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	<title>alasKAgirl &#187; Jung sein</title>
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		<title>Auf dem Spielplatz</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 09:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jung sein]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserem Wohngebiet gibt es einen großen Spielplatz auf dem wir viel Zeit verbringen. Meistens kommen wir erst am frühen Abend, da der Spielplatz den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt. Der Kleine kennt den Weg schon von alleine und hat ein paar Freunde dort. Das Miteinander der Kinder klappt hier meistens sehr gut, auch wenn die Kinder zwischen anderthalb und zehn Jahre alt sind. Spielzeug wird getauscht und geteilt und es wird Rücksicht genommen. Ganz anders ist das alles am Wochenende. Da kommen sehr viele Familien, die den Spielplatz als Station oder Ziel ihres Wochenendausfluges nutzen. Hier sind erstaunlich oft doofe Kinder dabei. An einem heißen Tag neulich steuerte unser Kleiner gleich auf die Wasserrinne im Sandkasten zu. Dort hopst er gerne in die von anderen Kindern gegrabenen Tümpel und schaufelt Sand hin und her. Nur war da diesmal schon ein anderer kleiner Junge. Der kriegte sofort die Panik in die Augen, als er sah, dass da jemand in &#8220;seiner&#8221; Wasserrinne spielen wollte. Er hat sich dann in der folgenden Zeit immer in einem Abstand von unter einem Meter zu unserem Kleinen aufgehalten und ihm regelmäßig mitgeteilt, an welchen Stellen er graben darf und an welchen Stellen nicht. Dabei hat der Junge dort nirgends etwas gebaut gehabt. Manchmal bauen ältere Kinder ganz kunstvolle Wasserlandschaften und da weisen wir den Kleinen dann darauf hin, dass er nichts kaputt machen soll. Aber bei einem Junge, der einfach nur die Wasserrinne bewacht, damit niemand sonst damit spielt, sehe ich keine Veranlassung meinen Sohn vom Buddeln abzuhalten. Die Eltern des Jungen wiesen ihn auch immer wieder darauf hin, dass das nicht seine Rinne wäre und andere Kinder da genauso spielen können. Schließlich meinte die Mutter, sie hoffe, dass ihm mal jemand für sein Verhalten eine reinhaut. Das fand ich schon etwas hart. Naja, sie sind dann einfach gegangen und der Kleine konnte plantschen wo er wollte.</p>
<p>Als nächstes kam dann Sammy. Sammy wohnt sogar auch irgendwo in unserem Wohngebiet, lässt sich aber nur sehr selten auf dem Spielplatz sehen. Der Kleine spielte immernoch in der Wasserrinne und inzwischen war auch eine seiner großen Freundinnen gekommen. Sie schaufelten Sand und Wasser und kochten Suppe. Sammy kam dann dazu, hat sich das kurz angeschaut und dann erstmal eine Schaufel Wasser über das Mädchen gekippt. Die brachte das an den Rand ihrer Fassung, weil sie weder schmutzige noch nasse Klamotten mag. Sammys Mutter wies ihn darauf hin, dass sie doch ausgemacht hätten, dass er sowas nicht macht. Sammy war wenig beeindruckt und kippte wenig später eine Schaufel Wasser über unseren Kleinen, der das aber nur mit einem empörten &#8220;Heee!&#8221; kommentierte. Sammy spielte dann eine Weile mit seinem Wassereimer und die beiden anderen kochten weiter Suppe. Irgendwann war Sammy wohl wieder langweilig und er kippte einen ganzen Eimer Wasser über das Mädchen, die daraufhin anfing zu weinen und sich nicht beruhigen wollte. Sammys Mutter kündigte an nach Hause zu gehen, wenn er damit nicht aufhörte. Aber auch als unser kleiner einen Eimer Matschwasser abbekam, bewegte sich die Mutter nicht von ihrem Fleck. Das erstaunlichste an Sammy war aber, mit welcher Boshaftigkeit er die Wasseraktionen startete. Das war kein Nassspritzen zum Spaß, sondern ein Nassspritzen, damit der andere sich ärgert. Wenn seine Mutter rief er solle aufhören, murmelte er mit ernstem Gesicht und so, dass seine Mutter es nicht hörte &#8220;Nein!&#8221;. Später nahm Sammy sich dann den Bagger des Kleinen. Ich dachte mir nichts dabei, da Spielzeug verleihen unter den Kindern sonst kein Problem ist und normalerweise ja auch die Eltern drauf schauen, dass das Spielzeug nicht mutwillig beschädigt oder weggetragen wird. Während wir dann an anderer Stelle auf dem Spielplatz waren, hat Sammy ausgiebig mit dem Bagger gespielt. Ich kam gerade zurück, als er mit dem Bagger auf den Rutschenturm klettern wollte. Dreimal habe ich ihm mitgeteilt, dass ich nicht möchte, dass er mit dem Bagger da hoch geht. Da oben ist nämlich nichts zum baggern und irgendwie hatte ich die Befürchtung, dass er lediglich die Flugeigenschaften des Baggers aus drei Metern Höhe testen wollte. Es ist zwar nur ein Second Hand Bagger, aber der Kleine liebt ihn. Und neu kosten die Dinger 40 Euro, also kein Ein-Euro-Made-in-China-Wegwerfplastikprodukt. Widerwillig gab er den Bagger dann her. Die Ladeklappe war abgerissen und der Laderaum mit Matsch zuzementiert. Glücklichweise habe ich die Klappe gleich wiedergefunden, aber etwas geärgert habe ich mich schon. Über Sammy, der so wenig sorgsam mit fremdem Spielzeug umgeht und über die Mutter, der es völlig egal war, was ihr Sohn treibt. Ich bedaure es nicht, dass Sammy nicht öfter auf dem Spielplatz ist.</p>
<p>Wenn ich mir diese Kinder so anschaue, dann entsteht bei mir der Eindruck, dass einigen einfach Spielplatzerfahrung fehlt. Sie haben nie gelernt Spielraum und eigenes Spielzeug zu teilen. Sie kennen den Umgang mit kleineren Kindern nicht. Im Kindergarten ist es ja nicht das Gleiche. Da sind immer die Erzieher da, die eingreifen und das Spielzeug gehört dem Kindergarten. Und es bestärkt mich darin, dass unser Kleiner Sozialverhalten sehr gut auf dem Spielplatz lernen kann und es kein Mangel ist, dass er erst mit zweieinhalb in den Kindergarten kommt.</p>
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		<title>Beerenausflug</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 08:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jung sein]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin in einer Region aufgewachsen, wo Bodenfrost in keinem Kalendermonat ausgeschlossen werden kann. Dementsprechend ist das Betreiben von Nutzgärten dort schwierig oder mit viel Aufwand verbunden. Deshalb bin ich von allem Essbaren, was einfach so in der Natur wächst, hellauf begeistert. Als wir Kinder waren, haben wir Ausflüge in den Wald zum Blaubeeren sammeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin in einer Region aufgewachsen, wo <a href="http://webuser.hs-furtwangen.de/~vs-fg/do/klima/klima.htm" target="_blank">Bodenfrost in keinem Kalendermonat ausgeschlossen werden</a> kann. Dementsprechend ist das Betreiben von Nutzgärten dort schwierig oder mit viel Aufwand verbunden. Deshalb bin ich von allem Essbaren, was einfach so in der Natur wächst, hellauf begeistert. Als wir Kinder waren, haben wir Ausflüge in den Wald zum Blaubeeren sammeln gemacht. Während die Eltern fleißg Blaubeeren gepflückt haben, sind wir durch den Wald gerannt. Zum Beispiel haben wir Baumdoktor gespielt und neue (alte) Rinde auf harzige Stellen der Bäume geklebt. Außerdem haben wir mit Stöckchen die Spinnweben zwischen den Blaubeerpflanzen zu &#8220;Zuckerwatte&#8221; aufgewickelt (sogar mit einem bisschen schlechten Gewissens, weil die Spinnen alles neu bauen müssen). Am liebsten haben wir aber das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kalte_Herz" target="_blank">Glasmännchen</a> gesucht. Das Glasmännchen ist ein Waldgeist im Schwarzwald, der Wünsche erfüllt, aber nur von Sonntagskindern gesehen werden kann. Glücklicherweise war das Nachbarmädchen Sonntagskind, aber gezeigt hat sich uns das Glasmännchen trotzdem nie. Die Blaubeerausflüge haben aber dazu geführt, dass ich von den im Handel erhältlichen Kulturheidelbeeren immer sehr enttäuscht bin. Die sind zwar groß, aber wo sind Geschmack und vor allem die blaue Farbe? Blaubeeren ohne blaue Finger und blauen Mund, sind irgendwie nicht befriedigend.</p>
<p>Jetzt, wo ich nicht mehr im kältesten Loch Deutschlands lebe, hätte ich gerne einen Garten. Ein paar Beerensträucher sollten da sein, Obstbäume wären auch toll. Und Salat, Tomaten und Paprika, einfach so, ohne Gewächshaus. Auf dem Balkon haben wir ein paar Versuche gestartet. Der gesähte Salat wächst gut, der aus Stecklingen aus dem Gartencenter war verlaust und ist eingegangen. Ebenso die Paprikapflanzen aus dem Gartencenter. Der gesähte Rucola wird von den Katzen als Liegeplatz verwendet und ist dementsprechend plattgelegen. Aber immerhin wachsen nicht weit von unserer Wohnung wild Brombeeren. (Himbeersträuche gibt es auch zwei, aber Himbeeren sind ja schon rum). Gestern haben wir fast anderthalb Kilo Brombeeren gepflückt. Das heißt, D. hat Brombeeren gepflückt und ich hab den Kleinen davon abgehalten auf die Straße zu laufen oder geparkte Autos mit seinem Schuhlöffel zu betrommeln. In den ersten fünf Minuten hat er sich trotzdem in eine Matschpfütze gesetzt, um sich dann den ganzen Heimweg zu beschweren, dass er nass sei. Anderthalb Kilo Brombeeren haben wir also nun. Zum aktuellen Marktpreis im nächsten Lebensmittelladen, entspricht das einer Einsparung von ca. 24 Euro. Heute wird aus dem, was der Kleine uns davon übrig lässt (er mag Beeren), dann Marmelade. Ich bin immernoch ganz begeistert. Da wächst einfach so was, was man essen kann. Toll, oder?</p>
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		<title>Ein normaler Mensch bleiben!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 14:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo sie Recht hat, hat sie Recht, die Kleine. Eigentlich die einzig sinnvolle Antwort, auf die Frage, was man denn mal werden möchte, wenn man groß ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/ic8-BiFAQpE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Wo sie Recht hat, hat sie Recht, die Kleine. Eigentlich die einzig sinnvolle Antwort, auf die Frage, was man denn mal werden möchte, wenn man groß ist. </p>
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		<title>Schriftlich und mündlich</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 05:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann Anfang des Jahres habe ich einen Artikel im Zeit-Magazin gelesen, wo die übermäßige Bewertung mündlicher Leistungen in der Schule kritisiert wird. Ich kann mich erinnern, dass mich selbst das in der Schule auch schon gestört hat. Da gab es die Noten aus den Klausuren und dann hat der Lehrer anhand subjektiver Empfindungen eine Note [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann Anfang des Jahres habe ich einen <a href="http://www.zeit.de/2011/05/Martenstein" target="_blank">Artikel im Zeit-Magazin</a> gelesen, wo die übermäßige Bewertung mündlicher Leistungen in der Schule kritisiert wird. Ich kann mich erinnern, dass mich selbst das in der Schule auch schon gestört hat. Da gab es die Noten aus den Klausuren und dann hat der Lehrer anhand subjektiver Empfindungen eine Note für die mündliche Leistung gegeben, die dann genau gleich stark in die Gesamtnote einfloss, wie die Klausurnoten. Meine mündlichen Leistungen in der Schule waren eher schlecht. Das lag nicht daran, dass ich keine Antwort hätte geben können, ich wollte schlicht nicht. Wenn der Lehrer eine Frage zu bereits behandeltem Stoff stellte, fand ich es einfach unnötig mich zu melden. Warum soll man der Klasse etwas mitteilen, was die Klasse ohnehin schon weiß. Und wenn der Lehrer eine Frage zu neuem Stoff gestellt hat, kannte man die Antwort meistens nicht. Ein Mitschüler hat dann immer wie wild angefangen im Buch zu blättern, bis er die Antwort gefunden hatte. Der Lehrer war begeistert über den schlauen Schüler und alle anderen entsetzt über den dummen Lehrer, der so einen einfachen Trick nicht durchschaute. Aber es gibt ja auch noch die Fächer, bei denen die Mitarbeit sehr wichtig ist, wo disskutiert werden soll. Ethik war so ein Fach. Im ersten Jahr waren wir im Ethikkurs 30 Schüler. 30 Schüler und eine Lehrerin, die angeregt diskutieren sollen. Wir waren sogar angehalten, aktuelle Themen mit in den Unterricht zu bringen. Die Diskussionen liefen meistens so ab. Eine Schülerin meldete sich und machte eine Aussage, die stets mit &#8220;Ich würde sagen, dass &#8230;&#8221; begann. (Später mal hat ein Deutschlehrer versucht das auszutreiben. &#8220;Entweder du sagst es oder du sagst es nicht. Ein &#8220;würde sagen&#8221; gibt es nicht!&#8221;) Dann meldete sich die nächste und bestätigte die Aussage der ersten &#8220;Also, ich würd&#8217; auch sagen&#8230;&#8221;. Und dann die nächste und die nächste. Und die nächste. Fünf Wortmeldungen mit ein und derselben Aussage. Vielleicht hatte man Glück und die nächste Wortmeldung brachte einen neuen Gesichtspunkt, meistens aber eher nicht. Ich fand diese Diskussionen unglaublich langweilig und ermüdend. Und deshalb hatte ich auch selten Lust mich daran zu beteiligen. Dazu kam, dass mit Vorliebe über Themen disskutiert wurde, von denen niemand wirklich Ahnung hat. Einmal war es die Gentechnik. Nachdem unsere Lehrerin schon eine haarsträubende Behauptung als Tatsache hingestellt hatte, meldete sich eine Mitschülerin und meinte: &#8220;Ich find das schon gut, weil dann kann man ja Krankheiten schon im Mutterleib heilen.&#8221; Beifälliges Gemurmel und zustimmendes Nicken. Und ich schau die Frau aus Lö an und möchte SOS funken. Zum Glück waren einige Lehrer bei der Notengebung alles andere als objektiv. Kaum einer gibt einen die verdienten 5 Punkte mündlich, wenn man schriftlich auf 15 steht. Beim Geschichtslehrer bekamen blonde Mädchen zwei Punkte geschenkt, bei der Ethiklehrerin Jungs zwei Punkte abgezogen. Warum ist die mündliche Leistung überhaupt wichtig für die Note? Sie lässt sich nicht objektiv bewerten und sie ist kein Indikator dafür, wie gut man sich präsentieren kann oder wie kommunikativ man ist. Dass man zu Themen schweigt, von denen man keine Ahnung hat, ist für alle Beteiligten viel angenehmer. Obwohl ich mich aus den lästigen Ethikdisskussionen rausgehalten habe, bin ich nun doch in der Lage ganz annehmbare Vorträge zu halten und 90 Minuten vor Studenten zu reden. Und dennoch entscheidet manchmal die mündliche Note über Erfolg oder Scheitern eines Schülers. Ist das richtig?</p>
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		<title>Kind sein im Zeitalter der Kommunikation</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 09:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jung sein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Kinder waren wir manchmal nachmittags alleine zuhause. Da fanden wir es lustig Telefonstreiche zu machen. Wir haben einfach zufällig Nummer gewählt (manchmal haben wir die sogar ausgewürfelt), irgendwelchen Quatsch erzählt und wieder aufgelegt. Der Nachbarsjunge hat manchmal sogar längere Gespräche mit den Leuten geführt, Rollen gespielt und improvisiert. Und im Hintergrund immer eine Horde  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kinder waren wir manchmal nachmittags alleine zuhause. Da fanden wir es lustig Telefonstreiche zu machen. Wir haben einfach zufällig Nummer gewählt (manchmal haben wir die sogar ausgewürfelt), irgendwelchen Quatsch erzählt und wieder aufgelegt. Der Nachbarsjunge hat manchmal sogar längere Gespräche mit den Leuten geführt, Rollen gespielt und improvisiert. Und im Hintergrund immer eine Horde  gackernder Kinder. Wir hatten damals kein Telefon mit Lautsprecher. Ich weiß nicht mal, ob es das schon gab. So konnten die Zuschauer die Reaktionen der Angerufenen auch immer nur erahnen. Natürlich durften wir keine Telefonstreiche machen. Aber das war vor Rufnummerübermittlung, vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vermittlungstechnische_Leistungsmerkmale_%28%C3%B6ffentliche_Netze%29#.C3.9Cbermittlung_der_Rufnummer.2FRufnummernanzeige_.28CLIP.29" target="_blank">CLIP</a> und vor Einzelverbindungsnachweisen. Wir waren also völlig auf der sicheren Seite. Die Kinder heutzutage haben es damit schon schwerer. Um Telefonstreiche zu machen, müssen sie erstmal lernen, wie man das Senden der Rufnummer unterdrückt. Als nächstes müssen sie wissen, wie man die Wahlwiederholungsliste löscht und dann noch hoffen, dass die Eltern den Einzelverbindungsnachweis nicht so genau anschauen.</p>
<p>Ähnlich wie Telefonstreiche sind ja Telefone in den Händen kleiner Kinder. Früher hatten die Telefone noch Wählscheiben. Für kleine Hände war es bestimmt schwieriger dort eine lange Nummer zu wählen, als es auf den heutigen Tastentelefonen ist. Klar haben kleine Kinder auch mal irgendwo angerufen, aber auch hier gab es keine Rufnummerübermittlung und keine Einzelverbindungsnachweise. Und das Kind hat bei Fremden angerufen. Bei den heutigen Telefonen und Handys ist man mit zwei Tastendrücken im Adressbuch und kann da jemand anrufen. Da ruft dann das Kind nicht morgens um sechs fremde Meschen an, was einem vielleicht kurz peinlich ist, sondern es ruft Menschen an, die man kennt. Freunde, die hinterher genau sehen können, wer einen um sechs Uhr aus dem Bett gescheucht hat. Unser Kleiner hat schon mehrmals die erste Nummer in meinen Adressbuch angerufen. Glücklicherweise noch nicht um sechs Uhr morgens, aber unglücklicherweise ist es eine Nummer im Ausland. Vorsichtshalber habe ich jetzt meine eigenen Nummer ganz vorne hin gespeichert, so dass er nun mit meiner Mailbox telefonieren kann (wovon er sehr begeistert ist). Und während ich mich noch fürchte, dass er doch wieder jemandem im Ausland anruft, fällt mir ein, dass er aufgrund seines Namens wohl auch mal an erster Stelle in den Adressbüchern seiner Freunde stehen wird. Dann wird er mal derjenige sein, der von den Kindern seiner Freunde angerufen wird. Und dann gleicht sich doch alles irgendwie wieder aus. Oder nicht?</p>
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		<title>Vampire früher</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 21:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vampire konnten auch schon nett sein, als sie noch nicht geglitzert haben. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand hier dran.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vampire konnten auch schon nett sein, als sie noch nicht geglitzert haben. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand hier dran.<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hA_hUiKHPbM?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/hA_hUiKHPbM?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Antreten zum Sch.wanzvergleich!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 09:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatgefühle]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende hatte ich Grundschulklassentreffen. Zwanzig Jahre ist das her, dass wir mit unseren Empfehlungen auf die weiterführenden Schulen geschickt wurden. Vor ein paar Monaten hat jemand bei Facebook ein Klassenfoto aus der dritten Klasse eingestellt und alle drauf verlinkt. Plötzlich war man dann mit Leuten &#8220;befreundet&#8221;, die man seit ewigen Zeiten nicht gesehen hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende hatte ich Grundschulklassentreffen. Zwanzig Jahre ist das her, dass wir mit unseren Empfehlungen auf die weiterführenden Schulen geschickt wurden. Vor ein paar Monaten hat jemand bei Facebook ein Klassenfoto aus der dritten Klasse eingestellt und alle drauf verlinkt. Plötzlich war man dann mit Leuten &#8220;befreundet&#8221;, die man seit ewigen Zeiten nicht gesehen hat. Wahrscheinlich kam dann deshalb die Idee auf, alle mal wieder zu treffen. Bei Facebook wurde es angekündigt und sogar eine schriftliche Einladung landete in unserem Briefkasten. Ich habe ein bisschen hin und her überlegt, ob ich da wirklich hin will. Die Leute, die nicht mit mir aufs Gymnasium gegangen waren und die nicht bei uns in der Straße wohnten, hatte ich tatsächlich seit 1990 nicht gesehen. Und nachdem zumindest eine der ehemaligen Klassenkameraden exzessiv Facebook Phrases (das ist das mit den Glücksnüssen und so) nutzt oder italienische Schnulzensongs postet, wusste ich wirklich nicht, ob ich den Leuten überhaupt was zu sagen habe (außer ihnen die Nutzung von Facebook zu erklären). Aber weil ich sowieso mal wieder nach Hause wollte, habe ich mich zum Treffen angemeldet. Die Frau aus Lö hatte auch vor zu kommen und so wären wir ja immerhin zu zweit, falls die anderen sich alle  als Schnarchnasen entpuppen. Und so habe ich am Samstag abend den Kleinen bei der Omi gelassen und bin ins Nachbarkaff gefahren. Ich wurde schon vor der Tür begrüßt. Sogar unser Grunschullehrerehepaar war da. Eigentlich dachte ich, es würde schwer werden die Leute zu erkennen. War es aber nicht. Bei meiner Nebensitzerin musste ich kurz überlegen, aber die war auch immer sehr still in der Schule. Mehr als ein Drittel, beinahe schon die Hälfte, der ehemaligen Klasse war da. Natürlich hauptsächlich die, die nach Haupt- oder Realschule eine Ausbildung gemacht haben und immernoch in der Gegend wohnen. Da saßen wir dann also und es ging los. &#8220;Was machst Du jetzt?&#8221; in alle Richtungen. Meistens bewegt man sich ja doch zwischen Studierten, da war es interessant, andere Lebenswege kennen zu lernen. Und die waren zahlreich. Eine ist alleinerziehende Mutter, hat jetzt aber wieder einen Freund. Eine ist verheiratet mit Kind, hat seit der Ausbildung keine feste Arbeitsstelle gehabt und nach ihren eigenen Erzählungen einen Mann, über den man bei Frauentausch herrlich den Kopf schütteln könnte. Aber was soll man machen. Eine war unglaublich langweilig oder vielleicht auch nur einfach nicht smalltalkfähig. Besonders interessant waren aber die Geschichten derer, denen man nichts zugetraut hat oder die nicht den geraden Weg gegangen sind. Da war zum Beispiel einer, der nach Rauswurf aus der Realschule und Hauptschulabschluss jetzt doch noch ein BWL-Studium macht. Am überraschendsten war einer, der prinzipiell nie seine Hausaufgaben gemacht hat und den Großteil seiner Grundschulzeit vor der Tür verbracht hat. Das war einer von denen mit schlechten Bedingungen, schwierigen Verhältnissen und wenig Geld zuhause. Er hat zwar auf der Hauptschule genauso wenig Arbeitswille gezeigt wie auf der Grundschule, hinterher aber trotzdem eine Ausbildung gemacht und, wie es aussieht, hat er einen ganz guten Job. Vor allem aber macht er keinen dummen Eindruck. Die Frau aus Lö meinte zwar er wäre etwas prollig, aber nur ein bisschen.<br />
Dass ich promoviert bin, habe ich meistens nur am Rande erwähnt. Ich hatte nämlich keine Lust auf so einen Schw.anzvergleich à la &#8220;Schaut her, was ich erreicht habe und seid neidisch!&#8221; Darum ging&#8217;s ja eigentlich nicht bei dem Treffen. Ganz davon abgesehen finde ich nicht, dass man auf ein Studium oder eine Promotion neidisch sein muss. Ich habe auch versucht, Wörter wie &#8220;Priorisierung&#8221;, &#8220;olfaktorisch&#8221; und &#8220;optional&#8221; durch andere zu ersetzen. Manchmal glaube ich nämlich ich laber schon ziemlich intellektuell daher und ich wollte ja nicht so abgehoben wirken.<br />
Die Gespräche mit unsern Lehrern waren auch schön. Die konnten sich tatsächlich an alle Namen noch erinnern. Ich vermute ja, die haben vorher zuhause geübt. Wir haben ein paar alte Geschichten ausgekramt und viel gelacht. Schließlich haben unsere Lehrer noch ein Geschenkchen überreicht bekommen. Die Initiatorin des Klassentreffens hat das ganz schüchtern überreicht. Man hat ihr schon angemerkt, dass sie nicht besonders viel Erfahrung mit Präsentationen oder damit mal kurz im Mittelpunkt zu stehen hat.<br />
Gegen später haben wir die Location gewechselt. Es sind nicht mehr alle mitgekommen, aber da hatten wir dann auch Gelegenheit mit denen zu reden, die vorher immer am anderen Ende des Tisches saßen. Es war wirklich lustig und es wurde auch tatsächlich spät. Ich war erst um viertel vor vier im Bett (ja, und das in DS!). Eine fragte mich, was meine Geschwister so machen. Als ich erzählt habe, wo die alle leben, meinte sie, sie hätte ja ein langweiliges Leben. Da hab ich hinterher drüber nachgedacht. Eigentlich glaube ich nicht, dass ein Leben interessanter wird, weil man in einer anderen Stadt lebt und die Familie verstreut ist über Deutschland. Immerhin muss sie, wenn sie ihre Familie sehen will, nur aus der Haustür raus und in die nächste Haustür rein. Ich muss mindestens zwei Stunden Zug fahren. Es hat also auch Vorteile ein &#8220;uninteressantes&#8221; Leben zu führen.<br />
Das Treffen hat sich wirklich gelohnt. Dadurch, dass wir uns so lange nicht gesehen hatten, gab es nicht diese Grüppchenbildung, die man von Abitreffen kennt. Jeder hat mit jedem geredet und alle waren sehr offen. Wir konnten uns neu kennenlernen und trotz der langen Pause war immernoch eine Vertrautheit da. Natürlich haben auch einige gefehlt. Einige davon hätte ich gerne dabei gehabt. Vielleicht ja dann beim nächsten Treffen in 10 oder 20 Jahren.  </p>
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		<title>Sun</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 12:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jung sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange war das bei Youtube nicht zu finden. Wie oft hab ich darauf wohl getanzt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange war das bei Youtube nicht zu finden. Wie oft hab ich darauf wohl getanzt&#8230;<br />
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		<title>Schönes T-Shirt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 11:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jung sein]]></category>
		<category><![CDATA[das Netz]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox[groupname]" href="&lt;a href="><img src="http://alaskagirl.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/705.jpg" alt="" width="350" height="345" /></a></p>
<p>Das ist ja wohl mal ein geniales T-Shirt, das es <a href="http://www.palmercash.com/p-705-womens-i-love-jordan-catalano-tee.aspx" target="_blank">hier</a> zu kaufen gibt  <img src='http://alaskagirl.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Schwäbisches Jura</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AnJu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatgefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Jung sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier kommt schon wieder eine Geschichte aus meiner Kindheit und schon wieder spielt der Frood dabei eine Rolle. In der dritten Klasse machten wir einen Klassenausflug ins Donautal. Was genau wir dort angeschaut haben, weiß ich nicht mehr. Aber es existiert ein Foto, wo wir in einem Höhleneingang auf dem Boden sitzen und im Dreck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier kommt schon wieder eine Geschichte aus meiner Kindheit und schon wieder spielt der Frood dabei eine Rolle. In der dritten Klasse machten wir einen Klassenausflug ins Donautal. Was genau wir dort angeschaut haben, weiß ich nicht mehr. Aber es existiert ein Foto, wo wir in einem Höhleneingang auf dem Boden sitzen und im Dreck buddeln. Einer unsere Mitschüler hält stolz zwei weiße Steinbröckchen in die Kamera. Übringens wohnte der auch in unserer Straße, aber wir konnten ihn nie so richtig gut leiden. Er verbrachte seine Zeit damit, mit seinem Kaninchen und seinem Kettcar anzugeben. Der hellste war er auch nicht gerade. Bei einer ich-verkaufe-mein-Spielzeug-an-Nachbarskinder-Aktion hat der Frood ihm ein Spielzeugauto so lange für 40 Pfennig abgekauft und ihm für 50 Pfennig wieder verkauft, bis er es umsonst hatte. Aber zurück zum Klassenausflug. Wir saßen also im Höhleneingang und wühlten im Dreck. Der Hintergrund hierfür war, dass der Frood erzählt hatte, man könne hier &#8220;schwäbisches Jura&#8221; finden. Wir wussten zwar nicht, was das sein sollte, aber es hörte sich sehr wertvoll und selten an, also gruben wir fleißig nach weißen Steinen. Die hielten wir dann erwartungsvoll dem Frood unter die Nase, der dann entweder bestätigte, dass das &#8220;schwäbisches Jura&#8221; sei oder eben nicht. Was dieses mysteriöse &#8220;schwäbische Jura&#8221; gewesen sein soll, weiß ich nicht. Als Gesteinsbezeichnung ist mir das unbekannt. Die schwäbische Alb wird manchmal auch als schwäbisches Jura bezeichnet. Auch sind die Gesteine der schwäbischen Alb im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jura_%28Geologie%29" target="_blank">Jura</a> entstanden. Demnach wären alle weißen Steine (wahrscheinlich alles Kalk, davon gibt&#8217;s da eine Menge)  &#8220;schwäbisches Jura&#8221; gewesen. Nach welchen Kriterien der Frood das dann beurteilt hat oder ob er uns einfach gediegen verarscht hat, weiß ich nicht. Ich nehme ja stark letzteres an.</p>
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