Frühling

Der Frühling ist da. Oder besser, der Frühling ist zu Besuch. Nächste Woche kratzen die Temperaturen dann wieder am Gefrierpunkt. Da ich nächste Woche noch zwei Tage in den Schwarzwald darf, bin ich doch froh, dass ich noch die Winterreifen drauf habe. Aber gestern, da war Frühling. Auf meiner Spazierrunde in der Mittagspause konnte ich Sonne, blauen Himmel und Vogelgezwitscher genießen. Auch hier im Pfaffenwald wird es langsam grün.
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Ganz besonders fasziniert mich auf meiner täglichen Runde eine Pfütze, in der wir vor einiger Zeit Froschlaich entdeckten. Die Pfütze wurde seitdem immer rechtzeitig vom Regen wieder aufgefüllt, dass aus dem Laich inzwischen Kaulquappen geschlüpft sind. Ich habe vergeblich versucht, die Kaulquappen mit meine Handy zu fotografieren, aber die Spiegelungen in der Wasseroberfläche sind einfach zu stark. Ich wollte mich dann auch nicht zu sehr verrenken. Ich hatte schon das Bild vor Augen, wie entweder ich oder mein Handy oder beide in der Pfütze landen. Deshalb habe ich heute kein (gutes) Foto. Aber wenn man genau schaut, sieht man ein paar Kaulquappen.
imageAls ich von der Arbeit nach Hause kam, erwarteten mich schon die Kinder, die gerne noch mit mir zur Eisdiele wollten. Mit allen drei Kindern ging ich los. Auf dem Weg trafen wir noch eine Kindergartenfreundin von Sohn2 und einen Freund von Sohn1. Und so kam ich schließlich mit fünf Kindern bei der Eisdiele an. Sohn2 aß, wie seit neuestem immer, nur die Sahne und wollte dann lieber klettern und rennen. In weiser Vorraussicht hatte ich mir selbst gar kein Eis gekauft. Die Kinder rannten dann um die Wette, spielten fangen und verstecken und hatten jede Menge Spaß. Gegen 19 Uhr waren wir wieder zuhause. Ach Frühling, bleib doch noch ein bisschen!

Media Monday #251

Schon wieder ist es Zeit für den Media Monday. Das Wochendende war viel zu schnell vorbei. Am Samstag waren wir mit Auf- und Rumräumen beschäftigt. Ein paar Dinge (gebastelte Laternen der Kinder, Legoschachteln) sind auf den Dachboden gewandert. Das Gitterbett ist jetzt zum Juniorbett umgebaut. (Nicht, dass Sohn3 deshalb jetzt dort schlafen würde, aber es geht jetzt leichter in rüber zu schieben. Vermutlich wird es das Bett auch nicht mehr lange machen. Nach 3 Kindern, 2 Umzügen und mehrmaligem Umschrauben des Bettrosts von oben nach unten, sind die Schraubverbindungen in Pressspan leider etwas abgenudelt.) Die Wäsche von anderthalb Wochen ist fast komplett gewaschen, getrocknet, gefaltet und eingeräumt. Die Kinderzimmer waren auch mal kurz aufgeräumt. Am Samstag war ich das erste Mal dieses Jahr mit den Kindern im Schwimmbad. Seit Dezember war es das erste Mal, dass niemand erkältet war. Am Sonntag kam dann Besuch und der Tag war ratzfatz vorbei.

Zum Wochenstart sind hier nun meine Antworten:

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als mir gestern abend klar wurde, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist. Das ging diesmal doch eindeutig schneller, oder?

2. Wenn andere so über Autos reden, vermute ich immer, mir fehlt da irgendein Rezeptor. Autos finde ich ganz praktisch, aber sie berühren mich nicht auf emotionaler Ebene. Ich kann Modelle und Hersteller nicht auseinanderhalten, wenn es nicht drauf steht und wie schnell sie fahren oder beschleunigen, ist mir einfach unglaublich egal, solange ich damit da hin komme, wo ich hin will. Wenn ich Beschleunigung will, fahr ich halt Achterbahn. 

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa wenn englischsprachige Filme für den deutschen Markt einen neuen englischen Titel bekommen. So nach dem Motto: „Oh, das versteht doch keiner. Lass uns was für Englischdummies machen!“.  Eine Auswahl findet ihr hier.

4. Bei historischen Stoffen bedauere ich manchmal, dass ich im Geschichtsunterricht so schlecht aufgepasst habe. Andererseits kann ich so alle historischen Filme völlig spoilerfrei genießen. Eigentlich auch nicht schlecht.

5. Vom Set-Design her finde ich Baz Luhrmanns Romeo & Juliet (1996) immer noch herausragend. (Eigentlich auch sonst.)

6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass der Held das Mädchen kriegt, Frauen Schuhe kaufen müssen, dass es die „coolen Kids“ und die „Nerds“ gibt, dass Frauen gerettet werden müssen, dass Männer Fleisch brauchen, dass Leseratten Brillen tragen, … Sucht Euch eins aus. Ich find sie alle doof.

7. Zuletzt habe ich The Frame (2014) gesehen* und das war ein sehr sehenswerter Film, weil Bilder, Stimmung und Handlung wunderbar zusammen spielen. Zur Handlung will ich lieber nichts sagen. Schaut’s Euch selbst an.

*stimmt nicht ganz, weil ich gestern Abend natürlich auch Broadchurch weiter geschaut habe. Und anschließend ein Stück von Snowpiercer (2013), der im FreeTV lief.

Beetgeschichten

Es ist Frühling im Garten und da ist man ja noch ambitioniert den Garten schön zu machen. Und am Ende kommt alles anders. Unser typisches Gartenjahr sieht ja folgendermaßen aus.

Kapitel 1 Es wird warm

Man ist ja jedes Jahr so gespannt, was wo wächst und freut sich über die Krokusse und Schneeglöckchen. Wenn dann die ersten Tulpen und Narzissen raus kommen und der Rhabarber anfängt zu sprießen, wünscht man sich, wir hätten die Unkrautreste vom letzten Jahr schon weggemacht. Dann sähe das ja alles noch schöner aus. Und sowieso würde man dieses Jahr viel früher und konsequenter mit der Unkrautbekämpfung sein! Am ersten schönen Tag, fängt man also an das alte Gestrüpp zu entfernen. Nach dem halben Erdbeerbeet beschließt das Kleinkind, dass es genug in unserem Garten war und jetzt durch die Beete und Nachbargärten auf die Straße türmen will. Nach dem dritten Einfangen muss das Erdbeerbeet eben warten und die Gartenarbeit wird vertagt. Dann folgt erst mal Regen. Und Regen. Und ein verplantes Frühlingswochenende und dann noch etwas Regen.

Kapitel 2 Das große Jäten

Regen und Sonne tun ihren Dienst und das Unkraut verbreitet sich zwischen den Frühblühern. Ungefähr viermal so schnell, wie alle mühevoll gesetzten Stauden. Noch immer voller Ambitionen, versucht man den Kampf gegen den Löwenzahn aufzunehmen. Der bildet nämlich schon Knospen. Auch anderes Unkraut muss dringend einsammelt werden, bevor es anfängt zu blühen und man Mitleid kriegt. „Schau, es blüht für uns. Dann darf es auch bleiben.“ Während man also Löwenzahnwurzeln ausbuddel, zerhackt ein Kind mit kinderungeeignetem Werkzeug die Narzissen und ein anderes macht sich und die Terasse beim „Suppe“ kochen komplett nass. Also wird das große Jäten mal wieder vertagt.

Kapitel 3 „Wo kommt das ganze Unkraut her?!“

Man wurstelt so vor sich hin, rupft hier und dort und vor lauter Leben bleibt das große Unkrautjäten auf der Strecke. Ist ja noch Zeit. Solange es noch keine Samen bildet, alles kein Problem. Und große Pflanzen lassen sich ja viel besser ausrupfen als kleine. Am schlimmsten (neben dem Löwenzahn) ist das selbstgesähte Unkraut. Gar nicht zu empfehlen ist die Samenmischung „Essbare Blüten“. Da ist Borretsch drin. Die Bienen finden den toll. Sieht auch ganz nett aus, aber er säht sich sehr dominant und überall hin aus. Ebenso dominant ist Rucola. Aus „Schau, leckerer Rucola aus dem Garten!“ im ersten Jahr, wird dann „Öhm, da wächst Rucola im Erdbeerbeet!“ im 2. und „Der Rucola wächst jetzt auch auf dem Rasen und in den Plattenfugen auf der Terrasse!“ im 3. Jahr. Immerhin blüht er ganz hübsch und beim Rasenmähen duftet es gut. Trotzdem eine Unverschämtheit, dass der Rucola im Supermarkt überhaupt was kostet.

Kapitel 4 „Schau Mama, Pusteblumen!“

Einige der Löwenzähne haben mal wieder den Kampf gewonnen und sich erfolgreich zur Pusteblume gewandelt. Und während die Kinder begeistert im Garten herumtollen und pusten, denkt man nur immer wieder, „Ach Kind, puste doch nicht in Beet!“. Aber sie haben eben Spaß und nun ist es ohnehin zu spät. Im nächsten Jahr, da wird man den Löwenzahl sehr viel konsequenter und vor allem früher entfernen. Ganz sicher. Ebenso übrigens die Gräser, die plötzlich 20 cm hoch zwischen den Erdbeeren wachsen.

Kapitel 5 Sommerurlaub

Es ist Sommer, es sind Ferien, man fährt in Urlaub. Zwei Wochen an irgendeinem Meer. Manchmal denkt man an den Garten. Ob die Pflanzen genug Wasser kriegen? Ob wieder irgendwelche wilden Tiere auf den Rasen kacken? Und dann kommt man zurück und der Borretsch hat den Garten übernommen. Alle Blumen- und Gemüsebeete sind mit den gräßlich pieksigen Blättern bedeckt. Teilweise sind die Pflanzen schon 50 cm hoch. Das ist dann der Moment, wo die große Resignation kommt. Manchmal begleitet von wildem Aktionismus. Unter Flüchen, mit Handschuhen und Hilfe von den Söhnen, werden alle großen und kleinen Pflanzen, die man findet entfernt. Ein oder zwei große dürfen für die Bienen stehen bleiben. Man vermutet, dass bereits Milliarden Samen runtergefallen sind und darauf warten im nächsten Sommer die Herrschaft über den Garten zu übernehmen. Aber im nächsten Jahr, da wird man früher anfangen das Unkraut zu entfernen.

Kapitel 6 Epilog

Im Spätsommer und Herbst jätet man nur noch sporadisch. Man sieht ein, den Kampf verloren zu haben. Eigentlich ist es ja auch alles ganz hübsch. Und für die Bienen und Schmetterlinge ja auch ganz super. Und im nächsten Jahr, da fängt man eben früher an zu jäten. Ganz bestimmt!

Ausgelassen wurden hier, die Kämpfe gegen die Schnecken (warum fressen die eigentlich nicht das Unkraut?) und die Versuche die Amseln von den Erdbeeren fern zu halten. Aber vielleicht berichte ich darüber dann mal im Teil 2 der Beetgeschichten.

Mitgeben möchte ich Euch nun, quasi als ProTipp für inkosequente Gärtner:

  • Rucola ist super im Salat, aber nur so mitteltoll im Garten
  • Löwenzahn ist sehr effizient bei der Arterhaltung
  • säht nienienie Borretsch aus. Der ist der Endgegner!

Media Monday #250

Ein Jubiläum! Der 250. Media Monday. Da muss ich doch noch schnell die Fragen beantworten!

1. Die Situation, in der sich ein schwaches Weiblein mal wieder vom Held retten lässt, kann ich ich kaum noch ertragen ohne zu lästern und zu meckern.

2. Wie schnell sich der Löwenzahn im Garten ausbreitet, konnte ich nicht fassen, schließlich war gefühlt vorgestern noch der ganze Garten öd und leer.

3. Für Breaking Bad hätte ich ja gerne die Zeit und Muße, aber die Masse an Folgen schreckt derzeit doch eher ab. Irgendwann, wenn mal mehr Zeit ist.

4. Dass es sich bei vielen Filmen um eine Adaptionen handelt, ist manchmal recht ungeschickt, weil ich jedes Mal am liebsten sofort das Original lesen möchte. Und wer hat für so viele Bücher schon Zeit?

5. Ich hatte ja keine hohen Erwartungen bei/an das Fitnessarmband, dass ich vor kurzem durch Zufall erhalten habe, doch obwohl es eigentlich nur Schritte zählt und eine Statistik dazu macht, finde ich es ganz spaßig. Und bin schon immer etwas angefressen, wenn ich das tägliche Schrittziel nicht erreiche.

6. Es macht mich regelrecht nostalgisch, wenn ich, wie eben, Walkers Cheese & Onion Chips esse. Die haben wir früher beinahe jede Woche beim Pubquiz gegessen. Damals. Hach.

7. Zuletzt habe ich die gestern auf ZDF ausgestrahlte Folge Broadchurch gesehen und das war mal wieder sehr gut, weil die Serie mir gefällt, obwohl es eine Krimiserie ist und irgendwie hat es auch was, das im linearen Fernsehen anzuschauen. Bin ich ja auch nicht mehr gewöhnt.

Tagebuchbloggen 04/16

Fast hätte ich vergessen, dass heute wieder der 5. ist und Frau Brüllen fragt, was ich den ganzen Tag mache.

Mein Wecker klingelt um 5:45 Uhr. Ich schlafe nochmal kurz ein und werde 10 Minuten später nochmal geweckt. Ich schaffe es, mich nach unten zu schleichen, ohne dass jemand wach wird. Schnell duschen, anziehen und ausnahmsweise nur ein Vesperbrot machen. Sohn1 ist krank, der braucht keins. Ich brauche keins, weil heute eine Projektbesprechung mit Mittagessen stattfindet. Um 6:45 Uhr packe ich meinen Kram zusammen und verlasse das Haus. Vorm großen Andrang bin ich durch den frühmorgendlichen  Straßenverkehr und um viertel nach sieben mit dem ersten Kaffee und einem Joghurt im Büro. Als erstes checke ich meine Mails und fange dann an, das Protokoll einer Besprechung vom Vortag zu schreiben. Außerdem erstelle ich eine Terminumfrage zum gemeinsamen Essen gehen mit den Kollegen. Zwischendurch kommt ein Kollege und berichtet, dass ein Berg Arbeit vor ein paar Wochen tatsächlich was bewegt hat. Toll!
Um viertel vor zehn mache ich mich für die Besprechung bereit und wechsel das Gebäude. Unterwegs treffe ich weitere Besprechungsteilnehmer, die das Gebäude nicht finden und nehme sie mit. Es dauert eine Weile, bis alle ihre Ergebnisse vorgestellt haben und ich überlege schon, mein Notizbuch zu essen, als um halb zwei endlich Mittagspause ist. Dafür ist um kurz vor drei alles besprochen und ich mache mich auf den Weg zurück in mein Büro. Vorher tausche ich noch kurz Neuigkeiten mit den Kollegen aus und kriege parallel Nachricht von zuhause, dass die Kindergartenphotos und die Ergebnisse meiner Weiterbildungsklausur da sind. Beides kriege ich als Bild geschickt. Tolle Fotos und Prüfung bestanden! Juhu! Und als wären das noch nicht genug gute Nachrichten für einen Tag, bin ich auch noch fürs Mentoringprogramm für Postdoktorandinnen angenommen worden.
Ich trage noch schnell ein paar Termine in meinen und den Abteilungskalender und verlasse um kurz nach vier das Büro.
Auf dem Heimweg fahre ich noch kurz beim Rewe vorbei und kaufe Osterschokolade zum halben Preis (und ein paar andere Dinge).
Zuhause erwarten mich die Jungs schon. Ich berichte D. über meine Aufnahme im Mentoringprogramm, bestaune die Kindergartenfotos und schaue an welchen Stellen der Klausur ich Punkte verloren habe.
Die Kinder sind nach oben verschwunden. Sohn3, der den Mittagsschlaf ausgelassen hat, schläft auf unserem Bett ein. Sohn1 macht Hausaufgaben, die ein Schulfreund vorbei gebracht hat und Sohn2 spielt erst, weckt dann Sohn3, um kurz danach selbst auf dem Sofa einzuschlafen. D. macht derweil das Abendessen. Über Whatsapp berichtet mein Vater, wie er sein Auto in den Graben gesetzt hat und erntet von uns Kindern Hohn und Spott.
Sohn2 bleibt unweckbar und verpasst das leckere Abendessen. Stattdessen darf er direkt ins Bett. Sohn3 schläft ausnahmsweise auch schnell ein, während ich lese und nebenher wordfeud spiele. Ein harter Kampf. Nachdem ich anfangs mit um die 100 Punkten hinten lag, bin ich zum Schluss noch auf wenige Punkte herangekommen. Dann wandere ich aufs Sofa, lese am Handy, schaue Fernsehen und tippe den Blogbeitrag auf dem Handy (mit viel Spaß mit der Autokorrektur). Und das war er, mein 5. April.

Media Monday #248

Da ist mir grade noch rechtzeitig eingefallenen, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern schon wieder Media Monday! Hier meine Antworten:

1. Zu Ostern wünsche ich mir nur eines, nämlich ein bisschen Ruhe und schlafende Kinder um GoT zu Ende zu schauen und endlich mal wieder mehr als 5 Stunden zu schlafen. (Da Ostern schon rum ist, kann ich sagen: es hat geklappt 🙂 )

2. Bevor ich mir irgendeinen Action Blockbuster mit Autoverfolgungsjagden reinziehen würde würde eher ein deutscher Problemfilm in den Player wandern.

3. Früher haben wir zu Ostern immer im Wohnzimmer die Ostereier gesucht. Wenn man auf der Baar aufwächst, ist an Ostern einfach nie schönes Frühlingswetter für Suchen im Garten. Unsere Kinder haben dieses Jahr auch drinnen gesucht, weil der Garten einfach zu matschig war.

4. Wenn ich viel Zeit übrig habe, dann möchte ich am liebsten alle meine Lieblingsserien von früher noch mal anschauen und meine Lieblingsbücher nochmal lesen.

5. Meine Herr der Ringe Bücher werde ich nie wieder ansehen, weil im Zuge des Herr der Ringe Hypes mehrere Leute die Bücher ausgeliehen haben und nun mehrere Bände unauffindbar sind. Es war die siebenbändige mitgabe von Klett Cotta mit dem Hobbit.

6. ____ hätte eigentlich längst mal eine größere Auszeichnung verdient, und zwar ____ . Hmm, was sagen diese Auszeichnungen schon aus. Schauspieler, die regelmäßig die goldene Himbeere kassieren, werden trotzdem immer wieder für Filme gebucht und grandiose Schauspieler werden erst viel zu spät bekannt.

7. Als gute Geschenkidee würde ich immer gern gelesene Bücher empfehlen, weil man so ein schönes Leseerlebnis weiter schenken kann.

Media Monday #247

Am Wochenende habe ich hoffentlich erfolgreich meine Weiterbildung beendet und habe jetzt mal wieder Zeit zum durchatmen, bloggen und Filme schauen. Fühlt sich gut an. Hier also, ausnahmsweise mal total pünktlich, meine Antworten zum Media Monday.

1. Ob fiktiver oder realer Ort, einmal den Honigtopf aus Harry Potter zu besuchen, wäre grandios. Ein ganzer Laden voller Süßigkeiten, die ich nicht kenne!

2. Fernab des Media Monday gefällt mir die Blog-Aktion „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ immer am 5. jedes Monats. Das zwingt wenigstens hin und wieder, aber auch nicht zu oft,  zum Bloggen.

3. Tom Hardy hatte ich ja länger schon den großen Durchbruch gewünscht, schließlich ist diese Szene aus RocknRolla eine meiner absoluten Lieblingsszenen!

4. Erstaunlich, wie wenig sich Karlsruhe seit wir weggezogen sind verändert hat, denn immerhin bauen sie da gerade eine U-Bahn und überall wird gebaggert. Trotzdem sehen die S-Bahnen aus wie eh und je und es riecht in Karlsruhe wie früher, es klingt wie früher und es fühlt sich an wie früher. Heimweh. So ein bisschen.

5. Dem Franchise Hobbit / Herr der Ringe kann ich ja kaum noch etwas abgewinnen, wobei ich bisher keinen der Hobbitfilme gesehen habe. Mir will noch immer nicht in den Kopf, wie man aus dem kleinen Büchlein, 9 Stunden Film machen konnte. Vor allem aber schreckt mich die Länge der Filme ab. Vermutlich dauert es noch mindestens 6 Jahre, bis ich für sowas wieder Zeit habe. Wenn man nicht in der Lage ist, die Geschichte in annehmbarer Zeit zu erzählen, warum macht man dann keine Serie draus?

6. Lange hat mich kein Film mehr so von den Socken gehauen wie Star Wars VII, aber das hat vermutlich vor allem nostalgische Gründe.

7. Zuletzt habe ich die ersten beiden Folgen der 5. Staffel GoT gesehen und das war schon irgendwie interessant, wie ich sofort wieder von der  Atmoshpäre eingesogen wurde, weil es jetzt eine Weile her ist, dass wir die anderen Staffeln gesehen haben. Neulich fragte ich mich schon, was daran eigentlich so gut gewesen ist. Jetzt weiß ich’s wieder. Wär auch mal Zeit, dass das nächste Buch raus kommt.

Wochenende in Bildern KW11/16

Ich hab ja noch nie mitgemacht beim Wochenende in Bildern. Dafür mache ich einfach zuwenig geeignete Bilder. Dieses Wochenende habe ich aber mal ein paar Bilder gemacht. Hier sind ein paar davon. Mehr bebilderte Wochenenden gibt’s hier.

Der Samstag begann für mich sehr früh, weil ich mit Bus und Bahn nach Karlsruhe fuhr um eine Prüfung für ein Weiterbildungszertifikat zu schreiben. Als ich zur Bushaltestelle ging, war es schon hell, aber es war nach alles bereift und neblig.

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Die Prüfung fand in einen Hörsaal statt, in dem ich im ersten Semster eine Mathevorlesung hatte. Seitdem war ich nie wieder dort. Das war schon sehr seltsam diesen Weg wieder zu gehen.
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Es war auch seltsam eine Prüfung zu schreiben. Meine letzten schriftlichen Prüfung habe ich im 5. Semester (Gesteinsbestimmungskurs und Programmieren) abgelegt. Das war 2002! Danach hatte ich nur noch mündliche Prüfungen. Und da ist die letzte (Doktorprüfung) auch schon wieder sechs Jahre her. Da ich auch im Moment eher auf der Seite der Korrigierenden sitze, musste ich auch manchmal schmunzeln, als ich Romane schrieb und mir vorstellte, wie der Korrektor am Ende nur an vier Schlüsselwörter im Text sein Häkchen setzt. Aufs Ergebnis muss ich jetzt noch warten.

Nach der Prüfung ging ich zu Fuß zu den Karlsruher Großeltern. Ich bewunderte die Baustellen für die U-Bahn und atmete Karlsruher Luft und lauschte badisch sprechenden Menschen. Das macht immer ein bisschen Heimweh. Zu den Großeltern kam dann auch der Rest der Familie. Am späten Nachmittag machten wir noch die Spielplätze der Südstadt unsicher. Das machte dann auch wieder ein bisschen Heimweh.
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Am Samstag kamen wir erst spät nach Hause und am Sonntag war ich noch ziemlich geschlaucht vom langen Tag. Deshalb verwarf ich auch den mal lose gefassten Plan, zur Lesung von Patricia Cammarata nach Stuttgart zu fahren. Die Kinder waren nämlich auch noch sichtlich geschlaucht und mit müden Kindern ins Café gehen, ist kein Vergnügen. Zumindest nicht mit unseren. Also gab es irgendwann Frühstück (völlig nicht durchgestylt!). Auf dem Bild sind nur die Reste des Schlachtfelds.
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Der Zufall wollte es, dass ich am Samstag einen Schrittzähler mit App abgestaubt habe. Den teste ich jetzt mal. Nach dem Frühstück zeigte er bereits 678 Schritte an, während der Schrittzähler im Handy noch auf 0 stand.
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Der Tag ging ruhig weiter. Ich hatte Mittagsschlaf und die Kinder den heißersehnten Nexo Knights Film auf Toggo. Am Nachmittag gab’s eine Runde Waffeln.

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Anschließend wurden alle noch mal rausgescheucht, bevor es Abendessen und Badewanne gab. Sohn3 war am Abend so geschafft, dass er freiwillig das Bett forderte. Und weil dann alle brav schliefen und ich nun nicht mehr lernen muss, konnten wir endlich mit der 5. Staffel Game of Thrones anfangen.
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Partnerschaftlich geteilt?

Bei der Kindererziehung und Rollenverteilung werden in letzter Zeit immer wieder die unsichtbaren Aufgaben thematisiert. Das nuf hat gestern eine schöne Liste von Fragen veröffentlich, um herauszufinden, ob man die Aufgaben im Haushalt tatsächlich so partnerschaftlich verteilt hat, wie man denkt.
Für uns habe ich die Fragen mal beantwortet und zur besseren Übersicht eingefärbt. Die Dinge, die hauptsächlich ich mache, sind rosa, die Dinge, die hauptsächlich D. macht hellblau (ein bisschen Klischee darf sein). Dinge, die wir beide tun, sind grün gefärbt und Dinge, die andere für uns tun orange. Wie man sehen kann, sind die Tätigkeiten bei uns beinahe gleich verteilt, wobei D. sogar mehr der genannten Aufgaben übernimmt. Das liegt daran, dass ich die Erwerbsarbeit leiste und er große Teile der Erziehungsarbeit und deshalb mehr Zeit zuhause verbringt.
Als Zusatzfragen stehen da noch:
Und dann: Wie oft tut er/sie das?
Und: Tut er/sie das ohne Aufforderung?
Und: Erledigt er/sie die Aufgaben ohne Zuarbeit und Nacharbeit?
Dazu kann ich nur sagen: eigentlich wird bei uns wenig über die Aufgabenverteilung diskutiert. Jeder macht seinen Teil ohne Aufforderung, mit üblicher Vorarbeit (z.B. Wäsche in die Tonne, Einkaufswünsche anmelden,…) und immer dann, wenn es nötig ist. Dazu gehört natürlich, die Gelassenheit zu haben, den anderen die Dinge so tun zu lassen, wie er es möchte.
Hier also die Antworten:
Wer putzt das Klo? meistens ich
Wer putzt die Fenster? meistens er
Wer wäscht die Wäsche? ich
Wer hängt sie auf? meistens ich
Wer faltet sie? ich
Wer räumt sie in den Schrank? ich
Wer bügelt? er, wenn es was zu bügeln gibt
Wer steht am Wochenende mit den Kindern auf? ich
Wer überzieht die Betten? er
Wer macht die Einkaufsliste? er
Wer plant was gegessen wird? er
Wer gießt die Blumen? er
Wer näht kaputte Kleidungsstücke? Oma
Wer bringt den Müll runter? beide
Wer macht die neue Mülltüte in den Mülleimer? der, der ihn leert
Wer saugt? beide
Wer wischt den Staub? haha, der war gut. Ruhender Staub stört nicht!
Wer wischt den Boden? meistens ich
Wer wischt die Schränke mal aus? er
Wer kümmert sich rechtzeitig um die Geburtstags/Weihnachtsgeschenke? ich für Freunde der Kinder, er für unsere Kinder
Wer denkt an die Geburtstage der Verwandtschaft? jeder an die der eigenen Verwandtschaft
Wer achtet darauf dass die Schuhe der Kinder passen? beide
Wer besorgt neue Schuhe? Opa
Wer macht den Großeinkauf? er
Wer besorgt alle paar Tage frische Sachen wie Obst und Gemüse? er
Wer kauft Windeln? beide, weil man da zu dm fahren muss und wir das meistens gemeinsam machen
Wer geht zum Elternabend? ich
Wer sortiert die kaputte und nicht passende Kleidung der Kinder aus? ich, weil ich die Wäsche mache
Wer schneidet den Kindern die Fingernägel? ich
Wer denkt an die U-Untersuchung? ich (meistens)
Wer geht mit den Kindern zur U-Untersuchung? der, bei dem es besser passt
Wer repariert ein kaputtes Fahrrad? ich (bin ja schließlich die Hausingenieurin)
Wer schaut nach der Wechselwäsche im Kindergarten? beide
Wer entrümpelt das Kinderzimmer? er
Wer macht den Ofen sauber? er
Wer macht jeden Morgen die Schulbrote? ich
Wer räumt die Spülmaschine aus? er
Wer räumt sie ein? er (außer am Wochenende, da mach ich das manchmal)
Wer macht die Spülmaschine regelmäßig sauber? er
Wer erledigt die Behördengänge? beide
Wer denkt an ablaufende Fristen? ich, weil ich ein ausgeprägtes Termingedächtnis habe. Ich kann mich noch an Geburtstage von Menschen erinnern, die ich seit der Grundschule kaum gesehen habe.
Wer kocht? er
Wer deckt den Tisch? er
Wer räumt den Tisch ab? er
Wer macht die Schuhe sauber? er
Und bei Euch so?

Media Monday #246

Am Wochenende hatten wir den Kindegeburtstag von Sohn2, der für uns ausgesprochen entspannt verlief. Von vier geladenen Gästen kamen nur zwei und dann wurde ohne Streit bis zum Abholen mit Lego gespielt. Der Sonntag war ruhig, wir haben versucht zu basteln und waren nach dem Wählen noch Eis essen und auf dem Spielplatz. Und so war das Wochenende auch schon wieder vorbei und es ist Zeit für den Media Monday.

1. Meine größte Passion ist/sind ja zurzeit ____ . Für Passionen habe ich im Moment leider keine Zeit übrig. Der Stapel der angefangenen Projekte (Häkelsachen, Fotoalben, Fotobücher, Emails,…) wächst und wächst. Bis abends alle schlafen, ist meine Energie meistens verbraucht. Schön finde ich das nicht, aber es ist ja hoffentlich alles nur temporär.

2. Gerade lesen lernen finde ich ja ungemein faszinierend, weil ich mich immer wieder wundere, wie schwierig es ist, sich von Silbe zu Silbe zu hangeln und ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern kann, wie es war, lesen zu lernen. Konnte ich das nicht schon immer?

3. Maxdome hat mich dahingehend enttäuscht, dass die Streams immer wieder hängen bleiben. Hatten wir bei Netflix nie. (Wenn wir mal alle Anbieter durchgetestet haben, schreib ich vielleicht ein Fazit.)

4. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr war für mich ____ . Das Leben ist voll von  kleinen Highlights: ein schönes Buch, schlafende Kinder, ein Lächeln, strahlende Kinderaugen, Sonne, schlafende Kinder, ein guter Film, ein Stück Kuchen, Käsefondue, das erste Eis der Saison, lustige Kinderdialoge, in Ruhe auf dem Sofa sitzen, und und und.

5. Der Media Monday  hat bis jetzt eine vielversprechende Karriere hingelegt, schließlich kann ich mich noch an die allerersten erinnern.

6. Wenn Zeit/Geld kein Problem wäre(n), wäre es ja mein Traum, ein Haus am Meer und viel Zeit zum Filme schauen und lesen zu haben.

7. Zuletzt habe ich Enthüllung  und das war irgendwie lustig und gruselig zugleich, weil die Vorstellung davon, was man mit Computern in Zukunft machen kann und wird, vor dem Hintergrund, dass der Film 20 Jahre alt ist, doch von dem, was wir heute haben,  abweicht. Gruselig fand ich hingegen, wie wenig sich seit dem im Bezug auf „Nein heißt nein!“ getan hat.