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Jahresrückblick 2015

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine 8. Nicht alles war perfekt und nicht alles hat geklappt. Alles in allem war es auch sehr anstrengend. Trotzdem war ich oft einfach glücklich (was jedes Mal von der Frage begleitet war, ob man das denken darf, oder ob das Schicksal einem dann wieder eine reinwürgt). Darüber, dass wir gesund sind, dass wir ans Meer fahren können, dass die Sonne scheint und über meine lachenden Kinder.

Zugenommen oder abgenommen?
Ca. 10 kg abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Ich war tatsächlich mal beim Frisör!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie sich bei der jährlichen Untersuchung beim arbeitsmedizinischen Dienst rausstellte, sehe ich auf dem linken Auge nur noch 80%. Allerdings kann das rechte Auge das problemlos ausgleichen, so dass ich mit beiden Augen immer noch über 100 % Sehkraft habe und keine Brille brauche.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, weil die Elternzeit vorbei ist und ich seit Mitte des Jahres wieder Vollzeit arbeite.

Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wir haben ein Auto gekauft.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Bei einer Blogverlosung beim Stilhäschen habe ich eine sehr coole Kinder-CD gewonnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Angefangen mit 30 Tagen Shred im Mai, habe ich das erstmal weiter bis Ende Juli durchgezogen. Dann habe ich angefangen Vollzeit zu arbeiten und schaffe es zeitlich nicht mehr. Seit dem gehe ich in der Mittagspause eine halbe Stunde spazieren.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich selbst war nicht viel krank. Die Kinder immer mal wieder.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Verschiedene Zahngeschichten dieses Jahr waren schon ganz schön nervig. Und teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Bei der #50bookschallenge mitzumachen und 50 Bücher zu lesen. Hat nicht ganz geklappt, aber das kommt dann demnächst im Leserückblick.

Die gefährlichste Unternehmung?
Am 23.12. noch „schnell“ einen Gutschein im Breuningerland zu besorgen. Mit zwei Kindern und ohne Kinderwagen 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das neue Auto

Das leckerste Essen?
Das Weihnachtsessen, mit roten Linsen gefüllte Paprika in Erdnuss-Kokos-Soße mit frittierten roten Linsen, war schon sehr gut.

Das beeindruckendste Buch?
Kindeswohl von Ian McEwan. Das ging mir noch eine ganze Weile nach.

Der ergreifendste Film?
Ich schreib jetzt nicht Star Wars, weil das bei mir emotional vorbelastet ist. Dieses aufgeregte Kribbeln, wenn der Millenium Falke über die große Leinwand fliegt (was ich ja noch nie gesehen habe), kann einem eben kein anderer Film liefern. Um nicht Star Wars zu nennen, nehme ich hier Der Marsianer. Das Buch hat es gleich mal auf die Leseliste 2016 geschafft.

Die beste CD?
Ich habe nur eine für D. gekauft. Das war eine von We Came As Romans.

Das schönste Konzert?
Kein Konzert dieses Jahr.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Jungs.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie und mit alten Freunden.

Zum ersten Mal getan?
Ein Kind eingeschult.

Nach langer Zeit wieder getan?
Achterbahn gefahren.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen?
Den halbausgeschlagene Zahn des Schlökerichs.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest?
Potentielle Arbeitgeber davon, mich einzustellen. Bisher ohne Erfolg.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast?
Dem Herr Gartenhein den Tag im Europapark.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat?
Ich freue mich doch über alle Geschenke!

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat?
„Mama, ich geh schon mal runter. Du kannst weiterschlafen!“ Endlich!

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast?
„Ja, wenn Du willst.“ Ganz oft im Europapark. Mal was anderes als das ständige „Nein“ oder „Jetzt nicht“.

Dein Wort des Jahres?
Da muss ich noch drüber nachdenken. Das wird nachgereicht.

Dein Unwort des Jahres?
Klimaanlage (Die war nämlich im alten Auto kaputt und letztendlich der Auslöser zum Neuwagenkauf.)

2015 war mit 1 Wort…?
fordernd

Rückblick 2014

Rückblick 2012

Unser Wochenende

Das vergangene Wochenende war das erste seit mehreren Wochen, an dem die ganze Familie nichts vor hatte. Die Wochen vorher waren wir viel unterwegs. Dazu kamen bei mir dann noch mehrere Auswärtstermine mit Übernachtung. Am Samstag morgen beim Frühstück fiel mir auf, dass es das erste Mal in dieser Woche war, dass ich mit den Kindern gemeinsam am Tisch saß. Am Montag hatten die Kinder vor uns gegessen, weil sie müde waren. Dienstag war ich nicht da. Mittwoch kam ich nach Hause, als das Essen schon vorbei war. Donnerstag waren wir beim Laternenfest im Kindergarten, wo es schon etwas zu essen gab und am Freitag waren wir auf einer verspäteten Halloweenparty. So schön  das ganze unterwegs sein und Freunde treffen auch ist, unsere Wohnung wurde sehr vernachlässigt. Wenn man ständig auf dem Sprung ist, wird eben nur mal die halbe Unordnung beseitigt, dass man mal eben den Dreck wegsaugen oder wegwischen kann. Der Julijunge ist auch gerade in einem sehr unkooperativen Alter, was Aufräumen angeht. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem empfehle ich diese Illustration. Und da der Julijunge bis auf seltene Ausnahmen tagsüber nicht im Bett schläft, sondern eben gar nicht oder auf Papas Arm*, kann man eigentlich nie wirklich aufräumen. Meine Schätzung ist, dass es vier mal so lange dauert, bis man aufgeräumt hat, als wenn man es ungestört tun könnte. Und so war fürs Wochenende erstmal eine große Aufräumaktion geplant. Bereits am Freitag hatte ich frei und wollte schon den vormittag nutzen. Aber wie es eben manchmal ist, legte ich mich mit dem Kind zum Mann ins Bett und schlief ein. Dann mussten Muffins gebacken werden und anschließend ging’s los zur Halloweenparty. Am Samstag habe ich gefühlt den halben Tag gebraucht um das Wohnzimmer aufzuräumen und zu saugen. Unterbrochen von unzähligen „Mama, der [beliebigen Name des Kindes einfügen] hat [beliebige Aktion einfügen]!“, „Ich will was trinken!“, „Ich hab Hunger!“ usw. Hinterher waren die Kinderzimmer dran. D. entsaftete in der Zeit tapfer stundenlang Quitten. Ich hatte die erste Ladung vorbereitet, aber schon nach einem Fünftel der Quitten Blasen an den Händen. In der Küche hab ich einfach nichts verloren. Als das alles aufgeräumt war, fühlte sich das Haus schon wieder etwas wohnlicher an. Die gesamte frische Wäsche der Woche konnte ich dann nicht mehr wie geplant wegräumen, weil der Herr Gartenhein hohes Fieber und Symptome einer Streptokokken-Infektion hatte und wir deshalb am Abend noch schnell zum kinderärztlichen Notdienst mussten. Am Sonntag waren dann nur Badezimmer, Toiletten und die Küche zu putzen. Da ich der Küche wegen Verletzungsgefahr wohl besser fern bleibe, kümmerte ich mich um den Rest, während D. die Küche, die Terrasse und das Treppenhaus aufräumte und saubermachte. Schließlich schafften wir es noch, die Wasserbahn zu putzen und für den Winter weg zu packen. Das wollte ich schon seit Wochen gemacht haben.

Am Nachmittag kam dann noch lieber Besuch mit Kuchen und reparierte ein Licht im Kinderzimmer. Dass so ein Dimmschalter eine Sicherung hat, muss man auch erst mal wissen. Am Abend merkte ich an, wir sollten den Zustand der Wohnung fotografisch festhalten, weil schon 24 h später nichts davon noch so aussehen würde. Ich bin gespannt, wie lange der Zustand anhält und hoffe die nächsten Wochen sind etwas ruhiger, so dass gar nicht mehr so ein Chaos entsteht.

*Bevor hier jetzt irgendwelche Tipps kommen: ich mach mir deshalb keine Sorgen. Sein großer großer Bruder hat in dem Alter ebenfalls den Mittagschlaf verweigert und schlief hinterher bis er fast vier war jeden Mittag problemlos zwei Stunden. Sein kleiner großer Bruder musste auch lange in den Schlaf begleitet werden, hat aber seinen Mittagschlaf auch erst eben abgeschafft. Die Zeit mit ausgiebigen Mittagsschläfchen wird schon noch kommen.

Tagebuchbloggen 10/15

Mein Wecker klingelt nach wirren Träumen um 6:00. Ich bemerke positiv, dass der Julijunge nicht, wie seit Tagen, bereits vorher wach war und bleibe noch ein paar Minuten liegen. Leider wird der Julijunge sofort wach, als ich aufstehe. Um 6:08 sind der Julijunge und ich unten. Ich fange an Toast für die Vesperbrote zu toasten. Der Julijunge klettert auf den Hocker in der Küche (ein anstrengendes neues Feature) und begutachtet die Dinge auf der Arbeitsplatte. Ich packe die Brotdosen für mich und die Kinder. Der Julijunge verteilt derweil Puffreis auf dem Boden.
Der Herr Gartenhein kommt gegen 6:40 runter. Da bin ich mit Vesper richten und Puffreis aufsaugen schon fertig. Ich mache Kaffee und gehe duschen. Danach ziehe ich den Julijunge an und wecke den Schlökerich. Der Herr Gartenhein frühstückt ein Mangolassi, der Julijunge eine Banane. Der Herr Gartenhein zieht sich an und macht sich zum Losgehen bereit. Um 7:25 verlässt er als erster das Haus. Ich stelle fest, dass der Julijunge bei einer Klettertour auf den Esstisch ein Glas zerschmissen und betätige schon zum zweiten Mal den Staubsauger.
Der Schlökerich frühstückt in Seelenruhe zwei Minimuffins und ich habe genug Zeit, meine Tasche zu packen und meine Haare zu fönen. Dann ziehe ich den Schlökerich an und wir lassen den vor Wut kreischenden Julijunge zuhause beim Papa.
Um 7:55 sitzen wir im Auto. D. hatte am Abend die Folie auf die Scheibe gelegt, so dass wir auch nicht kratzen müssen.
Im Kindergarten geht es recht schnell, obwohl ich noch mit den Erzieherinnen klären muss, ob der Schlökerich vor seine Zahnarztermin noch kommen kann. Kann er.
Um 8:05 Sitze ich wieder im Auto und komme eine halbe Stunde später im Büro an. Vom 19km Stau war ich zum Glück nicht betroffen.
Mein Arbeitstag beginnt mit Gleitzeitkorrekturen und einer Reisekostenabrechnung. Danach gibt es noch schnell einen Kaffee, bevor ich mich auf den Weg zu einem anderen Institut mache, wo wir eine Telefonkonferenz durchführen. Um 10:30 startet die Konferenz, um 11:45 bin ich zurück an meinem Schreibtisch. Erstmal habe ich Hunger, esse mein Vesper und beantwortet dabei den Media Monday. Anschließend gehe ich eine Runde spazieren. Das mache ich nun schon eine Weile, damit ich wenigstens etwas Bewegung und frische Luft bekomme. Beim Spazieren gehen denke ich über den morgigen Tag nach, der logistisch nicht ganz einfach wird. Außerdem sortiere ich meine weiteren Aufgaben nach Wichtigkeit. Die Sonne ist gerade hinter Wolken verschwunden, trotzdem sehen die bunten Blätter an den Bäumen hübsch aus. Der Herbst macht mich immer etwas wehmütig. Ich finde es traurig, wie die Pflanzen alle sterben, bevor der dunkle, kalte und graue Winter beginnt.
Zurück im Büro beginne ich mit dem Review eines Artikels für eine Fachzeitschrift, der morgen fällig ist. Der Artikel ist in Ordnung, ich habe trotzdem ein paar Anmerkungen und Fragen. Sprachlich hat er deutliche Mängel. Ich schicke meine Kommentare ab und mache mir noch einen Kaffee. Dann schreibe ich das Protokoll der Telefonkonferenz und schicke es zum Absegnen an die Teilnehmer. Es geht um die Koordination eines Projektantrags. Anschließend schicke ich weitere Unterlagen und Terminvorschläge an alle Teilnehmer. Zu guter letzt setze ich mich an die Überarbeitung der Projektskizze. Um kurz nach fünf packe ich meine Sachen zusammen und hänge noch eine Runde in der Warteschleife der Autowerkstatt. Servicetermin absagen. Wir haben uns nämlich ein neues Auto gekauft. D. schickt mir aktuelle Stauinfos. Wohl als Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich mal nach Hause kommen soll. Ich nehme also die Ausweichstrecke über die Käffer und bin um 17:45 zuhause. Die Jungs sitzen vorm Computer. D. und ich besprechen bei Kaffee den morgigen Tag, dann geht D. Milch kaufen (die 6 Liter vom Freitag sind alle) und ich eise die Jungs vom Computer los.
Bis zum Abendessen versuche ich den Julijunge vom Blödsinn machen abzuhalten, schaue mir die Hausaufgaben des Herr Gartenhein an, schlichte Streit. Der Herr Gartenhein ist schon deutlich müde und regt sich über alles auf, was der Schlökerich nutzt um ihn gezielt zu provozieren. Nach dem Abendessen ist bettfertig Machen angesagt und um 21:00 (eine halbe Stunde nach dem Zeitplan) liegen alle im Bett. Während der Julijunge einschläft, tippe ich diesen Post auf dem Handy. Jetzt sitze ich noch eine Runde mit D. auf dem Sofa und dann ist auch für mich Schlafenszeit.

Das wurde ich bei meinen drei recht früh laufenden Söhnen öfter gefragt. Anscheindend können die Kinder, die erst mit 15, 16 oder 18 Monaten anfangen zu laufen, das dann dafür gleich komplett unfallfrei. Tja, das kann ich nicht so recht beurteilen. Der Herr Gartenhein ist mit knapp elf Monaten gelaufen. Ich kann mich nicht erinnern, dass er oft beim Laufen hingefallen ist, allerdings hatte er mit gut einem Jahr eine Phase, wo es kaum ein Foto ohne Schramme im Gesicht gibt. Der Schlökerich ist mit knapp einem Jahr gelaufen, war grundsätzlich immer etwas vorsichtiger und hat Dinge geübt, wo sein großer Bruder einfach gemacht hat. Zum Beispiel saß der Schlökerich eine ganze Weile mit einem Arm aufgestützt, bevor er frei sitzen konnte. Der Herr Gartenhein saß von jetzt auf gleich frei, fiel einen Tag lang ständig dabei nach hinten um und konnte es dann. Der Julijunge ist bisher bei allem der schnellste. Die ersten Schritte machte er kurz nach dem er 10 Monate alt war. Er ist aber auch einer, der erst übt, so dass es doch noch ein/zwei Wochen gedauert hat, bis er wirklich frei laufen konnte. Auch beim Krabbeln hat er brav alle Vorübungen nach Lehrbuch durchgemacht. Er fällt schon auch öfter mal hin. Manchmal auch ungeschickt auf Kanten, so dass seine beiden Augenbrauen innerhalb von zwei Wochen geklammert werden mussten.

So schön es auch ist, wenn die Kinder motorisch fit sind, manchmal beneide ich die, deren Kinder weniger mobil sind. Meine Schwester fand es z.B. ganz ungewöhnlich, dass der Julijunge ständig beim Essen in seinem Hochstuhl aufsteht. Das hätten ihre nie gemacht. Unsere hatten alle so eine (zugegeben, recht nervige) Phase. Und als nächstes fiel ihr ein, dass ihre Kinder das in dem Alter noch nicht konnten und als sie es dann gekonnt hätten, waren sie alt genug es nicht zu machen. Eine Bekannte mit einem dritten Kind, das beinahe gleich alt ist, wie der Julijunge, erzählte, dass sie mit ihren drei Kindern alleine im Freibad geht. Wenn sie mit den Großen ins Wasser geht, setzt sie das Jüngste in Sichtweite und sicherer Entfernung zum Beckenrand ab. Da das Kind nicht mobil ist, sitzt es dann eben da und schaut zu. Eine halbe Stunde ginge das, ohne dass es dem Kind langweilig wird. Der Julijunge braucht im Freibad eine Aufsichtsperson exklusiv für sich. Würde ich ihn am Beckenrand abstellen, wäre er schneller irgendwo hingelaufen, als ich mich zweimal umdrehen kann. Er klettert überall hoch. Am Esstisch sind sämtliche Stühle abgerückt, weil man ihn sonst im Minutentakt vom Tisch pflücken muss. Man gewöhnt sich an den Anblick eines oben auf dem TrippTrapp stehenden Kleinkindes, aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Eigentlich ist er auch nicht dumm. Er weiß, dass er, wenn er irgendwo oben ist, rückwärts runter muss und dass er lieber ruft, wenn er es nicht schafft, statt es irgendwie zu versuchen. Inzwischen schafft er auch die Stufen auf die Terrasse. Angst hab ich nur davor, dass er das Gleichgewicht verliert. Ich vermute, dass die Kinder, die früh laufen, deshalb öfter fallen, weil sie bei motorischen Aufgaben mutiger sind. Sie haben eben einfach schon mehr Erfahrung mit sich und ihrem Körper und versuchen mehr alleine aus und fallen dann eben auch öfter. Aber wissen tu ich’s nicht. Dazu fehlt mir die Kontrollgruppe. Was meint Ihr?

Tagebuchbloggen 09/15

Heute ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was ich den ganzen Tag mache.

Gegen sieben werden der Julijunge und der Herr Gartenhein gleichzeitig wach und wecken mich. Wir gehen nach unten. Ich lasse als erstes die Waschmaschine die Wäsche noch mal spülen, die ich letzte Nacht nicht mehr aufgehängt habe. Wenn ich schon auf dem Weg in den Keller bin, trage ich gleich noch eine Ladung Marmelade und selten benutze Glasschüsseln in den Keller, währen der Julijunge mit seinem Bruder beschäftigt ist. Dann räume ich die Spülmaschine aus und überlege, was ich als nächstes machen soll. Der Schlökerich ist inzwischen auch wach und die Kinder krakelen nach Frühstück. Ich bin erstaunt, weil sie normalerweise länger brauchen, bis ihre Mägen wach sind. Also mache ich gleich Frühstück, obwohl ich am Wochenende normalerweise vorher noch eine Runde Sport mache. Auch ungewöhnlich ist, dass der Herr Gartenhein und der Schlökerich beide süß frühstücken. Normalerweise essen sie hauptsächlich Wurstbrot. Heute will der Schlökerich Schoko-Nuss-Creme und der Herr Gartenhein Marmelade. Der Julijunge isst Trauben und Wurst ohne Brot (wahrscheinlich macht der diese Paläodiät).

Gegen neun hänge ich die Wäsche raus, nachdem ich kurz in der Wetterapp gecheckt habe, ob es regnen wird. Die zweite Ladung läuft auch schon. Ein Blick in die Wäschetonne zeigt mir, dass es wohl nur noch eine dritte Ladung geben wird. Anschließend suche ich mir ein Video aus und mache eine halbe Stunde Sport. Dabei turnt der Julijunge auf mir rum und die großen Jungs spielen was am anderen Computer. Nach dem Duschen fange ich an das Bad zu putzen. Gegen 11 steht D. auf und staubsaugt gleich im Wohnzimmer. Sogar das Sofa rückt er ab und räumt die Lücke zwischen die Sofas (bei uns nur bekannt als „das Loch“), in die die Kinder immer alles reinschmeißen, auf. Ich habe inzwischen die zweite Ladung Wäsche im Trockner und die dritte bereits angeschaltet. Die Kinder verschwinden nach oben und so kann ich ohne Kleinkindbegleitung noch die Klos putzen. Und so ging der Vormittag rum. Ich habe zwischendurch noch mehrere Windeln gewechselt, Streitigkeiten geschlichtet und den Julijungen irgendwo weggepflückt, wo er nicht hin sollte. Die dritte Ladung Wäsche ist inzwischen auch in der Maschine und die zweite im Trockner.

Ich esse einen Maiskolben von gestern zu mittag. Danach gibt es Kaffee. Ich füttere den Julijungen, der Herr Gartenhein isst ein Brot, der Schlökerich einen Apfel. D. packt in der Küche die Sachen für den Wertstoffhof zusammen. Der Schlökerich will bei mir Mittagschlaf machen, also gehe ich mit ihm hoch. Ein paar Minuten später kommt D. und bringt den ebenfalls schlafenden Julijunge. Der schlummert selig und der Schlökerich wälzt sich hin und her. Irgendwann schläft er auch ein und ich dann tatsächlich auch. Kurz nach halb drei wird der Julijunge wach und wir gehen nach unten. D. packt gerade das Auto voll und fährt mit dem Herr Gartenhein zum Wertstoffhof. Ich räume ein bisschen im Wohnzimmer auf, wo der Schlökerich am Vortag eine Höhle gebaut hatte, die jetzt eingestürzt ist. Ich denke an die Wäsche, kann aber jetzt nicht runter gehen, weil der Julijunge nicht alleine im Wohnzimmer bleiben will. Außerdem denke ich drüber nach, dass die Bettwäsche auch mal wieder dran wäre. D. und der Herr Gartenhein kommen zurück. Ich stecke die Wäscheladung in den Trockner und falte die bereits trockene. Die Kinder hatten sich für den Nachmittag einen Spielplatzbesuch in BB gewünscht. Da wir noch Apfelsaft kaufen wollten, passt das ganz gut. D. weckt den Schlökerich und zieht die Betten ab. Ich habe nichts gesagt, das war wohl Gedankenübertragung. Die Bettwäsche packe ich gleich noch in die Maschine und wir fahren los.

Auf dem Spielplatz weht ein kalter Wind und trotz Pulli und Jacke friert der Schlökerich. Wir sehen von weitem, dass auf dem Festplatz Zelte stehen und schauen nach, was da los ist. Flugfeldfest. Aber los ist nicht wirklich was, also entscheiden wir zum Auto zurück zu gehen. Wir fahren zum großen Supermarkt, wo die Kinder in der Spielzeugabteilung verschwinden, während D. einkauft. Wir finden einen tollen Grüffelopulli für den Schlökerich. Als die Kinder Hunger anmelden, kaufen wir ihnen je ein Fleischkäsebrötchen an der heißen Theke. Gegen zwanzig vor acht sind wir wieder zu Hause. Die Kinder schauen sich die Chipmunks im Fernsehen an, währen D. das Abendessen für uns vorbereitet und der Julijunge noch ein Wurstbrot verdrückt. Ich packe die Bettwäsche in den Trockner und beziehe die Betten frisch. Der Schlökerich hat rote Bäckchen und fühlt sich sehr warm an. Deshalb war ihm wohl vorhin die ganze Zeit kalt. Keine Ahnung, was der da ausbrütet. Um halb neun mache ich den Julijunge bettfertig und lege mich mit ihm hin. D. bringt kurz danach den Schlökerich ins Bett und der Herr Gartenhein kommt freiwillig hinterher, um beim Vorlesen zuzuhören.

Als die Kinder schlafen, essen wir auf dem Sofa und schauen dazu Fury (Herz aus Stahl) . Ich pause noch drei Ninjagovorlagen ab, die ich morgen für die Schultüte aus Tonpapier basteln will. Und da ist er auch schon wieder vorbei, der 5. September.

1 Jahr Julijunge

Liebe Julijunge,

heute wirst Du schon ein Jahr alt . Erst gefiel es Dir so gut in meinem Bauch, dass Du gar nicht raus wolltest, aber dann hattest Du es plötzlich sehr eilig. Von Blasensprung bis auf der Welt in drei Stunden. So wünscht man sich das. Mit dem eilig haben ging es bisher weiter. Mit sechs Monaten konntest Du sitzen und krabbeln. Laufen kannst Du inzwischen auch schon seit sechs Wochen, auch wenn das trotzdem noch sehr tapsig aussieht. Nahtlos bist Du zum Klettern übergegangen. Am liebsten über die TrippTrapps Deiner Brüder auf den Esstisch. Neulich abends standest Du mit einem Fuss auf dem TrippTrapp und mit dem zweiten auf der Querstrebe der Rückelehne meines Stuhls, um irgendwas auf dem Tisch zu erreichen. Da erschrickt man sich dann schon mal kurz. Aufs Sofa schaffst Du es inzwischen auch alleine und räumst regelmäßig die CD-Regale aus. Glücklicherweise hast Du auch schon früh gelernt, dass man sich lieber rückwärts von Sofas, Betten und Stufen herunterbewegt. Was Du noch nicht begriffen hast ist, dass das nicht bei jeder Höhe geht. Mehrmals schon hast Du versucht Dich vom Wickeltisch herunter zu schieben.
Du bist ein unglaubliches Energiebündel. Laufen, klettern, ausräumen, rumschmeißen und im Hochstuhl aufstehen sind Deine Paradedisziplinen. Besonders goldig sieht es aus, wenn Du tanzt. Du wippst und winkst im Takt und drehst Dich im Kreis. Bei den Mahlzeiten stehst Du permanent in Deinem Stuhl auf, so dass vor allem das Abendessen für uns Eltern oft sehr stressig ist. Stellt man Dich auf den Boden, stehst Du kurze Zeit später neben mir und willst auf den Arm. Essen mit Dir auf dem Arm ist aber auch nicht möglich, da Deine kleinen Krakenarme überall sind, in die Soße langen und nach Gabeln und Messern angeln. Wir sind jetzt auf der Suche nach einem TrippTrapp, damit Du auch endlich wie Deine Brüder am Tisch sitzen kannst.
Ruhe findest Du tagsüber am besten auf Papas Arm, allerdings nur solange er sich nicht setzt. Setzt er sich hin und Du bemerkst es, bist Du sofort hellwach und suchst in der Umgebung nach Ausräum- und Klettermöglichkeiten. Auch abends findest Du nicht so leicht in den Schlaf. Schließlich kann man im Bett so toll rumkrabbeln. Und selbst wenn Du dann mal schlafen willst, dauert es noch eine Weile bis Du Dich eingewühlt hast.
Sehr zufrieden bist Du meistens, wenn Deine beiden Brüder da sind oder wir mit Euch unterwegs sind. Hauptsache man kann laufen, klettern und es sind andere Kinder da.
Du sprichst auch schon sehr viel, allerdings in Deiner eigenen Sprache. Wenn man Dir etwas gibt, sagt Du allerdings oft etwas, was sich wie „Danke“ anhört. Auch sonst hat man manchmal das Gefühl, dass Du Laute nachahmst, wenn man Dir Wörter vorspricht. Geräusche machen findest Du auch ganz toll. Sehr früh konntest Du klatschen und hast das mit einer Begeisterung getan, die Deine Brüder dafür nie hatten. Auch konntest Du plötzlich mit der Zunge schnalzen und sobald man Dir was vorschnalzt, machst Du mit. Einzig das Fingerschnipsen klappt nicht. Da starrst Du immer erst auf meine Finger und machst dann Deine Fäuste auf und zu. Keine Sorge, irgendwann klappt das auch.
Lieber Julijunge, jetzt bist Du kein Baby mehr. Wir sind sehr gespannt, wie Du Dich weiter entwickelst.

Ninjagogeburtstag

Letztes Wochenende wurde der Herr Gartenhein sechs.  Letztes Jahr hat er zum ersten Mal einen Kindergeburtstag gewollt. Damals haben wir nicht viel geplant, bzw. waren die Kinder mit toben und sich mit Wasserpistolen nass machen zufrieden. Eine Schatzsuche gab es noch. Insgesamt fand ich es etwas stressig. Obwohl stressig wohl nicht das richtige Wort ist. Aber so, dass man um halb vier auf die Uhr schaut und denkt, jetzt könnten die Kinder aber bald mal abgeholt werden.
Dieses Jahr wollte ich also etwas mehr planen und Struktur rein bringen. Der Herr Gartenhein hatte sich eine Ninjago-Party gewünscht. Ich hab also etwas gegoogelt und mir Anregungen (u.a. hier) gesucht. Am Pfingstwochenende habe ich am Computer die Einladungen gemacht und ausgedruckt. Die wurden dann noch ausgeschnitten und auf Faltkarten geklebt. Außerdem fing ich am Pfingstwochenende an eine Pinata zu basteln. Sein bester Kindergartenfreund hatte eine bei seinem Geburtstag und das wollte er auch. Die gekauften fand ich ziemlich teuer und da dachte ich, das kann man doch ganz einfach selbst machen. Also kleisterte ich, nach Anleitung aus dem Internet mit einem Mehl-Wasser-Gemisch als Klebstoff, einen Luftballon mit Zeitungspapier ein. Die Zeitungen mussten wir uns bei den Nachbarn schnorren, weil wir ja keine Tageszeitung haben. Den fertig eingekleisterten Ballon hängte ich zum Trocknen auf, wo er dann über Nacht die Luft verlor und ein zusammengeschrumpeltes Pappmachégebilde zurück ließ. Also kleisterte ich am nächsten langen Wochenende einen zweiten Ballon ein. Diesmal klassisch mit Tapetenkleister. Das mit dem Mehl fand ich nicht so toll. Vielleicht war auch nur das alte Spätzlemehl nicht so gut geeignet. Mit Kleister funktionierte es hervorragend. Ich klebte immer ein paar Schichten auf einmal und ließ den Ballon dann trocknen und klebte ein paar Tage später noch ein paar Schichten drauf. Ich war sehr skeptisch, ob das hält. Das dekorieren als Ninjagokopf war dann eine Sache von 15 Minuten, die ich am Donnerstag vor dem Geburtstag zwischen Kaffeetrinken und Kinderturnen kurz erledigte.

Die Party startete am Samstag nachmittag. Da die Party nach einer Rallye am Grillplatz enden sollte, parkte ich unser Auto dort schon mal hin und markierte beim Zurücklaufen den Weg. An vier Stationen versteckte ich Zettel mit Aufgaben und eine weitere Station wurde als Trinkpause eingefügt. Die Kinder kamen um drei. Ich hatte mit dem Herr Gartenhein besprochen, dass die Geschenke ausgepackt werden, wenn alle da sind. Mit Flaschendrehen. Das war dann auch der erste Programmpunkt. Anschließend gab es im Garten Kuchen, Muffins und Obst. Dafür hatten wir die Picknickdecke ausgebreitet. Wie schon erwartet aßen die Kinder nicht wirklich viel, sondern rannte schnell um die Wette im Garten herum. Also läuteten wir zum ersten Spiel. D. kam als Oberninja mit zwei Schwertern und verkündete, dass die Kinder nun eine Ninjaausbildung absolvieren sollten. Als erstes gab es Sackhüpfen, weil springen können ja nie schadet. Anschließend wurden mit Wasserpistolen Spielzeugmännchen umgeschossen („zielen“) und eine Runde Stille Post („lauschen“) gespielt. Spontan schoben wir noch ein paar Minuten Stopptanzen ein. Dann bekamen die Nachwuchsninjas Ninjahalstücher und es ging los zur großen Ninja Quest. Ich ging mit den sechs Ninjas los. Der Weg zum Grillplatz ist etwas 2 km lang und es geht ordentlich bergauf. Als erste Aufgabe mussten sich die Ninjas Grillstöcke suchen. An der zweiten Station wurde Balance verlangt (Eierlaufen). Beim nächsten Stopp wurde bei einer Runde „Ochs am Berg“ Schleichen geprüft. Nach dem langen Aufstieg gab es mal ein kurzes Tief bei den Ninjas, dass ich aber mit einer Dose Pringels und Wasser für alle schnell vertreiben konnte. Kurz vorm Ziel durften sie noch mit ausgeschnittenen Wurfsternen zielen üben. Bei jeder gelösten Aufgabe, gab es ein oder zwei Ninja-Schwerter. Hierfür hatte ich im Vorfeld Holzschwerter bemalt. Am Ende hatte jeder Ninja eins und wir kamen am Grillplatz an, wo D. mit Omi und Opa und den zwei kleinen Jungs schon Feuer gemacht hatten. Die Kinder verschwanden gleich im Gebüsch und kämpften mit ihren Schwertern. Zum Zerklopfen der Pinata musste ich sie alle noch mal zusammen trommeln. Die Pinata war erstaunlich stabil, so dass sie erst herunterfiel, bevor sie kaputt ging. Nächstes Mal also weniger Lagen Pappmaché. Wir grillten dann ein paar Würstchen und Marshmallows und schließlich wurden die Kinder nach und nach abgeholt. Die Schwerter und Ninjatücher durften sie mit nach Hause nehmen. Zuhause durften dann alle Jungs noch eine Runde in die Badewanne und der Herr Gartenhein baute noch ein paar seiner Legogeschenke auf, bevor die Kinder dann recht spät in ihren Betten lagen. Der Herr Gartenhein war sehr zufrieden. Er sagte: „Das war der allertollste Tag, den ich nie erleben durfte.“

Für mich war die Party entspannter als die im letzten Jahr. Das Motto, der feste Ablaufplan und das Ende der Party im Wald hat es irgendwie einfacher gemacht. Und wenn jetzt jemand meckern will von wegen so viel Aufwand und so: Kindegeburtstage sind immer Aufwand, es sei denn man feiert extern und lässt alles machen. Ob man die Spiele die man macht unter ein Motto stellt, ist Geschmacksache. Ich persönlich fand es sehr hilfreich einen thematischen Rahmen drumrum zu haben.

Heute ist mal wieder der 5. und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen. Wegen akuten Sommers und wenig Zeit, heute nur in Stichpunkten.

  • 7:10 aufstehen, weil der Schlökerich wach ist
  • duschen, Frühstück, Vesperboxen, Kinder anziehen (bzw. zum Anziehen antreiben), Windeln wechseln, Erdbeeren pflücken (heute ca. 800 g, gestern 1 kg)
  • wegen allgemeiner Trödelei erst um 9:30 auf dem Weg zum Kindergarten => 2 glückliche Kinder dort lassen
  • Wäsche aufhängen und anstellen
  • dem Julijunge eine Vormittagsmilch machen
  • mich und den Julijunge sonnencremen und den Weg für die Rallye am Ninjagogeburtstag ablaufen (es ist warm und anstrengend, der Julijunge schläft)
  • auf dem Heimweg Tapetenkleister besorgen
  • den Julijunge an D. übergeben und anfangen den Luftballon einzukleistern
  • 13:30 fertig machen zum Jungs abholen. Zu Fuss mit dem Julijunge.
  • auf dem Heimweg ein Eis essen mit Kindergartenkumpels, Wurst und Joghurt für die Kinder besorgen
  • zuhause Kaffee und Erdbeerkuchen
  • Kinder am Computer, einer spielt, einer schläft ein
  • D. räumt auf und putzt, ich bin platt
  • draußen sind Planschbecken befüllt, der Julijunge macht sich nass, der Herr Gartenhein geht auch planschen
  • zweite Runde Pinata kleistern
  • Schlökerich wach, Julijunge ins Planschbecken gefallen (er mochte es nicht)
  • dm-Großeinkauf und tanken mit 2/3 Kindern
  • zurück kommen in gesaugte Wohnung, D. macht den Lebensmitteleinkauf
  • Abendessen auf Wunsch vom Herr Gartenhein: Pizza vom Dönerladen
  • Kinder ins Bett mit nur ein bisschen Theater
  • ich schlafe mit dem Julijunge ein und frage mich mal wieder, wie ich es bei den anderen Kindern geschafft habe, nach dem Einschläfern selbst wieder aufzustehen

Ferien

Während alle unter den Kitastreiks leiden, haben wir einfach nur Pfingstferien. Ich habe Urlaub. Wir genießen die Zeit ohne Schwimm- und Sportkurse. Die Kinder haben die letzten Tage zu 2/3 bis kurz vor acht und zu 1/3 bis neun Uhr geschlafen. Jeden Tag war ein anderer mit lang schlafen dran. Ich bin schon zufrieden damit, nicht um kurz nach sechs geweckt zu werden. Wir trödeln in den Tag und frühstücken spät. Dienstag waren wir in der Bücherei und Mittwoch zum Großeinkauf beim dm. Die Kinder spielen, malen und streiten. Heute haben wir vorsichtshalber, falls das der einzige Sommertag gewesen sein sollte, die Planschbecken und den Rasensprenger aufgestellt und die Kinder ordentlich aufgeweicht. So nebenbei haben wir Unmegen Unkraut aus dem Garten gerissen, aber es ist noch ordentlich viel übrig. (Wo kommt das immer nur so schnell her!?) Ich habe die Kinderspiele aus dem Bücherregal in die Kommode geräumt, wo Babykram drin war, den wir nicht mehr brauchen. Und dabei habe ich gleich mal das Regal ausgemistet. Nun ist die Papiertonne voll (nächste Leerung in zweieinhalb Wochen, hahahaha!) und im Regal einige Fächer frei. Jetzt bräuchten wir noch Zeitschriftensammler für die Legokataloge und -anleitungen. Aber irgendwie bin ich zu unmotiviert aus der Urlaubsgammelblase aufzutauchen.
Im Kopf bewege ich immer wieder den anstehenden Ninjago-Geburtstag des Herrn Gartenhein. Ich hab so ein halbes Konzept, dass ich mal aufschreiben sollte, damit alles nötige noch rechtzeitig besorgt werden kann. Seine Wünsche sind noch immer unklar, bzw. ändern sich täglich bei der Lektüre des Legokatalogs. Ich frage ihn jetzt einfach täglich und nehme dann das, was am häufigsten genannt wurde.
Über Pfingsten waren wir unterwegs. Vielleicht schreib ich da auch mal noch was dazu. Und was treibt Ihr so?

Früh morgens

Wenn einem, gerade eine halbe Stunde zu spät dem Bett entstiegen, siedenheiß einfällt, dass man heute ja heute schon vierzig Minuten früher bei der Arbeit sein muss, dann

  • kriegen nur die Kinder ordentlich befüllte Brotboxen. Für Mama gibt’s nur nen eilig zusammengerührten Bananenquark aus den sehr reifen Bananen, die weg müssen.
  • kann man schon mal ordentlich schimpfen, wenn man den Pürierstab nicht findet.
  • bleibt das saubere Geschirr in der Spülmaschine und das dreckige obendrauf.
  • geht das Duschen doppelt so schnell.
  • gleicht das Adrenalin auch nicht den Schlafmangel wegen wühlmäusiger Babys im Bett und Kleinkindern out of bed („Keiner is bei mir!“) aus.
  • werden die Kinder geweckt und angezogen ohne Trödelei.
  • gibt’s zum Frühstück eine Runde Schokoreiswaffeln für alle (weil fürs gemächliche Frühstücksflockenlöffeln keine Zeit bleibt). Und Kaffee für die Mama.
  • kann man sich schon mal besonders aufregen, wenn die Kinder sich streiten, statt zu frühstücken.
  • verlassen die Kinder trotzdem gekämmt, mit sauberen Mündern und ohne Flecken auf den Pullis das Haus.
  • ist trotzdem der Rucksack fürs richtige Kind für den Waldtag gepackt.
  • bleibt die zu waschende Wäsche im Wäschekorb, statt schon früh morgens eine Runde in der Maschine zu drehen.
  • bin ich am Ende froh, dass alles so gut geklappt hat und sogar genug Zeitpuffer für den unvermeidlichen Ampelstau da war.

Heute wird es warm. Der Herr Gartenhein geht zu einer Outdoor Geburtstagsparty. Mal sehen, was wir mit den beiden anderen Jungs machen. Genießt den Tag!