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Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? Ich gebe, wie letztes Jahr, eine acht. Muss ja noch Luft nach oben bleiben. 

Zugenommen oder abgenommen?
Ich weiß es nicht, weil ich seit Monaten nicht auf der Waage war. Die Klamotten passen alle noch, also vermutlich nur wenige Kekskilos. 

Haare länger oder kürzer? Länger 

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Die jährliche Untersuchung bescheinigte mir dieses Jahr 100 % und 120 % Sehfähigkeit. Sogar mehr als im letzten Jahr. 

Mehr Kohle oder weniger?  Mehr, wegen Vollzeit Arbeit. 

Besseren Job oder schlechteren? Den gleichen. Noch. 

Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr. 

Dieses Jahr etwas gewonnen? Kann mich nicht erinnern. 

Mehr bewegt oder weniger? Gleich viel. Ich geh immer noch Mittags spazieren und mach am Wochenende Sport. 

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich zähle da nicht mit. 

Davon war für Dich die Schlimmste? Die Sommergrippe, die mich und D. Den halben Urlaub beschäftigte. 

Der hirnrissigste Plan? Mit drei Kindern 900 km über Nacht in Urlaub fahren.  Ging aber gut. Nächstes Jahr werden wir trotzdem in zwei Etappen fahren. 

Die gefährlichste Unternehmung? Vielleicht in Sandalen ohne Halt in Dubrovnik zum Meer runter kraxeln.

Die teuerste Anschaffung? Was wirklich teures haben wir nicht gekauft. Vermutlich waren unsere Handys (mit jeweils < 300 €)  das teuerste. 

Das leckerste Essen? Kocht immer noch mein Mann. Und das täglich!

Das beeindruckendste Buch? The Martian von Andy Weir

Der ergreifendste Film? Im Kino habe ich dieses Jahr nur zwei gesehen. Davon war Arrival auf jeden Fall der ergreifendere. (Star Wars  VII hab ich noch nicht gesehen.) 

Die beste CD? Keine gekauft. 

Das schönste Konzert? Angehört: Placebo. Mitgesungen: Jubiläumskonzert des Schulchors von Sohn1. 

Die meiste Zeit verbracht mit? Zuviel müssen. 

Die schönste Zeit verbracht mit? Meinen Jungs am Meer! 

Zum ersten Mal getan? Krankenwagen gefahren. 

Nach langer Zeit wieder getan? Ein Handyspiel ausgiebig gespielt (PokemonGo). 

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Als jemand mein Auto auf dem Parkplatz einschloss. 

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Sohn2 davon, seine Windel abzugeben. 

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Die Eintrittskarten für Placebo. Vielleicht auch nur für mich das schönste Geschenk  😀. 

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Heimlich meine Lieblingskette reparieren lassen. 

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? Ich liebe Dich, Mama. 

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Morgen gehen wir in den Europapark! 

Dein Wort des Jahres? Lüder (so nennt Sohn3 seine Brüder) 

Dein Unwort des Jahres? Krieg

2016 war mit 1 Wort…? Gut

Rückblicke 201520142012

Media Monday #287

Ich habe frei und schaffe es auch mal wieder am Media Monday teil zu nehmen! 

1. Lag bei dir etwas in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum (sofern vorhanden)? Ja, ich habe Wayward Pines auf DVD bekommen und das Buch A princess of Mars. Jetzt hoffe ich, dass wir bald Zeit zum Anschauen finden. 

2. Hast oder wirst du selbst auch etwas in der Richtung verschenken und wenn ja, was (sofern du es an dieser Stelle verraten kannst)? Die Kinder haben Bücher bekommen (Dr. Brumm, Star Wars, Simon’s Cat). An die Verwandtschaft haben wir verschiedene DVDs verschickt.  

3. Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, sofern niemand es dir schenkt? Eigentlich nicht. 

4. Der beste (weil einzige) Weihnachtsfilm, den ich in diesem Jahr gesehen habe, ob zum ersten oder wiederholten Male, war Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Das erste Mal. Joah. Kann man anschauen, aber den Hype darum verstehe ich nicht.


5. Besonders freue ich mich zur Weihnachtszeit immer über
den langen Urlaub und übers alte Freunde treffen.

6. Wohingegen mich Weihnachtssongs im Radio zu Weihnachten einfach nur noch nerven, weil ich sie echt nicht mehr hören kann. Ich saß mal mit Kollegen im Büro, die vier Wochen lang einen Internetsender laufen ließen, der ausschließlich Weihnachtslieder spielte. 

7. Die freien Tage habe ich genutzt beziehungsweise werde ich nutzen, um mich endlich dem häkeln zu widmen. Sohn2 wünscht sich eine Regenbogenmutze. Bei meiner neuen Mütze sind noch Fäden zu vernähen und ich überlege noch, was ich aus dem Rest der Wolle mache. Loop oder Stulpen.

Manchmal ist eben viel

Gestern war mal wieder so ein Tag, wo sich Termine häufen und überschneiden. Ich war um viertel vor acht im Büro und hatte gerade ein paar Kleinigkeiten erledigt, als ein Besucher sich ankündigte. Ab 8:30 hatte ich also Besuch und machte eine kurze Institutsführung. Quasi direkt im Anschluss begann eine Sitzung. Hier musste ich mich nach dem Mittagessen vorzeitig entschuldigen, weil wir den ganzen Nachmittag Studentenpraktika zu betreuen hatten. Ohne Pause hatten wir drei Stunden die Studenten bei uns. Direkt im Anschluss musste ich nach Hause, wo die Jungs schon warteten. Ich bekam noch einen Kaffee zum Mitnehmen und dann erreichten wir gerade noch pünktlich den Kindergarten zum Laternenfest. D. ging nach der halben Laternenrunde mit Sohn3, der weder laufen noch zum Kindergarten wollte, nach Hause (Überraschung: nach Hause wollte er auch nicht). Sohn2 und ich aßen selbstgemachte Maultaschen (mit Kartoffelfüllung, sehr lecker!) und dann tobte Sohn2 noch rum, während ich gegen 18:30 das erste Mal entspannt sitzen konnte. Sohn1 war den nachmittag mit einem Freund unterwegs und kam dann zum Kindergarten. Zuhause war Sohn3 auf Papas Arm bereits eingeschlafen. Die anderen beiden wurden unter die Dusche und dann ins Bett gescheucht. Sohn3 wurde als letzter umgebettet. Und dann saß ich ziemlich platt auf dem Sofa. Mit Salat, Käsespätzle und D. Und das war ein schöner Abschluss eines anstrengenden Tages.

Tagebuchbloggen 10/16

Gestern war der 5. Und ich reiche mal das Tagebuchbloggen nach.  Mein Wecker klingelt um 6:40 Uhr.  Ich bleibe noch etwas liegen und stehe 10 Minuten später auf. Ich bin auf einer Tagung und habe heute eine Sitzungsleitung. Deshalb muss ich um 8:00 beim Frühstück die Vortragenden treffen. Um 7:02 bin ich die erste am Pool und schwimme  25 min bei tollstem Panorama. 

Pünktlich um 8 sitze ich beim Frühstück und warte auf meine Vortragenden. Zwei von fünf tauchen auf. Ich bedaure, dass es in diesem Raum keine Pancakes zum Frühstück gibt. Stattdessen dann eben Marmeladenbrot.  

Um 9 starten die Vorträge. Ich höre interessante und weniger interessante. Um zwanzig nach zehn ist Kaffeepause. Da gibt es immerhin Vollautomatencappuccino statt Filterkaffee. Ich mache außerdem zwei weitere Vortragende ausfindig und gehe in die nächste Session. Draußen ist herrliches Wetter und ich schenke mir den letzten Vortrag vor der Mittagspause, ziehe mich um und suche einen Strand. Folgt man den Trampelpfaden durchs Gebüsch, muss man am Ende nur ein bisschen klettern und hat schon die herrlichsten Ministrände ganz für sich allein.  Ich steige also in die Adria, die noch wunderbar warm ist. Anschließend lasse ich mich von der Sonne trocknen, bevor ich mich auf den Rückweg mache, um noch was vom Mittagsbuffet zu bekommen.  Wunderbar erfrischt schicke ich die schönen Strandbilder per WhatsApp nach Hause. 

Die erste Nachmittagssession ist sehr interessant und ich muss mich schließlich aus Fachgesprächen verabschieden, um rechtzeitig zu meiner Session zu kommen. Der erste Vortrag ist sehr gut, der zweite schrecklich und zu lang. Das macht aber nichts, weil der dritte komplett ausfällt.  Nummer vier und fünf sind dann wieder gut. Dann ist auch der Nachmittag vorbei und ich gehe mich umziehen zum Galadinner. Um 18 Uhr werden wir mit Bussen in eine Kunstgalerie gebracht,  wo wir auf der Terrasse ein Dinner serviert kriegen.  Ich sitze am Tisch mit Finnen,  Schweden, Japanern und einem Tscheche. Die Kellner sorgen dafür dass die Gläser immer voll sind und ich versuche darauf zu achten, dass das Wasserglas öfter nachgefüllt wird als das Weinglas. Das Essen ist gut und zur Unterhaltung gibt es kroatische Folklore.  Gegen 22 Uhr wird es dann trotz Heizpilzen doch empfindlich kalt und ich fahre mit den anderen frierenden zurück zum Hotel,  wo ich mich sofort erstmal unter der Bettdecke aufwärme. Über WhatsApp wünschen D. und ich uns gute Nacht. Es war doch ein Recht anstrengender, wenn auch schöner, Tag. 

Schon wieder Unterwegsschnipsel

Bald hat das Rumreisen ein Ende und es gibt hier vielleicht wieder mehr zu lesen. Momentan bin ich in Dubrovnik, wo ich mich bei bestem Wetter in klimatisierten und abgedunkelten Räumen aufhalte. Ich freue mich aber sehr drauf, nach Ende der Veranstaltung die Stadtmauer abzulaufen und ein Paar GoT Locations zu finden. Heute morgen begann mein Tag mit einer Runde Schwimmen im Pool und einem riesigen Frühstücksbuffet, für das ich leider wegen vorheriger Trödelei nur 15 Minuten Zeit hatte. Morgen werde ich mehr einplanen! 

***

Sohn1 war am Sonntag zu einem Geburtstag eingeladen, bei dem sie in ein großes Spaßbad gefahren sind. Nach dem Frühstück verabschiedete er sich und kam gegen 20 Uhr kurz nach Hause, um die Schwimmsachen gegen Zahnbürste und Schlafanzug zu tauschen. Er wollte spontan beim Geburtstagskind übernachten. Ich muss sagen, ich mag dieses größer und selbständiger werden ja sehr.  

***

Ich hab gestern echt angefangen den Media Monday auszufüllen. Leider war der Tag plötzlich schon wieder vorbei. Vielleicht reiche ich noch nach. 

Media Monday #271

Bei uns geht heute nach fünf Wochen Ferien so ein bisschen der Alltag wieder los, weil Sohn1 in die Ferienbetreuung geht. Sohn2 geht schon seit zwei Wochen wieder zum Kindergarten. Und weil Montag ist, ist erst mal der Media Monday dran. 

1. Für den September stehen einige Auswärtstermine im Kalender. Das wird für uns alle anstrengend werden.

2. Star Trek: Raumschiff Voyager reizt mich thematisch ja schon, jedoch weiß ich nicht, wann ich jemals wieder Zeit habe, so viele Folgen anzuschauen.

3. DVD, Blu-ray oder Stream? Blu-ray hab ich nicht, also DVD oder Stream. Ist mir beides recht.

4. Insidious: Chapter 2 ist so das mitunter gruseligste, was ich in letzter Zeit gesehen habe, schließlich ist es das einzige gruselige was ich gesehen habe. Aber durchaus nicht schlecht. Ich konnte mich sogar noch sehr dunkel an Teil 1 erinnern.

5. Bei den vielgerühmten Netflix- und Amazonserien schreckt mich vor allem ab, dass es nur wenige Staffeln gibt, weil ich nicht gerne auf Folgestaffeln warte.

6. Knallerfrauen entspricht manchmal exakt meinem Humor, denn einige der dargestellten Situationen kenn ich nur zu gut. Bin grade mobil unterwegs, sonst würde ich jetzt was gutes raussuchen. So müsst ihr eben selbst suchen. 

7. Zuletzt habe ich Fack ju Göhte 2 gesehen und das war eigentlich nicht sooo schlecht, aber der Rahmen der Handlung war so bescheuert und an den Haaren herbei gezogen, dass ich es wirklich nicht ausblenden konnte. Da hilft dann auch der halbnackte Elyas M’Barek nicht.

Bald ein Jahr Schulkind

Sarah Depold (@mamaskind_de) fragte unter #Schulkind2016,  wie das mit dem Wechsel zum Schulkind so war.  

Sohn1 wurde letztes Jahr eingeschult, hat jetzt also bald sein erstes Schuljahr hinter sich. Ich hatte eigentlich kaum eine Vorstellung, wie das wird, wenn er in die Schule geht. Aber ich muss sagen, dass eigentlich alles gut klappt. An den ersten beiden Schultagen hat D.  ihn zur Schule begleitet, seit dem läuft er (oder fährt seit neuestem mit dem Roller) mit zwei seiner Klassenkameraden zusammen zur Schule. Es sind 1,5 km Weg, also eine ganz ordentliche Strecke und im ganzen Jahr habe ich ihn nur dreimal mit dem Auto gebracht (einmal wegen verstauchtem Fuß, einmal Rucksack vergessen und einmal Geburtstagskuchen dabei). Nach der Schule geht er bis halb zwei zur Kernzeitbetreuung und läuft dann zum Kindergarten, wo D. gegen zwei Sohn2  abholt. Von da laufen sie gemeinsam nach Hause.

Die Hausaufgaben macht er selbständig und meistens alleine. Wenn er was nicht versteht, wartet er in der Regel, bis ich von der Arbeit wieder komme, und fragt mich dann. Wir haben keine feste Zeit für seine Hausaufgaben. Wenn er erst spielen will, macht er sie eben später, wenn er noch zum Sport oder zu Freunden will, macht er sie gleich wenn er zuhause ist. Ich kontrolliere die Hausaufgaben nur sporadisch. Ich frage, ob er sie gemacht hat und vertraue auf seine Aussage. D. schaut sie sich öfter mal an und legt ihm mehr Sorgfalt nahe. Wir versuchen ihm zu vermitteln , dass die Hausaufgaben in seiner Verantwortung liegen und er sich in der Schule rechtfertigen muss, wenn er sie nicht macht. Bisher klappt das ganz gut.
Er ist sehr selbständig geworden, kann sich alleine im Ort bewegen um Freunde zu besuchen oder draußen Roller zu fahren. Er packt selbst seine Taschen für Sport und Schwimmen und hat auch seine regelmäßigen Termine im Kopf. Ich finde das toll! Wenn das dieses #siewerdensoschnellgroß ist, hätte ich gerne mehr davon.
Soweit ich das beurteilen kann, hat er wenig Probleme in der Schule. (Vielleicht rede ich hier anders,  sobald wir das Zeugnis haben). Er hat viele Freunde (und wie ich gehört habe auch einige Verehrerinnen) und geht gerne hin. Sein derzeit bester Freund war schon mit ihm im Kindergarten, aber da hatten sie nichts miteinander zu tun. Allerdings besucht er auch regelmäßig (etwa einmal die Woche) seinen besten Kindergartenfreund, der letztes Jahr nicht mit eingeschult wurde. Auch zu einem weiteren guten Freund und einer Freundin, die seit letztem Jahr eine andere Schule bzw. Kindergarten besuchen, hat er regelmäßig Kontakt. Hier haben also auch Kindergartenfreundschaften gehalten. Zusätzlich kennt er jetzt eben quasi jedes Kind im Ort. Vor Weihnachten gab es mal Streit mit einem Mitschüler, der ihn immer wieder angegriffen hat. Wir haben die Lehrerin informiert, dann gab es eine Aussprache mit den Jungs und den Eltern und seitdem ist es gut. Seine Leistungen in der Schule sind wohl guter Durchschnitt, aber mal abwarten, was dann im Zeugnis steht. Seine Lehrerin findet er toll und die Kernzeitbetreuung/Ferienbetreuung noch viel toller.
So im großen und ganzen läuft es eigentlich gut mit der Schule. Unser Alltag ist dadurch, dass er alleine hinläuft und sich selbständig um die Hausaufgaben kümmert, eigentlich einfacher geworden.

Tagebuchbloggen 07/16

Es ist schon wieder so weit und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag so machen.

Mein Wecker klingelt wie jeden Wochentag um 5:45 Uhr. Und ebenfalls wie (beinahe) jeden Tag bleibe ich noch liegen, bis der Wecker zehn Minuten später das zweite Mal klingelt. Wobei Wecker und klingeln beides nicht richtig ist, weil ich mich seit letzter Woche von meinem vívosmart HR durch diskrete Vibration am Handgelenk wecken lasse. Das ist besonders für die mit im Raum schlafenden von Vorteil, weil eben kein Wecker dudelt. Ich beginne mit der üblichen Morgenroutine: duschen, anziehen, Brote machen,… und wundere mich mal wieder, wo die Zeit hingegangen ist, als es schon wieder 7 Uhr ist. Eigentlich will ich nämlich schon vor 7 Uhr im Auto sitzen, aber das wird wohl nichts mehr. Nach und nach sind auch die Söhne nach unten gekommen und lungern müde herum. Ich gehe D., der noch mit der Snoozefunktion seines Weckers beschäftigt ist, Bescheid sagen, dass ich gehe. Ab hier übernimmt er die Morgenschicht zuhause und ich bin um kurz nach halb acht im Büro. Da gibt es dann erstmal Kaffee und ein Skyr zum Frühstück.

Auf meiner ToDo-Liste stehen einige Dinge. Ich beginne mit der Reiseplanung für Konferenzbesuche in Prag und Dubrovnik im September und Oktober. Das ist nicht so einfach, weil es für die Tagungen noch kein Programm gibt und ich so nicht weiß, wann ich da sein muss. Auch lerne ich, dass es weder Direktflüge von S nach Prag, noch nach Dubrovnik gibt. Und die DB bietet auch keine Zugverbindungen nach Prag an. Ab Nürnberg mit dem Bus. Ich weiß nicht, ob ich das machen will oder doch lieber mit Umsteigen fliegen soll. Ich entscheide, dass ich den Flughafentransfer in Dubrovnik für 95 € hin und zurück zu teuer finde, wenn ich auch mit dem Expressbus für 10 € hin und zurück fahren kann. Und dann schaue ich noch bei google streetview, wie meine Bushaltestelle in Dubrovnik aussieht. Am Ende lasse ich unsere Sekretärin den Flug nach Dubrovnik buchen und lasse die Reiseplanung für Prag noch liegen und hoffe drauf, dass das Tagungsprogramm bald fertig ist. So ein bisschen spannend finde ich schon, dass ich gleich zweimal in Länder mit anderer Währung fahre. Seit Jahren habe ich mit nichts außer Euro (und ganz selten mal Schweizer Franken, aber das zählt nicht) bezahlt.

Dann setze ich eine Internet-und Literaturrecherche fort, die ich für einen Projektantrag mache, lasse mir die Teilnahme an einem Workshop übernächste Woche genehmigen und versuche einen Platz für ein Paar Monate in einem Ofen mit geeigneter Temperatur (540°C) für einen Langzeitversuch zu bekommen. Außerdem frage ich bei Herstellern Hochtemperaturklebstoffe an. Und so geht der Vormittag zu Ende.

Zum Mittag gibt es Reste von gestern. Anschließend sprechen meine Kolleginnen und ich eine Veranstaltung durch, die wir Donnerstag für Studenten anbieten. Obwohl es anschließend schon spät ist, drehe ich noch eine kurze Runde durch den Wald, um das Gehirn durch zu lüften. Dann verschicke ich die Anmeldung zu Workshop, denke immerhin kurz daran, dass ich in 10 Tagen eine Veröffentlichung fertig gestellt haben muss, die im Moment erst zwei Seiten lang ist. Das verschiebe ich dann aber auf morgen und gehe die am Vormittag gespeicherte Literatur durch, und suche ob ich die gewünschten Informationen finde. Einige Zitate kopiere ich in einem Dokument zusammen.

Um 16 Uhr packe ich zusammen. Google sagt 23 min Fahrzeit bis nach Hause. Leider stehe ich dann doch kurz im Stau und komme gerade püntklich an, um die Kinder ins Auto zu laden und Sohn1 zum Schwimmen zu fahren. Für einen Kaffee und zum Einpacken von Knabberkram für unterwegs reicht es aber noch. Um 16:53 sitzen alle im Auto. Sohn2 jammert, weil er ein Spielzeug mitnehmen wollte, aber in 3 Minuten keine Entscheidung treffen konnte, was er mitnehmen will. Um 16:57 erreichen wir das Schwimmbad. Sohn1 springt raus und läuft davon. Als ich Sohn3 aus dem Sitz hebe, stelle ich fest, dass seine Windel voll ist. Während ich ihn im Kofferraum wickele, überlegen wir, was wir in der Stunde, die wir jetzt Zeit haben, machen wollen und ob wir mal den Spielplatz in der Nähe suchen sollen. Da kommt dann auch schon Sohn1 zurück gerannt: Badehose vergessen. Also alle wieder ins Auto, zurück nach Hause, Badehose holen und wieder zum Schwimmbad. Um 17:15 sind wir zurück am Schwimmbad und Sohn1 kann beim Schwimmen mitmachen. Ich ärgere mich nicht mal über die vergessene Badehose. Ich finde es gut, dass Sohn1 selbständig seine Sachen zusammenpackt und ich mich darum nicht kümmern muss. Die Badehose wird er nächstes Mal bestimmt nicht wieder vergessen.

Ich bleibe mit Sohn2 und Sohn3 an der Schwimmhalle. Sohn2 meckert, weil er lieber zum Spielplatz wollte. Ich versuche die Stimmung mit Salzstangen und Keksen zu heben. Sohn3 kippt seine Wasserflasche aus und Sohn2 meckert, dass er genau da, wo es jetzt nass ist, sitzen wollte. Aus Ärger begießt er Sohn3 mit Wasser. Ich will Sohn3 ein trockenes T-Shirt anziehen, aber der läuft lieber mit freiem Oberkörper weiter. Dann begießt Sohn3 Sohn2 mit Wasser, der sofort Hose und T-Shirt ausziehen muss, weil jeweils ein Tropfen Wasser darauf gelandet ist. Dann wird es ihm zu kalt und er schlägt vor im Vorraum der Schwimmhalle zu warten. Also gehen wir nach drinnen und schauen dem Training zu.

Um kurz nach sechs kommt Sohn1 als erster aus der Umkleidekabine. Die anderen Jungs haben ihn geärgert, weil seine Fußnägel lackiert sind und sie sagten, er sei ein Mädchen. Er hat ihnen dann erklärt, was die anatomischen Unterschiede zwischen Jungs und Mädels sind, aber das hat sie nicht beeindruckt. Sohn2 ist es plötzlich draußen nicht mehr zu kalt und er nutzt jeden Umweg, klettert auf jede Bank und kriecht in jedes Gebüsch bis wir am Auto sind. Sohn3 natürlich immer hinterher. Der kippt dann noch die restlichen Salzstangen aus und dann sind wir endlich am Auto.

Zuhause besorgt D. auf ausdrücklichen Wunsch von Sohn1 Abendessen beim Dönerladen. Anschließend malen Sohn1 und Sohn2 noch was, während Sohn3 in die Badewanne darf. Dann ist Schlafenszeit für die Jungs. Sohn3 schläft ausnahmsweise schon um 22 Uhr. Leider schlafe ich gleich mit ein, stehe aber eine Stunde später doch noch mal auf. Und dann ist der Tag auch schon rum.

Ich muss ja sagen, dass mir die Muttertagswünsche auf twitter ziemlich egal waren. Da wurden eben Mißstände aufgezeigt und Wünsche geäußert. Aber dann las ich diesen Artikel dazu und jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben. Viele der Forderungen im Artikel finde ich richtig, allerdings finde ich, dass die Muttertagswünsche der anderen zu Unrecht schlecht geredet werden. Ich hab hier mal ein paar Zitate kommentiert:

Ihr meint doch nicht wirklich, dass jemand in 20 oder 25 Stunden Teilzeit genau so tolle Häuser bauen, Prozesse führen oder regieren kann, wie jemand, der das 40, 50 oder 60 Stunden tut?

Das mit dem Regieren in Teilzeit ist vielleicht in der Tat schwierig. Bei den anderen Beispielen muss ich sagen: doch, ich glaube, dass man in Teilzeit genauso tolle Häuser bauen und Prozesse führen kann, nur eben nicht so viele. Man kann in 50 % der Arbeitszeit eben auch nur 50 % der Arbeit erledigen, aber die Qualtität muss darunter nicht leiden!

… eine Kollegen als genauso verlässlich geschätzt wird, bei der man nie so ganz genau weiß, ob sie am Montagmorgen erscheint, oder sich wegen eines kranken Kindes abmeldet. Haltet ihr es denn wirklich für zumutbar, dass dieser Frau genauso wichtige, zeitkritische und verantwortungsvolle Projekte übertragen werden, wie jemandem, der nur ein Zehntel dieser Ausfalltage hat?

Kollegen, die unzuverlässig sind, sind immer schlecht. Ich würde das aber nicht primär an Kindern fest machen. Bei uns sind die KollegInnen mit Kindern in der Regel sehr zuverlässig und vor allem sehr belastbar. Kinderlose melden sich ja auch unerwartet krank und fallen länger aus. Dass unzuverlässige MitarbeiterInnen weniger Verantwortung bekommen, ist klar. Allerdings ist es falsch, den Eltern und vor allem den Müttern gleich den „unzuverlässig“-Stempel aufzudrücken.

Und glaubt ihr denn in vollem Ernst, dass es richtig ist, jemanden, der nicht oder kaum in die Rentenkasse eingezahlt hat, später genauso viel auszuzahlen, wie jemandem, der jahrzehntelang jeden Morgen zur Arbeit gegangen ist?

Ich glaube an die Solidarität. Ja, ich finde es asozial, sowas von kinderlosen Doppelverdienern zu hören, die später eine fette Rente ausgezahlt bekommen, obwohl sie nur einen Teil des Generationenvertrags erfüllt haben. Sie haben zwar ordentlich eingezahlt, aber nicht dafür gesorgt, dass auch später noch Einzahler da sind. Selbst Familien, wo beide Eltern über weite Teile ihres Erwachsenenlebens erwerbstätig waren und eingezahlt haben, stehen im Alter finanziell schlechter da, als Kinderlose. Ich finde das „dann geh halt arbeiten und jammer nicht“-Argument in unserem heutigen Deutschland nicht angebracht. Eine flächendeckende Rundum-Kinderbetreuung gibt es eben (noch?) nicht. „Ganztagesbetreuung“ in der Schule bedeutet hier z.B. 7:30-15:30. Ferienbetreuung deckt in den großen Ferien nur 50 % der Zeit ab und endet bereits um 13:30. In unterschiedlichen Einrichtungen liegt die Betreuung auch zu unterschiedlichen Zeiten. Für uns ergibt sich dieses Jahr in den Sommerferien z.B. ein Zeitraum von 5 Wochen, in dem immer mindestens ein Kind ohne Betreuung ist. Sowas macht eine Vollzeitbeschäftigung von beiden Eltern unmöglich, wenn man keine Großeltern vor Ort hat, die die Betreuung übernehmen. Und nicht jede Vollzeitbeschäftigung wirft genug ab, dass man sich zusätzlich noch Tagesmütter oder Nannys leisten kann. Gerade in betreuenden oder pflegenden Berufen liefert eine lückenlose Vollzeitbeschäftigung bis ins Rentenalter eine Rente knapp über dem Existenzminimum. Und zusätzliche private Rentenversicherungen sind vom Gehalt bei gleichzeitigen Betreuungskosten für die Kinder, nicht in notwendiger Höhe möglich.
Es geht hier nicht darum, den Eltern, die keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen können oder wollen ein Rentnerleben in Saus und Braus zu finanzieren. Es geht darum, dass die Erziehungsleistung der Eltern in dem jetzt bestehenden System von Kindergarten und Schule honoriert wird. Schulen und Kindergärten verlassen sich ganz selbstverständlich auf die Mitarbeit von Eltern. Kuchen backen und verkaufen zur Finanzierung von Spielgeräten, Ausflügen und Klassenfahrten, Begleitpersonen bei Ausflügen, Fahrdienste zu Auswärtsaktivitäten, Mitgestaltende bei Projekttagen und Aufsichtspersonen bei Sporttagen. Das alles wird kostenlos von Eltern geleistet. In der Regel von den Eltern, die nicht Vollzeit arbeiten. Ich bin froh, dass meinen Kindern solche Dinge ermöglicht werden, weil andere Eltern Zeit dazu haben. Klar wäre es wünschenswert, das sowas von fest angestelltem Fachpersonal geleistet würde, aber davon sind wir eben noch weit entfernt. Solange das Schulsystem sich auf die Mitarbeit und Verfügbarkeit von Eltern stützt, finde ich die staatlichen Förderungen für Familien noch viel zu gering.

Ich wünsche mir weiter, dass Väter und Mütter gleiche Ausfallrisiken haben.

Ja, das wünsche ich mir auch. Außerdem wünsche ich mir, dass akzeptiert wird, dass es im Menschenleben Zeiten gibt, in denen man für die Erwerbsarbeit ausfällt. Ich wünsche mir, dass verstanden wird, dass auch Menschen die mehrere Monate zu Hause sind, im Anschluss gute Arbeit leisten und nicht „raus sind“. Ich wünsche mir, dass Teilzeitkräfte verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekommen, die sie im Rahmen ihrer Arbeitszeit erfüllen können. Ich wünsche mir, dass solange das Schulsystem durch Elternarbeit gestützt wird, diejenigen Eltern die das leisten, dafür auch im Rentensystem honoriert werden. Ich wünsche mir aber vor allem, dass die Modelle „Vollzeitarbeit“ und „Vollzeiteltern“ nicht mehr als konträre Modelle einer Lebensführung gesehen werden, sondern als temporäre Möglichkeiten im Erwerbsleben von Menschen, die auf verschiedenste Art und Weise kombiniert werden können. Ich wünsche mir, dass die, für die im Leben alles gut gelaufen ist, im Blick behalten, dass andere schlechtere Bedingungen haben. Ich wünsche mir, dass das ständige „Ich will nicht für eure Kinder/eure Rente bezahlen!!!“ aufhört. Warum wiegeln wir uns gegeneinander auf? Es gibt andere Bereiche in denen „unser“ Geld auf viel sinnlosere Art verschleudert wird.

Das Tagebuchbloggen am 5. hab ich verpasst. Ist zu viel Frühling und zu viel Wochenende.

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Vatertagsausflug …

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… mit Schwarzwaldidylle und

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zahmen Wildtieren.
Am Freitag gab’s Shoppen und Kuchen auf der frisch gekärcherten Terrasse der besten Schulfreundin und einigen aufgescheuchten Ameisen. Und jetzt ist immer noch Wochenende!