Windeln wechseln ist Kikifax

Neulich sprach ich mit einer lieben Freundin übers Windeln wechseln. (Der Julijunge hatte gerade so eine Woche, wo jeden Tag einmal die Windel überlief.) Sie meinte, ich solle nicht so viel Abschreckendes erzählen. Das und dieser eine Artikel vor einiger Zeit, wo die Autorin meinte, die ersten Wochen mit Baby seien bekanntermaßen die schwierigsten, haben mich nun dazu gebracht, etwas über die wirklich schwierigen Momente mit Babys/Kindern zu schreiben. Windeln wechseln ist Kikifax. Ich brauche etwa drei Minuten, um eine durchschnittliche Babywindel (ohne Überlaufen!) zu wechseln, inklusive Strumpfhose und Hose an und ausziehen. Klar, ich hab da jetzt ein paar Jahre Routine. Und auch klar, dass es bei einem Kleinkind, das kurz vor der Stubenreinheit steht, länger dauert und, vor allem olfaktorisch, ein anderes Kaliber hat. Aber schlimm ist Windeln wechseln nicht, es ist einfach notwendig. Schlimmer finde ich persönlich ja, nachts vollgebrochene Betten zu reinigen.
Die ersten Wochen mit dem ersten Kind sind schwierig. Vor allem, weil man nicht daran gewöhnt ist, so fremdbestimmt zu sein und so oft und so früh geweckt zu werden. Schon beim zweiten Kind, sind die ersten Wochen viel weniger anstrengend. Das Kind braucht ja nix außer Nahrung und Nähe. Und geweckt wird man ohnehin früh. Es stimmt einfach nicht, dass die ersten Wochen die schwersten sind.
Die schwersten Zeiten sind nämlich die, in denen die Kinder krank sind. Ich erinnere mich an eine Impfmasernnacht mit dem Herr Gartenhein. Man sitzt hilflos da, hofft dass der Fiebersaft bald wirkt und das Kind nicht mehr leidet. Und einmal hatte er Mittelohrentzündung und Rota gleichzeitig und nicht mal Wasser blieb drin. An Ibuprofensaft war nicht zu denken. Das ganze endete in 5 Tagen Kinderkrankenhaus. Im Isolierzimmer mit 2 weiteren Magen-Darm- Kindern mit Müttern. Und dann waren da noch die Pseudokruppanfälle, die, besonders beim ersten Mal, sehr beängstigend sein können. Oder als die Neurodermitis vom Schlökerich so schlimm war, dass er nachts weinte und sich blutig kratzte. Diese Momente sind mir alle deutlich in Erinnerung. Und wenn ich daran denke, bin ich immer sehr froh, dass unsere Kinder alle nicht ernsthaft krank sind (ich klopf auf Holz!). Der Herr Gartenhein hatte mal so einen Knubbel deutlich sichtbar in der Halskuhle. War nur ein Lymphknoten. Als er uns und der Kinderärztin plötzlich größer vorkam und ich beim Hochfahren des Utraschallgeräts fragte, was denn wäre wenn, antwortete die Ärztin, dann würde sie uns nach Tübingen überweisen. Nicht in die nächste Kinderklinik, sondern gleich in die Uniklinik. Mir war die paar Minuten bis zu „Nö, genauso groß wie beim letzten Mal!“ ganz schlecht.
Volle Windeln, vollgespuckte Betten, unterbrochene Nächte – alles Kikifax. Die Sorge und das Mitleiden sind das Schwerste. Und das sagt einem vorher niemand.

Media Monday #181

1. Dank stressiger Vorweihnachtszeit bin ich noch gar nicht dazu gekommen, ____ . Mmh, dank Elternzeit komme ich im Moment glücklicherweise zu sehr vielen lange liegen gebliebenen Dingen. Ich habe Fotos eingeklebt, ein Fotobuch und einen Kalender gemacht, Babyschuhe gehäkelt, Sterne gefaltet, Plätzchen gebacken und sogar den einen oder anderen Film gesehen. Kann mich also nicht beschweren.

2. Star Wars begeistert mich ja schon grundsätzlich, allerdings geht der Hype um die neuen Filme völlig an mir vorbei.

3. ____ hat dramaturgisch völlig versagt, denn ____ . Hierzu fällt mir nichts ein. Vermutlich hab ich zuwenig Zeit, um sie mit schlechten Filmen oder Büchern zu verschwenden.

4. In neueren Filmen fehlt mir nur allzu oft, dass ein Film (sofern es ein Blockbuster ist) auch mal ohne besonders tolle mühsam eingebaute Actionszenen funktioniert. Wenn ich an die Filme denke, die ich zuletzt gesehen habe, fallen mir die unnötigen Schießereien zwischen Chinesen und französischer Polizei in Lucy ein. Oder der bescheuerte Roboteranzug in Elysium.

5. Scarlett Johansson konnte mich mit ihrer/seiner Darstellung als Lucy überhaupt nicht überzeugen, da sie einfach zu viel kann, um eine Rolle zu spielen, in der ihr Gesicht zu 90 % unbewegt bleibt.

6. Zuletzt habe ich das Blog ____ für mich entdeckt, das ____ . Ich hab genug mit den paar Blogs zu tun, die ich regelmäßig lese. Was neues kam da in letzter Zeit nicht dazu.

7. Zuletzt gesehen habe ich Guardians of the Galaxy und das war mal wieder so eine Comicverfilmung, der ich nur wenig abgewinnen konnte, weil mir die Actionszenen zu viel und zu langweilig waren, weil ich zwischendurch 20 Minuten verschlafen habe und trotzdem nichts verpasst hatte, weil ich die „Ich muss meinen Walkman holen“-Szene echt dumm fand. Aber sonst war er ganz ok.

Tagebuch 5 im Dezember

Der Tag beginnt irgendwann nachts damit, dass der Schlökerich in unser Bett kommt. Ich schlafe irgendwie zwischen den zwei kleinen Jungs weiter, die beide möglichst nah bei mir liegen wollen. Um halb sieben meldet sich der Julijunge mit Hunger. Während ich stille, höre ich den Herr Gartenhein in seinem Zimmer rumoren. Er zieht sich an. Das macht er eigentlich nur dann sofort, wenn er ins Bett gepieselt hat. Kurz danach steht er in unserem Zimmer. Der Julijunge ist satt und schläft weiter und ich nehme das nasse Bettzeug gleich mit runter und stelle die erste.Waschmaschine an. Dann räume ich die Spülmaschine ein. Der Schlökerich steht auf. Ich dusche. Der Julijunge wird wach. Ich mache das Kindergartenvesper. Freitags nur ein Brot, weil im Kindergarten Kochtag ist. Ich packe die erste Wäscheladung in den Trockner und stelle die nächste an. Dann decke ich den Frühstückstisch und wir frühstücken im Schein der Adventskranzkerze. Danach müssen die zwei kleinen Jungs noch angezogen werden, während der Herr Gartenhein schon ungeduldig die Schuhe anzieht.
Um kurz nach neun sitzen alle im Auto. Im Kindergarten muss ich noch die 1,7 kg Nussplätzchen abgeben, die ich am Vortag für den Weihnachtsmarktverkauf gebacken habe. Kurz hab ich ein schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht freiwillig fürs Eintüten gemeldet habe. Dann finde ich aber, dass ich mit Backen und Verkaufen schon genug getan habe. Ich sammle die kleinen Jungs wieder ein und fahre wieder los. Kurz zum Arzt ein Rezept holen, dann im Edeka im Nachbarkaff das Apfelsaftangebot checken. Mit einer Kiste Landkreisapfelsaft sind wir um viertel nach zehn wieder zuhause.
Ich lade mal wieder Wäsche um und rühre dann Teig für Vanillekipferl und Zimtsterne zusammen. Der Vanillekipferlteig geht in den Kühlschrank, die Zimtsterne werden gleich ausgestochen. Der Schlökerich hilft ein bisschen, will dann aber nur noch im Teig rummatschen. Ich setze ihn mit neuer Knete ins Wohnzimmer und kümmer mich weiter um die Zimtsterne. Der Julijunge wird müde, will sich aber nicht ablegen lassen, also bleibt er für die letzten Plätzchen auf meinem Arm. Beim anschließenden Stillen nickt er dann kurz ein.
Um halb zwei ist der Julijunge ausgelaufen und D. und ich knobeln aus, wer den Herr Gartenhein abholen geht. Ich gehe mit den beiden kleinen Jungs. Der Schlökerich spielt noch gerne ein bisschen im Kindergarten mit und der Julijunge schläft vielleicht auf dem Weg ein. Außerdem gibt es im Moment für die Eltern immer Kekse. Um viertel nach zwei sind wir aus dem KiGa wieder raus. Ich fahre noch bei der Apotheke vorbei und dann nach Hause. Zuhause fangen die Jungs an zu kneten. Der Julijunge ist eingeschlafen. D. macht Kaffee und mein Vater ruft an, um Bescheid zu geben, wann meine Eltern morgen kommen.
Danach forme ich zwei Bleche Vanillekipferl und rede mit D., während die Jungs um uns rumwuseln und Gurke und Schokolade verlangen. Danach muss der Herr Gartenhein sein Zimmer aufräumen, das nach einem Spielbesuch diese Woche fürchterlich aus sieht. Ich gehe helfen. Es wird gemeckert und gejammert, aber am Ende ist das Chaos beseitigt und verlorene Legoteile wieder aufgetaucht.
Die Kinder gehen fernsehen und ich kümmere mich um Wäsche und das Verräumen der Kekse, während D. fürs Abendessen einkauft und kocht.
Gegen 18 Uhr ist das Essen fertig. Das ist für unsere Verhältniss sehr früh, aber die Kinder sind alle ziemlich müde. Nach dem Essen sauge ich in Herr Gartenheins Zimmer staub und putze das Klo im OG, das beim Putzen diese Woche ausgelassen wurde. D. putzt mit den Jungs die Schuhe, damit der Nikolaus was rein tut. Dann geht’s zum Zähneputzen und Schlafanzug anziehen. Der Herr Gartenhein schläft gleich ein, der Julijunge knatscht und steckt die Faust in den Mund. (Vielleicht die Zähne?) Ich liege neben ihm und lese ein paar Seiten. Währenddessen schindet der Schlökerich noch eine Exklusivspielzeiz mit Papa raus und will auch von mir noch ein Buch vorgelesen haben. Ich lese ein Buch vor, verweigere das zweite und schließlich kriecht er ins Bett. Pünktlich ruft der Julijunge und will einen Nachschlag. Ich wechsle wieder das Zimmer und D. löst mich beim Schlökerich ab. Während ich warte, dass der Julijunge tief schläft, tippe ich diesen Beitrag. Gleich gehe ich nach unten. Da wartet ein unvollendeter Kalender auf mich und angefangene Häkelbabyschuhe. Außerdem noch eine Ladung trockene Wäsche. Vielleich aber auch nur ein Film und ein Eis. Wer weiß.
Und wenn ich so drüber nachdenke, habe ich heute nur zum Essen und Stillen gesessen und so fühle ich mich jetzt auch.

Vier Monate Julijunge

Lieber Julijunge,
diese Woche wurdest Du nun schon vier Monate alt. Schon vier Monate, dabei bist Du doch eben erst geboren. Erst vier Monate, dabei fühlt es sich an, als wärst Du immer schon da gewesen. Nach wie vor bist Du ein liebes ubd ausgeglichenes Baby. Seit drei Wochen drehst Du Dich vom Rücken auf den Bauch. Umgekehrt klappt’s noch nicht. Du bist mit 65 cm ein langes Kerlchen. Bei der U4 wogst Du genauso viel wie Dein kleiner großer Bruder damals, aber Du bist 4 cm größer. Du bist sogar noch einen halben cm größer, als Dein großer großer Bruder, nur war der fast 600 g schwerer. Dabei ist vor allem Dein Rumpf lang. Bodies in 68 gehen kaum noch zu, wobei Hosen in 62  noch passen. Strumpfhosen in 62/68 sind alle, außer den Pusblu-Strumpfhosen von dm, 10 cm zu lang. Du bist ein Daumenlutscher, was ich im Moment sehr begrüße. Daumen rein und Ruhe ist. Vermutlich werde ich in zwei Jahren drüber fluchen, wenn Du es Dir abgewöhnen sollst. Du bist auch gerade in der Phase, wo Du nach allem greifst und versuchst es in den Mund zu stecken. Deine Strumpfhosen sind nach jedem Wickeln irgendwo angesabbert und meine Haare findest Du auch ganz toll.
Von Beginn an warst Du ein Spuckbaby. Meistens trage ich Dich deshalb mit dem Gesicht nach vorne durchs Haus. Und wenn dann das charakteristische „platsch“ von Milch auf Holzboden erklingt, bin ich froh, dass ich es nicht abgekriegt habe.
Dein großer großer Bruder ist sehr begeistert von Dir und will Dich immer wieder gerne halten. Dein kleiner großer Bruder ist da noch etwas unentschlossen, was er von Dir halten soll. Manchmal kneift oder kratzt er Dich mit Absicht und manchmal ist er etwas zu übermütig, wenn er mit Dir spielt. Euch beide lässt man am besten nicht mal zwei Minuten zusammen unbeaufsichtigt. Es gibt aber auch tolle Momente, wo er ganz lieb mit Dir spielt. Auch möchte er Dich immer öfter halten und abknutschen.
Deine erste Mittelohrentzündung.hast Du inzwischen auch schon hinter Dir und sehr tapfer gemeistert. Du schläfst nachts meistens ganz gut. Morgens weiß ich oft nicht, wann und wie oft Du mich geweckt hast. Oft liegst Du im Beistellbett und manchmal willst Du nur ein bisschen kuscheln, wenn Du wach wirst. Wir sind sehr gespannt, wie Du Dich weiter entwickelst, wem Du ähnlich sehen wirst und was Du mögen wirst.

Tragen in gut und schlecht

Ich habe meine Babys viel getragen und trage den Jüngsten immer noch oft. Das fing damit an, dass der Herr Gartenhein anfangs im Kinderwagen viel schrie und wir dann eines dieser Elternpaare waren, wo die Mutter den leeren Wagen schiebt, während der Vater das Kind auf dem Arm trägt. Irgendwann hatten wir davon genug und kauften im Babyladen eine Manduca. Vom Tragen und Tragehilfen hatte ich nicht viel Ahnung. Ich wusste nur, dass man die Babies nicht nach vorne gerichtet tragen soll. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich von der Manduca schon was gehört hatte, oder ob wir einfach Glück hatten. Ich hatte auch ein Tragetuch, aber im Juni und Juli 2009 war es in Karlsruhe so heiß, dass ich mir nicht zwei Meter Stoff und ein warmes Baby umwickeln wollte.
Den Schlökerich hab ich von Anfang an in der Manduca getragen. An seinem fünften Lebenstag war er so schon auf dem Spielplatz. Auch zuhause habe ich ihn manchmal in die Manduca gesteckt, um mal die Hände frei zu haben. Ich weiß, dass das Tragen von kleinen Babys in der Manduca umstritten ist (warum auch immer), allerdings wog der Schlökerich schon bei der Geburt über vier Kilo. Alle unsere Jungs sind mit bemerkenswertem Muskeltonus und Körperspannung geboren, so dass sie alle von Geburt an ihre Köpfe selbst halten konnten. Auch den Julijunge habe ich die ersten Monate nur getragen.
Es ergab sich, dass wir zum dritten Kind eine Cybex2Go Tragehilfe bekamen. Da wir im Urlaub eine längere Strecke auf buggyuntauglichen Wegen zurücklegen wollten, kam uns eine zweite Trage gerade Recht. Nun kam es also zum Praxistest. Da mir die Cybextrage doch recht, wie der Schwabe sagt, lommelig vor kam, wollte ich nicht den acht Wochen alten Julijunge darin tragen. Also durfte der Schlökerich sich reinsetzen. D. trug ihn auf dem Rücken. Es sah schon nicht so richtig toll aus und die Beine baumelten irgendwo in D.s Kniekehlen. Nach einer halben Stunde schrie und weinte der Schlökerich, weil seine Beine eingeschlafen waren. Den Rest des Wegs lief er selbst oder saß auf D.s Schultern.
Für den Rückweg tauschten wir die Tragen. Der Schlökerich saß schön angehockt in der Manduca auf D.s Rücken und schlief sofort ein. Ich hatte den Julijunge in der Cybextrage. Es heißt ja immer, das Kind sitzt richtig, wenn man es auf den Kopf küssen kann. Nunja, anfangs war das vielleicht so. Allerdings konnte von korrekt angehockt keine Rede sein. Die Beine baumelten eben so runter. Der Julijunge rutschte beim Laufen immer weitet nach unten. Köpfchen küssen war da unmöglich. Die Cybextrage ist aus eine dicken gepolsterten Material und fühlt sich trotzdem total instabil an. Beim Laufen lockerte sich ständig der Hüftgurt, so dass das gesamte Gewicht auf den Schultern lastete. Den Hüftgurt konnte ich während des Tragens auch nicht allein wieder festziehen. Nach dem halben Weg wollte ich nur noch jammern und ich war froh, als wir endlich zurückwaren. Diese eine Stunde mit der Cybextrage war mein schlimmstes Trageerlebnis. Mit der Manduca habe ich dagegen schon mehrere Stunden ohne Schmerzen getragen. Ich kann also nur jedem empfehlen, sich gut zu informieren und eine gute Trage zu kaufen. Preislich ist da kaum ein Unterschied. Neben der Manduca gibt es andere ebenfalls gute Tragehilfen. Am besten man fragt jemanden, der sich auskennt. Eine Hebamme oder Trageberaterin zum Beispiel.

Achja, ich hätte da eine Cybex2Go abzugeben. Irgendjemand Interesse? 😉

Media Monday #177

Wenn ich schon sonst nicht zum Schreiben komme (der Alltag…), gibt es hier mal wieder einen Media Monday.

1. Ben Affleck gefällt mir nicht nur als SchauspielerIn, sondern auch als Regisseur. Wobei seine schauspielerische Leistung eigentlich nur dann überzeugt, wenn er die Rolle selbst für sich geschrieben hat.

2. Sofia Coppola ist in meinen Augen ein/e vollkommen außergewöhnlicher RegisseurIn, weil die bunte und fröhliche Austattung ihrer Filme oft einen starken Gegensatz zur Handlung bildet.

3. Die Apfelstrudeszene aus Inglourious Basterds wird mir als Szene unvergessen bleiben.

4. Joanne K. Rowling hat mit der Zauberwelt von Harry Potter eine derart spannende Welt geschaffen, die ich immer wieder gerne bei Lesen oder Schauen besuche, weil wer wünscht sich nicht, dass irgendwo unter uns heimlich Zauberer leben und man eigentlich ein verkannter Zauberer ist.

5. Als großer Fan von A Series of Unfortunate Events (Bücher), würde ich es begrüßen, wenn die Teile 4 bis 13 auch mal verfilmt würden.

6. Einer der schönsten Aspekte am Hobby ‘Film’ ist, dass man, wenn man nicht alles sofort sehen muss, es problemlos jederzeit auf dem Sofa ausüben kann. Und das ist bei jedem Hobby ein Vorteil.

7. Zuletzt gesehen habe ich die erste Staffel von Game of Thrones und das war ganz großartig, weil ich außerdem gerade Teil 4 lese und ich so fast meine gesamte kinderfreie Zeit in Westeros verbringe.

Media Monday #175 und #174

Applaus und Fanfaren bitte: ich hab es geschafft den Media Monday auszufüllen!

1. Horrorctober und Halloween sind vorbei: Meine Horrorfilm-Entdeckung des Jahres ist ??? Leider fällt leider spontan gar kein Horrorfilm ein, obwohl wir bestimmt den ein oder anderen gesehen haben.

2. Hingegen Long Weekend war eine echte Enttäuschung, denn leider war der nicht mal besonders spannend. Vielleicht lohnt sich ja das Original?

3. Im November freue ich mich am meisten auf jeden Tag, weil ich im Moment sehr von einem Tag auf den anderen lebe. Ein paar feste Termine gibt es, alles andere ergibt sich nach Lust, Laune und Wetter. Und ich freue mich drauf, endliche Game of Thrones anzuschauen, aber ich weiß nicht, ob das im November was wird.

4. Filme mit Bud Spencer und Terence Hill fand ich früher echt klasse, würde ich mir aber heut nicht mehr ansehen, weil ich aus dem Alter, wo man die Boxszenen mit Sofakissen nachspielt, echt raus bin.

5. Es ist mir echt ein Rätsel, wie Twilight geverfilmt werden konnte, denn schließlich war klar, dass das in die Hose geht. Die Bücher kann man einfach nicht gut verfilmen.

6. Jetzt, wo es kälter und ungemütlicher draußen wird, habe ich mir vorgenommen, daheim zu sitzen, zu lesen, zu häkeln, Fotos zu kleben und Serien und Filme zu schauen. Die Realität zeigt allerdings, dass ich meistens kurz nach den Kindern einschlafe.

7. Zuletzt gesehen habe ich Star Trek Into Darkness und das war ganz unterhaltsam, wenn auch etwas lang, allerdings finde ich den neuen Kirk etwas nervig mit seinem ständigen Hinwegsetzen über Regeln und Gesetze. War der in der anderen Zeitlinie auch so?

Und weil’s so schön war, gleich noch den Media Monday von letzter Woche hinterher, der als Entwurf schon seit Dienstag hier rum liegt.

1. In jedem Film, der in Paris spielt, sieht man den Eiffelturm . Können die nicht mal stattdessen ähm ja, was eigentlich zeigen? Ich finde es nicht schlimm, wenn markante oder charakteristische Punkte einer Stadt oder Gegend gezeigt werden. Dann weiß auch jeder, wo es spielt.

2. Julia Stiles zählt zu meinen liebsten SchauspielerInnen, spätestens seit ihrer/seiner Rolle als Sara in Save the last dance.

3. 50 Shades of Grey ist auch wieder so ein Hype, dem ich nichts abgewinnen kann, aber es ist schon erstaunlich, wieviele Frauen sich von ein paar schlüpfrigen Szenen über eine blöde Story hinwegtäuschen lassen.

4. Hingegen für Maze Runner bin ich Feuer und Flamme, bekomme nicht genug davon und werde mir wohl die Bücher zu Weihnachten wünschen.

5. Im direkten Vergleich zu früheren Filmepochen sind die in den letzten Jahren entstandenen Filme länger und visueller geworden. Wenn man sich alte Filme anschaut, wo es noch nicht soviele technische Möglichkeiten gab, liegt der Focus oft mehr auf den Schauspielern, der Musik und den Dialogen. Heutzutage hat man manchmal den Eindruck, dass es nur genug knallen und explodieren muss, damit es ein Kassenerfolg wird. Ob die Handlung schlüssig ist, oder nicht, interessiert viele Zuschauer nicht. Andererseits hat es aber auch sehr positive Effekte, da das Medium Film gegenüber anderen Medienformen den Vorteil hat, das Bild zum Transport von Informationen und Emotionen zu nutzen. Im letzten Jahrzehnt gab es einige Filme, die rein visuell so großartig waren, dass man über eine einfach Handlung hinwegsehen konnte.

6. Das Hörspiel/den Podcast Benjamin Blümchen „Ottos kleines Geheimnis“ kann ich nur jedem empfehlen, der Einschlafprobleme hat, denn unser großer Sohn schläft dabei jeden Abend ein. Ich hab dabei nur gelernt, dass man einfach ein Klavierwunderkind kriegen muss, wenn man es Fiona Talulah Tabea nennt. (Aber das wirklich erschreckende ist, dass Benjamin Blümchen nicht mehr mit dem alten Lied „Auf ner schönen grünen Wiese…“ anfängt.)

7. Zuletzt gelesen habe ich Ein herrliches Chaos und das war ganz unterhaltsam, obwohl mich der grüne Himmel doch stark irritiert hat. Das widerspricht nämlich den Gesetzen der Physik und eigentlich sollten die doch im ganzen Universum gelten.

Jungsupdate 21.10.

Der Herr Gartenhein ist jetzt ein Krokodil. So heißen hier im Kindergarten die Vorschulkinder. Passenderweise ist er in den letzten fünf Monaten fünf Zentimeter gewachsen. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wie groß er plötzlich wirkt. Letzte Woche war er das erste Mal mit einem seiner Freunde im Kindersport. Wir schauen uns das diese Woche nochmal an und dann werden wir ihn da wohl anmelden. Einen Schwimmkurs werden wir auch noch suchen, obwohl ich es ja ungeschickt finde, dass die Schwimmkurssaison mit der Mittelohrentzündungssaison übereinstimmt. Aber gut, vielleicht ist das mit dem ständigen krank sein ja mal vorbei.
Der Herr Gartenhein erfindet immer wieder wunderbare Wörter. Meine Favoriten sind Bienenschläger (=Fliegenklatsche) und Wetterwaage (=Thermometer). Von früher blieb noch der Nashornfeger (=Schornstein).
Neulich hat er einen Roller gekriegt. Mit plattem Luftreifen. Erst mussten wir den neuen Schlauch bestellen und eine Woche drauf warten und dann haben wir den Mantel nicht mehr auf die Felge bekommen. Der wenig hilfreiche Vorschlag von Puky war, Reifenheber aus Metall zu verwenden. Haben wir gar keine. Schließlich haben wir uns Hilfe im Fahrradgeschäft geholt, die allerdings auch von gestern auf heute brauchten, um den Mantel aufzuziehen. Morgen kann der Herr Gartenhein dann zum ersten Mal den Roller mit zum Kindergarten nehmen.

Der Schlökerich ist gerade ein typischer Zweieinhalbjähriger. Er kann unglaublich goldig sein und auch unglaublich anstrengend. Mit seinem neuen kleinen Bruder wusste er zuerst nicht so recht was anzufangen und war oft grob. Inzwischen ist er meistens lieb zu ihm und will viel kuscheln und küssen.
Seit Anfang des Jahres hat der Schlökerich mit Neurodermitis zu kämpfen. Schon immer bekam er beim Zahnen raue Haut und Ausschlag auf den Backen. Als es mit den Eckzähnen los ging, wurde die Haut schlimmer. Anfangs probierten wir Fettcreme, ziemlich bald dann auch welche mit Wirkstoffen. Auch am Körper bekam er Ausschlag. Wir machten Allergietests, wechselten das Waschmittel und zogen ihm wieder Schlafanzugeinteiler und Bodies an, damit er nicht so viel kratzen kann. Im Moment ist seibe Haut am Körper wieder richtig gut. Ich streichle manchmal über seine Arme und freue mich über die glatte Haut. Ich hoffe es bleibt so und verwächst sich langsam.
Der Schlökerich spricht inzwischen sehr viel. Manchmal bin ich überrascht über seinen Wortschatz. Er genießt im Moment sehr, dass er vormittags uns beide Eltern fast exklusiv hat. Wenn alles klappt, darf er am 1.2. in den Kindergarten. Genau dann, wenn ich wieder arbeite.

Der Julijunge ist meistens ein liebes Baby. Er lacht und lächelt viel, spielt auch mal allein und schläft ohne Theater manchmal einfach in der Wippe ein. Nachts liegt er im Beistellbett und weckt mich nur ein bis zwei mal. Er übt schon fleißig sich umzudrehen. Zweimal hat es schon geklappt, aber das war wohl eher Zufall. Er trägt inzwischen schon Größe 68 und ist das erste meiner Kinder, das von Anfang an gerne badet.

Wieder zuhause

Urlaub, der länger als zwei Wochen dauert, ist sehr zu empfehlen, geht aber leider auch zuende. Glücklicherweise empfängt uns Deutschland noch mit ein paar Tagen Sommerwetter.
Direkt am Tag nach unserer Rückkehr, fuhr ich mit den Jungs zu meinen Eltern, von wo aus ich am Tag drauf einen Junggesellinnenabschied besuchte. Im Vorfeld hat mich die.Vorstellung vom Ankommen und wieder Losfahren eher gestresst, aber irgendwann habe ich beschlossen mich zu freuen. Und der Tag war dann sehr schön. Ich habe sogar das erste Mal seit der Grundschule wieder auf einem Pferd gesessen und festgestellt, dass dieses Westernreiten tatsächlich Spaß macht. Kommt auf die „Wenn ich mal Zeit habe“-Liste.
Am Sonntagabend kamen wir dann endlich wirklich zuhause an. Montag war Kindergarten und ich nutzte den Mittagschlaf der Kleinen um meinen Vortrag für den nächsten Tag zu optimieren. Völlig unnötig, wie sich am nächsten Tag rausstellte. Während ich meinen Vortrag wegen eines Unfalls auf der B14 im Stau verbrachte, präsentierte meine Chefin die vorletzte Version des Vortrags, da die neueste Version wegen „Server down“ ebenfalls zu spät ankam. Immerhin kriegte ich noch ein Mittagessen im Hotel Le Meridien. Der Nachtisch ist da nicht so schlecht. (Bei Nachtisch bin ich sehr kritisch.)
Außerdem gingen wir mit dem Schlökerich auf Bettensuche. Der junge Mann wird gerne in den Schlaf gekuschelt und das geht im Gitterbett so schlecht. Er kriegt jetzt wohl erstmal ein Kinderbett (160×70). Sein Zimmer ist nicht so groß und nen Schrank braucht er auch noch. In ein bis zwei Jahren müssen sowieso die Zimmer neu verteilt werden und dann brauchen wir ein Stockbett oder ziehen ohnehin um. Da werden dann auch Betten neu verteilt. Die Anschaffung eines teuren Betts lohnt jetzt also nicht. Dass es genau das Bett nicht online bei IKEA gibt, war klar, gell?
Und sonst haben wir eine Menge Termine zu vereinbaren, Sachen zu besorgen (Kinderbett, Wäschetrockner, Buggyboard) und ich hab ab nächste Woche einen  Rückbildungskurs. Vormittags und mit Baby. Für abends ohbe Baby bin ich noch nicht bereit. Der Schlökerich war zum ersten Mal beim Kinderturnen und der Herr Gartenhein wünscht sich einen Schwimmkurs. Langweilig wird uns hier also nicht so schnell.
Der Julijunge ist bei allem dabei und ein ziemlich entspanntes Baby. Nur etwas eilig hat er es. So hat er sich letzte Nacht vom Rücken auf den Bauch gedreht. Mit knapp 11 Wochen. Hachja. Sie werden so schnell groß.

Media Monday #171

1. Die Twilight Filme fand ich gar nicht mal so gut, aber die Soundtracks sind echt gut, das ist hängen geblieben!

2. Ich beobachte einen Trend hin zu deutlich mehr Serien- und daraus resultierend weniger Film-Konsum (gefühlsmäßig; nicht statistisch belegt). Wie schätzt du diese Annahme für dich persönlich ein? Ich hab tatsächlich immer den Eindruck, es entstehen ständig neue Serien, die jeder außer mir gesehen hat. Im Moment kommen wir noch nicht mal wirklich zum Filme schauen, bei den Serien weiß ich gar nicht, wo wir anfangen sollten.

3. ______ war ja in ______ noch gut, aber ______ . Ich vermute es gibt da einige Beispiele von SchauspielerInnen, die am Anfang gut waren und dann nur noch Mist gemacht haben. Oder die nicht immer gleichbleibend gut waren in ihren Rollen. Wenn man nur an Christian Bale in Corellis Mandoline (übringens ein durch und durch schrecklicher Film) denkt, der da meiner Meinung nach komplett fehlbesetzt war.

4. Gibt es eine Serie von früher, die du schmerzlich vermisst und bislang weder auf DVD/BD noch bei den einschlägigen Streaming-Diensten wiedergefunden hast? Second Noah würde ich gerne noch mal sehen. In grausiger Qualität konnte man das mal auf youtube sehen, aber ein Vergnügen war das nicht.

5. Ginge es nach mir, würde(n) Scripted Reality Formate verboten werden, einfach weil es zu viele Menschen gibt, die das alles für bare Münze nehmen und ich selbst inzwischen jegliches Reality TV anzweifle.

6. Es ist schon wieder Zeit für die Frankfurter Buchmesse: Toll, blöd, egal – wie stehst du zur Messe und wieso? Ich finde das klingt immer ganz spannend, passt mir aber im Moment zeitlich nie rein.

7. Zuletzt gelesen habe ich Die Zeitmaschine von H.G. Wells und das war ziemlich kurz, aber trotzdem gut, weil ich doch etwas beeindruckt war, wie H.G Wells Raum und Zeit schon vor der Relativitätstheorie beschrieben hat.