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Mein Lesejahr 2018

Nach dem Film- und Serienjahr kommt hier auch die Auswertung meines Lesejahrs 2018.

Ich habe im letzen Jahr 37 Bücher gelesen und mein Leseziel von 35 Büchern erreicht. In Seiten waren es 14.366. Gegenüber 2017 (25 Bücher, 9728 Seiten) eine deutliche Steigerung. Ein Grund dafür ist, dass ich 2018 vermutlich mehr Bücher gelesen habe, die sich schnell lesen (also z.B. Young Adult Fiction) und mich 2019 länger mit komplizierteren Büchern beschäftigt habe. Das Leseziel von 35 Büchern habe ich für 2019 beibehalten.

Von den 37 Büchern habe ich sieben mit fünf Sternen (‚it was amazing‘), 22 mit vier Sternen (‚really liked it‘), fünf mit drei Sternen (‚liked it‘) und zwei mit zwei Sternen (‚it was okay‘). Wie immer sind die Bewertungen grundsätzlich gut, da meine Vorauswahlkriterien anscheindend gut funktionieren. Tatsächlich empfand ich 2018 aber wirklich als außergewöhnlich gutes Lesejahr. Ich habe viele Bücher gelesen, die mir lange in Kopf und Herz geblieben sind und teilweise sogar auf meiner Liste zum Nochmallesen gelandet sind.

Eins der mit zwei Sternen bewerteten Bücher waren UnStrung von Neal Shusterman, was eigentlich nur eine Kurzgeschichte ist, die einen winzigen Teil zur Geschichte der UnWind-Dystology beiträgt. Die UnWind-Dystology hat mir insgesamt aber sehr gut gefallen und das wäre echt toll, wenn das jemand als Serie verfilmt! Das andere mit zwei Sternen bewertete Buch war Danach von Koethi Zan und ist als Thriller nicht wirklich mein bevorzugter Lesestoff. Demensprechend hat es mich auch nicht so richtig vom Hocker gerissen.

Die am besten bewerteten Bücher waren:

Six of Crows und Crooked Kingdom von Leigh Bardugo: Beide will ich demnächst nochmal lesen. Ich muss nur eins der Bücher aufschlagen und zwei Sätze lesen und schon kriege ich wieder Herzziehen. Erstaunlicherweise haben die Bücher auch mein Verhalten als Touristin an Orten mit vielen Menschen deutlich verändert. Mir fällt jetzt immer auf, wenn ich selbst unachtsam mit meinen Dingen und leichte Beute für Taschendiebe bin.

La Belle Sauvage von Philip Pullman: Das ist der erste Teil der Vorgeschichte zur His Dark Materials Trilogie, die ich bereits mehrfach gelesen habe. Ich hoffe da kommt noch mehr. Es war spannend und schön, wieder in diesem Universum zu sein.

Die Berlinreise von Hanns-Josef Ortheil: Ich weiß nicht mehr, was mich so beeindruckt hat, aber es war auf jeden Fall schön zu lesen.

Ready Player One von Ernest Cline: In Vorbereitung auf die Verfilmung, musste ich schnell noch das Buch lesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht ganz so tief in der 80er Jahre Popkultur und Nerdkultur drin stecke. Die Verfilmung fand ich ok, aber an manchen Stellen (ich glaube ich erwähnte bereits das Autorennen!) ganz schlimm.

UnDivided von Neal Shusterman: Den ersten Band der UnWind-Serie habe ich bereits 2017 gelesen und dann erst mal nicht weiter. Es spielt in einem dystopischen Amerika, in dem sich nach einem Bürgerkrieg die Pro-Life und Pro-Choice-Anhänger auf den absurden Kompromiss geeinigt haben, dass Abtreibungen zwar verboten sind, die Kinder aber, wenn sie 13 sind zum recyclen zurück gegeben werden können, wenn die Eltern sie wirklich nicht haben wollen. Dabei wird der gesamte Körper in verschiedenen Organspenden weiter verwendet. Ich fand die Idee interessant, aber doch zu absurd, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass irgendwelche Eltern ihre Kinder weggeben würden. Aber nur weil ich es mir nicht vorstellen kann, ist es ja nicht unmöglich.
Irgendwann hab ich dann weiter gelesen und war plötzlich voll drin in der Geschichte. Die verschiedenen Handlungsstränge aus unterschiedlichen Perspektiven eignen sich perfekt für eine Serienadaption, aber ich wiederhole mich.

The Hate u Give von Angie Thomas: Das hatte ich aus irgendeinem Grund mal auf die Leseliste gesetzt. Es geht um Mädchen, die Zeuge wird, wie ihr farbiger Kindheitsfreund von einem weißen Polizist grundlos erschossen wird. Es ist aber nicht nur ein Problembuch, es beschreibt auch sehr schön den Zusammenhalt in der Familie, mit Freunden und in der Nachbarschaft. Es hat mich sehr beeindruckt, wie der Alltag für farbige Menschen sich von meiner Lebensrealität unterscheidet. Lest das!
Es gibt auch eine Verfilmung, die ich aber noch nicht gesehen habe (weil er wohl noch nicht im Kino lief und ich lieber auf DVD/Stream warte.)

Auch bei den mit vier Sternen bewerteten Büchern kann ich einige empfehlen. Artemis von Andy Weir, Carve the mark von Veronica Roth und Homeland von Cory Doctorow (übrigens wie beinahe alle seine Bücher kostenlos als e-book verfügbar) sind mir z.B. noch lange im Kopf geblieben.

Mal sehen was das Lesejahr 2019 so bringt. Mit A darker shade of magic hat es auf jeden Fall schon mal sehr gut angefangen!

Tagebuchbloggen 01/19

Auch 2019 fragt Frau Brüllen jeden 5. was wir so den ganzen Tag machen.

Hier ist heute der vorletzte Ferientag. Sohn3 liegt seit Weihnachten mehr oder weniger flach, ich seit Neujahr. Wir waren die letzten Tage also viel zu Hause. Ich genieße die zwei Wochen Auszeit im Winter immer sehr und brauche sie auch.

Heute werde ich erst um zwanzig vor zehn richtig wach. Sohn3 lag neben mir und ist irgendwann früher aufgestanden. Sohn1 und Sohn2 sind auch schon länger wach und spielen Roblox. Ich muss erst mal für Sohn3 die Duploeisenbahn aufbauen. Dann mache ich die Spülmaschine fertig, stelle die Waschmaschine an und mache Frühstück. Die erste Dosis Antibiotikum muss ins Kind. Leider schmeckt es wohl nicht. Also diskutieren wir.

Draußen schneit es, aber nicht so viel, dass man schippen muss. Trotzdem gebe ich D. Bescheid. Er ist hier der Hausmeister einer Wohnanlage und müsste ggf. zum Schippen rüber. Dann frühstücken wir erstmal alle zusammen. Die Kinder verschwinden nach oben und wir sitzen noch eine Weile am Tisch. D. macht Kaffee. Anschließend gehe ich ausgiebig duschen mit Haare waschen und Beine rasieren. Die Kinder sind anschließend zu 2/3 schon angezogen. Das ist eine Leistung. Gestern waren 2/3 den ganzen Tag im Schlafanzug.

Wir wollen noch los zum Einkaufen. Aber erst räume ich im Kinderzimmer auf. Wir haben gestern die Zimmeraufteilung geändert. Bisher haben sich Sohn2 und Sohn3 ein Zimmer geteilt. Das hat in letzter Zeit nicht mehr so gut funktioniert, weil sie oft streiten, unterschiedliche Dinge spielen und unterschiedliche CDs anhören wollen. Sohn1 und Sohn2 haben dafür im Moment sehr ähnliche Interessen, deshalb sollen sie sich jetzt ein Zimmer teilen. Sohn1 hat zwar kurz überlegt, ob er wirklich seine „Privatsphäre“ aufgeben will, aber da haben wir dann beide drüber gelacht. Erstens ist Sohn1 wirklich ungern allein und zweitens unter der Woche ständig unterwegs. Gestern haben wir die Möbel umgeräumt und das Spielzeug umverteilt. Sohn1 und Sohn2 haben nur noch Lego, Gravitrax und Nerf. Alles andere (Eisenbahnen, Duplo, Playmobil, Küche,…) ist bei Sohn3. Gestern hat es aber nur noch gereicht ein Zimmer aufzuräumen. Das zweite mache ich jetzt zuende. Anschließend muss ich Sohn1 seine Lernwörter diktieren. Es sind zwar Ferien, aber am zweiten Schultag wird ein Test über 50 Lernwörter geschrieben und Rechtschreibung ist nicht Sohn1s Stärke. Er hat letzte Woche alle schon mal geschrieben, deshalb schreibt er nur eins von 25 falsch. Dann übe ich mit Sohn2 lesen. Das ist leider auch noch zäh, aber ich hoffe der Knoten platzt bald. Sohn3 zieht sich auch endlich an. Bevor wir zum Einkaufen los können, tausche ich noch die Kleiderschrankinhalte von Sohn1 und Sohn3 und schließe damit den Zimmertausch ab. Eine Ladung Wäsche noch, Antibiotikum ins Kind diskutieren und wir starten zur großen Einkaufstour: Lidl, Edeka, dm und Aldi. Beim dm hole ich einen Kalender mit lustigen Fotos aus dem letzten Jahr für die Küche ab.

Wieder zuhause dürfen die Kinder Peter Hase auf DVD anschauen. Den habe ich vorgestern aus der Bibliothek geholt. Sohn2 wollte den damals gerne im Kino anschauen, aber irgendwie war dafür dann keine Zeit. Ich falte die Wäsche weg, damit ich einen Korb frei habe, um die nächste Ladung aus dem Trockner zu holen. Nächste Ladung rein und noch eine Maschine Wäsche an. Nummer drei für heute, drei Ladungen sind noch für morgen da. D. bereitet Pizza vor und ich setze einen Hefeteig für Zopf an. Nach dem späten Abendessen gehen die Kinder gegen 21 Uhr nach oben. Umziehen, Zähne putzen. Dritte Dosis Antibiotikum ins Kind. Dann Einschlafbegleitung bei Mascha und der Bär Folge 7. Ich tippe dabei den Großteil dieses Beitrags und gehe dann wieder nach unten, wo ich den Zopf forme und in den Ofen schiebe. Die Spülmaschine ist auch schon wieder voll und die letzte Wäsche muss in den Trockner. Dann beginnen wir die dritte Staffel von „A series of unfortunate events“.

Jahresrückblick 2018

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr? 7 (eigentlich in Ordnung, aber Luft nach oben ist immer).

Zugenommen oder abgenommen? Im Moment hab ich eine ganz gesunde „I don’t know and I don’t care!“-Einstellung. Auf der Waage war ich zuletzt im September.

Haare länger oder kürzer? Ich war einmal beim Friseur, aber die sind vermutlich schon wieder nachgewachsen.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Immernoch Visus 1 ohne Sehhilfe

Mehr Kohle oder weniger? Seit Sommer etwas mehr, weil einmal Kindergartengebühr weggefallen ist und D. einen Job angefangen hat.

Besseren Job oder schlechteren? Den gleichen.

Mehr ausgegeben oder weniger? Ich denke in etwa gleich.

Dieses Jahr etwas gewonnen? Kann mich nicht erinnern.

Mehr bewegt oder weniger? Gefühlt die letzen Monate weniger.  Seit Herbst bin ich Montags und Donnerstags für Sportkurse angemeldet, konnte aber den Donnerstagskurs wegen anderer Termine (Dienstreisen, Kindergartenfeste,…) bisher nur drei mal besuchen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr? Ich zähle da immer noch nicht mit.

Davon war für Dich die Schlimmste? Anfang des Jahres waren alle nacheinander krank. Das war doof.

Der hirnrissigste Plan? Am kältesten Wochenende des Sommers mit den Kindern zelten gehen.

Die gefährlichste Unternehmung? Mit den Kindern in großer Hitze zum Strand am Cap Taillat zu laufen. Was die Südfranzosen als ausgeschilderte Spazierwege haben, ist nämlich mit Kinder teilweise sehr nervenaufreibend. Über felsige Wege und Steine und links geht es steil runter ins Meer. Aber der Strand war dann echt toll!

Die teuerste Anschaffung? Wir haben uns neue Stühle gekauft, die leider noch nicht angekommen sind. (Aber so richtig teuer waren die nicht.)

Das leckerste Essen? Kocht immer noch mein Mann. Und das täglich!

Das beeindruckendste Buch? The Hate U Give (Den Film will ich unbedingt sehen!). Dieses Jahr waren viele gute Bücher dabei, aber das verblogge ich noch extra.

Der ergreifendste Film? Nicht direkt ergreifend, aber sehr unterhaltsam war „Die Unglaublichen 2“

Die beste CD? Judith Holofernes.

Das schönste Konzert? Keins besucht.

Die meiste Zeit verbracht mit? Alltag.

Die schönste Zeit verbracht mit? Meinen Jungs!

Zum ersten Mal getan?  Ein Kind zur OP begleitet.

Nach langer Zeit wieder getan? Ausgeschlafen. (Zumindest sowas wie. Also länger als bis 7:30.) Im Zelt übernachtet.

Dinge, auf die Du gut hättest verzichten mögen? Streitigkeiten unter Kollegen.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest? Mich selbst davon, dass Sohn1 nicht aufs Gymnasium gehört. Inzwischen hab ich mich dran gewöhnt und bin völlig gechillt damit.

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast? Ich weiß es nicht.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat? Die Kinder lassen mich inzwischen am Wochenende sowas wie ausschlafen!

Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat? Ich kann mich an keinen besonders erinnern.

Der schönste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast? Keine Ahnung…

Dein Wort des Jahres? Sommer

Dein Unwort des Jahres? Armbruch

2018 war mit 1 Wort…? Kurz

Rückblicke 2017, 2016201520142012

Media Monday #383

Der Montag hat sich heute Mühe gegeben. S-Bahn-Strecke teil gesperrt, Bus im Stau, Anschluss verpasst, auf dem Rückweg wieder übel Verspätung. Aber immerhin habe ich heute morgen sehr weitsichtig meinen Joghurt in einen Gefrierbeutel gesteckt und somit eine Joghurtkatastrophe in der Tasche verhindert. Hier nun aber meine Antworten zum Media Monday.

1. Der Oktober neigt sich dem Ende und gleichsam naht der November. Ist der erst einmal gestartet, ist schon schneller als man schauen kann Weihnachten.

2. Ich glaube ja nicht, dass ich es dieses Jahr noch schaffen werde The hate u give im Kino anzuschauen. Muss ich wohl auf die DVD warten.

3. Meine Reading Challenge zu schaffen habe ich mir hingegen fest vorgenommen und bin auch zuversichtlich, dass ich drei noch fehlenden Bücher bis Ende des Jahres schaffe.

4. Von all den Messen und Conventions, die es jährlich so gibt, hab ich nicht wirklich viel Ahnung.

5. Herbstzeit ist ja auch gerne Grippe- oder allgemein Erkältungszeit. Beste Beschäftigung, wenn gesundheitlich angeschlagen, ist für mich ja immer noch das möglichst schnell wieder los zu werden. Krank sein geht ja als Eltern irgendwie gar nicht.

6. Kommende Woche ist ja auch schon wieder (mindestens ein) Feiertag in Sicht. Wahrscheinlich werde ich den damit verbringen, Wäsche zu waschen und mit den Kindern was zu unternehmen. Oder damit, Nasenspray und Ibusaft zu verteilen. Im Moment schnupft und hustet die halbe Familie. Von T-Shirt-Wetter zu Schnee innerhalb von wenigen Tagen ist halt nix.

7. Zuletzt habe ich einen Weiterbildungskurs in Österreich besucht und das war ziemlich anstrengend, weil wir die ganze Woche von 8 bis 18 Uhr Kurs hatten und am Abend das Gelernte wiederholen sollten. Ich hab die ganze Woche den Fernseher nicht eingeschaltet und gerade mal 20 Seiten in meinem aktuellen Buch geschafft.

Media Monday #380

Ein Media Monday mit dem Fokus auf Büchern, ist für mich gerade genau das Richtige. Mein Leseziel für dieses Jahr ist fast erreicht und da waren so viele wirklich gute Sachen dabei.

1. Eine Buchreihe wie jede wird es für mich kein zweites Mal geben, denn jede Serie ist anders und mich haben schon viele begeistert.

2. John Green ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn ich habe tatsächlich alle seine Bücher gelesen und warte jetzt auf die Verfilmung von Looking for Alaska.

3. Ich-Erzähler in Romanen bringen einen sehr nahe an die Erzählerfigur ran, liefern aber nur subjektive Informationen. Man muss schon gut schreiben können, dass das gut gelingt.

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Ich versuche eigentlich immer beides zu konsumieren. Die Reihenfolge ist idealerweise erst Buch, dann Film. Aber ich habe das auch schon andersrum gemacht. Ich schaffe es inzwischen sogar meistens, nicht ständig „Das war im Buch ganz anders!“ zu schreien. Buch und Film erzählen idealerweise die gleiche Geschichte auf unterschiedliche Weise. Im Moment warte ich gespannt auf die Verfilmung von The hate u give.

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Young Adult Fiction wahnsinnig angetan, da hat mir bisher alles gefallen. Aber wahrscheinlich wähle ich nur so gut aus.

6. Autonomous liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn das ist das letzte, was ich bekommen habe.

7. Zuletzt habe ich The hate u give gelesen und das war ganz großartig, weil ich schon auf Seite drei so in der Story drin war, dass mich der Mord gleich zu Beginn (der ja das Thema des Buchs ist) schon ordentlich mitgenommen hat.

Tagebuchbloggen 10/18

Schon wieder ist der fünfte und Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag gemacht haben. Eigentlich müsste ich eher die Frage beantworten, was ich im letzten Monat eigentlich so gemacht habe, aber das würde jetzt zu weit führen. Hier also mein fünfter Oktober:

Der Wecker klingelt um 5:00. Das ist leider sehr früh, aber notwendig. Ich stehe auf und packe Aufbackbrötchen in den Ofen. Sohn3 kommt runter und beschwert sich, dass ich aufgestanden bin. Ich schlage ihm vor, sich aufs Sofa zu legen. Macht er sogar. Und schläft da weiter. Ich packe die Brotdosen und ziehe mich fertig an. Sohn3 trage ich um 5:58 wieder schlafend ins Bett. Sohn1 wird wach und verabschiedet mich, als ich um 6:00 das Haus verlasse. Der Bus ist trotz Straßensperrung pünktlich am Bahnhof, wo ich in den Zug nach Zürich steige. Der Zug ist relativ leer und ich brauche meine Reservierung gar nicht. Ich schlafe erst ein bisschen und lese dann. Glücklicherweise ist mir noch rechtzeitig vorher eingefallen, dass mein Datentarif im Nicht-EU-Ausland, also auch in der Schweiz, nicht gilt und bin eben einfach mal ohne Internet unterwegs.

Um kurz vor halb zehn bin ich pünktlich in Zürich und muss noch mit der S-Bahn weiter. Am Bahnhof gibt es kostenloses WLAN. Um zehn bin ich dann am Ziel. Ich nehme heute an einer Fachausschussitzung teil. Es gibt Fachbeiträge, Diskussionen und Organisatorisches. Zu Mittag esse ich Käsewähe. Am Nachmittag sind wir relativ pünktlich fertig und ich fahre zurück zum Züricher Hauptbahnhof. Da muss ich schnell noch einen mittelgroßen Einkauf bei Migros erledigen. Drei große Päckchen Nussstengli, viel Schokolade und Zweifel-Chips. Einen Teil davon nehme ich aber am Montag für die Kollegen mit.

Um 16:35 sitze ich im Zug und bin froh, dass ich eine Reservierung habe. Es ist Freitag und der Zug ist voll. Im Zug erstelle ich noch ein paar Dokumente für eine Besprechung am Montag und schreibe drei Abstracts für Tagungen, bei denen ich nächstes Jahr teilnehmen will. Dann lese ich mein Buch zuende. (The hate u give ist sehr zu empfehlen. Ich habe es auf englisch gelesen. Ich weiß also nicht, wie gut es auf deutsch funktioniert.) Um 19:09 komme ich in BB an und bin mit dem Bus um 19:36 zuhause. D. kocht. Die Kinder begrüßen mich freudig und zeigen mir ihre Hausaufgaben und ein riesiges Legohaus, das sie heute gebaut haben. Dann essen wir und bringen die Kinder ins Bett. Wir schauen noch weiter „A series of unfortunate events“ wo ich aber sehr zuverlässig einschlafe und den Anschluss nur deshalb noch nicht verpasst habe, weil ich das alles mal gelesen habe. Außerdem beschließen wir, morgen früh aufzustehen und in die Wilhelma zu fahren. Da waren wir schon lange nicht mehr und können mit dem Landesfamilienpass einmal im Jahr ermäßigt rein. Eigentlich wollten wir das bereits am Dienstag Nachmittag gemacht haben. Da hatte ich frei, um ein paar der in den letzten Wochen gesammelte Überstunden abzubauen. Leider war Sohn1 dann am Dienstag krank und wir mussten das aufs Wochenende verschieben. Und so geht mein Tag dann zu Ende.

Media Monday #375

Das war jetzt das erste Wochenende seit irgendwann im Juli, an dem wir zuhause waren und nichts geplant war. Fieserweise war es auch das erste Wochenende mit Dauerregen am Sonntag. Und bei kaltem Regenwetter schaut man in den Sommerferien schon doof. Die Hallenbäder (also die einfachen mit Schwimmbecken und Planschbecken) haben alle über den Sommer zu, fürs Freibad ist es zu kalt, Indoorspielplätze sind weit weg und teuer. (Das macht ja schon richtig Vorfreude auf November/Dezember/Januar/Februar, wenn einfach jedes Wochenende kalt und grau ist.) Aber angelblich wird das Wetter ja noch mal besser. Heute ist jetzt erst mal Montag und somit schon wieder Media Monday.

1. Diese ewigen Vergleiche zwischen Buchreihen gleichen Genres nervt. Bei Unsouled (Unwind #3) steht zum Beispiel groß auf dem Cover „More chilling than The Hunger Games“ und das ist doch völlig behämmert. Es ist ein ganz anderes Thema und nur beides dystopische Young-Adult-Fiction. Hilfreicher wäre einfach draufzuschreiben: Wenn Du das eine mochtest, magst Du vielleicht auch das hier?!

2. Der Campinausflug mit den Söhnen hat mich weitaus mehr begeistert, als ich das erwartet hätte, denn es hatte nachts nur lausige 4°C, aber es war trotzdem so toll!

3. Wäre ja schon klasse, wenn einmal der 36-Stundentag eingeführt würde. Ich mein, wenn jetzt schon die Sommerzeit wankt, dann geht das vielleicht auch mal. Wäre doch toll: genug Zeit für Arbeit, Familie, Freizeit UND Schlaf. Im Moment muss ich mich immer zwischen Freizeit und Schlaf entscheiden und das ist irgendwie unbefriedigend.

4. Das Mittelmeer kann ich mir – glaube ich – so schnell nicht wieder ansehen, schließlich ist der Urlaub am Meer für dieses Jahr vorbei.

5. Es hat ja durchaus seine Vorteile, dass jetzt zwei der Söhne die magische 1,20 m Grenze überschritten haben (ok, der zweite nur mit Schuhen), denn so komme ich dieses Jahr gleich zwei mal in den Genuss eines Europaparkbesuchs!

6. ____ ist jetzt zwar nicht die „klassische“ Urlaubs- oder Sommerlektüre, aber großartig, weil ____ . Ich lese im Urlaub und im Sommer nichts anderes als den Rest des Jahres. Ihr Empfehlungen wollt (ja, ich wiederhole mich) : Six of Crows/Crooked Kingdom mochte ich sehr und lese es demnächst noch mal. Artemis hat mich ebenfalls sehr gut gefallen. Und Unwind hat mich jetzt auch voll in seinen Bann gezogen.

7. Zuletzt habe ich beim Lesen der Unwind-Dystology den kritischen Punkt erreicht, wo man nicht weiß, ob es wieder gut (dank George R.R. Martin, der den Umgang mit Buchhelden ja deutlich verroht hat, kann man ja nicht mehr drauf vertrauen, dass am Ende schon wieder alles gut oder zumindest ok wird.) wird oder nicht und das war sehr fies, weil ich mit der S-Bahn dann bei der Arbeit angekommen war und jetzt mit diesem ungewiss üblen Gefühl hier sitzen muss, bis ich nachher in der S-Bahn wieder Lesezeit habe.

Media Monday #371

Es ist Montag und ich hab Urlaub. Hier also endlich mal wieder ein Media Monday!

1. Das ewige Aufwärmen alter Ideen, Serien und Franchises ist in manchen Fällen nervig (z. B. kann ich diesem ganzen Comickram nix abgewinnen), andererseits finde ich es gerade schon gut, dass Star Trek mit Jean-Luc Picard weiter gehen soll.

2. Was dieser ewige Sonnenschein mit meinem Medienkonsum anstellt: Schwer zu sagen. Ich habe Urlaub und da ist ja eh alles anders.

3. Klar schauen viele von uns mittlerweile Serien über diverse Streaming-Dienste, ihren Ursprung haben viele ja aber auf anderen Sendern. Müsste ich sagen oder schätzen, aus welcher Ideen-Schmiede ich die meisten Serien konsumiere, wäre das wohl im Moment schon Netflix, denn wir haben gerade wieder ein Abo und dann schauen wir alles, was uns interessiert. Außerdem hat meine Filterblase auch hauptsächlich Netflix und da kriegen wir dann Empfehlungen her. Aber ideal ist das nicht. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich von 5. Staffeln thematisch interessanter Serien lese, die mir noch nie untergekommen sind.

4. Mein persönlicher Sommer-Blockbuster dieses Jahr ____ . Ich war diesen Sommer noch nicht im Kino. Aber Blockbuster sind eh meistens nicht so meins. Was früher die unausweichlichen Autoverfolgungsjagden waren, sind jetzt Verfolgungsjagden über die Dächer europäischer Metropolen. Gähn.

5. Ich fände es ja wirklich mal spannend, würde man Artemis verfilmen.

6. Die phantastische Reise ist ein richtig gelungener Abenteuerfilm, schließlich haben wir den als Kinder immer wieder gesehen und uns hinterher nur ein bisschen gegruselt.

7. Zuletzt habe ich The Alienist angeschaut und das war durchaus anschaubar, obwohl es eine Krimiserie ist.

Tagebuchbloggen 08/18

Es ist der 5. August und Frau Brüllen fragt wie jeden 5., was wir den ganzen Tag so machen. Wir sind gerade im Urlaub an der Cote d’Azur und hatten heute einen Gammeltag. Und der war so.

Die Kinder sind um halb acht wach und wecken mich. Sie gehen hier jeden Tag nicht vor 22 Uhr ins Bett und dennoch schlafen sie nur unwesentlich länger als zuhause. Ich hab noch keine Lust aufzustehen und bleibe noch etwas liegen. Irgendwann vermelden die Kinder Hunger und ich stehe auf, um Frühstück zu machen. D. liegt noch im Bett. Gestern haben wir den obligatorischen Gewaltmarsch zu einem hübschen Strand gemacht. In beinahe jedem Urlaub will D. irgendeinen abseitigen Strand besuchen, den man nur zu Fuß erreichen kann. Bei diesem wussten wir das nicht mal, weil sowohl Navi als auch Google eine Straße angezeigt hatten. Das stimmt leider nicht. Also mussten wir 2 km an der Küste entlang laufen, was zwischendurch eine arge Klettettour war. Aber es ist ein ausgewiesener Weg. Mit kleinen Kindern allerdings nicht so richtig entspannt. Letztendlich sind wir aber heil angekommen und konnten den Strand mit nur wenig anderen Besuchern genießen. Beim Rückweg konnten wir den schlimmsten Teil der Klettertour weglassen, da D. mit dem Auto noch ein Stück näher ran fahren konnte. Insgesamt war das recht anstrengend und so sind wir heute alle ein bisschen gammelig drauf.

Beim Frühstück gibt es Streit, als Sohn2 Sohn3 stichelt, der aufsteht und seinen Zitronenjoghurt umschmeißt. Ich schimpfe. Daraufhin will Sohn2 nix mehr essen. Ich lasse sie und trinke in Ruhe meinen Kaffee und esse eben die halbe geschnittene Melone alleine. Dann ist mir schlecht und ich muss mich kurz hinlegen. Geht aber schnell wieder.

Die Kinder spielen friedlich mit den mitgebrachten Spielsachen. Ich sortiere die Wäsche, die heute gewaschen werden soll und D. macht noch mal Kaffee. Die Kinder essen eine Ladung Milchbrötchen mit Nutella. Es ist sehr heiß hier an der Cote d’Azur. Ich trage den Müll runter. Dafür muss man die ganze Einfahrt runter und wieder hoch. Danach ist mir nach duschen. Wir machen uns dann aber doch auf den Weg zum Waschsalon. Vier Maschinen belegen wir. 30 Minuten dauert der Waschgang. D. geht derweil mit den Söhnen Getränke kaufen, wobei sich Söhne 2 und 3 wohl ordentlich daneben benehmen und deshalb nur Wasser und keine Orangina kriegen. Sohn2 will sich darüber nicht mehr beruhigen. Zwei Maschinen Wäsche kommen noch für 30 Minuten in den Trockner, der Rest wird nass eingepackt. Wir fahren weiter zum Supermarkt. Allerdings haben die großen nicht mehr auf. D. holt also ein paar Dinge im kleinen Carrefour, der offen hat. Auf dem Weg nach Hause schläft Sohn2 ein, steigt zuhause aus, legt sich aufs Bett und schläft weiter. Sohn1 zockt auf seinen Nintendo. Ich hänge die nasse Wäsche auf. Auch die Trocknerwäsche ist noch feucht, so dass ich auch alle Gartenstühle und -bänke mit Wäsche bestücke.

Sohn3 liest mit mir im Bett ein Buch. Ich hoffe er schläft auch, aber er will nicht. Dafür schlafe ich ein bisschen. Als alle wieder wach sind ist es später Nachmittag. Wir füttern den Kindern noch eine Runde Cornflakes (für vernünftiges Essen ist hier tagsüber bei 35°C niemand zu haben) und fahren dann an zum Strand. Diesmal ohne Fußmarsch. Sohn3 schläft im Auto ein. Am Strand ist noch einiges los, obwohl es schon spät ist und der Himmel bedeckt ist. Das angekündigte Gewitter entlädt sich aber, wie die letzten Tage auch schon, über Marseille. Wir kriegen nur die Wolken ab. Am Strand ist es toll. Die Kinder spielen und tauchen mit Vollgesichtstauchmasken. Ich habe das gestern auch mal probiert und finde es echt toll. Auch wenn sie irgendwann doch beschlagen. Ich schwimme zwanzig Minuten und lese ein Kapitel in einem Buch. Urlaub! Am Ende ist es sehr spät und die Sonne ist schon untergegangen, als wir zurück zur Ferienwohnung fahren.

Zuhause gibt es noch ein schnelles Abendessen, dann springen die Söhne 1 und 2 unter die Dusche während ich die trockene Wäsche falte. Die Kinder sind wieder deutlich nach 22 Uhr im Bett. Wir duschen uns auch noch ab und schauen eine Folge The Alienist.

Tagebuchbloggen 07/18

Ein Monat ist seit meinem letzten Eintrag vergangen. Hui. Wie die Zeit rennt. Ich komm einfach zu nichts. Aber jetzt nutze ich den 5. um auf Frau Brüllens Frage, was wir den ganzen Tag so machen, zu antworten.
Mein Wecker klingelt wie immer um 5:45 Uhr. Um kurz nach sechs stehe ich auf. Sohn2 ist auch schon wach. Ich stecke Aufbackbrötchen in den Ofen und gehe duschen. Als ich aus dem Bad komme, sind die Brötchen fertig. Ich stelle die Brotdosen bereit und packe meine Sportsachen, während die Brötchen abkühlen. Dann belege ich vier Brötchen, packe Joghurt ein, schneide Obst. Zum Frühstück wollen die Kinder Cini Minis. Ist mir recht. Zur Zeit frühstücken sie alle wenig. Um kurz nach sieben sitzen wir am Tisch. Ich esse ein Marmeladenbrötchen. Zum Bus muss ich am Ende mal wieder rennen, aber so vertrödele ich schon keine Zeit beim Warten.
Im Bus schreibe ich mir kurz die Highlights von gestern in meine Tagebuch-App, die ich seit Mai benutze. Ich vergesse sonst so vieles. Am Bahnsteig packe ich mein eines aktuelles Buch aus. Das ist leider so spannend, dass ich vermutlich bis Stadtmitte fahren würde, wenn die S-Bahn nicht direkt vor meiner Haltestelle in den Tunnel einfahren würde. Totally lost in Ketterdam, sozusagen. Andererseits bin ich eh in alle Hauptpersonen so verknallt, dass ich gar nicht will, dass das Buch zu Ende ist.
Beim Laufen zum Büro mache ich Pokemon Go an. Wirklich zum Spielen komme ich allerdings den ganzen Tag nicht. Bei der Arbeit schreibe ich gerade an einem Antrag. Einiges dafür habe ich bereits im letzten Herbst geschrieben, aber wir haben unser Konzept geändert. Und die Formulare sind auch neu, also muss ich einiges anpassen. Zuerst lese ich aber einen Stapel Berichte Korrektur und reiche eine Rechnung ein. Bis zum Mittag sitze ich am Antrag. Dann esse ich mein Vesper. Eigentlich wollte ich noch einen Mittagsspaziergang machen. Ein Kollege will mit mir im Hof noch nach Testkörpern schauen. Also gehen wir da zuerst hin. Auf dem Hof verquatsche ich mich mit einem anderen Knolle und cancel den Spaziergang. Es regnet ohnehin. Zurück im Büro schreibe ich weiter am Antrag. Um 15:30 fällt mir auf, dass ich noch Kaffee trinken wollte. Die Kollegen machen grade Pause mit Hefezopf und Honig (eine Kollegin hat Bienen) und da esse ich auch noch eine Scheibe.
Um 15:45 muss wir los zum Sport. Es ist anstrengend, aber gut. Ich muss 15 Minuten vor Schluss gehen, weil ich noch einen Arbeitskreis besuchen will. Da bin ich fast pünktlich um 17 Uhr und höre einen interessanten Vortrag. Anschließend hält mich ein Ex-Kollege auf, der mir noch was über alte Testkörper erzählen will. Um 18:30 bin ich endlich auf dem Heimweg.
Zuhause trinke ich den verspäteten Feierabendkaffee. Eine Maschine Wäsche stelle ich auch noch an. D. macht Abendessen. Ich spiele solange mit den Kindern oben. Gegen 21 Uhr sind die Kinder im Bett. Sohn3 schläft ausnahmsweise schnell. Ich lese bei der Einschlafbegleitung auf dem eReader ein anderes Buch, was mir auch sehr gut gefällt. Jetzt noch ein bisschen Netflix auf dem Sofa. Und das war dann der 5. Juli. Und bei Euch so?