Dusche und auf dem Klo!“ könnte ich antworten, aber die Eltern unter Euch wissen, dass das gelogen ist. Selbst wenn man zu zweit zuhause ist, hält das Kinder nicht davon ab, einen selbst da zu beehren. Und abgeschlossene Türen? Da kann man ja wunderbar dran rütteln, klopfen und davor „Mama, Mamaaaa!“ schreien. Wann findet man also Zeit für sich? Im Tagesablauf mit Kindern gibt es immer auch wieder Zeiten, wo sie schlafen oder sich selbst beschäftigen. Diese Zeiten sind nur bedingt planbar und meistens neigt man dazu, sie dazu zu nutzen Chaos zu beseitigen, statt bewusst etwas zu tun, was man gerne tut. Im Alltag mit Kindern ist z.B. die Wäsche immer unerledigt. Entweder kann man welche waschen, aufhängen, falten oder wegräumen. Die Waschmaschine läuft bei uns pro Person ca. 1 Mal pro Woche. Bedeutet bei uns also vier Maschinen regelmäßige Wäsche. Nicht dabei sind da Bettwäsche, außerplanmäßige Aktionen (z.B. bei Krankheit) oder saisonbedingte Waschladungen (z.B. die Winterjacken am Ende des Winters). Im Prinzip gibt es also jeden Tag Wäsche. Ein weiteres Thema ist schmutziges Geschirr. Die Spülmaschine ein und ausräumen und Geschirr und Krümel zu beseitigen, sind auch permanente Aufgaben. Ebenso Spielzeug vom Boden aufheben und, vor allem im Sommer, Sand wegsaugen. Und wer uns kennt weiß, dass das wir beleibe keine sehr ordentlichen Menschen sind. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich Chaos ignorieren und mich einfach hinsetzen und ein Buch lesen, aber meistens versuche ich doch, die sinnvollen Dinge erst zu erledigen.
Und egal was man tut, man weiß, dass man jederzeit unterbrochen werden kann. Mich stört es beim Lesen permanent unterbrochen zu werden, deshalb tue ich das lieber, wenn die Kinder schlafen, statt über den Tag immer mal wieder ein paar Minuten zu lesen. Ich finde es nicht verwunderlich, dass viele Mütter z.B. anfangen zu backen, Marmelade zu kochen und dergleichen. Das sind Tätigkeiten, die sich mit dem Kinderhüten meistens gut vereinbaren lassen und sie befriedigen, weil am Ende etwas Sinnvolles dabei rausgekommen ist. In der Küche einen Kuchen backen ist also auch irgendwie Zeit für mich.
Ganz bewusst erlebe ich Zeit für mich, wenn ich alleine unterwegs bin. Als der Herr Gartenhein gerade ein Jahr alt war, war ich übers Wochenende alleine auf einer Hochzeit in Portugal. Am ersten Morgen war ich früh wach (die Gewohnheit…) und bin eine Weile alleine am Atlantikstrand spazieren gegangen. Das war toll und unglaublich ungewohnt. Genauso ist es, wenn ich dienstlich unterwegs bin und morgens früh aufstehe um laufen oder schwimmen zu gehen. Zeit nur für mich.

Ja, man hat als Eltern weniger Zeit für sich, aber die Zeit, die man hat, wird einem viel bewusster und auch wertvoller. Beinahe alle Eltern fragen sich, was sie eigentlich ohne Kinder den ganzen Tag gemacht haben und warum sie früher soviel Zeit sinnlos vertrödelt haben. Ich möchte nicht behaupten, dass ich nichts vermisse. Am meisten fehlt mir wohl das morgens von alleine wach werden, weiterdösen und dann aufstehen, wenn ich möchte. Aber ich weiß ja, dass das alles nur vorübergehen so ist. Ein paar Jahre wird man stark in Anspruch genommen, aber irgendwann werden die Kinder selbständig, haben ihre Hobbys und schlafen am Wochenende aus. Dann ist sie wieder da, die Zeit, die man für sich hat. Dann gibt es wieder Morgende, wo man einfach im Bett liegen bleibt, bis man von alleine wach wird. Und dazu hat man die vielen Momente mit seinen Kindern. Und dafür lohnt es sich, auf ein bisschen Zeit für sich zu verzichten.

(Grade zum Beispiel kam der Schlökerich zum kuscheln an und jetzt hilft er mir beim Bloggen. )

Pettersson und Findus: Review

Ich war mit dem Herr Gartenhein im Kino. Da wir die Schlafenszeit des Schlökerichs abwarten wollten, blieb am Ende nur „Pettersson und Findus“ zur Auswahl. (Lego wäre sonst die Alternative gewesen, aber ich fürchte da kommt der Herr Gartenhein dann mit einem unendlich langen Wunschzettel aus dem Kino.) Pettersson und Findus mag ich eigentlich gerne. Der Herr Gartenhein lässt sich die Bücher vorlesen und hört die Hörpspiele. Ein paar Zeichentrickfolgen hat er auch schon mal gesehen. Den Realfilm fand ich dagegen eher nur naja. Im Film werden die Geschichten aus vier Büchern erzählt. Für meinen Geschmack war das eine zuviel. Gerade die Geschichte mit dem Hahn fand ich überflüssig. Und Die Szene wo Gustavsson mit dem Hackebeil über dem Hahn steht, war selbst für unseren gruselresistenten Herr Gartenhein ein bisschen viel. Insgesamt waren mir die Geschichten zu hastig erzählt. Die liebevolle Beziehung zwischen Pettersson und Findus, die ja die Bücher ausmacht, wurde nicht wirklich vermittelt. Stattdessen wurden die 90 Minuten mit Slapstickszenen gefüllt, wo Gustavsson gefühlt zum 40. Mal über die Hundeleine stolpert und sein Hund nicht tut was er soll. Und der Running Gag mit Petterssons schlechtem Kaffee, war auch schon beim ersten Mal nicht so richtig gut. Die Figur der Beda Andersson fand ich grundsätzlich zu dominant und mit der Beda Andersson aus den Büchern hat die nichts zu tun. Man hat den Eindruck, dass mit Gustavsson und Beda Andersson zusätzliche Hauptfiguren schaffen wollte, dabei sind für die Bücher Pettersson und Findus völlig ausreichend und unterhaltsam genug. Das schlimmste aber: im Film wurde gesungen. (Ok, es sind nicht viele Gesangsszenen, aber trotzdem.)Das finde ich, außer in Musicalfilmen, immer etwas nervig. Vor allem, wenn die Lieder dann noch nicht mal gut sind. Hat da einer von der Produktion gesagt „Hey, bei Disney singen die auch immer. Das macht man so in Kinderfilmen!“? Muss man aber echt nicht! Vielleicht hätten sich die Macher mal Filme anschauen sollen, die seit Jahren Kinderherzen begeistern. Und die Bücher richtig lesen.

Fazit: Kinderunterhaltung ist dann gut, wenn man sie als Erwachsener auch gerne mag. Klar lachen Kinder, wenn jemand stolpert, aber das allein kann nicht einen ganzen Film tragen. Ich selbst wünschte mir im Kino das Ende des Filmes herbei, obwohl der nur 90 Minuten ging. Und sogar der Herr Gartenhein fragte etwa 10 Minuten vor Schluss, wann das denn endlich vorbei sei. Man kann den Film durchaus anschauen, aber so richtig gut, ist er nicht.