Sonntag, 30. Mai, 2010
Nach der Masern-Mumps-Röteln-Impfung letzte Woche hatten wir diese Woche ein paar anstrengende Tage. Fieber, Gequengel, Verweigerung von fester Nahrung, nächtliches Schwitzen, nächtliches Gejammer und Wachsein, Müdigkeit und Nichtschlafenwollen, Geschrei beim Fiebermessen. Nachdem der kleine dann gestern nacht um halb eins noch mal Durst hatte und ein bisschen Körperkontakt wünschte, hat er heute bis nach halb elf geschlafen. Ich konnte es kaum fassen, als ich auf die Uhr geschaut habe. Wisst ihr wie lange ich schon nicht mehr bis halb elf geschlafen habe? Ja, dürfte ungefähr ein Jahr her sein.
Dienstag, 11. Mai, 2010
ist er elf Monate alt. Und er läuft!
Samstag, 8. Mai, 2010
Da hat sich der Kleine doch seit fast 11 Monaten standhaft geweigert Schnuller zu benutzen, um jetzt unvermittelt damit anzufangen. Wir sind eigentlich keine Schnullergegner und haben ihm nie verboten dran rumzunuckeln. Wir hatten auch ein paar hier herumfahren, die er aber eher als Spielzeug verwendet und mal zum Spaß ein paar Minuten drauf rumgelutscht hat. Einen davon hat er vor ca. einer Woche ausgegraben und seitdem schnullert er wie ein Weltmeister. Will einem zum Einschlafen nachmittags und abends. Eigentlich ist es ja ganz angenehm, weil er sich vorm Einschlafen weniger beschwert, sondern einfach zufrieden nuckelt. Doof dabei ist nur, dass er auch wenn er nachts wach wird, seinen Schnuller will und den dann im Dunkeln nicht findet. Und so ist aus unserem seit Ende Januar durchschlafenden Baby ein Schnullerbaby geworden, dass nachts gegen 2 laut wird, weil es seinen Schnuller nicht findet. Da denkt man dann immer: “Junge, Du konntest doch schon mal alleine wieder einschlafen. Mach das doch einfach wieder so und ich hab nachts meine Ruhe.” Vielleicht liegt es aber auch an seinem fünften Zähnchen, was sich gerade durchdrückt. Oder es liegt daran, dass er gerade so viel neues lernt. Zwei Schritte schafft er jetzt schon ohne sich festzuhalten. Mit Festhalten und mit seinem Lauflernwagen kann er es schon wie ein Profi. Und dass er beim Trinken die Flasche kippen muss, das hat er jetzt wohl auch kapiert. Manchmal ist es schon schwer vorstellbar, dass der kleine Junge, der sich lachend auf unserem Bett rumkugelt und schon soviel er selbst ist, tatsächlich noch vor zehn Monaten dieses kleine Baby war, das nur schlafen, essen und schauen konnte.
Montag, 12. April, 2010
Man glaubt es nicht, aber mit Kind verschieben sich die Prioritäten doch deutlich. Zum Beispiel war ich vor der Schwangerschaft immer viel Laufen und Schwimmen. Beim Krafttraining war ich auch lange. Jetzt mit Kind kommt das alles ein bisschen kurz. Direkt nach der Geburt darf man es ja nicht übertreiben mit dem Sport. (Da fragt man sich dann immer, warum die Promifrauen, die nach 6 Wochen wieder gertenschlank und top durchtrainiert sind, das ihrem Körper antun). In der Stillzeit ist es dann aus mehreren Gründen nicht so einfach. Also laufen scheidet da dann erstmal aus. Und Schwimmen oder Fitnessstudio verlangt ja, dass man sich für längere Zeit aus dem Haus begeben muss. Da braucht man dann jemanden, der sich ums Kind kümmert und es zum Stillen dann anreicht. Wenn man dann ein unberechenbares Kind hat, und die meisten Babys sind unberechenbar, da kann der Hunger schon unvermittelt kommen und nicht, wie früher propagiert alle vier Stunden. Das heißt, das Kind sollte auch nicht allzu weit entfernt sein. Vor allem nicht, wenn es sich, wie unser Kleiner lange, weigert aus der Flasche zu trinken.
Inzwischen ist er aber abgestillt und das steht dem Sporttreiben nicht mehr im Wege. Und trotzdem komme ich viel weniger dazu. Ein paar Mal war ich eine kleine Runde laufen, aber direkt bei uns läuft sich’s nicht so gut. Ich war auch endlich mal im Schwimmbad, aber als regelmäßigen Termin möchte ich mir das nicht einplanen. Und das hat (um endlich aufs Thema zurück zu kommen) mit den Prioritäten zu tun. Klar möchte ich gerne schwimmen gehen, aber wenn ich schon sechs Stunden zum Arbeiten außer Haus bin, dann will ich meine Familie nicht schon wieder für zwei oder drei Stunden alleine lassen. So richtig kann man das nicht erklären. Der Kleine ist ja in besten Händen und ich könnte beruhigt weggehen. Aber ich will nicht. Ich will ja den Kleinen auch ein bisschen sehen, will ihm seinen Brei geben und seine Rotznase abputzen. Will sein “nanana”, “mamama” und “drrdrrrdrr” hören. Will sehen wie er vor Freude juchzt, wenn der Kater mit ihm spielt. Will seine Gehversuche um den Tisch herum beobachten und schmunzeln, wenn er vorm Sofa knieend mit seinen kleinen Händen unterm Sofa rumgrapscht um an sein Spielzeug zu kommen, das er da drunter geschoben hat. Will sehen wie er versucht die dicken Fotoalben aus dem Regal zu ziehen, wie er sehnsüchtig an die Balkontür patscht und wie er seine Schnuller aus dem Fenster wirft. Und ich will mit ihm im Arm Mittagschlaf machen. Dann verschieben sich alle sportlichen Aktivitäten also auf die Zeit wenn er schläft. Und das ist selten vor 21 Uhr. Und dann hab ich auch mal Hunger und meistens bin ich auch müde. Der Tag ist eben so schnell vorbei und zu kurz für stundenlanges Sportprogramm. Die Frau aus Lö meinte dazu, sie fände es schlimm, wenn sie nicht mehr machen könnte, was sie will. Aber so ist es ja gar nicht. Klar würde ich gerne mehr schwimmen gehen, aber ich bin eben lieber bei meiner Familie. Und da ist dann kein bisschen Bedauern dabei. Ich WILL bei meiner Familie sein und irgendwann hab ich auch wieder mehr Zeit zum Sport. Die Prioritäten sind jetzt eben anders. Und was den Sport angeht: ich hab beschlossen im Sommer bei gutem Wetter die 13,5 km zur Arbeit mit dem Rad zu fahren. Ich denke das sollte mein Bedürfnis nach Bewegung dann erstmal stillen.
Donnerstag, 1. April, 2010
Gestern war ich Gast bei einer Abschiedsfeier. Die Party ging am späten Nachmittag los. Der Gastgeber hatte sich wahrscheinlich erhofft, dass sich die Gäste dann am frühen Abend verabschieden. Es wurde dann aber doch 23 Uhr. Da wurde der Gastgeber dann auch irgendwann gefragt, ob es denn nach dem reichhaltigen Kuchenbüffet auch noch Abendessen geben würde. Der Gastgeber verneinte und meinte er habe das ja als Abschiedskaffeetrinken geplant, damit seine Frau mit den Kindern auch teilnehmen könne. Die hatten sich am frühen Abend verabschiedet. Dann sagte er zu mir, er habe dabei ja auch an mich gedacht. Er hätte ja nicht gewusst, dass ich mir ganz gerne eine “Auszeit von der Familie” gönne. Da konnte ich gar nichts drauf antworten. Er selbst gönnte sich ja auch gerade eine “Auszeit”, schließlich war seine Familie schon zuhause. Und was ist mit dem Wochenendpapa, der ebenfalls noch da war, und der sich fünf Tage die Woche eine “Auszeit von der Familie” gönnt?! Das ist ganz normal, aber wenn eine Mama in neun Monaten zwei Abende nicht zuhause ist, da wird dann gleich von einer Auszeit geredet. Was soll man denn dazu sagen?
Dienstag, 30. März, 2010
Wenn man im Drogeriemarkt an der Kasse, von der Frau, die vor einem in der Schlange steht, komisch angeschaut wird, weil man den Korb voll hat mit Babygläschen, da fühlt man sich doch falsch behandelt. Die junge Dame (selbst junge Mutter, die Feuchtücher verrieten sie) hat sich wohl überlegt, warum wir zu faul sind unserem Kind selbst Brei zu kochen und statt dessen den aus dem Gläschen nehmen. Nein, überlegt hat sie es sich nicht. Sie hat für sich festgestellt, dass wir wohl zu faul sind. Das hat zumindest ihr Blick vermittelt. Dabei finde ich da nichts Schlimmes dran. Zum einen steht man ja ganz unerfahren den vielen Vorgaben der Babyliteratur gegenüber: anfangs Pastinake oder Kürbis, bloß keine Karotte! Bloß wo man diese seltsamen Pastinaken herkriegt und was man dann mit den restlichen machen kann, sagt einem niemand. Da ist es viel einfacher den fertigen Pastinakenbrei zu kaufen, statt die Bioläden der Stadt nach Pastinaken abzusuchen. Der nächste Punkt ist ja, dass Biogemüse zwar Bio ist, die Vorgaben, was Schadstoffe angeht, für Babynahrung nochmal strenger sind. D.h., dass die Pastinakenpampe aus dem Glas also weniger belastet ist, als die im Bioladen. Und wenn man dann mit einem Baby, das gerade anfängt Brei zu essen, eine Wohnung sucht und einen Umzug macht, da freut man sich dann doch über die praktischen Gläschen. Vor allem, wenn man in eine Wohnung ohne Küche zieht und da erstmal tagelang ohne Herd und Töpfe haust. Eigentlich möchte ich nur sagen, dass es viele, oft auch individuelle, Gründe gibt, die _für_ Gläschen sprechen und das ich eigentlich nicht doof angeschaut werden möchte, wenn ich Gläschen kaufe. Klar muss man da auch schauen, dass sich keine Zucker oder Salz im Glas versteckt oder noch bösere Zusatzstoffe. Aber die meisten sind doch ohne.
Und obwohl ich nicht doof angeschaut werden möchte, ertappte ich mich doch selbst beim blöd schauen, als ein junger Mann ein Gläschen für Kinder ab 15 Monate kaufte. Ich dachte natürlich sofort, dass ein 15 Monate altes Kind doch schon richtiges Essen essen sollte und nicht mehr Brei aus dem Glas. Und dann dachte ich drüber nach und mir fielen mehrere gute Gründe ein, warum er das gekauft hat. Vielleicht sind sie irgendwo eingeladen, wo es nichts kindgerechtes zu essen gibt. Oder sie sind gerade umgezogen und haben keinen Herd und keinen Topf. Oder er kauft das für seine Freundin, die nach einer Weisheitszahn-OP mit dicken Backen gerne mal wieder was anderes als Apfelmus essen möchte.
Wofür mir allerdings keine Erklärung eingefallen ist, war, warum eine Frau den ganzen Einkaufswagen voll Al*t* Mahlzeit zum Trinken hatte. Da musste ich blöd schauen. Wer mag, kann sich das ja gerne im Laden mal anschauen. Das ist Zucker-Stärkepampe zum in die Flasche füllen. Für Kinder ab 10 Monate. Klar ist es nicht immer ein Vergnügen ein kleines Kind zu füttern und oft ist es auch eine Sauerei. Aber trotzdem soll ein Kind doch essen lernen und nicht nur den Brei aus der Flasche saugen. Wenn’s denn wenigstens Brei wäre und keine Zuckerpampe. Also dazu ist mir wirklich nichts eingefallen als blöd zu schauen.
Dienstag, 23. März, 2010
Wir waren gestern in der Apotheke. Der Kleine hat nämlich einen Wunden Po. Er kriegt einen Zahn, da ist ein wunder Po nicht unüblich. Noch dazu hatte er Durchfall, übrigens auch vom Zahnen, und das ist für einen wunden Po dann auch nicht gerade erholsam. Naja, jedenfalls war’s gestern dann so schlimm, dass der Kleine beim Saubermachen jämmerlich geweint hat. Wir sind also am Nachmittag losgegangen, um in der Apotheke ein Heilmittel zu kaufen. Wir haben zwar erst nach Hausmitteln gegoogelt, aber die (Muttermilch, Kartoffelmehl,…) hatten wir dann auch alle gerade nicht zur Hand. In der Apotheke stand ein uraltes Männchen. Ich sagte ihm wir bräuchten was für des Kleinen wunden Po. Er ist gleich zielstrebig in eine Richtung gelaufen und hat eine Tube geholt. Dann hat er angefangen uns Ratschläge zu erteilen. Wir sollten den Kleinen “mal richtig” waschen. Also “mit Wasser und Seife abduschen”. Hinterher dann die Creme, die er uns verkauft hat, benutzen. Da war ich schon leicht angesäuert. Schließlich wird auch unser Sohn gewaschen. Und wund ist er nicht wegen mangelnder Pflege sondern wegen des Zahnens. Dann fragte er was wir für Windeln hätten. Ich grübelte, was er jetzt wissen will. Pampers und Fixies haben wir gerade. Er setzte ein mitleidig wissendes Gesicht auf. Wir sollten den Kleinen halt schon mit “richtigen” Windeln wickeln. Pampers sind ja für unterwegs ganz ok, aber zuhause sollten es schon die guten alten Mullwindeln sein. Wir würden sehen, dann ist das in Nullkommanix besser mit dem wunden Po. Ich hab “mhm” gesagt und genickt. Was will mir den einer über Windeln erzählen, dessen Kinder wahrscheinlich zehn Jahre älter sind als ich. Das Pampersmodell, an das er wohl dachte, also Plastikhose mit Watteeinlage, gibt es ja schon ewig nicht mehr. Da ist ja heute High-Tech in der Windel. Hab kurz überlegt, ob ich ihm was über Superabsorber erzählen soll. Die Babys können nämlich ganz schön viel Pinkeln, bis die Haut nass wird. Atmungsaktiv sind die Windeln heutzutage auch. Wenn man die Kinder also nicht stundenlang in ihrem Dreck sitzen lässt, dann werden sie auch nicht wund. Schließlich war das jetzt nach neun Monaten das erste mal, dass wir mehr als mal ein bisschen Panthenolcreme gebraucht haben. Und zum Thema Mullwindeln: die hat ER bestimmt nicht ausgekocht, früher. Die Creme, die er uns verkauft hat, war einfach eine Fettcreme, die ich bestimmt nicht verwenden wollte. Eine Wund- und Heilsalbe wollte ich haben, keine Fettcreme im 30 Jahre alten Design. Wir sind dann noch zum dm gegangen und haben eine Zinksalbe gekauft und die verwendet. Heute morgen sah’s schon viel besser aus. Auch ohne Mullwindeln und Fettcreme. Nächstes Mal gehen wir für Babyfragen wohl lieber in einer Apotheke mit jüngerem Personal.
Freitag, 26. Februar, 2010
Als ich schwanger war, hat beinahe jede Frau mit eigenen Kindern sich genötigt gesehen, mir die Geschichte ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Auch mir vorher unbekannte Kolleginnen hielten mich im Flur an, um mir von den Ultraschallbildern ihrer inzwischen pubertierenden Kindern zu erzählen. Ich muss zugeben, dass einiges davon schon interessant war. Wirklich hilfreich war allerdings wenig. Es wird zwar gejammert, dass das mit der Übelkeit nicht so toll war und dass die letzten Wochen mit dem dicken Bauch anstrengend sind, aber die wichtigsten Details, die kriegt man kaum zu hören. Wenn’s dann nämlich um die eigentliche Geburt geht, wird eher wenig erzählt. “Jaja, tut halt weh, aber das hat man alles sofort vergessen, wenn man dann das Baby im Arm hält.” Das kriegt man immer wieder zu hören. Jetzt möchte ich hier mal klarstellen, dass das NICHT so ist. Also aufgepasst Mädels: egal was Euch erzählt wird, Kinderkriegen tut richtig weh. Also so richtig richtig. Glücklicherweise kann man sich das vorher nicht vorstellen, aber es ist durchaus möglich, dass ihr euch fragen werdet, warum Euch niemand gesagt hat, dass es _so_ weh tut. Und vielleicht werdet ihr dann auch denken, dass ihr es Euch dann nochmal überlegt hättet mit dem Kinderkriegen, der PDA oder dem Kaiserschnitt. Glaubt mir, ich bin beileibe keine Memme was Schmerzen angeht, aber das war echt heftig. Klar vergisst man die Schmerzen irgendwann, aber so, wie man alle Schmerzen vergisst. Wer schon mal eine Mittelohrentzündung hatte, erinnert sich vielleicht, dass das schweineweh tut, aber wie sehr es tatsächlich weh tut, weiß man erst bei der nächsten Mittelohrentzündung wieder. Und so ist es auch mit den Geburtsschmerzen. Die Erinnerung daran verschwindet auch irgendwann, aber nicht wie immer propagiert von Zauberhand beim Anblick des Babys. Fragt doch mal frisch Entbundene. Je nachdem wie lange und heftig die Geburt war, dauert das schon Wochen bis Monate. Eine Freundin aus dem Geburtsvorbereitungskurs meinte, dass sie jetzt alle Mütter mit anderen Augen und mehr Respekt sieht, weil sie weiß, dass sie das auch durchgemacht haben.
Das nächste, was einem auch gerne und immer wieder erzählt wird, ist dass man wüsste, wenn man richtige Wehen hat. Solange man noch überlegt, sind es keine. Das kann ich so auch nicht bestätigen. Ich durfte zur Einleitung einen Wehencocktail (lecker Rizinusöl mit Aprikosensaft und Mandelmark) trinken und sollte dann zwei Stunden abwarten. Da hab ich dann schon Schmerzen bekommen, aber nicht so, wie Wehen immer beschrieben werden. Es heißt ja immer, man hat eine Minute Schmerzen und dann ein paar Minuten Pause. Also ich hatte eigentlich kontinuierlich Schmerzen, die dann manchmal nicht ganz so schlimm waren. Aber irgendwelche Zeiten konnte ich da nicht stoppen. Ich hab dann die ganze Zeit überlegt, ob das jetzt Wehen sind. Als die Hebamme mich dann ans CTG gehängt hat, hab ich da die ganze Zeit auf die Anzeigen gestarrt. Meine Ärztin hatte mir mal stilisiert aufgezeichnet, wie eine Wehe auf dem CTG aussieht. Das hab ich dann auf dem immer länger werdenden Papierstreifen gesucht und nicht gefunden. Ich hab auf die sich ändernden Zahlen gestarrt und mich gefragt ab welchem Wert es wohl per Definition eine Wehe ist. (Jaja, bin eben doch Wissenschaftlerin). Als die Hebamme dann nach einer Stunde (sie musste zwischendurch noch ein Kind auf die Welt holen) wiederkam, war ich sicher sie schickt mich nach Hause. Das können ja keine Wehen sein, wenn ich noch überlege ob es welche sind, dachte ich. Sie schaute die Kurve an und fragte mich, was ich gemacht hätte. Ich hab’ mich gleich schuldig gefühlt und dachte meine Bewegungen hätten die Messung gestört. Hinterher war mir klar, dass es doch Wehen waren und sie nur wissen wollte, was ich gegen die Schmerzen gemacht habe. Als sie dann sagte: “Sie bleiben jetzt hier.” dachte ich “Juhu, also doch Wehen.” Wer hätte gedacht, dass ich da eine Stunde liege und überlege, ob das Wehen sind und vier Stunden später ist das Kind schon da. Soviel also zu: “Das weiß man, wenn es echte Wehen sind!”
Dienstag, 26. Januar, 2010
Bevor ich letztes Jahr in Mutterschutz gegangen bin, habe ich immer gesagt, dass ich gerne ab Januar wieder in Teilzeit arbeiten möchte. Zusätzlich zum Elterngeld darf man ja schließlich bis zu 30 Stunden die Woche arbeiten. Das Gehalt wird natürlich auf das Elterngeld angerechnet. Ich habe damals von mehreren Seiten gehört Teilzeitarbeit würde sich nicht lohnen. Was genau sich da nicht lohnen soll, hab ich nicht verstanden. Immerhin erhält man immer noch Elterngeld in Höhe von 67 % der Differenz vom aktuellen Einkommen zum Einkommen vor der Geburt. Und das wird auch noch nach Lebensmonaten berechnet und ergibt einen anderen Betrag je nachdem wann das Kind geboren ist. 300 Euro gibt’s mindestens. Es ist also auf jeden Fall mehr Geld, als wenn man nicht arbeiten würde. Wir kriegen sogar soviel, dass wir insgesamt fast soviel haben, wie wenn ich voll arbeiten würde. Das ist doch ein guter Deal, oder nicht? 60% arbeiten und 100% Gehalt bekommen. Ich finde das lohnt sich.
Donnerstag, 24. Dezember, 2009
Wie machen Babys das eigentlich? Da liegt der Kleine zwischen seinem ganzen pädagogisch sinnvollem und babygerechtem Spielzeug, doch wenn man zwei Sekunden nicht hinschaut, hat er mit Sicherheit was in der Hand (oder im Mund), was nicht für ihn gedacht war. Zum Beispiel ein Bällchen was die Katze durch den Schmutz gerollt und im Maul getragen hat, bevor sie es heimlich beim Baby abgelegt hat. Und warum sind grundsätzlich andere Dinge viel interessanter als das teure Spielzeug? Zum Beispiel kann sich der Kleine für knisternde Süßigkeiteneinwickelpapiere unglaublich begeistern oder für meine Haarbürste. Jetzt gerade rollt er sich mit einem KitKat-Papier in der einen und seiner Strumpfhose von gestern in der anderen Hand über den Boden. Und das schöne bunte Spielzeug bleibt unbeachtet. Tja, versteh einer die Kleinen.