Archive for the ‘ Allgemeines ’ Category

Wettermacher

Kachelmann ist also ein Wettermoderator.  Das sagt zumindest das Internet. moderare heißt (laut wikipedia, ich hatte ja nie Latein) mäßigen, steuern, lenken. Soll das also heißen, der Kachelmann macht nicht nur die Ansage der Wettervorhersage, sondern er lenkt das Wetter? Na dann weiß ich ja jetzt, bei wem ich mich über den Regen beschweren kann.

Erklärungen

Und ich hab mich gewundert, warum die Blumen in meinem Blumenkasten in der Mitte so plattgedrückt sind…

Endlich Sonne

Der Kleine krabbelt auf dem Balkon rum und spielt mit den Katzen, was den samstäglichen Wohnungsputz doch deutlich erleichtert.

Wenn man ein Kind hat, dann passiert es einem immer wieder, dass einen jemand, vorzugsweise andere Mütter, mit großen Augen anschaut und den Satz sagt: „Das kannst Du doch Deinem Kind nicht geben!“ Besonders häufig passiert das bei Lebensmitteln. Es gibt nämlich eine Reihe von „Regeln“, was ein Kind essen darf und was nicht und vor allem wann. Viele Mütter orientieren sich ja punktgenau an irgendwelchen Ernährungsplänen. Bloß keine Beikost (so heißt das, wenn Babys was anderes außer Milch bekommen) vor dem 7. Monat. Möglichst lange (was auch immer das heißt) keine glutenhaltigen Lebensmittel, also z.B. Brot, Zwieback, Grießbrei. Unbedingt keine Karrotte am Anfang. Fisch und Ei im ersten Lebensjahr tabu. Am besten bis zum Schulanfang nur ungewürztes Essen und keinen Zucker. Keine säurehaltigen Lebensmittel wie Orange, Ananas oder Tomate. Neulich habe ich auch noch gelesen, dass man keine harten Möhren und keine Trauben geben soll. Und Mittagessen gibts um 11 Uhr!

Wenn man sich da dann auf sein eigenes Gefühl verlässt, dann kommt es immer mal wieder vor, dass man was gefüttert hat, was man nicht „darf“. „Ihr gebt Eurem Sohn Ananas? Da wird er doch wund!“ Nein, wird er nicht und außerdem muss man das ja erst ausprobieren, bevor man es weiß. Und es schmeckt ihm gut. Warum also nicht. Und warum soll ein fünf Monate altes Kind nicht auf Weißbrot lutschen? Oder Zwieback? Und warum darf ein zehn Monate altes Kind keinen Fisch probieren oder ein hartgekochtes Ei verdrücken? Standardantwort: Wegen der Allergene. Achso. Keiner weiß was es ist, aber es hört sich böse an. Und sobald das Kind dann 12 Monate alt ist, ist jegliche Gefahr gebannt und es stehen ihm alle kulinarischen Möglichkeiten offen. Glücklicherweise habe ich jetzt neulich die Leitlinie Allergieprävention gefunden. Die wichtigsten Sätze:

Die zu der Zeit in Deutschland existierende Empfehlung, Beikost nicht vor dem vollendeten 4. Lebensmonat einzuführen, ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sinnvoll. Für einen präventiven Effekt durch eine Verzögerung der Beikosteinführung über den vollendeten 4. Lebensmonat hinaus gibt es keine gesicherten Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.

Für einen präventiven Effekt einer diätetischen Restriktion durch Meidung potenter Nahrungsmittelallergene im ersten Lebensjahr gibt es keine Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden.

Es gibt Hinweise darauf, dass Fischkonsum des Kindes im 1. Lebensjahr einen protektiven Effekt auf die Entwicklung atopischer Erkrankungen hat.

Dankeschön! Ich hab mich nämlich schon gefragt, warum ein Kind sechs Monate gestillt werden muss sollte, wenn es doch nach vier Monaten körperlich dazu in der Lage ist, andere Lebensmittel zu verarbeiten. Noch dazu, wenn es ganz offensichtlich was anderes außer Milch haben will. Und warum ein Datum darüber entscheiden soll, wann das Kind dazu in der Lage ist, weiß ich auch nicht. „Nein, heute gibt’s nur Milch. Morgen, da wirst Du sechs Monate alt, da kannst Du dann Pastinakenbrei bekommen.“ Dabei sieht man doch, wie unterschiedlich sich Kinder entwickeln. Fast überall wird das immer wieder erwähnt, nur bei der Ernährung gibt es starre Pläne für alle Kinder.

Also liebe Mütter, macht Euch keinen Stress. Macht wie ihr denkt und wie Euer Kind will, solange ihr nicht meint, eine Milchschnitte sei eine vollwertige Mahlzweit und Bier ein gesundes Getränk für Kinder ;-). Achso, und Honig, den darf man wirklich nicht geben (steht normalerweise auch auf jedem Honig drauf). Das kann nämlich zu Säuglingsbotulismus führen.

24. März, Ada Lovelace Day

Da ist er nun, der Ada Lovelace Day. Wie versprochen ist hier mein Beitrag zu den Errungenschaften der Frauen in Naturwissenschaft und Technik.  Als erstes ist natürlich Marie Curie zu nennen, die wahrscheinlich jedem als ersten einfällt, wenn es um Frauen in der Wissenschaft geht. Ihr Leben und Werk ist hinreichend bekannt und wurde bei uns sogar im Französichunterricht gelehrt. Auf der Liste der Nobelpreise für Naturwissenschaften tauchen nur wenige Frauen auf. Allerdings ist es auch kein Wunder, da erst seit 1900 die Universitäten in Europa für Frauen geöffnet waren. Und auch wenn Frauen zum Studium zugelassen waren, stand es den Professoren frei, sie von Vorlesungen auszuschließen. Auch Planck ließ Frauen nur ausnahmsweise an seinen Vorlesungen teilnehmen und hielt Frauen mit naturwissenschaftlichen Interessen für widernatürlich. Die Frau sei gemacht zum Kinder kriegen und großziehen. (Inzwischen mag ich sogar zugeben, das was dran ist an den Aussagen, dass Frauen anders gestrickt sind. Wir sind bei der Arbeit gerade dabei eine neue Software zu kaufen. Dazu gibt es dann eine Anwenderschulung, die entweder hier oder in Paris stattfinden kann. Während ich sofort dafür war, die Veranstaltung hier zu machen, war mein Kollege ganz wild auf drei Tage Paris. Man muss dazu sagen, dass dieser Kollege auch ein kleines Kind zuhause hat. Ich finde die Vorstellung drei Tage fern von Mann und Kind zu sein, beinahe unerträglich. Da kann Paris noch so schön sein. Dem Kollege hingegen scheint das überhaupt nicht schwer zu fallen.) Umso erstaunlicher ist, dass es trotzdem Frauen gibt, die beachtliche Leistungen in den Naturwissenschaften erbracht haben. Hier seien nun zwei erwähnt, die einem während eines Physikstudiums begegnen.

Lise Meitner wuchs in Wien auf. Seit ihrer Kindheit interessierte sie sich für Naturwissenschaften. Deshalb entstand in ihr der Wunsch ein naturwissenschaftliches Studium aufzunehmen. Ihr Vater war nicht dagegen, wollte aber, dass sie erst eine „anständige“ Ausbildung beendet. So legte sie ein Lehrerinnen-Examen ab, bevor sie begann sich auf eine externe Abitursprüfung vorzubereiten. Zwei Jahre intensives Studium, worüber sich ihre Geschwister schon lustig machten, führten dazu, dass sie als eine von vier der 14 Teilnehmern die Prüfung bestand. Da ihre Eltern sich keine teure Universität im Ausland leisten konnten, schrieb sie sich in Wien ein. Nach ihrer Promotion wechselte sie nach Berlin, wo sie mit Planck, Einstein und Hahn zusammen forschte. Als erste Frau bekam sei eine Assistentestelle bei Planck. In der Weimarer Republik wurden Frauen für die Hochschullaufbahn zugelassen und sie konnte als erste Frau habilitiert werden. Vier Jahre später wurde sie außerordentliche Professorin ernannt. Als Jüdin wurde ihr nach Machtübernahme der Nazis die Lehrerlaubnis entzogen. Schließlich flüchtete sie über Holland nach Schweden  und setzte ihre Forschung am Nobel-Institut fort. Während ihrer Zeit in Schweden entdeckte Otto Hahn die Kernspaltung und bat Lise Meitner Berechnungen dazu anzustellen. Lise Meitner formulierte zusammen mit ihrem Neffe Otto Frisch die theoretische Erklärung der Kernspaltung und berechnete die große Menge freiwerdener Energie. Otto  Hahn bekam schließlich den Nobelpreis für die Entdeckung der Kernspaltung. Lise Meitner wurde daran nicht beteiligt. Böse Zungen behaupteten und behaupten Otto Hahn hätte ihre Mitarbeit verschwiegen. Lise Meitner selbst glaubte zwischenzeitlich diesen Gerüchten, Otto Hahn konnte sie aber vom Gegenteil überzeugen. Sie waren zeitlebens gute Freunde. Lise Meitner veröffentlichte 169 Arbeiten und erhielt 21 Auszeichnungen.

Emmy Noether war eine deutsche Mathematikerin. Sie studierte und promovierte in Erlangen und arbeitete dann unter Klein und Hilbert in Göttingen. Ihr Antrag auf Habilitation wurde vom preußischen Minister abgelehnt. Erst in der Weimarer Republik wurde sie habilitiert. Auch ihr wurde als Jüdin die Lehrerlaubnis entzogen und sie verließ Deutschland, um in die USA zu gehen. Emmy Noether begegnet einem im Physikstudium über das Noether-Theorem. Es besagt, dass zu jeder Symmetrie eines physikalischen Systems eine Erhaltungsgröße gehört. So folgt zum Beispiel aus der Homogenität der Zeit die Energieerhaltung und aus der Homogenität des Raums die Impulserhaltung. Was hier so einfach klingt, hat uns in den ersten Semestern theoretischer Physik einige Nerven gekostet. Die Mathematik dahinter ist nämlich nicht trivial. So wurde Emmy Noether von uns gehasst. Allerdings hat sie bei mir einen so bleibenden Eindruch hinterlassen, dass ich schließlich meine Katze (die liebe Emmy) nach ihr benannt habe.

Das war nun mein Beitrag zum Ada Lovelace Day. Sicher hätten auch andere Frauen noch Erwähnung finden sollen. Z.B. die Namensgeberin Ada Lovelace, die Nobelpreisträgerin Marie Goeppert Mayer oder die Fräuleins, die mit von Laue und Einstein in Berlin forschten (Gerda Laski, Hertha Sponer, Hildegard Ille, Clara von Simson). Aber ihr könnt ja alle google und wikipedia benutzen und Euch selbst informieren. Oder ihr schaut nochmal hier vorbei, was sonst auf der Welt so geschrieben wurde.

In diesem Sinne: Happy Ada Lovelace Day!

Raider der Pausensnack

Von wegen Nostalgie und so: heute morgen habe ich ein Raider aus dem Süßigkeitenautomat an der S-Bahn gezogen. Ja, so ein richtiges Raider, kein Twix. Die Packung sieht auch genauso aus wie damals (ich kann später auch gerne ein Foto nachliefern). Ihr erinnert Euch? Raider, der Pausensnack. Ich hab’s in letzter Zeit schon an mehreren Stellen gesehen, hab‘ aber bisher keins gekauft. Heute musste es dann sein. Schließlich wollte ich wissen was es damit auf sich hat. Es ist wohl eine Limited Edition zum 30jährigen Jubiläum, die es nur an Automaten gibt (obwohl ich meine neulich schon irgendwo anders eins in der Hand gehabt zu haben). Meine Befürchtung, die hätten irgendwo eine Ladung aus den 80ern ausgegraben und jetzt in die Automaten gefüllt, hat sich also nicht bestätigt.

Das Raider werde ich nachher brüderlich mit D. teilen. Ich freu mich schon drauf.

A beautiful lie

Heute ist mir endlich klar geworden, was dieses Lied wirklich bedeutet.

(Youtubelie)

Mein Schwesterchen war in Dänemark. Was die Dänen ihr damit sagen wollten, bleibt wohl ein Rätsel.

Die ersten Wochen

Heute ist der 6. Oktober, aber was ich hier schreibe, kann ich heute noch nicht veröffentlichen. Wenn ihr das lest, dann ist das „große Geheimnis“ ja schon gelüftet. Aber ich muss das einfach jetzt schreiben, weil in zwei Monaten hab‘ ich das bestimmt alles vergessen.
Mir ist schlecht. Meistens nicht wirklich schlimm, aber dafür fast immer ein bisschen. Und das ist auf Dauer echt nervig. Heute morgen nach dem Frühstück hatte ich ungefähr eine viertel Stunde ohne Übelkeit und war richtig beschwingt. Im Zug schlug sie dann wieder zu. Vor lauter Schlechtsein konnte ich nicht mal ordentlich schlafen. Außerdem kann ich mich nicht wirklich gut konzentrieren, wenn mir schlecht ist. Im Internet steht ich kann damit rechnen, dass es noch zwei Monate so weiter geht. Na bravo. Das sind ja tolle Aussichten für meine Doktorarbeit. Den Schlossparklauf kann ich wohl auch nicht mitlaufen, weil trainieren grade gar nicht geht. Wer von Euch schon mal probiert hat mit einer leichten Übelkeit laufen zu gehen, der weiß, dass das Gerüttel des Magens dem Wohlbefinden nicht förderlich ist. Im Internet findet man dann hilfreiche Inforamtionen wie „Ich habe gegen die Übelkeit gerne lange Spaziergänge gemacht oder mich zur Ablenkung mit Freunden verabredet.“ Super, nur hab‘ ich zufällig nen Job. Mir hilft im Moment nur Fruchtbonbons lutschen.
Das zweite, was ich Euch erzählen möchte: ich bin müde. Aber so richtig. Sowas habt ihr noch nicht erlebt, möchte ich wetten. Donnerstag abend (Freitag war Feiertag) bin ich zwischen 22 und 23 Uhr auf dem Sofa eingeschlafen und hab mich irgendwann nachts ins Bett verfrachtet. Dort habe ich dann problemlos bis viertel nach 12 geschlafen. Eine Stunde später trafen wir uns zum Mittagessen mit meinem Schwiegervater. Etwa gegen 16 Uhr waren wir wieder zuhause und ich reif fürs Bett. Also habe noch mal vier Stunden geschlafen um mich danach mit Müh und Not für weitere vier Stunden wachzuhalten. Gegen Mitternacht ging’s wieder ins Bett, wo ich problemlos wieder 11 Stunden schlafen konnte. Blöd ist das, wenn ich nicht frei habe und somit keine 16 Stunden schlafen kann. Dann sitz ich da und gähne und gähne. Kaffeetrinken ist auch keine gute Idee. Mehr als 300 mg Koffein sollte ich sowieso nicht zu mir nehmen, aber selbst geringe Mengen werden schwer. Der Kaffee schmeckt nämlich einfach nicht mehr. Vielleicht hängt das auch wieder mit der Übelkeit zusammen. Aber gemein ist es trotzdem. Ich bin echt gespannt, was mich in den nächsten Monaten noch so erwartet.

Mallorca Tag 2

Wenn man in einer Ferienwohnung wohnt, dann muss man sich selbst um sein Essen kümmern. Deshalb war am zweiten Tag erstmal einkaufen angesagt. In unserem Kaff gab es einen winzigen Spar und einen anderen winzigen Supermarkt, die neben ein paar überteuerten Lebensmitteln noch Luftmatratzen, Sonnenschirme, Postkarten und Schnorchel verkauft haben. Da wollten wir dann den ersten Urlaubsgroßeinkauf nicht machen. Also fuhren wir nach Campos, wo es angeblich größere Supermärkte geben sollte. Wir haben aber keinen gefunden und sind gleich weiter nach Colonia St Jordi gefahren, wo wir sowieso am Hafen herauskriegen wollten, was es kostet zur Insel Cabrera (die ist auch auf dem Foto) zu fahren. 31 Euro wollten die. Wir waren uns schnell einig: für soviel Geld ne blöde Touri-Tour („Bitte folgen sie dem Schirm!“) auf ne Insel, wo’s am Ende Felsen und Strand gibt, was wir alles auch bei uns vor der Haustür haben, machen wir nicht.
In Colonia haben wir dann schließlich auch einen Supermarkt gefunden und festgestellt, dass Toastbrot auf Mallorca fast 3 Euro kostet und mit mindestens 3 „E“s (Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Emulgatoren) verseucht ist. Und so ist es fast mit allen Lebensmitteln. In dem Supermarkt gab es nicht eine Wurst ohne chemische Zusatzstoffe. Bei uns im Plus um die Ecke kann man Serrano-Schinken kaufen, der außer Salz und Fleisch nichts enthält, auf Mallorca (was ja zu Spanien gehört, wo der Schinken eigentlich her kommt) geht’s nicht ohne E. Sogar ins Salz machen die noch irgendeinen Zusatzstoff rein. Vor allem schockiert waren wir bei Marken, die man bei uns auch kaufen kann, z.B. Philadelphia oder Fanta. So hat der Einkauf eine ganze Weile gedauert, aber unser Kühlschrank war hinterher voll und wir konnten Colonia auf unserer Liste abhaken.