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Schon wieder Unterwegsschnipsel

Bald hat das Rumreisen ein Ende und es gibt hier vielleicht wieder mehr zu lesen. Momentan bin ich in Dubrovnik, wo ich mich bei bestem Wetter in klimatisierten und abgedunkelten Räumen aufhalte. Ich freue mich aber sehr drauf, nach Ende der Veranstaltung die Stadtmauer abzulaufen und ein Paar GoT Locations zu finden. Heute morgen begann mein Tag mit einer Runde Schwimmen im Pool und einem riesigen Frühstücksbuffet, für das ich leider wegen vorheriger Trödelei nur 15 Minuten Zeit hatte. Morgen werde ich mehr einplanen! 

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Sohn1 war am Sonntag zu einem Geburtstag eingeladen, bei dem sie in ein großes Spaßbad gefahren sind. Nach dem Frühstück verabschiedete er sich und kam gegen 20 Uhr kurz nach Hause, um die Schwimmsachen gegen Zahnbürste und Schlafanzug zu tauschen. Er wollte spontan beim Geburtstagskind übernachten. Ich muss sagen, ich mag dieses größer und selbständiger werden ja sehr.  

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Ich hab gestern echt angefangen den Media Monday auszufüllen. Leider war der Tag plötzlich schon wieder vorbei. Vielleicht reiche ich noch nach. 

Media Monday #271

Bei uns geht heute nach fünf Wochen Ferien so ein bisschen der Alltag wieder los, weil Sohn1 in die Ferienbetreuung geht. Sohn2 geht schon seit zwei Wochen wieder zum Kindergarten. Und weil Montag ist, ist erst mal der Media Monday dran. 

1. Für den September stehen einige Auswärtstermine im Kalender. Das wird für uns alle anstrengend werden.

2. Star Trek: Raumschiff Voyager reizt mich thematisch ja schon, jedoch weiß ich nicht, wann ich jemals wieder Zeit habe, so viele Folgen anzuschauen.

3. DVD, Blu-ray oder Stream? Blu-ray hab ich nicht, also DVD oder Stream. Ist mir beides recht.

4. Insidious: Chapter 2 ist so das mitunter gruseligste, was ich in letzter Zeit gesehen habe, schließlich ist es das einzige gruselige was ich gesehen habe. Aber durchaus nicht schlecht. Ich konnte mich sogar noch sehr dunkel an Teil 1 erinnern.

5. Bei den vielgerühmten Netflix- und Amazonserien schreckt mich vor allem ab, dass es nur wenige Staffeln gibt, weil ich nicht gerne auf Folgestaffeln warte.

6. Knallerfrauen entspricht manchmal exakt meinem Humor, denn einige der dargestellten Situationen kenn ich nur zu gut. Bin grade mobil unterwegs, sonst würde ich jetzt was gutes raussuchen. So müsst ihr eben selbst suchen. 

7. Zuletzt habe ich Fack ju Göhte 2 gesehen und das war eigentlich nicht sooo schlecht, aber der Rahmen der Handlung war so bescheuert und an den Haaren herbei gezogen, dass ich es wirklich nicht ausblenden konnte. Da hilft dann auch der halbnackte Elyas M’Barek nicht.

Bald ein Jahr Schulkind

Sarah Depold (@mamaskind_de) fragte unter #Schulkind2016,  wie das mit dem Wechsel zum Schulkind so war.  

Sohn1 wurde letztes Jahr eingeschult, hat jetzt also bald sein erstes Schuljahr hinter sich. Ich hatte eigentlich kaum eine Vorstellung, wie das wird, wenn er in die Schule geht. Aber ich muss sagen, dass eigentlich alles gut klappt. An den ersten beiden Schultagen hat D.  ihn zur Schule begleitet, seit dem läuft er (oder fährt seit neuestem mit dem Roller) mit zwei seiner Klassenkameraden zusammen zur Schule. Es sind 1,5 km Weg, also eine ganz ordentliche Strecke und im ganzen Jahr habe ich ihn nur dreimal mit dem Auto gebracht (einmal wegen verstauchtem Fuß, einmal Rucksack vergessen und einmal Geburtstagskuchen dabei). Nach der Schule geht er bis halb zwei zur Kernzeitbetreuung und läuft dann zum Kindergarten, wo D. gegen zwei Sohn2  abholt. Von da laufen sie gemeinsam nach Hause.

Die Hausaufgaben macht er selbständig und meistens alleine. Wenn er was nicht versteht, wartet er in der Regel, bis ich von der Arbeit wieder komme, und fragt mich dann. Wir haben keine feste Zeit für seine Hausaufgaben. Wenn er erst spielen will, macht er sie eben später, wenn er noch zum Sport oder zu Freunden will, macht er sie gleich wenn er zuhause ist. Ich kontrolliere die Hausaufgaben nur sporadisch. Ich frage, ob er sie gemacht hat und vertraue auf seine Aussage. D. schaut sie sich öfter mal an und legt ihm mehr Sorgfalt nahe. Wir versuchen ihm zu vermitteln , dass die Hausaufgaben in seiner Verantwortung liegen und er sich in der Schule rechtfertigen muss, wenn er sie nicht macht. Bisher klappt das ganz gut.
Er ist sehr selbständig geworden, kann sich alleine im Ort bewegen um Freunde zu besuchen oder draußen Roller zu fahren. Er packt selbst seine Taschen für Sport und Schwimmen und hat auch seine regelmäßigen Termine im Kopf. Ich finde das toll! Wenn das dieses #siewerdensoschnellgroß ist, hätte ich gerne mehr davon.
Soweit ich das beurteilen kann, hat er wenig Probleme in der Schule. (Vielleicht rede ich hier anders,  sobald wir das Zeugnis haben). Er hat viele Freunde (und wie ich gehört habe auch einige Verehrerinnen) und geht gerne hin. Sein derzeit bester Freund war schon mit ihm im Kindergarten, aber da hatten sie nichts miteinander zu tun. Allerdings besucht er auch regelmäßig (etwa einmal die Woche) seinen besten Kindergartenfreund, der letztes Jahr nicht mit eingeschult wurde. Auch zu einem weiteren guten Freund und einer Freundin, die seit letztem Jahr eine andere Schule bzw. Kindergarten besuchen, hat er regelmäßig Kontakt. Hier haben also auch Kindergartenfreundschaften gehalten. Zusätzlich kennt er jetzt eben quasi jedes Kind im Ort. Vor Weihnachten gab es mal Streit mit einem Mitschüler, der ihn immer wieder angegriffen hat. Wir haben die Lehrerin informiert, dann gab es eine Aussprache mit den Jungs und den Eltern und seitdem ist es gut. Seine Leistungen in der Schule sind wohl guter Durchschnitt, aber mal abwarten, was dann im Zeugnis steht. Seine Lehrerin findet er toll und die Kernzeitbetreuung/Ferienbetreuung noch viel toller.
So im großen und ganzen läuft es eigentlich gut mit der Schule. Unser Alltag ist dadurch, dass er alleine hinläuft und sich selbständig um die Hausaufgaben kümmert, eigentlich einfacher geworden.

Tagebuchbloggen 07/16

Es ist schon wieder so weit und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag so machen.

Mein Wecker klingelt wie jeden Wochentag um 5:45 Uhr. Und ebenfalls wie (beinahe) jeden Tag bleibe ich noch liegen, bis der Wecker zehn Minuten später das zweite Mal klingelt. Wobei Wecker und klingeln beides nicht richtig ist, weil ich mich seit letzter Woche von meinem vívosmart HR durch diskrete Vibration am Handgelenk wecken lasse. Das ist besonders für die mit im Raum schlafenden von Vorteil, weil eben kein Wecker dudelt. Ich beginne mit der üblichen Morgenroutine: duschen, anziehen, Brote machen,… und wundere mich mal wieder, wo die Zeit hingegangen ist, als es schon wieder 7 Uhr ist. Eigentlich will ich nämlich schon vor 7 Uhr im Auto sitzen, aber das wird wohl nichts mehr. Nach und nach sind auch die Söhne nach unten gekommen und lungern müde herum. Ich gehe D., der noch mit der Snoozefunktion seines Weckers beschäftigt ist, Bescheid sagen, dass ich gehe. Ab hier übernimmt er die Morgenschicht zuhause und ich bin um kurz nach halb acht im Büro. Da gibt es dann erstmal Kaffee und ein Skyr zum Frühstück.

Auf meiner ToDo-Liste stehen einige Dinge. Ich beginne mit der Reiseplanung für Konferenzbesuche in Prag und Dubrovnik im September und Oktober. Das ist nicht so einfach, weil es für die Tagungen noch kein Programm gibt und ich so nicht weiß, wann ich da sein muss. Auch lerne ich, dass es weder Direktflüge von S nach Prag, noch nach Dubrovnik gibt. Und die DB bietet auch keine Zugverbindungen nach Prag an. Ab Nürnberg mit dem Bus. Ich weiß nicht, ob ich das machen will oder doch lieber mit Umsteigen fliegen soll. Ich entscheide, dass ich den Flughafentransfer in Dubrovnik für 95 € hin und zurück zu teuer finde, wenn ich auch mit dem Expressbus für 10 € hin und zurück fahren kann. Und dann schaue ich noch bei google streetview, wie meine Bushaltestelle in Dubrovnik aussieht. Am Ende lasse ich unsere Sekretärin den Flug nach Dubrovnik buchen und lasse die Reiseplanung für Prag noch liegen und hoffe drauf, dass das Tagungsprogramm bald fertig ist. So ein bisschen spannend finde ich schon, dass ich gleich zweimal in Länder mit anderer Währung fahre. Seit Jahren habe ich mit nichts außer Euro (und ganz selten mal Schweizer Franken, aber das zählt nicht) bezahlt.

Dann setze ich eine Internet-und Literaturrecherche fort, die ich für einen Projektantrag mache, lasse mir die Teilnahme an einem Workshop übernächste Woche genehmigen und versuche einen Platz für ein Paar Monate in einem Ofen mit geeigneter Temperatur (540°C) für einen Langzeitversuch zu bekommen. Außerdem frage ich bei Herstellern Hochtemperaturklebstoffe an. Und so geht der Vormittag zu Ende.

Zum Mittag gibt es Reste von gestern. Anschließend sprechen meine Kolleginnen und ich eine Veranstaltung durch, die wir Donnerstag für Studenten anbieten. Obwohl es anschließend schon spät ist, drehe ich noch eine kurze Runde durch den Wald, um das Gehirn durch zu lüften. Dann verschicke ich die Anmeldung zu Workshop, denke immerhin kurz daran, dass ich in 10 Tagen eine Veröffentlichung fertig gestellt haben muss, die im Moment erst zwei Seiten lang ist. Das verschiebe ich dann aber auf morgen und gehe die am Vormittag gespeicherte Literatur durch, und suche ob ich die gewünschten Informationen finde. Einige Zitate kopiere ich in einem Dokument zusammen.

Um 16 Uhr packe ich zusammen. Google sagt 23 min Fahrzeit bis nach Hause. Leider stehe ich dann doch kurz im Stau und komme gerade püntklich an, um die Kinder ins Auto zu laden und Sohn1 zum Schwimmen zu fahren. Für einen Kaffee und zum Einpacken von Knabberkram für unterwegs reicht es aber noch. Um 16:53 sitzen alle im Auto. Sohn2 jammert, weil er ein Spielzeug mitnehmen wollte, aber in 3 Minuten keine Entscheidung treffen konnte, was er mitnehmen will. Um 16:57 erreichen wir das Schwimmbad. Sohn1 springt raus und läuft davon. Als ich Sohn3 aus dem Sitz hebe, stelle ich fest, dass seine Windel voll ist. Während ich ihn im Kofferraum wickele, überlegen wir, was wir in der Stunde, die wir jetzt Zeit haben, machen wollen und ob wir mal den Spielplatz in der Nähe suchen sollen. Da kommt dann auch schon Sohn1 zurück gerannt: Badehose vergessen. Also alle wieder ins Auto, zurück nach Hause, Badehose holen und wieder zum Schwimmbad. Um 17:15 sind wir zurück am Schwimmbad und Sohn1 kann beim Schwimmen mitmachen. Ich ärgere mich nicht mal über die vergessene Badehose. Ich finde es gut, dass Sohn1 selbständig seine Sachen zusammenpackt und ich mich darum nicht kümmern muss. Die Badehose wird er nächstes Mal bestimmt nicht wieder vergessen.

Ich bleibe mit Sohn2 und Sohn3 an der Schwimmhalle. Sohn2 meckert, weil er lieber zum Spielplatz wollte. Ich versuche die Stimmung mit Salzstangen und Keksen zu heben. Sohn3 kippt seine Wasserflasche aus und Sohn2 meckert, dass er genau da, wo es jetzt nass ist, sitzen wollte. Aus Ärger begießt er Sohn3 mit Wasser. Ich will Sohn3 ein trockenes T-Shirt anziehen, aber der läuft lieber mit freiem Oberkörper weiter. Dann begießt Sohn3 Sohn2 mit Wasser, der sofort Hose und T-Shirt ausziehen muss, weil jeweils ein Tropfen Wasser darauf gelandet ist. Dann wird es ihm zu kalt und er schlägt vor im Vorraum der Schwimmhalle zu warten. Also gehen wir nach drinnen und schauen dem Training zu.

Um kurz nach sechs kommt Sohn1 als erster aus der Umkleidekabine. Die anderen Jungs haben ihn geärgert, weil seine Fußnägel lackiert sind und sie sagten, er sei ein Mädchen. Er hat ihnen dann erklärt, was die anatomischen Unterschiede zwischen Jungs und Mädels sind, aber das hat sie nicht beeindruckt. Sohn2 ist es plötzlich draußen nicht mehr zu kalt und er nutzt jeden Umweg, klettert auf jede Bank und kriecht in jedes Gebüsch bis wir am Auto sind. Sohn3 natürlich immer hinterher. Der kippt dann noch die restlichen Salzstangen aus und dann sind wir endlich am Auto.

Zuhause besorgt D. auf ausdrücklichen Wunsch von Sohn1 Abendessen beim Dönerladen. Anschließend malen Sohn1 und Sohn2 noch was, während Sohn3 in die Badewanne darf. Dann ist Schlafenszeit für die Jungs. Sohn3 schläft ausnahmsweise schon um 22 Uhr. Leider schlafe ich gleich mit ein, stehe aber eine Stunde später doch noch mal auf. Und dann ist der Tag auch schon rum.

Ich muss ja sagen, dass mir die Muttertagswünsche auf twitter ziemlich egal waren. Da wurden eben Mißstände aufgezeigt und Wünsche geäußert. Aber dann las ich diesen Artikel dazu und jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben. Viele der Forderungen im Artikel finde ich richtig, allerdings finde ich, dass die Muttertagswünsche der anderen zu Unrecht schlecht geredet werden. Ich hab hier mal ein paar Zitate kommentiert:

Ihr meint doch nicht wirklich, dass jemand in 20 oder 25 Stunden Teilzeit genau so tolle Häuser bauen, Prozesse führen oder regieren kann, wie jemand, der das 40, 50 oder 60 Stunden tut?

Das mit dem Regieren in Teilzeit ist vielleicht in der Tat schwierig. Bei den anderen Beispielen muss ich sagen: doch, ich glaube, dass man in Teilzeit genauso tolle Häuser bauen und Prozesse führen kann, nur eben nicht so viele. Man kann in 50 % der Arbeitszeit eben auch nur 50 % der Arbeit erledigen, aber die Qualtität muss darunter nicht leiden!

… eine Kollegen als genauso verlässlich geschätzt wird, bei der man nie so ganz genau weiß, ob sie am Montagmorgen erscheint, oder sich wegen eines kranken Kindes abmeldet. Haltet ihr es denn wirklich für zumutbar, dass dieser Frau genauso wichtige, zeitkritische und verantwortungsvolle Projekte übertragen werden, wie jemandem, der nur ein Zehntel dieser Ausfalltage hat?

Kollegen, die unzuverlässig sind, sind immer schlecht. Ich würde das aber nicht primär an Kindern fest machen. Bei uns sind die KollegInnen mit Kindern in der Regel sehr zuverlässig und vor allem sehr belastbar. Kinderlose melden sich ja auch unerwartet krank und fallen länger aus. Dass unzuverlässige MitarbeiterInnen weniger Verantwortung bekommen, ist klar. Allerdings ist es falsch, den Eltern und vor allem den Müttern gleich den „unzuverlässig“-Stempel aufzudrücken.

Und glaubt ihr denn in vollem Ernst, dass es richtig ist, jemanden, der nicht oder kaum in die Rentenkasse eingezahlt hat, später genauso viel auszuzahlen, wie jemandem, der jahrzehntelang jeden Morgen zur Arbeit gegangen ist?

Ich glaube an die Solidarität. Ja, ich finde es asozial, sowas von kinderlosen Doppelverdienern zu hören, die später eine fette Rente ausgezahlt bekommen, obwohl sie nur einen Teil des Generationenvertrags erfüllt haben. Sie haben zwar ordentlich eingezahlt, aber nicht dafür gesorgt, dass auch später noch Einzahler da sind. Selbst Familien, wo beide Eltern über weite Teile ihres Erwachsenenlebens erwerbstätig waren und eingezahlt haben, stehen im Alter finanziell schlechter da, als Kinderlose. Ich finde das „dann geh halt arbeiten und jammer nicht“-Argument in unserem heutigen Deutschland nicht angebracht. Eine flächendeckende Rundum-Kinderbetreuung gibt es eben (noch?) nicht. „Ganztagesbetreuung“ in der Schule bedeutet hier z.B. 7:30-15:30. Ferienbetreuung deckt in den großen Ferien nur 50 % der Zeit ab und endet bereits um 13:30. In unterschiedlichen Einrichtungen liegt die Betreuung auch zu unterschiedlichen Zeiten. Für uns ergibt sich dieses Jahr in den Sommerferien z.B. ein Zeitraum von 5 Wochen, in dem immer mindestens ein Kind ohne Betreuung ist. Sowas macht eine Vollzeitbeschäftigung von beiden Eltern unmöglich, wenn man keine Großeltern vor Ort hat, die die Betreuung übernehmen. Und nicht jede Vollzeitbeschäftigung wirft genug ab, dass man sich zusätzlich noch Tagesmütter oder Nannys leisten kann. Gerade in betreuenden oder pflegenden Berufen liefert eine lückenlose Vollzeitbeschäftigung bis ins Rentenalter eine Rente knapp über dem Existenzminimum. Und zusätzliche private Rentenversicherungen sind vom Gehalt bei gleichzeitigen Betreuungskosten für die Kinder, nicht in notwendiger Höhe möglich.
Es geht hier nicht darum, den Eltern, die keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen können oder wollen ein Rentnerleben in Saus und Braus zu finanzieren. Es geht darum, dass die Erziehungsleistung der Eltern in dem jetzt bestehenden System von Kindergarten und Schule honoriert wird. Schulen und Kindergärten verlassen sich ganz selbstverständlich auf die Mitarbeit von Eltern. Kuchen backen und verkaufen zur Finanzierung von Spielgeräten, Ausflügen und Klassenfahrten, Begleitpersonen bei Ausflügen, Fahrdienste zu Auswärtsaktivitäten, Mitgestaltende bei Projekttagen und Aufsichtspersonen bei Sporttagen. Das alles wird kostenlos von Eltern geleistet. In der Regel von den Eltern, die nicht Vollzeit arbeiten. Ich bin froh, dass meinen Kindern solche Dinge ermöglicht werden, weil andere Eltern Zeit dazu haben. Klar wäre es wünschenswert, das sowas von fest angestelltem Fachpersonal geleistet würde, aber davon sind wir eben noch weit entfernt. Solange das Schulsystem sich auf die Mitarbeit und Verfügbarkeit von Eltern stützt, finde ich die staatlichen Förderungen für Familien noch viel zu gering.

Ich wünsche mir weiter, dass Väter und Mütter gleiche Ausfallrisiken haben.

Ja, das wünsche ich mir auch. Außerdem wünsche ich mir, dass akzeptiert wird, dass es im Menschenleben Zeiten gibt, in denen man für die Erwerbsarbeit ausfällt. Ich wünsche mir, dass verstanden wird, dass auch Menschen die mehrere Monate zu Hause sind, im Anschluss gute Arbeit leisten und nicht „raus sind“. Ich wünsche mir, dass Teilzeitkräfte verantwortungsvolle Aufgaben übertragen bekommen, die sie im Rahmen ihrer Arbeitszeit erfüllen können. Ich wünsche mir, dass solange das Schulsystem durch Elternarbeit gestützt wird, diejenigen Eltern die das leisten, dafür auch im Rentensystem honoriert werden. Ich wünsche mir aber vor allem, dass die Modelle „Vollzeitarbeit“ und „Vollzeiteltern“ nicht mehr als konträre Modelle einer Lebensführung gesehen werden, sondern als temporäre Möglichkeiten im Erwerbsleben von Menschen, die auf verschiedenste Art und Weise kombiniert werden können. Ich wünsche mir, dass die, für die im Leben alles gut gelaufen ist, im Blick behalten, dass andere schlechtere Bedingungen haben. Ich wünsche mir, dass das ständige „Ich will nicht für eure Kinder/eure Rente bezahlen!!!“ aufhört. Warum wiegeln wir uns gegeneinander auf? Es gibt andere Bereiche in denen „unser“ Geld auf viel sinnlosere Art verschleudert wird.

Das Tagebuchbloggen am 5. hab ich verpasst. Ist zu viel Frühling und zu viel Wochenende.

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Vatertagsausflug …

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… mit Schwarzwaldidylle und

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zahmen Wildtieren.
Am Freitag gab’s Shoppen und Kuchen auf der frisch gekärcherten Terrasse der besten Schulfreundin und einigen aufgescheuchten Ameisen. Und jetzt ist immer noch Wochenende!

Media Monday #247

Am Wochenende habe ich hoffentlich erfolgreich meine Weiterbildung beendet und habe jetzt mal wieder Zeit zum durchatmen, bloggen und Filme schauen. Fühlt sich gut an. Hier also, ausnahmsweise mal total pünktlich, meine Antworten zum Media Monday.

1. Ob fiktiver oder realer Ort, einmal den Honigtopf aus Harry Potter zu besuchen, wäre grandios. Ein ganzer Laden voller Süßigkeiten, die ich nicht kenne!

2. Fernab des Media Monday gefällt mir die Blog-Aktion „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ immer am 5. jedes Monats. Das zwingt wenigstens hin und wieder, aber auch nicht zu oft,  zum Bloggen.

3. Tom Hardy hatte ich ja länger schon den großen Durchbruch gewünscht, schließlich ist diese Szene aus RocknRolla eine meiner absoluten Lieblingsszenen!

4. Erstaunlich, wie wenig sich Karlsruhe seit wir weggezogen sind verändert hat, denn immerhin bauen sie da gerade eine U-Bahn und überall wird gebaggert. Trotzdem sehen die S-Bahnen aus wie eh und je und es riecht in Karlsruhe wie früher, es klingt wie früher und es fühlt sich an wie früher. Heimweh. So ein bisschen.

5. Dem Franchise Hobbit / Herr der Ringe kann ich ja kaum noch etwas abgewinnen, wobei ich bisher keinen der Hobbitfilme gesehen habe. Mir will noch immer nicht in den Kopf, wie man aus dem kleinen Büchlein, 9 Stunden Film machen konnte. Vor allem aber schreckt mich die Länge der Filme ab. Vermutlich dauert es noch mindestens 6 Jahre, bis ich für sowas wieder Zeit habe. Wenn man nicht in der Lage ist, die Geschichte in annehmbarer Zeit zu erzählen, warum macht man dann keine Serie draus?

6. Lange hat mich kein Film mehr so von den Socken gehauen wie Star Wars VII, aber das hat vermutlich vor allem nostalgische Gründe.

7. Zuletzt habe ich die ersten beiden Folgen der 5. Staffel GoT gesehen und das war schon irgendwie interessant, wie ich sofort wieder von der  Atmoshpäre eingesogen wurde, weil es jetzt eine Weile her ist, dass wir die anderen Staffeln gesehen haben. Neulich fragte ich mich schon, was daran eigentlich so gut gewesen ist. Jetzt weiß ich’s wieder. Wär auch mal Zeit, dass das nächste Buch raus kommt.

Jahresrückblick 2015

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Eine 8. Nicht alles war perfekt und nicht alles hat geklappt. Alles in allem war es auch sehr anstrengend. Trotzdem war ich oft einfach glücklich (was jedes Mal von der Frage begleitet war, ob man das denken darf, oder ob das Schicksal einem dann wieder eine reinwürgt). Darüber, dass wir gesund sind, dass wir ans Meer fahren können, dass die Sonne scheint und über meine lachenden Kinder.

Zugenommen oder abgenommen?
Ca. 10 kg abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Ich war tatsächlich mal beim Frisör!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Wie sich bei der jährlichen Untersuchung beim arbeitsmedizinischen Dienst rausstellte, sehe ich auf dem linken Auge nur noch 80%. Allerdings kann das rechte Auge das problemlos ausgleichen, so dass ich mit beiden Augen immer noch über 100 % Sehkraft habe und keine Brille brauche.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr, weil die Elternzeit vorbei ist und ich seit Mitte des Jahres wieder Vollzeit arbeite.

Besseren Job oder schlechteren?
Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wir haben ein Auto gekauft.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Bei einer Blogverlosung beim Stilhäschen habe ich eine sehr coole Kinder-CD gewonnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr. Angefangen mit 30 Tagen Shred im Mai, habe ich das erstmal weiter bis Ende Juli durchgezogen. Dann habe ich angefangen Vollzeit zu arbeiten und schaffe es zeitlich nicht mehr. Seit dem gehe ich in der Mittagspause eine halbe Stunde spazieren.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich selbst war nicht viel krank. Die Kinder immer mal wieder.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Verschiedene Zahngeschichten dieses Jahr waren schon ganz schön nervig. Und teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Bei der #50bookschallenge mitzumachen und 50 Bücher zu lesen. Hat nicht ganz geklappt, aber das kommt dann demnächst im Leserückblick.

Die gefährlichste Unternehmung?
Am 23.12. noch „schnell“ einen Gutschein im Breuningerland zu besorgen. Mit zwei Kindern und ohne Kinderwagen 😉

Die teuerste Anschaffung?
Das neue Auto

Das leckerste Essen?
Das Weihnachtsessen, mit roten Linsen gefüllte Paprika in Erdnuss-Kokos-Soße mit frittierten roten Linsen, war schon sehr gut.

Das beeindruckendste Buch?
Kindeswohl von Ian McEwan. Das ging mir noch eine ganze Weile nach.

Der ergreifendste Film?
Ich schreib jetzt nicht Star Wars, weil das bei mir emotional vorbelastet ist. Dieses aufgeregte Kribbeln, wenn der Millenium Falke über die große Leinwand fliegt (was ich ja noch nie gesehen habe), kann einem eben kein anderer Film liefern. Um nicht Star Wars zu nennen, nehme ich hier Der Marsianer. Das Buch hat es gleich mal auf die Leseliste 2016 geschafft.

Die beste CD?
Ich habe nur eine für D. gekauft. Das war eine von We Came As Romans.

Das schönste Konzert?
Kein Konzert dieses Jahr.

Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinen Jungs.

Die schönste Zeit verbracht mit?
Meiner Familie und mit alten Freunden.

Zum ersten Mal getan?
Ein Kind eingeschult.

Nach langer Zeit wieder getan?
Achterbahn gefahren.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen?
Den halbausgeschlagene Zahn des Schlökerichs.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest?
Potentielle Arbeitgeber davon, mich einzustellen. Bisher ohne Erfolg.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast?
Dem Herr Gartenhein den Tag im Europapark.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat?
Ich freue mich doch über alle Geschenke!

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat?
„Mama, ich geh schon mal runter. Du kannst weiterschlafen!“ Endlich!

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast?
„Ja, wenn Du willst.“ Ganz oft im Europapark. Mal was anderes als das ständige „Nein“ oder „Jetzt nicht“.

Dein Wort des Jahres?
Da muss ich noch drüber nachdenken. Das wird nachgereicht.

Dein Unwort des Jahres?
Klimaanlage (Die war nämlich im alten Auto kaputt und letztendlich der Auslöser zum Neuwagenkauf.)

2015 war mit 1 Wort…?
fordernd

Rückblick 2014

Rückblick 2012

Unser Wochenende

Das vergangene Wochenende war das erste seit mehreren Wochen, an dem die ganze Familie nichts vor hatte. Die Wochen vorher waren wir viel unterwegs. Dazu kamen bei mir dann noch mehrere Auswärtstermine mit Übernachtung. Am Samstag morgen beim Frühstück fiel mir auf, dass es das erste Mal in dieser Woche war, dass ich mit den Kindern gemeinsam am Tisch saß. Am Montag hatten die Kinder vor uns gegessen, weil sie müde waren. Dienstag war ich nicht da. Mittwoch kam ich nach Hause, als das Essen schon vorbei war. Donnerstag waren wir beim Laternenfest im Kindergarten, wo es schon etwas zu essen gab und am Freitag waren wir auf einer verspäteten Halloweenparty. So schön  das ganze unterwegs sein und Freunde treffen auch ist, unsere Wohnung wurde sehr vernachlässigt. Wenn man ständig auf dem Sprung ist, wird eben nur mal die halbe Unordnung beseitigt, dass man mal eben den Dreck wegsaugen oder wegwischen kann. Der Julijunge ist auch gerade in einem sehr unkooperativen Alter, was Aufräumen angeht. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem empfehle ich diese Illustration. Und da der Julijunge bis auf seltene Ausnahmen tagsüber nicht im Bett schläft, sondern eben gar nicht oder auf Papas Arm*, kann man eigentlich nie wirklich aufräumen. Meine Schätzung ist, dass es vier mal so lange dauert, bis man aufgeräumt hat, als wenn man es ungestört tun könnte. Und so war fürs Wochenende erstmal eine große Aufräumaktion geplant. Bereits am Freitag hatte ich frei und wollte schon den vormittag nutzen. Aber wie es eben manchmal ist, legte ich mich mit dem Kind zum Mann ins Bett und schlief ein. Dann mussten Muffins gebacken werden und anschließend ging’s los zur Halloweenparty. Am Samstag habe ich gefühlt den halben Tag gebraucht um das Wohnzimmer aufzuräumen und zu saugen. Unterbrochen von unzähligen „Mama, der [beliebigen Name des Kindes einfügen] hat [beliebige Aktion einfügen]!“, „Ich will was trinken!“, „Ich hab Hunger!“ usw. Hinterher waren die Kinderzimmer dran. D. entsaftete in der Zeit tapfer stundenlang Quitten. Ich hatte die erste Ladung vorbereitet, aber schon nach einem Fünftel der Quitten Blasen an den Händen. In der Küche hab ich einfach nichts verloren. Als das alles aufgeräumt war, fühlte sich das Haus schon wieder etwas wohnlicher an. Die gesamte frische Wäsche der Woche konnte ich dann nicht mehr wie geplant wegräumen, weil der Herr Gartenhein hohes Fieber und Symptome einer Streptokokken-Infektion hatte und wir deshalb am Abend noch schnell zum kinderärztlichen Notdienst mussten. Am Sonntag waren dann nur Badezimmer, Toiletten und die Küche zu putzen. Da ich der Küche wegen Verletzungsgefahr wohl besser fern bleibe, kümmerte ich mich um den Rest, während D. die Küche, die Terrasse und das Treppenhaus aufräumte und saubermachte. Schließlich schafften wir es noch, die Wasserbahn zu putzen und für den Winter weg zu packen. Das wollte ich schon seit Wochen gemacht haben.

Am Nachmittag kam dann noch lieber Besuch mit Kuchen und reparierte ein Licht im Kinderzimmer. Dass so ein Dimmschalter eine Sicherung hat, muss man auch erst mal wissen. Am Abend merkte ich an, wir sollten den Zustand der Wohnung fotografisch festhalten, weil schon 24 h später nichts davon noch so aussehen würde. Ich bin gespannt, wie lange der Zustand anhält und hoffe die nächsten Wochen sind etwas ruhiger, so dass gar nicht mehr so ein Chaos entsteht.

*Bevor hier jetzt irgendwelche Tipps kommen: ich mach mir deshalb keine Sorgen. Sein großer großer Bruder hat in dem Alter ebenfalls den Mittagschlaf verweigert und schlief hinterher bis er fast vier war jeden Mittag problemlos zwei Stunden. Sein kleiner großer Bruder musste auch lange in den Schlaf begleitet werden, hat aber seinen Mittagschlaf auch erst eben abgeschafft. Die Zeit mit ausgiebigen Mittagsschläfchen wird schon noch kommen.

Tagebuchbloggen 10/15

Mein Wecker klingelt nach wirren Träumen um 6:00. Ich bemerke positiv, dass der Julijunge nicht, wie seit Tagen, bereits vorher wach war und bleibe noch ein paar Minuten liegen. Leider wird der Julijunge sofort wach, als ich aufstehe. Um 6:08 sind der Julijunge und ich unten. Ich fange an Toast für die Vesperbrote zu toasten. Der Julijunge klettert auf den Hocker in der Küche (ein anstrengendes neues Feature) und begutachtet die Dinge auf der Arbeitsplatte. Ich packe die Brotdosen für mich und die Kinder. Der Julijunge verteilt derweil Puffreis auf dem Boden.
Der Herr Gartenhein kommt gegen 6:40 runter. Da bin ich mit Vesper richten und Puffreis aufsaugen schon fertig. Ich mache Kaffee und gehe duschen. Danach ziehe ich den Julijunge an und wecke den Schlökerich. Der Herr Gartenhein frühstückt ein Mangolassi, der Julijunge eine Banane. Der Herr Gartenhein zieht sich an und macht sich zum Losgehen bereit. Um 7:25 verlässt er als erster das Haus. Ich stelle fest, dass der Julijunge bei einer Klettertour auf den Esstisch ein Glas zerschmissen und betätige schon zum zweiten Mal den Staubsauger.
Der Schlökerich frühstückt in Seelenruhe zwei Minimuffins und ich habe genug Zeit, meine Tasche zu packen und meine Haare zu fönen. Dann ziehe ich den Schlökerich an und wir lassen den vor Wut kreischenden Julijunge zuhause beim Papa.
Um 7:55 sitzen wir im Auto. D. hatte am Abend die Folie auf die Scheibe gelegt, so dass wir auch nicht kratzen müssen.
Im Kindergarten geht es recht schnell, obwohl ich noch mit den Erzieherinnen klären muss, ob der Schlökerich vor seine Zahnarztermin noch kommen kann. Kann er.
Um 8:05 Sitze ich wieder im Auto und komme eine halbe Stunde später im Büro an. Vom 19km Stau war ich zum Glück nicht betroffen.
Mein Arbeitstag beginnt mit Gleitzeitkorrekturen und einer Reisekostenabrechnung. Danach gibt es noch schnell einen Kaffee, bevor ich mich auf den Weg zu einem anderen Institut mache, wo wir eine Telefonkonferenz durchführen. Um 10:30 startet die Konferenz, um 11:45 bin ich zurück an meinem Schreibtisch. Erstmal habe ich Hunger, esse mein Vesper und beantwortet dabei den Media Monday. Anschließend gehe ich eine Runde spazieren. Das mache ich nun schon eine Weile, damit ich wenigstens etwas Bewegung und frische Luft bekomme. Beim Spazieren gehen denke ich über den morgigen Tag nach, der logistisch nicht ganz einfach wird. Außerdem sortiere ich meine weiteren Aufgaben nach Wichtigkeit. Die Sonne ist gerade hinter Wolken verschwunden, trotzdem sehen die bunten Blätter an den Bäumen hübsch aus. Der Herbst macht mich immer etwas wehmütig. Ich finde es traurig, wie die Pflanzen alle sterben, bevor der dunkle, kalte und graue Winter beginnt.
Zurück im Büro beginne ich mit dem Review eines Artikels für eine Fachzeitschrift, der morgen fällig ist. Der Artikel ist in Ordnung, ich habe trotzdem ein paar Anmerkungen und Fragen. Sprachlich hat er deutliche Mängel. Ich schicke meine Kommentare ab und mache mir noch einen Kaffee. Dann schreibe ich das Protokoll der Telefonkonferenz und schicke es zum Absegnen an die Teilnehmer. Es geht um die Koordination eines Projektantrags. Anschließend schicke ich weitere Unterlagen und Terminvorschläge an alle Teilnehmer. Zu guter letzt setze ich mich an die Überarbeitung der Projektskizze. Um kurz nach fünf packe ich meine Sachen zusammen und hänge noch eine Runde in der Warteschleife der Autowerkstatt. Servicetermin absagen. Wir haben uns nämlich ein neues Auto gekauft. D. schickt mir aktuelle Stauinfos. Wohl als Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich mal nach Hause kommen soll. Ich nehme also die Ausweichstrecke über die Käffer und bin um 17:45 zuhause. Die Jungs sitzen vorm Computer. D. und ich besprechen bei Kaffee den morgigen Tag, dann geht D. Milch kaufen (die 6 Liter vom Freitag sind alle) und ich eise die Jungs vom Computer los.
Bis zum Abendessen versuche ich den Julijunge vom Blödsinn machen abzuhalten, schaue mir die Hausaufgaben des Herr Gartenhein an, schlichte Streit. Der Herr Gartenhein ist schon deutlich müde und regt sich über alles auf, was der Schlökerich nutzt um ihn gezielt zu provozieren. Nach dem Abendessen ist bettfertig Machen angesagt und um 21:00 (eine halbe Stunde nach dem Zeitplan) liegen alle im Bett. Während der Julijunge einschläft, tippe ich diesen Post auf dem Handy. Jetzt sitze ich noch eine Runde mit D. auf dem Sofa und dann ist auch für mich Schlafenszeit.