Tagebuchbloggen 02/16

Es ist schon wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen.
Mein Tag startet damit, das sich mich um 6:15 (erfolgreich!) aus dem Zimmer schleiche, ohne jemanden zu wecken. Ich gehe erst ins Bad und fange dann an, die Vesperbrote zu richten. Heute brauchen alle weniger, weil Sohn1 in der Schule Fasnachtsparty mit Snacks und Sohn2 Kochtag im Kindergarten hat. Ich habe vor schon mittags von der Arbeit zu gehen und brauche auch nicht so viel. Und so bin ich tatsächlich schon um viertel nach sieben bereit zum Abmarsch. Hulk (=Sohn1) auch. Ich sage noch kurz Sohn2 Bescheid, dass der Papa ihn heute zum Kindergarten bringt, weil ich ausnahmsweise Bus und Bahn nehme.
Um kurz vor halb acht verlässt erst Hulk das Haus und zwei Minuten später ich. Fast pünktlich kommt der Bus und steht auch nicht im Stau, so dass ich die S-Bahn kriege. Da gibt es sogar Sitzplätze. Fasnacht macht’s möglich. Um kurz vor halb neun stehe ich im Aufzug bei der Arbeit.
Als erstes kümmere ich mich um die Rechnung eines neuen Messgerätes und um unsere Anmeldung zum Girls Day. Dann muss ich zur EDV, damit mir die Software für das neue Messgerät installiert werden kann. Leider muss man das Gerät dazu anschließen und wir verlagern die Installation in unser Labor. Bei der Gelegenheit nehmen wir gleich den Dienstwagen mit, den wir später brauchen. Am Montag haben wir auswärts eine Softwareschulung, wofür wir unser Messgerät mitbringen müssen. Nach der Installation verpacken wir alles transportfertig und beladen das Auto. Anschließend verbringen wir Zeit damit, in alten Aufnahmen nach hübschen Bildern für einen Flyer zu suchen und finden nix, kopieren aber trotzdem ein paar Bilder.
Um halb eins sitze ich wieder am Schreibtisch und esse erstmal. Dann gebe ich die ausgewählten Bilder an die Chefin weiter und wir besprechen nächste Woche neue zu machen. Dann drucke ich die Wegbeschreibungen und Hotelreservierungen für Montag aus und schreibe noch eine halbe Seite für eine Veröffentlichung, die Ende des Monats fällig ist. Ich schiebe die Dateien in meinen Onlinespeicher und fahre mit dem Dienstwagen nach Hause. Gleichzeitig mit Söhnen und D. komme ich zuhause an. Die Jungs inspizieren erstmal den Dienstwagen.
Zuhause gibt es Kaffee und Maultaschenreste vom Vortag. Ich lege Wäsche zusammen, räume sie in die Schränke und packen die Koffer fürs Wochenende. D. kümmert sich um die Küche und das Befüllen und Rausstellen der Mülltonnen.
Bis wir alle im Auto sitzen und los kommen ist es halb 5. Bei der Bücherei müssen wir auch noch vorbei und einen Film abgeben. Bei der Gelegenheit leihe ich noch „Sams im Glück“ für die Kinder aus.
Um kurz nach halb sechs kommen wir bei meinen Eltern an. Sohn1 installiert als erstes die Nexo Knights APP auf Omis Tablet und Sohn3 sitzt verliebt auf Opas Schoß. Dann gibt es Käsekuchen. Halbherzig versuche ich irgendwen davon zu überzeugen, zum Hexenfeuer zu gehen, aber am Ende sitze ich auch lieber auf dem Sofa und freue mich, dass keins der Kinder was von mir will. Zum Abendessen gibt es indische Linsen. Die Kinder sind alle viel zu aufgeregt zum Schlafen. Besonders Sohn3 weigert sich standhaft seinen Opa zu verlassen. Beim letzten Versuch ihn hin zu legen, schlafe ich dann gleich mit ein. Und dann ist der Tag rum.

Media Monday #240

Hinter uns liegt ein recht ruhiges Wochenende. Am Freitag nachmittag startete es mit einem Büchereibesuch und, auf besonderen Wunsch von Sohn1, mit Döner, Fallafel und Pizza. Am Samstag war bei uns im Ort Fasnachtsumzug, bei dem wir alle großen Spaß hatten und der mit einer Stunde eigentlich die perfekte Länge für Kinder hat. Außerdem hatte Sohn1 Spielbesuch und war zum Spielbesuch unterwegs. Am Sonntag haben wir nur rumgelungert, Wall-E geschaut (die Kinder), Apfelsaft aufgewischt, Streit geschlichtet, blutige Lippen mit (Speise-)Eis gekühlt, Orangensaft aufgewischt, den Kindern beim streitlos Briobahn spielen zugeschaut, den Kindern beim Toben NICHT zugeschaut (man kann da nich hinschauen, ohne Horrorvisionen von Platzwunden zu kriegen), Apfelschorle aufgewischt. Ich habe übers Wochenenende außerdem die Wäscheberge der Woche (5 Maschinen + 1 Maschine Jacken + 2 Maschinen Bettwäsche) bezwungen und D. hat immer wieder die Küche aufgeräumt und beim lecker Essen zu bereiten wieder eingesaut. Ich habe mal wieder festgestellt, dass Backen ohne Kleinkind in der Küche viel entspannter war. Während man die Eierschalen entsorgt, damit das Kleinkind sie nicht in den Teig schmeißt, kann es schon mal passieren, dass die Muffins mit Knoblauchpulver oder Schnittlauch nachgewürzt werden. Die Temperatur am Ofen wir auch gerne mal auf 275 °C gedreht und die Muffins, wenn sie dann fertig sind, fachmännisch zerlegt und auf dem Fußboden verteilt. (Und Apfelsaft drübergegossen.)

1. Die einfallsreichste und/oder skurrilste Handlung hat wohl The Cabin in the Woods.

2. Gemessen an ihrem/seinem Alter ist Die Tagesschau vor 20 Jahren oft immer noch topaktuell. Sollte uns vielleicht zu denken geben.

3. Glaube ich kaum, dass ich mir Game of Thrones noch einmal von vorne anschauen kann. Gestern zufällig in die erste Folge reingezappt und da leben alle noch! Allerdings freue ich mich schon drauf, endlich mal die 5. Staffel anzuschauen.

4. Den Hype um Tatort kann ich absolut nicht nachvollziehen, vor allem nicht, das so viele es so abfeiern, schließlich sind es am Ende doch meistens nur unterdurchschnittliche Krimis.

5. The Virgin Suicides beeindruckt ja nicht nur mit einem großartigen Skript, sondern auch durch die wunderbar unschuldigen Bilder, die einen tollen Kontrast zur grausigen Story bilden.

6. Cloud Atlas zu lesen hat mich allein schon dadurch überrascht, dass ich mir etwas gänzlich anderes erwartet hatte, nämlich kann ich mich aus unerfindlichen Gründen kein bisschen an den Film erinnern, den ich aber ganz sicher gesehen habe. Das Buch liest sich im Original recht langsam, weil beinahe alle Geschichten in unterschiedlichen seltsamen Sprachstilen verfasst sind. Bin trotzdem zuversichtlich, dass ich damit 2016 durch komme.

7. Zuletzt habe ich Circle gesehen und das war ein durchaus sehenswerter Film, auch wenn am Ende Frage offen bleiben, weil es mich immer wieder fasziniert, wenn im modernen Medium Film, die drei Aristotelischen Einheiten (Raum, Zeit, Handlung) eingehalten werden.

Anderthalb

Lieber Julijunge,
seit fast einer Woche bist Du eineinhalb Jahre alt. Genau so lange liegt dieser Beitrag auch schon halb fertig im Entwürfeordner. Immer wieder denke ich, dass ich bestimmt wichtige Details vergessen habe und noch viel mehr schreiben könnte. Damit Du nicht erst zwei wirst bevor ich fertig bin, veröffentliche ich es jetzt mit dem Risiko auf Unvollständigkeit.

Du bist vermutlich zwischen 85 und 90 cm groß, hast 10 Zähne und den Kopf voller Locken. Am Hinterkopf sind Deine Haare richtig kraus und verfilzen immer wieder. Du bist agil und rennst und kletterst wie wild durch die Gegend. Deine Kletterei ist manchmal ganz schön nervig und manchmal gefährlich. Mehrmals täglich kletterst Du auf den Esstisch und baust aus den dort stehenden Trinkgefäßen Türme. Meistens mit dem Ergebnis einer mittelgroßen Überschwemmung. Küchenpapierhersteller lieben uns.

Du hast so viele seltsame Eigenheiten, die uns immer wieder zum Lachen bringen. Wenn man Dich auf dem Arm hat und Du müde bist, steckst Du Dir den linken Daumen in den Mund. Deine rechte Hand schiebst Du in den Ärmel des Shirts der Person, die dich auf dem Arm hat. Bei T-Shirts streichelst Du den Oberarm, bei Langarmshirts das Handgelenk. Wenn der Halsausschnitt näher liegt und es zulässt, nimmst Du auch mal den. Auf jeden Fall aber, muss es ein Jerseyshirt sein. Trage ich z.B. eine Fleecejacke zerrst Du „Gracke“-zeternd am Reißverschluss rum, bis ich die Jacke ausziehe. Ebenso gerne wie Du Arme streicheln, setzt Du Dir Trinkbecher auf den Fuß. Am besten mit Henkel. Das geht besonders gut, wenn man Dich auf dem Schoß hat. Die dritte Möglichkeit ist, dass Du Dir etwas auf einen Deiner Finger steckst. Dazu eignen sich Lego Duplosteine, Helme von Legomännchen oder, Dein Favorit, der Kopf eines Fischertechnik Männchens. Manchmal versuchst Du auch alles gleichzeitig, was aber in der Regel nicht gut funktioniert.

Zur Zeit spielst Du am liebsten mit Papa oben in den Kinderzimmern. Du versteckst Dich im Kriechtunnel oder lässt Dich mit einem ferngesteuerten Auto verfolgen. Mehrmals am Tag zerrst Du an seinem Finger, sagts freundlich „mibm!“ (heißt wohl „mitkommen“) und „hoch“. Wie sich am Wochenende rausstellte, muss es auf jeden Fall der Papa sein. Ich bin mit den Abläufen (Licht an, Heizung an, Radio an,…) zu wenig vertraut. Eine weitere große Leidenschaft ist das Backen. Schon morgens, wenn ich die Brotdosen packe, zerrst Du die Rührschüssel zur Küchenmaschine raus und versuchst einen Rührer einzubauen. Wenn man Dir den Gefallen tut (was ich morgens natürlich nie tue) und die Küchenmaschine rührt, stehst Du daumenlutschend daneben. Eigentlich wartest Du nur drauf, dass Du am Ende die Rührer ablecken kannst. Und weil Du in Deinen Forderungen so schrecklich penetrant sein kannst, gab es in letzter Zeit Donuts, Langos, Waffeln, Käsekuchen, Muffins, Donuts, Pfannkuchen, Pizza, Donuts, …

Außerdem hilfst Du mir gerne bei der Wäsche. Fast jeden Wutanfall kann man mit „Hilfst Du mir bei der Wäsche?“ unterbrechen. Du schaltest Maschine und Trockner an und man muss nur aufpassen, dass dann alles drin ist, was man gewaschen/getrocknet haben wollte und das Programm richtig gewählt ist. Beim Trockner befüllen versuchst Du außerdem nach jedem Kleidungsstück die Tür zu schließen. Ganz wichtig ist allerdings, dass Du VOR mir den Keller wieder verlässt. Einmal liefst Du noch mal zurück, während ich schon den Wäschekorb hochtrug. Als ich dann zwei Stunden später in den Keller kam, um Waschmaschine und Trockner zu leeren, musste ich feststellen, dass Du ganz pflichtbewusst beide Geräte ausgeschaltet hattest, als ich schon nach oben ging. Gut wäre es außerdem, wenn Du jetzt noch das Wäsche falten lernst. Dann kannst Du das bald alleine machen. Mit dem Einräumen klappt es auch noch nicht so richtig gut. Immerhin übst Du beinahe täglich und räumst die Socken und Unterhosen Deines kleinen großen Bruders aus dessen Schrank in Deine Kommode.

Autos sind eine Deiner großen Leidenschaften. Du schaffst es auf dem zehnminütigen Fußweg zum Kindergarten, auf jedes Auto zu zeigen und freudig „Atto“ zu krähen. Abends schläfst Du mit Daumen im Mund und Auto in der Hand ein. Aber auch Deine Puppen („Bebe“) hast Du sehr gern und schiebst und trägst sie durch die Gegend.

Du bist ein ganz goldiger und wir lachen täglich viel wegen Dir. Schön wäre, wenn die Rumschmeißphase und Auskippphase bald vorbei wären, aber ich bin guter Dinge, dass wir die auch noch rumkriegen.

Du schläfst noch immer mit in unserem Bett, aber ich glaube, bis zum Abitur hast Du ein eigenes Bett.

Media Monday #239

Ein bisschen spät, schreibe ich doch noch zum Media Monday.

1. Wäre doch mal angenehm, wenn häufiger richtig frische Ideen in Filme verwandelt würden, so wie etwa zuletzt mit/in Frequencies.

2. Heroes hat mich ja früher mal gereizt, mittlerweile allerdings war die anfängliche kollektive Euphorie nach der ersten Staffel schnell verflogen und deshalb wurde die Serie von der Liste gestrichen.

3. Rückblickend hätte ich ja gerne die Lebenszeit, die ich für ____ vergeudet habe, zurück, denn ____ . Eigentlich ärgere ich mich nur, wenn andere Menschen meine Lebenszeit vergeuden. Selbst vergeudete Zeit, die ich bereue, fällt mir keine ein.

4. Sylvester Stallone spielt gefühlt immer dieselben Rollen, schließlich nämlich in den Filmen, die ich nicht sehen will. Ich habe echt nur einen Film mit ihm gesehen. Das war Escape Plan und ich mochte ihn nicht.

5. Eines der Bücher, die ich in nächster Zeit unbedingt lesen möchte/sollte ist das Kursbuch zu meinem Projektmanagementkurs. Im März ist Prüfung und bis dahin muss ich das drauf haben.

6. Das Überangebot an Serien einmal vernachlässigend, freue ich mich ja derzeit am meisten auf ungestörte Abende mit früh schlafenden Kindern. Zu lang ist die Watchlist geworden. 

7. Zuletzt habe ich Serenity zum Abschluss der Serie Firefly gesehen und das war ein bisschen traurig, weil mir die Serie sehr viel Spaß gemacht hat und es einfach wirklich schade ist, dass es nur die eine Staffel gibt. Ich versuche mich immer damit zu trösten, dass es bei den Serien, die nur eine Staffel haben, immerhin keine weitere Staffel gibt, die die Stimmung zerstört. Aber es ist ein schwacher Trost.

Mein Lesejahr 2015

2016 ist ja jetzt schon fast drei Wochen alt, aber es ist trotzdem nicht zu spät, mein Lesejahr 2015 auszuwerten. 2015 war ein gutes Lesejahr. Anfang des Jahres hatte ich mich entschlossen die #50bookschallenge zu machen. Es war mir völlig klar, dass ich es vermutlich nicht schaffen würde, 50 Bücher zu lesen, aber es sollte ja eine Herausforderung sein. Ich habe außerdem alle Hörbücher, die ich mir beim Autofahren anhöre, dazugezählt. Auch wenn ich die ja genaugenommen nicht selbst gelesen habe. Aber: meine challenge, meine Regeln.

Letztendlich habe ich bis Ende des Jahres 44 Bücher zuende gelesen (bzw. gehört). So viele Bücher habe ich, seit Beginn der Aufzeichnungen 2010, in keinem Jahr gelesen. 2013 war ich mit 42 Büchern schon mal nah dran. Auch seitentechnisch wurde mit 15 856 Seiten ein neuer Rekord aufgestellt. Ich bin also ganz zufrieden. Als Leseziel für 2016 habe ich mir allerdings nur 45 Bücher vorgenommen.

Die im April vorgestellten 5 Bücher für 2015 habe ich alle gelesen. Mal sehen welche 5 Bücher mir für 2016 einfallen.

Von den 44 gelesenen Büchern habe ich zwei mit zwei Sternen („It was okay“), zehn mit drei Sternen („liked it“), 27 mit vier Sternen („really liked it“) und fünf mit fünf Sternen („it was amazing“) bewertet. Die beiden am schlechtesten bewerteten Bücher waren „Wenn wir zusammen sind“ von Marc Levy und „Das Mädchen auf den Klippen“ von Lucinda Riley, die ich beide als Hörbücher aus der Bibliothek ausgeliehen hatte. Die fünf am besten bewerteten Bücher waren

  • Little Brother von Cory Doctorow: Da geht’s um die ganze Absurdität von totaler Überwachung und die Helden sind die Nerds und Gamer, die ja sonst immer eher im Hintergrund bleiben. Nachdem ich das gelesen hatte, konnte ich Zero von Marc Elsberg nur noch als müden Abklatsch bewerten. Neben der spannenden Geschichte, vertritt Cory Doctorow auch eine sehr interessante Einstellung zum Teilen von ebooks. Man kann das Buch ganz konventionell im Buchladen kaufen oder man lädt es sich völlig legal auf seiner Homepage in diversen Formaten(auf englisch) oder hier als pdf (auf deutsch) runter. Der Gedanke dahinter ist, dass man oft seine Lieblingsbücher geschenkt oder geliehen bekommt und das Verleihen von ebooks ja immer noch nicht geht. Und wenn man das Buch wirklich mag, dann kauft man es sich hinterher vielleicht doch. Oder man kauft und verschenkt es. Bei mir ist das Konzept aufgegangen und ich habe das Buch bereits zweimal verschenkt.
  • Sapphique von Catherine Fisher: Das ist der zweite Teil von Incarceron. Ich fand auch den ersten Teil sehr gut. Incarceron ist ein Gefängnis, das sich selbst bewacht und verwaltet und irgendwie auch ein lebender Organismus ist. Es geht um Finn, der drinnen ist und Claudia, die draußen ist. Der zweite Teil hat mich vor allem deshalb begeistert, weil man sich immer öfter fragt, ob man drinnen oder draußen im größeren Gefängnis ist. Besonders erfrischend war auch, dass auf die, bei Young Adult Fiction meistens unvermeidliche, schnulzige Liebesgeschichte verzichtet wurde.
  • We were Liars von E. Lockhart: Anfang des Jahres ging das auf Twitter rund. Ich fand es toll und würde das jetzt gerne als Film sehen! Lest es selbst. Auch dieses Buch hab ich 2015 zweimal weiter verschenkt.
  • The Rosie Project von Graeme Simsion: Sheldon Cooper sucht ne Frau. So ähnlich zumindest. Sehr lustig. Den zweiten Teil (The Rosie Effect) fand ich leider etwas schwächer.
  • Kindeswohl von Ian McEwan: Das Buch habe ich in meinen Jahresrückblick als beeindruckendstes Buch genannt. Es geht um eine Familienrichterin, die immer wieder über das Kindeswohl zu entscheiden hat. Insbesondere in Fällen, die mit Religion zu tun haben. Das Buch ging mir eine Weile nach, weil ich die Entscheidungen in den beschriebenen Fällen auch sehr schwer fand und dann doch sehr froh bin, dass ich in meinen Berufalltag nicht über Leben und Tod oder Wohl und Leid entscheiden muss.

Und das war dann mein Lesejahr. Auf ins neue Lesejahr. Viele gute Bücher warten.

Media Monday #238

Da ist die Woche schon wieder vorbei und der nächste Media Monday steht an.

Am Wochenende hat es geschneit und ich habe mir beim Schlittenfahren blaue Flecken geholt. Schlittschuhlaufen waren wir auch noch mal und es gab Käsekuchen. Nur leider war das Wochenende viel zu kurz und dank des Einschlafverhaltens vom Julijunge (und meines Miteinschlafverhaltens) reduziert sich meine Freizeit gerade auf ein Minimum. Nach den drei Wochen Weihnachtsurlaub, kann ich mich da gerade gar nicht dran gewöhnen.

Hier trotzdem die Antworten:

1. Der wohl ungewöhnlichste Film der letzten Jahre ist aufgrund der langen Drehzeit vermutlich Boyhood, aber der steht noch ungesehen im Regal.

2. Filmpreise im Allgemeinen und der Oscar im Besonderen sind zwar nicht so besonders aussagekräftig (schon allein, weil z.B. bei den Oscars alte weiße Männer entscheiden, was der beste Film ist (aber letztendlich entscheiden ja auch alte weiße Männer über unsere Politik und unsere Zukunft, aber das ist ein anderes Thema.). Z.B. war War Horse für 6 Oscars nominiert und den fand ich fast unerträglich schlecht.), aber hin und wieder rücken sie auch mal Filme ins Rampenlicht, die das tatsächlich verdient haben.

3. ____ hätte ja jeden Preis der Welt verdient, schließlich ____ . Puh, jeden Preis? Das sind zu viele!

4. Das letzte Mal richtig laut lachen musste ich beim Lesen von Parenting: Illustrated with Crappy Pictures (übrigens auch als Blog lesbar). Es ist alles so wahr, was in dem Buch steht!

5. Lorien Legacies hatte für mich schnell seinen Reiz verloren, denn den ersten Teil (Ich bin Nummer Vier) fand ich grottenschlecht. (Obwohl ich zugeben muss, dass eventuell nur die Übersetzung grottenschlecht ist.)

6. Als RegisseurIn  wäre ich vermutlich ungeeignet, weil mir bei der Komposition von Szenen der Blick fürs Detail fehlt. Das gleiche ist mir schon im Kunstunterricht aufgefallen. Ich sehe das große Ganze statt der Details. Das ist zum Kunst schaffen manchmal hinderlich.

7. Zuletzt habe ich The Counselor gesehen und das war irgendwie verwirrend und dann plötzlich vorbei, weil ich nebenbei gestrickt habe, den Anfang verpasst hatte und so vermutlich nicht alles mitbekam. Machte aber auch nicht den Eindruck, als ob man den gesehen haben müsste.

Aus, die Ferien

Irgendwann am Anfang von Ferien und Urlaub schrieb ich auf twitter:

Jetzt, wo die Ferien vorbei sind, muss ich sagen, es wurde überhaupt kein bisschen so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Nach den anfänglichen Einfinden ins frei haben, wurde es dann richtig gut. Erst kam Weihnachten, dann waren wir ein paar Tage weg und tauchten ins Großfamilienchaos ein. Silvester haben wir gefeiert, ohne was geplant zu haben. Wir aßen wie immer zu Abend und schon da dachten wir, dass die Kinder bestimmt nicht durchhalten würden. Während ich den sehr müden Julijunge bereits um halb neun ins Bett brachte, machte D. mit den Kindern draußen Feuerwerk. Erstaunlicherweise machte sie das wieder fit und sie hielten durch bis Mitternacht. Wir stießen ganz dekadent mit (geschenktem) Champagner und Now! Limonade an. Der Herr Gartenhein war zum Ende etwas grantig, der Schlökerich sehr albern. Nein, er hatte nichts vom Champagner. Und dann steckten wir sie ins Bett und tranken den Champagner, der gar nicht mal so gut geschmeckt hat, leer.

An Neujahr wurde ich viel zu früh vom ausgeschlafenen Julijunge geweckt. Die großen Jungs schliefen immerhin bis neun Uhr. Es gab normales Frühstück und rumlungern auf dem Sofa. Am Nachmittag bekam vor allem ich einen Lagerkoller, wegen zuwenig Schlaf und zu viel grantigen Kindern. Wir packten schließlich alle ins Auto und fuhren zum Indoorspielplatz, der lange nicht so voll war, wie wir befürchtet hatten. Nach zweieinhalb Stunden waren alle müde und wir holten Abendessen beim Schnellamerikaner, was die Kinder begeisterte. Anschließend wollten sie nicht so recht einsehen, dass das mit dem ewig aufbleiben nur an Weihnachten und Silvester erlaubt ist.

Die restlichen Tage verbrachten wir auch ruhig. Ein paar Mal kam Spielbesuch oder der Herr Gartenhein ging Freunde besuchen. Am 4. ging eigentlich der Kindergarten wieder los. Allerdings musste ich den Schlökerich mit Fieber früher abholen und er war dann auch erst mal wieder zuhause. Wir probierten Netflix, die Kinder mit Ninjago, wir mit Sense8. Ich habe ganz viele Dinge, die ich machen wollte, nicht gemacht und finde das fast nicht schlimm. Wir haben Star Wars im Kino angeschaut und der Herr Gartenhein durfte spontan mit. Ich fand ihn tolltolltoll! Wir waren zweimal bei IKEA und haben im Wohnzimmer die CDs außer Kleinkindreichweite in Sicherheit gebracht. Ich habe gefühlt 50 Maschinen Wäsche gewaschen und 100 Mal im Wohnzimmer gestaubsaugt. Und zum Ende der Ferien war ich mit dem Herr Gartenhein Schlittschuhfahren. Jetzt will er Schlittschuhe. Ich will auch neue, weil die, die seit 10 Jahren im Keller gammelten, gar nicht mehr so bequem sind.

Nun heißt es einfinden in den Alltag. Das Aufstehen fiel etwas schwer. Die nächsten Ferien lassen gar nicht so lange auf sich warten, der nächste Urlaub vermutlich leider doch.

Media Monday #237

Schon der 2. Media Monday dieses Jahr, aber erst der erste für mich.

1. Für einen entspannten Filmeabend  müssen die Kinder rechtzeitig im Bett sein und bis mindestens Mitternacht durchschlafen. Weiterhin vorteilhaft wäre genügend Nachtschlaf am Vortag oder ein Mittagschlaf für mich. Sonst sollte der Film so spannend sein, dass ich nicht einschlafe. Oder es müssen genug Chips und/oder Eis vorhanden sein, dass das Snacken mich wach hält.

2. Mein Blogjahr fing gar nicht mal so stark an, mittlerweile bin ich aber dran gewöhnt, dass Beiträge halbfertig im Entwürfeordner vergammeln.

3. Die wohl coolste Gastrolle in einer Serie hatte David Lynch in Twin Peaks.

4. ??? nimmt das Genre ??? so gepflegt aufs Korn, dass mir dazu nichts originelles einfällt.

5. Es war längst überfällig, dass wir mal Netflix testen. Wir sind noch dabei. Ich bin noch unschlüssig.

6. Meinen E-Reader konnte ich manchmal kaum noch aus der Hand legen, denn im letzten Jahr habe ich einige gute Bücher gelesen. Mehr dazu demnächst.

7. Zuletzt habe ich Sense8 auf Netflix gesehen und das war sehr unterhaltsam, weil die Geschichten der einzelnen Hauptdarsteller mitreißend sind und wir viel lachen und ein paar Tränen wegblinzeln mussten.

Tagebuchbloggen 01/16

Frau Brüllen fragt, was wir eigentlich den ganzen Tag machen. Hier mein 5. Januar.

Ich wache auf, weil der Schlökerich aufsteht um etwas zu trinken. Vermutlich ist es so gegen 7 Uhr. Da er wieder ins Bett geht und ich noch Urlaub habe, schlafe ich noch eine Runde weiter. Irgendwann nach 8 steht der Herr Gartenhein vor der Schlafzimmertür und der Julijunge wird wach. Also stehen wir auf. Ich prüfe die Befindlichkeiten der Jungs. Am Abend vorher hatten wir einmal Fieber, Augenschmerzen und Bauchweh und einmal Ohrenweh. Deshalb sind auch alle zuhause. Der Schlökerich hätte eigentlich Kindergarten. Heute geht es allen besser. Nur der Schlökerich hat noch Halsweh.
Ich räume in der Küche rum, dusche und mache Frühstück. Alles ohne Eile. Der Julijunge kommt in die Küche, zeigt auf den Schrank mit den Flaschen und auf die Mikrowelle. Er will wohl eine Milch. Immer wieder faszinierend, wenn sie plötzlich zeigen können, was sie wollen.
Dann sitze ich mit den Kindern am Tisch. Der Schlökerich isst drei Eier, der Julijunge zwei. Das letzte vertilgt der Herr Gartenhein, obwohl der gar keins wollte. Keins für mich. Tja, Mütterschicksal. D. kriegt auch keins, aber der liegt ohnehin mit Erkältung flach.
Nach dem Frühstück verschwindet der Herr Gartenhein zum Lego bauen und Sams hören in seinem Zimmer. Der Schlökerich verzieht sich mit Lego ins Bad. Er versteckt sich dort vorm Julijunge. Nicht einfach mit einem Kleinkind als Bruder. Der Julijunge beschäftigt sich mit seiner Murmelbahn und ich räume im Wohnzimmer auf und sauge Staub. Der Weihnachtsbaum nadelt etwas. Zwischendurch schalte ich eine Maschine Wäsche an. Gegen halb eins versuche ich den Julijunge zum Papa ins Bett zu legen. Er will allerdings nur Blödsinn machen, also gehe ich wieder runter und putze das Badezimmer. Der Julijunge hängt müde dabei rum und lutscht am Daumen. Die Jungs wollen Videospielen und ich lasse mich nach dem Putzen vom Schlökerich bei Sonic Fighters abzocken. Dabei schläft der Schlökerich dann auf meinem Arm ein und ich trage ihn ins Bett, wo ich mich gleich ein bisschen dazu lege. Gegen halb drei stehe ich auf. Der Julijunge wird auch wach. Ich motivierte die Jungs, die noch immer im Schlafanzug sind, zum Anziehen. D. steht gegen 15 Uhr von den Toten auf und geht nach den Duschen gleich Milch kaufen. Allerdings gibt es keine. Wie gestern auch schon.
Ich packe gegen 16 Uhr (Die 2. Maschine Wäsche läuft.) den Herr Gartenhein und den Julijunge ins Auto und mache einen Großeinkauf bei dm. (Es gab ja mal Zeiten, da dachte ich, es sei viel, 70 Euro bei dm auszugeben.) Anschließend besorgen wir bei Aldi noch Milch und Salat. Und reduzierte StarWars- Bettwäsche. Die Raupe Nimmersatt-Bettwäsche steht beim Herr Gartenhein nicht mehr so hoch im Kurs.
Zuhause vertilgen die Kinder die< Pizzareste von gestern und spielen mit StarWars Figuren. Der Papa erlaubt noch eine Runde Sonic Fighters und macht Abendessen.
Nach dem Abendessen rennen die Kinder noch ein paar Runden im Kreis. (Unser Wohnzimmer hat zwei Türen zum Flur.) Dann scheuchen wir sie ins Bett. Die großen hören CDs und ich warte, bis der Julijunge schläft. Wenn ich dabei nicht selbst einschlafe, schauen wir gleich noch zwei oder drei Folgen Sense8.

Jahresrückblick 2015

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine 8. Nicht alles war perfekt und nicht alles hat geklappt. Alles in allem war es auch sehr anstrengend. Trotzdem war ich oft einfach glücklich (was jedes Mal von der Frage begleitet war, ob man das denken darf, oder ob das Schicksal einem dann wieder eine reinwürgt). Darüber, dass wir gesund sind, dass wir ans Meer fahren können, dass die Sonne scheint und über meine lachenden Kinder.

Zugenommen oder abgenommen?
Ca. 10 kg abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Ich war tatsächlich mal beim Frisör!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie sich bei der jährlichen Untersuchung beim arbeitsmedizinischen Dienst rausstellte, sehe ich auf dem linken Auge nur noch 80%. Allerdings kann das rechte Auge das problemlos ausgleichen, so dass ich mit beiden Augen immer noch über 100 % Sehkraft habe und keine Brille brauche.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, weil die Elternzeit vorbei ist und ich seit Mitte des Jahres wieder Vollzeit arbeite.

Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wir haben ein Auto gekauft.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Bei einer Blogverlosung beim Stilhäschen habe ich eine sehr coole Kinder-CD gewonnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Angefangen mit 30 Tagen Shred im Mai, habe ich das erstmal weiter bis Ende Juli durchgezogen. Dann habe ich angefangen Vollzeit zu arbeiten und schaffe es zeitlich nicht mehr. Seit dem gehe ich in der Mittagspause eine halbe Stunde spazieren.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich selbst war nicht viel krank. Die Kinder immer mal wieder.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Verschiedene Zahngeschichten dieses Jahr waren schon ganz schön nervig. Und teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Bei der #50bookschallenge mitzumachen und 50 Bücher zu lesen. Hat nicht ganz geklappt, aber das kommt dann demnächst im Leserückblick.

Die gefährlichste Unternehmung?
Am 23.12. noch „schnell“ einen Gutschein im Breuningerland zu besorgen. Mit zwei Kindern und ohne Kinderwagen 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das neue Auto

Das leckerste Essen?
Das Weihnachtsessen, mit roten Linsen gefüllte Paprika in Erdnuss-Kokos-Soße mit frittierten roten Linsen, war schon sehr gut.

Das beeindruckendste Buch?
Kindeswohl von Ian McEwan. Das ging mir noch eine ganze Weile nach.

Der ergreifendste Film?
Ich schreib jetzt nicht Star Wars, weil das bei mir emotional vorbelastet ist. Dieses aufgeregte Kribbeln, wenn der Millenium Falke über die große Leinwand fliegt (was ich ja noch nie gesehen habe), kann einem eben kein anderer Film liefern. Um nicht Star Wars zu nennen, nehme ich hier Der Marsianer. Das Buch hat es gleich mal auf die Leseliste 2016 geschafft.

Die beste CD?
Ich habe nur eine für D. gekauft. Das war eine von We Came As Romans.

Das schönste Konzert?
Kein Konzert dieses Jahr.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Jungs.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie und mit alten Freunden.

Zum ersten Mal getan?
Ein Kind eingeschult.

Nach langer Zeit wieder getan?
Achterbahn gefahren.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen?
Den halbausgeschlagene Zahn des Schlökerichs.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest?
Potentielle Arbeitgeber davon, mich einzustellen. Bisher ohne Erfolg.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast?
Dem Herr Gartenhein den Tag im Europapark.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat?
Ich freue mich doch über alle Geschenke!

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat?
„Mama, ich geh schon mal runter. Du kannst weiterschlafen!“ Endlich!

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast?
„Ja, wenn Du willst.“ Ganz oft im Europapark. Mal was anderes als das ständige „Nein“ oder „Jetzt nicht“.

Dein Wort des Jahres?
Da muss ich noch drüber nachdenken. Das wird nachgereicht.

Dein Unwort des Jahres?
Klimaanlage (Die war nämlich im alten Auto kaputt und letztendlich der Auslöser zum Neuwagenkauf.)

2015 war mit 1 Wort…?
fordernd

Rückblick 2014

Rückblick 2012