<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>alasKAgirl &#187; Leben</title>
	<atom:link href="http://alaskagirl.de/wordpress/category/leben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://alaskagirl.de/wordpress</link>
	<description>Ein neues WordPress-Weblog</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 11:00:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Idealismus trifft Realität</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/idealismus-trifft-realitat/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/idealismus-trifft-realitat/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 11:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=2308</guid>
		<description><![CDATA[Wir leben nun bereits seit zwölf Jahren ohne Auto. Aus verschiedenen Gründen, aber auch weil wir der Meinung waren, dass man sein Leben sehr gut ohne Auto gestalten kann. Seit wir ein Kind haben und im Großraum Stuttgart leben sind wir beim Carsharing angemeldet. Der öffentliche Personennahverkehr lässt hier so zu wünschen übrig, dass ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben nun bereits seit zwölf Jahren ohne Auto. Aus verschiedenen Gründen, aber auch weil wir der Meinung waren, dass man sein Leben sehr gut ohne Auto gestalten kann. Seit wir ein Kind haben und im Großraum Stuttgart leben sind wir beim Carsharing angemeldet. Der öffentliche Personennahverkehr lässt hier so zu wünschen übrig, dass ein Auto an manchen Stellen sehr hilfreich ist. Nun sind wir ja noch weiter raus aufs Land gezogen und müssen uns der Realität stellen, dass ein Auto uns das Leben sehr erleichtern würde. Der erste Schritt wird sein, dass wir und bei einem weiteren Carsharing-Angebot anmelden werden, damit der nächste Autostandort nur 15 Minuten statt 35 Minuten mit Bus und Bahn entfernt liegt. Allerdings gibt es viele Dinge, die mit einem Kind noch ganz gut funktionieren, mit zwei Kindern aber beinahe unmöglich werden. Z.B. schaffen wir es jetzt noch relativ problemlos unseren Wertstoffmüll zum fast zweieinhalb Kilometer entfernten Wertstoffhof zu tragen, weil der Kleine die Strecke im Kinderwagen verbringt. Mit einem zweiten Kind wird das dann nicht mehr so einfach. Die gesamte Strecke mit einem noch nicht dreijährigen Fußgänger und einem Stillkind im Wagen zu bewältigen, wird wohl den halben Tag in Anspruch nehmen. Bei allen Freizeitplanungen sind wir jetzt auf Bus und Bahn angewiesen. Wieder aufgrund des desaströsen Nahverkehrsnetzes ist man dann für Strecken von 5 km schon mal eine dreiviertel Stunde unterwegs und durchfährt dafür drei Tarifzonen. Da wird dann der Wunsch, die paar Minuten einfach mit dem Auto zu fahren, immer stärker. Schon allein die Zeit, die ich jeden Tag auf dem Arbeitsweg verbringe, würde sich durch die Anschaffung eines Autos um fünfeinhalb Tage im Jahr verkürzen. Wir schauen uns also um und rechnen was wir uns leisten können. Wir suchen was nicht so großes, emissionsarmes und sicheres, was sich noch ein paar Jahre gut fahren lässt oder sogar was ganz neues. Also falls jemand so ein Auto übrig hat, immer her damit!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/idealismus-trifft-realitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2. Advent</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/2-advent/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/2-advent/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 22:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=2217</guid>
		<description><![CDATA[Gestern: 2 mal mit dem 7,5-Tonner von BB ins Heckengäu unzählige Kartons und Regalbretter überall die weltbesten Umzugshelfer leckeres Essen ein gut mitspielendes Kleinkind 20 Säcke Holz in den Keller aufgeregte Katzen Heute (wobei ich bei vielem nur zugeschaut habe): Wohnzimmer einigermaßen freigeräumt und die Möbel hingestellt, wo sie hinsollen Regal im Kinderzimmer aufgebaut mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern:</strong><br />
2 mal mit dem 7,5-Tonner von BB ins Heckengäu<br />
unzählige Kartons und Regalbretter überall<br />
 die weltbesten Umzugshelfer<br />
leckeres Essen<br />
ein gut mitspielendes Kleinkind<br />
20 Säcke Holz in den Keller<br />
aufgeregte Katzen</p>
<p><strong>Heute </strong>(wobei ich bei vielem nur zugeschaut habe):<br />
Wohnzimmer einigermaßen freigeräumt und die Möbel hingestellt, wo sie hinsollen<br />
Regal im Kinderzimmer aufgebaut<br />
mit den Öfen gekämpft und das Haus auf angenehme Temperatur gebracht<br />
Kater vom Dach fallen sehen<br />
erste Schäden begutachtet (Tür der Wickelkommode muss geleimt werden)<br />
festgestellt, dass über Kabel fast 500 Sender kommen (inkl. Pay-TV), sind die eigentlich irre?!<br />
angefangen Sender zu sortieren<br />
Lüfter im Notebook getauscht, juhu kein Fan Error mehr</p>
<p><strong>Morgen:</strong><br />
Sperrmüll zum Wertstoffhof bringen<br />
alte Wohnung putzen und Löcher zu machen<br />
Wohnung übergeben und mit der Wohnbaugenossenschaft über einen Katzenpipifleck auf dem Parkett verhandeln<br />
Vortrag üben (darf am Mittwoch auf einer Tagung was erzählen)<br />
&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/2-advent/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ade BB</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/ade-bb/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/ade-bb/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=2147</guid>
		<description><![CDATA[Ich hatte es ja neulich schon angedeutet: wir haben es geschafft im Stuttgarter Wohnungskampf eine neue Bleibe zu finden. Anfang Dezember ziehen wir ein Stückchen raus aufs Land. Dafür aber in ein ganzes Häuschen zu einem Mietpreis, der unter dem für unsere jetzige Wohnung liegt. Leider nicht provisionsfrei, aber ohne Provision ist hier kaum was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte es ja neulich schon <a href="http://alaskagirl.de/wordpress/flugfeldscherbenfeld/" target="_blank">angedeutet</a>: wir haben es geschafft im Stuttgarter Wohnungskampf eine neue Bleibe zu finden. Anfang Dezember ziehen wir ein Stückchen raus aufs Land. Dafür aber in ein ganzes Häuschen zu einem Mietpreis, der unter dem für unsere jetzige Wohnung liegt. Leider nicht provisionsfrei, aber ohne Provision ist hier kaum was zu machen. Die Wohnbaugenossenschaften sind im Prinzip die einzigen, die provisionsfrei vermieten, aber auch hier sind größere Wohnungen sehr spärlich gesäht. Oder sie haben unmögliche Grundrisse oder Phantasiepreise. Für uns ist die Suche also erstmal vorbei. In Gedanken richten wir unser Häuschen schon ein und ich weiß nicht, über was ich mich am meisten freuen soll</p>
<p>den Keller: Vier Kellerräume! Wir können tatsächlich mal was auf Vorrat einkaufen und wenn wir ein Auto zur Verfügung haben mal eben den Keller mit Getränken vollpacken.</p>
<p>den Dachboden: Endlich weiß ich, wohin mit den unzähligen Pamperskartons mit gerade unpassender Kinderkleidung. Im Moment stehen die gefühlt überall: hinter der Wickelkommode, auf dem Schrank, im Schrank&#8230;</p>
<p>oder den Garten: Tür auf, Kind(er) raus und gut ist. Man muss nicht immer zum Spielplatz laufen, damit die Kinder frische Luft bekommen. Man kann die Kinder im Garten spielen lassen und trotzdem zuhause noch was erledigen. Und vor allem können wir Beeren anpflanzen. Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, da freu ich mich drauf. Und Gemüse, wie es uns beliebt. Außerdem können unsere Wohnungskatzen endlich zu Freigängern werden und der Kater erspart uns hoffentlich sein allmittägliches Jammerkonzert vor der Wohnungstür.</p>
<p>Ja, der Weg zur Arbeit wird dadurch etwas weiter und auch umständlicher, aber da ich nächstes Jahr voraussichtlich bis September zuhause sein werde, interessiert mich das erstmal nicht. Nach unserem Umzug Anfang Dezember sind es noch genau drei Wochen, die ich zur Arbeit fahren muss. Und wer weiß was im nächsten Jahr alles ist. Angeblich gibt&#8217;s ja ab 2013 das Betreuungsgeld und bei uns bricht der Reichtum aus. Dann gehören wir bald richtig zu den Schwaben und haben ein Auto vorm Haus stehen. Wir werden sehen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/ade-bb/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das mit den Autos</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/das-mit-den-autos/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/das-mit-den-autos/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 May 2011 05:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1926</guid>
		<description><![CDATA[Als wir noch in KA wohnten, kannte ich wenig Leute mit eigenem Auto. Sogar Leute mit gutem Einkommen verzichten darauf. Und wer doch ein Auto hat, der nutzt es selten, weil man mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln meistens besser bedient ist. Seit wir in den Großraum Stuttgart gezogen sind, werden wir permanent mit großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als wir noch in KA wohnten, kannte ich wenig Leute mit eigenem Auto. Sogar Leute mit gutem Einkommen verzichten darauf. Und wer doch ein Auto hat, der nutzt es selten, weil man mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln meistens besser bedient ist. Seit wir in den Großraum Stuttgart gezogen sind, werden wir permanent mit großen Augen angeschaut, wenn wir erzählen kein Auto zu haben. Besonders beliebt ist die erstaunte Nachfrage &#8220;Ja, gar keins?&#8221; Nein, gar keins. Oder doch, viele kleine Spielzeugautos und ein Bobbycar. Neulich kam ich mit Kollegen wieder darauf, als sie das Problem erläuterten, dass die Klappboxen immer im falschen Auto oder zuhause sind, wenn man mit dem Einkäufen ratlos vorm Auto steht. Ich erzähle dann immer, das wir das Problem so nicht haben. Gerne werden wir dann gefragt, wie wir Getränke kaufen. Ganz einfach, wir tragen die. Klar kommt es oft vor, dass wir dann vier Liter Milch, vier Liter Saft und neun Liter Sprudel nach Hause tragen müssen (dazu evtl. dann noch 2 kg Karotten, 1kg Mehl, 1 kg Äpfel und der restliche übliche Einkauf). Aber ein paar Liter passen unten in den Kinderwagen. Und ansonsten habe ich eben einen Mann mit sehr muskelbepackten Armen (ganz ohne Fitnessstudio). Wir laufen ungefähr zehn Minuten zum Aldi oder Rewe. Die Entfernung ist gerade noch annehmbar. &#8220;Wir können ohne Auto nicht einkaufen, weil es bei uns gar keinen Laden gibt.&#8221; Auch das hört man oft. Ich versuche dann zu erläutern, dass man eben anders planen muss, wenn man sein Leben ohne Auto gestalten möchte. Wir haben uns eine Wohnung gesucht, von der aus ich mit der S-Bahn direkt zur Arbeit fahren kann. Ohne umsteigen und vor allem ohne den Bus zu benutzen. Busverbindungen sind oft nur halbstündig und wenn die S-Bahn zu spät kommt, verpasst man den Anschluss. Bis zu zwanzig Laufminuten zur S-Bahn-Haltestelle wären akzeptabel gewesen (aktuell habe ich 6 Minuten). Das nächste Kriterium waren dann die Einkaufsmöglichkeiten. Wo gibt es Lebensmittel, wo einen Drogeriemarkt. Auch hier sollte die Laufentfernung nicht mehr als fünfzehn Minuten sein, wobei natürlich vor allem die Lebensmittel wichtig sind. Auch ist wichtig, wie die Wohnung bezüglich der Einkaufsmöglichkeiten liegt. Es ist vielleicht schön auf dem Berg zu wohnen, aber es ist sehr ungeschickt, wenn man die 17 Liter Getränke da hoch tragen muss, bzw. hoch schieben, zusätzlich zum 14 kg Kind. Wenn mir also jemand erzählt, er bräuchte das Auto, weil er ohne Auto nicht einkaufen kann, dann sage ich nur, er hätte auch eine andere Wohnung wählen können. Vermutlich ist unsere Wohnung teurer als eine in einem Kaff ohne Einkaufsmöglichkeit. Die Anschaffung und Haltung eines Autos wäre aber noch teurer. Leider mussten auch wir lernen, dass das Leben im Großraum Stuttgart ohne Auto lange nicht so einfach ist, wie in KA. Z.B. können wir hier nicht ohne Auto zum Tierarzt. Deshalb nutzen wir immer wieder mal das Carsharing. Insgeheim wünsch ich mir manchmal ein Auto, aber noch schöner wäre es, wieder in einer weniger autofixierten Umgebung zu leben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/das-mit-den-autos/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lebensentwürfe</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/lebensentwurfe/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/lebensentwurfe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 08:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1872</guid>
		<description><![CDATA[Eine sehr junge Kollegin zieht gerade von zuhause aus und mit ihrem Freund zusammen. Dreizimmerwohnung, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro (so heißt hier in Schwaben das Arbeitszimmer. Die Betonung liegt übrigens auf der ersten Silbe.). Ich frage immer mal wieder nach, wie der Umzug läuft. Erst wurde die Küche geplant und bestellt. Nun warten sie noch auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr junge Kollegin zieht gerade von zuhause aus und mit ihrem Freund zusammen. Dreizimmerwohnung, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro (so heißt hier in Schwaben das Arbeitszimmer. Die Betonung liegt übrigens auf der ersten Silbe.). Ich frage immer mal wieder nach, wie der Umzug läuft. Erst wurde die Küche geplant und bestellt. Nun warten sie noch auf das Sofa, das irgendwann in den nächsten Wochen geliefert werden soll. Ich staune darüber, wie unterschiedlich Leben verlaufen. Als ich so alt war wie die Kollegin, bin ich gerade aus meinem Zwölfquadratmeterzimmer aus einer 7er-WG in ein größeres Zimmer in einer 3er-WG vom einen Ende ans andere Ende der Stadt gezogen. Ich hatte noch etwa drei Jahre Studium vor mir. Die meisten meiner Kommilitonen lebten in WGs oder Wohnheimen. Zusammenlebende Pärchen mit klassischer Wohnungaufteilung (Wohn-, Schlaf-, Arbeitszimmer) waren eher die Ausnahme. Dort haben wir dann mit leuchtenden Augen die IKEA-Selbsteinbauküchen bestaunt, standen doch in den WG-Küchen meist irgendwo günstig aufgetriebene, zwanzig Jahre alte Elektroherde kombiniert mit Baumarkthängeschränken und -regalen oder selbst gebauten Provisorien aus Möbelschätzen aus elterlichen Kellern. (Ich kann mich noch erinnern, wie wir zu dritt ganz versunken vor den versenkbaren, von innen beleuchteten Drehknöpfen eines Herdes standen. Davon träumen Studenten: sich einen richtigen Herd leisten zu können.) Spülmaschinen waren der absolute Luxus und der Traum jeder WG. Ebenso war es mit Waschmaschinen. Meine erste WG war ohne Waschmaschine, in der zweiten stand eine 30 Jahre alte Maschine, die irgendwann zu einem Wasserschaden im Laden untendrunter führte. Später hatten wir eine, an der die Temperatur mit der Zange einzustellen war und dann wieder eine vom Vormieter übernommene, die irgendwann das Heizen aufgab. Neue Sofas gab es unter Studenten auch so gut wie nie. WGs mit Sofas in einem separaten Wohnzimmer waren sehr cool. Die Sofas waren meistens über drei Ecken von der Oma eines Bekannten oder ganz einfach vom Sperrmüll organisiert. So sahen sie auch aus. Wie aus einem Omawohnzimmer. Und trotzdem unglaubliche Schätze für Studenten. Nie wäre eine WG auf die Idee gekommen eine Sofa im Möbelhaus zu bestellen. Das höchste der Gefühle war hier und da mal ein neues IKEA-Sofa.</p>
<p>So unterschiedlich können Lebensentwürfe sein. Während man als Student höchstens für die nächsten drei Jahre plant, plant meine Kollegin so jung schon fürs Leben. Nun frage ich mich, ob meine junge Kollegin was versäumt, weil sie nie arm und jung gewesen sein wird?  Verpasst sie was, weil sie aus der elterlichen Wohnung direkt in eine eigene gutbürgerliche Wohnung zieht, ohne den Umweg über einzige Zimmer in ungeputzen WGs zu machen? Irgendwie glaube ich ja schon, obwohl sie es wohl nie vermissen wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/lebensentwurfe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Apfeldieben und nassen Füßen</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/von-apfeldieben-und-nassen-fusen/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/von-apfeldieben-und-nassen-fusen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 12:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1812</guid>
		<description><![CDATA[Wir waren am Wochenende im Zoo. Eigentlich hatte ich vor der Kombination schönes Wetter &#8211; Wochenende &#8211; Zoo &#8211; Kinderwagen immer ein bisschen Angst, aber es war tatsächlich gar nicht so schlimm. Gegen Mittag waren wir bei schönsten Frühlingswetter dort: ein Papa, drei Mamas, drei Kinder, drei Kinderwagen. Unser Kleiner war in der Straßenbahn eingeschlafen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren am Wochenende im Zoo. Eigentlich hatte ich vor der Kombination schönes Wetter &#8211; Wochenende &#8211; Zoo &#8211; Kinderwagen immer ein bisschen Angst, aber es war tatsächlich gar nicht so schlimm. Gegen Mittag waren wir bei schönsten Frühlingswetter dort: ein Papa, drei Mamas, drei Kinder, drei Kinderwagen. Unser Kleiner war in der Straßenbahn eingeschlafen und war sehr überrascht nach dem Aufwachen Flamingos zu sehen. Da musste er gleich aussteigen und sich das genauer anschauen. Als nächstes ging es dann in die Vogelvolieren. Da war es zwischendurch etwas unübersichtlich, weil viele Leute mit Kinderwagen durch die Türen und Vorhänge wollten. Und unser Kleiner immer geradeaus den fremden Menschen hinterher. Wen interessieren schon Vögel, wenn es Vorhänge und Türen gibt. Und Vogelbäder. Da bin ich einmal mit Tür, Vorhang und Kinderwagen beschäftigt und versuche zwischen fremden Beinen meinen hellblaubejackten Sohn im Auge zu behalten, da steht er bis zu den Waden im Vogelbadetümpel. Zehn Minuten im Zoo und mein Sohn hat nasse Füße. Da ich ja eine Rabenmutter bin, habe ich kein zweites Paar Schuhe dabei. Lediglich eine zweite Strumpfhose hätte ich bieten können. Dann wäre allerdings mit rumlaufen für ihn Schluß gewesen. Aber es war ja einigermaßen warm und ich hab ihn mit den nassen Schuhen laufen lassen. Die Tiere haben ihn dann nur mäßig interressiert. Wer will schon Affen sehen, wenn man auch im Affenhaus die Rampe hoch und runter rennen kann. Und was ist spannend an Elefanten, wenn es Pfützen gibt. Und wer will Steinböcke anschauen, wenn es Treppen gibt. An den Betontreppen hat er sich dann gleich mal sein Kinn abgeschürft. Und das Blut kontinuierlich an seine Jacke geschmiert. Jetzt war er also nass und blutig. Und weil ich eine Rabenmutter bin, hatte ich weder Desinfektionsspray noch Pflaster dabei. (Und eine zweite Jacke sowieso nicht.) Dafür habe ich dann auch tadelnde Blicke von anderen (fremden) Müttern geerntet. Auch dafür, dass ich nicht immer sofort hinterher gestürmt bin, wenn der Kleine in eine andere Richtung wollte als ich. Dafür hat er aber sogar Kekse und Salzbrezeln bei Fremden abgestaubt. Weil ich ja eine Rabenmutter bin&#8230; achnee,stimmt gar nicht,  ich hatte sogar selbst Kekse und Apfel für ihn dabei. Aber das Essen von den anderen schmeckt bestimmt besser. Irgendwann war&#8217;s dann genug mit rumrennen. Also für mich. Deshalb hab ich ihn in den Wagen gesetzt und er hat auch nur ein bisschen protestiert. Für den Heimweg hat er dann die trockene Strumpfhose bekommen. Natürlich haben auch hier einige Leute komisch geschaut, dass mein Kind nur mit Strumpfhose und ohne Schuhe im Kinderwagen sitzt. Weil&#8217;s in der S-Bahn ja auch sooo kalt ist. Ein schöner Zoobesuch war das, auch wenn der Kleine die großen Katzen nicht streicheln konnte. Was er gerne getan hätte (&#8220;Tata, Tata!&#8221;).</p>
<p>Nach dem sonnigen Samstag kam dann ein grauer und kalter Sonntag. Wir haben versucht nach draußen zu gehen, aber nach 100 Metern haben wir wieder umgedreht. Bei uns weht immer ein ordentlicher Wind. Wenn der dann mit gefühlten -5°C weht und es dann auch noch anfängt zu nieseln, da sieht sogar unser Kleiner ein, dass man mit seinem Auto sowieso besser drinnen spielen kann. Und was war jetzt mit dem Apfeldieb? Der Apfeldieb ist unser Kleiner. Da hat er gerade einen wundervoll geschälten und geschnittenen Apfel serviert bekommen, und klaut sich dann meinen ungeschälten, ungeschnittenen, den ich nur essen wollte, weil mir beim Anblick seines Apfels (geschält und geschnitten) das Wasser im Munde zusammengelaufen war. Meinen Apfel habe ich dann netterweise wiederbekommen, als noch etwa ein Fünftel davon übrig war. Natürlich großzügig eingespeichelt. Lecker&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/von-apfeldieben-und-nassen-fusen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Immer wieder neues</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/immer-wieder-neues/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/immer-wieder-neues/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 11:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1803</guid>
		<description><![CDATA[Der Kleine kann jetzt Türen aufmachen. Und Licht anmachen. Und aus seinem Bett klettern. Das bedeutet, er steht jetzt alleine auf, wenn er wach ist. Ganz leise, so dass noch nicht mal das Babyphone anspringt. Da kann es dann schonmal passieren, dass man irgendwann wach wird, im Wohnzimmer Licht und Fernseher an ist und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kleine kann jetzt Türen aufmachen. Und Licht anmachen. Und aus seinem Bett klettern. Das bedeutet, er steht jetzt alleine auf, wenn er wach ist. Ganz leise, so dass noch nicht mal das Babyphone anspringt. Da kann es dann schonmal passieren, dass man irgendwann wach wird, im Wohnzimmer Licht und Fernseher an ist und der Kleine sich da ganz brav alleine vergnügt. Oder er kommt einem im dunklen Flur entgegen, wenn man sich morgens aus dem Bett quält. Wir müssen jetzt nur immer aufpassen, dass die Wohnungstür abgeschlossen ist und abends keine halbausgetrunkenen kinderuntauglichen Getränke stehenbleiben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/immer-wieder-neues/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Nachbarschaft</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/die-nachbarschaft/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/die-nachbarschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 09:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1780</guid>
		<description><![CDATA[Ich war diese Woche auf einem Nachbarschaftsstammtisch. Der findet seit ein paar Monaten regelmäßig statt und endlich habe ich es auch mal geschafft. Eine seltsame Veranstaltung, bei der ich mich etwas fehl am Platz fühlte. Zwischen den ganzen Einfamilienhausbesitzern (&#8220;Habt ihr auch Probleme mit Mäusen?&#8221;, &#8220;Sind Eure Fenster auch immer so schmutzig?&#8221;), Selbstdarstellern (&#8220;ICH organisiere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war diese Woche auf einem Nachbarschaftsstammtisch. Der findet seit ein paar Monaten regelmäßig statt und endlich habe ich es auch mal geschafft. Eine seltsame Veranstaltung, bei der ich mich etwas fehl am Platz fühlte. Zwischen den ganzen Einfamilienhausbesitzern (&#8220;Habt ihr auch Probleme mit Mäusen?&#8221;, &#8220;Sind Eure Fenster auch immer so schmutzig?&#8221;), Selbstdarstellern (&#8220;ICH organisiere dann mal einen Fussballnachmittag für Kinder!&#8221;) und übermotivierten Fast-Rentnern (&#8220;Also Mittwochs treffen wir uns zum Walken.&#8221;, &#8220;Nächstes Mal kommt dann jemand und hält einen Vortrag über&#8230;&#8221;) konnte ich mich noch am ehesten mit den jungen Eltern identifizieren. Die sprachen sogar ein konkretes Problem an. Im Bebauungsplan des Wohngebiets waren Kindergarten und Schule eingetragen. Die Schule ist inzwischen fast fertig gebaut. Nur waren wir nicht als einzige überrascht, als mitgeteilt wurde, dass es sich hierbei nicht etwa um eine Grundschule, sondern um eine Berufsschule handelt. Die nächste Grundschule ist über einen Kilometer entfernt. Vermutlich kann man von Grundschülern erwarten  eine solche Strecke zu laufen. Allerdings sind dabei mehrere stark befahrene Straßen zu überqueren und es geht ordentlich bergauf. Die Eltern der schulpflichtigen oder fast schulpflichtigen Kinder haben sich deshalb schon mit Stadt und Landkreis in Verbindung gesetzt. Einen Schulbus wird es nicht geben. Dafür ist die Polizei mit ein paar Kindern den Weg abgelaufen, um ihnen den sichersten Weg zu zeigen. Bei der Überquerung der ersten Straße fiel der Polizei auf, dass die Grünphase der Fußgängerampel kürzer ist als vorgeschrieben. Eigentlich muss man drüberrennen, um nicht die Hälfte der Straße bei rot zu überqueren. Auf die Verkehrsinsel in der Mitte der Straße passen maximal zwei Personen. Hat man die Straße geschafft, läuft man eine Weile auf einem Fußweg, der an zwei Stellen als Ein- und Ausfahrt eines Parkhauses dient. Schlecht einsehbar natürlich. Dann müssen wieder zwei Straßen überquert werden. Teilweise ohne Ampel. Da wo eine Ampel ist, ist sie ungünstig geschaltet. Die vordere Ampel grün, die hintere rot und die Verkehrsinsel winzig. Oder eben umgekehrt. Und dann geht es noch ordentlich den Berg hoch. Kinder brauchen für die Strecke etwa eine halbe Stunde. Unterrichtsbeginn ist teilweise schon um 7:45 Uhr, d.h. die Eltern schicken ihre Kinder um kurz nach sieben aus dem Haus. Im Winter ist es da noch dunkel und der Fußweg in unserem Wohngebiet hat keine Straßenbeleuchtung. Alles nicht so optimal, ich kann verstehen, dass die Eltern besorgt sind. Darüber wurde nun bei diesem Stammtisch diskutiert. Das war ganz herrlich zum Kopfschütteln. &#8220;Mir sin des früher au gloffe!&#8221;, &#8220;Wenn die Leute heute meinen, ihre Kinder könnten mit fünf schon in die Schule gehen, dann sollten sie auch dafür sorgen, dass ihre Kinder dann mit dem Straßenverkehr umgehen können!&#8221;, &#8220;Die Kinder brauchen doch eh Bewegung!&#8221;. Dabei geht ist nicht um die Länge der Strecke und auch nicht darum, die Kinder vom Straßenverkehr fernzuhalten, sondern darum, dass die Situation für Fußgänger in Böbelfingen schrecklich ist. Teilweise steht man einfach auf der Straße, während man auf grün wartet, weil es noch nicht mal Verkehrsinseln gibt. Die Autos fahren oft zu schnell und biegen mal eben noch bei dunkelorange ohne zu schauen ab. Ist uns alles nicht erst einmal passiert.<br />
Bisher ist nur ein Bruchteil des Wohngebiets bebaut. In den nächsten 10 Jahren ist der Zuzug von vielen jungen Familien zu erwarten. Der geplante Kindergarten bietet Platz für 90 Kinder. Aber an eine Schule oder einen gesicherten Schulweg hat niemand gedacht? Der Vorschlag des Landkreises war, die Eltern sollten doch einen Vertrag mit einem Taxiunternehmen machen. Die fahren die Kinder dann zur Schule, für sechs Euro pro Taxi. Macht bei vollbesetztem Taxi also 1,50 pro Kind und Fahrt. Also 60 Euro im Monat pro Kind. Na danke, für mehr als ein Kind, kann man sich das aber nicht leisten. Aber bei unserer durchschnittlichen Verweildauer in einer Wohnung, bin ich guter Dinge, dass wir zum Schuleintritt des Kleinen bereits woanders wohnen.<br />
Das war er also, mein erster Stammtisch. Ich wurde noch belehrt, dass ich mir die Glasscherben auf dem Kinderspielplatz einbilde und am Ende wurden alle zu einem Gruppenfoto genötigt, welches im neuen Flyer veröffentlich werden soll. Selbstverständlich hat niemand gefragt, ob man mit der Veröffentlichung des Fotos einverstanden ist. Ich bin gespannt wie sich das weiterentwickelt. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/die-nachbarschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Arbeiten 2011</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/arbeiten-2011/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/arbeiten-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1738</guid>
		<description><![CDATA[Mir hat mal jemand erzählt, dass es schlecht sei, wenn in einem Unternehmen im Schnitt wenig Überstunden gemacht werden. So richtig verstehen kann ich das nicht. Warum wird ab einem gewissen Karrierelevel voraussgesetzt, dass man mehr arbeitet? Eigentlich wäre doch die logische Konsequenz, jemanden einzustellen, sobald die anfallende Arbeit von den Mitarbeitern nicht mehr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir hat mal jemand erzählt, dass es schlecht sei, wenn in einem Unternehmen im Schnitt wenig Überstunden gemacht werden. So richtig verstehen kann ich das nicht. Warum wird ab einem gewissen Karrierelevel voraussgesetzt, dass man mehr arbeitet? Eigentlich wäre doch die logische Konsequenz, jemanden einzustellen, sobald die anfallende Arbeit von den Mitarbeitern nicht mehr in einer annehmbaren Zeit zu schaffen ist. Natürlich gibt es auch mal kurzzeitig mehr Arbeit, für die man nicht mal eben jemand einstellen kann. Ich rede hier aber auch nicht von ein paar stressigen Wochen, sondern davon, dass manche Unternehmen sich darauf aufbauen, dass ihre Mitarbeiter permanent mehr arbeiten als im Vertrag steht und gesetzlich erlaubt ist. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wieviele Menschen dazu bereit sind, wenn denn die Bezahlung stimmt.  Ich habe in den letzten Jahren sehr viel Freizeit in meine Doktorarbeit investiert. Jetzt, wo mir diese Zeit wieder zur Verfügung steht, sehe ich, wie wichtig mir meine Zeit ist. Zeit ist nicht Geld, sondern Zeit ist Zeit. Mit welcher Summe soll einen der Arbeitgeber locken, wenn man es jeden Abend verpasst sein Kind ins Bett zu bringen, wenn man soviel unterwegs ist, dass man beim Abendessen in der Familie vom eigenen Kind die Schüssel gereicht bekommt mit den Worten &#8220;die Gäste zuerst!&#8221;? Wenn ich nun immer lese davon, dass mehr Frauen in Führungspositionen sollen und von Quoten gesprochen wird, dann denke ich, das ist auch nicht die Lösung. Ich denke man bräuchte in erster Linie familienfreundlichere Arbeitsbedingungen auch für Führungskräfte. Ich meine damit keine 24/7 Kinderbetreuung (obwohl das manchmal auch schon helfen würde) oder die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit. Teilzeitstellen sind doch oft einfach Vollzeitstellen mit schlechterer Bezahlung. Es muss doch auch in einer Führungsposition möglich sein, seinen Job gut zu machen UND Zeit zu haben bei der Familie zu sein. Warum ist die Arbeit nicht in einer annehmbaren Zeit zu schaffen? Und wie effektiv arbeitet man noch nach 12 Stunden? Ich denke, dass auch viele Männer sich mehr Freizeit wünschen würden, die sagen es nur seltener. Wieviele Männer lehnen einen Karriereschritt ab, um mehr bei der Familie zu sein, und wieviele Frauen tun das? Klar kann man sich seinen Job immer noch selbst aussuchen und muss so einen Job ja nicht machen. Was aber, wenn man gerne möchte, die Randbedingungen aber untragbar findet? Dann verzichtet man auf einen tollen Job und der Arbeitgeber vermutlich auf einen tollen Angestellten. Blöd für beide. Wie wär&#8217;s hier mal mit Umdenken.<br />
Achja, einen Vorschlag zur Verbesserung im wissenschaftlichen Bereich: Fachtagungen mit Kleinkindbetreuung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/arbeiten-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Muttis</title>
		<link>http://alaskagirl.de/wordpress/muttis/</link>
		<comments>http://alaskagirl.de/wordpress/muttis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 07:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[das Netz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://alaskagirl.de/wordpress/?p=1721</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal gehen sie mir auf den Geist, diese bloggenden Muttis. Klar bin ich auch eine davon, aber ich hoffe ich bin nicht so wie die, die nerven. Es sind die, die mich auch im wirklichen Leben nerven würden. Die, die ihren Kindern nur pädagogisch wertvolles Holzspielzeug kaufen, die Bio einkaufen und essen, die selber backen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal gehen sie mir auf den Geist, diese bloggenden Muttis. Klar bin ich auch eine davon, aber ich hoffe ich bin nicht so wie die, die nerven. Es sind die, die mich auch im wirklichen Leben nerven würden. Die, die ihren Kindern nur pädagogisch wertvolles Holzspielzeug kaufen, die Bio einkaufen und essen, die selber backen, häkeln, nähen. Ich hab nichts gegen das Selbermachen und auch nichts gegen pädagogisch wertvolles Spielzeug. Aber manchmal fehlt mir die Toleranz. Man liest bei vielen heraus, dass sie denken, ihr Weg wäre der beste oder sogar der einzig richtige. Und da wird dann mit zweierlei  Maß gemessen. Da werden Verhaltensweisen kritisiert und zwei Beiträge weiter Dinge beschrieben, die meiner Meinung nach genauso kritikwürdig wären. Es wird einem ein schlechtes Gewissen vermittelt, weil man kein Bio oder nur Discounter-Bio kauft, weil man seine Kinder mit Playmobil, statt mit Ostheimer Holztieren spielen lässt, weil die Kinder auch mal Schokolade kriegen und nicht nur staubige Amaranthriegel. Wo ist hier der Blick über den Tellerrand? Andere Familien setzen andere Prioritäten und es gibt viele Wege, die richtig sind. Manchmal bin ich versucht zu kommentieren, wenn ich mich mal wieder ärgere. Und dann lasse ich es doch. Kritik ist doch in den wenigsten Blogs wirklich erwünscht, wird schnell als persönlicher Angriff gewertet. Und schneller als man schauen kann, sind die Blogs dann passwortgeschützt und nur noch diejenigen mit der richtigen Meinung dürfen rein. Eigentlich ist es schade. Sollte das hier im web 2.o nicht ein Dialog sein? In manchen Fällen ist es doch nur ein Zurschaustellen des eigenen vermeintlich so perfekten Lebens. Was daran ärgert ist die Gewissheit, dass diese Leben genauso wenig perfekt sind, wie alle anderen. Es wird nur geschrieben, was ins Bild passt. Nur selten schaut hier etwas Menschlichkeit durch. Ich kann verstehen, wenn jemand nicht viel von seinem Leben preisgeben möchte, aber diese heile Welt Atmosphäre macht zuweilen unsympathisch. Mit einem Angeber will schließlich auch niemand befreundet sein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://alaskagirl.de/wordpress/muttis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

